Sammelstrang Pegida

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JFK
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Re: Sammelstrang Pegida

Beitragvon JFK » So 30. Jul 2017, 09:35

CaptainJack hat geschrieben:(30 Jul 2017, 10:16)

Deine Phantasie ist genauso grenzenlos wie albern.


Schrieb der, der städig von Millarden Flüchtlinge Phantasiert :D
JFK
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Re: Sammelstrang Pegida

Beitragvon JFK » So 30. Jul 2017, 09:37

CaptainJack hat geschrieben:(30 Jul 2017, 10:00)

Wieso sollte Pegida ein Opfer sein? :rolleyes: Das sind völlig normale Menschen aus allen Schichten....


Normale Menschen die sich gerne Rassistischen Müll anhören und Nazis zujubeln, aber sonnst sind die normal
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Ammianus
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Re: Sammelstrang Pegida

Beitragvon Ammianus » So 30. Jul 2017, 09:37

Olympus hat geschrieben:(30 Jul 2017, 10:11)

Ja, nämlich das wir diese radikale Truppe nicht mehr im Griff haben. Neben ein paar verwirrte Nafris kommen tausende rechtsextreme dazu. Es wird immer schlimmer. Sie stürmen Staatsgebäude, verprügeln unschuldige, ja sogar Kinder. Schmuggeln Waffen und planen den Putsch. Und nichts ist eingetreten was ihr behauptet.


Hab grade auf die Uhr geschaut: 10:11 Uhr. Fängt sehr früh bei dir an der Frühschoppen.
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Re: Sammelstrang Pegida

Beitragvon Olympus » So 30. Jul 2017, 09:40

Ammianus hat geschrieben:(30 Jul 2017, 10:37)

Hab grade auf die Uhr geschaut: 10:11 Uhr. Fängt sehr früh bei dir an der Frühschoppen.

Sie scheinen immer noch dabei zu sein.
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Re: Sammelstrang Pegida

Beitragvon gödelchen » So 30. Jul 2017, 09:41

Olympus hat geschrieben:(30 Jul 2017, 10:11)

Ja, nämlich das wir diese radikale Truppe nicht mehr im Griff haben. Neben ein paar verwirrte Nafris kommen tausende rechtsextreme dazu. Es wird immer schlimmer. Sie stürmen Staatsgebäude, verprügeln unschuldige, ja sogar Kinder. Schmuggeln Waffen und planen den Putsch. Und nichts ist eingetreten was ihr behauptet.


Natürlich ist eine Menge eingetreten, was zu erwarten war. mehr als 2/3 aller die jetzt hier hinzukommen , sind für unsere gesellschaftliche Aufstellung nicht vorbereitetet, selbst langfristig gesehen nicht " eingliederbar" (stammen aus dem Hinterwald zu dem was wie hier haben :-) ).

Kannst heute mal die WELT am SONNTAG lesen....dann hast du frische Argumente für meine Aufstellung.

Wir wussten, dass wir es nicht in unserem Sinne das Problem organisatorisch stümperhaft auf die Rolle bekommen würden, wir wussten, was da auf uns zu rollt / er in den kaputten Länder war, aus denen die überwiegende Anzahl der Hereinströmenden stammt, hat solche zutreffenden Infos gegeben) . Solche Gequatsche, wie deines hat dazu beigetragen, dass das Stümpern noch länger anhielt.

Aber schön, dass wir jetzt neues Anschauungsmaterial für Elend hier haben. Unser eigener sozialer Brennpunkt-Anhänger war schon nicht mehr ausreichend.
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Re: Sammelstrang Pegida

Beitragvon CaptainJack » So 30. Jul 2017, 09:46

Olympus hat geschrieben:(30 Jul 2017, 10:19)

Keine Antwort, ist auch eine Antwort. Danke das du auf diese Weise zustimmst.

