Droht ein generelles Tempolimit auf deutschen Autobahnen?

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Soll es ein generelles Tempolimit auf deutschen Autobahnen geben?

ja
28
42%
nein
33
50%
weiß nicht/Enthaltung
5
8%
 
Abstimmungen insgesamt: 66
Positiv Denkender
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Re: Droht ein generelles Tempolimit auf deutschen Autobahnen?

Beitragvon Positiv Denkender » So 26. Nov 2017, 17:20

immernoch_ratlos hat geschrieben:(26 Nov 2017, 17:01)

Verkehrstote nach Unfallursachen 2015 - je 1 000 Unfälle mit Personenschaden :

26 Verkehrstote - Geschwindigkeit
22 Verkehrstote - Falsche Straßenbenutzung
22 Verkehrstote - Überholen
16 Verkehrstote - Alkoholeinfluss
13 Verkehrstote - Falsches Verhalten gegenüber Fußgängern
7 Verkehrstote - Vorfahrt, Vorrang
6 Verkehrstote - Nebeneinanderfahren
6 Verkehrstote - Abbiegen, Wenden, Rückwärtsfahren, Ein- und Anfahren
4 Verkehrstote - Abstand
2 Verkehrstote -Vorbeifahren

Wo wurde am meisten "ortsbedingt" gestorben ?

Dieser kurze Auszug / Quelle : Destatis :"Unfallentwicklung auf deutschen Straßen 2015" PDF-Download (startet automatisch) lässt eigentlich nur diesen Überlegung zu :

Um also die Anzahl der als Unfallfolge Getöteten weiter zu senken wäre eine generelle Höchstgeschwindigkeit auf dt. Autobahnen zwar nicht erwünscht, aber wohl der einzig logische Schluss, schließlich ist der fragende Thementitel ja "Droht ein generelles Tempolimit auf deutschen Autobahnen?"

Es "droht" nach allem was ich bis dato weiß nichts, wäre aber wohl die einzig mögliche Lösung für diesen "Ort". Die ansonsten "folgenlos" überschrittenen "Richtgeschwindigkeit" hat in all diesen Fällen eine erhebliche Wirkung für die Unfallbeteiligten. Was im Grunde nichts anderes als bereits eine de facto nicht näher in ihrer Höhe bestimmte Höchstgeschwindigkeit darstellt. Was aber da vollkommen freiwillig, die tödlichen Unfälle auf BAB nicht weiter beeinflusst. Es muss also erst gestorben werden, BEVOR die nicht beachtete "Richtgeschwindugkeit" Folgen zeitigt :dead:

Es wäre höchst unlogisch anzunehmen, der Gesetzgeber hätte sich der :

Geschwindigkeit = 130 km/h = 36,111 m/s = 3,111 m/100ms = Richtgeschwindigkeit auf BAB und Schnellstraßen

"nur rein zufällig" und ohne logische Zusammenhänge bedient. Offensichtlich - dazu müsste man allerdings Vergleiche mit anderen europäischen Fallzahlen anstellen - wird allgemein eine Geschwindigkeit von max. 130km/h (oder noch darunter !) auf Autobahnen / Schnellstraßen überall in Europa (der Welt ?) für den durchschnittlichen Fahrzeuglenker als weitgehend zumutbar gehalten. In der täglichen Realität wird überall und besonders auch von sehr vielen, diese als noch "beherrschbare Geschwindigkeit" geltende Geschwindigkeit deutlich überschritten. Das wohl eher durchschnittliche Fahrvermögen, führt zu mit der Geschwindigkeit überproportional wachsenden Gefährdung. Das dies so ist, zeigen die oben zitierten Fallzahlen. Wollte man diese senken, wäre wohl die einzig mögliche Lösung, eine Anpassung an die überall sonst auf der Welt praktizierten Geschwindigkeitsbegrenzungen.

[...]

Dort wo die Verkehrssituation höhere Geschwindigkeit nicht zulässt bestehen bereits Tempolimits .
[...] Unfälle durch hohe Geschwindigkeiten sind rar . Die meisten Unfälle entstehen durch
Spurwechsel und durch unachtsames einfädeln .Auffahrunfälle die auf hohe Geschwindigkeiten zurückzuführen sind selten .
Nimmt man mal LKW Unfälle aus .Die passieren aber bei Geschwindigkeiten von 80km /h und darunter .
Richtig ist die schwersten Unfälle passieren auf Landstraßen .In Städten dürften nach deinen Ausführungen nur wenige Unfälle passieren ,denn dort fährt man meistens nicht schneller als 50 .[...]
Zuletzt geändert von frems am So 26. Nov 2017, 17:31, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Droht ein generelles Tempolimit auf deutschen Autobahnen?

Beitragvon Positiv Denkender » So 26. Nov 2017, 17:32

[...]
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Grund: repost
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Re: Droht ein generelles Tempolimit auf deutschen Autobahnen?

