Polytheistisches Christentum

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Papasong

Re: Polytheistisches Christentum

Beitragvon Papasong » Mi 25. Nov 2015, 07:24

Parker » Di 24. Nov 2015, 14:23 hat geschrieben:Ohne Religion hat es bis heute weder Moral- noch Kulturentwicklung gegeben. Niemals und nirgendwo.

Das ist eine dreiste Lüge. Genau diese Lüge verbreiten die Religionen auch.

Dabei ist der Humanismus älter als jede Religion. Die Griechen diskutierten über unveräußerliche Menschenrechte schon hunderte Jahre eher, bevor die Religionen das Thema für ihre Propaganda entdeckt haben. Menschlichkeit und Nächstenliebe ebenso. Es sind Propaganda-Lügen, dass Religionen uns die Kultur erst brachten. Pfaffen waren beim Morden immer in allererster Reihe - als Geldgeber und Aufwiegler! Ihr Werk ist die Vernichtung fremder Kultur und die Unterdrückung von Kultur. Weil sie davon leben, dass sie sich als Kulturstifter in einer Gesellschaft einnisten. So wie ein Krebs. Der gibt sich auch als gesunder Zellhaufen aus.

Nein, Religionen tun Gutes und viel Schlechtes. Das Gute wird als Endlosschleife heruntergebetet und das Schlechte vertuscht. Alle Errungenschaften unserer Kultur verdanken wir der Aufklärung und ihren Köpfen. Religion war stets gegen mehr Freiheit, für Sklaverei und Ausbeutung, für Unterdrückung von Frauen und Homosexuellen. Dennoch vereinnahmt sie diese Kultur und ihre Errungenschaften als ihr Werk. Das isr Diebstahl!

Ich sage es nochmal: Religion ist Faschismus im Schafsfell.
Parker » Di 24. Nov 2015, 14:23 hat geschrieben: Mythologie ist Nebensache und daß Priester ihren Status ausnutzen, schlicht belanglos.

Diese (deine) Meinung ist belanglos, weil ohnehin reine Provokation. Typisch Parker!
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Re: Polytheistisches Christentum

Beitragvon Dark Angel » Mi 25. Nov 2015, 10:14

Pit Potter » Di 24. Nov 2015, 21:55 hat geschrieben:Damals gab es Mundpropaganda..vieles hat sich quer durch die Welt verbreitet ganz ohne Zeitungen.

Wie ich bereits schrieb: die Menschen in Judäa hatten andere Sorgen und Probleme als sich mit dem Tod eines Römers zu beschäftigen. Das interessierte niemanden. Für Cicero und seine Schriften interessierten sich die gebildeten Bürgen Roms, evtl noch die Rom freundlich gesinnten Angehörigen der Aristokratie - sonst niemand.
Zudem lag Ciceros Ermordung zur Zeit der möglichen Geburt Jesus bereits ca. 40 Jahre zurück. Da erinnerte sich in Rom und erst recht in den Provinzen niemand mehr einen Römer namens Ciciero

Pit Potter » Di 24. Nov 2015, 21:55 hat geschrieben:Du sagst also heiliger Geist = Gott im Mittelpunkt?

Als "heiliger Geist" wird im AT der "Atem Gottes" bezeichnet, der ständig um und mit den Menschen ist und damit IST er bereits im AT ein Aspekt Gottes. Ein Aspekt/Teil Gottes bleibt er auch im NT und als Aspekt/Teil Gottes kann es KEINEN bezug zum Humanismus geben. Humanismus steht dem Theismus antagonistisch gegenüber.
Die Menschen haben sich Gott/dem Willen Gottes zu unterwerfen und das wiederum bedeutet Gott steht im Mittelpunkt, um Gott dreht sich alles.
Humanismus bedeutet das genaue Gegenteil!


Pit Potter » Di 24. Nov 2015, 21:55 hat geschrieben:Nur seltsam, dass es dem heiligen Geist gar nicht darum geht Gott zu verherrlichen, sondern dem Menschen die Tür zum Himmel zu öffnen..was der Humanismus ja auch tut.

