Jamaika: Die neue Bundesregierung

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JJazzGold
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Re: Jamaika: Die neue Bundesregierung

Beitragvon JJazzGold » Mo 13. Nov 2017, 14:09

relativ hat geschrieben:(13 Nov 2017, 13:56)

Mal schauen was sich die bildungspolitischen Ankündigungsweltmeister diesmal als ultimativen Bildungsfortschritt , welches sich bei genauer Betrachtung evtl. wieder als riesigens bildungspolitisches Sparprogramm outet, einfallen lassen. :D
Ich kenne diese Bildungsprogramme noch aus NRW. Die waren echt töfte, vorallem die Namensgebungen für diese Sparprogramme fand ich toll.


Was genau ist am FDP Bildungsthema als Sparprogramm zu betrachten?
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Re: Jamaika: Die neue Bundesregierung

Beitragvon pikant » Mo 13. Nov 2017, 14:18

nur noch einer blockiert und das ist die CSU, die kleinste Frakion im Bundestag

http://www.n-tv.de/politik/Jetzt-blocki ... 29760.html

'Unsere Positionen sind unverrueckbar - Dobrindt CSU

mit sei einer Einstellung kann natuerlich Jamaika nicht gelingen, aber bei der CSU ist ja seit einiger Zeit nichts mehr unverrueckbar und die blasen die Backen ja immer auf :)
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relativ
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Re: Jamaika: Die neue Bundesregierung

Beitragvon relativ » Mo 13. Nov 2017, 14:21

JJazzGold hat geschrieben:(13 Nov 2017, 14:09)

Was genau ist am FDP Bildungsthema als Sparprogramm zu betrachten?

Ja weil sie immer wieder Bildung angekündigt wird und wurde und meist ein Sparprogramm in der Bildung rauskam/kommt.
Wie gesagt gilt ja nicht nur für die FDP, aber bei der ist es mir nunmal in NRW mit der CDU arg aufgefallen.
Aber zurück zur CSU, man mus sich nicht größer, bedeutender machen als sie ist, oder sie sich gerne selber macht. Bundespolitisch eher eine kleine "Regionalmacht".
Das Banale braucht man nicht zu schälen.
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Re: Jamaika: Die neue Bundesregierung

Beitragvon pikant » Mo 13. Nov 2017, 14:26

relativ hat geschrieben:(13 Nov 2017, 14:21)

Aber zurück zur CSU, man mus sich nicht größer, bedeutender machen als sie ist, oder sie sich gerne selber macht. Bundespolitisch eher eine kleine "Regionalmacht".


und auch in Bayern stabil unter 40% in den Umfragen und diese Partei schafft es nun offenbar auch nicht mehr in Bayern absolute Mehrheiten zu erreichen.
da nur den Grund auf Berlin und Merkel zu schieben ist billig und viel zu kurz gedacht.
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Re: Jamaika: Die neue Bundesregierung

Beitragvon relativ » Mo 13. Nov 2017, 14:32

pikant hat geschrieben:(13 Nov 2017, 14:26)

und auch in Bayern stabil unter 40% in den Umfragen und diese Partei schafft es nun offenbar auch nicht mehr in Bayern absolute Mehrheiten zu erreichen.
da nur den Grund auf Berlin und Merkel zu schieben ist billig und viel zu kurz gedacht.

Tja die Zeiten wo man nur mit Parolen und guter Wirtschaftskonjunktur, absolute Mehrheiten holt sind eben auch in Bayern vorbei.
Das Banale braucht man nicht zu schälen.
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Re: Jamaika: Die neue Bundesregierung

Beitragvon CaptainJack » Mo 13. Nov 2017, 14:34

relativ hat geschrieben:(13 Nov 2017, 12:22)

Wieso, weil diese nix von ner Obergrenze wissen will? Das die CSU die letzte Hoffung sein soll, sehe ich gar nicht so, schon gar nicht bei den mom. Personal, welches da in die Kameras sprechen darf.
Normalerweise sehe ich das auch nicht so. Aber so weit ist es schon gekommen.
H2O hat geschrieben:
Vieles ist in unserem Gemeinwesen solidarisch angelegt; so auch die Krankenversicherung. Duch Fehlernährung entstehen erhebliche Kosten, um junge Menschen mit Diabetes am Leben zu halten. Das bedeutet "lebenslänglich"... für alle!
So makaber es klingt. Es ist eher eine Gewinnsituation .... für alle. Ebenso wie z.B. bei Alkohol, Rauchen usw. wird das kompensiert durch die geringere Lebenserwartung (z.B. Rente). .... wie geschrieben, "makaber".
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Re: Jamaika: Die neue Bundesregierung