Beitragvon jack000 » So 26. Nov 2017, 17:42

immernoch_ratlos hat geschrieben:(26 Nov 2017, 17:01)Um also die Anzahl der als Unfallfolge Getöteten weiter zu senken wäre eine generelle Höchstgeschwindigkeit auf dt. Autobahnen zwar nicht erwünscht, aber wohl der einzig logische Schluss

Du bringst Statistiken über das gesamte Verkehrsaufkommen in Deutschland. Kannst du den Zusammenhang näher erläutern wieso dort die Geschwindigkeit reduziert werden soll wo die wenigsten Unfälle passieren?
=> Macht es nicht Sinn, sich erstmal die Stellen anzuschauen wo die Masse an Verkehrstoten auftreten (=Landstraßen mit Tempolimit, Städte und Autobahnen mit Tempolimit) und nicht die wo nur ein Krümel (0,5%) der Verkehrstoten auftritt (=Autobahnen ohne Tempolimit)?
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Re: Droht ein generelles Tempolimit auf deutschen Autobahnen?

Beitragvon Excellero » So 26. Nov 2017, 18:07

Ehrlich gesagt ist das ein Problem das völlig zu vernachlässigen ist. Es ist geradezu episch unwichtig im Vergleich zu anderen Themenbereichen. Und ehrlich gesagt würde mich ein solches generelles Tempolimit auch nicht weiter stören. Bin glücklicherweise ja keiner dieser Aussendienstler die im VW oder Audi im Tiefflug unterwegs sind. :rolleyes:
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Re: Droht ein generelles Tempolimit auf deutschen Autobahnen?

Beitragvon SpukhafteFernwirkung » So 26. Nov 2017, 19:17

Excellero hat geschrieben:(26 Nov 2017, 18:07)

Ehrlich gesagt ist das ein Problem das völlig zu vernachlässigen ist. Es ist geradezu episch unwichtig im Vergleich zu anderen Themenbereichen. Und ehrlich gesagt würde mich ein solches generelles Tempolimit auch nicht weiter stören. Bin glücklicherweise ja keiner dieser Aussendienstler die im VW oder Audi im Tiefflug unterwegs sind. :rolleyes:

problem is aber, dass gerade die fahrer der vw baukastensysteme in der regel schlechte fahrer sind, die oft sogar schon mit leistungen um 200 ps völlig überfordert sind. hinzu kommen fahrwerksmängel und schlecht abgestimmte elektronische assistenzsysteme. ich erinnere nur an das audi TT debakel, seit dem sich technisch an den produkten nichts geändert hat...- :rolleyes:
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Re: Droht ein generelles Tempolimit auf deutschen Autobahnen?

Beitragvon jack000 » So 26. Nov 2017, 19:20

SpukhafteFernwirkung hat geschrieben:(26 Nov 2017, 19:17)

problem is aber, dass gerade die fahrer der vw baukastensysteme in der regel schlechte fahrer sind, die oft sogar schon mit leistungen um 200 ps völlig überfordert sind.

Quelle oder selbst ausgedacht?
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Re: Droht ein generelles Tempolimit auf deutschen Autobahnen?

Beitragvon Tom Bombadil » So 26. Nov 2017, 19:47

jack000 hat geschrieben:(26 Nov 2017, 15:54)

Also lt. Unfallkommission:

Der bisherige Erfolg des Tempolimits auf dem Teilstück spricht für sich, so eine Unfallkommission ist auch nicht unfehlbar.
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Re: Droht ein generelles Tempolimit auf deutschen Autobahnen?

Beitragvon jack000 » So 26. Nov 2017, 19:53

Tom Bombadil hat geschrieben:(26 Nov 2017, 19:47)

Der bisherige Erfolg des Tempolimits auf dem Teilstück spricht für sich, so eine Unfallkommission ist auch nicht unfehlbar.

Natürlich sind die das nicht, aber eine Quelle, dass das eine mit dem anderen zusammenhängt gibt es auch nicht ...
=> Die Senkung der Unfallzahlen hat bereits während der Zeit ohne TL stattgefunden ...
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Re: Droht ein generelles Tempolimit auf deutschen Autobahnen?

Beitragvon frems » So 26. Nov 2017, 20:03

jack000 hat geschrieben:(26 Nov 2017, 19:53)

Natürlich sind die das nicht, aber eine Quelle, dass das eine mit dem anderen zusammenhängt gibt es auch nicht ...
=> Die Senkung der Unfallzahlen hat bereits während der Zeit ohne TL stattgefunden ...

Sagt ja niemand, dass nur Veränderungen am Tempolimit die Verkehrssicherheit erhöhen würden. Es ist halt nur eine Maßnahme von vielen.
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Re: Droht ein generelles Tempolimit auf deutschen Autobahnen?

