Linux, Unix und BSD

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Re: Linux, Unix und BSD

Beitragvon H2O » Fr 2. Jun 2017, 11:17

schokoschendrezki hat geschrieben:(02 Jun 2017, 09:00)

Zumindest im Server-Bereich gibts natürlich das Phänomen, dass Anwendungen von den jeweiligen Anbietern häufig nur für bestimmte, vorgegebene Distributionen supportet werden. Das sind in der Regel keine Bastler-Varianten.


Das ist sicher so gewollt, um eigenes geistiges Eigentum zu schützen. Praktisch genau die anfängliche Strategie der Windows-Welt, die von den Kartellbehörden untersagt wurde, als Windows in eine Monopolstellung hinein gewachsen war. Das ist bei LINUX kaum zu befürchten...bei der Menge an Distributionen und Nischen. Vermutlich wird es aber bei ANDROID für Smartphones irgendwann Eingriffe zugunsten des Wettbewerbs geben.

Um vergleichbare Fähigkeiten auf zu bauen, müßte die EU einen SW-Standard fördern und normen, der von europäischen Herstellern betreut wird... und der für Verwaltungen in der EU vorgeschrieben ist. Dann ist das Hackerproblem vielleicht zu überwinden.
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Re: Linux, Unix und BSD

Beitragvon Negator » Mo 5. Jun 2017, 02:05

@H2O:
An unseren Instituten an der Uni gibt es auch viele Computer mit Ubuntu und Mint. Das sind zwar Populärdistributionen, sie werden aber durchaus auch von IT-lern eingesetzt.

An sich stehen für Frickler aber auch Debian, CentOS, SUSE, Arch, Gentoo und Slackware zur Verfügung.

Ich persönlich stehe aber zu den Populären und nutze seit 2014 Mint und hatte davor *ubuntu. Gut finde ich noch Antergos und Mageia/OpenMandriva Lx.
Bei Mageia warte ich aber seit Monaten sehnsüchtig auf die Version 6! :D :s :? :rolleyes:
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Re: Linux, Unix und BSD

Beitragvon schokoschendrezki » Mo 5. Jun 2017, 08:31

Negator hat geschrieben:(05 Jun 2017, 03:05)

@H2O:
An unseren Instituten an der Uni gibt es auch viele Computer mit Ubuntu und Mint. Das sind zwar Populärdistributionen, sie werden aber durchaus auch von IT-lern eingesetzt.


Das in fast allen Unis eingesetzte Hochschulverwaltungssystem HIS läuft (serverseitig) in der Regel unter Ubuntu Server in einer LTS- (Long Term Support) Version. Das an fast allen Hochschulbibliotheken verwendete Sisis häufig unter Solaris 10 oder Suse Enterprise 11 oder 12. Das Unternehmen Sisis macht - im Unterschied zu His - für einen Support genaue Vorgaben hinsichtlich der zu verwendenden Systeme.
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Re: Linux, Unix und BSD

Beitragvon H2O » Mi 7. Jun 2017, 18:51

Negator hat geschrieben:(05 Jun 2017, 03:05)

@H2O:
An unseren Instituten an der Uni gibt es auch viele Computer mit Ubuntu und Mint. Das sind zwar Populärdistributionen, sie werden aber durchaus auch von IT-lern eingesetzt.

An sich stehen für Frickler aber auch Debian, CentOS, SUSE, Arch, Gentoo und Slackware zur Verfügung.

Ich persönlich stehe aber zu den Populären und nutze seit 2014 Mint und hatte davor *ubuntu. Gut finde ich noch Antergos und Mageia/OpenMandriva Lx.
Bei Mageia warte ich aber seit Monaten sehnsüchtig auf die Version 6! :D :s :? :rolleyes:


Leider bin ich doch zu wenig Fachmann, um hierzu einen vernünftigen Kommentar abgeben zu können. Vielleicht darf ich aber nachfragen, weshalb diese vielen Versionen sein müssen... wobei ich von Hobby-Entwicklung einmal absehen möchte. Davor habe ich jeden Respekt! Ist es denn nicht im wesentlichen die Bedienoberfläche einer Distribution, die reine Geschmackssache sein dürfte? Oder kommen dazu unterschiedliche Auswahlen von Benutzerpaketen?

