Türkischen Politiker Wahlkampf auf deutschen Boden verbieten?

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Joker
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Re: Türkischen Politiker Wahlkampf auf deutschen Boden verbieten?

Beitragvon Joker » Sa 18. Mär 2017, 09:26

Jekyll hat geschrieben:(17 Mar 2017, 23:51)

Es leben in diesem Land türkische Mitbürger, die

Türken - Ja
Mitbürger -Nein
immernoch_ratlos
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Re: Türkischen Politiker Wahlkampf auf deutschen Boden verbieten?

Beitragvon immernoch_ratlos » Sa 18. Mär 2017, 09:36

Jekyll hat geschrieben:Es leben in diesem Land türkische Mitbürger, die ein berechtigtes Interesse an der politischen Gestaltung ihres Heimatlandes haben.. Diese Interessen werden beschnitten aus rein wahltaktischen, populistischen Gründen
Bewundernswert, wie Du die türkische Fahne hochhältst.

Danach ist aber Schluss mit der Bewunderung - solange das Interesse " an der politischen Gestaltung ihres Heimatlandes" - was rein zufällig auch mein Heimatland ist, sich auf der Ebene des GG bewegt, ist alles paletti. Nur die Idee, die dt. Verfassung à la Turk zu verändern, mach uns zu klaren Feinden.

Wer sich für die Ideale der AKP - also für die absurde erdoganschen Vorstellungen von "Demokratie" stark macht, hat in D nichts verloren. Schon wegen den zahlreichen türkischstämmigen Deutschen, die das so wie alle Demokraten hier sehen. Wie nicht zum ersten mal, die Idee der geteilten Lokalität hat sich mit diesen Ereignissen ad absurdum geführt. Entweder bin ich Deutscher, Türke oder was auch immer - dann aber ganz und nicht nach politischer "Großwetterlage" mal dies und wenn es "passt" mal das Andere.

Nach allem was der neue Sultan ganz offen zeigt, muss man den Teil der türkischen Kommune, der sich zu Erdorkan und dessen Gewaltherrschaft in der Türkei bekennt, als mindestens bedenklich angesehen werden. Nicht weit davon entfernt, was gewiss nicht nur ich über Salafisten - Anhänger der IS und auch die PKK denken gezwungen bin.

Für mich bedarf es kaum noch mehr demokratiefeindlicher Aussagen, um den jetzt in allen europäischen Staaten als Spaltpilz in Erscheinung tretenden Neuosmanen die Tür zu weisen. Die sonstigen Probleme die Europa hat, müssen nicht noch zusätzlich durch solche Umtriebe vergrößert werden. Das Ganze Geblubbere über demokratische Rechte auch von Extremisten à la Turk, ist völlig idiotisch. Wer "zunächst" in seiner wahren Heimat jeglichen Rechtsstaat und die wohl kaum je komplette Demokratie, abschafft und dann noch diese aus "Interesse an der politischen Gestaltung ihres "sekundären" Heimatlandes" dort, also hier, gleich auch noch abschaffen will, kann wohl kaum als loyal gelten (Passdeutsche). Wer hier lediglich seien ausländischen Wohnsitz hat, kann ohnedies nichts von seinem "Gastland" fordern.

Doch muss jemand dauerhaft Menschen bei sich dulden, die seine demokratischen Vorstellungen nicht nur nicht teilen, sondern aktiv bekämpfen ? Gutgläubige Dummheit hat mit Demokratie nicht das Geringste gemein..
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Re: Türkischen Politiker Wahlkampf auf deutschen Boden verbieten?

Beitragvon Joker » Sa 18. Mär 2017, 09:40

Schon witzig

Muslime drohen damit uns jeden Monat 15.000 Muslime zu schicken

Innenminister Süleyman Soylu drohte der EU, Tausende Flüchtlinge über die Grenze zu schicken. «Wenn Ihr wollt, ebnen wir jeden Monat 15 000 Flüchtlingen den Weg, die wir Euch (bislang) nicht geschickt haben, damit Ihr Euch einmal wundert», sagte er in Ankara.

https://www.welt.de/newsticker/dpa_nt/infoline_nt/brennpunkte_nt/article162945380/Tuerken-in-Europa-sollen-fuenf-Kinder-kriegen.html
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Re: Türkischen Politiker Wahlkampf auf deutschen Boden verbieten?