Beitragvon Tom Bombadil » So 26. Nov 2017, 20:07

jack000 hat geschrieben:(26 Nov 2017, 19:53)

Natürlich sind die das nicht, aber eine Quelle, dass das eine mit dem anderen zusammenhängt gibt es auch nicht ...

Doch gibt es, leider hinter einer Paywall: http://www.aachener-zeitung.de/lokales/ ... -1.1767803

Es geht mir übrigens nur um dieses eine Teilstück, ein generelles Tempolimit halte ich für falsch.
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Re: Droht ein generelles Tempolimit auf deutschen Autobahnen?

Beitragvon jack000 » So 26. Nov 2017, 20:25

Tom Bombadil hat geschrieben:(26 Nov 2017, 20:07)

Doch gibt es, leider hinter einer Paywall: http://www.aachener-zeitung.de/lokales/ ... -1.1767803

Es geht mir übrigens nur um dieses eine Teilstück, ein generelles Tempolimit halte ich für falsch.

Tempolimits an Unfallschwerpunkten bei denen zu hohe Geschwindigkeit die Ursache sind stehen ja auch nicht zur Debatte ...
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Re: Droht ein generelles Tempolimit auf deutschen Autobahnen?

Beitragvon Tom Bombadil » So 26. Nov 2017, 20:43

jack000 hat geschrieben:(26 Nov 2017, 20:25)

Tempolimits an Unfallschwerpunkten bei denen zu hohe Geschwindigkeit die Ursache sind stehen ja auch nicht zur Debatte ...

Man kann Tote halt schlecht fragen, was genau passiert ist. Weil das Stück so lange geradeaus geht kann auch zu hohes Tempo in Verbindung mit Unachtsamkeit die Ursache gewesen sein. Das sind aber alles nur Vermutungen, Fakt ist, dass es mit Tempolimit noch keinen Unfall mit Toten gab.
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Re: Droht ein generelles Tempolimit auf deutschen Autobahnen?

Beitragvon Excellero » So 26. Nov 2017, 21:07

SpukhafteFernwirkung hat geschrieben:(26 Nov 2017, 19:17)

problem is aber, dass gerade die fahrer der vw baukastensysteme in der regel schlechte fahrer sind, die oft sogar schon mit leistungen um 200 ps völlig überfordert sind. hinzu kommen fahrwerksmängel und schlecht abgestimmte elektronische assistenzsysteme. ich erinnere nur an das audi TT debakel, seit dem sich technisch an den produkten nichts geändert hat...- :rolleyes:


Ich glaube eher daß die Einstellung der Fahrer heutzutage das Problem ist, und daran ändern auch neue Temposchilder nichts. :rolleyes:
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Re: Droht ein generelles Tempolimit auf deutschen Autobahnen?

Beitragvon SpukhafteFernwirkung » Mo 27. Nov 2017, 01:42

jack000 hat geschrieben:(26 Nov 2017, 19:20)

Quelle oder selbst ausgedacht?
ich wär dir dankbar, wenn du mich nicht missverständlich zitieren würdest. in meinem vollständigen beitrag ist die antwort auf deine frage bereits enthalten... :)

SpukhafteFernwirkung hat geschrieben:(26 Nov 2017, 19:17)

problem is aber, dass gerade die fahrer der vw baukastensysteme in der regel schlechte fahrer sind, die oft sogar schon mit leistungen um 200 ps völlig überfordert sind. hinzu kommen fahrwerksmängel und schlecht abgestimmte elektronische assistenzsysteme. ich erinnere nur an das audi TT debakel, seit dem sich technisch an den produkten nichts geändert hat...- :rolleyes:


https://de.wikipedia.org/wiki/Audi_TT_8N#Unfallserie

>>
Aufsehen erregte die erste Generation des TT nach ihrem Verkaufsstart mit einigen Unfällen, bei denen auch Menschen zu Tode kamen. Das Fahrwerk überforderte den Durchschnittsfahrer mit einem hoch liegenden, aber gefährlich schmalen Grenzbereich, in dem der Wagen in schnell gefahrenen Kurven plötzlich von neutralem Fahrverhalten zu starkem Übersteuern wechselte. Diese Vorfälle fanden ein großes Echo in den Medien. Audi bot jedem Eigentümer den Einbau eines stabilisierenden Heckspoilers und eines optimierten Fahrwerkes an. Die Nachrüstung einer Stabilitätskontrolle (ESP), von da an serienmäßig, sollte jedoch wegen des tiefgreifenden Einbauaufwandes bei bereits verkauften Fahrzeugen nicht möglich sein. Auf Druck von Medien, Verbraucherschützern und nicht zuletzt der Kunden lenkte Audi jedoch schnell ein und bot auch die ESP-Nachrüstung gegen eine Selbstbeteiligung von 650 DM an.

