Feministinnen äußern sich gegen Gewalt gegen Frauen

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hafenwirt
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Feministinnen äußern sich gegen Gewalt gegen Frauen

Beitragvon hafenwirt » Mo 11. Jan 2016, 18:19

Hallo,

entgegen der viel vermuteten Äußerung bestimmter Mitbürger in unserem Land, haben sich mehrere Feministinnen zusammengeschlossen und in einer Kampagne über Twitter zur Gewalt gegen Frauen geäußert.

Insgesamt 14 Ziele hat das neue Aktionsbündnis formuliert. Zu den Forderungen zählen unter anderem mehr öffentliche Aufklärungsarbeit und vor allem eine Änderung der Gesetzeslage. Denn sexuelle Belästigung ist in Deutschland noch kein eigenständiger Straftatbestand. Ohne körperliche Gewalt fehlt bislang die Grundlage, eine Verurteilung kann dann nur wegen Nötigung erfolgen. Damit richten sich die Forderungen auch direkt an die politischen Verantwortlichen wie Bundesjustizminister Heiko Maas (SPD), der sich ebenfalls an der Kampagne beteiligt.
[...]
"Das Problem des Sexismus und der sexualisierten Gewalt darf nicht 'islamisiert' und damit pauschal einer Religion und ihren – häufig vermeintlichen – Angehörigen zugeschrieben werden", heißt es in der Erklärung.


http://www.zeit.de/gesellschaft/2016-01 ... id-5875116

Was ist davon zu halten?

Haben die Frauen recht oder nicht?

Sollte man ihren Forderungen nachgeben oder sollten sie die Schnauze halten, weil sie alles relativieren?
Cloudfox
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Re: Feministinnen äußern sich gegen Gewalt gegen Frauen

Beitragvon Cloudfox » Mo 11. Jan 2016, 18:36

hafenwirt » 11 Jan 2016, 18:19 hat geschrieben:Hallo,

entgegen der viel vermuteten Äußerung bestimmter Mitbürger in unserem Land, haben sich mehrere Feministinnen zusammengeschlossen und in einer Kampagne über Twitter zur Gewalt gegen Frauen geäußert.



http://www.zeit.de/gesellschaft/2016-01 ... id-5875116

Was ist davon zu halten?

Haben die Frauen recht oder nicht?

Sollte man ihren Forderungen nachgeben oder sollten sie die Schnauze halten, weil sie alles relativieren?


Naja, es ist schon gewissermaßen unter aller Kanone, dass sie nicht explizit die Ethnien, Religionsanghörige, Gruppen und anderen Nationen benennen, die
hierbei ausschließlich anzusprechen wären :eek:
So sieht es ja aus, als hätten wir in Deutschland schön länger ein Problem ... :cool:
Svi Back

Re: Feministinnen äußern sich gegen Gewalt gegen Frauen

Beitragvon Svi Back » Mo 11. Jan 2016, 19:01

scheint ja ein voller Erfolg zu werden der Hashtag

#ausnahmslos das geltende Recht umsetzen liebe Frau Merkel
Wo #ausnahmslos alle schuldig sind, ist es keiner. Hannah Arendt würde sich im Grabe umdrehen. #verharmloserpack #koelnhbf
Was für ein #ausnahmslos beschissener Tag. David Bowie musste sterben und Claudia Roth lebt. Das ist bitter! :-(

Ich gebe zu, der letzte ist böse.
Atheist

Re: Feministinnen äußern sich gegen Gewalt gegen Frauen

Beitragvon Atheist » Mo 11. Jan 2016, 19:39

Für diese politischen Lösungen setzen wir uns ein:

1. Die Arbeit der Beratungsstellen muss gestärkt und ihr Angebot ausgebaut werden, einschließlich Therapiemöglichkeiten und besserem, schnelleren Zugang zu Therapieplätzen. Auch die Arbeit von Frauenhäusern muss gestärkt und vor allem finanziell ausreichend abgesichert werden. Alle Beratungsstellen und -angebote müssen barrierefrei sein.

Volle Zustimmung. Wünschenswert wäre zudem auch Männer z.B. über die auch in Deutschland weiterhin vorherrschenden Männlichkeits-Rollenvorbilder aufzuklären. Feminismus ist keine reine Frauensache!

2. Die Gesetzeslage muss angepasst werden: Sexuelle Belästigung ist in Deutschland immer noch keine eigenständige Straftat. Und ob eine Vergewaltigung als strafbar gilt, wird zum Beispiel auch daran festgemacht, ob sich die betroffene Person ausreichend zur Wehr setzte.

Auch hier volle Zustimmung. Durch ein strafbewehrtes Verbot der sexuellen Belästigung sollte v.a. die Bevölkerung für dieses Thema sensibilisiert werden, um es nicht weiterhin als Bagatelle abzutun.

3. Mehr öffentliche Aufklärungsarbeit hilft, Gewalt zu vermeiden, und signalisiert den Betroffenen, dass sie sich Hilfe holen und mit gesellschaftlicher Unterstützung rechnen können. Wir möchten dafür sensibilisieren, dass die Gefahr, Sexismus und sexualisierte Gewalt zu erleben, im engen sozialen Umfeld besonders groß ist und in allen gesellschaftlichen Gruppen vorkommt.

Volle Zustimmung, insbesondere sollte solche Aufklärungsarbeit bereits früh an den Schulen erfolgen. Allerdings muss sie sich auch an die Erwachsenen richten, wo immer es nur möglich ist.

4. Auch eine geschlechtersensible Pädagogik kann (sexualisierter) Gewalt vorbeugen. Dazu zählt nicht zuletzt die Aufklärung über Geschlechterstereotype und die Bedeutung von Sprache.

Ja, und zwar für beide Geschlechter!

5. Polizei und Justiz müssen geschult werden, damit es überhaupt zur Strafverfolgung kommt und in diesen Prozessen sensibel und respektvoll mit Betroffenen umgegangen wird.

Wichtig ist hier nicht nur, gegenüber den vermeintlichen Opfern sensibel zu sein, sondern auch vorverurteilende Wertungen der vermeintlichen Täter zu unterlassen. Denn ein Vergewaltigungsvorwurf wird leider auch dazu gebraucht, um Rufmord zu begehen.

Für diese gesellschaftlichen Lösungen setzen wir uns ein:

6. Die Debatte über sexualisierte Gewalt muss offen, kritisch und differenziert geführt werden. Dazu gehört die Analyse, Aufarbeitung und Bekämpfung von soziokulturellen und weltanschaulichen Ursachen von Gewalt. Dringend muss auch über Auswirkungen gesellschaftlicher Stigmatisierung von Betroffenen sexualisierter Gewalt gesprochen werden.

Was mir fehlt, sind insbesondere linke oder liberale Analysen dieses Problems. Bisher dominieren entweder die Rechten oder die rein Frauenbezogenen.

7. Betroffene sexualisierter Gewalt müssen ernst genommen werden. Es darf keine Täter_innen-Opfer-Umkehrung, wie in Form von Verhaltensregeln für Betroffene, und keine Verharmlosung geben.

Bis zur hinreichenden Sachverhaltsklärung sollte es überhaupt keine Vorverurteilung geben.

8. Sexismus und Rassismus sind nicht Probleme „der Anderen”: Wir alle sind von struktureller Diskriminierung geprägt und müssen erlernte Vorurteile erst einmal reflektieren, um sie abzulegen.

Vollkommen richtig. Selbstkritik hat noch nie jemandem geschadet, sofern sie nicht völlig haltlos ist.

9. Wer Zeug_in von sexualisierter Gewalt und Sexismus wird, sollte nicht wegschauen, sondern eingreifen – von Hilfe und Beistand bei sexualisierten Übergriffen bis zum Einspruch gegen sexistische Sprüche, „Witze“ oder Werbung.

