Windkraft hebelt Naturschutzgesetz aus- Vogelshreddern leicht gemacht

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Raskolnikof
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Re: Windkraft hebelt Naturschutzgesetz aus- Vogelshreddern leicht gemacht

Beitragvon Raskolnikof » So 8. Okt 2017, 11:47

Eisvogel hat geschrieben:(08 Oct 2017, 08:47)
Das ist der größte Unfug den man hier wahrscheinlich lesen kann, aber das ist ein anderes Thema..

Auch wenn es OT ist sollte die unbegründete Aussage von Eisvogel, die den Hinweis eines anderen Users als Unsinn abstempelt nicht unbeantwortet bleiben:
Warum ist der Hinweis von Papaloooo Unsinn? Der sich "normal" ernährende Mensch verspeist im Verlauf seines Lebens über 1000 Tiere, ein Vegetarier, der von Kindesbeinen an kein Fleisch verzehrt bestenfalls keines. So gesehen ist die Aussage von Papaloooo schon vollkommen richtig.
Ich bin übrigens nicht Vegetarier, habe aber mein Fleischkonsum drastisch reduziert.

http://www.focus.de/gesundheit/ernaehru ... 70193.html
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Re: Windkraft hebelt Naturschutzgesetz aus- Vogelshreddern leicht gemacht

Beitragvon Eisvogel » So 8. Okt 2017, 12:28

Und nur weil man nicht für den Tod von Tieren in Form von Fleischverzehr verantwortlich ist, heißt das automatisch, dass man für weniger verantwortlich ist ? Sehr dünne Argumentation..klingt ja alles ganz toll und politisch korrekt, lässt sich so pauschal aber nicht beantworten. Und wenn man das ganze zu Ende spinnt IST das vollkommener Unsinn. Ich akzeptiere Vegetarier und auch Veganer, es kann und soll sich jeder ernähren wie er will, das nur nebenbei.
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Re: Windkraft hebelt Naturschutzgesetz aus- Vogelshreddern leicht gemacht

Beitragvon Raskolnikof » So 8. Okt 2017, 12:49

Eisvogel hat geschrieben:(08 Oct 2017, 13:28)

Und nur weil man nicht für den Tod von Tieren in Form von Fleischverzehr verantwortlich ist, heißt das automatisch, dass man für weniger verantwortlich ist ?

Ja, das meine ich. Jeder trägt eben auf seine Art dazu bei den Tod von Tieren zu minimieren. Andere gehen auf die Strasse und demonstrieren gegen Massentierhaltung, Tierquälerei oder Tierversuche. Jeder eben auf seine Art. Vergesse bitte nicht, dass Vegetarier und Veganer sehr häufig aus Gründen des Tierschutzes auf Fleischkonsum verzichten und gerade unter ihnen der Anteil von aktiven Tierschützern sehr hoch ist.
So, das sollte es aber nun auch wohl sein. Ist nicht ganz das Thema.
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Re: Windkraft hebelt Naturschutzgesetz aus- Vogelshreddern leicht gemacht

Beitragvon Raskolnikof » So 8. Okt 2017, 12:50

Um zum Eingangsthema zurück zu kommen:
1. Die Menschheit benötigt Energie. Das dürfte unbestritten sein.
2. Es gibt saubere Möglichkeiten der Energiegewinnung wie Photovoltaik, Wasser- und Windkraft (letztere allerdings teils sehr umweltschädlich), Erdwärmenutzung, Gezeitenkraftwerk, solare Warmwasserbereitung…
3. Es gibt „schmutzige“, nicht mehr zeitgemäße Möglichkeiten der Energiegewinnung wie die aus Kohle, Kernkraft und auch Gas (da nicht emissionsfrei und nicht regenerativ)

Wenn die Menschheit nicht irgendwann in ihrem selbst erzeugten Smog ersticken will müssen wir insbesondere im Interesse unserer Kinder, Enkel und Urenkel umdenken und zwar rasch. Das tun wir ja auch bereits und das ist gut so. Ansonsten haben wir auch bei uns irgendwann Verhältnisse wie in der dreckigsten Städten der Welt wie z.B. in Zabol im Iran, Norilsk in Russland oder Gwalior in Indien.

Allerdings ist es so, dass auch regenerative Energiequellen ihren Tribut fordern. Bei Windkraftanlagen sind das viele Vögel, die insbesondere auf ihren Wanderungen in großen Schwärmen gefährdet sind, wenn ihr Weg riesige Windparks queren.

Ich will das Problem nicht kleinreden und es ist gut, wenn Vogelschützer auf die Gefahren für die Zugvögel hinweisen, damit ggf. derartige Gefahren durch entsprechende Standortanalysen bei der Planung großer Windparks berücksichtigt werden.
Dennoch darf aber der Schutz von einigen hundert oder tausend? Zugvögel nicht dazu führen, dass wir uns bei der Energiegewinnung selbst die Hände binden. Ziel muss es sein, eine für alle Lebewesen akzeptable Lösung zu finden. Ich wünsche mir jedenfalls keine Lösung wie in Russland, Indien oder China, wo es in den großen Industriestädten und dessen Umfeld schon lange keine oder kaum noch Vögel gibt.

Ja, Windkraftanlagen sind nicht Vogelfreundlich. Und dennoch brauchen wir sie dringend!
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Re: Windkraft hebelt Naturschutzgesetz aus- Vogelshreddern leicht gemacht

Beitragvon Eisvogel » So 8. Okt 2017, 12:59

Raskolnikof hat geschrieben:(08 Oct 2017, 13:49)

Ja, das meine ich. Jeder trägt eben auf seine Art dazu bei den Tod von Tieren zu minimieren. Andere gehen auf die Strasse und demonstrieren gegen Massentierhaltung, Tierquälerei oder Tierversuche. Jeder eben auf seine Art. Vergesse bitte nicht, dass Vegetarier und Veganer sehr häufig aus Gründen des Tierschutzes auf Fleischkonsum verzichten und gerade unter ihnen der Anteil von aktiven Tierschützern sehr hoch ist.
So, das sollte es aber nun auch wohl sein. Ist nicht ganz das Thema.



