Warum ist die FDP jetzt die Buh-Partei?

Moderator: Moderatoren Forum 2

Benutzeravatar
Sole.survivor@web.de
Beiträge: 7872
Registriert: Fr 14. Jul 2017, 19:37
Benutzertitel: Change Agent

Re: Warum ist die FDP jetzt die Buh-Partei?

Beitragvon Sole.survivor@web.de » Fr 24. Nov 2017, 07:46

Tomaner hat geschrieben:(24 Nov 2017, 06:27)

Was soll dieser Unsinn? FDP vertritt lediglich Interessen von Großverdiener und Einkommensmillionäre! Warum soll eine Putzfrau ihre Interessen von einem Millionär vertreten lassen, wo sie sein Scheißhaus putzen muß? Die ehmaligen Schleckerfrauen werden dir ähnliches über diese Mövenpickpartei sagen. Die selbe Scheiße in neuen Farben, bleibt die gleiche!

Weder CDU noch CSU sind links. Es sind klassische Mitterechts-Parteien.
Striving for Excellence, Demonstrating Integrity, Activating Leadership, Acting Sustainably, Enjoying Participation, Living Diversity.
Benutzeravatar
Europa2050
Beiträge: 3658
Registriert: Di 4. Mär 2014, 08:38
Benutzertitel: Kein Platz für Nationalismus

Re: Warum ist die FDP jetzt die Buh-Partei?

Beitragvon Europa2050 » Fr 24. Nov 2017, 08:30

Tomaner hat geschrieben:(24 Nov 2017, 06:27)

Was soll dieser Unsinn? FDP vertritt lediglich Interessen von Großverdiener und Einkommensmillionäre! Warum soll eine Putzfrau ihre Interessen von einem Millionär vertreten lassen, wo sie sein Scheißhaus putzen muß? Die ehmaligen Schleckerfrauen werden dir ähnliches über diese Mövenpickpartei sagen. Die selbe Scheiße in neuen Farben, bleibt die gleiche!


Die FDP wird im Wesentlichen von Menschen goutiert, die der Meinung sind, für sich, ihre Nächsten und ihr Leben selbst am besten sorgen zu können und dabei möglichst wenig bevormundet zu werden. Und die vertritt die FDP entsprechend auch (neben anderen Liberalen Themen).
Dass diese Einstellung bei finanziell oder bildungstechnisch besser ausgestatteten Menschen häufiger vorhanden ist, ist dabei nicht von der Hand zu weisen.
Warum sollen aber diese Menschen kein Recht auf eine politische Plattform haben, die anderen habens doch auch?
Nationalismus lehrt Dich,
stolz auf Dinge zu sein, die Du nie getan hast und
Leute zu hassen, denen Du nie begegnet bist.
Benutzeravatar
Sole.survivor@web.de
Beiträge: 7872
Registriert: Fr 14. Jul 2017, 19:37
Benutzertitel: Change Agent

Re: Warum ist die FDP jetzt die Buh-Partei?

Beitragvon Sole.survivor@web.de » Fr 24. Nov 2017, 09:02

Europa2050 hat geschrieben:(24 Nov 2017, 08:30)

Die FDP wird im Wesentlichen von Menschen goutiert, die der Meinung sind, für sich, ihre Nächsten und ihr Leben selbst am besten sorgen zu können und dabei möglichst wenig bevormundet zu werden. Und die vertritt die FDP entsprechend auch (neben anderen Liberalen Themen).
Dass diese Einstellung bei finanziell oder bildungstechnisch besser ausgestatteten Menschen häufiger vorhanden ist, ist dabei nicht von der Hand zu weisen.
Warum sollen aber diese Menschen kein Recht auf eine politische Plattform haben, die anderen habens doch auch?

