Jamaika: Die neue Bundesregierung

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Cat with a whip
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Re: Jamaika: Die neue Bundesregierung

Beitragvon Cat with a whip » Mo 13. Nov 2017, 22:23

DarkLightbringer hat geschrieben:(13 Nov 2017, 16:45)

Die Zustimmung zum Jamaika-Bündnis steigt wieder in der Bevölkerung, die FDP profitiert stark, CSU-Werte schwächeln aber.

https://www.welt.de/politik/deutschland ... ahren.html

Das wäre ein guter Zeitpunkt, um zu verkünden, dass die Kuh vom Eis ist. Mit "Kuh" ist nicht etwa Seehofer gemeint, denn der wäre ja das "Rind".


CSU schiesst aktuell wieder quer. Stimmt, die kann keiner leiden. Nur eklige Menschen.

Die Grünen bleiben beim Kohleausstieg tough, alles andere wäre ja ein Witz.

http://www.zeit.de/politik/deutschland/ ... leausstieg
"Die Erde ist ein Irrenhaus. Dabei könnte das bis heute erreichte Wissen der Menschheit aus ihr ein Paradies machen." Joseph Weizenbaum
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Re: Jamaika: Die neue Bundesregierung

Beitragvon DarkLightbringer » Di 14. Nov 2017, 04:03

H2O hat geschrieben:(13 Nov 2017, 19:14)

So kann man eine Aussage auch verbiegen! In "meinem" Vergleich hatte man ganz bescheiden zwei
Kleinwagen mit Verbrennungsmotor oder Elektroantrieb betrachtet, von der Rohstoffgewinnung über die Nutzung bis zur Verschrottung. Der Batterie gab man dort 10 Jahre Lebensdauer.
Verglichen wurde die derzeitige Lage mit 30% Ökostrom und die künftige Lage 100% Ökostrom.
Aber wir verhakeln uns hier ohnehin auf einem Nebenkriegsschauplatz. Der massenhafte Bedarf an Pendlerfahrzeugen führt in den Wahnsinn. Mit dem Abgasdreck am schnellsten, aber "emissionsfrei" ist eben auch eine Lüge, zu 40% in Zukunft und zu 60% heute. Da muß man schon über den Tellerrand sehen!
Die Sache mit dem Enddatum hatte vermutlich mit den Zusagen der Bundesregierung zur Verminderung der Klimagase zu tun. Zufrieden zurücklehnen werden sich dann nur Leute, die ihre Versprechen nicht halten wollen. Hier hängt so ziemlich alles mit allem zusammen!

Die Schönrechnerei machen halt nicht alle mit, nicht mal das Bundesumweltamt.
Das heißt, ein SUV mit Elektromotor trägt unter dem Strich einen größeren CO2-Rucksack als ein kleiner Mittelklassewagen mit Benzin oder Dieselantrieb.
https://www.mdr.de/nachrichten/wirtscha ... os100.html

Aber ich sehe ein, es wird zumindest einen Mythos brauchen. Vielleicht wieder Solaranlagen-Förderung mit Zieldatum 2026. Das würde für zwei Wahlen reichen und ließe sich als Sonnenschein-Politik verkaufen - Ihr blinzelnder Blick über den Tellerrand.

Aber stimmt, die Jamaika-Karawane ist längst weiter gezogen, in der Balkonia-Soap läuft demnächst "Die Woche der Entscheidung". Die Union signalisiert Entgegenkommen, aber was wird Titan Trittin machen? Wir bleiben dran und fiebern mit.
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Re: Jamaika: Die neue Bundesregierung

Beitragvon DarkLightbringer » Di 14. Nov 2017, 04:44

H2O hat geschrieben:(13 Nov 2017, 19:23)

Ach, die Geschichte mit der Rechthaberei hat doch immer 2 Seiten: Recht haben und Recht bekommen. Der Hort aller Weisheit hat fast 500 Jahre gebraucht, um sich bei Galileo bußfertig zu entschuldigen. So kann es auch mit vielen grünen Erkenntnissen gehen. Nur ging es vor 500 Jahren ums Grundsätzliche, während wir heute über Fragen von Sein oder Untergang streiten.