Beitragvon Misterfritz » Sa 18. Mär 2017, 09:42

Jekyll hat geschrieben:(17 Mar 2017, 22:10)

Es zeugt schon von einem abgrundtiefen Zynismus, wenn deutsche Entscheidungsträger die Interessen von türkischen Mitbürgern derart rigoros missachten, was erst recht "das friedliche Zusammenleben" von Deutschen und Türken gefährden dürfte, um dann als Grund die Sorge um die Erhaltung genau dieses Friedens vorzuschieben. Vielleicht ist es aber auch eine seltene Art von Dummheit, die die hiesige Politiker (samt Bürger) befallen hat und sie nicht mehr klar sehen lässt. Wie auch immer. Zu einem Streit gehören immer zwei (oder auch mehr).
Was denn, wir verhalten uns doch genauso, wie die türkische Regierung.
Wenn ausländische Politiker in der Türkei auftreten wollen
Tjaaa, das sollte man der türkischen Regierung eigentlich jeden Tag mehrmals um die Ohren hauen, wann immer wenn denen mal wieder der Schaum vor dem Mund zuviel wird .
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Re: Türkischen Politiker Wahlkampf auf deutschen Boden verbieten?

Beitragvon odiug » Sa 18. Mär 2017, 09:46

Jekyll hat geschrieben:(17 Mar 2017, 22:10)

Es zeugt schon von einem abgrundtiefen Zynismus, wenn deutsche Entscheidungsträger die Interessen von türkischen Mitbürgern derart rigoros missachten, was erst recht "das friedliche Zusammenleben" von Deutschen und Türken gefährden dürfte, um dann als Grund die Sorge um die Erhaltung genau dieses Friedens vorzuschieben. Vielleicht ist es aber auch eine seltene Art von Dummheit, die die hiesige Politiker (samt Bürger) befallen hat und sie nicht mehr klar sehen lässt. Wie auch immer. Zu einem Streit gehören immer zwei (oder auch mehr).

Also Widerspruch zu Erdogans Machtanspruch in der Tuerkei ist keine Missachtung der tuerkischen Mitbuerger in Deutschland.
Um ehrlich zu sein, ich sehe das eher als einen Akt der Solidaritaet mit den tuerkischen Mitbuergern in Deutschland.
Diese Gleichsetzung von Erdogan und seiner Politik des ungezuegelten Nationalismus mit den Tuerken als ganzes, geht mir persoenlich auf die Nerven und auch vielen Tuerken in Deutschland.
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Aber wir sind edel und gut, gerecht und unbestechlich und sorgen uns innig um das Wohlergehen unsrer Foristen.
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Re: Türkischen Politiker Wahlkampf auf deutschen Boden verbieten?

Beitragvon Jekyll » Sa 18. Mär 2017, 10:23

Keoma hat geschrieben:(18 Mar 2017, 08:46)

Was hat das mit dem Konzept der Demokratie zu tun?
Ich kann auch auf Neonazis verzichten.
Es geht ja nicht darum, worauf du so alles persönlich verzichten kannst, sondern darum, wie viel du bereit bist, anderen eine eigene Meinung und Lebensweise zuzugestehen. Nur Kleinkinder und Großdiktatoren sind nicht imstande, zwischen ihrem Ego und der Welt da daraußen zu differenzieren.
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Re: Türkischen Politiker Wahlkampf auf deutschen Boden verbieten?

Beitragvon Jekyll » Sa 18. Mär 2017, 10:36

odiug hat geschrieben:(18 Mar 2017, 09:46)

Also Widerspruch zu Erdogans Machtanspruch in der Tuerkei ist keine Missachtung der tuerkischen Mitbuerger in Deutschland.
Solange demokratische Spielregeln eingehalten werden ist jede Art des Eingriffs in diesen Prozess auch ein Eingriff in die demokratischen Grundprinzipien. Gerade in Deutschland ist der Anteil der Erdogan-Befürworter proportional hoch, ihnen ihre demokratischen Grundrechte einzuschränken ist eine Missachtung sowohl der demokratischne Prinzipien als auch der Menschen, die sich darauf berufen.