Für welche liberalen Themen steht die FDP? Zuletzt hört man von ihr nur Abbau von Arbeitnehmerrechten und den Wunsch, Familien über März 2018 hinaus zu zerreißen. Dafür hat sie eine Koalition mit CDU, CSU und den liberalen Bündnis 90/Grünen platzen lassen und mogelt nun mit der antiliberalen AfD rum.
Striving for Excellence, Demonstrating Integrity, Activating Leadership, Acting Sustainably, Enjoying Participation, Living Diversity.
Benutzeravatar
becksham
Beiträge: 3952
Registriert: Mo 2. Jun 2008, 09:58
Benutzertitel: Hoolady Tintling

Re: Warum ist die FDP jetzt die Buh-Partei?

Beitragvon becksham » Fr 24. Nov 2017, 09:16

Brainiac hat geschrieben:(22 Nov 2017, 20:10)
...Die SPD ist zuletzt, zum wiederholten Mal, mit der Union in die Regierungsverantwortung gegangen und hat sich dabei völlig aufgerieben. Die Große Koalition wurde ABGEWÄHLT! Nun sind andere dran, aber Lindner und die FDP sind sich zu fein dazu und wollen die Drecksarbeit nicht machen, das soll bitteschön noch mal die SPD tun. :dead:

Genau so sieht es aus. Die SPD hat die Verantwortung getragen und ist abgestraft worden. Ihr ist hier kein Vorwurf zu machen. Ich fürchte, sie lassen sich jetzt wieder darauf ein und werden weiter abgestraft. Ich hätte mir so sehr gewünscht, dass sie in der Opposition sich wieder ein arbeitnehmerfreundliches Profil verschaffen, fürchte aber, sie werden wieder in die Verantwortung gehen, vor der sich die anderen drücken.
pikant
Beiträge: 54531
Registriert: Mi 10. Feb 2010, 13:07

Re: Warum ist die FDP jetzt die Buh-Partei?

Beitragvon pikant » Fr 24. Nov 2017, 10:59

becksham hat geschrieben:(24 Nov 2017, 09:16)

Genau so sieht es aus. Die SPD hat die Verantwortung getragen und ist abgestraft worden. Ihr ist hier kein Vorwurf zu machen. Ich fürchte, sie lassen sich jetzt wieder darauf ein und werden weiter abgestraft. Ich hätte mir so sehr gewünscht, dass sie in der Opposition sich wieder ein arbeitnehmerfreundliches Profil verschaffen, fürchte aber, sie werden wieder in die Verantwortung gehen, vor der sich die anderen drücken.


die SPD ist im Gegensatz zur FDP sehr arbeitnehmerfreundlich und der Arbeitnehmer freut sich schon auf das Umfallen der SPD aus staatspolitischen Erwaegungen.
Scholz kann dann 12 Euro Mindestlohn umsetzen :)
Benutzeravatar
JJazzGold
Beiträge: 31571
Registriert: Mo 25. Mai 2009, 00:34
Benutzertitel: L'État, c'est moi

Re: Warum ist die FDP jetzt die Buh-Partei?

Beitragvon JJazzGold » Fr 24. Nov 2017, 11:10

becksham hat geschrieben:(24 Nov 2017, 09:16)

Genau so sieht es aus. Die SPD hat die Verantwortung getragen und ist abgestraft worden. Ihr ist hier kein Vorwurf zu machen. Ich fürchte, sie lassen sich jetzt wieder darauf ein und werden weiter abgestraft. Ich hätte mir so sehr gewünscht, dass sie in der Opposition sich wieder ein arbeitnehmerfreundliches Profil verschaffen, fürchte aber, sie werden wieder in die Verantwortung gehen, vor der sich die anderen drücken.


Müsste nicht fairer Weise gleiches Recht für alle Parteien gelten, auch im Fall Reetablierung in der Opposition?