Nur ist ja Göring-Eckhardt die Theologin und die Gemahnung zur Abkehr von fleischlicher Lust erinnert in der Tat an ältere Vorläufer, die den Untergang der Welt nahen sahen, wenn man denn nicht Buße tue. Die Ketzer stehen allerdings mit auf dem Balkon.
Das ist ja auch das Spannende daran, Evangelisten, Ketzer und Säkulare verhandeln über den Fortgang der Welt. Ein lutheranischer Kompromiss zeichnet sich beim Thema Innere Sicherheit ab - das Gemeinsame Terrorabwehrzentrum soll reformiert werden.
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Re: Jamaika: Die neue Bundesregierung

Beitragvon Zinnamon » Di 14. Nov 2017, 07:14

H2O hat geschrieben:(13 Nov 2017, 19:57)

Ich bin ziemlich sicher, daß Diabetes eine nicht umkehrbare Erkrankung mit sehr vielen Nebenerkrankungen ist. Diese Krankheit ist zur Volksseuche geworden, weil sie durch unsere Lebensweise gefördert wird. Früher erwischte sie den einen oder anderen Unglücksraben, meist im Alter zusammen mit anderem Organversagen. Heute erwischt sie leider schon Kinder und Heranwachsende. Das ist der Unterschied! Aufwachen!!!!


Nein, das ist nicht der Unterschied. Weil du es beständig wiederholst muss ich hier einfach mal reinspammen. Es gibt essentielle Unterschiede zwischen Diabitis Typ 1 und Typ 2. Letztere wird unter anderem durch falsche Ernährung begünstigt, jedenfalls ist sie erworben. Sie tritt in der Regel in fortgeschrittenerem Alter auf und kann bei weniger schweren Fällen/im Angangsstadium auch gut durch eine blosse Ernährungsumstellung beeinflusst werden. Früher wurde sie auch Altersdiabetis genannt aber seit dem hat sich unsere Ernährung wohl ziehmlich geändert.. . Apropos unumkehrbar ..ich kenne jemand, der eine nicht mal insulinpflichtige Diabetis Typ 2 hatte, die nichts desto trotz zu Neuropathie und sehr schlecht heilenden Wunden an den Füssen geführt hatte. Verschwunden war sie durch eine (zu) starke Gewichtsreduktion. Sie kam aber auch nicht wieder, trotz einer (notwendigen) Gewichtszunahme von fast zwei Kleidergrössen, seit dem ich die Geschicke in Punkto Essen lenke. Zuckerlangzeitwert annähernd und konstant perfekt.

Die Diabetis die bereits in sehr jungen Jahren auftritt, ist Typ 1, eine Autoimmunerkrankung, die die Bauchspeicheldrüse angreift. Da hilft auch kein Sparen mit Zucker und die schlimmen "Nebenwirkungen" der Erkrankung, wie Amputationen, Blindheit, Impotenz ecetera können bei schweren Fällen bereits in einem Alter auftreten in dem andere noch das eine oder andere Jahrzehntchen auf ihre erworbene Diabetis hinarbeiten müssen

Bei beiden Typen kann der Schweregrad der Erkrankung natürlich völlig unterschiedlich sein. Typ 1 kommt allerdings in Vergleich zu Typ 2 seltener vor.
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Re: Jamaika: Die neue Bundesregierung

Beitragvon Zinnamon » Di 14. Nov 2017, 07:28

DarkLightbringer hat geschrieben:(14 Nov 2017, 04:44)

(..)
Das ist ja auch das Spannende daran, Evangelisten, Ketzer und Säkulare verhandeln über den Fortgang der Welt. Ein lutheranischer Kompromiss zeichnet sich beim Thema Innere Sicherheit ab - das Gemeinsame Terrorabwehrzentrum soll reformiert werden.