Demokratische Prinzipien quasi außer Gefecht zu setzen, nur weil den hiesigen Politikern und den potentiellen Wählern (Stichwort Populismus!) die Person Erdogans nicht gefällt oder man mit der Politik in deren Heimatland nicht einverstanden ist, lässt auf ein Demokratieverständnis derselben schließen, dem es an Substanz und Integrität fehlt. Ein Armutszeugnis, ein moralisches Totalversagen.

Um ehrlich zu sein, ich sehe das eher als einen Akt der Solidaritaet mit den tuerkischen Mitbuergern in Deutschland.
qed

Diese Gleichsetzung von Erdogan und seiner Politik des ungezuegelten Nationalismus mit den Tuerken als ganzes, geht mir persoenlich auf die Nerven und auch vielen Tuerken in Deutschland.
Das ist aber genau die Art von Unterstellung, auf deren Grundlage gerade die Erdogan- und Türkei-Kritiker ihre pauschale Vorgehensweise legitimieren können.
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Re: Türkischen Politiker Wahlkampf auf deutschen Boden verbieten?

Beitragvon Jekyll » Sa 18. Mär 2017, 10:39

Misterfritz hat geschrieben:(18 Mar 2017, 09:42)

Was denn, wir verhalten uns doch genauso, wie die türkische Regierung.
Wenn ausländische Politiker in der Türkei auftreten wollen
Tjaaa, das sollte man der türkischen Regierung eigentlich jeden Tag mehrmals um die Ohren hauen, wann immer wenn denen mal wieder der Schaum vor dem Mund zuviel wird .
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Re: Türkischen Politiker Wahlkampf auf deutschen Boden verbieten?

Beitragvon Jekyll » Sa 18. Mär 2017, 10:40

Wieso "Muslime"?
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Re: Türkischen Politiker Wahlkampf auf deutschen Boden verbieten?

Beitragvon ThorsHamar » Sa 18. Mär 2017, 10:41



Genau Das habe ich wortwörtlich auch gedacht, als ich von dieser Idee gelesen hatte.
Die Drohung des Türken offenbart ganze Welten von Informationen über den "Verhandlungspartner" Türkei und dessen wahres Interesse an Deutschland ....
Wer die Vergangenheit kontrolliert, kontrolliert die Zukunft; wer die Gegenwart kontrolliert, kontrolliert die Vergangenheit.
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Re: Türkischen Politiker Wahlkampf auf deutschen Boden verbieten?

Beitragvon Jekyll » Sa 18. Mär 2017, 10:41

Joker hat geschrieben:(18 Mar 2017, 09:26)

Türken - Ja
Mitbürger -Nein
Aber warum? Wir leben doch seit Jahrzehnten hier. Macht das uns nicht mindestens zu Mitbürgern ( = Bürger 2. Klasse)? NIcht mal das?
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Re: Türkischen Politiker Wahlkampf auf deutschen Boden verbieten?

Beitragvon Jekyll » Sa 18. Mär 2017, 10:44

ThorsHamar hat geschrieben:(18 Mar 2017, 10:41)

Genau Das habe ich wortwörtlich auch gedacht, als ich von dieser Idee gelesen hatte.
Die Drohung des Türken offenbart ganze Welten von Informationen über den "Verhandlungspartner" Türkei und dessen wahres Interesse an Deutschland ....
Lies richtig. Er hat von "Muslimen" gesprochen. Er meint etwas gans anderes.

Und wenn du schon von "Interessen" und Loyalitäten sprichst: Vergiss nicht, dass es die Türkei ist und nicht Deutschland, die die Hauptlast der Flüchtlingskrise schultern muss. Es ist Deutschland + EU, die unter moralischen Zugzwang stehen.
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Re: Türkischen Politiker Wahlkampf auf deutschen Boden verbieten?