Der "heilige Geist" IST Gott ==> Trinitätslehre!
Humanismus hat nichts, aber auch gar nichts mit Gott zu tun, sondern mit Menschen und NUR Menschen. Beim Humanismus geht es auch NICHT um Jenseitsvorstellungen (Leben nach dem Tod, in den Himmel kommen etc). Das ist Blödsinn!
Beim Humanismus geht es um den Menschen um seine Würde, seine Kreativität, sein ethisch-moralisches Handeln, um Eigenverantwortung im Hier und Jetzt. Humanismus kennt KEINE Jenseitsvorstellung(en) und KEINE Verantwortung/Rechtfertigung vor einem höheren Wesen, sondern nur Verantwortung vor sich selbst, vor Menschen!
Gegen die menschliche Dummheit sind selbst die Götter machtlos.

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Re: Polytheistisches Christentum

Beitragvon Pit Potter » Do 26. Nov 2015, 12:59

Dark Angel » Mi 25. Nov 2015, 10:14 hat geschrieben:Wie ich bereits schrieb: die Menschen in Judäa hatten andere Sorgen und Probleme als sich mit dem Tod eines Römers zu beschäftigen. Das interessierte niemanden. Für Cicero und seine Schriften interessierten sich die gebildeten Bürgen Roms, evtl noch die Rom freundlich gesinnten Angehörigen der Aristokratie - sonst niemand.
Zudem lag Ciceros Ermordung zur Zeit der möglichen Geburt Jesus bereits ca. 40 Jahre zurück. Da erinnerte sich in Rom und erst recht in den Provinzen niemand mehr einen Römer namens Ciciero


Als "heiliger Geist" wird im AT der "Atem Gottes" bezeichnet, der ständig um und mit den Menschen ist und damit IST er bereits im AT ein Aspekt Gottes. Ein Aspekt/Teil Gottes bleibt er auch im NT und als Aspekt/Teil Gottes kann es KEINEN bezug zum Humanismus geben. Humanismus steht dem Theismus antagonistisch gegenüber.
Die Menschen haben sich Gott/dem Willen Gottes zu unterwerfen und das wiederum bedeutet Gott steht im Mittelpunkt, um Gott dreht sich alles.
Humanismus bedeutet das genaue Gegenteil!



Der "heilige Geist" IST Gott ==> Trinitätslehre!
Humanismus hat nichts, aber auch gar nichts mit Gott zu tun, sondern mit Menschen und NUR Menschen. Beim Humanismus geht es auch NICHT um Jenseitsvorstellungen (Leben nach dem Tod, in den Himmel kommen etc). Das ist Blödsinn!
Beim Humanismus geht es um den Menschen um seine Würde, seine Kreativität, sein ethisch-moralisches Handeln, um Eigenverantwortung im Hier und Jetzt. Humanismus kennt KEINE Jenseitsvorstellung(en) und KEINE Verantwortung/Rechtfertigung vor einem höheren Wesen, sondern nur Verantwortung vor sich selbst, vor Menschen!



Also ein Humanist kann nicht gleichzeitig an Gott glauben und Ciceros Wirken hatte keinen Einfluss auf die römische Welt.

So einfach kann da sein.

Wo geht es bei Jesus um den Himmel nach dem Tod? Er redet immer von einem diesseitigen Himmelreich. Der heilige Geist hilft dabei. .der Humanismus?
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Re: Polytheistisches Christentum

Beitragvon Papasong » Do 26. Nov 2015, 17:23

Dark Angel » Di 24. Nov 2015, 13:21 hat geschrieben:Ja und? Mit 14/15 Jahren wurden Mädchen bis weit in die Neuzeit hinein als "heiratsfähig" betrachtet. Also nix mit Missbrauch!