Warum sollte ich groß antworten, wenn einer unter Schnappatumung irrwitzige Phantasien verbreitet? :) Aber gut, alleine in einem winzigen Satz sind 4 Lügen. Bitte sei mir aber nicht böse, dass ich manche User nicht für voll nehme und ich deshalb mit denen nicht groß kommunizieren will ... zumal, wenn ausgerechnet derzeit der Phantasie-Nick eingesetzt wird. :)
Woppadaq hat geschrieben:
Wieso jammert ihr dann, dass Pegida zuviel Druck bekommt? Dass sie so unglaublich stigmatisiert werden ? Dass die Lügenpresse pausenlos falsch über sie berichtet?
Ich verstehe jetzt wirklich nicht, was du da mit "ihr" plapperst? Ich bin im Zentrum BWs geboren und war noch nie in den ostdeutschen Bundesländern. Ich habe mit Pegida so wenig zu tun wie du, nur, dass ich mich, aufgrund leicht zugänglicher Informationen, wesentlich objektiver und vor allem wesentlich fairer äußere.
Schließlich ist nicht entscheidend, wie eine mainstream-Presse etwas beurteilt bzw. beurteilen muss (und damit du), sondern wie sich die Wirklichkeit darstellt. In Wirklichkeit steckt eben "wirklich"!
"Im Namen der Toleranz lässt man zu, dass die Intoleranten ihre Infrastruktur aufbauen."
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Re: Sammelstrang Pegida

Beitragvon Woppadaq » So 30. Jul 2017, 09:52

schelm hat geschrieben:(30 Jul 2017, 10:01)

Versteh du, darum geht es nicht. Jeder Einfluss auf eine Messung verfälscht das Ergebnis, wende einfach nüchterne wissenschaftliche Maßstäbe an, statt ideologischer Wertung.


Der Wissenschaftler in mir sagt mir, dass Pegida nicht aus einer Not heraus entstanden ist, sondern aus einem diffusen Gefühl, dem Gefühl kommender Fremdbeeinflussung. Das ist etwas, worauf gerade in Sachsen viele Leute erhöht anspringen, weshalb Pegida auch nie so stark war wie in Sachsen. Die Kritik an der Flüchtlingspolitik mag hie und da vielleicht berechtigt sein, im - gerade westlichen - Rest der Republik wird sie aber nicht anders gesehen als jene, die es dort schon seit 50 Jahren gibt. Ohne dass eine grossartige Fremdbeeinflussung sichtbar wäre (zumindest keine, die unser System ins Wanken bringen könnte) Es bringt deshalb gar nichts, hie und da mal recht zu haben, wenn man beim Hauptthema per se falsch liegt.

Radikalisierung passiert durch eine innere Überzeugung ohne Not, oder eine echte oder geglaubte Not, ausgelöst durch Ignoranz, Diskreditierung und von ungelösten Problemen.


Das Problem von Pegida ist nicht nur ihre Radikalisierung, sondern wie diese mitgetragen wird. Derartiges war allerdings auch für die Grünen mal ein Problem. Auch die mussten ein Konzept finden, trotz Radikalisierung ernst genommen zu werden. Ist halt blöd, dass weder Pegida noch die AfD neben der Flüchtlingsprobelmatik irgendwelche tollen Rezepte haben, die Gesellschaft zu verbessern. Sich sogar über Leute auslassen, die das vorhaben. Es ist SEHR einfach, so etwas zu stigmatisieren.
Zuletzt geändert von Woppadaq am So 30. Jul 2017, 09:54, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Sammelstrang Pegida

Beitragvon Olympus » So 30. Jul 2017, 09:54

CaptainJack hat geschrieben:(30 Jul 2017, 10:46)

Warum sollte ich groß antworten, wenn einer unter Schnappatumung irrwitzige Phantasien verbreitet? :) Aber gut, alleine in einem winzigen Satz sind 4 Lügen. Bitte sei mir aber nicht böse, dass ich manche User nicht für voll nehme und ich deshalb mit denen nicht groß kommunizieren will ... zumal, wenn ausgerechnet derzeit der Phantasie-Nick eingesetzt wird. :)
Ich verstehe jetzt wirklich nicht, was du da mit "ihr" plapperst? Ich bin im Zentrum BWs geboren und war noch nie in den ostdeutschen Bundesländern. Ich habe mit Pegida so wenig zu tun wie du, nur, dass ich mich, aufgrund leicht zugänglicher Informationen, wesentlich objektiver und vor allem wesentlich fairer äußere.
Schließlich ist nicht entscheidend, wie eine mainstream-Presse etwas beurteilt bzw. beurteilen muss (und damit du), sondern wie sich die Wirklichkeit darstellt. In Wirklichkeit steckt eben "wirklich"!