Beitragvon DarkLightbringer » Mo 13. Nov 2017, 16:15

H2O hat geschrieben:(13 Nov 2017, 08:35)

Was soll denn diese Nachfrage? Meine Erklärung finde ich auch nach 3. Lesung klar: CO2-Prozesse von der Wiege bis zur Bahre vergleichbarer Fahrzeuge. Mit Rücksicht auf 30% erneuerbaren Energieanteil und künftig einmal 100% erneuerbare.

Wenn Sie so weiter machen, dann kommt tatsächlich ein Mensch mit nassem Handtuch bei Ihnen vorbei :D

Also, E-Autos hätten unter optimalen Bedingungen im so gedachten Zeitraum bei günstiger Berechnung nur 40 % CO2-Emission gegenüber einem kleinen Mittelklasse-Wagen auf Verbrennungsbasis im Vergleich. Das mag so sein und ist vielleicht irgendwann so, ist aber derzeit nicht absehbar.
Das Enddatum ist in den Verhandlungen ja wohl auch gekippt worden. Kretschmann kann sich beruhigt zurück lehnen.

Die reale Ist-Situation scheint eher so auszusehen:
Das heißt, ein SUV mit Elektromotor trägt unter dem Strich einen größeren CO2-Rucksack als ein kleiner Mittelklassewagen mit Benzin oder Dieselantrieb. Das liegt zum einen an der Herstellung der Akkus, erklärt Prof. Udo Becker, Verkehrsökologe an der TU Dresden: "Ja, in der Produktion verbrauchen die wirklich unglaublich viel Energie." Und da ist zum anderen die Energie, aus der unser heutiger Strom hergestellt wird: "Solange wir den Strom mit ganz normalen, also auch mit unseren sächsischen Braunkohlekraftwerken erzeugen, haben die auch keinen Klimaschutzbeitrag. Elektroautos sind zum jetzigen Zeitpunkt nicht die Lösung, das ist tatsächlich so."
https://www.mdr.de/nachrichten/wirtscha ... os100.html
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Re: Jamaika: Die neue Bundesregierung

Beitragvon DarkLightbringer » Mo 13. Nov 2017, 16:26

H2O hat geschrieben:(13 Nov 2017, 08:39)

Wenn der Pastor immer früher die Lieben mit Gesang begleitet, dann kommen vermutlich auch ganz hartnäckige Ernährer zu neuen Einsichten. Oder Verfassungsgerichte.

Glaube, wir haben in diesem Strang erfahren, dass die Lebenserwartung im schwäbischen Ländle ganz gut ist. Das Evangelium muss also umgeschrieben werden.

Alte biblische Erkenntnis: Die Mahnungen der Propheten will keiner hören. Inzwischen redet die Fachwellt von übergewichtigen und diabetischen jungen Leuten als Folge falscher Ernährung und Bewegungsmangels. Und bei Erwachsenen sinkt die Altersgrenze für Diabetes 2 aus dem selben Grunde. Das sind sicher lächerliche Feststellungen... bis man selbst davon betroffen ist. Die gesellschaftlichen Lasten trägt dann die Gemeinschaft.

So lässt sich eine missglückte Kampagne natürlich auch deuten. Denke aber, die Grünen lernen durchaus auch mal dazu. Jedenfalls beharrt Göring-Eckhardt in einem Interview (u. a. zum Thema Agenda 2020) nicht auf Rechthaberei, vielleicht ist sie ja weniger päpstlich, wie man annehmen möchte.
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Re: Jamaika: Die neue Bundesregierung

Beitragvon DarkLightbringer » Mo 13. Nov 2017, 16:45

Die Zustimmung zum Jamaika-Bündnis steigt wieder in der Bevölkerung, die FDP profitiert stark, CSU-Werte schwächeln aber.

https://www.welt.de/politik/deutschland ... ahren.html

Das wäre ein guter Zeitpunkt, um zu verkünden, dass die Kuh vom Eis ist. Mit "Kuh" ist nicht etwa Seehofer gemeint, denn der wäre ja das "Rind".
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Re: Jamaika: Die neue Bundesregierung

Beitragvon H2O » Mo 13. Nov 2017, 18:58

CaptainJack hat geschrieben:(13 Nov 2017, 14:34)

Normalerweise sehe ich das auch nicht so. Aber so weit ist es schon gekommen.
So makaber es klingt. Es ist eher eine Gewinnsituation .... für alle. Ebenso wie z.B. bei Alkohol, Rauchen usw. wird das kompensiert durch die geringere Lebenserwartung (z.B. Rente). .... wie geschrieben, "makaber".


