Archäologen stützen die akt. Flüchtlingspolitik

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gödelchen
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Re: Archäologen stützen die akt. Flüchtlingspolitik

Beitragvon gödelchen » Di 8. Aug 2017, 17:50

Anderus hat geschrieben:(08 Aug 2017, 18:40)

Nach Bryan Sykes, soll es die ersten Menschen, wovon wir alle abstammen sollen, vor ca. 150.000 Jahren gegeben haben. Er vermutete sie eher in Südostafrika. Mag sein, das sie sich schon früher nach Marokko durchgeschlagen haben. Diese Erkenntnis dürfte für den Thread, aber redundant sein. Marokko liegt auch in Afrika.


:-)
Wolltest du jetzt damit sagen, dass die, die aus den Gefilden kommen auf Stand vor 150.000 Jahren sind? Kann dich beruhigen, sind sie nicht...sind schon bis 1956 gekommen. Müssen noch was arbeiten bis sie 2017 erreicht haben.
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Re: Archäologen stützen die akt. Flüchtlingspolitik

Beitragvon Olympus » Di 8. Aug 2017, 18:00

gödelchen hat geschrieben:(08 Aug 2017, 18:50)

:-)
Wolltest du jetzt damit sagen, dass die, die aus den Gefilden kommen auf Stand vor 150.000 Jahren sind? Kann dich beruhigen, sind sie nicht...sind schon bis 1956 gekommen. Müssen noch was arbeiten bis sie 2017 erreicht haben.

Ist ja lustig. Manche arbeiten daran,wieder auf ein Stand vor 1956 zu kommen.
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Re: Archäologen stützen die akt. Flüchtlingspolitik

Beitragvon Keoma » Di 8. Aug 2017, 18:08

Olympus hat geschrieben:(08 Aug 2017, 19:00)

Ist ja lustig. Manche arbeiten daran,wieder auf ein Stand vor 1956 zu kommen.

Die Türkei will noch weiter zurück.
Jeder hat ein Recht auf meine Meinung.
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Re: Archäologen stützen die akt. Flüchtlingspolitik

Beitragvon Olympus » Di 8. Aug 2017, 18:13

Keoma hat geschrieben:(08 Aug 2017, 19:08)

Die Türkei will noch weiter zurück.

Auf Ziegen reitend, zurück ins Osmanische Reich.
Erdogan gibt den Vorreiter. Määh :D
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Re: Archäologen stützen die akt. Flüchtlingspolitik

Beitragvon Dark Angel » Di 8. Aug 2017, 18:15

Tatjana hat geschrieben:(08 Aug 2017, 13:44)
Dieser Artikel stellt recht gut dar, was den Besucher beim Ausstellungsbesuch erwartet. Migration wird hier besonders hinsichtlich positiver Aspekte behandelt und als Chance dargestellt, außerdem wird der Besucher offen aber auch subtil zur Identifikation mit Migranten aufgefordert. Der Besucher soll zum "Afrikaner" werden. Dies ist soweit sicher legitim und verständlich, Geschichtswissenschaften wollen allgemein Verständnis für Menschen in ihrer Zeit wecken (Es gibt allerdings Ausnahmen!) schließlich handelt es sich bei den Museumleuten und Ausstellungsmachern um Staatsbedienstete im sozialdemokratischen NRW, die einen Auftrag haben. Archäologen sind außerdem Kulturwissenschaftler und die Kulturwissenschaften ("Humanities") sind sicher überwiegend "progressiv" und links zu verorten.
Die Frage ist, ob über den öffentlichen Bildungsauftrag ein etwas ausgewogeneres Bild gefordert werden müsste, bzw ob zumindest auch warnende Aspekte zur Migration zu erwarten wären. Schließlich geht in der Ausstellung etwas unter, dass entsprechende genetisch feststellbare "Verwandschaften" nicht unbedingt auf "Liebesheiraten" zurückzuführen sind. Es gibt sicher auch genug "kritische" Beispiele, wie z.B. Völkerwanderung oder auch die amerikanischen Indianer ("500 Nations"), deren Erfahrungen hinsichtlich Migration sicher weniger positiv sind.