Beitragvon Antonius » Sa 18. Mär 2017, 10:46

odiug hat geschrieben:(18 Mar 2017, 09:46)
Also Widerspruch zu Erdogans Machtanspruch in der Tuerkei ist keine Missachtung der tuerkischen Mitbuerger in Deutschland.
Um ehrlich zu sein, ich sehe das eher als einen Akt der Solidaritaet mit den tuerkischen Mitbuergern in Deutschland.
Diese Gleichsetzung von Erdogan und seiner Politik des ungezuegelten Nationalismus mit den Tuerken als ganzes, geht mir persoenlich auf die Nerven und auch vielen Tuerken in Deutschland.
So ist es.
Der "Widerspruch zu Erdogans Machtanspruch in der Tuerkei" ist ein Akt der Solidarität mit den türkischen Mitbürgern in Deutschland.

Der Bundestagsabgeordnete der Grünen Cem Özdemir hat es (in der letzten Sendung von "Hart aber Fair") deutlich zum Ausdruck gebracht,
als er sinngemäß sagte, daß Ergodan die Türkei ins politische Abseits und in die Katastrophe führt.
Zum Referendum dort kann es nur ein NEIN geben.
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Re: Türkischen Politiker Wahlkampf auf deutschen Boden verbieten?

Beitragvon Keoma » Sa 18. Mär 2017, 10:47

Jekyll hat geschrieben:(18 Mar 2017, 10:23)

Es geht ja nicht darum, worauf du so alles persönlich verzichten kannst, sondern darum, wie viel du bereit bist, anderen eine eigene Meinung und Lebensweise zuzugestehen. Nur Kleinkinder und Großdiktatoren sind nicht imstande, zwischen ihrem Ego und der Welt da daraußen zu differenzieren.

Ja, da ist Erdogan ein gutes Beispiel, obwohl, groß..............
Moralische Entrüstung ist Eifersucht mit einem Heiligenschein.
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Re: Türkischen Politiker Wahlkampf auf deutschen Boden verbieten?

Beitragvon Jekyll » Sa 18. Mär 2017, 10:52

immernoch_ratlos hat geschrieben:(18 Mar 2017, 09:36)

Bewundernswert, wie Du die türkische Fahne hochhältst.
Eigentlich spreche ich über demokratische Grundprinzipien. Im Höheren Sinne geht es auch um gesunden Menschenverstand und moralisch-ethisches Gewissen.

Danach ist aber Schluss mit der Bewunderung - solange das Interesse " an der politischen Gestaltung ihres Heimatlandes" - was rein zufällig auch mein Heimatland ist, sich auf der Ebene des GG bewegt, ist alles paletti. Nur die Idee, die dt. Verfassung à la Turk zu verändern, mach uns zu klaren Feinden.
Wer versucht das und wie? Und über das GG welches Landes sprichst du?
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Re: Türkischen Politiker Wahlkampf auf deutschen Boden verbieten?

Beitragvon ThorsHamar » Sa 18. Mär 2017, 10:53

Jekyll hat geschrieben:(18 Mar 2017, 10:44)

Lies richtig. Er hat von "Muslimen" gesprochen. Er meint etwas gans anderes.

Und wenn du schon von "Interessen" und Loyalitäten sprichst: Vergiss nicht, dass es die Türkei ist und nicht Deutschland, die die Hauptlast der Flüchtlingskrise schultern muss. Es ist Deutschland + EU, die unter moralischen Zugzwang steht.


Ich bitte Dich, Jekyll.
Wenn er von Flüchtlingen sprach, welche er praktisch als Mittel, als Gegenstand, als Waffe benutzen will, so ist faktisch richtig, dass ein Moslem aus der Türkei Deutschland damit droht, massenweise Moslems als Strafe zu schicken. Das hat doch was ....
Und zum Zweiten:
Die Türkei muss gar nichts als Hauptlast schultern, sondern hat als Partner einen Deal gemacht!!!
Ausserdem bin ich immer noch der Meinung, dass der "moralische Zugzwang" in den Heimatländern der Wanderer liegt.
Wer die Vergangenheit kontrolliert, kontrolliert die Zukunft; wer die Gegenwart kontrolliert, kontrolliert die Vergangenheit.
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Re: Türkischen Politiker Wahlkampf auf deutschen Boden verbieten?