Kind ist Kind. 13-14 Jahre alte Kinder sind nicht entwickelt. Und mal gar nicht damals, wo die Kids für die Arbeit eingespannt wurden und wenig zum Futtern bekommen haben. Und wenn wir urteilen, dann nicht auf Basis einer veralteten Moral. Sonst könnte man auch behaupten, dass es okay gewesen ist, Juden zu vergasen. Das fanden viele Nazis richtig cool.

Nein, Kinder zu verehelichen ist per se falsch. So, wie es auch falsch ist, Tiere zu töten und zu verspeisen. Wir wissen das und tun zumindest Letzteres und das ohne schlechtes Gewissen. Aber nur, weil unsere Moral rückständig und unser Hunger groß ist. Obwohl wir auch gut von alternativer Nahrung leben könnten.

Entscheidend ist aber auch, dass Maria nicht gefragt wurde. Egal ob sie noch als Kind durch geht. Es bleibt Missbrauch. Sie wurde ausgewählt und benutzt. Und die RKK feiert das noch als ganz großen Wurf. Dabei ist es in Gänze zu verabscheuen.
Zuletzt geändert von Papasong am Do 26. Nov 2015, 17:25, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Polytheistisches Christentum

Beitragvon Ammianus » Do 26. Nov 2015, 22:31

Papasong » Do 26. Nov 2015, 17:23 hat geschrieben:Kind ist Kind. 13-14 Jahre alte Kinder sind nicht entwickelt. Und mal gar nicht damals, wo die Kids für die Arbeit eingespannt wurden und wenig zum Futtern bekommen haben. Und wenn wir urteilen, dann nicht auf Basis einer veralteten Moral. Sonst könnte man auch behaupten, dass es okay gewesen ist, Juden zu vergasen. Das fanden viele Nazis richtig cool.

Nein, Kinder zu verehelichen ist per se falsch. So, wie es auch falsch ist, Tiere zu töten und zu verspeisen. Wir wissen das und tun zumindest Letzteres und das ohne schlechtes Gewissen. Aber nur, weil unsere Moral rückständig und unser Hunger groß ist. Obwohl wir auch gut von alternativer Nahrung leben könnten.

Entscheidend ist aber auch, dass Maria nicht gefragt wurde. Egal ob sie noch als Kind durch geht. Es bleibt Missbrauch. Sie wurde ausgewählt und benutzt. Und die RKK feiert das noch als ganz großen Wurf. Dabei ist es in Gänze zu verabscheuen.


Was ist das für ein vollkommen ahistorischer Unsinn. Jede Kultur hatte ihre eigenen Definition von dem was Kindheit war, wann der Übergang in den Zustand des Erwachsenseins erfolgte und welche Rolle das jeweilige Individuum in der Gesellschaft spielte. Die heutigen Definitionen in Mitteleuropa sind gut und richtig, können aber nicht als Grundlage für Wert- und Moralurteile über Gesellschaften der Vergangenheit herangezogen werden. Das ist lächerlich. Soll man jetzt in aller Ernsthaftigkeit die bronzezeitlichen Gesellschaften z.B. der Lausitzer Kultur dafür verurteilen, dass bei ihnen scheinbar die Pubertät als Grenze zwischen Erwachsenem und Kind galt?

Und was für ein Unfug, hier dann auch noch mit der Shoa zu kommen. Im gleichen Text wird dann auch noch die Vegetarierpeitsche geschwungen. Toll, dann lag ja der Führer des Großdeutschen Reiches Adolf Hitler gar nicht so verkehrt. Der aß ja auch kein Fleisch.

Das passiert eben, wenn militanter Atheismus zum armselig-fanatischen Lebensinhalt wird und dessen Vertreter, du bist hier nicht der erste von der Sorte, genau so wild und geifernd um sich schlagen wie evangelikale Prediger in Amerika, Taliban oder IS-ler.
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Re: Polytheistisches Christentum

Beitragvon Papasong » Fr 27. Nov 2015, 08:14

Ammianus » Do 26. Nov 2015, 22:31 hat geschrieben:
Was ist das für ein vollkommen ahistorischer Unsinn. Jede Kultur hatte ihre eigenen Definition von dem was Kindheit war...