Da soll man wahrscheinlich auch noch dankbar sein ..für das sich Abzeichnen eines Kompromisses bei der Reformierung der nur allzu häufig in letzter Zeit fehlerhaften Terrorabwehr? Wenn man seine Hausaufgaben angesichts der sich nicht erst seit gestern ändernen Terrorlage gemacht hätte, dann hätten wir diesen Kompromiss bereits seit Anis Amri.

Ganz ohne Parteikalkül und Verteidigung der eigenen Pfründe einfach mal an einem Strang ziehen ..auch heute noch keine Selbstverständlichkeit, wie die Koalitionsverhandlungen (ach nein, es sind ja bisher bloss Sondierungen) nahezu täglich belegen. Hier schachern Funktionäre, denen die eigene Partei immer wichtiger sein wird als das Wohl des Gesamten und der Anspruch des Wahlvies auf eine zeitnah erstellte, effiziente neue Regierung.

Wenn Jamaika dann endlich existiert, dann nur weil man die Aussenwirkung und das Risiko bei Neuwahlen wohl richtig einschätzt.

Auch wenn natürlich das gesamte "Team" zählt, muss der Dank dafür wohl an vorderer Stelle an die CSU gehen, die man in ihrer Eigenschaft als Interessenvertretung eines einzigen Bundeslandes mE durchaus als Provinzpartei bezeichnen könnte. Bezeichnend hier auch 6%nochwas - Dobrindts Bemerkung -sinngemäss- dass man sich von einer 8%nochwas Partei (wie den Grünen) ja wohl nichts vorschreiben lassen könne.
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Re: Jamaika: Die neue Bundesregierung

Beitragvon Alexyessin » Di 14. Nov 2017, 11:12

Zinnamon hat geschrieben:(14 Nov 2017, 07:28)

Da soll man wahrscheinlich auch noch dankbar sein ..für das sich Abzeichnen eines Kompromisses bei der Reformierung der nur allzu häufig in letzter Zeit fehlerhaften Terrorabwehr? Wenn man seine Hausaufgaben angesichts der sich nicht erst seit gestern ändernen Terrorlage gemacht hätte, dann hätten wir diesen Kompromiss bereits seit Anis Amri.

Ganz ohne Parteikalkül und Verteidigung der eigenen Pfründe einfach mal an einem Strang ziehen ..auch heute noch keine Selbstverständlichkeit, wie die Koalitionsverhandlungen (ach nein, es sind ja bisher bloss Sondierungen) nahezu täglich belegen. Hier schachern Funktionäre, denen die eigene Partei immer wichtiger sein wird als das Wohl des Gesamten und der Anspruch des Wahlvies auf eine zeitnah erstellte, effiziente neue Regierung.

Wenn Jamaika dann endlich existiert, dann nur weil man die Aussenwirkung und das Risiko bei Neuwahlen wohl richtig einschätzt.

Auch wenn natürlich das gesamte "Team" zählt, muss der Dank dafür wohl an vorderer Stelle an die CSU gehen, die man in ihrer Eigenschaft als Interessenvertretung eines einzigen Bundeslandes mE durchaus als Provinzpartei bezeichnen könnte. Bezeichnend hier auch 6%nochwas - Dobrindts Bemerkung -sinngemäss- dass man sich von einer 8%nochwas Partei (wie den Grünen) ja wohl nichts vorschreiben lassen könne.


Viel Wahres dran, was du da schreibst. Vor allem der Satz mit der Jamaika Existenz ist wohl wirklich so. Zum Regieren verdammt.
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Re: Jamaika: Die neue Bundesregierung

Beitragvon H2O » Di 14. Nov 2017, 12:13

DarkLightbringer hat geschrieben:(14 Nov 2017, 04:03)

Die Schönrechnerei machen halt nicht alle mit, nicht mal das Bundesumweltamt. https://www.mdr.de/nachrichten/wirtscha ... os100.html

Aber ich sehe ein, es wird zumindest einen Mythos brauchen. Vielleicht wieder Solaranlagen-Förderung mit Zieldatum 2026. Das würde für zwei Wahlen reichen und ließe sich als Sonnenschein-Politik verkaufen - Ihr blinzelnder Blick über den Tellerrand.