Das Problem rund um die Zivilcourage ist ein zu Vielschichtiges, um so pauschalisiert nach einem "Eingrifen" zu fordern. Grundsätzlich sollte aber jeder weder sich in Lebensgefahr bringen noch anderen ihre Würde und Selbständigkeit dadurch absprechen, dass man in Konflikte unter zwei gleichrangigen Parteien interveniert.

Für diese medialen Ansätze setzen wir uns ein:

10. Die mediale Berichterstattung über sexualisierte Gewalt darf die Opfer nicht verhöhnen und die Taten nicht verschleiern. Täter sollten nicht als „Sex-Gangster” oder „Sex-Mob” beschrieben – da sexualisierte Gewalt nichts mit Sex zu tun hat – und häusliche Gewalt nicht als „Familien-” oder „Beziehungsdrama” verharmlost werden.

Schön zu lesen, dass hier der Zusammenhang zwischen Macht und Sexualität erkannt und der Schwerpunkt richtigerweise auf der Seite der Machtdemonstration verortet wurde.

11. Sexismus und andere Diskriminierungsformen müssen als Nährboden für sexualisierte Gewalt verstanden und als reale und bestehende Probleme anerkannt werden. Es muss ernst genommen werden, wie die mediale Darstellung u.a. weiblicher Körper als Lustobjekte mit sexualisierter Gewalt verknüpft ist. Sexismus darf weder im Alltag noch in der Werbung und in den Medien Platz haben.

Jeder Mensch, egal ob männlich oder weiblich, hat ein natürliches Bedürfnis danach, sexuell begehrt zu werden. Es ist daher überhaupt nicht verwerflich, wenn sich Menschen in sexuell aufreizender Weise selbst darstellen. Zutreffend ist aber, dass viele Medien das konservative Rollenvorbild bedienen, das Frauen die Rolle des Lustobjekts und Männern die Rolle des Arbeitsesels zuordnet. Hier gilt es für Ausgleich zu sorgen.

12. Das Problem des Sexismus und der sexualisierten Gewalt darf nicht „islamisiert“ und damit pauschal einer Religion und ihren – häufig vermeintlichen – Angehörigen zugeschrieben werden. Damit werden mindestens 5 Millionen Menschen in Deutschland unter Generalverdacht gestellt. Redaktionen sollen reißerische und stigmatisierende Deutungen vermeiden, denn diese ziehen konkrete negative Folgen für Mitglieder unserer Gesellschaft nach sich.

Alle 3 abrahamitischen Religionen weisen ihren Anhängern ein rigides Rollenmodell zu, das nicht auf Freiwilligkeit beruht. Zu behaupten, der Islam kenne ein solches Rollenvorbild nicht oder aber es würden keine Interdependenzen zwischen dem Soll-Bild im Islam und dem Ist-Zustand bei Muslimen bestehen, ist genauso falsch, wie selbiges beim Christentum oder beim Judentum nicht zu behaupten.

Auffällig ist, dass insbesondere jene Menschen islamophobe Tendenzen aufweisen, die selbst über ein konservatives Rollenverständnis verfügen und auch chauvinistische politische Standpunkte vertreten. Es scheint sich dabei wohl um ein Klientel zu handeln, das im Grunde genommen sich im Geiste ähnelt und daher einen besonderen Druck zur Distinktion verspürt.


13. Die Bildsprache ist frei von rassistischen und sexistischen Klischees zu halten. Bilder wirken unterbewusst und können selbst eine differenzierte Berichterstattung torpedieren.

Ja!!! Es sei denn, dem einen Extrem wird das andere Extrem als Negation gegenübergestellt und beide erklärt, damit die sachliche Erklärung durch die Konstrastwirkung verstärkt wird und somit die Erkenntnis fördert.

14. Redaktionen müssen vielfältiger werden. Nach wie vor sind nur ein Bruchteil der Journalist_innen in Deutschland nicht-deutscher Herkunft und Berufswege stehen vor allem Menschen mit formal hoher Bildung offen. Männlich, heterosexuell und weiß dominierte Chefredaktionen tragen dazu bei, dass Themen, die andere Geschlechter, Ethnien und Minderheiten betreffen, nicht mit ausreichend Raum und Kompetenz behandelt werden.

Die Zusammensetzung der Chefredaktionen kann sich nur dann wandeln, wenn tradierte Rollenvorbilder dekonstruiert werden. Das gilt auch für alle anderen Bereiche der Wirtschaft und des gesellschaftlichen Lebens. Maßgebend sollen weder Geschlecht noch Herkunft, sondern Können und Wollen sein. Dazu wird jedoch Mut benötigt, auch mal gegen die vermutete Erwartungshaltung des konservativ eingestellten Verbrauchers zu handeln. Denn nicht nur Nachfrage schafft Angebot, es ist auch das Angebot, das die Nachfrage schafft!


http://ausnahmslos.org/
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Re: Feministinnen äußern sich gegen Gewalt gegen Frauen

Beitragvon Progressiver » Mo 11. Jan 2016, 19:46

Unglaublich, aber wahr: Es gibt auch unter Deutschen Frauenhasser, die jegliche Anwandlung von Feminismus bis aufs Blut bekämpfen. Davon kann besonders Anne Wizorek berichten, die in ihrem Buch "Weil ein Aufschrei nicht reicht" für einen Feminismus von heute kämpft. Wer will, kann sich das Buch bei dem Internethändler Amazon angucken, welcher es unter anderem mit folgenden Worten bewirbt:

***Feminismus? Fuck yeah!***
Moderne Geschlechterbilder statt Schubladendenken

Anne Wizorek löste mit ihrem Twitter-Hashtag einen riesigen Sturm im Netz aus. Tausende Frauen nutzen #aufschrei als Ventil, um ihren Erfahrungen mit dem alltäglichen Sexismus Luft zu machen. Der Erfolg der Aktion macht deutlich: Von Geschlechtergerechtigkeit sind wir noch weit entfernt, sexuelle Belästigung und Diskriminierung bleiben ein brennendes Problem.


http://www.amazon.de/Weil-ein-Aufschrei ... cht+reicht

Das Buch kam jedenfalls schon 2014 heraus. Und die ganzen rechtsextremen PEGIDA-Anhänger wollen jetzt also das Bild vermitteln, dass sie sich seit den Übergriffen von Köln alle zu progressiven Feminismusanhängern gewandelt haben? Ich kann dies, ehrlich gesagt, nicht glauben.
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Re: Feministinnen äußern sich gegen Gewalt gegen Frauen

Beitragvon Maskulist » Di 12. Jan 2016, 17:22

Zum Schundbuch von Anne Wizorek schreibt der Männerrechtler Arne Hoffmann folgende Rezension:

Wenige Wochen vor dem Erscheinen von Anne Wizoreks Buch "Weil ein Aufschrei nicht reicht" erklärte die US-amerikanische Professorin für Geistes- und Medienwissenschaft Camille Paglia, Feminismus sei im Jahr 2014 nicht mehr als "ein Haufen gemeiner Mädchen auf Twitter". International sammeln die jungen "Women Against Feminism" immer mehr Anhängerinnen. Und wenige Tage vor dem Erscheinen des Buches erklärte die Schauspielerin Emma Watson vor den Vereinten Nationen, ihrer Wahrnehmung nach werde Feminismus heute mit Männerhass gleichgesetzt. Anne Wizoreks Buch ist als Anschauungsobjekt gut geeignet, das erklärt, wie es zu dieser Haltung gekommen ist.