Die SPD hat prozentual verloren, weist aber immer noch stattliche 20% auf. Die ist von der Versenkung, in der die FDP mit 4,9% verschwand meilenweit entfernt. Zudem hat die SPD den Vorteil, mit nur einem Partner verhandeln zu müssen, statt sich nach zwei Seiten kompromissbereit zeigen zu müssen. Das ist ein nicht zu unterschätzender Vorteil.

Mir ist bewusst, dass sich die SPD in einer verzwickten Situation befindet, aber du kannst doch nicht von zwei kleinen Parteien fordern, sich für die SPD zu opfern, damit diese sich in aller Ruhe neu sortieren kann.
Die gefährlichste aller Weltanschauungen ist die der Leute, welche die Welt nie angeschaut haben.
Alexander Freiherr von Humboldt
pikant
Beiträge: 54531
Registriert: Mi 10. Feb 2010, 13:07

Re: Warum ist die FDP jetzt die Buh-Partei?

Beitragvon pikant » Fr 24. Nov 2017, 11:14

JJazzGold hat geschrieben:(24 Nov 2017, 11:10)

Müsste nicht fairer Weise gleiches Recht für alle Parteien gelten, auch im Fall Reetablierung in der Opposition?

Die SPD hat prozentual verloren, weist aber immer noch stattliche 20% auf. Die ist von der Versenkung, in der die FDP mit 4,9% verschwand meilenweit entfernt. Zudem hat die SPD den Vorteil, mit nur einem Partner verhandeln zu müssen, statt sich nach zwei Seiten kompromissbereit zeigen zu müssen. Das ist ein nicht zu unterschätzender Vorteil.

Mir ist bewusst, dass sich die SPD in einer verzwickten Situation befindet, aber du kannst doch nicht von zwei kleinen Parteien fordern, sich für die SPD zu opfern, damit diese sich in aller Ruhe neu sortieren kann.


FDP nicht groesser machen, als Sie war
4.8% mehr war es 2013 nicht :)
Benutzeravatar
becksham
Beiträge: 3952
Registriert: Mo 2. Jun 2008, 09:58
Benutzertitel: Hoolady Tintling

Re: Warum ist die FDP jetzt die Buh-Partei?

Beitragvon becksham » Fr 24. Nov 2017, 11:16

JJazzGold hat geschrieben:(24 Nov 2017, 11:10)

Müsste nicht fairer Weise gleiches Recht für alle Parteien gelten, auch im Fall Reetablierung in der Opposition?

Die SPD hat prozentual verloren, weist aber immer noch stattliche 20% auf. Die ist von der Versenkung, in der die FDP mit 4,9% verschwand meilenweit entfernt. Zudem hat die SPD den Vorteil, mit nur einem Partner verhandeln zu müssen, statt sich nach zwei Seiten kompromissbereit zeigen zu müssen. Das ist ein nicht zu unterschätzender Vorteil.

Mir ist bewusst, dass sich die SPD in einer verzwickten Situation befindet, aber du kannst doch nicht von zwei kleinen Parteien fordern, sich für die SPD zu opfern, damit diese sich in aller Ruhe neu sortieren kann.

Du kannst auch anders argumentieren. Die FDP hat massiv (für ihre Verhältnisse) Stimmen gewonnen im Gegensatz zur SPD und ja, da kann ich erwarten, dass z. B. sie eine Verantwortung übernehmen, die andere bereits getragen haben. ;)
Und was heißt denn überhaupt "für die SPD zu opfern"? Tritt nicht jede Partei mit dem Wunsch an, dieses Land regieren zu wollen? Gut, außer die AfD jetzt. Das haben sie ja oft genug verkündet. ;)
Als Arbeitnehmerin kann ich mich eigentlich ja nur freuen, wenn die FDP nicht regiert und vielleicht gibt's ja auch ne Chance, dass die SPD sich nicht über den Tisch ziehen lässt und ordentlich was durchsetzen kann. Merkel steht ja schon ganz schön unter Druck.
Benutzeravatar
Ger9374
Beiträge: 2667
Registriert: Sa 19. Nov 2016, 05:39
Benutzertitel: Einigkeit,Recht und Freiheit!!