Aber stimmt, die Jamaika-Karawane ist längst weiter gezogen, in der Balkonia-Soap läuft demnächst "Die Woche der Entscheidung". Die Union signalisiert Entgegenkommen, aber was wird Titan Trittin machen? Wir bleiben dran und fiebern mit.


Den alten Hut, daß Elektromobilität nur dann CO2-Vorteile ausschöpft, wenn der Strom aus erneuerbaren Energien stammt, kann man natürlich so lange aufsetzen, bis endlich dieses Ziel vollständig erreicht ist. Bis dahin dürfen "Experten" jeden Unsinn zusammentragen. Verwunderlich, daß noch niemand den CO2-Beitrag eines A380 mit einem eBike verglichen hat. Immerhin, die Anregung gibt es jetzt doch!

Aber es gibt inzwischen Nischenanwendungen, die zunehmend genutzt werden... ganz einfach weil sich die Sache lohnt. In Aachen entsteht mit e.Go die kleine Lösung für jedermann. Mit etwas Druck auf die Portemonnaies und eingeschränkten Fahrbereichen kann damit eine Teillösung gelingen, etwa für Senioren und als fahrende Einkaufstasche.

Nur so, und nur sehr zögerlich, läßt sich dieser Wandel ohne wirtschaftliche Einbrüche einleiten. Der Nachdruck liegt bei den erneuerbaren Energien, bei der energetischen Sanierung des Gebäudebestands, bei der Siedlungsplanung und den Flächennutzungsplänen, bei der Förderung des öffentlichen Nahverkehrs... und sicher auch bei der allmählichen Zunahme der Belastung des Pendlerverkehrs. Der muß am Ende kosten, was er kostet.

Na, mal sehen, wer am Freitag erleichtert vom Balkon winkt.
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Re: Jamaika: Die neue Bundesregierung

Beitragvon H2O » Di 14. Nov 2017, 12:36

Zinnamon hat geschrieben:(14 Nov 2017, 07:14)

Nein, das ist nicht der Unterschied. Weil du es beständig wiederholst muss ich hier einfach mal reinspammen. Es gibt essentielle Unterschiede zwischen Diabitis Typ 1 und Typ 2. Letztere wird unter anderem durch falsche Ernährung begünstigt, jedenfalls ist sie erworben. Sie tritt in der Regel in fortgeschrittenerem Alter auf und kann bei weniger schweren Fällen/im Angangsstadium auch gut durch eine blosse Ernährungsumstellung beeinflusst werden. Früher wurde sie auch Altersdiabetis genannt aber seit dem hat sich unsere Ernährung wohl ziehmlich geändert.. . Apropos unumkehrbar ..ich kenne jemand, der eine nicht mal insulinpflichtige Diabetis Typ 2 hatte, die nichts desto trotz zu Neuropathie und sehr schlecht heilenden Wunden an den Füssen geführt hatte. Verschwunden war sie durch eine (zu) starke Gewichtsreduktion. Sie kam aber auch nicht wieder, trotz einer (notwendigen) Gewichtszunahme von fast zwei Kleidergrössen, seit dem ich die Geschicke in Punkto Essen lenke. Zuckerlangzeitwert annähernd und konstant perfekt.

Die Diabetis die bereits in sehr jungen Jahren auftritt, ist Typ 1, eine Autoimmunerkrankung, die die Bauchspeicheldrüse angreift. Da hilft auch kein Sparen mit Zucker und die schlimmen "Nebenwirkungen" der Erkrankung, wie Amputationen, Blindheit, Impotenz ecetera können bei schweren Fällen bereits in einem Alter auftreten in dem andere noch das eine oder andere Jahrzehntchen auf ihre erworbene Diabetis hinarbeiten müssen

Bei beiden Typen kann der Schweregrad der Erkrankung natürlich völlig unterschiedlich sein. Typ 1 kommt allerdings in Vergleich zu Typ 2 seltener vor.