Schon sein Untertitel betreibt einen Etikettenschwindel. Um einen Feminismus "von heute" handelt es sich nicht – zumindest nicht in dem positiven Sinne, in dem dieser Untertitel verstanden werden soll. Tatsächlich verpackt Wizorek eine grauenvoll altbackene Ideologie aus einer Zeit von vor ihrer Geburt – die ulkige These, dass man eine Gleichberechtigung der Geschlechter am besten erreicht, indem man sich auf die Anliegen eines Geschlechtes konzentriert – in eine moderne, "hippe" Sprache.

Schon zu Beginn ihres Buches, es muss ihr also offenbar besonders wichtig sein, erklärt Wizorek, warum sie gerade keine Bewegung für beide Geschlechter wolle, die man statt als "Feminismus" als "Humanismus" oder ähnlich betiteln könne. Um ihre Auffassung zu untermauern, fährt Wizorek im Verlauf ihres Buches eine ganze Reihe von Falschbehauptungen auf, von denen die folgenden Absätze nur einige schlaglichtartig behandeln sollen.

"Ein weißer, heterosexueller Mann ohne Behinderungen hat die besten Voraussetzungen, um diskriminierungsfrei durchs Leben zu gehen." Tatsächlich liegen seit Jahren die verschiedensten Untersuchungen vor, denen zufolge Jungen in der Schule für dieselben Leistungen schlechtere Noten erhalten. Gleichzeitig werden Männer vor Gericht für dasselbe Vergehen schwerer bestraft. Wenn es um Sorge- und Umgangsrecht geht, sind es die Väter, die schlechte Karten haben. Hilfsangebote verschiedenster Art sind für Männer weit schlechter ausgebaut als für Frauen. Männer bringen sich dreimal so oft um wie Frauen, sind häufiger arbeitslos, kommen häufiger durch ihren Beruf ums Leben und landen öfter auf der Straße. International sieht es noch schlechter aus – beispielsweise sind Frauen durch internationale Vereinbarungen vor oft tödlich endender Zwangsarbeit geschützt und Männer nicht. Wäre all das umgekehrt, wäre das für Anne Wizorek der schlagende Beweis für himmelschreiende, systemimmanente Unterdrückung. Aber auch die Medien sind blind dafür: Wenn drei von vier Suiziden einen Mann zum Opfer haben oder geschätzte achtzig Prozent aller Obdachlosen männlich sind, war das im "frauenunterdrückenden Patriarchat" noch nie ein Talkshowthema. Solche Verhältnisse werden unsichtbar gemacht. Wenn Anne Wizorek und ihre Freundinnen hingegen eine Kampagne bei Twitter starten, gibt es in der Woche danach jeden einzelnen Tag eine Talkshowsendung dazu.

"Frauen sind öfter Opfer von Gewalt". Tatsächlich genügt ein Blick in jede Kriminalstatistik, dass Männer deutlich häufiger als Frauen Opfer von Gewalt im öffentlichen Raum werden. Im häuslichen Bereich ist die Opferschaft annähernd gleichverteilt; das belegen seit langen Jahren hunderte von Studien, die in anerkannten soziologischen und kriminologischen Fachzeitschriften erschienen sind. (Eine in deutscher Sprache kommentierte Übersicht bietet die Website "Frauengewalt"). Im internationalen Raum sterben vor allem Männer an der Front, von sogenannten "Genderziden", also geschlechtsbezogenen Massentötungen, sind, wie unter anderem der Professor für Geschichtswissenschaften und Völkermord-Experte Adam Jones nachweist, fast durchgehend das männliche Geschlecht betroffen.

"Untersuchungen belegen, dass sexuelle Gewalt fast ausschließlich von Männern verübt wird und der Anteil von Frauen als Täterinnen unter ein Prozent beträgt (...) Bei sexueller Belästigung sieht es ähnlich aus". An solche Geschlechterklischees glauben viele, die aktuelle Forschung deckt sie nicht: So weist der Geschlechter- und Antidiskriminierungsforscher Dr. Peter Döge in einer Studie für die evangelische Kirche Deutschlands darauf hin, dass acht Prozent aller Frauen angegeben hatten, ihren Partner bereits sexuell genötigt zu haben. Der Anteil der Frauen, die sich durch ihre Männer sexuell genötigt fühlten, liegt mit zwölf Prozent nur um ein Drittel höher. In seiner zusammenfassenden Metastudie "Weibliche Gewalt in Partnerschaften" erkennt der Berliner Soziologe Bastian Schwithal gar: "Beim Verüben von sexueller Gewalt ergibt sich ein Geschlechtsverhältnis von 57,9% Männer gegenüber 42,1% Frauen und hinsichtlich erlittener Gewalt ein Männer-Frauen-Verhältnis von 40,8% zu 59,2%."

Von noch bemerkenswerteren Zahlen berichtete die US-amerikanische Professorin für Frauenstudien Abigail Rine im Juni 2013 in dem Magazin "The Atlantic", wobei Rine sich auf die National Intimate Partner and Sexual Violence Survey aus dem Jahr 2010 bezieht, eine nationale, repräsentative Untersuchung über Opfer sexueller Gewalt. In den 12 Monaten vor der Erhebung, berichtet Rine, waren 1,26 Millionen Männer (1,1 Prozent aller Männer insgesamt) ihren Angaben nach "zur Penetration gebracht" worden, was fast deckungsgleich sei mit den 1,27 Millionen Frauen (ebenfalls 1,1 Prozent aller Frauen insgesamt), die im selben Zeitraum vergewaltigt worden sein sollen. "Wenn diese Zahlen auch nur annähernd zutreffen", so Rine, "zeigen sie ein signifikant anderes Bild von sexueller Gewalt in den USA, als ich gewohnt bin." Auf diese Relation wiesen auch die Feministin Hanna Rosin im Magazin "Slate" und die männerfreundliche Equity-Feministin Cathy Young anhand neuerer Zahlen im Nachrichtenmagazin "Time" hin. Im Oktober 2013 schließlich berichtete das Wissenschaftsmagazin "National Geographic" über eine aktuelle Studie, die von den Wissenschaftlerinnen Michele Ybarra und Kimberly Mitchell in der akademischen Fachzeitschrift "JAMA Pediatrics" veröffentlicht wurde. Diese Untersuchung zeigte, dass im Alter von unter 18 Jahren beide Geschlechter in etwa demselben Ausmaß zu sexuellen Übergriffen neigen. "Vor nicht allzu langer Zeit wurden Männern die Fragen über Tätererfahrungen und Frauen die Fragen über Opfererfahrungen gestellt", erläutert Ybarra den sexistischen Hintergrund, der zur bis heute bestehenden Schieflage der Debatte über sexuelle Gewalt führte. "Wir haben die Tatsache nie wahrgenommen, dass Männer Opfer und Frauen Täter sein könnten." All diese Artikel stehen immer noch online.

Bei sexueller Belästigung sieht es nicht anders aus. Der von der American Association of University Women herausgegebenen Studie "Drawing the Line: Sexual Harassment on Campus" zufolge wurden 62 Prozent der weiblichen und 61 Prozent der männlichen Schüler Opfer von sexueller Belästigung. Vier Forscher legten eine Folgestudie an und gelangten zu dem Ergebnis, dass sich die Mehrheit beider Geschlechter sowohl als Opfer wie auch als Täter sexueller Belästigung beschrieben habe, weshalb man das bisherige simple Täter-Opfer-Modell in Frage stellen müsse. Das bestätigte eine Ende 2013 veröffentlichte repräsentative Studie der Universität Lausanne und des Unternehmens "Forschung und Beratung", die zeigte, dass Frauen und Männer am Arbeitsplatz ähnlich oft sexuell belästigt werden und dass Frauen in fast der Hälfte der Fälle zu den Tätern gehören. 66 Prozent der befragten Frauen und 71 Prozent der befragten Männer räumten ein, in den vergangenen zwölf Monaten mindestens einmal ein Verhalten gezeigt zu haben, das vom Gegenüber als belästigend hätte empfunden werden können.

