Kirchensubventionen stoppen

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Re: Kirchensubventionen stoppen

Beitragvon Ein Terraner » Mo 24. Jul 2017, 13:40

gödelchen hat geschrieben:(24 Jul 2017, 13:06)

Bei wem ? :-)


Bei den betroffenen Kranken?
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Re: Kirchensubventionen stoppen

Beitragvon omg » Sa 2. Sep 2017, 11:27

Unser Wahlwerbespot ist fertig!

Hier könnte ihr ihn euch schon mal auf Youtube anschauen.

Im Wahl-O-Mat sind wir auch vertreten, da könnte ihr abchecken inwieweit ihr mit unserem Programm übereinstimmt.

Hier geht es zum Wahl-O-Mat.

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Re: Kirchensubventionen stoppen

Beitragvon Kritikaster » Sa 2. Sep 2017, 12:09

omg hat geschrieben:(02 Sep 2017, 12:27)

Unser Wahlwerbespot ist fertig!

Hier könnte ihr ihn euch schon mal auf Youtube anschauen.

Im Wahl-O-Mat sind wir auch vertreten, da könnte ihr abchecken inwieweit ihr mit unserem Programm übereinstimmt.

Hier geht es zum Wahl-O-Mat.

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Weil ich es gut mit Dir meine, weise ich Dich auf § 7, Absatz 4 der allgemeinen Nutzungsbedingungen hin. ;)
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Re: Kirchensubventionen stoppen

Beitragvon omg » So 3. Sep 2017, 11:43

@Kritikaster
Danke für den nett gemeinten Hinweis.
Der Abschnitt des Forums heißt allerdings "Vereine, Interessengruppen und Parteien stellen sich vor".
Nach meiner Ansicht gehört da auch ein Spot dazu, der die Partei repräsentiert, aber am Ende muss das ein Mod entscheiden. Vielleicht solltest du diesbezüglich einen Mod kontaktieren.

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Re: Kirchensubventionen stoppen

Beitragvon Kritikaster » So 3. Sep 2017, 13:52

omg hat geschrieben:(03 Sep 2017, 12:43)

@Kritikaster
Danke für den nett gemeinten Hinweis.
Der Abschnitt des Forums heißt allerdings "Vereine, Interessengruppen und Parteien stellen sich vor".
Nach meiner Ansicht gehört da auch ein Spot dazu, der die Partei repräsentiert, aber am Ende muss das ein Mod entscheiden. Vielleicht solltest du diesbezüglich einen Mod kontaktieren.

mfg omg

Wenn mir das bei einer Splitterpartei so wichtig wäre, wäre das längst geschehen. ;)
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Re: Kirchensubventionen stoppen

Beitragvon Uffzach » Mo 4. Sep 2017, 08:09

omg hat geschrieben:(31 May 2017, 09:04)

Hallo,

wie einige von euch sicher wissen, bekommen die Kirchen jedes Jahr riesige Milliardensubventionen. Selbstverständlich von allen Steuerzahlern finanziert. Also auch von Konfessionsfreien! Oben drauf bekommen die Kirchen natürlich noch die Kirchensteuer ihrer Schäfchen.

Im Jahr 2014 waren es ca. 17,3 Milliarden Euro. Für eine detaillierte Auflistung einfach dem Link folgen.

Zusätzlich fließen nochmal ca. 50 Milliarden Euro jährlich überwiegend an Diakonie und Caritas (das sind weit über 90% der Kosten) und noch einiges mehr. Alles nachzulesen im Link oben.

Aktuell geht keine relevante Partei dieses Thema offensiv an. Verständlicherweise, man will ja die christlichen Wähler nicht verprellen.

Deshalb wurde die Partei der Humanisten gegründet.
Wir müssen natürlich noch wachsen und dazu brauchen wir eure Unterstützung. Ihr braucht nicht darauf zu hoffen, dass eine andere Partei dieses Thema angehen wird. Wir (konfessionsfreien) müssen selbst etwas dagegen unternehmen und die Einflussnahme der Kirchen in diversen Gremien verhindern.

Helft uns mit eurer Unterstützerunterschrift zur Bundestagswahl 2017.

Ich freue mich auf eure Fragen und Kritik (es dürfen auch gern positive Kommentare sein :D ).

mfg omg

Hier noch ein Artikel über die Partei der Humanisten.