Und eben das ist Quatsch und zu kurz gedacht..;). Sollte wohl aber in einem extra Thema diskutiert werden.


Das Problem bei Windkraftanlagen sehe ich nicht nur bei den Vögeln, es wird unter Umweltschutzaspekten die Umwelt zerstört..das ist schon etwas befremdlich. Vor allem weil es etliche, sinnvollere bzw für die Umwelt "bessere" Alternativen gibt. Bei den E-Autos geht man aber genau so "scheinheilig" vor und im Endeffekt geht es auch weniger um Umwelt als um Geld..:).
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Re: Windkraft hebelt Naturschutzgesetz aus- Vogelshreddern leicht gemacht

Beitragvon Dark Angel » So 8. Okt 2017, 13:39

immernoch_ratlos hat geschrieben:(28 Jul 2017, 21:49)

Gibt es für diese Mythen auch irgendwelche Beweise die nicht nur ein "Gefühl" sind :?:

Das sind keine Mythen, sondern Tatsachen.
Guxstu hier und hier und das ist nur eins von vielen Projekten zur Tagebaufolgenutzung.

immernoch_ratlos hat geschrieben:(28 Jul 2017, 21:49)Die erschreckende Konsequenz Deiner Überlegungen wäre ja in einem "endlichen System" (ich halte diesen Planeten für ein "endliches System" was die fossilen Vorräte angeht - die ausnahmslos solaren Ursprungs sind) eines nicht allzu fernen Zeitpunkts - lange bevor die letzte Kohle gefördert, das letzte Erdgas verbrannt und beim Erdöl ist alles was halbwegs leicht erreichbar war ja schon weg - bricht alles zusammen was heute noch unser aller Leben ausmacht. Nun ja, man muss vollkommen ohne irgendwelchen Plan B sein um andere Träumer zu nennen... :thumbup:

Sorry, aber der Zweck heiligt nunmal nicht die Mittel. Nur um alternative/erneuerbare Energien zu erschließen, dürfen Beeinträchtigungen des Ökosystems nicht billigend in Kauf genommen werden.
Auch das Ökosystem Erde ist ein "endliches System", nicht nur die fossilen Energieträger!
Gegen die menschliche Dummheit sind selbst die Götter machtlos.

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Re: Windkraft hebelt Naturschutzgesetz aus- Vogelshreddern leicht gemacht

Beitragvon Raskolnikof » So 8. Okt 2017, 13:58

Eisvogel hat geschrieben:(08 Oct 2017, 13:59)

Und eben das ist Quatsch und zu kurz gedacht..;). Sollte wohl aber in einem extra Thema diskutiert werden.


Das Problem bei Windkraftanlagen sehe ich nicht nur bei den Vögeln, es wird unter Umweltschutzaspekten die Umwelt zerstört..das ist schon etwas befremdlich. Vor allem weil es etliche, sinnvollere bzw für die Umwelt "bessere" Alternativen gibt. Bei den E-Autos geht man aber genau so "scheinheilig" vor und im Endeffekt geht es auch weniger um Umwelt als um Geld..:).

So wie du wiederholt einfach nur mit "Unsinn" oder "Quatsch" argumentierst sagst du jetzt etwas über "sinnvollere bzw. für die Umwelt bessere Alternativen", ohne aber diese zu benennen. Was soll das? Entweder hast du etwas sinnvolles zum Thema beizutragen oder auch nicht. Wenn nicht dann kannst du dir sinnfreie Beiträge ersparen.

Wenn dir Windkraftanlagen unter Umweltschutzaspekten "befremdlich" vorkommen: Energie für alle Menschen dieser Welt lässt sich nun einmal nicht unsichtbar und vollkommen umweltfreundlich erzeugen. Jedenfalls noch nicht. Alternativen sind aber jetzt gefragt und nicht erst übermorgen. Aber vielleicht zauberst du ja das Ei des Kolumbus aus dem Hut? Ich bin gespannt!
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Re: Windkraft hebelt Naturschutzgesetz aus- Vogelshreddern leicht gemacht

Beitragvon immernoch_ratlos » So 8. Okt 2017, 14:43

Dark Angel hat geschrieben:Sorry, aber der Zweck heiligt nunmal nicht die Mittel. Nur um alternative/erneuerbare Energien zu erschließen, dürfen Beeinträchtigungen des Ökosystems nicht billigend in Kauf genommen werden.
Auch das Ökosystem Erde ist ein "endliches System", nicht nur die fossilen Energieträger!
In Anbetracht der Folgen - ich habe "hier und hier" geguckt - ist diese erzwungene Veränderung durchaus positiv. Nur was wird da nicht erwähnt ? Die Spätfolgen dieser brutalst möglichen Nutzung. Nachdem mehr als nur die oberflächlich ruinierte Landschaft für die "Täter" nutzlos geworden waren, hat man erlaubt diese zu kaufen. Sobald jedoch wieder "Werte" entstanden sein werden, werden diese auch wieder einer Nutzung zugeführt werden.