Wer Antisexismus ernst nimmt, würde sich für Opfer beiderlei Geschlechts einsetzen statt nur für die Opfer des eigenen.

Wizorek fordert "eine Diskussion, in der Männer (...) auch mal die sexuellen Bedürfnisse und die Bedürfnisse nach Grenzen von anderen Menschen sehen". Dass Männer in Fragen der Sexualität nur ihre eigenen Bedürfnisse sähen gibt es nur in der sexistischen Propaganda des radikalen Feminismus. Blickt man hingegen in die Fachliteratur, etwa das Fachbuch "Sexualmedizin" (Urban & Fischer), wird man eines Besseren belehrt. Dort heißt es: "Die negative Konnotierung männlicher Sexualität macht diese – mehr oder minder auch in der Selbstwahrnehmung der Männer – zum Problem, wenn nicht gar zur Gefahr. Zusammen mit dem viel stärker gewordenen Anspruch der Frauen auf sexuelle Selbstbestimmung, Initiative und der Bereitschaft, Wünsche und Abneigungen deutlich zu äußern, hat dies viele Männer in eine defensive Haltung geführt und ihr Selbstverständnis nachhaltig gestört." Während Frauen in den letzten Jahren immer mehr dazu ermuntert worden seien, ihre eigenen Bedürfnisse zu benennen und einzufordern, wurde dasselbe Verhalten bei Männern als aggressiv, egoistisch und "böse" abgewertet. Viele Männer übernehmen diese Abwertung bereitwillig für sich. So zeigte sich in einer Untersuchung des Leipziger Sexualwissenschaftlers Kurt Starke, "dass schon sechzehn- bis siebzehnjährige Jungen im Zusammenhang mit sexuellen Themen von Versagens- und Kompetenzängsten geplagt werden, dass sie die sexuelle Begegnung mit einer Frau weniger herbeisehnen als oftmals geradezu fürchten, und dass sie die sexuelle Lust verlieren bzw. gar nicht entwickeln können … Die Identifizierung männlicher Sexualität als Problem und (potenzielle) Bedrohung macht den Grenzgang, den Identitätswechsel, der für das erotische Erleben so zentral ist, für viele Männer zum Risiko." Die erste Auflage dieses Buches erschien 2001. Ein junger Mann, der damals 17 war, ist jetzt etwa in dem Alter von Anne Wizorek.

"Tausende Frauen berichten unter #aufschrei von sexuellen Übergriffen", fantasiert Wizorek an einer Stelle ihres Buches, "zehntausende Menschen sammelten unter #aufschrei ihre Erfahrungen mit Sexismus und sexueller Gewalt" an einer anderen. Ralf Bönt widerlegt diesen Zahlenzauber in dem von der Bundeszentrale für politische Bildung herausgegebenen Band "Anmerkungen zur Sexismusdebatte" in der Reihe "Aus Politik und Zeitgeschichte", der auch online nachzulesen ist: Tatsächlich handelte es sich um zehntausende von TWEETS, also Wortmeldungen in der entstandenen Debatte, wobei einer Stichprobe zufolge "lediglich 1,5 Prozent von ihnen der Intention von Anne Wizorek entsprachen, 27 Prozent waren antifeministisch, 32,5 Prozent waren antisexistisch und bezogen sich zum Großteil auf aktuelle Zeitungsartikel, von denen wir oben gesehen haben, welche starke Zustimmung bekommen haben. [Nämlich jene, die eine einseitige und hysterische Sexismus-Debatte kritisierten. – A.H.] Der Rest war Spam, Werbung, Wiederholungen." Bisher lastete man es den Medien an, diesen Aspekt der Twitter-Debatte nicht verstanden zu haben – in ihrem Buch strickt Wizorek selbst an der Legende von den zigtausend Frauen.

Bezeichnenderweise trägt das Kapitel, in dem Anne Wizorek die Reaktionen auf die unter anderem von ihr gestarteten #Aufschrei-Kampagne darstellt, die Überschrift "Zwischen Fan Mail und Hate Speech". Tatsächlich berichtet sie nur von "Fan Mail" oder "Hate Speech", ein Dazwischen gibt es für sie nicht: keine fundierte Kritik zum Beispiel, über die sie und ihr Klüngel vielleicht einmal nachdenken könnte. Wizoreks Welt zerfällt in Schwarz und Weiß. Man sollte sich insofern keine Illusionen machen, dass auch diese Rezension schlicht als "hate speech" abqualifiziert werden wird.

Ähnlich grauenvoll undifferenziert wird Wizoreks Rhetorik, wenn sie auf die Männerrechtsbewegung zu sprechen kommt. Auch hier nimmt sie Frauen und Männer mit abweichender Meinung einfach nicht ernst, sondern lästert nur über "Männerrechtler, die hinter allem eine feministische Weltverschwörung sehen". Tatsächlich benennen Männerrechtler viele Probleme, deren Entstehung oft mit dem Feminismus überhaupt nichts zu tun hat, die aber heute auch aufgrund einer einseitig ausgerichteten Geschlechterpolitik bestehen bleiben.

In einem Glossar am Ende des Buches definiert Wizorek die Begriffe "Männerrechtsbewegung/Maskulismus" gar als "Ansammlung von Vereinen, Gruppen und Einzelpersonen (...) die (...) sich gegen Geschlechtergerechtigkeit wendet bzw. die einzig und allein für Männer einfordert". Damit projiziert Wizorek die narzisstisch-egozentrische Haltung ihres eigenen Buches auf ein anderes Lager. Die tatsächliche Definition von Maskulismus, wie sie in Texten der Bewegung selbst vertreten wird, sieht so aus: "Weltsicht und Theoriegebäude der Männerrechtsbewegung. Ihr zufolge verdient auch ein Mann Zuwendung und Unterstützung, wenn er diskriminiert wird, zum Opfer wird oder aus anderen Gründen leidet. Maskulisten geht es darum, Benachteiligungen, soziale Problemlagen und Menschenrechtsverletzungen in Bezug auf alle Menschen einschließlich der Männer zu erforschen, herauszufinden, was die möglicherweise vielfältigen Ursachen dafür sind, und realistische Lösungsstrategien zu entwickeln, die dann in einer gerechten Politik zur Anwendung kommen." Wer außer radikalen Feministinnen kann dagegen eigentlich etwas haben? Dass Maskulisten sich derzeit vor allem auf Probleme des männlichen Geschlecht konzentrieren, liegt schlicht daran, dass dieses Geschlecht in der Geschlechterdebatte des letzten halben Jahrhunderts nur als Monster, Hindernis oder Trottel vorkam und seine eigenen Sorgen politisch vollkommen brachlagen (und bis heute brachliegen).

An einer Stelle ihres Buches wird Anne Wizorek besonders unseriös. Als es um den Amoklauf eines jungen US-Amerikaners geht, formuliert sie feinsinnig: "Es kursierte bereits ein Blogpost, der die Tat mit der Männerrechtsbewegung und der Pick-up-Artist-Szene in Verbindung brachte". Das nennt man wohl die Kunst der Insinuierung. Tatsächlich gab es zwischen dem Täter und der Männerrechtsbewegung überhaupt keine Verbindung, stattdessen tobte er sich auf der Seite PUAhate.com aus, wo man den Hass auf die Pick-up-Szene pflegte. Aber "es kursierte bereits ein Blogpost ...", und deshalb muss das auch noch ins Buch! Damit so viele wie möglich kapieren, dass Menschen, die sich statt nur für Frauen auch für Männer einsetzen, lebensgefährlich sind.