PS: Sollte der Beitrag wieder gelöscht werden, wäre es nett, wenn mir der entsprechende Moderator, eine PN zukommen lässt, welches Problem hier vorliegt. Danke!



Die Partei der Humanisten hat mit der anti-Kirchen Position zwar einen Punkt, aber ansonsten sind humanistische Positionen durchweg schädlich selbstzerstörerisch und deshalb ist die Partei abzulehnen.

Was Religions-/und Kirchenpolitik angeht habe ich eine bessere Agenda:

1. Verbot von Religionsunterricht an staatlichen Schulen
2. Verbot des Betriebes von Tempeln und Gotteshäusern (Kirchen)
3. Verbot des Bewerbens religiöser Vereinigungen in der Öffentlichkeit oder des Verteilens religiöser Schriften
4. Entzug der Gemeinnützigkeit von religiösen Vereinen
5. Abschaffung aller religiöser Feiertage und arbeitnehmerfreundliche Umwandlung in reguläre frei wählbare Urlaubstage
6. Einstellung aller staatlichen Zahlungen an kirchliche Organisationen
7. Rückforderung von Zahlungen an kirchliche Organisationen, die auf Weimarer Gesetzgebung beruhen
8. Einstellung der staatlichen Unterstützung bei der Erhebung der Kirchensteuer
9. Einstellung der Berichterstattung über religiöse Veranstaltungen und Ereignisse in öffentlich-rechtlichen Medien

Ein jeder ist jedoch frei, die Religion in seinem Privatbereich auszüben, die er will, und es dürfen ihm keine Nachteile in der Gesellschaft oder im Arbeitsleben entstehen, wenn sein religiöses Bekenntnis außerhalb seines Privatbereiches bekannt wird.
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Re: Kirchensubventionen stoppen

Beitragvon Provokateur » Mo 4. Sep 2017, 08:28

Uffzach hat geschrieben:(04 Sep 2017, 09:09)

Die Partei der Humanisten hat mit der anti-Kirchen Position zwar einen Punkt, aber ansonsten sind humanistische Positionen durchweg schädlich selbstzerstörerisch und deshalb ist die Partei abzulehnen.

Was Religions-/und Kirchenpolitik angeht habe ich eine bessere Agenda:

1. Verbot von Religionsunterricht an staatlichen Schulen


Damit gibst du den Religionsunterricht in die Hände von "privaten", die nicht staatlich kontrollierbar sind. Ruck zuck ziehen die ersten Kommunionskinder, "Deus Vult!" schreiend und die Häuser von Protestanten anzündend, durch die Dörfer.

Uffzach hat geschrieben:(04 Sep 2017, 09:09)
2. Verbot des Betriebes von Tempeln und Gotteshäusern (Kirchen)


Geht nicht, verstößt gegen die Versammlungsfreiheit.

...

Ich habe jetzt keine Lust, Punkt für Punkt zu widerlegen. Fakt ist aber, dass kaum einer deiner Punkte durchsetzbar ist oder auf große Gegenliebe stoßen wird.
Alles was hier verfasst wird, stellt meine persönliche Meinung dar. Ich bin kein Sprecher von irgendwem, speziell nicht meines Arbeitgebers.

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Re: Kirchensubventionen stoppen

Beitragvon Uffzach » Mo 4. Sep 2017, 08:39

Provokateur hat geschrieben:(04 Sep 2017, 09:28)

Damit gibst du den Religionsunterricht in die Hände von "privaten", die nicht staatlich kontrollierbar sind.

Kein Zusammenhang. Verbot an staatlichen Schulen schließt Kontrolle privater konfessionsgebundener ja nicht aus.

Provokateur hat geschrieben:Ruck zuck ziehen die ersten Kommunionskinder, "Deus Vult!" schreiend und die Häuser von Protestanten anzündend, durch die Dörfer.

Randalieren egal welcher Kollektive ist niemals auszuschließen. Auszuschließen ist jedoch das Wiederholen durch die gleichen Personen durch entsprechende Strafmaßnahmen.



Provokateur hat geschrieben:Geht nicht, verstößt gegen die Versammlungsfreiheit.

Irrationaler Enwand. Es geht um den Betrieb von Tempeln und Gotteshäusern auf öffentlichem Gelände. Desweiteren wäre durch Studien zu klären, was der Begriff 'Versammlungsfreiheit' in concreto beinhaltet - aber dies ist hier nicht relevant.


