Jamaika: Die neue Bundesregierung

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DarkLightbringer
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Re: Jamaika: Die neue Bundesregierung

Beitragvon DarkLightbringer » Mi 15. Nov 2017, 04:34

H2O hat geschrieben:(14 Nov 2017, 12:13)
Den alten Hut, daß Elektromobilität nur dann CO2-Vorteile ausschöpft, wenn der Strom aus erneuerbaren Energien stammt, kann man natürlich so lange aufsetzen, bis endlich dieses Ziel vollständig erreicht ist. Bis dahin dürfen "Experten" jeden Unsinn zusammentragen. Verwunderlich, daß noch niemand den CO2-Beitrag eines A380 mit einem eBike verglichen hat. Immerhin, die Anregung gibt es jetzt doch!
Aber es gibt inzwischen Nischenanwendungen, die zunehmend genutzt werden... ganz einfach weil sich die Sache lohnt. In Aachen entsteht mit e.Go die kleine Lösung für jedermann. Mit etwas Druck auf die Portemonnaies und eingeschränkten Fahrbereichen kann damit eine Teillösung gelingen, etwa für Senioren und als fahrende Einkaufstasche.

Es besteht ein Energie-Mix, die Irgendwann-Technologie steht nicht zur Verfügung, wie sie wohl richtig erkennen. Wenn Sie aber JETZT Millionen zentnerschwere Akkumulatoren produzieren wollen, muss der Kessel erstmal ordentlich dampfen. Die Idee dahinter mag energiesparend sein, die Umsetzung ist es nicht.

Nur so, und nur sehr zögerlich, läßt sich dieser Wandel ohne wirtschaftliche Einbrüche einleiten. Der Nachdruck liegt bei den erneuerbaren Energien, bei der energetischen Sanierung des Gebäudebestands, bei der Siedlungsplanung und den Flächennutzungsplänen, bei der Förderung des öffentlichen Nahverkehrs... und sicher auch bei der allmählichen Zunahme der Belastung des Pendlerverkehrs. Der muß am Ende kosten, was er kostet.

Die kommunale Konzeptvorgabe ist ein wesentlicher Baustein zur Verteuerung von Mietwohnraum, Fahrverbote verlängern An- und Abreisen und die künstliche Erhöhung von Kosten mindern das BIP. Man kann das Kind auch mit dem Bade ausschütten, wenn man das denn unbedingt will.

Na, mal sehen, wer am Freitag erleichtert vom Balkon winkt.

Kompromisse haben einen klaren Vorteil - sie verhindern die radikalsten Auswüchse.
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Re: Jamaika: Die neue Bundesregierung

Beitragvon Zinnamon » Mi 15. Nov 2017, 06:38

DarkLightbringer hat geschrieben:(15 Nov 2017, 03:37)

(...)
Man könnte die Balkon-Politik allerdings auch positiv sehen. Die Aufmerksamkeit ist groß und es geht - anders als im Wahlkampf - vorwiegend im Inhalte und Details. Nur die Opposition ist verständlicherweise etwas unzufrieden, sie hat sozusagen keinen Balkon.


Mir ging es in meinem Beitrag ausschliesslich um die Sondierungsparteien. Ob die Opposition unzufrieden ist? Schwer zu sagen; sie stellt sich bereits ein Weilchen tot. Verständlich, es regiert ja auch niemand, gegen den es zu opponieren gilt.