Was erweckt denn in Ihnen so viel Vorfreude auf Mageia 6? Was können Sie damit dann endlich merklich bequemer bearbeiten als mit Ihrer derzeitigen Arbeitsumgebung?
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Re: Linux, Unix und BSD

Beitragvon Negator » Sa 10. Jun 2017, 22:59

@schokoschendrezki:

Nicht alle Computer hängen an diesen Systemen dran. Und dann läuft auf autonomen Rechnern oft Ubuntu oder Mint.

@H20:

Es ist sicher auch viel Spielerei dabei. Der Kernel ist Linux. Dafür ist die "Drumherumkomposition" eine andere.
Anders ist es bei BSD, da gibt es 4 (FreeBSD, OpenBSD, NetBSD, DragonFlyBSD [aus FreeBSD]), aber nicht so viele Distris.

Die oben genannten Distributionen werden gerne als Server eingesetzt. Generell kann man sich die Distris sicher auch alleine einrichten.
Aber wenn man eine passende findet, ist das eben praktisch (z. B. für's Büro, als Musikstudio, zum Zeichnen, als Server usw.).
Die Softwarecenter haben bei Debians, RedHats, Archs andere Schwerpunkte, aber auch da können Experten vieles umwandeln.
Und letzten Endes interessiert auch noch die Optik, die wiederum auch einstellbar ist.
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Re: Linux, Unix und BSD

Beitragvon SpukhafteFernwirkung » Sa 10. Jun 2017, 23:16

hab ich erwähnt, dass schachprogramme auf mac os x am stärksten sind? auch ein unixoides system. :)
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Re: Linux, Unix und BSD

Beitragvon Negator » Sa 10. Jun 2017, 23:51

@H20: Zu Mageia.

Ich benutze hauptsächlich Mint/Ubuntu oder in letzter Zeit auch Antergos.

Mageia/Mandriva hat den Reiz, dass es von Mandrake abstammt, dass schon früh das Ziel hatte, Linux für Endanwender mit wenig Vorkenntnissen brauchbar zu machen.
Das ist sehr nobel. Es galt anfangs als "europäisches bzw. französisches RedHat mit KDE". Heute ist es differenzierter.
Leider gab es in der Firma Mandriva viele Holprigkeiten, so dass sie abgewickelt wurde und jetzt nur noch Mageia und OpenMandriva Lx übriggeblieben sind.
Man kann gewissermaßen auch ROSA (russ.) und das früh abgezweigte PCLinuxOS (eig. Repository) dazurechnen.

Es ist aber letztendlich Spielerei und Schwärmerei. Das Mageia-Projekt selbst hat leider erhebliche Probleme mit seinen Zeitplänen.
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Re: Linux, Unix und BSD

Beitragvon SpukhafteFernwirkung » Sa 10. Jun 2017, 23:56

linus bezeichnete KDE als fast benutzbar...- !
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Re: Linux, Unix und BSD

Beitragvon Negator » So 11. Jun 2017, 00:05

KDE galt ja anfangs als Windows-ähnlich, hat aber mit KDE 4 viele Kisten abstürzen lassen. Das war überladen und die Interna nicht aufeinander abgestimmt.

Linus Torvalds hat an vielen Desktops herumgemeckert. Auch KDE war für ihn nicht optimal, er witzelte über die drehbaren Icons und Conkys.

Ich persönlich halte für normale Anwendungen Mate und Xfce gut, weil sie Einfachheit und Anspruch halbwegs brauchbar kombinieren.
Andere sind oft ZU überladen oder ZU einfach. Für leichte Desktops sind LXDE und LXQt gut, für opulente seit Version 5 auch wieder KDE (Plasma 5).
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Re: Linux, Unix und BSD

Beitragvon H2O » Mo 12. Jun 2017, 10:01

Negator hat geschrieben:(11 Jun 2017, 01:05)

KDE galt ja anfangs als Windows-ähnlich, hat aber mit KDE 4 viele Kisten abstürzen lassen. Das war überladen und die Interna nicht aufeinander abgestimmt.