Ich muss dich korrigieren: Archäologie gehört nicht zu den Geschichtswissenschaften, sondern zu den Altertumswissenschaften und Archäologie gehört auch nicht zu den Kulturwissenschaften!
Geschichtswissenschaften und Kulturwissenschaften sind Geisteswissenschaften, Archäologie hingegen gehört zu den empirischen Wissenschaften, die ihre Erkenntnisse mittel naturwissenschaftlicher Methoden in der Feldforschung gewinnt.
Natürlich sind wir alle Afrikaner und haben in verschiedenen Migrationsschüben der ganze Erde besiedelt. Es gibt nur einen "winzigkleinen" Unterschied zu heute - die Gruppen/Schübe bestanden aus wenigen Tausend Individuen und nicht aus Millionen und sie benötigten Jahrhunderte bis Jahrtausende für ihre Wanderungen und nicht wenige Tage und sie drangen in unbesiedelte Gebiete vor und drängten nicht in dicht besiedelte Gebiete.
Gegen die menschliche Dummheit sind selbst die Götter machtlos.

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Re: Archäologen stützen die akt. Flüchtlingspolitik

Beitragvon gödelchen » Di 8. Aug 2017, 18:24

Olympus hat geschrieben:(08 Aug 2017, 19:00)

Ist ja lustig. Manche arbeiten daran,wieder auf ein Stand vor 1956 zu kommen.


sind aber nur knapp über 5 % hier. 75,98 % in den Gefilden da schaffen es gerade mal mit Anstrengung nach 1957. :-)
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Re: Archäologen stützen die akt. Flüchtlingspolitik

Beitragvon Tatjana » Di 8. Aug 2017, 18:26

Dark Angel hat geschrieben:(08 Aug 2017, 19:15)

Ich muss dich korrigieren: Archäologie gehört nicht zu den Geschichtswissenschaften, sondern zu den Altertumswissenschaften und Archäologie gehört auch nicht zu den Kulturwissenschaften!
Geschichtswissenschaften und Kulturwissenschaften sind Geisteswissenschaften, Archäologie hingegen gehört zu den empirischen Wissenschaften, die ihre Erkenntnisse mittel naturwissenschaftlicher Methoden in der Feldforschung gewinnt.
Natürlich sind wir alle Afrikaner und haben in verschiedenen Migrationsschüben der ganze Erde besiedelt. Es gibt nur einen "winzigkleinen" Unterschied zu heute - die Gruppen/Schübe bestanden aus wenigen Tausend Individuen und nicht aus Millionen und sie benötigten Jahrhunderte bis Jahrtausende für ihre Wanderungen und nicht wenige Tage und sie drangen in unbesiedelte Gebiete vor und drängten nicht in dicht besiedelte Gebiete.

Wikipedia:
Die Wortverbindungen Ur- und Frühgeschichte, Vor- und Frühgeschichte sowie Prähistorische Archäologie werden häufig synonym verwendet und bezeichnen eine archäologische Disziplin, die Urgeschichte und Frühgeschichte gleichermaßen umfasst und sich als ein Zweig der Geschichtswissenschaft versteht, der sich der Kultur­entwicklung des Menschen von ihren Anfängen an widmet.
In z.B. Tübingen:
Institut für Ur- und Frühgeschichte und Archäologie des Mittelalters der Eberhard Karls Universität Tübingen mit den Abteilungen Ältere Urgeschichte und Quartärökologie (Geowissenschaftliche Fakultät), der Abteilung Jüngere Urgeschichte und Frühgeschichte (Fakultät für Kulturwissenschaften) und der Abteilung Archäologie des Mittelalters (Fakultät für Kulturwissenschaften)
https://de.wikipedia.org/wiki/Ur-_und_F ... geschichte
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Re: Archäologen stützen die akt. Flüchtlingspolitik

Beitragvon ThorsHamar » Di 8. Aug 2017, 18:38

Anderus hat geschrieben:(08 Aug 2017, 18:40)

Nach Bryan Sykes, soll es die ersten Menschen, wovon wir alle abstammen sollen, vor ca. 150.000 Jahren gegeben haben. Er vermutete sie eher in Südostafrika. Mag sein, das sie sich schon früher nach Marokko durchgeschlagen haben. Diese Erkenntnis dürfte für den Thread, aber redundant sein. Marokko liegt auch in Afrika.