Re: Warum ist die FDP jetzt die Buh-Partei?

Beitragvon Ger9374 » Fr 24. Nov 2017, 11:20

Ich sehe die FDP nicht als die buh Partei.
Entweder konnte sie ihre Vorstellungen nicht in ausreichender Form einbringen oder sie taktiert.
Beides legitim.
Schließlich hat sie somit vorzeitig auf eine Beteiligung an der Regierung verzichtet.
Sie hat alles ausgelotet und ist ausgestiegen.
Hat also auf Ministerposten verzichtet, auch selten im deutschen Politikkarrusell!
Was ist daran so verwerflich?!
Jede meinung ist wichtig,sofern man eine eigene hat!
pikant
Beiträge: 54531
Registriert: Mi 10. Feb 2010, 13:07

Re: Warum ist die FDP jetzt die Buh-Partei?

Beitragvon pikant » Fr 24. Nov 2017, 11:23

Ger9374 hat geschrieben:(24 Nov 2017, 11:20)


Hat also auf Ministerposten verzichtet, auch selten im deutschen Politikkarrusell!
Was ist daran so verwerflich?!


nichts, denn andere werden diese Ministerposten gerne einnehmen.
in der Opposition ist es zudem extrem schwer seine Inhhalte umzusetzen :D
Benutzeravatar
JJazzGold
Beiträge: 31571
Registriert: Mo 25. Mai 2009, 00:34
Benutzertitel: L'État, c'est moi

Re: Warum ist die FDP jetzt die Buh-Partei?

Beitragvon JJazzGold » Fr 24. Nov 2017, 11:38

becksham hat geschrieben:(24 Nov 2017, 11:16)

Du kannst auch anders argumentieren. Die FDP hat massiv (für ihre Verhältnisse) Stimmen gewonnen im Gegensatz zur SPD und ja, da kann ich erwarten, dass z. B. sie eine Verantwortung übernehmen, die andere bereits getragen haben. ;)
Und was heißt denn überhaupt "für die SPD zu opfern"? Tritt nicht jede Partei mit dem Wunsch an, dieses Land regieren zu wollen? Gut, außer die AfD jetzt. Das haben sie ja oft genug verkündet. ;)
Als Arbeitnehmerin kann ich mich eigentlich ja nur freuen, wenn die FDP nicht regiert und vielleicht gibt's ja auch ne Chance, dass die SPD sich nicht über den Tisch ziehen lässt und ordentlich was durchsetzen kann. Merkel steht ja schon ganz schön unter Druck.


Wir wollen mal nicht so tun, als ob die FDP noch nie Regierungsverantwortung übernpommen hätte. Verantwortung hat sie in dem Moment bereits übernommen, als sie sich in die Sondierung begab.

Selbst mit ihren 10% reicht die FDP nicht annähernd an die Verhandlungsstärke einer SPD heran. Die Grünen liegen noch niedriger. Wenn die SPD jetzt aus gemachter Erfahrung befürchtet in einer Koaltion mit der stärkeren Union weiter abzurutschen, was hätte das für FDP, die noch dazu in einer weitaus kritischeren Phase, nämlich des Wiederaufbaus von Null befindet, während die SPD zum x-ten Mal nur ihr vorhandenes, stabiles Gerüst intern neu strukturieren möchte, und die Grüne bedeutet? Das meine ich mit opfern.