Linus Torvalds hat an vielen Desktops herumgemeckert. Auch KDE war für ihn nicht optimal, er witzelte über die drehbaren Icons und Conkys.

Ich persönlich halte für normale Anwendungen Mate und Xfce gut, weil sie Einfachheit und Anspruch halbwegs brauchbar kombinieren.
Andere sind oft ZU überladen oder ZU einfach. Für leichte Desktops sind LXDE und LXQt gut, für opulente seit Version 5 auch wieder KDE (Plasma 5).


Dazu kann ich keine wirklich sinnvolle Äußerung beitragen. Ich kenne nur UBUNTU mit UNITY und LXDE. Früher auch GNOME und demnächst ab UBUNTU 18.04 voraussichtlich wieder GNOME 3. Ich fand UNITY nicht schlecht nach Eingewöhnung. LXDE ist doch insgesamt ein Menüsystem, wie man das von vielen Bedienoberflächen kennt... sicher eine sehr gestaltbare Bedienoberfläche. Meiner Tochter habe ich LXDE (XUBUNTU) auf ein ziemlich altes IBM-Notebook aufgespielt... und läuft ganz anständig.

Ich glaube wie Sie auch, daß man nach Eingewöhnung mit diesen Bedienoberflächen flott arbeiten kann, wenn das System insgesamt stabil läuft. Da habe ich schon mehrfach aus Neugierde etwas herum gestochert... und bin stets voller Überzeugung zu UBUNTU zurück gekehrt. Sicher auch wegen der vielen Hilfestellungen in UbuntuUsers, wenn ein spezieller Treiber einmal fehlte.

Zu KDE noch eine Anmerkung aus UbuntuUsers-Kommentaren: Ubuntu wird ja ab Frühjahr 2018 mit GNOME 3 als Hauptprogramm in einer neuen Langzeitversion LTS frei gegeben. In vielen Leserzuschriften fand ich die Bitte, doch auf KDE als Hauptprogramm um zu steigen, wenn UNITY nicht mehr verfolgt wird. Angeblich sei GNOME mit einer anderen LINUX-Distribution verbandelt, und man müsse befürchten, daß dann weniger Bereitschaft bestehe, den Wettbewerber UBUNTU von dort aus zu unterstützen. KDE sei unabhängig und bereit, UBUNTU gemeinsam weiter zu entwickeln. Nun gibt es UBUNTU ja auch mit KDE, aber als LTS nicht mit 5 Jahren Programmpflege, sondern nur für 3 Jahre. Die KDE-Bittsteller wurden nicht erhört.
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Re: Linux, Unix und BSD

Beitragvon Negator » Do 15. Jun 2017, 04:23

Das greift einige akute Probleme auf. Aber vieles ist bei der Bewertung subjektiv:

- für Umsteiger, die Windows (classic) gewohnt sind, empfehle ich als Desktop Mate und Xfce
(Mate mit Mintmenü + Fußleiste und Xfce mit Whisker-Menü + Fußleiste);
Mate und Xfce bieten eine gute Mischung aus ressourcenschonend und Komforatebel

- Gnome 3 und Unity von Ubuntu haben ein völlig eigenes Bedienkonzept mit auf dem Bildschirm ausgebreiteten Icons,
das kann man gut finden oder nicht, Geschmacksache - auch für KDE kann man das übrigens nachrüsten mit dem Homerun-Menü,
das hier zu sehen ist: https://a.disquscdn.com/uploads/mediaem ... iginal.jpg
ob Gnome 3 mit einer Distribution speziell verbandelt ist, weiß ich nicht, vielleicht RedHat/Fedora?