Glaubst Du allen Ernstes, die Absenkung des Grundwassers bis unter die abzubauende Kohle bliebe ganz ohne Langzeitfolgen ? Der Vorgang sei auch nur im Entferntesten, ein so nützlicher Eingriff, wie der Bau von Windkraftanlagen oder gar PV-Anlagen auf allen Dächern die dafür geeignet sind :?: Obwohl ein Großteil der dort verlustreich generierten Energie bereits durch EE abgedeckt wird, wird weiter brutalst möglich "fossile Energie gewonnen". Schön das man danach die ursprünglich intakte Landschaft in eine "wunderbare Wasserwelt" verwandelt - UND die sog. "Ewigkeitskosten" den nachfolgenden Generationen überlässt - wie ungeheuer nachhaltig :thumbup:

Gerade weil das Ökosystem Erde ein "endliches System" ist, sind nur "Generatoren" die direkt die Sonne (oder eben deren Wirkung) nutzen, nachhaltig. Das "wir" nicht bereit sind uns der Natur entsprechend anzupassen, führt zu gigantischem überhöhtem Energiebedarf. Der "ungedeckt" geradewegs in die Katastrophe mündet. Das zu leugnen - auch schon es schön zu reden - ist das wahre Problem :(

Es gibt genügend Forschungsergebnisse die zum einen beweisen wie problematisch das "fossile Zeitalter" gerade mal 200 Jahre für den Planeten (eher wohl seine Bewohner) war. Erste Auswirkungen auf das Wetter werden wie zuvor der menschliche Beitrag zu Klimaveränderungen, weiter hartnäckig geleugnet. Wir sind wie der Frosch der langsam zu Tode gekocht wird - und sich eine Zeitlang über die "schön mollige Wärme" freut.

Sich EE zu bedienen ist im Kern bereits die Abkehr von "darf es ein bisschen Mehr sein" Attitüde, die scheinbar unerschöpfliche fossile Vorräte auslösten. Langst ist Mensch auf dem "zweiten Teil des Schachbretts angekommen" - das ist der Teil, wo der König in Geberlaune erkennen musste, dass sämtliche Ernten davor und alle danach nicht mehr ausreichen um das folgende Schachfeld wie zugesagt zu füllen.

Wer das bezweifelt ist schlicht entweder ein Lügner oder zu dumm etwas dieser Größenordnung überhaupt zu begreifen. Nun ja inzwischen bekennen sich ja sogar Präsidenten zu solcher Borniertheit. Da ist es vergleichsweise harmlos, wenn wir da folgen...
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Re: Windkraft hebelt Naturschutzgesetz aus- Vogelshreddern leicht gemacht

Beitragvon Eisvogel » So 8. Okt 2017, 18:25

Raskolnikof hat geschrieben:So wie du wiederholt einfach nur mit "Unsinn" oder "Quatsch" argumentierst sagst du jetzt etwas über "sinnvollere bzw. für die Umwelt bessere Alternativen", ohne aber diese zu benennen. Was soll das? Entweder hast du etwas sinnvolles zum Thema beizutragen oder auch nicht. Wenn nicht dann kannst du dir sinnfreie Beiträge ersparen.




Was plusterst du dich so auf ? Es zwingt dich Niemand meine Beiträge zu lesen, oder doch ? Die zahlreichen Wege der erneuerbaren Energien sind doch bekannt, sogar dir sollten sie bekannt sein. Einige wurden hier schon genannt, die muss ich nicht noch 5 mal wiederholen. Davon abgesehen läuft in der Niederlande aktuell ein Projekt, um Strom mit Hilfe von von Pflanzen und Mikroorganismen herstellt..aus der Erde, völlig unsichtbar! Unterirdische Stromtrassen sind auch kein technisches Problem mehr, da könnte man aus Sonnenreichen Ecken Strom erzeugen und durch entsprechende Leitungen transportieren wo er hin soll...ähnliche Gedanken gibt es schon mit Windenergie aus der See!
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Re: Windkraft hebelt Naturschutzgesetz aus- Vogelshreddern leicht gemacht

Beitragvon Raskolnikof » So 8. Okt 2017, 21:24

Nun aber mal ruhig Blut Eisvogel! Beiträge hier sind öffentlich und jeder darf sie lesen und kommentieren. Aber nun sollten wior uns vertragen, ok?
Erneuerbare Energien sind mir durchaus bekannt. Angesichts der Tatsache, dass die letzten der noch acht in Deutschland in Betrieb befindlichen Kernkraftwerke bis 2022 abgeschaltet werden und wir auch keine [Braun)Kohlekraftwerke mehr wollen ist Eile geboten. Wenn wir da keine Meisterleistungen vollbringen werden wir gezwungen sein, ab 2022 Strom aus dem Ausland dazuzukaufen. Wir beziehen zwar bereits jetzt Strom aus z.B. Belgien und Frankreich; auf der anderen Seite exportieren wir aber auch Strom. Strom wird in ganz Europa gehandelt wie Geld an der Börse und quer durch Europa verlaufenden Verbundnetze verteilt. Derzeit befinden wir uns, was Strom betrifft in keiner Abhängigkeit vom Ausland. Und dabei sollte es auch bleiben. Beim Strom auf Lieferanten in anderen Ländern angewiesen zu sein ist nicht gerade erstrebenswert.

Dein Beispiel mit der Stromerzeugung aus Mikroorganismen in allen Ehren, da soll gerne weiter geforscht werden. Schließlich machts die Vielfalt. Allerdings benötigen wir wie schon gesagt ganz schnell Lösungen. Die Leistung von acht Kernkraftwerken sind nicht mal eben schnell aus Mikroorganismen gewonnen. Und solange wir da keine leistungsfähigen Alternativen haben ist die Stromerzeugung aus Windkraft nicht die schlechteste Idee. Vor der deutschen Nordseeküste stehen jetzt ca. 1000 Windkraftanlagen im Wattenmeer. Weitere mindestens 1000 sind geplant. Da wird es Zeit, dass Tennet und andere Betreiber zusammen mit der Politik jetzt schnell die neuen Stromtrassen verlegen, damit der Strom auch von Nord nach Süd fließen kann.
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Re: Windkraft hebelt Naturschutzgesetz aus- Vogelshreddern leicht gemacht

Beitragvon Eisvogel » Mo 9. Okt 2017, 18:31

Raskolnikof hat geschrieben:(08 Oct 2017, 22:24)

Nun aber mal ruhig Blut Eisvogel! Beiträge hier sind öffentlich und jeder darf sie lesen und kommentieren..