Richtig. Was aber nicht redundant ist, ist der Fakt, dass zu der Zeit, als WIR noch alle praktisch "afrikanische" Affenmenschen waren, es keine Landschaft gab, welche Afrika hiess ....
Unser lebendiger Ursprung begann hier: http://www.focus.de/wissen/videos/faszi ... 22660.html
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Re: Archäologen stützen die akt. Flüchtlingspolitik

Beitragvon Dark Angel » Di 8. Aug 2017, 18:46

Tatjana hat geschrieben:(08 Aug 2017, 19:26)

Wikipedia:
Die Wortverbindungen Ur- und Frühgeschichte, Vor- und Frühgeschichte sowie Prähistorische Archäologie werden häufig synonym verwendet und bezeichnen eine archäologische Disziplin, die Urgeschichte und Frühgeschichte gleichermaßen umfasst und sich als ein Zweig der Geschichtswissenschaft versteht, der sich der Kultur­entwicklung des Menschen von ihren Anfängen an widmet.
In z.B. Tübingen:
Institut für Ur- und Frühgeschichte und Archäologie des Mittelalters der Eberhard Karls Universität Tübingen mit den Abteilungen Ältere Urgeschichte und Quartärökologie (Geowissenschaftliche Fakultät), der Abteilung Jüngere Urgeschichte und Frühgeschichte (Fakultät für Kulturwissenschaften) und der Abteilung Archäologie des Mittelalters (Fakultät für Kulturwissenschaften)
https://de.wikipedia.org/wiki/Ur-_und_F ... geschichte
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Autsch - Wikipedia!
Ich BIN Archäologe - und rein zufällig weiß ich, dass Archäologie weder zu den Geschichtswissenschaften noch zu den Kulktuwissenschaften gehört. Beide sind Geisteswissenschaften, Archäologie hingegen ist keine Geisteswissenschaft. Archäologen fassen den Kulturbegriff völlig anders als Kulturwissenschaften/Geisteswissenschaften - nämlich als "das komplexe Ganze" - die Gesamtheit kummulierten Wissens, aller Fähigkeiten, Fertigkeiten, Sitten und Gebräuche, die Menschen als Mitglied der Gesellschaft durch soziales Lernen, erworben hat
Kulturentwicklung beginnt mit der Beherrschung des Feuers, mit der gezielten Herstellung von Werkzeugen etc pp und das hat recht wenig mit dem zu tun, was Kuklturwissenschaftler unter Kultur verstehen.
Wir gliedern Kultur(en) u.a. zeitgeschichtlich und geographisch.
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Re: Archäologen stützen die akt. Flüchtlingspolitik

Beitragvon Dark Angel » Di 8. Aug 2017, 19:15

Selina hat geschrieben:(08 Aug 2017, 16:47)

Welche "warnenden Aspekte zur Migration" sollen das sein? Wovor möchtest du warnen?

Wenn uns die Migrationsbewegungen/Migrationsschübe in der Menschheitsgeschichte eines gelehrt haben dann, dass Migrationsprozesse - großen Ausmaßes - immer auch Verdrängungsprozesse sind, die zum vollständigen kulturellen, wirtschaftlichen und politischen Zusammenbruch geführt haben, dass es Jahrhunderte dauerte, bis sich die jeweiligen Gesellschaften auf sehr viel niedrigerem wirtschaftlichem, technologischem und sozialem Niveau stabilisiert hatten und die gesellschaftliche Entwicklung von Neuem beginnen konnte.
Unter starkem Druck brechen existierende Sozialsysteme nunmal zusammen - auch das lehrt die Geschichte!
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Re: Archäologen stützen die akt. Flüchtlingspolitik

Beitragvon watisdatdenn? » Di 8. Aug 2017, 19:20

Über den dpa Artikel hab ich mich hier schon ausgekotzt:
http://politik-forum.eu/viewtopic.php?f=24&t=64233

Da steht so viel Blödsinn drin.. Wo soll man da anfangen?
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Re: Archäologen stützen die akt. Flüchtlingspolitik

Beitragvon Selina » Di 8. Aug 2017, 19:21

Dark Angel hat geschrieben:(08 Aug 2017, 20:15)