Provokateur hat geschrieben:Ich habe jetzt keine Lust, Punkt für Punkt zu widerlegen. Fakt ist aber, dass kaum einer deiner Punkte durchsetzbar ist oder auf große Gegenliebe stoßen wird.

Irrationaler Einwand. Eine Positionsbeschreibung kann grundsätzlich nicht widerlegt werden. Man kann aber andere Posiitionen einnehmen. 'Gegenliebe' ist kein rationales Argument für oder gegen bestimmte Positionen. 'Durchsetzbarkeit' hängt alleine von der politischen Willensbildung ab.
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Re: Kirchensubventionen stoppen

Beitragvon Provokateur » Mo 4. Sep 2017, 09:12

Uffzach hat geschrieben:(04 Sep 2017, 09:39)
Durchsetzbarkeit' hängt alleine von der politischen Willensbildung ab.


Nein, dem ist immer die Verfassung vorrangig. Sonst würde das Bundesverfassungsgericht nicht so viele Beschlüsse kassieren.

Und das zu schwächen, sollten wir unterlassen - wir sind doch nicht die Polen.
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Re: Kirchensubventionen stoppen

Beitragvon Dampflok94 » Mo 4. Sep 2017, 09:15

Uffzach hat geschrieben:(04 Sep 2017, 09:09)Was Religions-/und Kirchenpolitik angeht habe ich eine bessere Agenda:

1. Verbot von Religionsunterricht an staatlichen Schulen
2. Verbot des Betriebes von Tempeln und Gotteshäusern (Kirchen)
3. Verbot des Bewerbens religiöser Vereinigungen in der Öffentlichkeit oder des Verteilens religiöser Schriften
4. Entzug der Gemeinnützigkeit von religiösen Vereinen
5. Abschaffung aller religiöser Feiertage und arbeitnehmerfreundliche Umwandlung in reguläre frei wählbare Urlaubstage
6. Einstellung aller staatlichen Zahlungen an kirchliche Organisationen
7. Rückforderung von Zahlungen an kirchliche Organisationen, die auf Weimarer Gesetzgebung beruhen
8. Einstellung der staatlichen Unterstützung bei der Erhebung der Kirchensteuer
9. Einstellung der Berichterstattung über religiöse Veranstaltungen und Ereignisse in öffentlich-rechtlichen Medien

Ich frage mich immer, was muß jemanden widerfahren sein damit er so einen kirchenfeindlichen Nonsens in ein Forum pustet. :eek: :?:
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Re: Kirchensubventionen stoppen

Beitragvon Uffzach » Mo 4. Sep 2017, 09:15

Provokateur hat geschrieben:(04 Sep 2017, 10:12)

Nein, dem ist immer die Verfassung vorrangig. Sonst würde das Bundesverfassungsgericht nicht so viele Beschlüsse kassieren.

Und das zu schwächen, sollten wir unterlassen - wir sind doch nicht die Polen.


Die Verfassung ist keine heilige Schrift, sondern kann - und wurde auch bereits häufig in Deutschland - auf dem Wege der politischen Willensbildung geändert.
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Re: Kirchensubventionen stoppen

Beitragvon Provokateur » Mo 4. Sep 2017, 09:18

Uffzach hat geschrieben:(04 Sep 2017, 10:15)

Die Verfassung ist keine heilige Schrift, sondern kann - und wurde auch bereits häufig in Deutschland - auf dem Wege der politischen Willensbildung geändert.


Aber nie - wirklich nie - verschärft. Immer nur liberalisiert.
Es fehlt außerdem an Mehrheiten für ein solches Projekt. Und das wird auch auf absehbare Zeit so bleiben.
Alles was hier verfasst wird, stellt meine persönliche Meinung dar. Ich bin kein Sprecher von irgendwem, speziell nicht meines Arbeitgebers.

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Re: Kirchensubventionen stoppen

Beitragvon Uffzach » Mo 4. Sep 2017, 09:31

Provokateur hat geschrieben:(04 Sep 2017, 10:18)

Aber nie - wirklich nie - verschärft. Immer nur liberalisiert.

Das ist nicht richtig. Nimm als Beispiel die Asylrechtsänderung §16a im Jahre 1993.

Provokateur hat geschrieben:Es fehlt außerdem an Mehrheiten für ein solches Projekt. Und das wird auch auf absehbare Zeit so bleiben.

