Wendung im Fall Schlecker

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Re: Wendung im Fall Schlecker

Beitragvon odiug » Di 28. Nov 2017, 10:16

3x schwarzer Kater hat geschrieben:(13 Apr 2016, 18:59)

4 Jahre nach der Pleite von Schlecker erhebt die Staatsanwaltschaft Anklage. Und zwar nicht nur gegen Anton Schlecker, auch gegen seine Frau, seinen Sohn und seine Tochter. Ebenfalls sind 2 Wirtschaftsprüfer angeklagt. Das Delikt: Vorsätzlicher Bankrott und im Falle der Verwandten eben Beihilfe dazu. Dazu kommt noch Insolvenzverschleppung und Untreue. Das ganze Register. Insgesamt 13 Straftaten soll Schlecker laut Staatsanwaltschaft in "besonders, schwerem Fall" begangen haben. Sollte sich das als richtig herausstellen, droht eine langjährige Haftstrafe.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/untern ... 87025.html

Das sollte eigentlich Wasser auf die Mühlen derjenigen sein, die immer befürchten, dass die Justiz Unternehmer mit Samthandschuhen anfasst. Was meint ihr?

Was heißt: sollte Wasser gewesen sein :?:
2 Jahre auf Bewährung und 56 000 Euro Strafe :eek:
Das ist Wasser auf die Mühlen derer, die nicht nur behaupten, sondern auch klipp und klar feststellen, daß Wirtschaftsverbrechen bei uns immer noch wie Kavaliersdelikte behandelt werden.
Zwar ist die öffentliche Empörung heute größer als je zu vor, aber ändern tut sich nichts.
Im Gegenteil ... es wird eine Nebelbombe nach der anderen gezündet.
Aus der Derivatenkrise in den USA wurde die Immobilienkrise, an der natürlich der armen Häuslebesitzer schuld war, der kaufte, was er sich nicht leisten konnte, aus der Bankenkrise wurde die Staats-Schuldenkrise und schuld daran war der faule Grieche und jetzt ... ganz toll ... haben wir Flüchtlinge :thumbup:
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Re: Wendung im Fall Schlecker

Beitragvon odiug » Di 28. Nov 2017, 10:24

Realist2014 hat geschrieben:(18 Apr 2016, 12:48)

Die ermittelt nicht wegen "Falschberatung"..

sondern wegen Bankrott

Ermittelt wird nicht wegen Bankrott, sondern wegen Insolvenzverschleppung und betrügerischem Hinterziehen von Firmenvermögen zu Gunsten der Familie in Hühe von 16 Millionen Euro zum Schaden der Gläubiger und Angestellten.
Nur damit das mal klar ist, um was es geht ;)
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Re: Wendung im Fall Schlecker

Beitragvon Dampflok94 » Di 28. Nov 2017, 10:27

sünnerklaas hat geschrieben:(28 Nov 2017, 10:10)

Vielleicht gab es Deals - es stehen ja noch weitere Prozesse an. Und man sollte nicht vergessen: Anton Schlecker ist finanziell bis an sein Lebensende ruiniert und kommt da auch nicht mehr mit einer Privatinsolvenz raus. Mit der Bewährungsstrafe kann man vielleicht erreichen, dass er freiwillig Vermögen abliefert, was vielleicht noch irgendwo versteckt ist. Wir kennen die Bewährungsauflagen nicht. Gut möglich, dass man ihm die Botschaft mit auf den Weg gegeben hat, dass er, sollte irgendwo noch etwas sein, was den Gläubigern entzogen wurde, er nicht nur für die zwei Jahre einwandert, sondern er in einem weiteren Prozess noch einen ordentlichen Strafzuschlag bekommt. Wenn es so ist, wie von mir beschrieben, ist das ein weises Urteil, weil das Gericht halt auch noch die Interessen der Geprellten berücksichtigen muss.

Das Vermögen liegt bei seiner Ehefrau. Natürlich mit Gütertrennung. ;) Daher wohnt Herr Schlecker auch noch immer in einer schönen Villa. So lange seine Frau ihn nicht vor die Tür setzt, wird er wohlnicht darben müssen.
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Re: Wendung im Fall Schlecker

Beitragvon garfield336 » Di 28. Nov 2017, 10:28

odiug hat geschrieben:(28 Nov 2017, 10:24)

Ermittelt wird nicht wegen Bankrott, sondern wegen Insolvenzverschleppung und betrügerischem Hinterziehen von Firmenvermögen zu Gunsten der Familie in Hühe von 16 Millionen Euro zum Schaden der Gläubiger und Angestellten.
Nur damit das mal klar ist, um was es geht ;)


Die Angestellten wurden geschädigt ? Ich frage das ernsthaft weil die Auszahlung der Angestellten vorrang vor den gläubigern hat.