An dieser Stelle drängt sich die Frage auf, ob es das Vorspiel vor dem Vorspiel(Koalitionsverhandlungen) vor Jamaika ggf verkürzen könnte, wenn man eine Mitteilung auf dem Elfenbeinbalkon zu platzierte, die unauffällig mitteilt, dass sich die Grünen nicht mehr in der Opposition befinden.
Die anstehende Klage aus Brüssel, betreffend das laissez faire in Bezug auf unsere smoggetränkten Grossstädte scheint als Motivationsleckerli in Bezug auf Feinstaubfragen jedenfalls den Zweck zu verfehlen.
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Re: Jamaika: Die neue Bundesregierung

Beitragvon Sole.survivor@web.de » Mi 15. Nov 2017, 06:50

Alpha Centauri hat geschrieben:(14 Nov 2017, 23:26)

Genau hierin liegt ja ein Teil des Problem zumindest was die Zuckerkrankheit angeht. Übermäßige Zucker- und Kalorien Zufuhr ( Nutella,Tiefkühlpizza,Wurst, Coca Cola und der ganze Schrott)bei gleichzeitigen Bewegungsmangel ( Smartphone,.Fernseher Auto )

Der menschliche Körper ist doch in Wahrheit überhaupt nicht für bequeme Überflussgesellschaft ( Essen rund um die Uhr verfügbar) gemacht, auch wenn dass viel nicht wahr haben wollen. Das Endergebnis kann man ja weltweit gehäuft bestaunen. Die Verfettung der Welt, mit der Verwestlichung der Ernährungsgewohnheiten ( z.b.China, Japan) steigt die Verbreitung von.Diabetes Typ 2 an,Zufall?????

Wohl eher nicht.

Die Leute haben leider auch wenig Zeit. Im Bürohemd mal eben auch in der Mittagspause ein workout, das gefällt den Kollegen nachher nicht. Und wenn hinradeln, dann laaaangsam und am besten ebike. Und irgendsoein Idiot, ich glaube FDP oder Grüne, verkündet jetzt die Meinung eines verbeamteten Professors, dass die Arbeit nicht mit Feierabend aufhören dürfe. Das ist doch krank. Man könnte doch, wenn sowieso immer mehr Meetings online sind, in Firmen ab 200 Personen einen Fitnessraum mit Bildschirm und Headset vorschreiben oder fördern. Bewegung stärkt ja den Sauerstoffumsatz und das schadet dem Hirn beim Denken sicher nicht.
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Re: Jamaika: Die neue Bundesregierung

Beitragvon H2O » Mi 15. Nov 2017, 07:35

DarkLightbringer hat geschrieben:(15 Nov 2017, 04:34)

Es besteht ein Energie-Mix, die Irgendwann-Technologie steht nicht zur Verfügung, wie sie wohl richtig erkennen. Wenn Sie aber JETZT Millionen zentnerschwere Akkumulatoren produzieren wollen, muss der Kessel erstmal ordentlich dampfen. Die Idee dahinter mag energiesparend sein, die Umsetzung ist es nicht.


Die kommunale Konzeptvorgabe ist ein wesentlicher Baustein zur Verteuerung von Mietwohnraum, Fahrverbote verlängern An- und Abreisen und die künstliche Erhöhung von Kosten mindern das BIP. Man kann das Kind auch mit dem Bade ausschütten, wenn man das denn unbedingt will.


Kompromisse haben einen klaren Vorteil - sie verhindern die radikalsten Auswüchse.


Ein Tellerrand ist doch gar nicht so weit entfernt während des Essens! Es gibt zweierlei zu beachten: Einmal geht es unserer Umwelt und unseren Ballungszonen aus sehr unterschiedlichen Gründen nicht besonders gut. Da müssen Abhilfen her; sicher auch Kompromisse. Ein Kompromiß hat aber die Eigenart, daß jeder Beteiligte meint, in Nachteil geraten zu sein. Alles andere ist kein Kompromiß, sondern Mißachtung der Interessen Benachteiligter.

Zweitens technologisch: Klar, wir können uns hier noch eine Weile im Glanze unseres Glückes sonnen. Und herumbummeln mit den erneuerbaren Energien, der Stromverteilung, der zugehörigen Speichertechnik, der Bestandssanierung unserer Gebäude, mit der sich immer weiter verdichtenden Industrialisierung. Und dann über viel zu hohe Wohnungskosten und vergiftete Lebensräume weinen. Man kann aber auch planen und konsequent Pläne umsetzen, die eine deutlich längere Halbwertszeit haben.