Das ist nur mehr Text, macht aber die Sache nicht richtiger! Es geht darum, daß schon Kinder durch Fehlernährung und Bewegungsmangel in die Volkskrankheit Diabetes 2 hinein leben. Und da ist dann auch nichts mehr rückgängig zu machen, wenn Blutgefäße und durchblutete Organe den Dienst verweigern. Ich bin nun gar kein Fachmann für diese Zeiterscheinung, nehme aber die sich häufenden Warnungen der Fachärzte angesichts der Statistik bitter ernst. Schließlich geht es hier um so lachhafte Dinge wie den "Veggieday" und ähnlich verrückte Gegenmaßnahmen. Alles Quatsch... sicher nicht, wie Sie aus eigener Beobachtung bestätigen.

Ist doch klar, daß man durch sinnvolle Ernährung und maßvolle Bewegung den Allgemeinzustand des Körpers verbessern kann. Aber bei fortgeschrittener Erkrankung muß der liebe Gott der Krankheit ins Handwerk pfuschen, wenn da noch eine Umkehr zu beobachten ist. Ich bleibe bei der Warnung und Mahnung, zumal durch vernünftige Lebensführung diese Erkrankung zu den ganz selten auftretenden Krankheiten zählt.
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Re: Jamaika: Die neue Bundesregierung

Beitragvon H2O » Di 14. Nov 2017, 12:40

DarkLightbringer hat geschrieben:(14 Nov 2017, 04:44)

Nur ist ja Göring-Eckhardt die Theologin und die Gemahnung zur Abkehr von fleischlicher Lust erinnert in der Tat an ältere Vorläufer, die den Untergang der Welt nahen sahen, wenn man denn nicht Buße tue. Die Ketzer stehen allerdings mit auf dem Balkon.
Das ist ja auch das Spannende daran, Evangelisten, Ketzer und Säkulare verhandeln über den Fortgang der Welt. Ein lutheranischer Kompromiss zeichnet sich beim Thema Innere Sicherheit ab - das Gemeinsame Terrorabwehrzentrum soll reformiert werden.


Hoffen wir, daß die Gemeinsame Terrorabwehr von vorn herein den gesamten Schengenraum erfaßt. Eine nationale Angelegenheit ist diese Zeiterscheinung bestimmt nicht mehr!
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Re: Jamaika: Die neue Bundesregierung

Beitragvon JJazzGold » Di 14. Nov 2017, 14:52

H2O hat geschrieben:(14 Nov 2017, 12:13)

Den alten Hut, daß Elektromobilität nur dann CO2-Vorteile ausschöpft, wenn der Strom aus erneuerbaren Energien stammt, kann man natürlich so lange aufsetzen, bis endlich dieses Ziel vollständig erreicht ist. Bis dahin dürfen "Experten" jeden Unsinn zusammentragen. Verwunderlich, daß noch niemand den CO2-Beitrag eines A380 mit einem eBike verglichen hat. Immerhin, die Anregung gibt es jetzt doch!



Das könnte daran liegen, dass mit dem A380 gleichzeitig bis zu 800 Passagiere plus Crew, Charterversion, bis zu 15 000km, einfache Strecke, weit befördert werden. Da wird sich ein Vergleich schwer darstellen lassen.
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Re: Jamaika: Die neue Bundesregierung

Beitragvon jorikke » Di 14. Nov 2017, 15:43

JJazzGold hat geschrieben:(14 Nov 2017, 14:52)

Das könnte daran liegen, dass mit dem A380 gleichzeitig bis zu 800 Passagiere plus Crew, Charterversion, bis zu 15 000km, einfache Strecke, weit befördert werden. Da wird sich ein Vergleich schwer darstellen lassen.