Der zweifache Rallye-Weltmeister Walter Röhrl schilderte damals in einem Interview des NDR die Problematik des TT: „Ich bin eine Runde gefahren, kam zurück, sagte: ‚Nicht schlecht, aber für den normalen Menschen zu gefährlich. Wenn der bei 200 das Gas wegnimmt, [dann] fährt der rückwärts. Und das kann halt nur einer auf der Welt, der heißt Röhrl.‘ So habe ich ihm das Auto zurückgegeben und dann später kamen diese Unfälle.“[3]

Auch gab es bei den TT-Quattro-Modellen, die von 1998 bis 2000 gebaut wurden, Probleme mit den hinteren Querlenkern. Nach einem Bericht der Fachzeitschrift auto motor und sport konnte die Lagerung des unteren Querlenkers an der Hinterachse durch Korrosion festsitzen und der Querlenker brechen. 15 Fälle von ungewöhnlichen Geräuschen an Querlenkern oder Brüchen seien bekannt geworden; Personenschäden habe es nicht gegeben. Audi schrieb 15.900 Halter von Audi TT sowie der allradgetriebenen Varianten von A3 und S3 zwecks Austausch der Gelenke und Querlenker an.<<
Zuletzt geändert von SpukhafteFernwirkung am Mo 27. Nov 2017, 02:06, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Erfolgt endlich ein generelles Tempolimit auf deutschen Autobahnen?

Beitragvon SpukhafteFernwirkung » Mo 27. Nov 2017, 01:56

James T. Kirk hat geschrieben:(26 Nov 2017, 20:26)

Ich bin sehr für ein Tempolimit. 130 Km/h sind doch wunderbar, meinetwegen 140.

Vorteile:
-weniger Spritverbrauch
-weniger Stau
-weniger Unfälle
-weniger Verkehrstote
-weniger Porsche-Käufer
-gemütlicheres Fahren + schneller am Ziel

Leider ist der westliche Kulturkreis in verschiedener Weise von der Ideologie der Freiheit befallen. In Deutschland wird damit eben auch "Freie Fahrt für freie Bürger" verbunden. Es handelt sich bei der angebeteten "Freiheit" überwiegend um pathologische, dekadente, überflüssige und destruktive Freiheiten, die kein Mensch braucht, die aber das psychische Mangelsyndrom vor allem reicherer Schichten befriedigen.

Daß es insgesamt in eine positive Richtung geht, erkennt man daran, daß mittlerweile selbst die FDP für (branchenspezifische) Mindestlöhne ist. Man kann eben auch aus dem Wert der Freiheit eine Ideologie machen.

Auch die Sozialismusparanoia rechter, konservativer Milieus ist Ausdruck der Freiheitsideologie. Dabei geht es uns allen besser, und das Leben ist viel einfacher, wenn ein gewisses kollektives Momentum gewährleistet ist. Siehe z.B. Krankenversicherung. Kein Mensch braucht die PKV. Darüberhinaus ist es ethisch fragwürdig, die Gesundheitsversorgung ans Portemonnaie zu koppeln.

Wirkliche Freiheiten sind vor allem die nicht materiellen, also Meinungsfreiheit. Auch die Freiheit zur Gemeinschaft. Freiheit kann eben auch bedeuten, wenn wir alle einen ähnlichen Lebensstandard haben und es keine Obdachlosen mehr gibt.

Wo wir wieder beim perversen Freiheitsbegriff bestimmter Schichten wären. Diesen gilt es zu überwinden.

Ist der Stau Freiheit? Die Blechlawine? Bringen wir die "Freiheit" durch Angriffskriege in andere Länder?

Eine Auseinandersetzung mit dem Fetisch der sogenannten Freiheit tut not. :)
dein beitrag erinnert mich an den volksgenossen, der für die kamera den trabant als international erfolgreiches fahrzeug bezeichnete...- :p
solchen unsinn wie "-gemütlicheres Fahren + schneller am Ziel" behauptet sonst nur frems und dasis ein forumsweit bekannter radikaler öpnv-terrorist :p

@fremsi *knuddel* :p
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Re: Droht ein generelles Tempolimit auf deutschen Autobahnen?

Beitragvon SpukhafteFernwirkung » Mo 27. Nov 2017, 02:02

Excellero hat geschrieben:(26 Nov 2017, 21:07)

Ich glaube eher daß die Einstellung der Fahrer heutzutage das Problem ist, und daran ändern auch neue Temposchilder nichts. :rolleyes:
ich bin für den zwei-stufigen pkw führerschein, so wie das beim motorrad schon lange aus sehr vernünftigen gründen gehandhabt wird.
ab 18 nur pkw mit max 115 ps und beschränkung auf 160 km/h. ab 21 dann mehr bei erneuter fahrprüfung. wer punkte hatte, darf noch länger warten...
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Re: Droht ein generelles Tempolimit auf deutschen Autobahnen?