Beitragvon odiug » Sa 18. Mär 2017, 10:54

Jekyll hat geschrieben:(18 Mar 2017, 10:36)

Solange demokratische Spielregeln eingehalten werden ist jede Art des Eingriffs in diesen Prozess auch ein Eingriff in die demokratischen Grundprinzipien. Gerade in Deutschland ist der Anteil der Erdogan-Befürworter proportional hoch, ihnen ihre demokratischen Grundrechte einzuschränken ist eine Missachtung sowohl der demokratischne Prinzipien als auch der Menschen, die sich darauf berufen.

Demokratische Prinzipien quasi außer Gefecht zu setzen, nur weil den hiesigen Politikern und den potentiellen Wählern (Stichwort Populismus!) die Person Erdogans nicht gefällt oder man mit der Politik in deren Heimatland nicht einverstanden ist, lässt auf ein Demokratieverständnis derselben schließen, dem es an Substanz und Integrität fehlt. Ein Armutszeugnis, ein moralisches Totalversagen.

qed

Das ist aber genau die Art von Unterstellung, auf deren Grundlage gerade die Erdogan- und Türkei-Kritiker ihre pauschale Vorgehensweise legitimieren können.

"tschuldige mal ... aber woher kommt eigentlich dein Anspruch, dass jeder Widerspruch ein Eingriff in die demokratischen Grundrechte sei :?:
Da kannst du dich gleich bei Pegida und AfD einreihen :rolleyes:
Zweitens, wenn auslaendische Regierungsmitglieder in einem EU Staat Wahlkampf betreiben wollen, dann meldet das gefaelligst korrekt an.
Es ist schon eine Frechheit sondergleichen, wenn ein Verein eine "Kulturveranstaltung" anmeldet und dann Wahlkampf betreibt mit tuerkischen Ministern.
Was soll der Mist :?:
Und dann noch "Faschismus" schreien, wenn man dem einem Riegel vorschiebt ... das ist an Heuchelei kaum mehr zu ueberbieten.

Und ja ... das gilt auch fuer Seehofer und seinen Busenfreund Orban ... aber diese Laus haben wir uns bereits ins Fell gesetzt mit der Mitgliedschaft Ungarns in der EU.
Kein Grund diesen Fehler nochmals zu machen.
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Re: Türkischen Politiker Wahlkampf auf deutschen Boden verbieten?

Beitragvon Antonius » Sa 18. Mär 2017, 11:08

odiug hat geschrieben:(18 Mar 2017, 10:54)
(...)
Und ja ... das gilt auch fuer Seehofer und seinen Busenfreund Orban ... aber diese Laus haben wir uns bereits ins Fell gesetzt mit der Mitgliedschaft Ungarns in der EU.
Kein Grund diesen Fehler nochmals zu machen.
Wenn wir über Ungarn sprechen, dann sollten wir nicht vergessen, dass Ungarn im 16./17.Jahrhundert für mehr als 100 Jahre von osmanischer Fremdherrschaft besetzt war....
Dieses Faktum hat sich tief ins kollektive Gedächnis der Ungarn eingebrannt,
aus diesem Grunde reagieren sie allergisch bei mohammedanischer Zuwanderung.
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Re: Türkischen Politiker Wahlkampf auf deutschen Boden verbieten?

Beitragvon Misterfritz » Sa 18. Mär 2017, 11:27

Jekyll hat geschrieben:(18 Mar 2017, 10:39)

Tja...Pack schlägt sich, Pack verträgt sich.
Das ist ja nun eine ziemlich schwachbrüstige Antwort.
Ich kann einfach nicht erkennen, warum sich die türkische Regierung über etwas so dermassen echauffiert, was sie selbst nicht anders handhabt. Es sei denn, man will von eigenen Defiziten ablenken. Das ist dann aber absolut kein Grund für andere Regierungen, der Türkei entgegen zu kommen.
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Re: Türkischen Politiker Wahlkampf auf deutschen Boden verbieten?

Beitragvon Zunder » Sa 18. Mär 2017, 12:39

Jekyll hat geschrieben:(18 Mar 2017, 10:52)

Eigentlich spreche ich über demokratische Grundprinzipien.

Du sprichst nicht von demokratischen Grundprinzipien, sondern von Privilegien für durchgeknallteTürkenfaschos.
Die türkische Opposition hat keine Möglichkeit, in Deutschland ihre Interessen zu vertreten.
Deine Heuchelei kannst du dir sparen.

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