Auch ein Fehlen von Mehrheiten in der Gegenwart ist kein Argument für oder gegen Positionen.
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Re: Kirchensubventionen stoppen

Beitragvon omg » Mo 4. Sep 2017, 11:40

Uffzach hat geschrieben:(04 Sep 2017, 09:09)
1. Verbot von Religionsunterricht an staatlichen Schulen
2. Verbot des Betriebes von Tempeln und Gotteshäusern (Kirchen)
3. Verbot des Bewerbens religiöser Vereinigungen in der Öffentlichkeit oder des Verteilens religiöser Schriften
4. Entzug der Gemeinnützigkeit von religiösen Vereinen
5. Abschaffung aller religiöser Feiertage und arbeitnehmerfreundliche Umwandlung in reguläre frei wählbare Urlaubstage
6. Einstellung aller staatlichen Zahlungen an kirchliche Organisationen
7. Rückforderung von Zahlungen an kirchliche Organisationen, die auf Weimarer Gesetzgebung beruhen
8. Einstellung der staatlichen Unterstützung bei der Erhebung der Kirchensteuer
9. Einstellung der Berichterstattung über religiöse Veranstaltungen und Ereignisse in öffentlich-rechtlichen Medien


Deine Positionen sind dann doch in der Summe zu extrem. Du musst berücksichtigen, dass doch noch ein erheblicher Teil der hier lebenden Menschen auf die Religionen angewiesen sind. Ohne diese Religionen wäre ein großer Teil von ihnen nicht mehr in der Lage moralisch zu handeln oder das Leben würde seinen Sinn verlieren. Auch wenn das für nicht-religiöse Menschen nur schwer zu verstehen ist, muss man die aktuelle Situation zur Kenntnis nehmen.

zu 1) Wir wollen den Religionsunterricht in staatlichen Schulen durch einen philosophisch-ethischen Unterricht ersetzen. Dadurch wird der Klassenverband nicht nach Konfessionen zerrissen (was die Toleranz stärkt), den Kindern wird aufgezeigt auch Dinge kritisch zu hinterfragen und moralisches Handeln beigebracht, auch ohne das man sich dabei auf höhere Wesen berufen muss.

zu 2) Das ist natürlich Quatsch. Die Kirchen haben sich die zahlreichen Immobilien "mühevoll" angeeignet. Diese sind also deren Eigentum und können auch nicht weggenommen werden.

zu 3) Dazu haben wir keinen Punkt im Programm. Ich persönlich würde allerdings begrüßen wenn zumindest Kinder, die noch sehr leichtgläubig sind, von solcher Werbung verschont würden.

zu 4) Es gibt auch andere nicht-religiöse Vereine die den Status der Gemeinnützigkeit besitzen. Sofern eine Gemeinnützigkeit gegeben ist bleibt dieser Status natürlich bestehen. Was den Status einer "Körperschaft des öffentlichen Rechts" steht auf einem anderen Blatt. Um den zu ändern, müsste man die WRV Artikel 137 Abs. 5 ändern. In diesem Artikel wird den Religionsgemeinschaften dieser Status zugebilligt.

zu 5) Das wird sicher keine Mehrheit finden. Auch nicht-religiöse Menschen haben sich einfach an diese Feiertage gewöhnt, auch wenn sie diese ohne irgendeinen religiösen Bezug begehen. Weihnachten und Ostern ist doch ganz nett ;).

zu 6) Dazu haben wir einiges im Programm. Viele Zahlungen sind aus unserer Sicht nicht gerechtfertigt. Es gibt aber auch Zahlungen die ihre Berechtigung haben. Die Kirchen betreiben mit Caritas und Diakonie gigantische Dienstleister im sozialen Bereich (Krankenhäuser, Pflege-, Altenheime usw.). Finanziert werden diese aber mit über 98% vom Staat. Das ist bei nicht-kirchlichen Organisationen auch nicht anders. Der "Normalsterbliche" weiß das natürlich nicht und denkt die Kirchen würden hier ganz uneigennützig Gutes tun. Es steht Kirche drauf ist aber Staat drin. Zudem haben die Kirchen hier eine Sondergenehmigung zur Diskriminierung von Arbeitnehmern und Bewerbern. Geschiedene, Homosexuelle, Kirchenkritiker, Menschen die aus der Kirche austreten, kurz um, alles was dem kirchlichen Selbstverständnis zu wieder läuft, darf entlassen werden bzw. gar nicht erst eingestellt werden. In einem demokratischen fortschrittlichen Land eigentlich undenkbar, aber so ist die die Sachlage im Jahr 2017. Wir wollen dieses Arbeits(un)recht beenden und die Kirchen in dem Fall wie jeden anderen Anbieter derartiger Dienstleistungen behandeln.