Wenn uns die Migrationsbewegungen/Migrationsschübe in der Menschheitsgeschichte eines gelehrt haben dann, dass Migrationsprozesse - großen Ausmaßes - immer auch Verdrängungsprozesse sind, die zum vollständigen kulturellen, wirtschaftlichen und politischen Zusammenbruch geführt haben, dass es Jahrhunderte dauerte, bis sich die jeweiligen Gesellschaften auf sehr viel niedrigerem wirtschaftlichem, technologischem und sozialem Niveau stabilisiert hatten und die gesellschaftliche Entwicklung von Neuem beginnen konnte.
Unter starkem Druck brechen existierende Sozialsysteme nunmal zusammen - auch das lehrt die Geschichte!


Ich bitte um Beispiele.
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Re: Archäologen stützen die akt. Flüchtlingspolitik

Beitragvon Dark Angel » Di 8. Aug 2017, 19:58

Selina hat geschrieben:(08 Aug 2017, 20:21)

Ich bitte um Beispiele.

Zusammenbruch der Minoischen bzw Mykenischen Palastkulturen ==> Migrationsschübe von Ost nach West, Nord nach Süd mit gleichzeitiger Verdrängung der ursprünglichen Bevölkerung ==> Dark Arges von ca. 1200 bc bis ca 800 bc.
Zusammenbruch des Mittleren Reiches in Ägypten durch Einfall der Hyksos ==> Beginn der 2. Zwischenzeit 1600 bis 1500 bc, verbunden mit dem Zerfall des geeinten Reiches von Ober- und Unterägypten in einzelne Gaue
Vollständiger kultureller, wirtschaftlicher und politischer Zusammenbruch des Weströmischen Reiches im 5. Jh ad infolge Bevölkerungsverschiebungen von Ost nach West und Nord nach Süd verbunden mit der Verdrängung der ursprünglich siedelnden Bevölkerung ==> Ausweichen der germanischen Vandalen nach Nordafrika, der germanischen Westgoten auf die Iberische Halbinsel etc. Ende der Spätantike und Beginn des Mittelalters - verbunden mit dem Verlust von Verwaltungsstrukturen, dem vollständigen Zusammenbruch von Wirtschaftsstrukturen UND dem Verlust von Wissen und Technologie ==> existierende Wassrleitungssysteme und Kanalisation wurden zerstört.
Die Bevölkerung Roms schrumpfte von ca. 1Million(!) Einwohner auf wenige Zehntausend, allgemein zugängliches Bildungssystem brach zusammen, Bildung war nur noch einer kleinen Oberschicht zugänglich.

Reicht das oder muss ich noch mehr Nachhilfe in Grundlagenwissen geben?

Ganz nebenbei - der Verdrängungsprozess, verbunden mit Neuansiedlungen zum Ende der Spätantike konnte nur funktionieren, weil weltweit nur etwa 300 bis 400 Millionen Menschen lebten und Mitteleuropa - wohin die meisten drängten, weil Mitteleuropa bereits damals technologisch, wirtschaftliche und sozial eine Spitzenposition inne hatte - relativ dünn besiedelt war.
Heute ist Europa der am dichtesten besiedelte Kontinent! Heute leben mehr als 7 Milliarden(!) Menschen auf der Erde! Heute kann niemand mehr irgendwohin ausweichen.

Nur wer unter vollständigem Realitätsverlust leidet, kann annehmen, dass Europa/die europäischen Staaten zusätzliche 60 Millionen Wirtschaftsmigranten - ohne jede Bildung/Ausbildung - aufnehmen und versorgen kann, ohne, dass die Sozialsysteme zusammenbrechen und ohne dass es zu dramatischen wirtschaftliche und gesellschaftlichen Verwerfungen kommt
Gegen die menschliche Dummheit sind selbst die Götter machtlos.