:x langweilig. Wer rechtsradikale wehement verteidigt, gehört dazu. Im Geiste seid ihr eben gleich. Die Unschuldsnummer zieht nicht mehr. Ihr seid am Ende, genießt die Niederlage, daran solltet ihr ja gewohnt sein.
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Re: Sammelstrang Pegida

Beitragvon CaptainJack » So 30. Jul 2017, 10:03

Olympus hat geschrieben:(30 Jul 2017, 10:54)

:x langweilig. Wer rechtsradikale wehement verteidigt, gehört dazu. Im Geiste seid ihr eben gleich. Die Unschuldsnummer zieht nicht mehr. Ihr seid am Ende, genießt die Niederlage, daran solltet ihr ja gewohnt sein.
So, jetzt frühstück mal in Ruhe, entspann dich und geh in die frische Luft und vergiss nicht, tief durchzuatmen. Wenn du dann mal einen konstruktiven Beitrag ohne Schnappatmung präsentieren kannst, bin ich gerne bereit, mit dir zu kommunizieren. :|
Tipp und Anmerkung zugleich: Du hast doch sicher einen "ruhigeren" Nick im Köcher? :)
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Re: Sammelstrang Pegida

Beitragvon Olympus » So 30. Jul 2017, 10:07

CaptainJack hat geschrieben:(30 Jul 2017, 11:03)

So, jetzt frühstück mal in Ruhe, entspann dich und geh in die frische Luft und vergiss nicht, tief durchzuatmen. Wenn du dann mal einen konstruktiven Beitrag ohne Schnappatmung präsentieren kannst, bin ich gerne bereit, mit dir zu kommunizieren. :|
Tipp und Anmerkung zugleich: Du hast doch sicher einen "ruhigeren" Nick im Köcher? :)

Ja, gehen Sie sich ausnüchtern, Jack000!
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Re: Sammelstrang Pegida

Beitragvon schelm » So 30. Jul 2017, 11:31

Woppadaq hat geschrieben:(30 Jul 2017, 10:52)

Der Wissenschaftler in mir sagt mir, dass Pegida nicht aus einer Not heraus entstanden ist, sondern aus einem diffusen Gefühl, dem Gefühl kommender Fremdbeeinflussung. Das ist etwas, worauf gerade in Sachsen viele Leute erhöht anspringen, weshalb Pegida auch nie so stark war wie in Sachsen. Die Kritik an der Flüchtlingspolitik mag hie und da vielleicht berechtigt sein, im - gerade westlichen - Rest der Republik wird sie aber nicht anders gesehen als jene, die es dort schon seit 50 Jahren gibt. Ohne dass eine grossartige Fremdbeeinflussung sichtbar wäre (zumindest keine, die unser System ins Wanken bringen könnte) Es bringt deshalb gar nichts, hie und da mal recht zu haben, wenn man beim Hauptthema per se falsch liegt.



Das Problem von Pegida ist nicht nur ihre Radikalisierung, sondern wie diese mitgetragen wird. Derartiges war allerdings auch für die Grünen mal ein Problem. Auch die mussten ein Konzept finden, trotz Radikalisierung ernst genommen zu werden. Ist halt blöd, dass weder Pegida noch die AfD neben der Flüchtlingsprobelmatik irgendwelche tollen Rezepte haben, die Gesellschaft zu verbessern. Sich sogar über Leute auslassen, die das vorhaben. Es ist SEHR einfach, so etwas zu stigmatisieren.

Man kann das auch ganz anders sehen. Der Osten hat die Erfahrung einer Diktatur noch personell präsent. Auch jene, sich aus eigner Kraft davon unblutig zu befreien. Das Pegida ausgerechnet da ins Laufen kam, auch als friedliche Spaziergänger, wo eine der Keimzellen der Revolution von 1989 lag, ist kein Zufall.