Woher rührt diese Lust an Verunglimpfungen und Denunzierungen? Die Antwort geben uns vielleicht zwei Passagen, mit denen Wizorek in ihrem Buch vermeintliche Gründe für Anfeindungen gegen Feministinnen nennt: "Wir wollen radikale Veränderungen. Das muss Leute anpissen." und "Solche Attacken sollen die Betreffenden zum Schweigen bringen. Ziel ist, sie mit so viel Hass zu überschütten, dass sie es am Ende bereuen, sich öffentlich geäußert zu haben." Die Art, wie heute auf Männerrechtler eingeprügelt wird, beschreiben diese Passagen gut. Männer ebenfalls als Opfer von Diskriminierung wahrzunehmen ist ein brandneuer gesellschaftlicher Prozess, der viele verunsichert. Uralt hingegen ist es, als schwache, ständig bedrohte "damsel in distress" gute Männer um Hilfe gegen böse Männer zu bitten.

Als gleichberechtigtes Gegenüber bei Diskussionen auf Augenhöhe sind Männer in Wizoreks Welt nicht vorgesehen. Lieber verrät sie in einem eigenen Kapitel Männern, wie sie gute "allies", also Unterstützer von Feministinnen werden: In erster Linie sollen sie ihre eigene Schuld und ihre Privilegien "gestehen" und Kritik an dem, was sie tun, dankbar annehmen. Widerworte sind unerwünscht. "Du wirst verk***** und du wirst daraus lernen" teilt Wizorek potentiellen männlichen Verbündeten stattdessen herablassend mit. Da wundert es einen wirklich, warum vielen Menschen der Feminismus so unsympathisch erscheint ...

Man braucht sich übrigens keine Gedanken darüber zu machen, dass Anne Wizorek durch diese Rezension irgendwie zum Nachdenken gebracht wird. So schreibt sie in ihrem Buch: "Bei Interviewbeiträgen und Texten von mir im Netz, die nicht auf meinen eigenen Blogs stattfinden, halte ich mich an die eiserne Regel: Don't read the comments. Ich lese wirklich keinen einzigen Kommentar unter diesen Texten". Sie müsse sich selber schützen. Willkommen im mentalen Bunker, oder, wie es auf Neudeutsch heißt: in der Filterbubble. Anne Wizorek wird also vermutlich auch in 50 Jahren noch davon überzeugt sein, dass sexuelle Gewalt fast ausschließlich von Männern ausgeht. Der eigene Ratschlag, Kritik gefälligst anzunehmen – der gilt für Männer, aber doch nicht für Feministinnen! Das hierarchische Gefälle in der Ideologie dieses Buches ist kaum zu leugnen.

Und damit kehren wir zurück zu der Forderungen nach einem "Feminismus von heute". Laut einer am 23. Januar 2014 von der "Zeit" veröffentlichten Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov ist eine große Mehrheit von 72 Prozent der Meinung, dass in der Sexismus-Diskussion die Männer zu kurz kommen. Frauen sehen dies mit 75 Prozent sogar noch häufiger als Männer (68 Prozent). Einige Monate zuvor hatten in einer Studie des Meinungsforschungsinstituts Allensbach 76 Prozent der Männer erklärt, sich "wenigstens ab und zu gegenüber Frauen benachteiligt" zu fühlen. Vor diesem Hintergrund und dem, was weiter oben über sexuelle Gewalt zu sagen war, ist der in Wizoreks Buch vertretene Feminismus von gestern. Wenn man schon nicht der Ansicht ist, dass sich der Feminismus grundsätzlich überlebt hat oder gar von Anfang an der falsche, weil sexistische Ansatz war, dann kann ein Feminismus von heute ... oder vielleicht von morgen? ... nur der sogenannte Equity-Feminismus sein, der die Anliegen beider Geschlechter ernst nimmt und sich keine Definitionshoheit anmaßt, welche Sorgen und Probleme zählen (die der Frauen) und welche nicht (die der Männer).

Den Equity-Feminismus gibt es im immer noch von Alice Schwarzer geprägten Deutschland leider gar nicht und etwa in den USA auch nur in Spurenelementen. Vor allem liberale statt dogmatische, männerfreundliche Abweichlerinnen von der feministischen Parteilinie wie Christina Hoff Sommers und die oben schon erwähnte Cathy Young gehören dazu. Letztere beklagt, dass sich der Feminismus zu einer "spaltenden und manchmal hasserfüllten Kraft" entwickelt habe, die die Probleme von Frauen dramatisiere und die von Männern ignoriere. Die Equity-Feministin Wendy McElroy schließlich arbeitet mit den Männerrechtlern, die Wizoreks liebstes Feindbild sind, seit Jahren konstruktiv zusammen. In einer Rede, die McElroy 2008 vor Männerrechtlern hielt, erklärte sie, die vielleicht einzige Hoffnung des Feminismus, jemals wieder Bedeutung zu erlangen, bestehe darin, "den Männern zuzuhören, die Gerechtigkeit verlangen. Wenn sie sprechen, klingen ihre Stimmen wie die der Frauen in den sechziger Jahren, als die Frauenbewegung wie eine Naturgewalt durch unsere Kultur fegte und sie für immer verändert zurückließ. Die Frauen verlangten von den Männern: Gewährt uns gleiche Rechte, gewährt uns Respekt. Vierzig Jahre später hat sich die Situation umgedreht. Jetzt sind es Männer, nicht Frauen, die gegen die systematische Diskriminierung ihres Geschlechts protestieren. (...) Der Feminismus der sechziger Jahre war eine kulturelle Revolution. Und es ist keine Übertreibung, wenn man sagt, dass eine neue Revolution im Anmarsch ist – dieses Mal angeführt von Männern. Sie wird nicht angeführt von Stimmen der Elite oder gefördert von Organisationen, die mit Steuergeldern ausgestattet sind. Es ist eine Graswurzelbewegung, bestehend aus Individuen, die vom System dermaßen zusammengeprügelt worden sind, dass sie jetzt einen Großteil ihres Lebens damit verbringen Nein zu sagen."

In Anne Wizoreks Buch hingegen werden Männer entweder dämonisiert – wenn sie der feministischen Ideologie widersprechen – oder huldvoll als Helfer akzeptiert, wenn sie sich ganz und gar dieser Ideologie beugen. Wenn das der "Feminismus von heute" ist, braucht man sich über seinen schlechten Ruf nicht mehr zu wundern.
Maskulismus die radikale Ansicht, dass Männer keine Schweine sind, sondern Menschen.
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Re: Feministinnen äußern sich gegen Gewalt gegen Frauen

Beitragvon Fuerst_48 » Di 12. Jan 2016, 17:25

Unabhängig davon...ist es traurig, dass nun reihenweise Verhaltens"hilfen" an die Frauen herangetragen werden. Als wären sie diese hilflosen und schutzbedürftigen Häschen, als die Männer (Machos) sie gerne sehen wollen. Peinlich, sowas.
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Meine Meinung zu den Forderungen:

Beitragvon Maskulist » Di 12. Jan 2016, 18:44

Für diese politischen Lösungen setzen wir uns ein:

1. Die Arbeit der Beratungsstellen muss gestärkt und ihr Angebot ausgebaut werden, einschließlich Therapiemöglichkeiten und besserem, schnelleren Zugang zu Therapieplätzen. Auch die Arbeit von Frauenhäusern muss gestärkt und vor allem finanziell ausreichend abgesichert werden. Alle Beratungsstellen und -angebote müssen barrierefrei sein.

Nur eine Teilweise Zustimmung! Bisher sind Beratungsstellen fast ausschließlich für Frauen da - für Männer, wenn überhaupt, fast immer nur als Täter. Es werden Anlaufstellen für männliche Opfer benötigt und dringendst die flächendeckende Einrichtung von Männerhäusern für männliche Opfer häuslicher Gewalt. Mehr als 400 staatlich subventionierten Frauenhäusern stehen lediglich 3 rein privat finanzierte Männerhäuser gegenüber.