Der Energieverbrauch pro Person und km wäre für einen Vergleich das kleinere Problem.
Schwierig wird der Vergleich erst, wenn man den A380 für den Weg zur Arbeit benutzt und - angekommen - dann mit dem Parkplatzproblem konfrontiert wird.
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Re: Jamaika: Die neue Bundesregierung

Beitragvon JJazzGold » Di 14. Nov 2017, 15:45

jorikke hat geschrieben:(14 Nov 2017, 15:43)

Der Energieverbrauch pro Person und km wäre für einen Vergleich das kleinere Problem.
Schwierig wird der Vergleich erst, wenn man den A380 für den Weg zur Arbeit benutzt und - angekommen - dann mit dem Parkplatzproblem konfrontiert wird.


Oder zum Einkaufen. ;)

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Re: Jamaika: Die neue Bundesregierung

Beitragvon frems » Di 14. Nov 2017, 16:12

jorikke hat geschrieben:(11 Nov 2017, 18:19)
In der Öffentlichkeit kommt Habeck sympathisch, eloquent, ehrlich und offen rüber.

Deshalb spielt er jetzt schon wieder mit dem Feuer. :|

 Schleswig-Holsteins Umweltminister Robert Habeck strebt mit seinen norddeutschen Kollegen eine klare Verringerung der Schadstoffausstöße durch Kreuzfahrt- und andere Schiffe in den Häfen an. [...]

"Dass Schiffe im Hafen Dieselmotoren laufen lassen, ist schlecht für die Luft und fürs Klima und nicht mehr zeitgemäß", sagte Habeck am Montag der Deutschen Presse-Agentur.
Viel sinnvoller und umweltfreundlicher sei es, Strom aus Erneuerbaren Energien zu nutzen. "Die Landstromversorgung sollte Standard werden", sagte Habeck vor der Umweltministerkonferenz in Potsdam, die an diesem Donnerstag beginnt. Bisher gibt es keine Anreize für Hafengesellschaften, alternative Stromversorgungsformen zu nutzen. Selbst bestehende Einrichtungen werden nur wenig genutzt, da der Strom vom Land wesentlich teurer ist als der Strom, den die Schiffe mit ihren Dieselmotoren selbst erzeugen. [...]

Auch die Hafengesellschaften könnten zur Luftreinhaltung beitragen, indem sie beispielsweise für Schiffe, die alternative Formen der Stromversorgung nutzen, die Hafengebühren reduzieren. Außerdem muss sich die Bundesregierung nach Ansicht der norddeutschen Umweltminister dafür einsetzen, dass in Hoheitsgewässern der EU-Staaten einheitliche Umweltstandards für Schiffsemissionen gelten. Dies könne etwa dadurch erreicht werden, dass in EU-Gewässern einheitlich die in den Schwefelemissions-Überwachungsgebieten geltenden Maximalwerte für Schwefelgehalt in Schiffsbrennstoffen eingehalten werden müssen.

https://www.abendblatt.de/hamburg/artic ... ahrer.html
Labskaus!

Ob Mailand oder Madrid -- Hauptsache Europa.
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Re: Jamaika: Die neue Bundesregierung

Beitragvon jorikke » Di 14. Nov 2017, 16:22

frems hat geschrieben:(14 Nov 2017, 16:12)

Deshalb spielt er jetzt schon wieder mit dem Feuer. :|


https://www.abendblatt.de/hamburg/artic ... ahrer.html


Sag ich doch, guter Mann.
...der tut was.
(Seine Kollegen hat er schon überzeugt, jetzt bist du dran.)
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Re: Jamaika: Die neue Bundesregierung

Beitragvon frems » Di 14. Nov 2017, 16:53

jorikke hat geschrieben:(14 Nov 2017, 16:22)

Sag ich doch, guter Mann.
...der tut was.
(Seine Kollegen hat er schon überzeugt, jetzt bist du dran.)