Beitragvon immernoch_ratlos » Mo 27. Nov 2017, 02:43

Hallo Jack, ich berufe mich bei solchen Zahlen grundsätzlich auf amtliche Dokumentation - ein Link zu DESTATIS ist vorhanden, diese Passage :
DESTATIS hat geschrieben:4.4 Autobahnen
Im Jahr 2015 kam es zu 20.113 Unfällen mit Personenschaden auf Deutschlands Autobahnen. Dabei starben 414 Menschen, 5 834 wurden schwer verletzt. Unter den Getöteten waren 255 Pkw-Insassen, 86 Insassen von Güterkraftfahrzeugen und 39 Fußgänger.

Eine der Hauptunfallursachen auf Autobahnen ist zu schnelles Fahren. Im Jahr 2015 war mehr als ein Drittel (6 916) der Autobahnunfälle darauf zurückzuführen, dass mindestens ein Beteiligter die Höchstgeschwindigkeit überschritten hatte beziehungsweise für die vorliegenden Straßen- oder Witterungsverhältnisse zu schnell fuhr. Insgesamt fanden 206 Menschen bei Geschwindigkeitsunfällen auf Autobahnen den Tod, 2.443 wurden schwer verletzt. Das war jeder zweite Getötete (49,8 %) und 41,9 % aller Schwerverletzten auf deutschen Autobahnen.

Dennoch sind Autobahnen – bezogen auf die gefahrenen Kilometer – die sichersten Straßen: Nach Angaben der Bundesanstalt für Straßenwesen haben 2015 Kraftfahrzeuge auf deutschen Straßen insgesamt 757 Milliarden Kilometer zurückgelegt, davon ein Drittel auf Autobahnen (31,3 %). Aber nur jeder fünfzehnte Unfall mit Personenschaden (6,6 %) und jeder achte Verkehrstote (12,0 %) entfiel auf eine Autobahn
Da es in diesem Thema "Droht ein generelles Tempolimit auf deutschen Autobahnen?" ausdrücklich um Autobahnen geht, bezieht sich alles auch auf diese.

Dort - explizit dort stirbt jeder Zweite auf Grund von : " Eine der Hauptunfallursachen auf Autobahnen ist zu schnelles Fahren". Da es dort keine generelle Geschwindigkeitsbegrenzung gibt, ist ein vernünftiger logischer Schluss, genau dort die Ursache zu beseitigen. Wenn in der Gesamtsicht " jeder achte Verkehrstote (12,0 %) entfiel auf eine Autobahn" konstatiert wird, also die Ursache bekannt ist, kann auch nur da eine Veränderung stattfinden. Für mich ist das logisch.

Sollen AUßERDEM noch an anderen "Orten" die Zahl der Getöteten verringert werden, müssen die dort vorherrschenden Gründe "bekämpft" werden. Ganz offensichtlich haben die damit befassten Wissenschaften als wichtigen Grund für die Verkehrstoten auf dt. Autobahnen, die allgemein zu hohe Geschwindigkeit ausgemacht. Was soll ich sonst noch beibringen, um bekannte Tatsachen eine weiteres mal zu bestätigen :?: Oder ist diese Aussagen (ebenfalls von DESTATIS) :
Die Gefahr tödlich zu verunglücken ist auf Landstraßen somit besonders hoch: Kamen bei Innerortsstraßen 5 Getötete auf 1 000 Unfälle mit Personenschaden, waren es auf Landstraßen 26 Getötete und auf Autobahnen 21 Getötete. Der Grund dafür sind die höheren Geschwindigkeiten auf Landstraßen und Autobahnen.

Auf Landstraßen kommen zudem risikoerhöhende Faktoren hinzu, wie fehlende Trennung des Gegenverkehrs, schlechte Überholmöglichkeiten, Kreuzungen oder Hindernisse wie Bäume neben der Fahrbahn.
wirklich so schwer zu verstehen ? Das auf Landstraßen "risikoerhöhende Faktoren hinzu"(kommen) führt dort neben der "unangepassten" Geschwindigkeit zu 5 mehr Toten, als dies auf BAB der Fall ist, wo bereits zu hohe Geschwindigkeit Ursache für die Hälfte der 21 Toten Unfallopfer (auf 1.000 Unfälle) ist :rolleyes:

Wenn also von 47 Verkehrstoten (pro 1.000 Unfälle) 21 "auf das Konto Autobahn" gehen und davon jeder 2. (= >10) wegen überhöhte Geschwindigkeit zu Tode kommt, kann diese Zahl auch nur dort reduziert werden. Rechnet man noch den großen volkswirtschaftlichen Schaden der "nur" Verletzten - das sind ~42% aller Schwerverletzten die auf BAB zu Schaden kommen, mit ein, bleiben außer emotionalen Einwänden keine sachlichen Argumente mehr übrig.