2. Die Gesetzeslage muss angepasst werden: Sexuelle Belästigung ist in Deutschland immer noch keine eigenständige Straftat. Und ob eine Vergewaltigung als strafbar gilt, wird zum Beispiel auch daran festgemacht, ob sich die betroffene Person ausreichend zur Wehr setzte.

Auch hier nur eine Teilweise Zustimmung. Richtig ist, dass sexuelle Belästigung ein eigener Straftatbestand sein muss, übersehen wird dabei gerne, dass Männer genauso häufig Opfer sexueller Belästigung werden, wie Frauen.

Quelle:
http://www.sueddeutsche.de/karriere/sexuelle-belaestigung-am-arbeitsplatz-maenner-werden-kaum-als-opfer-wahrgenommen-1.1846785

Eine Verschärfung des Vergewaltigungsparagraphen ist abzulehnen, da der bisherige - bei Ausschöpfung der Möglichkeiten - bereits ausreichend ist. Wer sich mit den Plänen des neuen Rechtes auseinandersetzt, kann sich im Prinzip nur mit Grausen abwenden, da im Prinzip im Nachhinein jeder Geschlechtsakt - natürlich nur von der Frau - als Vergewaltigung ausgelegt werden kann.
Bereits durch die jetzige Rechtslage ist es ohne Problem möglich, das Leben eines Mannes durch einen falschen Vergewaltigungsvorwurf zu ruinieren (Türk/Kachelmann) oder ihn sogar durch Falschaussagen hinter Gitter zu bringen (Arnold/Witte). Laut einer bayerischen Untersuchung von 2005 liegt der Anteil der Falschbeschuldigungen bei > 30%

Quelle:
http://www.polizei.bayern.de/content/4/3/7/vergewaltigung_und_sexuelle_n_tigung_in_bayern_bpfi.pdf

Andere Aussagen gehen sogar von einer noch höheren Quote aus.


3. Mehr öffentliche Aufklärungsarbeit hilft, Gewalt zu vermeiden, und signalisiert den Betroffenen, dass sie sich Hilfe holen und mit gesellschaftlicher Unterstützung rechnen können. Wir möchten dafür sensibilisieren, dass die Gefahr, Sexismus und sexualisierte Gewalt zu erleben, im engen sozialen Umfeld besonders groß ist und in allen gesellschaftlichen Gruppen vorkommt.

Zustimmung

4. Auch eine geschlechtersensible Pädagogik kann (sexualisierter) Gewalt vorbeugen. Dazu zählt nicht zuletzt die Aufklärung über Geschlechterstereotype und die Bedeutung von Sprache.

Hier nur eine Zustimmung, wenn nicht das Denken "Frau = Opfer, Mann = Täter" herrscht. Doch da es von einer bekennenden Radikalfeministin kommt, die in ihrem Buch "Weil ein Aufschrei nicht reicht" ganz klar männerfeindliche Positionen bezieht, wage ich es zu bezweifeln.

5. Polizei und Justiz müssen geschult werden, damit es überhaupt zur Strafverfolgung kommt und in diesen Prozessen sensibel und respektvoll mit Betroffenen umgegangen wird.

Zustimmung

Für diese gesellschaftlichen Lösungen setzen wir uns ein:

6. Die Debatte über sexualisierte Gewalt muss offen, kritisch und differenziert geführt werden. Dazu gehört die Analyse, Aufarbeitung und Bekämpfung von soziokulturellen und weltanschaulichen Ursachen von Gewalt. Dringend muss auch über Auswirkungen gesellschaftlicher Stigmatisierung von Betroffenen sexualisierter Gewalt gesprochen werden.

Zustimmung

7. Betroffene sexualisierter Gewalt müssen ernst genommen werden. Es darf keine Täter_innen-Opfer-Umkehrung, wie in Form von Verhaltensregeln für Betroffene, und keine Verharmlosung geben.

Das gilt für die Opfer beiderlei Geschlecht!

8. Sexismus und Rassismus sind nicht Probleme „der Anderen”: Wir alle sind von struktureller Diskriminierung geprägt und müssen erlernte Vorurteile erst einmal reflektieren, um sie abzulegen.

Zustimmung.

9. Wer Zeug_in von sexualisierter Gewalt und Sexismus wird, sollte nicht wegschauen, sondern eingreifen – von Hilfe und Beistand bei sexualisierten Übergriffen bis zum Einspruch gegen sexistische Sprüche, „Witze“ oder Werbung.

Teilweise Zustimmung. Hilfe sollte immer gewährt werden, aber wer definiert, was sexistische Sprüche oder Werbung ist? Oder gilt das wieder mal nur für den Sexismus gegen Frauen?

Denn ich kann mich nicht erinnern, dass eine Werbung dieser Art von den Medien oder den Feministinnen, die sich angeblich ja auch für Männer einsetzen, kritisiert wurde.

Quelle Youtube:


Würde eine solche Werbung mit Frauen gemacht werden: #aufschrei!


Für diese medialen Ansätze setzen wir uns ein:

10. Die mediale Berichterstattung über sexualisierte Gewalt darf die Opfer nicht verhöhnen und die Taten nicht verschleiern. Täter sollten nicht als „Sex-Gangster” oder „Sex-Mob” beschrieben – da sexualisierte Gewalt nichts mit Sex zu tun hat – und häusliche Gewalt nicht als „Familien-” oder „Beziehungsdrama” verharmlost werden.

Wie z.B. hier:
http://www.taz.de/!5057928/


11. Sexismus und andere Diskriminierungsformen müssen als Nährboden für sexualisierte Gewalt verstanden und als reale und bestehende Probleme anerkannt werden. Es muss ernst genommen werden, wie die mediale Darstellung u.a. weiblicher Körper als Lustobjekte mit sexualisierter Gewalt verknüpft ist. Sexismus darf weder im Alltag noch in der Werbung und in den Medien Platz haben.

Das gilt auch für Männer! Aber wieder einmal wird nur von Frauen gesprochen.

Quelle:

oder hier:


12. Das Problem des Sexismus und der sexualisierten Gewalt darf nicht „islamisiert“ und damit pauschal einer Religion und ihren – häufig vermeintlichen – Angehörigen zugeschrieben werden. Damit werden mindestens 5 Millionen Menschen in Deutschland unter Generalverdacht gestellt. Redaktionen sollen reißerische und stigmatisierende Deutungen vermeiden, denn diese ziehen konkrete negative Folgen für Mitglieder unserer Gesellschaft nach sich.

Ja, Generalverdacht gilt eben nur, wenn man ein Mann ist.

Quelle:
http://www.welt.de/regionales/hamburg/article150824060/Alle-Maenner-sind-potenzielle-Vergewaltiger.html

13. Die Bildsprache ist frei von rassistischen und sexistischen Klischees zu halten. Bilder wirken unterbewusst und können selbst eine differenzierte Berichterstattung torpedieren.

Dann werden Zeitungen und Zeitschriften bald nur noch aus Textpassagen bestehen.

14. Redaktionen müssen vielfältiger werden. Nach wie vor sind nur ein Bruchteil der Journalist_innen in Deutschland nicht-deutscher Herkunft und Berufswege stehen vor allem Menschen mit formal hoher Bildung offen. Männlich, heterosexuell und weiß dominierte Chefredaktionen tragen dazu bei, dass Themen, die andere Geschlechter, Ethnien und Minderheiten betreffen, nicht mit ausreichend Raum und Kompetenz behandelt werden.