- KDE Plasma 5 ist insgesamt ein guter Desktop, hat aber Probleme:
* KDE verbraucht viele Ressourcen
* die vielen mitgelieferten Programme sind nicht schlecht, aber auch nicht voll etablierter Standard (kann man aber ändern);
da ist z. B. Konversation für den Chat dabei (statt Hexchat) und KMail (statt Thunderbird, Evolution oder Claws Mail)
* KDE läuft bibliotheksmäßig auf Qt-Basis und nicht auf GTK (wie Gnome, Mate o. ä.)
* für Ubuntu-Fans gibt es Kubuntu und inzwischen KDE neon

- als leichten Desktop z. B. für ältere Computer empfehle ich LXDE (auf GTK-Basis) oder alternativ LXQt (Qt);
es gibt aber noch leichtere Versionen bis hin zum Fenstermanager
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Re: Linux, Unix und BSD

Beitragvon H2O » Do 15. Jun 2017, 08:04

Negator hat geschrieben:(15 Jun 2017, 05:23)

Das greift einige akute Probleme auf. Aber vieles ist bei der Bewertung subjektiv:

- für Umsteiger, die Windows (classic) gewohnt sind, empfehle ich als Desktop Mate und Xfce
(Mate mit Mintmenü + Fußleiste und Xfce mit Whisker-Menü + Fußleiste);
Mate und Xfce bieten eine gute Mischung aus ressourcenschonend und Komforatebel

- Gnome 3 und Unity von Ubuntu haben ein völlig eigenes Bedienkonzept mit auf dem Bildschirm ausgebreiteten Icons,
das kann man gut finden oder nicht, Geschmacksache - auch für KDE kann man das übrigens nachrüsten mit dem Homerun-Menü,
das hier zu sehen ist: https://a.disquscdn.com/uploads/mediaem ... iginal.jpg
ob Gnome 3 mit einer Distribution speziell verbandelt ist, weiß ich nicht, vielleicht RedHat/Fedora?

- KDE Plasma 5 ist insgesamt ein guter Desktop, hat aber Probleme:
* KDE verbraucht viele Ressourcen
* die vielen mitgelieferten Programme sind nicht schlecht, aber auch nicht voll etablierter Standard (kann man aber ändern);
da ist z. B. Konversation für den Chat dabei (statt Hexchat) und KMail (statt Thunderbird, Evolution oder Claws Mail)
* KDE läuft bibliotheksmäßig auf Qt-Basis und nicht auf GTK (wie Gnome, Mate o. ä.)
* für Ubuntu-Fans gibt es Kubuntu und inzwischen KDE neon

- als leichten Desktop z. B. für ältere Computer empfehle ich LXDE (auf GTK-Basis) oder alternativ LXQt (Qt);
es gibt aber noch leichtere Versionen bis hin zum Fenstermanager

Genau, das war's; jetzt erinnere ich mich wieder!

Ja, wenn GNOME 3 wirklich unmäßig Rechenleistung und Speicherplatz fressen sollte, dann bleibe ich bei UNITY selbst dann, wenn die zugehörige Version 18.04 LTS (long term service) nur 3 anstatt fünf Jahre gepflegt wird. Ich habe nicht vor, mir für solchen Unfug neue HW zu zu legen. Jetzt läuft mein Ubuntu 16.04 mit 2 GB RAM und C2D ~1 GHz ganz flott. Diese alte Version wird auch noch bis 2021 gepflegt. Diese Zeit nutze ich dann eben aus.

Eigentlich sind Ressourcenfresser doch genau das Gegenteil von dem, was die LINUXer wollten, als WINDOWS immer fetter und verfressener wurde. Ok, auch LINUXer können nicht zaubern. Aber nun auch von LINUX aus in die Bartwickelmaschine zu geraten: "mehr Rechnerleistung-->mehr SW-Leistung" (und das dann für Pippifax!), das ist doch eine fatale Entwicklung!