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Re: Archäologen stützen die akt. Flüchtlingspolitik

Beitragvon Olympus » Di 8. Aug 2017, 20:20

Dark Angel hat geschrieben:(08 Aug 2017, 20:58)

Zusammenbruch der Minoischen bzw Mykenischen Palastkulturen ==> Migrationsschübe von Ost nach West, Nord nach Süd mit gleichzeitiger Verdrängung der ursprünglichen Bevölkerung ==> Dark Arges von ca. 1200 bc bis ca 800 bc.
Zusammenbruch des Mittleren Reiches in Ägypten durch Einfall der Hyksos ==> Beginn der 2. Zwischenzeit 1600 bis 1500 bc, verbunden mit dem Zerfall des geeinten Reiches von Ober- und Unterägypten in einzelne Gaue
Vollständiger kultureller, wirtschaftlicher und politischer Zusammenbruch des Weströmischen Reiches im 5. Jh ad infolge Bevölkerungsverschiebungen von Ost nach West und Nord nach Süd verbunden mit der Verdrängung der ursprünglich siedelnden Bevölkerung ==> Ausweichen der germanischen Vandalen nach Nordafrika, der germanischen Westgoten auf die Iberische Halbinsel etc. Ende der Spätantike und Beginn des Mittelalters - verbunden mit dem Verlust von Verwaltungsstrukturen, dem vollständigen Zusammenbruch von Wirtschaftsstrukturen UND dem Verlust von Wissen und Technologie ==> existierende Wassrleitungssysteme und Kanalisation wurden zerstört.
Die Bevölkerung Roms schrumpfte von ca. 1Million(!) Einwohner auf wenige Zehntausend, allgemein zugängliches Bildungssystem brach zusammen, Bildung war nur noch einer kleinen Oberschicht zugänglich.

Reicht das oder muss ich noch mehr Nachhilfe in Grundlagenwissen geben?

Ganz nebenbei - der Verdrängungsprozess, verbunden mit Neuansiedlungen zum Ende der Spätantike konnte nur funktionieren, weil weltweit nur etwa 300 bis 400 Millionen Menschen lebten und Mitteleuropa - wohin die meisten drängten, weil Mitteleuropa bereits damals technologisch, wirtschaftliche und sozial eine Spitzenposition inne hatte - relativ dünn besiedelt war.
Heute ist Europa der am dichtesten besiedelte Kontinent! Heute leben mehr als 7 Milliarden(!) Menschen auf der Erde! Heute kann niemand mehr irgendwohin ausweichen.

Nur wer unter vollständigem Realitätsverlust leidet, kann annehmen, dass Europa/die europäischen Staaten zusätzliche 60 Millionen Wirtschaftsmigranten - ohne jede Bildung/Ausbildung - aufnehmen und versorgen kann, ohne, dass die Sozialsysteme zusammenbrechen und ohne dass es zu dramatischen wirtschaftliche und gesellschaftlichen Verwerfungen kommt

Billigste Propaganda. Einfall der Hyksos klingt wohl nach Krieg, keine Flucht. Also hat es nichts mit Migration zu tun.
60 Millionen Wirtschaftsflüchtlinge. Erstens sind die meisten auf der Flucht vor Kriegen, Ausbeutung und dramatischen Klimaveränderungen. Zudem haben ganz sicher nicht alle 60 Millionen keine Ausbildung, was ein Schwachsinn.
Zweitens sind die allermeisten in den umliegenden Ländern ihrer Heimat geflohen und nicht nach Europa. Die allermeisten wollen gar nicht hierher.
Ich weiß, Fakten tun weh. Auch wenn es nicht für Propaganda Zwecke und Hetze passt, aber nehmen Sie es hin. Der überwältigende Teil der deutschen Bevölkerung hat diese Propagandamaschinerie durchschaut und Sie sollten merken, daß es nicht mehr funktioniert.
Es werden keine 60 Millionen kommen!!
Zuletzt geändert von Olympus am Di 8. Aug 2017, 20:24, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Archäologen stützen die akt. Flüchtlingspolitik

Beitragvon jack000 » Di 8. Aug 2017, 20:27

Olympus hat geschrieben:(08 Aug 2017, 21:20)Die allermeisten wollen gar nicht hierher.

Quelle?
Ein Zeichen von Intelligenz ist der stetige Zweifel - Idioten sind sich immer todsicher, egal was sie tun ...