Schwachsinn! Das ist keine Frage von Kultur, sondern von Moral und Ethik. Maria wurde nicht gefragt. Sie verfügte über keine Lebenserfahrung. Sie war auch nicht frei. Sie war als weibliche Person in ihrer Kultur ohnehin unterdrückt. Darum war der Sex mit ihr Missbrauch. Und das kann man ethisch nicht anders deuten. Über sie wurde verfügt, wie über ein Stück Vieh. Du bist auserwählt, Mutter zu werden. So hat man es ihr mitgeteilt. Und das würde jedes Gericht als Verbrechen betrachten.

Dass die Christen das nicht sehen wollen, ist ja klar. Genausowenig wollen sie wahrhaben, dass "Aufklärung im Intimbereich" bei uns anale Vergewaltigung bedeutet. Sie feiern den Missbrauch an Maria und verharmlosen den Missbrauch an Kindern noch heute. Sie schlagen Kinder sogar und halten das für vollkommen okay. Das ist es, was Christen unter Werten verstehen. Unterschwellig wird ihnen so womöglich suggeriert, dass Sex mit Kindern nicht immer falsch ist.

Genauso könnte sich ein Moslem heute darauf berufen, dass es in seiner Kultur gang und gäbe ist, Kinder zu ehelichen. Die stehen ethisch nämlich genau da, wo die Christen damals, und im Fall von Maria noch heute stehen. Doch auch für die gilt, dass der Zweck nicht die Mittel heiligt. Obendrein bestreite ich jeden Nutzen des Glaubens an ein Überwesen. Im Gegenteil. Wer bombt denn völlig Unschuldige weg? Wer praktiziert den unmenschliche Rituale wie das Beschneiden? Wer zwingt seinen Kindern das Beten und den Glauben auf? Wer droht ihnen mit der Hölle? Wer schlägt denn seine Kinder? Es sind die Gläubigen aller Glaubensrichtungen!
Zuletzt geändert von Papasong am Fr 27. Nov 2015, 08:20, insgesamt 4-mal geändert.
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Re: Polytheistisches Christentum

Beitragvon Ammianus » Fr 27. Nov 2015, 10:51

Papasong » Fr 27. Nov 2015, 08:14 hat geschrieben:Schwachsinn! Das ist keine Frage von Kultur, sondern von Moral und Ethik. Maria wurde nicht gefragt. Sie verfügte über keine Lebenserfahrung. Sie war auch nicht frei. Sie war als weibliche Person in ihrer Kultur ohnehin unterdrückt. Darum war der Sex mit ihr Missbrauch. Und das kann man ethisch nicht anders deuten. Über sie wurde verfügt, wie über ein Stück Vieh. Du bist auserwählt, Mutter zu werden. So hat man es ihr mitgeteilt. Und das würde jedes Gericht als Verbrechen betrachten.

Dass die Christen das nicht sehen wollen, ist ja klar. Genausowenig wollen sie wahrhaben, dass "Aufklärung im Intimbereich" bei uns anale Vergewaltigung bedeutet. Sie feiern den Missbrauch an Maria und verharmlosen den Missbrauch an Kindern noch heute. Sie schlagen Kinder sogar und halten das für vollkommen okay. Das ist es, was Christen unter Werten verstehen. Unterschwellig wird ihnen so womöglich suggeriert, dass Sex mit Kindern nicht immer falsch ist.

Genauso könnte sich ein Moslem heute darauf berufen, dass es in seiner Kultur gang und gäbe ist, Kinder zu ehelichen. Die stehen ethisch nämlich genau da, wo die Christen damals, und im Fall von Maria noch heute stehen. Doch auch für die gilt, dass der Zweck nicht die Mittel heiligt. Obendrein bestreite ich jeden Nutzen des Glaubens an ein Überwesen. Im Gegenteil. Wer bombt denn völlig Unschuldige weg? Wer praktiziert den unmenschliche Rituale wie das Beschneiden? Wer zwingt seinen Kindern das Beten und den Glauben auf? Wer droht ihnen mit der Hölle? Wer schlägt denn seine Kinder? Es sind die Gläubigen aller Glaubensrichtungen!