Es wäre auch verkürzt zu unterstellen, hier hätten sich reaktionäre Proleten gesucht und gefunden, die den Herbst 89 vereinnahmen und instrumentalisieren. Ich erwähne nur als Beispiel Fr.Lengsfeld, sagen will ich, die eigentlichen Anliegen der damaligen Spaziergänger, waren und sind auch ehemaligen Bürgerrechtlern nicht fremd.

Wer Sensibilität besitzt für die Lage im Westen, sich entwöhnt hat den Medien blind zu trauen, den nicht nachhaltigen Umgang mit bestimmten Problemen erkennt und konstatieren muss, sie werden sich wahrscheinlich in der regionalen Heimat mittel - oder langfristig kopieren, der muss nicht einmal ein besonderes Standing in der Gesellschaft haben, um eine Entwicklung antizipieren und artikulieren zu können, dafür reicht der gesunde Menschenverstand.

Von Anfang an wurde diese Bürgerbewegung jedoch diskreditiert, es wurde sich nicht inhaltlich auseinander gesetzt, sondern dankbar die Gemengelage hinter der inhaltlich berechtigten Sorge instrumentalisiert, um sie schlicht fertig zu machen. Natürlich kann man nicht erwarten, wenn der sogenannte einfache Bürger spricht, dass da lauter Dozenten geschliffene Statements abgeben.
Jeder Kaiser hat das Recht nackt vor sein Volk zu treten, aber dafür bedarf es eines Volkes, das nicht blind ist.
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Re: Sammelstrang Pegida

Beitragvon Woppadaq » So 30. Jul 2017, 18:28

schelm hat geschrieben:(30 Jul 2017, 12:31)

Man kann das auch ganz anders sehen. Der Osten hat die Erfahrung einer Diktatur noch personell präsent. Auch jene, sich aus eigner Kraft davon unblutig zu befreien. Das Pegida ausgerechnet da ins Laufen kam, auch als friedliche Spaziergänger, wo eine der Keimzellen der Revolution von 1989 lag, ist kein Zufall.


Die Keimzelle der Revolution von 1989 lag aber in Leipzig, wo Pegida weit weniger Erfolg hatte. Der Hype um Pegida ist weit grösser als es Pegida selbst ist.

Es wäre auch verkürzt zu unterstellen, hier hätten sich reaktionäre Proleten gesucht und gefunden, die den Herbst 89 vereinnahmen und instrumentalisieren. Ich erwähne nur als Beispiel Fr.Lengsfeld, sagen will ich, die eigentlichen Anliegen der damaligen Spaziergänger, waren und sind auch ehemaligen Bürgerrechtlern nicht fremd.


Naja, von den ehemaligen Bürgerrechtlern halte ich nicht allzuviel. Manche von denen - und Vera Lengsfeld zähle ich dazu - haben aus purer Angst vor Bedeutungsverlust den Stasi-IM-Hype mitgetragen, und tragen jetzt den "Deutschland schafft sich ab"-Hype mit. Lengsfeld hat Jahre gebraucht, um für sich zu akzeptieren, dass sie bei den Grünen nicht die Aufmerksamkeit bekommt wie in der CDU. Und bei dem meisten, was sie auf ihrer Seite schreibt - mag es sich auch noch so intelligent anhören - seh ich nur den Schrei nach Aufmerksamkeit. Seh ich nur viel heisse Luft. Von Vorschlägen ihrerseits, was besser zu machen wäre, seh ich da kaum was.

Für mich ist das der Hauptvorwurf sowohl gegen Pegida wie gegen die AfD: Man ist gegen etwas, aber nicht für etwas, und macht auch nichts, um die Welt zu verbessern, sondern lässt sich noch über Leute aus, die es versuchen.

Von Anfang an wurde diese Bürgerbewegung jedoch diskreditiert, es wurde sich nicht inhaltlich auseinander gesetzt, sondern dankbar die Gemengelage hinter der inhaltlich berechtigten Sorge instrumentalisiert, um sie schlicht fertig zu machen. Natürlich kann man nicht erwarten, wenn der sogenannte einfache Bürger spricht, dass da lauter Dozenten geschliffene Statements abgeben.