"allzu häufig paart sich im Gemüte, Dämlichkeit mit Herzensgüte" (Wilhelm Busch)
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Re: Archäologen stützen die akt. Flüchtlingspolitik

Beitragvon Selina » Di 8. Aug 2017, 21:31

Olympus hat geschrieben:(08 Aug 2017, 21:20)

Billigste Propaganda. Einfall der Hyksos klingt wohl nach Krieg, keine Flucht. Also hat es nichts mit Migration zu tun.
60 Millionen Wirtschaftsflüchtlinge. Erstens sind die meisten auf der Flucht vor Kriegen, Ausbeutung und dramatischen Klimaveränderungen. Zudem haben ganz sicher nicht alle 60 Millionen keine Ausbildung, was ein Schwachsinn.
Zweitens sind die allermeisten in den umliegenden Ländern ihrer Heimat geflohen und nicht nach Europa. Die allermeisten wollen gar nicht hierher.
Ich weiß, Fakten tun weh. Auch wenn es nicht für Propaganda Zwecke und Hetze passt, aber nehmen Sie es hin. Der überwältigende Teil der deutschen Bevölkerung hat diese Propagandamaschinerie durchschaut und Sie sollten merken, daß es nicht mehr funktioniert.
Es werden keine 60 Millionen kommen!!


Richtig :thumbup: Vor allem: Was wäre denn die Alternative? Schotten dicht? Die Internationalisierung der Welt, Wanderbewegungen und Migration sind normale Entwicklungen und objektiv nicht aufzuhalten. Nur, weil mal ein paar hundertausend Flüchtlinge mit einem Mal nach Deutschland kamen (und Merkel für irgendeine "einsame Entscheidung", die gar nicht so "einsam" war, beschimpft wird), ist hier kein Sozialsystem zusammengebrochen. Kein "Austausch", keine "Umvolkung" und dergleichen mehr sind weit und breit zu sehen. Das kann man wirklich als Propaganda bezeichnen, da hast du vollkommen recht, Olympus.
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Re: Archäologen stützen die akt. Flüchtlingspolitik

Beitragvon Keoma » Di 8. Aug 2017, 21:36

Selina hat geschrieben:(08 Aug 2017, 22:31)

Richtig :thumbup: Vor allem: Was wäre denn die Alternative? Schotten dicht? Die Internationalisierung der Welt, Wanderbewegungen und Migration sind normale Entwicklungen und objektiv nicht aufzuhalten. Nur, weil mal ein paar hundertausend Flüchtlinge mit einem Mal nach Deutschland kamen (und Merkel für irgendeine "einsame Entscheidung", die gar nicht so "einsam" war, beschimpft wird), ist hier kein Sozialsystem zusammengebrochen. Kein "Austausch", keine "Umvolkung" und dergleichen mehr sind weit und breit zu sehen. Das kann man wirklich als Propaganda bezeichnen, da hast du vollkommen recht, Olympus.

Ja eh, am besten Grenzen weltweit abschaffen, soll doch jeder hingehen, wohin er will.
Wäre das in deinem Sinn?
Jeder hat ein Recht auf meine Meinung.
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Re: Archäologen stützen die akt. Flüchtlingspolitik

Beitragvon Ein Terraner » Di 8. Aug 2017, 22:02

Keoma hat geschrieben:(08 Aug 2017, 22:36)

Ja eh, am besten Grenzen weltweit abschaffen, soll doch jeder hingehen, wohin er will.
Wäre das in deinem Sinn?

Klingt doch nicht schlecht.
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Re: Archäologen stützen die akt. Flüchtlingspolitik

Beitragvon Dark Angel » Di 8. Aug 2017, 22:03

Olympus hat geschrieben:(08 Aug 2017, 21:20)

Billigste Propaganda.

Propaganda - achso. Wenn man keine Ahnung hat soll man die Finger von der Tastatur lassen!

Olympus hat geschrieben:(08 Aug 2017, 21:20)
Einfall der Hyksos klingt wohl nach Krieg, keine Flucht. Also hat es nichts mit Migration zu tun.

"Klingt nach ...", "sieht aus wie ..." - sind die typischen Aussagen von Leuten, die absolut keine Ahnung haben!
Der Einfall der Hyksos war ein Migrationsschub hebräischer Stämme nach Ägypten mit Verdrängung der einheimischen Bevölkerung!