Allgemein geringere Lebenserwartung? Da sind Sie Ihrer Logik aufgesessen! Durch die Fortschritte der Medizin steigt unser Lebenserwartung. Aber die Dauer unserer Abhängigkeit von Pflegemaßnahmen wächst mit. Einmal. weil "normale Alte" länger leben, mit Pflegebedürftigkeit, und zweitens, weil eine Art Frühvergreisung durch schwere Zivilisationskrankheiten einsetzt, mit ärztlicher Versorgung in jungen Jahren und vorzeitigem Pflegebedarf. Das sind Kosten, die kaum zu erwirtschaften sind.
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Re: Jamaika: Die neue Bundesregierung

Beitragvon H2O » Mo 13. Nov 2017, 19:14

DarkLightbringer hat geschrieben:(13 Nov 2017, 16:15)

Also, E-Autos hätten unter optimalen Bedingungen im so gedachten Zeitraum bei günstiger Berechnung nur 40 % CO2-Emission gegenüber einem kleinen Mittelklasse-Wagen auf Verbrennungsbasis im Vergleich. Das mag so sein und ist vielleicht irgendwann so, ist aber derzeit nicht absehbar.
Das Enddatum ist in den Verhandlungen ja wohl auch gekippt worden. Kretschmann kann sich beruhigt zurück lehnen.

Die reale Ist-Situation scheint eher so auszusehen:
https://www.mdr.de/nachrichten/wirtscha ... os100.html


So kann man eine Aussage auch verbiegen! In "meinem" Vergleich hatte man ganz bescheiden zwei
Kleinwagen mit Verbrennungsmotor oder Elektroantrieb betrachtet, von der Rohstoffgewinnung über die Nutzung bis zur Verschrottung. Der Batterie gab man dort 10 Jahre Lebensdauer.

Verglichen wurde die derzeitige Lage mit 30% Ökostrom und die künftige Lage 100% Ökostrom.

Aber wir verhakeln uns hier ohnehin auf einem Nebenkriegsschauplatz. Der massenhafte Bedarf an Pendlerfahrzeugen führt in den Wahnsinn. Mit dem Abgasdreck am schnellsten, aber "emissionsfrei" ist eben auch eine Lüge, zu 40% in Zukunft und zu 60% heute. Da muß man schon über den Tellerrand sehen!

Die Sache mit dem Enddatum hatte vermutlich mit den Zusagen der Bundesregierung zur Verminderung der Klimagase zu tun. Zufrieden zurücklehnen werden sich dann nur Leute, die ihre Versprechen nicht halten wollen. Hier hängt so ziemlich alles mit allem zusammen!
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Re: Jamaika: Die neue Bundesregierung

Beitragvon H2O » Mo 13. Nov 2017, 19:23

DarkLightbringer hat geschrieben:(13 Nov 2017, 16:26)

Glaube, wir haben in diesem Strang erfahren, dass die Lebenserwartung im schwäbischen Ländle ganz gut ist. Das Evangelium muss also umgeschrieben werden.


So lässt sich eine missglückte Kampagne natürlich auch deuten. Denke aber, die Grünen lernen durchaus auch mal dazu. Jedenfalls beharrt Göring-Eckhardt in einem Interview (u. a. zum Thema Agenda 2020) nicht auf Rechthaberei, vielleicht ist sie ja weniger päpstlich, wie man annehmen möchte.