Wer dem sogenannten einfachen Bürger ein derartiges Podium gibt, muss auch mittragen, was dort von sich gegeben wird. Das ist ein Problem, mit dem sich jedes Internet-Politikforum rumschlagen muss. Böse böse Welt.

Aber ignoriere ruhig weiterhin, dass Pegida zwar viel und extrem meckern kann, aber nichts konstruktives bietet.
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Re: Sammelstrang Pegida

Beitragvon Quatschki » So 30. Jul 2017, 20:39

Woppadaq hat geschrieben:(30 Jul 2017, 19:28)
Für mich ist das der Hauptvorwurf sowohl gegen Pegida wie gegen die AfD: Man ist gegen etwas, aber nicht für etwas, und macht auch nichts, um die Welt zu verbessern, sondern lässt sich noch über Leute aus, die es versuchen.

Weltverbesserer?
Meinen um der "guten Sache" willen alle Regeln aufheben zu können und vermehren doch nur Chaos und Terror
Lenin, Hitler, Pol Pot - Alles selbsternannte Weltverbesserer!
Da nicht dazu gehören zu wollen ist nichts, dessen man sich schämen müßte.

Schau nach China. Die haben es geschafft, dass 1,3 Milliarden Menschen nicht nur nicht mehr hungern müssen, sondern sich eines wachsenden Wohlstandes erfreuen. Oder Leute, die Handys erfinden als sicheres bargeldloses Bezahlsystem in der 3.Welt. Das sind Weltverbesserer!
Warum unterscheiden wir denn zwischen "Gutmenschen" und "guten Menschen"? Denk mal drüber nach!
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Re: Sammelstrang Pegida

Beitragvon Woppadaq » So 30. Jul 2017, 20:51

Quatschki hat geschrieben:(30 Jul 2017, 21:39)

Warum unterscheiden wir denn zwischen "Gutmenschen" und "guten Menschen"?


Wo und wann tut ihr das denn?

(im übrigen sprach ich gar nicht von "Gutmenschen", aber interessant, dass du sofort diese Assoziation machst....)

(...und mein Hauptvorwurf bleibt, und der hat überhaupt gar nichts mit "Gutmenschen" zu tun...)
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Re: Sammelstrang Pegida

Beitragvon Marmelada » So 30. Jul 2017, 20:53

JJazzGold hat geschrieben:(28 Jul 2017, 21:30)

Als ob die WestLinken in Deutschland nicht begeistert mitmachen würden. Maduro ist auch kein Ex SEDler und strebt die Diktatur an.
Die WestLinke besteht im Wesentlichen aus entlaufenen Sozialdemokraten. Wirklich blutrünstige Stalinisten gibt es in der MLPD, aber die haben bei weitem nicht das Potenzial, irgendwas zu reißen, geschweige denn die Macht an sich.
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Re: Sammelstrang Pegida

Beitragvon JJazzGold » So 30. Jul 2017, 20:58

Marmelada hat geschrieben:(30 Jul 2017, 21:53)

Die WestLinke besteht im Wesentlichen aus entlaufenen Sozialdemokraten. Wirklich blutrünstige Stalinisten gibt es in der MLPD, aber die haben bei weitem nicht das Potenzial, irgendwas zu reißen, geschweige denn die Macht an sich.


Na, ob Sie da Lafontaine nicht unterschätzen?
God creates dinosaurs. God destroys dinosaurs. God creates man. Man destroys God. Man creates dinosaurs.
Dinosaurs eat man. Woman inherits the earth.
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Re: Sammelstrang Pegida

Beitragvon schelm » Mo 31. Jul 2017, 06:19

Woppadaq hat geschrieben:(30 Jul 2017, 19:28)

Die Keimzelle der Revolution von 1989 lag aber in Leipzig, wo Pegida weit weniger Erfolg hatte. Der Hype um Pegida ist weit grösser als es Pegida selbst ist.