Ja, die Kollegen sind überzeugt:

Trittin: "Für die Grünen steht es 0:10" (http://www.tagesspiegel.de/politik/ex-u ... 71340.html)

Aber dann nicht wundern, wenn er mal einen Autounfall haben sollte.
Labskaus!

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Re: Jamaika: Die neue Bundesregierung

Beitragvon Alpha Centauri » Di 14. Nov 2017, 18:59

H2O hat geschrieben:(14 Nov 2017, 12:36)

Das ist nur mehr Text, macht aber die Sache nicht richtiger! Es geht darum, daß schon Kinder durch Fehlernährung und Bewegungsmangel in die Volkskrankheit Diabetes 2 hinein leben. Und da ist dann auch nichts mehr rückgängig zu machen, wenn Blutgefäße und durchblutete Organe den Dienst verweigern. Ich bin nun gar kein Fachmann für diese Zeiterscheinung, nehme aber die sich häufenden Warnungen der Fachärzte angesichts der Statistik bitter ernst. Schließlich geht es hier um so lachhafte Dinge wie den "Veggieday" und ähnlich verrückte Gegenmaßnahmen. Alles Quatsch... sicher nicht, wie Sie aus eigener Beobachtung bestätigen.

Ist doch klar, daß man durch sinnvolle Ernährung und maßvolle Bewegung den Allgemeinzustand des Körpers verbessern kann. Aber bei fortgeschrittener Erkrankung muß der liebe Gott der Krankheit ins Handwerk pfuschen, wenn da noch eine Umkehr zu beobachten ist. Ich bleibe bei der Warnung und Mahnung, zumal durch vernünftige Lebensführung diese Erkrankung zu den ganz selten auftretenden Krankheiten zählt.



Naja Diabetes (zumal Typ 2) ist schon ein in seiner Häufigkeit modernes Phänomen" Eine klassische Wohlstandskrankheit, bei den Jägern und Sammlern der Serengeti komischerweise kaum anzutreffen. Hat auch viel mit Überfluss an Nahrung, (dazu kommt noch Mangel bzw. einseitge Ernährung ,MC Donalds, Coca Cola, Nutella und CO) gepaart mit einem zumeist bewegungsfeindlichen bequemen Lebensstil( Smartphone,Fernseher,Auto) zu tun.
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Re: Jamaika: Die neue Bundesregierung

Beitragvon H2O » Di 14. Nov 2017, 19:45

Alpha Centauri hat geschrieben:(14 Nov 2017, 18:59)

Naja Diabetes (zumal Typ 2) ist schon ein in seiner Häufigkeit modernes Phänomen" Eine klassische Wohlstandskrankheit, bei den Jägern und Sammlern der Serengeti komischerweise kaum anzutreffen. Hat auch viel mit Überfluss an Nahrung, (dazu kommt noch Mangel bzw. einseitge Ernährung ,MC Donalds, Coca Cola, Nutella und CO) gepaart mit einem zumeist bewegungsfeindlichen bequemen Lebensstil( Smartphone,Fernseher,Auto) zu tun.


Genau so sieht die Sache aus; deshalb rate ich uns allen zu energischer Gegenwehr. Tatsächlich ist es auch noch so, daß "bildungsferne Kreise" von dieser Seuche weitaus stärker betroffen sind. Wie man diese Menschen durch Aufklärung erreichen will, damit sie wenigstens ihre Kinder vernünftig ernähren... mir ein Buch mit 7 Siegeln. Vielleicht hilft ein wenig die inzwischen wohl beschlossene Ganztagsschule mit "amtlicher Verpflegung"?
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Re: Jamaika: Die neue Bundesregierung

Beitragvon Sole.survivor@web.de » Di 14. Nov 2017, 19:53

Kantinenessen ist selten die kalorienarme Vitaminbombe.
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Re: Jamaika: Die neue Bundesregierung

Beitragvon Alpha Centauri » Di 14. Nov 2017, 23:26

Sole.survivor@web.de hat geschrieben:(14 Nov 2017, 19:53)

Kantinenessen ist selten die kalorienarme Vitaminbombe.