Und das ist auch gut so, man MUSS Beiträge die einem nicht passen aber weder lesen noch kommentieren.. ;).


Raskolnikof hat geschrieben: Angesichts der Tatsache, dass die letzten der noch acht in Deutschland in Betrieb befindlichen Kernkraftwerke bis 2022 abgeschaltet werden und wir auch keine [Braun)Kohlekraftwerke mehr wollen ist Eile geboten.


Und genau DA sehe ich schon das Erste von vielen Problemen der Energiewende. Dass wir nicht so weiter machen können wie bisher steht außer Frage, ich bevorzuge auch Strom aus nachhaltigen Quellen. Aber so ein Vorhaben kann man nicht einfach über`s Knie brechen, nur weil der Wähler das gerade hören und sehen will. So ein Schritt muss behutsam und vorsichtig getan werden, alles andere bringt nur Chaos und Unmut.


Raskolnikof hat geschrieben: Wir beziehen zwar bereits jetzt Strom aus z.B. Belgien und Frankreich;



Ein weiteres Problem welches an der Ernsthaftigkeit der Verantwortlichen zweifeln lässt. Wir beziehen Strom aus ausländischen Kernkraftwerken, "zwingen" uns selbst aber diesen nicht mehr zu produzieren. Was soll das sein wenn nicht eine riesen Sauerei und Verarsche des Verbrauchers, auf Kosten des selbigen ?


Raskolnikof hat geschrieben:Dein Beispiel mit der Stromerzeugung aus Mikroorganismen in allen Ehren, da soll gerne weiter geforscht werden. Schließlich machts die Vielfalt. Allerdings benötigen wir wie schon gesagt ganz schnell Lösungen. Die Leistung von acht Kernkraftwerken sind nicht mal eben schnell aus Mikroorganismen gewonnen. Und solange wir da keine leistungsfähigen Alternativen haben ist die Stromerzeugung aus Windkraft nicht die schlechteste Idee. Vor der deutschen Nordseeküste stehen jetzt ca. 1000 Windkraftanlagen im Wattenmeer. Weitere mindestens 1000 sind geplant. Da wird es Zeit, dass Tennet und andere Betreiber zusammen mit der Politik jetzt schnell die neuen Stromtrassen verlegen, damit der Strom auch von Nord nach Süd fließen kann.



Das war EIN mögliches Beispiel von vielen, ich verteufele auch nicht die Windenergie grundsätzlich, aber eine Verspargelung und Zerstörung der Landschaft ohne Rücksicht auf Verluste, ist für mich weder nachhaltig noch sinnvoll.
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Re: Windkraft hebelt Naturschutzgesetz aus- Vogelshreddern leicht gemacht

Beitragvon Raskolnikof » Di 10. Okt 2017, 11:17

Eisvogel hat geschrieben:(09 Oct 2017, 19:31)
Und das ist auch gut so, man MUSS Beiträge die einem nicht passen aber weder lesen noch kommentieren.. ;).

Man muss nicht, aber man kann! Zudem: Was wäre ein Diskussionsforum, in dem nur Beiträge abgenickt werden? Eine Diskussion ohne Kontroversen oder eine Aussage ohne jede Antwort ist keine Diskussion! ;)
... Aber so ein Vorhaben kann man nicht einfach über`s Knie brechen, nur weil der Wähler das gerade hören und sehen will. So ein Schritt muss behutsam und vorsichtig getan werden, alles andere bringt nur Chaos und Unmut.

Grundsätzlich ja. Aber wie lange wollen wir denn noch behutsam und vorsichtig sein? Irgendwann muss doch gehandelt werden. Wir, das Volk, wollen die Energiewende, so rasch wie möglich. Die Voraussetzungen dafür sind vorhanden. Worauf also noch warten? Bis neue Technologien erfunden sind, die Kernraftwerke ersetzen können?
Übrigens: In einer Demokratie bestimmt das Volk. Zumindest sollte das so sein.
Ein weiteres Problem welches an der Ernsthaftigkeit der Verantwortlichen zweifeln lässt. Wir beziehen Strom aus ausländischen Kernkraftwerken, "zwingen" uns selbst aber diesen nicht mehr zu produzieren. Was soll das sein wenn nicht eine riesen Sauerei und Verarsche des Verbrauchers, auf Kosten des selbigen ?

Ziel der Energiewende ist es u.a. kein Strom aus Kernkraft und anderen „schmutzigen“ Energiequellen mehr aus dem Ausland zu kaufen. Einen „Austausch“ von Strom innerhalb der EU wird es aber immer geben. Das ist auch sinnvoll, um Bedarfsspitzen schnell aus dem europäischen Verbundnetz verfügbar zu machen oder Überschüsse abgeben zu können.
Das war EIN mögliches Beispiel von vielen, ich verteufele auch nicht die Windenergie grundsätzlich, aber eine Verspargelung und Zerstörung der Landschaft ohne Rücksicht auf Verluste, ist für mich weder nachhaltig noch sinnvoll.

Wie ich schon sagte: Vollkommen unauffällige Energieerzeugung gibt es nicht, nirgendwo auf der Welt. Es gilt dabei, das kleinste „Übel“ zu finden und damit zu leben. Windenergie ist eines dieser kleineren Übel. Die „Verspargelung“ der Landschaft mag einigen Menschen optisch nicht gefallen. Dennoch befürworte ich sie sehr, weil sie keine endlichen Ressourcen verbraucht und keine gesundheitsschädigenden Emissionen abgibt. Voraussetzung ist natürlich, dass eine Windkraftanlage nicht vor das Wohnzimmerfenster von Bauer Piepenbrink installiert wird, der anschließend vom Schattenschlag des Rotors um seinen Verstand gebracht wird.
Ansonsten kann ich persönlich nur sagen, dass mich dieser Tribut, dem ich dem Anblick die Windkraftanlagen zolle nicht sonderlich stört. Da gilt für mich der Spruch: Lieber eine Windkraftanlage auf dem Hof als ein Kernkraftwerk auf meinem Acker.