Was den Arbeitnehmer betrifft, solltest du froh sein, dass die FDP die kostenträchtigen, Arbeitsplätze gefährdende Politik der Grünen durch ihren Ausstieg verhindert hat. Dass du nebenbei mit einer modern strukturierten Ausbildungs- und Arbeitswelt besser gefahren wärst, einschliesslich deiner Kinder und zu erwartender Enkel, darauf werden wir uns nicht einigen können. Wir können uns nach den zu erwartenden vier Jahren Stagnation ja mal wieder darüber unterhalten :)
Die gefährlichste aller Weltanschauungen ist die der Leute, welche die Welt nie angeschaut haben.
Alexander Freiherr von Humboldt
Benutzeravatar
JJazzGold
Beiträge: 31571
Registriert: Mo 25. Mai 2009, 00:34
Benutzertitel: L'État, c'est moi

Re: Warum ist die FDP jetzt die Buh-Partei?

Beitragvon JJazzGold » Fr 24. Nov 2017, 11:40

pikant hat geschrieben:(24 Nov 2017, 11:14)

FDP nicht groesser machen, als Sie war
4.8% mehr war es 2013 nicht :)


Auf die 0,1% kommt es bei unter 5% auch nicht mehr an, raus ist raus.
Die gefährlichste aller Weltanschauungen ist die der Leute, welche die Welt nie angeschaut haben.
Alexander Freiherr von Humboldt
Benutzeravatar
Excellero
Beiträge: 971
Registriert: So 16. Nov 2014, 12:32
Benutzertitel: Abgehängter AfD Wähler

Re: Warum ist die FDP jetzt die Buh-Partei?

Beitragvon Excellero » Fr 24. Nov 2017, 11:44

Warum ist die FDP der Buhmann? Fragst du dich das ernsthaft? Merkel will K bleiben koste es was es wolle. Die Grünen wissen das genau und wollen so ziemlich jede ihrer bescheuerten Masochistischen Ideen durchsetzen, und Merkel macht natürlich mit. DIe FDP hätte da natürlich mitmachen können, aber dann wären sie bei der nächsten Wahl wieder unter 5%. Weil Lindner nicht blöd ist, weiß er das natürlich auch und zieht die Reissleine. Das resultiert natürlich darin, daß sowohl die Grünen als auch Merkel und somit auch die Medien sauer auf die FDP sind.

Klarer kanns doch garnicht sein.
Um fremden Wert willig und frei anzuerkennen, muß man eigenen haben.
-Immanuel Kant
Benutzeravatar
jorikke
Beiträge: 6117
Registriert: Sa 30. Mai 2009, 09:05

Re: Warum ist die FDP jetzt die Buh-Partei?

Beitragvon jorikke » Fr 24. Nov 2017, 11:44

becksham hat geschrieben:(24 Nov 2017, 11:16)

Du kannst auch anders argumentieren. Die FDP hat massiv (für ihre Verhältnisse) Stimmen gewonnen im Gegensatz zur SPD und ja, da kann ich erwarten, dass z. B. sie eine Verantwortung übernehmen, die andere bereits getragen haben. ;)
Und was heißt denn überhaupt "für die SPD zu opfern"? Tritt nicht jede Partei mit dem Wunsch an, dieses Land regieren zu wollen? Gut, außer die AfD jetzt. Das haben sie ja oft genug verkündet. ;)
Als Arbeitnehmerin kann ich mich eigentlich ja nur freuen, wenn die FDP nicht regiert und vielleicht gibt's ja auch ne Chance, dass die SPD sich nicht über den Tisch ziehen lässt und ordentlich was durchsetzen kann. Merkel steht ja schon ganz schön unter Druck.


Hör mal ganz genau hin.
Es kippt gerade gewaltig.
Merkel stand unter Druck, zweifellos.
Je länger sich die Jamaika Veranstaltung hinzog und letztlich scheiterte, kam Merkel in eine Lage die aussichtslos schien, da sich die SPD schon vorher abgemeldet hatte.
Parteiengezänk ohne den Wähler zu beachten.
Dieser hat jetzt mehr und mehr das Gefühl, Merkel, das arme Schwein.
Sie versucht alles aber wird von allen Seiten ausgebremst.
Die Stimmung kippt.
Die SPD durchläuft gerade einen Prozess, für den man sie nur bemitleiden kann.
Lässt sie sich jetzt auf Gespräche ein, um sich hinterher doch wieder in die Regenerationsecke zu verziehen, nützen Argumente nichts mehr.
Sie wird dann vollends als Loser - ohne geeignetes Personal - dastehen.
Benutzeravatar
becksham
Beiträge: 3952
Registriert: Mo 2. Jun 2008, 09:58
Benutzertitel: Hoolady Tintling

Re: Warum ist die FDP jetzt die Buh-Partei?