Naja, von den ehemaligen Bürgerrechtlern halte ich nicht allzuviel. Manche von denen - und Vera Lengsfeld zähle ich dazu - haben aus purer Angst vor Bedeutungsverlust den Stasi-IM-Hype mitgetragen, und tragen jetzt den "Deutschland schafft sich ab"-Hype mit. Lengsfeld hat Jahre gebraucht, um für sich zu akzeptieren, dass sie bei den Grünen nicht die Aufmerksamkeit bekommt wie in der CDU. Und bei dem meisten, was sie auf ihrer Seite schreibt - mag es sich auch noch so intelligent anhören - seh ich nur den Schrei nach Aufmerksamkeit. Seh ich nur viel heisse Luft. Von Vorschlägen ihrerseits, was besser zu machen wäre, seh ich da kaum was.

Für mich ist das der Hauptvorwurf sowohl gegen Pegida wie gegen die AfD: Man ist gegen etwas, aber nicht für etwas, und macht auch nichts, um die Welt zu verbessern, sondern lässt sich noch über Leute aus, die es versuchen.



Wer dem sogenannten einfachen Bürger ein derartiges Podium gibt, muss auch mittragen, was dort von sich gegeben wird. Das ist ein Problem, mit dem sich jedes Internet-Politikforum rumschlagen muss. Böse böse Welt.

Aber ignoriere ruhig weiterhin, dass Pegida zwar viel und extrem meckern kann, aber nichts konstruktives bietet
.

Versuch doch als Wissenschaftler einmal folgendes : Prüfe, ob Vorwürfe, die hier wiederkehrend erhoben werden; eben auch von dir, nicht bereits ebenso wiederkehrend wie erfolglos beantwortet worden sind, und frage dich bzw. untersuche, warum das so ist, warum sie immer wieder erhoben werden ?

Ganz konkret : Pegida hatte ein Positionspapier, welches meilenweit von extremen Positionen entfernt war, ja in Teilen fast schon linksgrün (...) ,sie wurden trotzdem niedergehetzt. Die Deutungshoheit duldet nichts mehr neben sich, darin liegt das Krebsgeschwür in dieser Demokratie. Ok, bevor du lange suchen musst :

http://donnerunddoria.welt.de/2015/01/0 ... nisierung/
Jeder Kaiser hat das Recht nackt vor sein Volk zu treten, aber dafür bedarf es eines Volkes, das nicht blind ist.
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Re: Sammelstrang Pegida

Beitragvon Woppadaq » Mo 31. Jul 2017, 07:37

schelm hat geschrieben:(31 Jul 2017, 07:19)

Versuch doch als Wissenschaftler einmal folgendes : Prüfe, ob Vorwürfe, die hier wiederkehrend erhoben werden; eben auch von dir, nicht bereits ebenso wiederkehrend wie erfolglos beantwortet worden sind, und frage dich bzw. untersuche, warum das so ist, warum sie immer wieder erhoben werden ?

Ganz konkret : Pegida hatte ein Positionspapier, welches meilenweit von extremen Positionen entfernt war, ja in Teilen fast schon linksgrün (...) ,sie wurden trotzdem niedergehetzt. Die Deutungshoheit duldet nichts mehr neben sich, darin liegt das Krebsgeschwür in dieser Demokratie. Ok, bevor du lange suchen musst :

http://donnerunddoria.welt.de/2015/01/0 ... nisierung/


Du willst mir also sagen, dass Pegida aufgrund linksgrüner Positionen "niedergehetzt" wurde? Du musst aber selbst zugeben, dass das ziemlich unglaubwürdig klingt. Ich meine, warum sollte sich sowas wie Pegida überhaupt gründen, wenn sie dann nur linksgrüne Positionen vertreten, und warum sollten sie dann nicht den Schulterschluss mit besagten Linksgrünen suchen? Und warum sollte sich dann auf einer linksgrünen Kundgebung ein Merkel-Galgen und ein KZ-Pirincci verirren? Selbst wenn ich so paranoid wäre, den Galgentypen als V-Mann-Provokateur vom Verfassungsschutz zu sehen, wäre für mich noch die Frage, warum die Organisatoren da nicht inhaltlich gegengesteuert haben.