Im Übrigen kann man alles schlechtreden, selbst ie Photovoltaikanlage auf dem dach vom Nachbarn:
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Re: Windkraft hebelt Naturschutzgesetz aus- Vogelshreddern leicht gemacht

Beitragvon Eisvogel » Di 10. Okt 2017, 19:59

Wo siehst du in Windenergie keinen Ressourcen Verbrauch ? Hast du dich schon mal damit beschäftigt aus was so ein Ding besteht ? Und zwar von oben bis unten ? Ich sehe in PV Anlagen auf jedem möglichen Dach, Wasserkraftwerken in größeren Flüssen oder Biogasanlagen wesentlich weniger Beeinträchtigungen. Wie weit weg von einer WKA wohnst du denn ?
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Re: Windkraft hebelt Naturschutzgesetz aus- Vogelshreddern leicht gemacht

Beitragvon Bielefeld09 » Di 10. Okt 2017, 20:18

Eisvogel hat geschrieben:(10 Oct 2017, 20:59)

Wo siehst du in Windenergie keinen Ressourcen Verbrauch ? Hast du dich schon mal damit beschäftigt aus was so ein Ding besteht ? Und zwar von oben bis unten ? Ich sehe in PV Anlagen auf jedem möglichen Dach, Wasserkraftwerken in größeren Flüssen oder Biogasanlagen wesentlich weniger Beeinträchtigungen. Wie weit weg von einer WKA wohnst du denn ?

Entweder gewinnen wir Ernergien aufgrund von Technik.
Oder wir sind abhängig.
Erzähl doch hier mal was Neues.
Auch wenn es mal falsch rüberkommt, es ist nie persönlich gemeint. Sorry :( :(
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Re: Windkraft hebelt Naturschutzgesetz aus- Vogelshreddern leicht gemacht

Beitragvon immernoch_ratlos » Di 10. Okt 2017, 21:18

Eisvogel hat geschrieben:Wo siehst du in Windenergie keinen Ressourcen Verbrauch ? Hast du dich schon mal damit beschäftigt aus was so ein Ding besteht ? Und zwar von oben bis unten ? Ich sehe in PV Anlagen auf jedem möglichen Dach, Wasserkraftwerken in größeren Flüssen oder Biogasanlagen wesentlich weniger Beeinträchtigungen. Wie weit weg von einer WKA wohnst du denn ?
Zunächst einmal - alles was Menschen konstruieren - "verbraucht auch Ressourcen". Die Frage beim generieren von el. Energie ist allerdings, mit welchen "Nebenwirkungen". Auch nicht unbedeutend, was fängt man mit der generierten el. Energie dann an :?:

Muss man tatsächlich offshore WKA mit Bayern oder gleich dem "Rest der Welt" vernetzen :?: Oder bieten sich für diese Mengen nicht ganz andere Verwendungen an - gleich "vor Ort" - wenigsten onshore wandeln in PtG z.B. :?: Die jährlichen Primärenergiemengen setzen sich nur zu maximal einem Viertel aus reinem Strombedarf zusammen. Der "Rest" also der Hauptteil wird meist in Wärme benötigt und darüber scheint man eher wenig nachzudenken.

Ich sehe in PV Anlagen auf jedem möglichen Dach - das sehe nicht nur ich auch so - auf meinem Dach sehe ich das sogar in real. Bei Wasserkraft ist bereits ein kaum zu erweiterndes Maximum erreicht und der Eingriff in die Flüsse ist deutlich folgenreicher, asl z.B. die "bösen onshore WKA". Biogas - solange da Abfälle verwurstelt werden, sind die sicher OK und passen durchaus in eine dezentrale Netzstruktur. Das dies von vielen nicht verstanden wird und von denen welche es sehr wohl verstanden wird, heftig bekämpft wird, liegt am "Wegschwimmen der Felle" die alle durchaus wahrnehmen, welche bislang ihr Monopol in der "üblichen Netzstruktur" sahen.

Was recht einfach zu bewerkstelligen wäre - immerhin meint die SZ vom 26.08.2017 dazu : Regenerative Energie | "Pflastert Deutschland endlich mit Solaranlagen" Daraus :
Zwei Studien zu erneuerbaren Energien haben in dieser Woche etwas verkündet, was jeden betrifft. Die eine im Fachjournal Joule rechnet für 139 Länder vor, wie der Umstieg auf hundert Prozent Energie aus Sonne, Wind und Wasserkraft bis zum Jahr 2050 klappen könnte.

Dabei würden 24 Millionen Jobs mehr entstehen als verloren gehen, jedes Jahr würden Millionen Menschen nicht durch Luftverschmutzung sterben, die Erdatmosphäre würde sich nicht mehr als 1,5 Grad Celsius im Vergleich zur vorindustriellen Zeit erwärmen, ein wichtiges Klimaziel, das sich die Welt vor zwei Jahren in Paris gesetzt hat.
Der Kommentar unter dem PV-Bild "Und ja, vielleicht machen sie Städte ein Stückchen hässlicher. Nur: Der Klimawandel wird das auch tun." spiegelt gängige Meinungen (die sich auch hier finden lassen) wieder. Völlig gleichgültig "wie schön" so ein Kohlekraftwerk oder ein hübsches AKW aussieht, wenn ein Dach nicht mehr "Ziegelrot" aussieht, ist die Katastrophe perfekt... Von den "Nebenwirkungen" die ja meist unsichtbar bleiben wollen die Befürworter von "alles soll sich ändern - aber dabei bleiben wie es ist - nix wissen.