Absoluter unbewiesener Quatsch!
Maskulismus die radikale Ansicht, dass Männer keine Schweine sind, sondern Menschen.
Atheist

Re: Feministinnen äußern sich gegen Gewalt gegen Frauen

Beitragvon Atheist » Do 14. Jan 2016, 01:22

Maskulist hat geschrieben:(12 Jan 2016, 17:22)

Zum Schundbuch von Anne Wizorek schreibt der Männerrechtler Arne Hoffmann folgende Rezension:

"Untersuchungen belegen, dass sexuelle Gewalt fast ausschließlich von Männern verübt wird und der Anteil von Frauen als Täterinnen unter ein Prozent beträgt (...) Bei sexueller Belästigung sieht es ähnlich aus". An solche Geschlechterklischees glauben viele, die aktuelle Forschung deckt sie nicht: So weist der Geschlechter- und Antidiskriminierungsforscher Dr. Peter Döge in einer Studie für die evangelische Kirche Deutschlands darauf hin, dass acht Prozent aller Frauen angegeben hatten, ihren Partner bereits sexuell genötigt zu haben. Der Anteil der Frauen, die sich durch ihre Männer sexuell genötigt fühlten, liegt mit zwölf Prozent nur um ein Drittel höher. In seiner zusammenfassenden Metastudie "Weibliche Gewalt in Partnerschaften" erkennt der Berliner Soziologe Bastian Schwithal gar: "Beim Verüben von sexueller Gewalt ergibt sich ein Geschlechtsverhältnis von 57,9% Männer gegenüber 42,1% Frauen und hinsichtlich erlittener Gewalt ein Männer-Frauen-Verhältnis von 40,8% zu 59,2%."

...

Bei sexueller Belästigung sieht es nicht anders aus. Der von der American Association of University Women herausgegebenen Studie "Drawing the Line: Sexual Harassment on Campus" zufolge wurden 62 Prozent der weiblichen und 61 Prozent der männlichen Schüler Opfer von sexueller Belästigung. Vier Forscher legten eine Folgestudie an und gelangten zu dem Ergebnis, dass sich die Mehrheit beider Geschlechter sowohl als Opfer wie auch als Täter sexueller Belästigung beschrieben habe, weshalb man das bisherige simple Täter-Opfer-Modell in Frage stellen müsse. Das bestätigte eine Ende 2013 veröffentlichte repräsentative Studie der Universität Lausanne und des Unternehmens "Forschung und Beratung", die zeigte, dass Frauen und Männer am Arbeitsplatz ähnlich oft sexuell belästigt werden und dass Frauen in fast der Hälfte der Fälle zu den Tätern gehören. 66 Prozent der befragten Frauen und 71 Prozent der befragten Männer räumten ein, in den vergangenen zwölf Monaten mindestens einmal ein Verhalten gezeigt zu haben, das vom Gegenüber als belästigend hätte empfunden werden können.


Mir ist auch schon aufgefallen, dass bei sexueller Belästigung insbesondere das Bild eines männlichen Täters und eines weiblichen Opfers vorzuherrschen scheint, das sodann entweder eine selektive Wahrnehmung des Geschehens bedingt (nur die von einem Mann ausgehende Belästigung wird als solche bewusst wahrgenommen) oder aber gemäß des immer noch weithin vorherrschenden konservativen Rollenvorbildes dem Mann eine Duldungspflicht auferlegt, weil er in diesem Rollenvorbild als das "starke Geschlecht" verklärt wird. Ich selbst muss ja zugeben, dass mich derlei ideelle Konstruktionen zum zwecke der sozialen Kontrolle noch nie tiefergehend interessiert haben und ich auch kein Gegner des Feminismus, Maskulismus oder Vergleichbarem bin, allerdings fällt mir bei zunehmender Beschäftigung mit dem Feminismus dann doch auf, dass im feministischen Diskurs keine Dekonstruktion beider Rollenvorbilder und damit des gesamten Rollenmodells, sondern dessen selektive Anpassung stattfindet. Im Grunde genommen also eine Art positive Diskriminierung, eben nur nicht von Gesetzes wegen.
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Re: Feministinnen äußern sich gegen Gewalt gegen Frauen

Beitragvon Letzter-Mohikaner » Do 14. Jan 2016, 01:29

Alles Quatsch! Eine Armlänge Abstand reicht um das Problem zu lösen.
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Re: Feministinnen äußern sich gegen Gewalt gegen Frauen

Beitragvon Provokateur » Do 14. Jan 2016, 05:51

Was viele übersehen (ganz unabhängig davon, was die Forderung sein mag): Änderungen der Einstellungen einer Mehrheitsgesellschaft funktionieren nie "top down" - das führt zu Trotzreaktionen.

Das muss aus der Mitte kommen und alle Ebenen erfassen. "Bottom up" ist der Weg.
Harry riss sich die Augen aus dem Kopf und warf sie tief in den Wald. Voldemort schaute überrascht zu Harry, der nun nichts mehr sehen konnte.
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Re: Feministinnen äußern sich gegen Gewalt gegen Frauen

Beitragvon Demolit » Do 14. Jan 2016, 07:10

Heute KSsA Print S 19........

Ganz tolles Essay über die latente Frauenmissachtung im Islam

Titel

Sexuelle Gewalt ist Alltag für die arabische Fau

Hoda Zakaria ( Soziologin Prof. Universität Zaqazig) : In patriarchalisch ausgerichteten Gesellschaft werden bei Vergewaltigungen nicht die Täter bestraft, sondern die Opfer

Tenor: Verseuchte Strukturen in soziokulturellen Sicht auf die Stellung der Frau . Tipp für hier...wer hier Zeichen des Verhaltens aus dieser Aufstellung gegenüber Frauen zeigt ( z.B. Missachtung durch Verweigerung Ansprache, Begrüßung) mit den Mittel der hier gängigen Maßnahmen ( z.B. Hausverbot , Schulen bestellen Sozialarbeiter zu den Familien etc.) konsequent durchführen.

.....aber wir sind ja so gut aufgestellt gegen diese Hinterwäldlerei...

ja so eine Denkschule hat was drauf.....und wir tanzen deren Eiertanz 2016 mit......sind ja ärm Minsche..

echt ;)
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Re: Feministinnen äußern sich gegen Gewalt gegen Frauen

Beitragvon Maskulist » Do 14. Jan 2016, 19:51

Atheist hat geschrieben:(14 Jan 2016, 01:22)

Mir ist auch schon aufgefallen, dass bei sexueller Belästigung insbesondere das Bild eines männlichen Täters und eines weiblichen Opfers vorzuherrschen scheint, das sodann entweder eine selektive Wahrnehmung des Geschehens bedingt (nur die von einem Mann ausgehende Belästigung wird als solche bewusst wahrgenommen) oder aber gemäß des immer noch weithin vorherrschenden konservativen Rollenvorbildes dem Mann eine Duldungspflicht auferlegt, weil er in diesem Rollenvorbild als das "starke Geschlecht" verklärt wird. Ich selbst muss ja zugeben, dass mich derlei ideelle Konstruktionen zum zwecke der sozialen Kontrolle noch nie tiefergehend interessiert haben und ich auch kein Gegner des Feminismus, Maskulismus oder Vergleichbarem bin, allerdings fällt mir bei zunehmender Beschäftigung mit dem Feminismus dann doch auf, dass im feministischen Diskurs keine Dekonstruktion beider Rollenvorbilder und damit des gesamten Rollenmodells, sondern dessen selektive Anpassung stattfindet. Im Grunde genommen also eine Art positive Diskriminierung, eben nur nicht von Gesetzes wegen.