Olympus hat geschrieben:(08 Aug 2017, 21:20)]60 Millionen Wirtschaftsflüchtlinge. Erstens sind die meisten auf der Flucht vor Kriegen, Ausbeutung und dramatischen Klimaveränderungen. Zudem haben ganz sicher nicht alle 60 Millionen keine Ausbildung, was ein Schwachsinn.

Die 60 Millionen sind Wirtschaftsmigranten! Wo die herkommen, herrscht in den seltensten Fällen Krieg!
Die "dramatischen Klimaveränderungen", von denen du faselst, gibt es nicht, die wären weltweit spürbar und nicht nur regional.
Klimaveränderungen waren der Auslöser aller Migrationsschübe in der Menschheitsgeschichte - damatische Klimaveränderungen waren es die u.a. den so genannten Seevölkersturm auslösten, der zum endgültigen Zusammenbruch der Palastkulturen führten und dramatische Klimaveränderungen waren es, die zu den Migrationsschüben zum Ende der Spätantike und zum endgültigen Zusammenbruch des Weströmischen Reiches führten.
Migranten, die ihre Heimat aufgrund von Klimaveränderungen verlassen, sind Wirtschaftsmigranten.
Von den 60 Mio Migranten weltweit, haben die wenigsten eine Ausbildung oder haben ein Mindestmaß an Schulbildung, weil die aus Staaten mit hoher Analphabetenrate stammen. Und die gebildete Mittel- und Oberschicht verlässt ihre Heimatländer nicht (freiwillig). Man muss schon ziemlich gehirngewaschen sein, wenn man annimmt, dass nur Fachkräfte und Akademiker emigrieren.

="Olympus"](08 Aug 2017, 21:20)Zweitens sind die allermeisten in den umliegenden Ländern ihrer Heimat geflohen und nicht nach Europa. Die allermeisten wollen gar nicht hierher.[/quote]
Die Millionen, die nach Europa wollen und über keinerlei Bildung oder Ausbildung verfügen, reichen vollkommen, um die Sozialsysteme der europäischen Staaten nachhaltig zu destabilisieren und zum Zusammenbruch zu bringen.

Olympus hat geschrieben:(08 Aug 2017, 21:20)Ich weiß, Fakten tun weh. Auch wenn es nicht für Propaganda Zwecke und Hetze passt, aber nehmen Sie es hin. Der überwältigende Teil der deutschen Bevölkerung hat diese Propagandamaschinerie durchschaut und Sie sollten merken, daß es nicht mehr funktioniert.
Es werden keine 60 Millionen kommen!!

Von welchen Fakten faselst du? Du hast keinerlei Fakten genannt, nur den linksgrün bekifften Unfug.
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Re: Archäologen stützen die akt. Flüchtlingspolitik

Beitragvon Dark Angel » Di 8. Aug 2017, 22:10

Selina hat geschrieben:(08 Aug 2017, 22:31)

Richtig :thumbup: Vor allem: Was wäre denn die Alternative? Schotten dicht? Die Internationalisierung der Welt, Wanderbewegungen und Migration sind normale Entwicklungen und objektiv nicht aufzuhalten. Nur, weil mal ein paar hundertausend Flüchtlinge mit einem Mal nach Deutschland kamen (und Merkel für irgendeine "einsame Entscheidung", die gar nicht so "einsam" war, beschimpft wird), ist hier kein Sozialsystem zusammengebrochen. Kein "Austausch", keine "Umvolkung" und dergleichen mehr sind weit und breit zu sehen. Das kann man wirklich als Propaganda bezeichnen, da hast du vollkommen recht, Olympus.

Nein - Wanderbewegungen und Migrationsschübe sind keine "normale Entwicklung" - wäre es eine normale Entwicklung, dann hätten die letzten großen Wanderbewegungen - die mit den gegenwärtigen vergleichbar sind - nicht vor 1500(!) Jahren stattgefunden.
DAS sind die Fakten - in den letzten 1500 Jahren haben keine Wanderbewegungen größeren Ausmaßes stattgefunden!
Migrationsbewegungen, wie gegenwärtig zu verzeichnen, sind keine normale Entwicklung.
Es findet auch keine "Internationalisierung" statt. Wirtschaftliche Globalisierung ist keine Internationalisierung!
Zuletzt geändert von Dark Angel am Di 8. Aug 2017, 22:14, insgesamt 1-mal geändert.
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