Man muß sich doch fragen, welche Aufgabe man mit einem Rechner denn mit den tollen Menüs und Icons bequemer und schneller ausführen kann, als dies mit den "veralteten" Bedienoberflächen konnte. Da scheint mir der Spieltrieb größer zu sein als die Notwendigkeit zu Verbesserungen!
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Re: Linux, Unix und BSD

Beitragvon schokoschendrezki » Do 15. Jun 2017, 09:02

Negator hat geschrieben:(10 Jun 2017, 23:59)

@schokoschendrezki:

Nicht alle Computer hängen an diesen Systemen dran. Und dann läuft auf autonomen Rechnern oft Ubuntu oder Mint.


War auch einfach nur eine Information über die typischerweise serverseitig eingesetzten Systeme in typischen Hochschulrechenzentren.
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Re: Linux, Unix und BSD

Beitragvon schokoschendrezki » Do 15. Jun 2017, 09:13

Der für mich ultimative Kompromiss aus Bedienkomfort und Ressourcensparsamkeit für den Linux-Desktop ist der Gnome-2-kompatible Fenstermanager "Metacity" aus dem Paket "Gnome Flashback". Insbesondere für mobil. Ich kauf mir bzw. kaufe und richte für Freunde und Bekannte ein - schon aus Prinzip - grundsätzlich für mobil nur um die 200-Euro-Leicht-Gebrauchtgeräte. Die letzten 5 bis 6 Jahre hatte ich für unterwegs einen klassischen EEE Pc der ersten Generation. Der ist nun aber langsam doch fällig. Metacitiy/GnomeFlashback ist das maximale was noch flüssig auf solcher Technik läuft.
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Re: Linux, Unix und BSD

Beitragvon H2O » Do 15. Jun 2017, 11:19

schokoschendrezki hat geschrieben:(15 Jun 2017, 10:13)

Der für mich ultimative Kompromiss aus Bedienkomfort und Ressourcensparsamkeit für den Linux-Desktop ist der Gnome-2-kompatible Fenstermanager "Metacity" aus dem Paket "Gnome Flashback". Insbesondere für mobil. Ich kauf mir bzw. kaufe und richte für Freunde und Bekannte ein - schon aus Prinzip - grundsätzlich für mobil nur um die 200-Euro-Leicht-Gebrauchtgeräte. Die letzten 5 bis 6 Jahre hatte ich für unterwegs einen klassischen EEE Pc der ersten Generation. Der ist nun aber langsam doch fällig. Metacitiy/GnomeFlashback ist das maximale was noch flüssig auf solcher Technik läuft.


Vielen Dank für diesen Erfahrungshinweis; bei der HW-Beschaffung liegen wir auf der selben Wellenlänge. Das Risiko, daß eine teure Neubeschaffung kurz nach Ablauf der Garantiezeit den Geist aufgibt, ist viel zu groß für einen Heimanwender. Nie wieder!

Wenn ich mich furchtbar ärgern sollte bei Ubuntu 18.04 LTS, dann melde ich mich hier in Sachen MetaCity/GnomeFlashback. Gibt es dafür auch einen Aktualisierungsdienst zur Fehlerbeseitigung und zur Sicherheit?

Hier gibt es Handreichungen für die Installation von Gnome Flashback in UBUNTU 16.04:

http://www.debugpoint.com/2016/04/insta ... ing-unity/
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Re: Linux, Unix und BSD

Beitragvon schokoschendrezki » Do 15. Jun 2017, 11:32

H2O hat geschrieben:(15 Jun 2017, 12:19)


Wenn ich mich furchtbar ärgern sollte bei Ubuntu 18.04 LTS, dann melde ich mich hier in Sachen MetaCity/GnomeFlashback. Gibt es dafür auch einen Aktualisierungsdienst zur Fehlerbeseitigung und zur Sicherheit?


Das Paket gnome-flashback ist ganz normal in den Original-Aktualisierungsquellen von ubuntu.com enthalten.
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Re: Linux, Unix und BSD

Beitragvon H2O » Do 15. Jun 2017, 11:36

schokoschendrezki hat geschrieben:(15 Jun 2017, 12:32)

Das Paket gnome-flashback ist ganz normal in den Original-Aktualisierungsquellen von ubuntu.com enthalten.