Das Problem ist auch, dass die Frau bestimmt, wann etwas eine sexuelle Belästigung ist. Kommt der Anmachspruch (z.B. "Hallo Süße, Du siehst aber scharf in den
Fummel aus") von einem 08/15-Durchschnittsmann oder sogar von einem hässlichen, dann ist es sexuelle Belästigung. Kommt ein derartiger Spruch jedoch von einem 1,90-Typen, durchtrainiert mit Sixpack, Dreitagebart und Rolex am Handgelenk, dann ist es für viele Frauen eine gelungene Anmache.
Hinzu kommt, dass die Grenzen für viele unterschiedlich sind, denn was der/die eine als lustig oder nett empfindet, empfindet ein/eine Andere/r als diskriminierend und sexuell belästigend.
Aber mit dem "ertragen" von Belästigungen hast Du recht, Männer müssen vieles ertragen und Frauen und der Radikalfeminismus unserer Zeit erwarten es sogar! Beklagen darf man sich als Mann nicht, denn man vergisst ja dann, dass man als Mann "priviligiert" ist - oder man ist eine Memme (mimimi - armer Mann - mehr als einmal zu hören bekommen).

Tatsache ist aber doch, dass wir alle in einer sexualisierten Gesellschaft leben und auch sexuell stark orientierte Lebewesen sind, Sexualität ist also ein Teil unserer Natur!
Insofern müssen beide Geschlechter mit einer gewissen sexuellen Belästigung leben - dass ist eben Alltag.
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Re: Feministinnen äußern sich gegen Gewalt gegen Frauen

Beitragvon Excellero » Do 14. Jan 2016, 20:13

Woher kommt das eigentlich, daß wenn man sich für Frauen stark macht, man gleich auf die Hardcore Feministenschiene abfahren muss? Es muss doch möglich sein auch mal einen gesunden Mittelweg zwischen den Spinnereien, von irgendwelchen Emanzen tussis die ständig durch die Medien geistern, und dem offensichtlichen Frauenbild einer nicht unerheblichen Masse von Muslimen und anderer Kulturkreise wo "Weiber nix gelten" finden. Sicher gibt es Defizite bei der Rechtssprechung aber die gabs auch schon als Rot-Grün an der Macht war, die gabs schon als SPD und Liberale an der Macht waren, und die gabs auch bei jeder anderen Regierungskonstellation. Wieso gibts so ein Theater immer nur wenn "was passiert"? Ja Rechtskonservative sind natürlich NICHT die Meinungsgruppe die Frauen per Quote in die Chefetagen setzen würden. Und sie sind auch nicht die, welche Kids schon in der Grundschule die Ohren zulabern damit was jetzt schlimm ist und was nicht.
Aber wieso sollen die jetzt nicht die Ansicht vertreten dürfen, daß Frauen gefälligst nicht zu belästigen (und schlimmeres) sind? Und ich bin mir sicher das gilt nicht nur für Asylanten oder Ausländer sondern generell. Und ironischerweise sind es gerade die rechten Kräfte die seit ewigen Zeiten für eine verschärfung der Justiz insgesamt eintreten. Letztendlich auch im Sexualstrafrecht.
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Re: Feministinnen äußern sich gegen Gewalt gegen Frauen

Beitragvon Fuerst_48 » Do 14. Jan 2016, 20:25

Excellero hat geschrieben:(14 Jan 2016, 20:13)

Woher kommt das eigentlich, daß wenn man sich für Frauen stark macht, man gleich auf die Hardcore Feministenschiene abfahren muss? Es muss doch möglich sein auch mal einen gesunden Mittelweg zwischen den Spinnereien, von irgendwelchen Emanzen tussis die ständig durch die Medien geistern, und dem offensichtlichen Frauenbild einer nicht unerheblichen Masse von Muslimen und anderer Kulturkreise wo "Weiber nix gelten" finden. Sicher gibt es Defizite bei der Rechtssprechung aber die gabs auch schon als Rot-Grün an der Macht war, die gabs schon als SPD und Liberale an der Macht waren, und die gabs auch bei jeder anderen Regierungskonstellation. Wieso gibts so ein Theater immer nur wenn "was passiert"? Ja Rechtskonservative sind natürlich NICHT die Meinungsgruppe die Frauen per Quote in die Chefetagen setzen würden. Und sie sind auch nicht die, welche Kids schon in der Grundschule die Ohren zulabern damit was jetzt schlimm ist und was nicht.
Aber wieso sollen die jetzt nicht die Ansicht vertreten dürfen, daß Frauen gefälligst nicht zu belästigen (und schlimmeres) sind? Und ich bin mir sicher das gilt nicht nur für Asylanten oder Ausländer sondern generell. Und ironischerweise sind es gerade die rechten Kräfte die seit ewigen Zeiten für eine verschärfung der Justiz insgesamt eintreten. Letztendlich auch im Sexualstrafrecht.

Klar, geht das auch auf normalem Wege. Aber je kontratreicher man argumentiert, desto eher punktet man beim Andersdenker...ist rein strategisch... :D :D
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Re: Feministinnen äußern sich gegen Gewalt gegen Frauen

Beitragvon Excellero » Do 14. Jan 2016, 20:32

Fuerst_48 hat geschrieben:(14 Jan 2016, 20:25)

Klar, geht das auch auf normalem Wege. Aber je kontratreicher man argumentiert, desto eher punktet man beim Andersdenker...ist rein strategisch... :D :D


rein strategisch... *würg*

also ich änder meine Ansichten nicht nach dem was gerade strategisch günstig wäre... :rolleyes:
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Re: Feministinnen äußern sich gegen Gewalt gegen Frauen

Beitragvon Fuerst_48 » Do 14. Jan 2016, 20:35

Excellero hat geschrieben:(14 Jan 2016, 20:32)

rein strategisch... *würg*

also ich änder meine Ansichten nicht nach dem was gerade strategisch günstig wäre... :rolleyes:

Du brauchst keineswegs "würg-en". 2 Smileys sollten genug aussagen... :D :D
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Re: Feministinnen äußern sich gegen Gewalt gegen Frauen

Beitragvon Excellero » Do 14. Jan 2016, 20:41

Fuerst_48 hat geschrieben:(14 Jan 2016, 20:35)

Du brauchst keineswegs "würg-en". 2 Smileys sollten genug aussagen... :D :D


Wenn ich ehrlich bin hab ich deinen Beitrag nicht recht verstanden, daher hab ich vorsichtshalber mal ne Breitseite abgegeben. :thumbup: :D
Um fremden Wert willig und frei anzuerkennen, muß man eigenen haben.
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Re: Feministinnen äußern sich gegen Gewalt gegen Frauen

Beitragvon Fuerst_48 » Do 14. Jan 2016, 20:52

Excellero hat geschrieben:(14 Jan 2016, 20:41)

Wenn ich ehrlich bin hab ich deinen Beitrag nicht recht verstanden, daher hab ich vorsichtshalber mal ne Breitseite abgegeben. :thumbup: :D

:D :D :D
Naja, ich habe nur gemeint, dass sich virtuelle Argumentation besser verdeutlichen läßt, wenn man mehr auf den Putz haut.
Ich hatte in einem anderen Forum einen bayerischen Freund, der schrieb nie: Jetzt sei aber mal still, sondern "Hoit dei Fotz`n!"
Das kam immer rüber... :thumbup: :thumbup:
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Re: Feministinnen äußern sich gegen Gewalt gegen Frauen

Beitragvon Excellero » Do 14. Jan 2016, 21:09

Fuerst_48 hat geschrieben:(14 Jan 2016, 20:52)

:D :D :D
Naja, ich habe nur gemeint, dass sich virtuelle Argumentation besser verdeutlichen läßt, wenn man mehr auf den Putz haut.
Ich hatte in einem anderen Forum einen bayerischen Freund, der schrieb nie: Jetzt sei aber mal still, sondern "Hoit dei Fotz`n!"
Das kam immer rüber... :thumbup: :thumbup:


Ich bin eigentlich eher ein Freund von sachlicher Argumentation...

aber wenn mir mol dr Gaul durch goht, noh hosch au a reächts Problem. Ok schwäbisch klingt jetzt nicht so gefährlich wie bayrisch ... was solls..
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