Ach, die Geschichte mit der Rechthaberei hat doch immer 2 Seiten: Recht haben und Recht bekommen. Der Hort aller Weisheit hat fast 500 Jahre gebraucht, um sich bei Galileo bußfertig zu entschuldigen. So kann es auch mit vielen grünen Erkenntnissen gehen. Nur ging es vor 500 Jahren ums Grundsätzliche, während wir heute über Fragen von Sein oder Untergang streiten.
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Re: Jamaika: Die neue Bundesregierung

Beitragvon CaptainJack » Mo 13. Nov 2017, 19:33

H2O hat geschrieben:(13 Nov 2017, 18:58)

Allgemein geringere Lebenserwartung? Da sind Sie Ihrer Logik aufgesessen! Durch die Fortschritte der Medizin steigt unser Lebenserwartung. Aber die Dauer unserer Abhängigkeit von Pflegemaßnahmen wächst mit. Einmal. weil "normale Alte" länger leben, mit Pflegebedürftigkeit, und zweitens, weil eine Art Frühvergreisung durch schwere Zivilisationskrankheiten einsetzt, mit ärztlicher Versorgung in jungen Jahren und vorzeitigem Pflegebedarf. Das sind Kosten, die kaum zu erwirtschaften sind.
Und trotzdem sind z.B. die Raucher noch ein "Plusgeschäft". Wie es bei anderen Krankheiten ist, müsste man mal überprüfen. Das hat aber mit diesem Thread nichts zu tun.
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Re: Jamaika: Die neue Bundesregierung

Beitragvon H2O » Mo 13. Nov 2017, 19:57

CaptainJack hat geschrieben:(13 Nov 2017, 19:33)

Und trotzdem sind z.B. die Raucher noch ein "Plusgeschäft". Wie es bei anderen Krankheiten ist, müsste man mal überprüfen. Das hat aber mit diesem Thread nichts zu tun.


Ich bin ziemlich sicher, daß Diabetes eine nicht umkehrbare Erkrankung mit sehr vielen Nebenerkrankungen ist. Diese Krankheit ist zur Volksseuche geworden, weil sie durch unsere Lebensweise gefördert wird. Früher erwischte sie den einen oder anderen Unglücksraben, meist im Alter zusammen mit anderem Organversagen. Heute erwischt sie leider schon Kinder und Heranwachsende. Das ist der Unterschied! Aufwachen!!!!
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Re: Jamaika: Die neue Bundesregierung

Beitragvon Cat with a whip » Mo 13. Nov 2017, 22:23

DarkLightbringer hat geschrieben:(13 Nov 2017, 16:45)

Die Zustimmung zum Jamaika-Bündnis steigt wieder in der Bevölkerung, die FDP profitiert stark, CSU-Werte schwächeln aber.

https://www.welt.de/politik/deutschland ... ahren.html

Das wäre ein guter Zeitpunkt, um zu verkünden, dass die Kuh vom Eis ist. Mit "Kuh" ist nicht etwa Seehofer gemeint, denn der wäre ja das "Rind".


CSU schiesst aktuell wieder quer. Stimmt, die kann keiner leiden. Nur eklige Menschen.

Die Grünen bleiben beim Kohleausstieg tough, alles andere wäre ja ein Witz.

http://www.zeit.de/politik/deutschland/ ... leausstieg
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Re: Jamaika: Die neue Bundesregierung

Beitragvon DarkLightbringer » Di 14. Nov 2017, 04:03

H2O hat geschrieben:(13 Nov 2017, 19:14)

So kann man eine Aussage auch verbiegen! In "meinem" Vergleich hatte man ganz bescheiden zwei
Kleinwagen mit Verbrennungsmotor oder Elektroantrieb betrachtet, von der Rohstoffgewinnung über die Nutzung bis zur Verschrottung. Der Batterie gab man dort 10 Jahre Lebensdauer.
Verglichen wurde die derzeitige Lage mit 30% Ökostrom und die künftige Lage 100% Ökostrom.
Aber wir verhakeln uns hier ohnehin auf einem Nebenkriegsschauplatz. Der massenhafte Bedarf an Pendlerfahrzeugen führt in den Wahnsinn. Mit dem Abgasdreck am schnellsten, aber "emissionsfrei" ist eben auch eine Lüge, zu 40% in Zukunft und zu 60% heute. Da muß man schon über den Tellerrand sehen!
Die Sache mit dem Enddatum hatte vermutlich mit den Zusagen der Bundesregierung zur Verminderung der Klimagase zu tun. Zufrieden zurücklehnen werden sich dann nur Leute, die ihre Versprechen nicht halten wollen. Hier hängt so ziemlich alles mit allem zusammen!