Genau hierin liegt ja ein Teil des Problem zumindest was die Zuckerkrankheit angeht. Übermäßige Zucker- und Kalorien Zufuhr ( Nutella,Tiefkühlpizza,Wurst, Coca Cola und der ganze Schrott)bei gleichzeitigen Bewegungsmangel ( Smartphone,.Fernseher Auto )

Der menschliche Körper ist doch in Wahrheit überhaupt nicht für bequeme Überflussgesellschaft ( Essen rund um die Uhr verfügbar) gemacht, auch wenn dass viel nicht wahr haben wollen. Das Endergebnis kann man ja weltweit gehäuft bestaunen. Die Verfettung der Welt, mit der Verwestlichung der Ernährungsgewohnheiten ( z.b.China, Japan) steigt die Verbreitung von.Diabetes Typ 2 an,Zufall?????

Wohl eher nicht.
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Re: Jamaika: Die neue Bundesregierung

Beitragvon DarkLightbringer » Mi 15. Nov 2017, 03:37

Zinnamon hat geschrieben:(14 Nov 2017, 07:28)

Da soll man wahrscheinlich auch noch dankbar sein ..für das sich Abzeichnen eines Kompromisses bei der Reformierung der nur allzu häufig in letzter Zeit fehlerhaften Terrorabwehr? Wenn man seine Hausaufgaben angesichts der sich nicht erst seit gestern ändernen Terrorlage gemacht hätte, dann hätten wir diesen Kompromiss bereits seit Anis Amri.

Nun sind ja Terroranschläge auch schon verhindert worden, was allerdings kaum eine mediale Bedeutung hat. Die Sicherheitspräsenzen müssen verstärkt werden, was teils auch schon geschieht - Polizei und Geheimdienste bekommen mehr Stellen. Zum andern ist die internationale Zusammenarbeit wichtig, um die Hauptquartiere der Terrororganisationen effektiv anzugehen. Das Engagement an der Südflanke Europas muss verstärkt werden.

Ganz ohne Parteikalkül und Verteidigung der eigenen Pfründe einfach mal an einem Strang ziehen ..auch heute noch keine Selbstverständlichkeit, wie die Koalitionsverhandlungen (ach nein, es sind ja bisher bloss Sondierungen) nahezu täglich belegen. Hier schachern Funktionäre, denen die eigene Partei immer wichtiger sein wird als das Wohl des Gesamten und der Anspruch des Wahlvies auf eine zeitnah erstellte, effiziente neue Regierung.

Richtig, das Gemeinwohl sollte bewußt gemacht werden. Die Parteien brauchen die Zustimmung ihrer jeweiligen Anhänger und gerade die sind nur selten bereit, etwas anderes als Partikularinteressen zu sehen.

Wenn Jamaika dann endlich existiert, dann nur weil man die Aussenwirkung und das Risiko bei Neuwahlen wohl richtig einschätzt.
Auch wenn natürlich das gesamte "Team" zählt, muss der Dank dafür wohl an vorderer Stelle an die CSU gehen, die man in ihrer Eigenschaft als Interessenvertretung eines einzigen Bundeslandes mE durchaus als Provinzpartei bezeichnen könnte. Bezeichnend hier auch 6%nochwas - Dobrindts Bemerkung -sinngemäss- dass man sich von einer 8%nochwas Partei (wie den Grünen) ja wohl nichts vorschreiben lassen könne.

Man könnte die Balkon-Politik allerdings auch positiv sehen. Die Aufmerksamkeit ist groß und es geht - anders als im Wahlkampf - vorwiegend im Inhalte und Details. Nur die Opposition ist verständlicherweise etwas unzufrieden, sie hat sozusagen keinen Balkon.
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