Ich bin gespannt, wozu sich die Bundesregierung demnächst aufraffen wird.
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Re: Jamaika: Die neue Bundesregierung

Beitragvon Wähler » Mi 15. Nov 2017, 07:55

http://www.sueddeutsche.de/politik/sond ... -1.3750246
SZ 14. November 2017 Jamaika-Sondierer geraten unter Zeitdruck
FDP-Chef Christian Lindner sieht dagegen keine Möglichkeit, den Grünen weiter entgegenzukommen. Familiennachzug dürfe es nur in wenigen Härtefällen geben, sagte er der Passauer Neuen Presse. Eine Ausweitung des Familiennachzuges würde die Akzeptanz einer neuen Regierung sofort zunichtemachen. "Wir müssen Zuwanderung begrenzen und dürfen bestimmte Richtwerte nicht überschreiten."

Der Familiennachzug dürfte die härteste Nuss sein für die Schlusssondierungen am Ende dieser Woche.
Zeitungstexte bei Genios mit Bibliotheksausweis kostenlos: https://www.wiso-net.de/login?targetUrl=%2Fdosearch (Zugang auch bundesweit)
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Re: Jamaika: Die neue Bundesregierung

Beitragvon Merkel_Unser » Mi 15. Nov 2017, 09:17

Wähler hat geschrieben:(15 Nov 2017, 07:55)

http://www.sueddeutsche.de/politik/sond ... -1.3750246
SZ 14. November 2017 Jamaika-Sondierer geraten unter Zeitdruck

Der Familiennachzug dürfte die härteste Nuss sein für die Schlusssondierungen am Ende dieser Woche.


Vor allem weil hier ja offenbar Positionen der FDP und Grünen aufeinanderprallen. Frau Merkel klebt ja bekanntermaßen dermaßen an ihrem Kanzlerstuhl, dass sie früher oder später jede Forderung der Grünen erfüllen wird. Bei Herrn Lindner bin ich mir da nicht so sicher. Trotzdem wird es wohl bis Freitag irgendeine "Einigung" geben.
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Re: Jamaika: Die neue Bundesregierung

Beitragvon pikant » Mi 15. Nov 2017, 09:24

Merkel_Unser hat geschrieben:(15 Nov 2017, 09:17)

Vor allem weil hier ja offenbar Positionen der FDP und Grünen aufeinanderprallen. Frau Merkel klebt ja bekanntermaßen dermaßen an ihrem Kanzlerstuhl, dass sie früher oder später jede Forderung der Grünen erfüllen wird. Bei Herrn Lindner bin ich mir da nicht so sicher. Trotzdem wird es wohl bis Freitag irgendeine "Einigung" geben.


die Gruenen haben am Wochenende Parteitag und da muessen die Verhandler mit Ergebnisse kommen, die die Basis zufriedenstellen.
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Re: Jamaika: Die neue Bundesregierung

Beitragvon Alexyessin » Mi 15. Nov 2017, 09:37

Merkel_Unser hat geschrieben:(15 Nov 2017, 09:17)

Vor allem weil hier ja offenbar Positionen der FDP und Grünen aufeinanderprallen. Frau Merkel klebt ja bekanntermaßen dermaßen an ihrem Kanzlerstuhl, dass sie früher oder später jede Forderung der Grünen erfüllen wird. Bei Herrn Lindner bin ich mir da nicht so sicher. Trotzdem wird es wohl bis Freitag irgendeine "Einigung" geben.