Ganz wunderbar; das Paket hatte ich ja bisher gar nicht auf meinem Radar-Bildschirm;1.000 Dank!
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Re: Linux, Unix und BSD

Beitragvon schokoschendrezki » Do 15. Jun 2017, 12:54

H2O hat geschrieben:(15 Jun 2017, 12:36)

Ganz wunderbar; das Paket hatte ich ja bisher gar nicht auf meinem Radar-Bildschirm;1.000 Dank!

Man kann natürlich auch gleich das Ubuntu-Derivat "Mate" installieren. Das ist im Wesentlichen eine separierte Ubuntu-Linie mit fortgeführter Gnome-2-Oberfläche. Ich musste das gerade bei der Installation eines nigennagelneuen etwas teureren Notebooks tun, da das normale Ubuntu (16.04, 16.10 und auch 17.04) zunächst mit Unity daherkommt und die Grafik-Hardware so neu ist, dass die Systemtreiber damit (noch) nicht klarkommen. Dazu gibts hier einen Artikel: https://www.heise.de/ct/artikel/Linux-a ... 87690.html. Mit Ubuntu Mate klappt das alles. Ich hab' nur keine Lust, mich mit diesem Wust an verschiedenen Derivaten zu befassen und benutze stets solange Vorgaben, Defaults und Gebräuchlichkeiten wie es prinzipiell möglich ist. Mit Exoten ist man immer auch schnell aus dem gemeinsamen großen Erfahrungspool raus.
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Re: Linux, Unix und BSD

Beitragvon H2O » Do 15. Jun 2017, 13:01

schokoschendrezki hat geschrieben:(15 Jun 2017, 13:54)

Man kann natürlich auch gleich das Ubuntu-Derivat "Mate" installieren. Das ist im Wesentlichen eine separierte Ubuntu-Linie mit fortgeführter Gnome-2-Oberfläche. Ich musste das gerade bei der Installation eines nigennagelneuen etwas teureren Notebooks tun, da das normale Ubuntu (16.04, 16.10 und auch 17.04) zunächst mit Unity daherkommt und die Grafik-Hardware so neu ist, dass die Systemtreiber damit (noch) nicht klarkommen. Dazu gibts hier einen Artikel: https://www.heise.de/ct/artikel/Linux-a ... 87690.html. Mit Ubuntu Mate klappt das alles. Ich hab' nur keine Lust, mich mit diesem Wust an verschiedenen Derivaten zu befassen und benutze stets solange Vorgaben, Defaults und Gebräuchlichkeiten wie es prinzipiell möglich ist. Mit Exoten ist man immer auch schnell aus dem gemeinsamen großen Erfahrungspool raus.


Das war auch meine höchst private Politik mit UBUNTU: Um Himmelswillen nicht aus dem Hauptstrom ausscheren und deshalb irgendwann mit Problemen kämpfen zu müssen, für deren Lösung meine Kenntnisse nicht ausreichen!
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Re: Linux, Unix und BSD

Beitragvon Liegestuhl » Do 15. Jun 2017, 13:01

schokoschendrezki hat geschrieben:(15 Jun 2017, 10:13)

Der für mich ultimative Kompromiss aus Bedienkomfort und Ressourcensparsamkeit für den Linux-Desktop ist der Gnome-2-kompatible Fenstermanager "Metacity" aus dem Paket "Gnome Flashback". Insbesondere für mobil. Ich kauf mir bzw. kaufe und richte für Freunde und Bekannte ein - schon aus Prinzip - grundsätzlich für mobil nur um die 200-Euro-Leicht-Gebrauchtgeräte. Die letzten 5 bis 6 Jahre hatte ich für unterwegs einen klassischen EEE Pc der ersten Generation. Der ist nun aber langsam doch fällig. Metacitiy/GnomeFlashback ist das maximale was noch flüssig auf solcher Technik läuft.


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