zu 7) Das ist auch eine unmögliche Forderung. Klar kann man davon ausgehen, dass die Kirchen durch diese Verträge ein sehr gutes Geschäft gemacht haben. Das Geld zurückzufordern nur weil die damaligen Politiker schlecht verhandelt haben ist natürlich Quatsch. Wir wollen die laufenden Verträge beenden, wie es selbst die Verfassung seit 100 Jahren vorschreibt und mehr nicht. Selbst das wird schon nicht einfach werden.

zu 8) Die Kirchensteuer wollen wir tatsächlich auch abschaffen. Die Kirchen sollen sich selbst um ihre Mitgliedsgebühren kümmern und nicht auf die hoheitliche Macht des Staates zurückgreifen können. In der WRV steht "Es besteht keine Staatskirche." In dem Zusammenhang und mit einem Urteil des Bundesverfassungsgerichts indem dem Staat "weltanschaulich-religiöse Neutralität" auferlegt wird, kann der Staat nicht als Büttel für die Kirchen fungieren. Desweiteren ist keiner verpflichtet seine Konfession bzw. die Freiheit von Religion anzugeben. Das wird durch dieses Verfahren ausgehebelt. Jeder Bürger muss dadurch, gegenüber seinem Arbeitgeber seine Konfession bekannt geben. Auch die Banken haben automatisch Zugriff auf die Konfession ihrer Kunden bezüglich Kapitalertragssteuer. Außerdem werden Arbeitgeber und Banken gezwungen unentgeltlich, die Kirchensteuer zu berechnen und abzuführen.

zu 9) Über derartige Veranstaltung sollte nicht überproportional oft berichtet werden, als über andere Veranstaltungen. Ganz verbieten ist natürlich auch wieder Quatsch. Es gibt ein Rundfunkgesetz. In diesem Gesetz verpflichtet der Staat die ÖR zur Sendung von kirchlichen Inhalten (Gottesdienste usw.). Für keine andere Weltanschauung oder sonstiges gibt es eine derartige Regelung. Wir wollen dieses Gesetz ändern, dass keine Verpflichtung zum Senden solcher Inhalte mehr besteht. Das bedeutet nicht, dass solche Sendungen dann ganz aus dem ÖR verschwinden. Wenn eine Nachfrage danach besteht, sind die Sender selbst daran interessiert so etwas in ihr Programm zu nehmen. Wir wollen eben nur, dass es keinen gesetzliche Verpflichtung mehr dazu gibt.

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Re: Kirchensubventionen stoppen

Beitragvon Uffzach » Mo 4. Sep 2017, 12:26

omg hat geschrieben:(04 Sep 2017, 12:40)

Deine Positionen sind dann doch in der Summe zu extrem. Du musst berücksichtigen, dass doch noch ein erheblicher Teil der hier lebenden Menschen auf die Religionen angewiesen sind. Ohne diese Religionen wäre ein großer Teil von ihnen nicht mehr in der Lage moralisch zu handeln oder das Leben würde seinen Sinn verlieren. Auch wenn das für nicht-religiöse Menschen nur schwer zu verstehen ist, muss man die aktuelle Situation zur Kenntnis nehmen.

Grundsätzlich nehme ich bei meiner Positionierung keinerlei Rücksicht auf Inkapazitäten von anderen.
Desweiteren magst du meine Posiitionen als 'extrem' bezeichnen, aber 'zu extrem' ist ein unangemessener Normierungsversuch, was meine Positionierung betrifft, und diese richtet grundsätzlich sich nicht mach Wünschen von anderen.

Schließlich: Ich glaube klar ausgedrückt zu haben, dass ich Humanismus ablehne.
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Re: Kirchensubventionen stoppen

Beitragvon Kritikaster » Mo 4. Sep 2017, 16:11

Dampflok94 hat geschrieben:(04 Sep 2017, 10:15)

Ich frage mich immer, was muß jemanden widerfahren sein damit er so einen kirchenfeindlichen Nonsens in ein Forum pustet. :eek: :?:

Der Zusammenhang ist schon historisch herzuleiten: Die Kirchen waren im Dritten Reich bereits ein potentieller Widerstandshort gegen das Regime.