Die Schönrechnerei machen halt nicht alle mit, nicht mal das Bundesumweltamt.
Das heißt, ein SUV mit Elektromotor trägt unter dem Strich einen größeren CO2-Rucksack als ein kleiner Mittelklassewagen mit Benzin oder Dieselantrieb.
https://www.mdr.de/nachrichten/wirtscha ... os100.html

Aber ich sehe ein, es wird zumindest einen Mythos brauchen. Vielleicht wieder Solaranlagen-Förderung mit Zieldatum 2026. Das würde für zwei Wahlen reichen und ließe sich als Sonnenschein-Politik verkaufen - Ihr blinzelnder Blick über den Tellerrand.

Aber stimmt, die Jamaika-Karawane ist längst weiter gezogen, in der Balkonia-Soap läuft demnächst "Die Woche der Entscheidung". Die Union signalisiert Entgegenkommen, aber was wird Titan Trittin machen? Wir bleiben dran und fiebern mit.
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Re: Jamaika: Die neue Bundesregierung

Beitragvon DarkLightbringer » Di 14. Nov 2017, 04:44

H2O hat geschrieben:(13 Nov 2017, 19:23)

Ach, die Geschichte mit der Rechthaberei hat doch immer 2 Seiten: Recht haben und Recht bekommen. Der Hort aller Weisheit hat fast 500 Jahre gebraucht, um sich bei Galileo bußfertig zu entschuldigen. So kann es auch mit vielen grünen Erkenntnissen gehen. Nur ging es vor 500 Jahren ums Grundsätzliche, während wir heute über Fragen von Sein oder Untergang streiten.

Nur ist ja Göring-Eckhardt die Theologin und die Gemahnung zur Abkehr von fleischlicher Lust erinnert in der Tat an ältere Vorläufer, die den Untergang der Welt nahen sahen, wenn man denn nicht Buße tue. Die Ketzer stehen allerdings mit auf dem Balkon.
Das ist ja auch das Spannende daran, Evangelisten, Ketzer und Säkulare verhandeln über den Fortgang der Welt. Ein lutheranischer Kompromiss zeichnet sich beim Thema Innere Sicherheit ab - das Gemeinsame Terrorabwehrzentrum soll reformiert werden.
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Re: Jamaika: Die neue Bundesregierung

Beitragvon Zinnamon » Di 14. Nov 2017, 07:14

H2O hat geschrieben:(13 Nov 2017, 19:57)

Ich bin ziemlich sicher, daß Diabetes eine nicht umkehrbare Erkrankung mit sehr vielen Nebenerkrankungen ist. Diese Krankheit ist zur Volksseuche geworden, weil sie durch unsere Lebensweise gefördert wird. Früher erwischte sie den einen oder anderen Unglücksraben, meist im Alter zusammen mit anderem Organversagen. Heute erwischt sie leider schon Kinder und Heranwachsende. Das ist der Unterschied! Aufwachen!!!!


Nein, das ist nicht der Unterschied. Weil du es beständig wiederholst muss ich hier einfach mal reinspammen. Es gibt essentielle Unterschiede zwischen Diabitis Typ 1 und Typ 2. Letztere wird unter anderem durch falsche Ernährung begünstigt, jedenfalls ist sie erworben. Sie tritt in der Regel in fortgeschrittenerem Alter auf und kann bei weniger schweren Fällen/im Angangsstadium auch gut durch eine blosse Ernährungsumstellung beeinflusst werden. Früher wurde sie auch Altersdiabetis genannt aber seit dem hat sich unsere Ernährung wohl ziehmlich geändert.. . Apropos unumkehrbar ..ich kenne jemand, der eine nicht mal insulinpflichtige Diabetis Typ 2 hatte, die nichts desto trotz zu Neuropathie und sehr schlecht heilenden Wunden an den Füssen geführt hatte. Verschwunden war sie durch eine (zu) starke Gewichtsreduktion. Sie kam aber auch nicht wieder, trotz einer (notwendigen) Gewichtszunahme von fast zwei Kleidergrössen, seit dem ich die Geschicke in Punkto Essen lenke. Zuckerlangzeitwert annähernd und konstant perfekt.