Wobei die Grünen hier total bescheuert sind. Anstatt das Familiennachzugthema zu opfern und dann bei Umwelt und Klima hart zu sein, machen sie es genau andersrum. Schlecht gepokert.
Der neue Faschismus wird nicht sagen: Ich bin der Faschismus. Er wird sagen: Ich bin kein Nazi, aber...
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Re: Jamaika: Die neue Bundesregierung

Beitragvon Sole.survivor@web.de » Mi 15. Nov 2017, 13:07

Alexyessin hat geschrieben:(15 Nov 2017, 09:37)

Wobei die Grünen hier total bescheuert sind. Anstatt das Familiennachzugthema zu opfern und dann bei Umwelt und Klima hart zu sein, machen sie es genau andersrum. Schlecht gepokert.

Die FDP-Haltung zum Klima wird internationalen Druck bekommen und dann "muss man" ggf nachbessern. Bei Flüchtlingen muss jeder Fortschritt aus Deutschland selbst kommen.
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Re: Jamaika: Die neue Bundesregierung

Beitragvon pikant » Mi 15. Nov 2017, 13:27

Alexyessin hat geschrieben:(15 Nov 2017, 09:37)

Wobei die Grünen hier total bescheuert sind. Anstatt das Familiennachzugthema zu opfern und dann bei Umwelt und Klima hart zu sein, machen sie es genau andersrum. Schlecht gepokert.


ich sehe keinen vernuenftigen Grund, warum man die Beschlusslage der grossen Koalition im Hinblick auf Familiennachzug wieder andern sollte.

die Verhandlungen sind im vollem gange und was soll eine Partei denn machen, wenn die CSU sagt, wenn die Gruenen an 2030 festhalten, dann sind die Gespraeche gescheitert?
die Gruenen haben bisher guten Willen gezeigt nach meiner Meinung im Gegensatz zur Beton CSU und diesem Maut Dobrindt, der nur auf Krawall aus ist.
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Re: Jamaika: Die neue Bundesregierung

Beitragvon Alexyessin » Mi 15. Nov 2017, 13:30

pikant hat geschrieben:(15 Nov 2017, 13:27)

ich sehe keinen vernuenftigen Grund, warum man die Beschlusslage der grossen Koalition im Hinblick auf Familiennachzug wieder andern sollte.

die Verhandlungen sind im vollem gange und was soll eine Partei denn machen, wenn die CSU sagt, wenn die Gruenen an 2030 festhalten, dann sind die Gespraeche gescheitert?
die Gruenen haben bisher guten Willen gezeigt nach meiner Meinung im Gegensatz zur Beton CSU und diesem Maut Dobrindt, der nur auf Krawall aus ist.


Das muss er machen, Kettenhund.
Nein, das Thema Grüne sollte mehr die Umwelt sein und nicht die Flüchtlingsgeschichte. Falsch angefangen.
Der neue Faschismus wird nicht sagen: Ich bin der Faschismus. Er wird sagen: Ich bin kein Nazi, aber...
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denkmal
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Re: Was haltet ihr von Neuwahlen im Dezember?

Beitragvon denkmal » Mi 15. Nov 2017, 13:45

Sole.survivor@web.de hat geschrieben:(05 Nov 2017, 12:03)

Art 63 (4) GG kommt nicht in Frage. Art 68 (Vertrauensfrage) könnte passen.

https://www.gesetze-im-internet.de/gg/art_68.html

68

(1) Findet ein Antrag des Bundeskanzlers, ihm das Vertrauen auszusprechen, nicht die Zustimmung der Mehrheit der Mitglieder des Bundestages, so kann der Bundespräsident auf Vorschlag des Bundeskanzlers binnen einundzwanzig Tagen den Bundestag auflösen. Das Recht zur Auflösung erlischt, sobald der Bundestag mit der Mehrheit seiner Mitglieder einen anderen Bundeskanzler wählt.
(2) Zwischen dem Antrage und der Abstimmung müssen achtundvierzig Stunden liegen.


das soll doch gerade bei einer geschäftsführenden Regierung nicht möglich sein - macht ja auch keinen Sinn....