Wie dumm das ist, mag dies erklären :
SZ hat geschrieben:Und was steht dem im Weg? Die Autoren sehen vor allem soziale und politische Widerstände. Man könnte auch sagen: Es fehlt der Gesellschaft an Willenskraft. Das belegt auch die zweite Studie, die vom Fachjournal Nature Energy präsentiert wurde. Die analysiert, wie das Potenzial der Solarenergie permanent unterschätzt wird, was dazu führt, dass diese Energiequelle bei Weitem noch nicht genug genutzt wurde. Die beteiligten Wissenschaftler schätzen, dass Photovoltaik bis 2050 30 bis 50 Prozent des weltweit benötigten Stroms erzeugen könnte und damit die dominierende regenerative Energiequelle wäre. Heute deckt Solarstrom in Deutschland erst 5,9 Prozent des Strombedarfs, es müsste und könnte viel mehr sein.
Andererseits haben sich Wissenschaftler die Mühe gemacht und D auf das PV-Potential hin in Solarkatastern erfasst und berechnet.

Es ist inzwischen möglich für jeden beliebigen Standort in D eine Voraussage zu treffen, wie viel solare Energie in kWh jährlich "abgegriffen" werden können. Bei derzeit ~1,5 Millionen PV-Anlagen über die Republik verteilt - liegen jede Menge realer Daten vor. Meine PV hat nun seit 6 Jahren Betriebszeit bis gestern zum Sonnenuntergang 63.230 kWh produziert - jährlicher Durchschnitt 10.483 kWh (für 5 volle Jahre - 2017 ist noch nicht beendet = 9.765 kWh) Doch selbst, wenn ab dem 09.1.2017 keine Sonne mehr scheinen oder ich die PV abschalten würde, läge der Jahresdurchschnitt dennoch für 6 Jahre bei 10.363 kWh.

Was mir derzeit noch fehlt, ist ein Speicher - was mich für die Monate März bis September unabhängig machen würden (je nach Speichergröße). Wäre der Speicher gar "netzdienlich" - natürlich auch alle anderen - wäre auch dieses Problem gelöst. Nun ja, all das wird von immer den selben für "unmöglich" erklärt, die meistens am Nichtgelingen erhebliches Eigeninteresse haben und natürlich all jenen, die es irgendwie "cool" finden dagegen zu sein.
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Re: Windkraft hebelt Naturschutzgesetz aus- Vogelshreddern leicht gemacht

Beitragvon immernoch_ratlos » Mi 11. Okt 2017, 10:03

Was onshore WKA angeht, müssten jetzt alle zufrieden sein, denen Hochspannungsleitungen von denen sehr viele sich des Anblicks erfreuen können lieber sind. Auch ein paar Gaskraftwerke (Schröder liefert ja günstig) sehen bestimmt hübscher aus als WKA :thumbup: An Mittel- und Hochspannungsmasten sterben ja zum Glück keine Vögel - wenn doch, werden sie eher gebraten als geschreddert. Ein paar - meist die größeren sind so unvorsichtig und berühren mehr als nur einen Leiter. Auf die jährlich ca. 10.000 toten Vögel können wir doch verzichten. Schön, mittelgroße und große Vogelarten, können die Masten als Sitzwarte, Schlaf- und Brutplatz nutzen. Wenn sie dabei unvorsichtig werden, ist das allein deren Schuld. Dumm auch, die blöden Vögel sehen die Leitungen nicht rechtzeitig und kollidieren fatal damit. Richtig unangenehm wird es auch, wenn so ein blöder Vogel sich dabei abfackelt und gleich noch einen Waldbrand verursacht... Noch schlimmer, gelegentlich verursachen diese nutzlosen Vögel gar Betriebsstörungen. Sollte man nun Freileitungen abschaffen :?: Wegen ein "paar" toter Vögel :?: Wohl eher nicht ! Wichtig, sie werden nachweislich nicht von bösen WKA gekillt. :thumbup:

Warum dürfen wir uns nun freuen :?:

Nun "Der letzte onshore Windpark Bayerns" ist ans Netz gegangen. Mein Stromprovider die "Naturstrom AG" hat wohl den letzten "Onshore Windpark" in Betrieb genommen :
Naturstrom hat geschrieben:Der Windkraftwerkspark des Düsseldorfer Unternehmens umfasst nach eigenen Angaben gegenwärtig 57 Anlagen mit einer Leistung von 134 Megawatt und einer jährlichen Stromproduktion von mehr als 270 Millionen Kilowattstunden.

Der aktuell in Betrieb genommene Windpark am Rande der Fränkischen Schweiz im Norden Bayerns zählt elf Anlagen mit einer Gesamtleistung von 29 Megawatt. Der Park soll pro Jahr etwa 63 Millionen Kilowattstunden sauberen Strom liefern und damit rund 18.000 durchschnittliche Drei-Personen-Haushalte versorgen. Der Windpark trägt im Übrigen nicht nur zur Vermeidung von CO2-Emissionen bei, er stärkt auch die regionale Wirtschaft durch eine gezielte Auftragsvergabe an vor Ort ansässige Unternehmen und bietet einen Mehrwert für die Anwohner.

Letztere können einen speziellen, mit dem Projekt einhergehenden Ökostromtarif beziehen, der laut Angaben von NATURSTROM noch deutlich unter dem Preis der lokalen Grundversorgung liegt.
Auf längere Sicht ein Pyrrhussieg :rolleyes:

In spanischen Gefilden macht sich der Klimawandel (den es selbstverständlich nicht gibt - geben darf - weil der nun doch so manches Fragezeichen unübersehbar macht) - macht sich also Klimawandel bemerkbar.
Naturstrom hat geschrieben:Der Klimawandel wirkt sich immer negativer auf Spanien aus. Wüstenbildung und Hitzewellen sind die Folgen. Nun sind die Wasserstände in einigen Stauseen, den wichtigen Wasserspeichern, extrem niedrig. Sogar der Strompreis hat sich dadurch verteuert.