Die Diabetis die bereits in sehr jungen Jahren auftritt, ist Typ 1, eine Autoimmunerkrankung, die die Bauchspeicheldrüse angreift. Da hilft auch kein Sparen mit Zucker und die schlimmen "Nebenwirkungen" der Erkrankung, wie Amputationen, Blindheit, Impotenz ecetera können bei schweren Fällen bereits in einem Alter auftreten in dem andere noch das eine oder andere Jahrzehntchen auf ihre erworbene Diabetis hinarbeiten müssen

Bei beiden Typen kann der Schweregrad der Erkrankung natürlich völlig unterschiedlich sein. Typ 1 kommt allerdings in Vergleich zu Typ 2 seltener vor.
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Re: Jamaika: Die neue Bundesregierung

Beitragvon Zinnamon » Di 14. Nov 2017, 07:28

DarkLightbringer hat geschrieben:(14 Nov 2017, 04:44)

(..)
Das ist ja auch das Spannende daran, Evangelisten, Ketzer und Säkulare verhandeln über den Fortgang der Welt. Ein lutheranischer Kompromiss zeichnet sich beim Thema Innere Sicherheit ab - das Gemeinsame Terrorabwehrzentrum soll reformiert werden.


Da soll man wahrscheinlich auch noch dankbar sein ..für das sich Abzeichnen eines Kompromisses bei der Reformierung der nur allzu häufig in letzter Zeit fehlerhaften Terrorabwehr? Wenn man seine Hausaufgaben angesichts der sich nicht erst seit gestern ändernen Terrorlage gemacht hätte, dann hätten wir diesen Kompromiss bereits seit Anis Amri.

Ganz ohne Parteikalkül und Verteidigung der eigenen Pfründe einfach mal an einem Strang ziehen ..auch heute noch keine Selbstverständlichkeit, wie die Koalitionsverhandlungen (ach nein, es sind ja bisher bloss Sondierungen) nahezu täglich belegen. Hier schachern Funktionäre, denen die eigene Partei immer wichtiger sein wird als das Wohl des Gesamten und der Anspruch des Wahlvies auf eine zeitnah erstellte, effiziente neue Regierung.

Wenn Jamaika dann endlich existiert, dann nur weil man die Aussenwirkung und das Risiko bei Neuwahlen wohl richtig einschätzt.

Auch wenn natürlich das gesamte "Team" zählt, muss der Dank dafür wohl an vorderer Stelle an die CSU gehen, die man in ihrer Eigenschaft als Interessenvertretung eines einzigen Bundeslandes mE durchaus als Provinzpartei bezeichnen könnte. Bezeichnend hier auch 6%nochwas - Dobrindts Bemerkung -sinngemäss- dass man sich von einer 8%nochwas Partei (wie den Grünen) ja wohl nichts vorschreiben lassen könne.
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Re: Jamaika: Die neue Bundesregierung

Beitragvon Alexyessin » Di 14. Nov 2017, 11:12

Zinnamon hat geschrieben:(14 Nov 2017, 07:28)

Da soll man wahrscheinlich auch noch dankbar sein ..für das sich Abzeichnen eines Kompromisses bei der Reformierung der nur allzu häufig in letzter Zeit fehlerhaften Terrorabwehr? Wenn man seine Hausaufgaben angesichts der sich nicht erst seit gestern ändernen Terrorlage gemacht hätte, dann hätten wir diesen Kompromiss bereits seit Anis Amri.

Ganz ohne Parteikalkül und Verteidigung der eigenen Pfründe einfach mal an einem Strang ziehen ..auch heute noch keine Selbstverständlichkeit, wie die Koalitionsverhandlungen (ach nein, es sind ja bisher bloss Sondierungen) nahezu täglich belegen. Hier schachern Funktionäre, denen die eigene Partei immer wichtiger sein wird als das Wohl des Gesamten und der Anspruch des Wahlvies auf eine zeitnah erstellte, effiziente neue Regierung.

Wenn Jamaika dann endlich existiert, dann nur weil man die Aussenwirkung und das Risiko bei Neuwahlen wohl richtig einschätzt.

Auch wenn natürlich das gesamte "Team" zählt, muss der Dank dafür wohl an vorderer Stelle an die CSU gehen, die man in ihrer Eigenschaft als Interessenvertretung eines einzigen Bundeslandes mE durchaus als Provinzpartei bezeichnen könnte. Bezeichnend hier auch 6%nochwas - Dobrindts Bemerkung -sinngemäss- dass man sich von einer 8%nochwas Partei (wie den Grünen) ja wohl nichts vorschreiben lassen könne.


Viel Wahres dran, was du da schreibst. Vor allem der Satz mit der Jamaika Existenz ist wohl wirklich so. Zum Regieren verdammt.
Der neue Faschismus wird nicht sagen: Ich bin der Faschismus. Er wird sagen: Ich bin kein Nazi, aber...
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