Geschäftsführende Bundesregierung
Der Bundeskanzler einer geschäftsführenden Regierung kann keine Vertrauensfrage
nach Art. 68 GG stellen, weil er nicht kraft parlamentarischen Vertrauens des neuen Bundestages amtiert und
als nur geschäftsführender Kanzler nicht die Voraussetzungen für eine Bundestagsauflösung
schaffen kann. Ein Misstrauensvotum des neu gewählten Bundestages nach Art. 67 GG ist ebenso
ausgeschlossen . Das Parlament besitzt gegenüber der geschäftsführenden Regierung
aber die übrigen parlamentarischen Kontrollrechte (Interpellationsrechte, Einsetzung von Untersuchungs-
ausschüssen usw.).

Es ist Aufgabe des Bundestages, einen neuen Bundeskanzler zu wählen
(Art. 63 GG). Der Bundespräsident ist verpflichtet, dem Parlament hierzu
binnen angemessener Frist einen Wahlvorschlag zu präsentieren.
Der Bundespräsident kann damit auch bei übermäßig langen Koalitions-
verhandlungen das Wahlverfahren durch einen Vorschlag in Gang setzen.

Das Grundgesetz kennt – anders als z.T. die Landesverfassungen – für den Fall, dass ein neuer
Regierungschef nicht gewählt wird, weder eine automatische Auflösung noch ein Selbstauflö-
sungsrecht des Parlaments. Die Möglichkeit der Parlamentsauflösung mit anschließenden Neu-
wahlen ergibt sich als Folge der Kanzlerwahl im Bundestag nur, wenn hierbei gemäß Art. 63 GG
auch in einer dritten Wahlphase der für das Amt Vorgeschlagene nur die meisten Stimmen er-
zielt (Minderheitenkanzler), nicht aber von der Mehrheit der Mitglieder des Bundestages gewählt
wird: Dann hat der Bundespräsident nach Art. 63 Abs. 4 S. 3 GG die politische Entscheidung zu
treffen, ob er entweder den mit einfacher Mehrheit Gewählten ernennt oder den Bundestag auf-
löst. Dies löst die Rechtsfolge des Art. 39 Abs. 1 S. 3 GG aus, d. h. Neuwahlen sind innerhalb ei-
ner Frist von sechzig Tagen durchzuführen


Näheres zur Kanzlerwahl
Im Laufe ihres steinernen Daseins nehmen sogar manche Denkmäler menschliche Züge an.
© Martin Gerhard Reisenberg
(*1949), Diplom-Bibliothekar und Autor
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Re: Was haltet ihr von Neuwahlen im Dezember?

Beitragvon pikant » Mi 15. Nov 2017, 13:47

denkmal hat geschrieben:(15 Nov 2017, 13:45)

das soll doch gerade bei einer geschäftsführenden Regierung nicht möglich sein - macht ja auch keinen Sinn....

Geschäftsführende Bundesregierung


Näheres zur Kanzlerwahl



Danke, also Neuwahlen in weiter Ferne auch wenn Jamaika nicht zu potte kommt.
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Re: Was haltet ihr von Neuwahlen im Dezember?

Beitragvon denkmal » Mi 15. Nov 2017, 13:53

pikant hat geschrieben:(15 Nov 2017, 13:47)

Danke, also Neuwahlen in weiter Ferne auch wenn Jamaika nicht zu potte kommt.


Der Bundespräsident kann nach angemessener Frist (was auch immer das ist 60 Tage? 90 Tage?) einen Wahlvorschlag machen (ohne Ende einer Koalitionsverhandlung) und das Verfahren in Gang setzen, dann nochmal 14 Tage plus x Tage (unverzüglich) + 60 Tage = spätester Neuwahltermin.

Wann unser jetziger Bundespräsident das macht? Wer weiß.