Was die Deutungshoheit angeht, so ist es in unserer Demokratie immer noch möglich, diese zu ändern. Mag nicht einfach sein, war es aber seinerzeit für die Grünen auch nicht. Wer eine neue Bewegung oder Partei gründet und sich mit ihr an Tabugrenzen und -Brüchen entlang bewegt UND dafür auch noch sofortige Deutungshoheit bekommen will, den bezeichne ich als nicht ganz ernstzunehmend, grössenwahnsinnig, übergeschnappt, um nicht zu sagen realitätsfern. Selbst gute Dinge brauchen ihre Zeit, bis sie bei den Leuten ankommen. Was nützt es mir also heute, wenn du mir ehemalige Postionen von Pegida zeigst, die mit dem heutigen Pegida überhaupt nichts mehr zu tun haben?
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Re: Sammelstrang Pegida

Beitragvon CaptainJack » Mo 31. Jul 2017, 08:14

Woppadaq hat geschrieben:(31 Jul 2017, 08:37)

Und warum sollte sich dann auf einer linksgrünen Kundgebung ein Merkel-Galgen und ein KZ-Pirincci verirren? Selbst wenn ich so paranoid wäre, den Galgentypen als V-Mann-Provokateur vom Verfassungsschutz zu sehen, wäre für mich noch die Frage, warum die Organisatoren da nicht inhaltlich gegengesteuert haben.
Meine Güte, entweder willst du die Leute hier veräppeln oder du hast wirklich keine Ahnung!? Gerade die Linksgrünen haben das Guillotine-Zeugs ja erfunden! ... und zwar lange, bevor es die Pegida gab!
Der Typ mit dem Galgen, war auch kein V-Mann, sondern ein einfacher Schreiner, der den Bogen überspannt hatte, es aber zuerst gar nicht so empfand, sondern es eher als Gag ansah.
Und dann dein KZ-Pirincci. Ohne dass ich den Mann leiden mag, sollte auch dir inzwischen bekannt sein, dass seine Rede völlig bewusst falsch interpretiert wurde. Als ob du noch nichts davon gehört oder gelesen hättest, dass es der Presse gerichtlich verboten wurde, bestimmte Behauptungen aufzustellen und sie sie zurücknehmen mussten?
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Re: Sammelstrang Pegida

Beitragvon schelm » Mo 31. Jul 2017, 08:33

Woppadaq hat geschrieben:(31 Jul 2017, 08:37)

Du willst mir also sagen, dass Pegida aufgrund linksgrüner Positionen "niedergehetzt" wurde? Du musst aber selbst zugeben, dass das ziemlich unglaubwürdig klingt. Ich meine, warum sollte sich sowas wie Pegida überhaupt gründen, wenn sie dann nur linksgrüne Positionen vertreten, und warum sollten sie dann nicht den Schulterschluss mit besagten Linksgrünen suchen? Und warum sollte sich dann auf einer linksgrünen Kundgebung ein Merkel-Galgen und ein KZ-Pirincci verirren? Selbst wenn ich so paranoid wäre, den Galgentypen als V-Mann-Provokateur vom Verfassungsschutz zu sehen, wäre für mich noch die Frage, warum die Organisatoren da nicht inhaltlich gegengesteuert haben.

Was die Deutungshoheit angeht, so ist es in unserer Demokratie immer noch möglich, diese zu ändern. Mag nicht einfach sein, war es aber seinerzeit für die Grünen auch nicht. Wer eine neue Bewegung oder Partei gründet und sich mit ihr an Tabugrenzen und -Brüchen entlang bewegt UND dafür auch noch sofortige Deutungshoheit bekommen will, den bezeichne ich als nicht ganz ernstzunehmend, grössenwahnsinnig, übergeschnappt, um nicht zu sagen realitätsfern. Selbst gute Dinge brauchen ihre Zeit, bis sie bei den Leuten ankommen. Was nützt es mir also heute, wenn du mir ehemalige Postionen von Pegida zeigst, die mit dem heutigen Pegida überhaupt nichts mehr zu tun haben?

Die Antwort ist doch einfach. Es gab und gibt bei der Thematisierung von Integrationsproblemen noch nie eine nücherne, objektive Herangehensweise, die wissenschaftlichen Ansprüchen gerecht würde. Keine transparente Bestandsaufnahme, keine Analyse, demzufolge auch keine nachhaltig umgesetzten Schlussfolgerungen.