Da liegt es nahe, dass auch den heutigen rechtsextremen Humanismus- und Demokratiegegnern die Kirchen ein Dorn im Auge sind.
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Re: Kirchensubventionen stoppen

Beitragvon think twice » Mo 4. Sep 2017, 17:03

Kritikaster hat geschrieben:(04 Sep 2017, 17:11)

Der Zusammenhang ist schon historisch herzuleiten: Die Kirchen waren im Dritten Reich bereits ein potentieller Widerstandshort gegen das Regime.

Da liegt es nahe, dass auch den heutigen rechtsextremen Humanismus- und Demokratiegegnern die Kirchen ein Dorn im Auge sind.

Hoffentlich sind sie dann auch so konsequent und lehnen den Humanismus für sich selbst ab, wenn er ihnen helfen könnte. Jeder wird ja mal krank und alt. :rolleyes:
Zeit für mehr Gerechtigkeit. Dafür trete ich ein.
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Re: Kirchensubventionen stoppen

Beitragvon Uffzach » Mo 4. Sep 2017, 19:12

Kritikaster hat geschrieben:(04 Sep 2017, 17:11)

Der Zusammenhang ist schon historisch herzuleiten: Die Kirchen waren im Dritten Reich bereits ein potentieller Widerstandshort gegen das Regime.

Da liegt es nahe, dass auch den heutigen rechtsextremen Humanismus- und Demokratiegegnern die Kirchen ein Dorn im Auge sind.


Interessanterweise war die Zusammenarbeit zwischen Nationalsozialisten und den offiziellen Kirchen sehr gut. Viele Nazis verdankten sogar ihre Flucht der klerikalen Logistik. Deine Schlussfolgerung ist also sehr wohlfeil.

Ich würde also empfehlen beim radikalen Anti-klerikalismus den Blick eher auf die franz. Revolution als Mutter der europäischen Aufklärung zu richten. Dazu ein historisches Zitat aus jener Zeit (wird einem Freiburger Studenten zu Beginn des 19. Jh. zugeschrieben):
Die Menschheit wird von bitterm Harm
und Tyrannei gekränkt,
bis an dem letzten Pfaffendarm
der letzte König hängt


:D

Ein Revival erlebte der radikale Anti-klerikalismus mit der bolschewistischen Oktoberrevolution.

I. Vgl. dazu liest sich meine Agenda wie ein humanistisches Manifest. *lol* :p
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Re: Kirchensubventionen stoppen

Beitragvon Ein Terraner » Mo 4. Sep 2017, 19:25

Kritikaster hat geschrieben:(04 Sep 2017, 17:11)

Der Zusammenhang ist schon historisch herzuleiten: Die Kirchen waren im Dritten Reich bereits ein potentieller Widerstandshort gegen das Regime.


Das stimmt nicht, die katholische Kirche war einer der größten Unterstützer der Nazis. Nachzulesen bei Deschner oder hier zusammengefast.

http://www.gegen-die-kirche.eu/gott-und ... Chrer.html
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Re: Kirchensubventionen stoppen

Beitragvon Kritikaster » Mo 4. Sep 2017, 20:25

Uffzach hat geschrieben:(04 Sep 2017, 20:12)

Interessanterweise war die Zusammenarbeit zwischen Nationalsozialisten und den offiziellen Kirchen sehr gut. Viele Nazis verdankten sogar ihre Flucht der klerikalen Logistik. Deine Schlussfolgerung ist also sehr wohlfeil.

Ich würde also empfehlen beim radikalen Anti-klerikalismus den Blick eher auf die franz. Revolution als Mutter der europäischen Aufklärung zu richten. Dazu ein historisches Zitat aus jener Zeit (wird einem Freiburger Studenten zu Beginn des 19. Jh. zugeschrieben):
Die Menschheit wird von bitterm Harm
und Tyrannei gekränkt,
bis an dem letzten Pfaffendarm
der letzte König hängt


:D

Ein Revival erlebte der radikale Anti-klerikalismus mit der bolschewistischen Oktoberrevolution.

I. Vgl. dazu liest sich meine Agenda wie ein humanistisches Manifest. *lol* :p

Interessant, dass Du dich angesprochen fühlst.
Der am höchsten entwickelte Sinn ist der Unsinn. (Peter E. Schumacher)
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