Ob in diesem speziellen Fall ein grundlegend anderes Wahlergebnis dabei herauskommt? Ich glaube eher nicht.
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Re: Jamaika: Die neue Bundesregierung

Beitragvon CaptainJack » Mi 15. Nov 2017, 13:53

Alexyessin hat geschrieben:(15 Nov 2017, 13:30)

Das muss er machen, Kettenhund.
Nein, das Thema Grüne sollte mehr die Umwelt sein und nicht die Flüchtlingsgeschichte. Falsch angefangen.

Gebe ich recht! Die Grünen sollen sich in Sachen Zuwanderung völlig raushalten. Natürlich weiß ich, dass sich der alte Cohn-Bendit - Spruch in ihren Köpfen eingebrannt hat. Aber das wird so nicht klappen!
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Re: Was haltet ihr von Neuwahlen im Dezember?

Beitragvon Sole.survivor@web.de » Mi 15. Nov 2017, 14:02

denkmal hat geschrieben:(15 Nov 2017, 13:45)

das soll doch gerade bei einer geschäftsführenden Regierung nicht möglich sein - macht ja auch keinen Sinn....

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Einfach vorher wählen lassen.
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Re: Jamaika: Die neue Bundesregierung

Beitragvon relativ » Mi 15. Nov 2017, 14:05

CaptainJack hat geschrieben:(15 Nov 2017, 13:53)

Gebe ich recht! Die Grünen sollen sich in Sachen Zuwanderung völlig raushalten. Natürlich weiß ich, dass sich der alte Cohn-Bendit - Spruch in ihren Köpfen eingebrannt hat. Aber das wird so nicht klappen!

Wie doof ist das denn?
Du meinst, daß sich Parteien und ihre Politiker aus wichtigen gesellschaftlichen Themen einfach mal so raushalten sollten? Warum? Weil diese nicht ganz oben auf deiner Vorurteilsliste dieser Partei steht?
Mit anderen Worten soll sich dann nur die AfD ausschließlich um die Flüchtlingsfrage kümmern? Na dann Prost Mahlzeit. :thumbup:
Das Banale braucht man nicht zu schälen.
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Re: Jamaika: Die neue Bundesregierung

Beitragvon pikant » Mi 15. Nov 2017, 14:13

CaptainJack hat geschrieben:(15 Nov 2017, 13:53)

Gebe ich recht! Die Grünen sollen sich in Sachen Zuwanderung völlig raushalten. Natürlich weiß ich, dass sich der alte Cohn-Bendit - Spruch in ihren Köpfen eingebrannt hat. Aber das wird so nicht klappen!

:D :D

so ein Vorschlag kann nur von der AfD kommen, die ja zu vielen Themen keine Meinung hat.
Wenn eine Partei zu einem grossen Thema in Deutschland nichts mehr sagt und sich raushaelt, dann ist sie ueberfluessig und sollte sich aufloesen.
aber von AfD ist man nichts anderes gewoehnt
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Re: Jamaika: Die neue Bundesregierung

Beitragvon Apollo » Mi 15. Nov 2017, 14:50

relativ hat geschrieben:(15 Nov 2017, 14:05)
Mit anderen Worten soll sich dann nur die AfD ausschließlich um die Flüchtlingsfrage kümmern? Na dann Prost Mahlzeit. :thumbup:


Ach wäre das schön. Ein wahrer Traum. Aber leider wird bei uns die ÖVP noch ein paar Tage auf sich warten lassen müssen
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Re: Jamaika: Die neue Bundesregierung

Beitragvon Merkel_Unser » Mi 15. Nov 2017, 14:51

Die Grünen sollten sich bei einer Koalition und mit 8,x% aber vor allem auf ihr Kernthema beschränken und das ist nunmal die Umwelt. Möglichst viele Flüchtlinge/Einwanderer ins Land holen haben sich ja eh schon Linke&SPD auf die Fahnen geschrieben.

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