Beitragvon becksham » Fr 24. Nov 2017, 11:44

JJazzGold hat geschrieben:(24 Nov 2017, 11:38)

...Was den Arbeitnehmer betrifft, solltest du froh sein, dass die FDP die kostenträchtigen, Arbeitsplätze gefährdende Politik der Grünen durch ihren Ausstieg verhindert hat. Dass du nebenbei mit einer modern strukturierten Ausbildungs- und Arbeitswelt besser gefahren wärst, einschliesslich deiner Kinder und zu erwartender Enkel, darauf werden wir uns nicht einigen können. Wir können uns nach den zu erwartenden vier Jahren Stagnation ja mal wieder darüber unterhalten :)

Das stimmt. In dem Punkt hätte ich die Grünen mit erwähnen müssen. Da hast du recht.

Passend zu dem Punkt: Es wird einen Antrag im Berliner Abgeordnetenhaus geben, die sachgrundlose Befristung in öffentlichen Betrieben abzuschaffen. Im Wirtschaftsausschuss hat eine Partei diesem Antrag nicht zugestimmt. Rate welche. ;)
Benutzeravatar
becksham
Beiträge: 3952
Registriert: Mo 2. Jun 2008, 09:58
Benutzertitel: Hoolady Tintling

Re: Warum ist die FDP jetzt die Buh-Partei?

Beitragvon becksham » Fr 24. Nov 2017, 11:48

jorikke hat geschrieben:(24 Nov 2017, 11:44)
...Die SPD durchläuft gerade einen Prozess, für den man sie nur bemitleiden kann.
Lässt sie sich jetzt auf Gespräche ein, um sich hinterher doch wieder in die Regenerationsecke zu verziehen, nützen Argumente nichts mehr.
Sie wird dann vollends als Loser - ohne geeignetes Personal - dastehen.

Ich hörte gerade im Radio, dass Gespräche ohne vorherige Zustimmung der Parteimitglieder keine so gute Idee wären. Ja, sollen sie eine Mitgliederbefragung machen. Wenn dann die Mehrheit Ja zu Sondierungsgesprächen sagt, sollen sie das durchziehen. Dann aber nicht heulen hinterher.
Benutzeravatar
relativ
Beiträge: 24103
Registriert: Di 17. Jul 2012, 09:49
Benutzertitel: Relativitätsversteher
Wohnort: Pott

Re: Warum ist die FDP jetzt die Buh-Partei?

Beitragvon relativ » Fr 24. Nov 2017, 11:58

Europa2050 hat geschrieben:(24 Nov 2017, 08:30)

Die FDP wird im Wesentlichen von Menschen goutiert, die der Meinung sind, für sich, ihre Nächsten und ihr Leben selbst am besten sorgen zu können und dabei möglichst wenig bevormundet zu werden. Und die vertritt die FDP entsprechend auch (neben anderen Liberalen Themen).
Dass diese Einstellung bei finanziell oder bildungstechnisch besser ausgestatteten Menschen häufiger vorhanden ist, ist dabei nicht von der Hand zu weisen.
Warum sollen aber diese Menschen kein Recht auf eine politische Plattform haben, die anderen habens doch auch?

Also mit anderen Worten, die FDP kennt einen großen Teil ihrer Wählerschaft gar nicht. :D
Das Banale braucht man nicht zu schälen.
pikant
Beiträge: 54531
Registriert: Mi 10. Feb 2010, 13:07

Re: Warum ist die FDP jetzt die Buh-Partei?