Was die Unfälle außerhalb von BAB angeht, wird ja durch Maßnahmen die ausschließlich BAB betreffen, keine Grund geliefert, nicht auch dort geeignete Maßnahmen zur Reduzierung zu unternehmen. Das Eine schließt das Andere ja durchaus nicht aus. Womöglich wäre eine parallele Maßnahme zur Bekämpfung "risikoerhöhende Faktoren", angebracht, keine Frage - nur hier geht es um eine generelle Geschwindigkeitsbegrenzung explizit für BAB wo überhöhte Geschwindigkeit bereits die Hälfte aller Verkehrstoten DORT verursacht.
"Wenn der Wind der Veränderung weht, bauen die einen Mauern und die anderen Windmühlen." (aus China)
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Re: Droht ein generelles Tempolimit auf deutschen Autobahnen?

Beitragvon Positiv Denkender » Mo 27. Nov 2017, 09:39

immernoch_ratlos hat geschrieben:(27 Nov 2017, 02:43)

Hallo Jack, ich berufe mich bei solchen Zahlen grundsätzlich auf amtliche Dokumentation - ein Link zu DESTATIS ist vorhanden, diese Passage : Da es in diesem Thema "Droht ein generelles Tempolimit auf deutschen Autobahnen?" ausdrücklich um Autobahnen geht, bezieht sich alles auch auf diese.

Dort - explizit dort stirbt jeder Zweite auf Grund von : " Eine der Hauptunfallursachen auf Autobahnen ist zu schnelles Fahren". Da es dort keine generelle Geschwindigkeitsbegrenzung gibt, ist ein vernünftiger logischer Schluss, genau dort die Ursache zu beseitigen. Wenn in der Gesamtsicht " jeder achte Verkehrstote (12,0 %) entfiel auf eine Autobahn" konstatiert wird, also die Ursache bekannt ist, kann auch nur da eine Veränderung stattfinden. Für mich ist das logisch.

Sollen AUßERDEM noch an anderen "Orten" die Zahl der Getöteten verringert werden, müssen die dort vorherrschenden Gründe "bekämpft" werden. Ganz offensichtlich haben die damit befassten Wissenschaften als wichtigen Grund für die Verkehrstoten auf dt. Autobahnen, die allgemein zu hohe Geschwindigkeit ausgemacht. Was soll ich sonst noch beibringen, um bekannte Tatsachen eine weiteres mal zu bestätigen :?: Oder ist diese Aussagen (ebenfalls von DESTATIS) : wirklich so schwer zu verstehen ? Das auf Landstraßen "risikoerhöhende Faktoren hinzu"(kommen) führt dort neben der "unangepassten" Geschwindigkeit zu 5 mehr Toten, als dies auf BAB der Fall ist, wo bereits zu hohe Geschwindigkeit Ursache für die Hälfte der 21 Toten Unfallopfer (auf 1.000 Unfälle) ist :rolleyes:

Wenn also von 47 Verkehrstoten (pro 1.000 Unfälle) 21 "auf das Konto Autobahn" gehen und davon jeder 2. (= >10) wegen überhöhte Geschwindigkeit zu Tode kommt, kann diese Zahl auch nur dort reduziert werden. Rechnet man noch den großen volkswirtschaftlichen Schaden der "nur" Verletzten - das sind ~42% aller Schwerverletzten die auf BAB zu Schaden kommen, mit ein, bleiben außer emotionalen Einwänden keine sachlichen Argumente mehr übrig.

Was die Unfälle außerhalb von BAB angeht, wird ja durch Maßnahmen die ausschließlich BAB betreffen, keine Grund geliefert, nicht auch dort geeignete Maßnahmen zur Reduzierung zu unternehmen. Das Eine schließt das Andere ja durchaus nicht aus. Womöglich wäre eine parallele Maßnahme zur Bekämpfung "risikoerhöhende Faktoren", angebracht, keine Frage - nur hier geht es um eine generelle Geschwindigkeitsbegrenzung explizit für BAB wo überhöhte Geschwindigkeit bereits die Hälfte aller Verkehrstoten DORT verursacht.


Unfälle mit PKW `s entstehen durch von LKW verursachten Auffahrunfällen . Immer wieder erheiternd, wie du hier versuchst deine Ideologie
als die einzig richtige zu verkaufen . Du hast nicht einen Beweis dafür , dass durch langsames Rudelfahren weniger Unfälle passieren .
Du ignorierst, dass dort wo die Verkehrsdichte schnelleres Fahren nicht zulässt die erlaubte Geschwindigkeit ohnehin durch Verkehrszeichen begrenzt ist .
Noch sinnvoller sind die elektronischen Geschwindigkeitsleittafeln, wenn sie denn sinnvoll geschaltet werden und nicht wie auf der A1
oder A27 auf Bremer Gebiet ständig auf 120 oder niedriger geschaltet werden .Auf der 27 und A 2 im Raum Hannover ,Braunschweig klappt das prima .
Nicht überhöhte Geschwindigkeiten sind für die meisten Unfälle auf Autobahnen verantwortlich (dann müssten alle diese Autos Auffahrunfälle verursachen )
sondern Leichtsinn und Fehlverhalten anderer Autofahrer .Verantwortungsloses Ausscheren , ein und ausfahren auf BAB ,stures Linksfahren
bei geringer Geschwindigkeit sind die Hauptursachen. Oder kannst du Zahlen bringen dass die Hauptursachen von schneller fahrenden Autos
Auffahrunfälle sind ? Die entstehen eher durch LKW´s . Die dürfen bekanntlich nur 80 km/h fahren .
Nun ist es dir ja vorbehalten deine Verbotstheorien zu vertreten . Zum Glück sind die nicht mehrheitsfähig .Das ist auch gut so.
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Re: Droht ein generelles Tempolimit auf deutschen Autobahnen?