Jeder Ansatz dient mehr oder weniger der Konzession an eine wie ein Mantra vor sich hergetragene Presse - und Meinungsfreiheit, deren tatsächliche fehlende Substanz sich dann zeigt, wird es konkret.

Und wird es konkret, wenn bspw. Lehrer in Berlin ( " Fr. Unverzagt ", den Bericht kann man googeln ) eine Lehrerkonferenz abhalten wollten, um Gewalt von Schülern mit Migrationshintergrund gegen ethnodeutsche Schüler zu thematisieren, dann mussten sie sich zig fach über diverse Verbände absichern, um nicht selbst in Rassismusverdacht zu geraten. Das allein sagt bereits " alles " über das Kommunikationsklima dieses Landes aus.

Wenn das ZDF Magazin Zoom den Versuch einer Bestandsaufnahme wagte ( " Ein Staat, zwei Welten ? " ), mit erschreckenden Ergebnissen, wie der Rechtfertigung der Charlie Hebdo Morde ( " Propheten beleidigt "), es genügend Anhaltspunkte gab und gibt, bei solchen Weltbildern nicht von Einzelfällen ausgehen zu können, auch und insbesondere die verankerte fehlende Emanzipation, das " Ehr"verständnis, Antisemitismus u.s.w., so verhallen solche Stichproben sofort wieder, es erfolgen weder der nötige gesellschaftliche Diskurs, noch können demzufolge daraus nötige Sf. gezogen werden.

Highlight der Umgang mit den Daten des Mikrozensus, die ein Sarrazin mühsam zusammengestellt hat, nein, der Focus lag nicht auf Inhalt und Sf, sondern auf Unschärfe und ungeschickten Äußerungen ( " Judengen ", müßig der Diskurs, Sarrazin nahm unscharf auf das Selbstverständnis der Juden Bezug - all das dient dann dankbar der Verwässerung, Verzettelung, Schredderei des nötigen Focus auf inhaltliche Schwerpunkte in der Datenauswertung )

Das ist die Situation, in der sich Pegida gründete, im Bewusstsein, all die mehr oder minder relativierten Probleme des Westens werden sich bei dieser Gemengelage aus Untätigkeit, Relativierung oder gar Verleugnung, Diskreditierung der Kritik als Xenophobie oder Islamophobie, früher oder später auch im noch relativ davon unbelasteten Osten etablieren.

Das ist doch ebenso zwingend abzusehen, wie notwendig zu thematisieren. Nun, was war im wesentlichen die zu erwartenden Antwort der Deutungshoheitler? : Was regen diese rechten Abgehängten sich auf, die haben doch fast keine Zuwanderer (..)

Bitte..... benutze deinen wissenschaftlich nüchternen Verstand. Jeder, der es sehen will, kann erkennen diese Sorgen sind weder unbegründet noch waren / sind Anzeichen ersichtlich, die sie unbegründet erscheinen lassen, vorausgesetzt, man kann auch nur minimal antizipieren.

Nochmal die gesellschaftliche Reaktion : Was wollen die, da leben doch kaum Migranten (...)

Verstehst du das? Das ist Verhöhnung, der Versuch der Verdummung, die rücksichtslose Verteidigung ideologischer Positionen, die nicht mehr hinterfragt werden, während für diese Menschen die Zukunft ihrer Heimat auf dem Spiel steht.

Zum Ausgangspunkt : All das was ich schrieb, wurde so oder ähnlich immer und immer wieder thematisiert, ob dort, hier oder sonstwo in dieser Gesellschaft. Das Ergebnis ist wiederkehrend : Sie, die politisch korrekte Gesellschaft will nicht zuhören.

Sorry.... es steht zuviel auf dem Spiel, also muss und wird sie früher oder später dekonstruiert werden müssen, am besten über entsprechende Mehrheiten bei Wahlen.
Jeder Kaiser hat das Recht nackt vor sein Volk zu treten, aber dafür bedarf es eines Volkes, das nicht blind ist.

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