Wenn aber bereits die Angestellten kein Geld sehen, dann kriegen die Gläubiger erst recht nur 0,000 euro :|
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Re: Wendung im Fall Schlecker

Beitragvon odiug » Di 28. Nov 2017, 10:36

garfield336 hat geschrieben:(28 Nov 2017, 10:28)
Die Angestellten wurden geschädigt ? Ich frage das ernsthaft weil die Auszahlung der Angestellten vorrang vor den gläubigern hat.

Wenn aber bereits die Angestellten kein Geld sehen, dann kriegen die Gläubiger erst recht nur 0,000 euro :|

Toll :D
Sehr gut erkannt :thumbup:
Abgesehen stimmt das nicht ganz.
Verzichten die Angestellten auf die volle Auszahlung des Lohns, um das Unternehmen zu retten, dann sind das keine Schulden ... das fällt unter den Tisch in der Insolvenz.
Oder: Schneiderpleite, wer mag sich daran noch erinnern und wer weiß noch, wie viele Handwerker in den Bankrott getrieben wurden ... die damals viel zitierten "Peanuts" .
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Re: Wendung im Fall Schlecker

Beitragvon schokoschendrezki » Di 28. Nov 2017, 11:19

odiug hat geschrieben:(28 Nov 2017, 10:24)

Ermittelt wird nicht wegen Bankrott, sondern wegen Insolvenzverschleppung und betrügerischem Hinterziehen von Firmenvermögen zu Gunsten der Familie in Hühe von 16 Millionen Euro zum Schaden der Gläubiger und Angestellten.
Nur damit das mal klar ist, um was es geht ;)


Und aber auch noch (wenn ich einen Kommentar von gestern noch richtig im Kopf habe) um vorsätzlichen Bankrott. Ob oder inwieweit "Insolvenzverschleppung", "vorsätzlicher Bankrott" und "betrügerische Hinterziehung" im Schlecker-Fall auf dasselbe hinausläuft oder ob es sich um drei unabhängige Straftaten handelt, die nur eben mit ein- und derselben Firma begangen wurden, würde mich auch mal interessieren.
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Re: Wendung im Fall Schlecker

Beitragvon yogi61 » Di 28. Nov 2017, 11:30

Man sollte den Anton jetzt mal in Frieden lassen. Er kann seine Kinder im Knast besuchen und ihnen ein paar Drogerieartikel mitbringen, vielleicht liegt noch etwas in irgendeinem Lager.
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Re: Wendung im Fall Schlecker

Beitragvon schokoschendrezki » Di 28. Nov 2017, 11:41

Der Anton selbst ist nicht weiter interessant ... aber die Bandbreite der Reaktionen auf das Prozesssurteil schon. Sie reichen von Häme über Wut (wegen viel zu viel Mildheit in seinem Fall (SZ)), über das Gegenteil (er sei damit, dass er seine eigenen Kinder in den Knast brachte, lebenslang bestraft) bis hin zur Forderung, dass man einen anderen Umgang mit Bankrotts in Deutschland brauche. Dass dies gesellschaftlich weniger geächtet werde, um das Unternehmertum als solches und als Ideal nicht zu beschädigen.
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Re: Wendung im Fall Schlecker

Beitragvon Sextus Ironicus » Di 28. Nov 2017, 13:06

Das Urteil ist es ein gutes Signal, denn Menschen dieses Schlages (ganz moralfrei) tut eine Denkpause in ihrem asozialen Lebensstil, den sie nach dem Gefängnisaufenthalt sowieso wieder nahtlos aufnehmen, ganz gut. Gerade bei dieser Klientel ist Knast eine echte Resozialisierungsanwendung. Und das ist auch der Grundgedanke des Strafvollzugs. Das Urteil weist den Übergang von abstrakter Verantwortung zu konkreter.
… habe ich mich sorgsam bemüht, menschliche Tätigkeiten nicht zu verlachen, nicht zu beklagen und auch nicht zu verdammen, sondern zu begreifen. (Spinoza)
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Re: Wendung im Fall Schlecker

Beitragvon sünnerklaas » Di 28. Nov 2017, 13:39

Dampflok94 hat geschrieben:(28 Nov 2017, 10:27)

Das Vermögen liegt bei seiner Ehefrau. Natürlich mit Gütertrennung. ;) Daher wohnt Herr Schlecker auch noch immer in einer schönen Villa. So lange seine Frau ihn nicht vor die Tür setzt, wird er wohlnicht darben müssen.