Beitragvon Positiv Denkender » Mo 27. Nov 2017, 10:39

frems hat geschrieben:(26 Nov 2017, 20:03)

Sagt ja niemand, dass nur Veränderungen am Tempolimit die Verkehrssicherheit erhöhen würden. Es ist halt nur eine Maßnahme von vielen.

Priorität der Ausbau und Verbreiterung von Autobahnen .Tempolimit nützt niemanden etwas . Die meisten Unfälle auf BAB werden durch
falsches Ausscheren ,Spurwechseln beim Ein und Ausfahren auf BAB verursacht . Selten das jemand mit 200 oder mehr auf Autobahnen bei einem anderen auffährt
Beschränkungen dort wo die Verkehrssituation Geschwindigkeitslimits erfordern .Sonst gilt freie Fahrt. Das bleibt auch so .
Zuletzt geändert von Positiv Denkender am Mo 27. Nov 2017, 17:17, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Droht ein generelles Tempolimit auf deutschen Autobahnen?

Beitragvon immernoch_ratlos » Mo 27. Nov 2017, 11:29

Wo Du "Ideologie" siehst, ist nichts, als eine ausgeprägte Leseschwäche. :p

Nach Deiner - darf man so was sagen - "irren Wahrnehmung" ist alles was Dir missfällt Ideologie. Wie viele Jahre schon wird diese Bundesbehörde von einer "schwarzroten" Regierung dominiert - eine Regierung, wo ein CSU-Minister bis zum 22.09.2017 Verkehrsminister war :?:

Deiner Wahrnehmung nach müsste ich das Statistischen Bundesamt eine deutsche Bundesbehörde (früher häufig als StatBA abgekürzt, heute oft als DESTATIS bezeichnet) nicht nur beeinflussen, sondern meine Meinung dort als Richtlinie hinterlassen können.

Geht´s noch ?

Deine "Argumente" kannst Du getrost wegstecken - nicht ich schreibe :
DESTATIS hat geschrieben:4.4 Autobahnen
Im Jahr 2015 kam es zu 20.113 Unfällen mit Personenschaden auf Deutschlands Autobahnen. Dabei starben 414 Menschen, 5 834 wurden schwer verletzt. Unter den Getöteten waren 255 Pkw-Insassen, 86 Insassen von Güterkraftfahrzeugen und 39 Fußgänger.

Eine der Hauptunfallursachen auf Autobahnen ist zu schnelles Fahren. Im Jahr 2015 war mehr als ein Drittel (6 916) der Autobahnunfälle darauf zurückzuführen, dass mindestens ein Beteiligter die Höchstgeschwindigkeit überschritten hatte beziehungsweise für die vorliegenden Straßen- oder Witterungsverhältnisse zu schnell fuhr. Insgesamt fanden 206 Menschen bei Geschwindigkeitsunfällen auf Autobahnen den Tod, 2.443 wurden schwer verletzt. Das war jeder zweite Getötete (49,8 %) und 41,9 % aller Schwerverletzten auf deutschen Autobahnen.

Dennoch sind Autobahnen – bezogen auf die gefahrenen Kilometer – die sichersten Straßen: Nach Angaben der Bundesanstalt für Straßenwesen haben 2015 Kraftfahrzeuge auf deutschen Straßen insgesamt 757 Milliarden Kilometer zurückgelegt, davon ein Drittel auf Autobahnen (31,3 %). Aber nur jeder fünfzehnte Unfall mit Personenschaden (6,6 %) und jeder achte Verkehrstote (12,0 %) entfiel auf eine Autobahn
Eindeutiger könnte die Aussage wohl kaum sein. Fakt ist, 21 Verkehrstote (pro 1.000 "amtlich" registrierte Unfälle) sterben auf der BAB - die Hälfte hat als Ursache lt. DESTASTIS : "Insgesamt fanden 206 Menschen bei Geschwindigkeitsunfällen auf Autobahnen den Tod, 2.443 wurden schwer verletzt. Das war jeder zweite Getötete (49,8 %) und 41,9 % aller Schwerverletzten auf deutschen Autobahnen."