01.09.2017 – Der Strom in Spanien war im Juli im Großhandel um ein Fünftel teurer als im Vorjahresmonat, wie eine katalanische Regionalzeitung am Dienstag berichtete. Im Juni betrug die Steigerung gegenüber dem Vorjahr sogar fast 30 Prozent. Die Ursache ist einem Bericht des Konzerns ASE zufolge, dass es 45 Prozent weniger Strom aus Wasserkraft als im Vorjahr auf dem Markt gab – im Juli machte er nur noch 5,8 Prozent des spanischen Stroms aus – und 15 Prozent weniger Strom aus Atomkraftwerken.

Die Ursache dafür wiederum ist Wassermangel. Die Stauseen enthalten dem Bericht zufolge mangels Regens ungefähr zwei Drittel des Durchschnittswertes der letzten zehn Jahre. Deshalb produzieren die Wasserkraftwerke weniger Strom. AKW hängen vom Kühlwasser ab. Wenn Flüsse zu wenig Wasser führen oder zu warm sind, müssen die Kraftwerke runterfahren. In Frankreich geschieht das hin und wieder, aber auch in Deutschland ist es schon vorgekommen.*

Wegen der besonderen Hitze diesen Sommer ist gleichzeitig die Stromnachfrage leicht gestiegen, hält der Bericht fest. Alles in allem sei so der Anteil des Kohlestroms innerhalb eines Jahres von 16,9 auf 18,8 Prozent gestiegen, der von Strom aus Gas-Dampf-Kombikraftwerken sogar von 11 auf 17,7 Prozent. Auch das Zulegen des Windstroms und Stromimporte haben demnach eine höhere Preissteigerung verhindert. In der Stromrechnung für die Endverbraucher wird diese Preissteigerung übrigens nicht voll durchschlagen, da der Strompreis in Spanien zum Teil reguliert ist und deshalb nicht nur von der Strombörse abhängt.


*Darum also auch die Kühltürme, die in der Anschaffung, aber auch im Betrieb teuer sind, weil sie den Nettoertrag eines AKW - natürlich auch den von Kohlekraftwerken (Ausnahme Braunkohle, die kühlen ihre Kondensatoren mit Millionen Kubikmeter Grundwasser).

Nun geht "uns" Spanien - außer wenn man dort Urlaub machen möchte, eher nix an. Sollen die doch sehen wie sie klarkommen ! Bezeichnend auch die Nachricht von dort, die Stromproduktion eines noch von Franco 1980 "befohlenen" Stausees hatte wegen Wassermangels 2011 gerade mal in etwa die Leistung von PV-Anlagen, welche 49 Hektar (sonst nutzlosen) Flächen nutzen.

Wenn das Wasser in den Stauseen knapp wird, sieht das so aus "El pantano de Mansilla se seca y deja a la vista el viejo pueblo" Hier eine Google Übersetzung des Bildtextes vom 25.08.2017 :
Der Sumpf von Mansilla trocknet aus und verlässt das alte Dorf in Sicht

Die Ruinen des alten Guts von Mansilla de la Sierra, in der Rioja, entstehen aus dem trockenen Sumpf. Mit der Verschmutzung des Reservoirs durch die Dürre ist es möglich, durch die Eingeweide des Sumpfes zu laufen. Die alte Mansilla hörte auf, in den späten 1950er Jahren zu existieren, als sie überflutet wurde, um den Stausee zu bauen.

Unter dem Wasser befand sich das malerische Dorf, seine beeindruckende Kirche, sein majestätischer Palast und die Erinnerungen an die Nachbarn, die sie verlassen mussten. Jahrzehnte später ist der Riojan-Stausee zu 20% seiner Kapazität heruntergekommen, um die Ruinen der Stadt zu verlassen, und die Nachbarn schlendern durch die Kopfsteinpflasterstraßen, die unauslöschlich beleben.

In spanisch für alle die diese Sprache beherrschen :

Las ruinas de la antigua loalidad de Mansilla de la Sierra, en la rioja emergen del pantano seco. Con el embalse a punto de desaparecer por la sequía es posible pasear por las entrañas del pantano.

El antiguo Mansilla dejó de existir a finales de los años cincuenta cuando fue inundado para construir el embalse. Bajo las aguas quedaba el pintoresco pueblo, su impresionante iglesia, su majestuoso palacio y los recuerdos de los vecinos obligados a abandonarlo. Décadas después el embalse riojano ha descendido al 20% de su capacidad dejando a la luz las ruinas del pueblo y los vecinos pasean melancólicos por sus empedradas calles que resucitan imborrables.
Auf der Iberische Halbinsel bzw. Pyrenäenhalbinsel leben auf 583.254 km^2 etwa 52 Millionen Menschen - Portugal und Spanien nebst Andorra und Gibraltar - was werden die wohl tun, wenn sich die dortigen Lebensverhältnisse weiter verschlechtern ? Besonders, was passiert, wenn die Regionen mit "günstigeren Bedingungen" innerspanische "Migranten" aufnehmen sollen :?:
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Re: Windkraft hebelt Naturschutzgesetz aus- Vogelshreddern leicht gemacht

Beitragvon ThorsHamar » Mi 11. Okt 2017, 10:44

.... übrigens ist die Verankerung der Windräder in der Erde eine metertiefe, gigantische Versiegelung der anliegenden Erdoberfläche mit Beton ....
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Re: Windkraft hebelt Naturschutzgesetz aus- Vogelshreddern leicht gemacht

Beitragvon immernoch_ratlos » Mi 11. Okt 2017, 12:23

ThorsHamar hat geschrieben:... übrigens ist die Verankerung der Windräder in der Erde eine metertiefe, gigantische Versiegelung der anliegenden Erdoberfläche mit Beton ....
Deine Sorgen in Ehre, verglichen mit den diversen Gründen die dazu führen, das täglich in D bis zu ~63 Hektar versiegelt werden, ist das zumindest für mich hinnehmbar - wobei ich sowieso PV auf bereits existierenden Dächern für "onshore Anwendung" bevorzuge, da muss nix versiegelt werden.