Beitragvon pikant » Fr 24. Nov 2017, 12:04

becksham hat geschrieben:(24 Nov 2017, 11:48)

Ich hörte gerade im Radio, dass Gespräche ohne vorherige Zustimmung der Parteimitglieder keine so gute Idee wären.
Ja, sollen sie eine Mitgliederbefragung machen. Wenn dann die Mehrheit Ja zu Sondierungsgesprächen sagt, sollen sie das durchziehen. Dann aber nicht heulen hinterher.


Schnee von gestern - Steinmeier hat die Parteichefs von CDU, CSU und SPD zu einem gemeinsamen Gespraech eingeladen - Grosse Koalition rueckt naeher
Staatsverantwortung jetzt.
Benutzeravatar
relativ
Beiträge: 24103
Registriert: Di 17. Jul 2012, 09:49
Benutzertitel: Relativitätsversteher
Wohnort: Pott

Re: Warum ist die FDP jetzt die Buh-Partei?

Beitragvon relativ » Fr 24. Nov 2017, 12:04

becksham hat geschrieben:(24 Nov 2017, 11:16)

Du kannst auch anders argumentieren. Die FDP hat massiv (für ihre Verhältnisse) Stimmen gewonnen im Gegensatz zur SPD und ja, da kann ich erwarten, dass z. B. sie eine Verantwortung übernehmen, die andere bereits getragen haben. ;)
Und was heißt denn überhaupt "für die SPD zu opfern"? Tritt nicht jede Partei mit dem Wunsch an, dieses Land regieren zu wollen? Gut, außer die AfD jetzt. Das haben sie ja oft genug verkündet. ;)
Als Arbeitnehmerin kann ich mich eigentlich ja nur freuen, wenn die FDP nicht regiert und vielleicht gibt's ja auch ne Chance, dass die SPD sich nicht über den Tisch ziehen lässt und ordentlich was durchsetzen kann. Merkel steht ja schon ganz schön unter Druck.

Vorallem hat die FDP ja im Wahlkampf ganz klar durchschimmern lassen, was sie alles besser können und gemacht hätten. Da darf an annehmen, die wollen.
Aber ne meine Theorie ist ja, die wollten von vorherrein gar nicht schon gar nicht, mit der Merkel CDU. Aber durch die frühe Absage der SPD, kamen sie diesbezüglich schwer unter Druck.
Das Banale braucht man nicht zu schälen.
Benutzeravatar
relativ
Beiträge: 24103
Registriert: Di 17. Jul 2012, 09:49
Benutzertitel: Relativitätsversteher
Wohnort: Pott

Re: Warum ist die FDP jetzt die Buh-Partei?

Beitragvon relativ » Fr 24. Nov 2017, 12:09

Ger9374 hat geschrieben:(24 Nov 2017, 11:20)

Ich sehe die FDP nicht als die buh Partei.
Entweder konnte sie ihre Vorstellungen nicht in ausreichender Form einbringen oder sie taktiert.
Beides legitim.
Schließlich hat sie somit vorzeitig auf eine Beteiligung an der Regierung verzichtet.
Sie hat alles ausgelotet und ist ausgestiegen.
Hat also auf Ministerposten verzichtet, auch selten im deutschen Politikkarrusell!
Was ist daran so verwerflich?!

Buh -Partei, verwerflich ect.pp sind auch ein völlig bescheuerte Bezeichnungen für die Sachlage.
Das hört sich nach Opferrolle an und als wäre es schon komisch, wenn man die FDP für ihr Verhalten kritisieren würde. denn dies passiert gerade, nix anderes. Das die FDP ein Recht darauf hat aus Verhandlungen auszusteigen steht doch gar nicht zur Diskussion.
Das Banale braucht man nicht zu schälen.

Zurück zu „2. Innenpolitik - Verfassung“

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 2 Gäste