Da kommt noch ein Prozess. Und zwar u.a. gegen seine Ehefrau. Und auch deswegen macht die Bewährungsstrafe durchaus Sinn.
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Re: Wendung im Fall Schlecker

Beitragvon sünnerklaas » Di 28. Nov 2017, 13:48

odiug hat geschrieben:(28 Nov 2017, 10:36)


Oder: Schneiderpleite, wer mag sich daran noch erinnern und wer weiß noch, wie viele Handwerker in den Bankrott getrieben wurden ... die damals viel zitierten "Peanuts" .


Die Schneider-Pleite und die Folgen für einige Handwerksfirmen kannst Du nicht mit den Schlecker-Mitarbeitern vergleichen. Bei Schneider waren Unternehmer betroffen - und zwar solche, die sich auf Gedeih und Verderb an Schneider gebunden hatten und fast ausschliesslich von seinen Baustellen gelebt haben. So etwas ist unternehmerisch nie eine gute Idee. Wenn man krisenfest sein will, muss man möglichst breit aufgestellt sein - auch als KMU. Nur so kann man extreme Folgen von Zahlungsverzögerungen vermeiden.
Es mag zwar verlockend sein, für einen einzigen Auftraggeber tätig zu sein - unternehmerisch gesehen ist das eine Eselei. Es ist deutlich sinnvoller, als Subunternehmer für fünf, zehn oder zwanzig verschiedene Generalunternehmer zu arbeiten. Fällt da einer aus, ist das für das auch für KMU kein Problem, es ist eine Krise, aber diese Krise ist zu bewältigen.
Wir haben ein Problem in der deutschen Wirtschaft - und wo das Problem liegt, hat mir ein - inzwischen verstorbener - hannoveraner Unternehmer mal sehr eindrucksvoll beschrieben: Wir haben zu viele Betriebsbetreiber hier in D und viel zu wenig Unternehmer. Der Unterschied zwischen einem Betriebsbetreiber und einem Unternehmer ist einfach erklärt: der Betreiber eines Betriebes ist ein Getriebener. Ein Unternehmer unternimmt etwas - und zwar immer auch mit offenem Ausgang. Unternehmertum heisst, bewusst auch ein Risiko in Kauf zu nehmen, Gefahr zu laufen, zu scheitern. Unternehmertum bedeutet Abenteuer. Und genau das macht das Unternehmertum aus. Ein weiser Mann.
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Re: Wendung im Fall Schlecker

Beitragvon odiug » Di 28. Nov 2017, 14:38

sünnerklaas hat geschrieben:(28 Nov 2017, 13:48)

Die Schneider-Pleite und die Folgen für einige Handwerksfirmen kannst Du nicht mit den Schlecker-Mitarbeitern vergleichen. Bei Schneider waren Unternehmer betroffen - und zwar solche, die sich auf Gedeih und Verderb an Schneider gebunden hatten und fast ausschliesslich von seinen Baustellen gelebt haben. So etwas ist unternehmerisch nie eine gute Idee. Wenn man krisenfest sein will, muss man möglichst breit aufgestellt sein - auch als KMU. Nur so kann man extreme Folgen von Zahlungsverzögerungen vermeiden.
Es mag zwar verlockend sein, für einen einzigen Auftraggeber tätig zu sein - unternehmerisch gesehen ist das eine Eselei. Es ist deutlich sinnvoller, als Subunternehmer für fünf, zehn oder zwanzig verschiedene Generalunternehmer zu arbeiten. Fällt da einer aus, ist das für das auch für KMU kein Problem, es ist eine Krise, aber diese Krise ist zu bewältigen.
Wir haben ein Problem in der deutschen Wirtschaft - und wo das Problem liegt, hat mir ein - inzwischen verstorbener - hannoveraner Unternehmer mal sehr eindrucksvoll beschrieben: Wir haben zu viele Betriebsbetreiber hier in D und viel zu wenig Unternehmer. Der Unterschied zwischen einem Betriebsbetreiber und einem Unternehmer ist einfach erklärt: der Betreiber eines Betriebes ist ein Getriebener. Ein Unternehmer unternimmt etwas - und zwar immer auch mit offenem Ausgang. Unternehmertum heisst, bewusst auch ein Risiko in Kauf zu nehmen, Gefahr zu laufen, zu scheitern. Unternehmertum bedeutet Abenteuer. Und genau das macht das Unternehmertum aus. Ein weiser Mann.