Dazu die ZON : Flächenverbrauch: "Deutschland verbraucht zu viel Land"(13.03.2015)
ZON hat geschrieben:Das Ziel der Bundesregierung, den täglichen Flächenverbrauch bis zum Jahr 2020 auf 30 Hektar zu reduzieren, rückt offenbar in weite Ferne. Das gibt die Regierung in ihrer Antwort auf eine Anfrage der Grünen ungeschminkt zu.

Zwar sei die Inanspruchnahme neuer Flächen für Siedlungen und Verkehr seit Ende der 1990er Jahre von 130 Hektar auf circa 73 Hektar pro Tag gesunken; es erscheine aber "keineswegs gesichert, dass sich dieser Trend in den nächsten Jahren automatisch bis auf 30 Hektar pro Tag fortsetzt", heißt es in dem Dokument, das ZEIT ONLINE vorliegt.

Ab dem Jahr 2015 dürfte die Flächeninanspruchnahme vielmehr bei täglich rund 63 Hektar "verharren", so das amtliche Eingeständnis; auch bis zum Jahr 2025 dürften sich "kaum weitere Reduktionen ergeben", heißt es in der Antwort der Regierung auf die Grünen-Anfrage.
Beliebter Vergleichsmaßstab für den Hektar ist ein Fußballfeld, das meist allerdings kleiner ausfällt: häufigstes Maß für Fußballfelder: 68 Meter mal 105 Meter = 0,714 ha, Minimum laut Regelwerk: 45 Meter mal 90 Meter = 0,405 ha, Maximum laut Regelwerk: 90 Meter mal 120 Meter = 1,080 ha.
Nun ja täglich 60 ! Fußballfelder sind eher keine Kleinigkeit - auf ein Jahr sind das ~22.000 entspricht ~220 Quadratkilometer Fläche pro Jahr :dead:

Inwieweit onshore WKA die Landwirtschaft behindern, weiß ich nicht, aber bei der Höhe der oberirdischen Teile, sicher kaum mehr als das ein Höchstspannungsmast (380 kV) tut, der ja auch mit Bohrpfählen 180 cm Durchmesser 25m Länge erfolgt (je nach Bodenbeschaffenheit) "verankert wird" :?

Noch problematischer (vom Preis einmal abgesehen) sind Kabel, die permanent Wärme und elektrische Rückwirkungen in den Boden bringen (was längst nicht alle Probleme auch nur streift) :?

PV auf Millionen Dächern, braucht keine Hochspannungsleitungen und auch sonst keine zusätzlichen Bauwerke. Lediglich mehr "nicht importierbare" Arbeitsplätze entstehen ebenfalls in der Fläche. Etwas, was die derzeitigen Beschäftigungszahlen z.B. in der Braunkohle bei weitem übertrifft. Handwerk, was D von den meisten Ländern positiv unterscheidet, würde so gestärkt, das kann eigentlich niemandem einfach am Ar... vorbeigehen :?:

Alles in allem, sollte man schon prüfen welchen Baum man dringender anbellen sollte :p
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Re: Windkraft hebelt Naturschutzgesetz aus- Vogelshreddern leicht gemacht

Beitragvon ThorsHamar » Mi 11. Okt 2017, 12:32

immernoch_ratlos hat geschrieben:(11 Oct 2017, 13:23)

Deine Sorgen in Ehre, verglichen mit den diversen Gründen die dazu führen, das täglich in D bis zu ~63 Hektar versiegelt werden, ist das zumindest für mich hinnehmbar - wobei ich sowieso PV auf bereits existierenden Dächern für "onshore Anwendung" bevorzuge, da muss nix versiegelt werden. ...


Ich hatte letzte Woche mal wieder die Gelegenheit, die Betonierung eines Fundamentes eines grossen Windrades erleben zu dürfen.
Angesichts des Strangthemas hier hatte ich eben den Eindruck, dass die meterdicke Versiegelung der Landschaft durch Beton naturschutzmässig etwas zu kurz kommt.
Weil auf dem Boden der sog. Windparks auf einer dünnen Schicht Erde Gras wächst, sind die darunter befindlichen, meterdicken Betonklötze und Ankerflächen keinen Deut besser als oberflächliche Autobahnen.
Die riesigen Windparks allein in Brandenburg sind in Fussballfeldern kaum zu messen ....
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Re: Windkraft hebelt Naturschutzgesetz aus- Vogelshreddern leicht gemacht

Beitragvon SpukhafteFernwirkung » Mi 11. Okt 2017, 16:43

ThorsHamar hat geschrieben:(11 Oct 2017, 13:32)

Ich hatte letzte Woche mal wieder die Gelegenheit, die Betonierung eines Fundamentes eines grossen Windrades erleben zu dürfen.
Angesichts des Strangthemas hier hatte ich eben den Eindruck, dass die meterdicke Versiegelung der Landschaft durch Beton naturschutzmässig etwas zu kurz kommt.
Weil auf dem Boden der sog. Windparks auf einer dünnen Schicht Erde Gras wächst, sind die darunter befindlichen, meterdicken Betonklötze und Ankerflächen keinen Deut besser als oberflächliche Autobahnen.
Die riesigen Windparks allein in Brandenburg sind in Fussballfeldern kaum zu messen ....
ich kann daran kein problem erkennen.
;)
„Machen Sie sich jeden Tag ein Geschenk. Ungeplant. Ohne darauf zu warten. Lassen Sie es einfach zu.“ –Dale Cooper, Twin Peaks

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