Wo findet da jemand - ausgenommen Du der Allwissende - irgendwelche "Ideologie". Das ist eine Behörde, deren Auftrag es ist Ereignisse statistisch auszuwerten. Falls Du jemals in Deinem Leben verlässlich und ideologiefreie Zahlen gesucht hast, konntest Du diese mit dem notwendigen Grips dort finden.

Nun darfst Du gerne wieder Dein seltsames Geschwurbel ablassen, das alle Deine Beiträge kennzeichnet - ich werde sie schlicht ignorieren. Es gibt genügend Leute hier, mit denen man sich auch "vernünftig" darüber streiten kann, was wohl die Konsequenzen aus bestimmten Fakten sein könnten. Auf dieser Ebene habe ich eben eine Meinung zu existierenden Fakten, das die teilweise unterschiedlich ist, liegt in der Natur der Sache.

Wenn außer D kein Land ohne generelle Geschwindigkeitsbegrenzung auskommt, sollte nicht das wenigstens zum Nachdenken anregen :?: D ist für die meisten anderen europäischen Staaten auf Grund seiner geografischen Lage Transitland und besonders stark von ausländischem Verkehr betroffen. Der wird zukünftig wohl kaum abnehmen. Damit steigt das allgemeine Unfallrisiko weiter und gleichzeitig wird es auch immer problematischer hohe - nach oben unbegrenzte Geschwindigkeiten für PKW zu erlauben. Wenn ein PKW mehr als die doppelte erlaubte Geschwindigkeit fahren darf (160 bzw. 200 und mehr km/h) weil ja für LKW bereits Höchstgeschwindigkeiten bestehen, sollte jedem diese Diskrepanz auffallen. Dazu muss man nur mal nachsehen, wie lange es her ist, das diese bindenden Höchstgeschwindigkeiten für LKW usw. existieren, wie schnell damals ein durchschnittlicher PKW überhaupt fahren konnte und wie es damit Heute bestellt ist.

Nicht das ich dies sinnvoll ansehe, aber selbst mein "Turbodiesel" hat eine "bauartbedingte Höchstgeschwindigkeit" die es in einem immer dichter werdenden Verkehr auch zu beherrschen gilt. Spaßeshalber mal ~200km/h zu fahren - wenn, ja wenn sich dazu mal eine ungefährlich erscheinende Situation ergibt, mag ja gehen, aber wer eine deutlich höhere Geschwindigkeit versucht dauerhaft zu fahren, sollte eigentlich auch die trainierte Reaktionsfähigkeit von Rennfahrern haben. Auf Rennstrecken wird selten ein LKW plötzlich die Fahrbahn blockieren und jemanden der mit 160 ... 180km/h sich dem nähert, fährt damit doppelt so schnell, wie der ausscherende LKW. Längst ein alltäglich vorkommendes Ereignis.

Nur totale Ignoranten können solche Zusammenhänge übersehen. Da seit den 90er Jahren die obersten dt. Gerichte aus der bloßen Tatsache, das die Richtgeschwindigkeit überschritten wurde, generell auf eine Mitschuld des so "zu schnell fahrenden PKW-Lenkers" erkennen, müsste sich jeder der darauf besteht fragen, ob er sein Risiko eventuell dabei zu Tode zu kommen, schwerstens verletzt UND dann noch daran teilschuldig zu sein, nur deswegen erhöht, weil es nicht explizit verboten ist so weit die Richtgeschwindigkeit von 130km/h zu überschreiten.

Selbstverständlich wird es auch weiterhin Verkehrstote auch auf Autobahnen geben. Aber deren Zahl und gleichzeitig die Zahl der Schwerverletzten wird mit dem Einführen einer wirksamen Höchstgeschwindigkeit abnehmen. Dafür lohnt es sich meiner Meinung nach jede Fahrstrecke - also auch BAB generell mit einer Höchstgeschwindigkeit zu belegen. Die PKW-Fahrzeugzelle ist auf relativ niedrige "resultierende" Geschwindigkeit ausgelegt. Danach steigt die Wahrscheinlichkeit für die Insassen schwerste Verletzungen oder den Tod zu erleiden exponentiell an. Das ist schlicht Physik. Neben der mangelnden Fähigkeit durchschnittlicher Fahrer mit heute möglichen Höchstgeschwindigkeiten dauerhaft und gewöhnlich zurechtzukommen, kommt also noch die Gefahr des Versagens der Sicherheitszelle, welche für derart hohe Geschwindigkeiten schlicht nicht konstruierbar ist, entscheidend hinzu. Man muss schon sehr viele Aspekte menschliche Unfähigkeiten, aber auch der Physik, ausklammern um weiter auf unbegrenzter Geschwindigkeit zu beharren.
"Wenn der Wind der Veränderung weht, bauen die einen Mauern und die anderen Windmühlen." (aus China)

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