Kann man sehr wohl vergleichen. ersetze Handwerker mit Zulieferer und Schwupps, genau das Gleiche.
Und natürlich ist es nie geschickt sich auf einen einzigen Auftraggeber zu verlassen ... wenn man es sicvh leisten kann, auch mal Aufträge sausen zu lassen, um andere Kunden zu akquirieren.
Muß man sich halt leisten können als Handwerksbetrieb.
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Re: Wendung im Fall Schlecker

Beitragvon 3x schwarzer Kater » Di 28. Nov 2017, 17:09

SpukhafteFernwirkung hat geschrieben:(27 Nov 2017, 22:45)



die multinationalen konzerne machen heute sowas ganz normal und voll akzeptiert...- :|


Wohl kaum. Da hat seit der Jahrtausendwende gerade in Deutschland der Gesetzgeber sehr viel getan. Das ist mit den 70er Jahren nicht mehr zu vergleichen.
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Re: Wendung im Fall Schlecker

Beitragvon SpukhafteFernwirkung » Di 28. Nov 2017, 19:29

Dampflok94 hat geschrieben:(28 Nov 2017, 10:27)

Das Vermögen liegt bei seiner Ehefrau. Natürlich mit Gütertrennung. ;) Daher wohnt Herr Schlecker auch noch immer in einer schönen Villa. So lange seine Frau ihn nicht vor die Tür setzt, wird er wohlnicht darben müssen.
ich hab gelesen der anton muss sogar den alten porsche von seiner tochter auftragen. das ist schon hart.

was ist eigentlich mit den wirtschaftsprüfern passiert?
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Re: Wendung im Fall Schlecker

Beitragvon jack000 » Di 28. Nov 2017, 20:35

odiug hat geschrieben:(28 Nov 2017, 10:16)
2 Jahre auf Bewährung und 56 000 Euro Strafe :eek:
Das ist Wasser auf die Mühlen derer, die nicht nur behaupten, sondern auch klipp und klar feststellen, daß Wirtschaftsverbrechen bei uns immer noch wie Kavaliersdelikte behandelt werden.

Nun, man hatte Vater Schlecker halt fast nichts nachweisen können (Obwohl ich den auch gerne im Knast gesehen hätte) und dann kann mal halt nix machen.
=> Aber bei den Kids war die Sache eindeutig und unabstreitbar, da sehe ich die 2,x Jahre Knast (Man vergleiche das mal mit dem Kuscheljustiz-Urteile Strang) als durchaus akzeptabel an.
Es wird sogar nicht mehr im PF geleugnet: "Ja die Gewalt gegen Frauen hat bedingt durch Zuwanderung zugenommen, und jetzt?"
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Re: Wendung im Fall Schlecker

Beitragvon 3x schwarzer Kater » Di 28. Nov 2017, 21:22

jack000 hat geschrieben:(28 Nov 2017, 20:35)

Nun, man hatte Vater Schlecker halt fast nichts nachweisen können (Obwohl ich den auch gerne im Knast gesehen hätte) und dann kann mal halt nix machen.


Und nicht zu vergessen. Bei der Geldstrafe bewegte sich das Gericht ja auch am maximal möglichen.
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Re: Wendung im Fall Schlecker

Beitragvon Dampflok94 » Mi 29. Nov 2017, 07:36

sünnerklaas hat geschrieben:(28 Nov 2017, 13:39)

Da kommt noch ein Prozess. Und zwar u.a. gegen seine Ehefrau. Und auch deswegen macht die Bewährungsstrafe durchaus Sinn.

Das Verfahren gegen seine Ehefrau ist eingestellt. Da kommt nix mehr. Der Drops ist gelutscht. :cool:
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Re: Wendung im Fall Schlecker

Beitragvon Eiskalt » Mi 29. Nov 2017, 13:52

Ahh die Kinder sind in Revision, die holen sich noch nen Staranwalt und der boxt die dann wieder raus!
Memento mori
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Re: Wendung im Fall Schlecker

Beitragvon yogi61 » Mi 29. Nov 2017, 14:58

Eiskalt hat geschrieben:(29 Nov 2017, 13:52)

Ahh die Kinder sind in Revision, die holen sich noch nen Staranwalt und der boxt die dann wieder raus!


Revison ist keine Berufung.
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Re: Wendung im Fall Schlecker

Beitragvon Eiskalt » Mi 29. Nov 2017, 15:26

yogi61 hat geschrieben:(29 Nov 2017, 14:58)

Revison ist keine Berufung.


Ok, was bedeutet das genau?
Was versprechen die sich von der Revision?
Memento mori
-Römisches Sprichwort

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