Gut, O.K. Du liest entweder nicht oder du verstehst nicht was du liest oder ... es ist eben sinnlos. Du bist ein atheistisches Talibanny, dass einfach nur seine Phrasen rausbellt. Du unterscheidest dich in nichts, von religiösen Fanatikern.
Das Schlimme bei Leuten wie dir ist, dass ihr gar nichts wissen wollt sondern immer nur eure auswendig gelernten Propagandatexte runterspult. Jeder Funken, jedes Signal, das über den fingerhutgroßen Rand eures Horizonts reicht wird ignoriert. Geschichte, Ethnographie, Kulturen - alles wird ignoriert. Immer nur wau, wau wau ...
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Re: Polytheistisches Christentum

Beitragvon Dark Angel » Fr 27. Nov 2015, 13:14

Pit Potter » Do 26. Nov 2015, 12:59 hat geschrieben:
Also ein Humanist kann nicht gleichzeitig an Gott glauben ... [/uote]
Doch kann er, aber auch der gläubige Humanist stellt den Menschen in den Mittelpunkt, macht den Menschen zum Maß der Dinge und stellt damit "Gott" in die zweite Reihe. Nach dem Verständnis der Kirche(n) ist jedoch Gott das Maß der Dinge und genau aus dem Grund landeten z.B. die Schriften von Erasmus v. Rotterdm auf dem Index (der verbotenen Schriften) der RKK.





Nicht für dich, weil du nicht kapierst, dass "Mensch ist der Mittelpunkt, ist das Maß der Dinge" einen Antagonismus zum "heiligen Geist bildet.


Darüber, worum es bei Jesus geht, sind sich weder die Evangelisten noch die Bibelexegeten einig.
Einig sind sie sich nur darüber, dass diesem "Reich" ein Gericht/Strafgericht voran geht und das hat nicht das Geringste mit Humanismus zu tun, sondern mit dem genauen Gegenteil.



Der "heilige Geist" ist immer noch ein Aspekt Gottes und KEINE selbständige Wesenheit und das "Reich Gottes auf Erden" hat immer noch nichts mit Humanismus zu tun, sondern mit dem Gegenteil von Humanismus.
Dieses (von Jesus verheißene Reich" ist eine Theokratie = Herrschaft Gottes, dem sich der Mensch bedingungslos unterzuordnen hat.
Und das wiederum bedeutet, dass Gott im Mittelpunkt steht, Gott das Maß der Dinge ist.
Und damit ist und bleibt es ein Antagonismus zum Humanismus, WEIL im Humanismus der Mensch das Maß der Dinge ist.

Kann doch eigentlich so schwer zu verstehen sein! :?:
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Re: Polytheistisches Christentum

Beitragvon Pit Potter » Fr 27. Nov 2015, 14:06

Dark Angel » Fr 27. Nov 2015, 13:14 hat geschrieben:Der "heilige Geist" ist immer noch ein Aspekt Gottes und KEINE selbständige Wesenheit und das "Reich Gottes auf Erden" hat immer noch nichts mit Humanismus zu tun, sondern mit dem Gegenteil von Humanismus.
Dieses (von Jesus verheißene Reich" ist eine Theokratie = Herrschaft Gottes, dem sich der Mensch bedingungslos unterzuordnen hat.
Und das wiederum bedeutet, dass Gott im Mittelpunkt steht, Gott das Maß der Dinge ist.
Und damit ist und bleibt es ein Antagonismus zum Humanismus, WEIL im Humanismus der Mensch das Maß der Dinge ist.

Kann doch eigentlich so schwer zu verstehen sein! :?:



Kannst du das konkret anhand der Worte Jesu belegen? Bisher hast du das leider noch nicht getan.

Der heilige Geist im NT wird uebrigens mit dem griechischen Wort pneuma beschrieben und nicht mit einem Lehnwort aus dem hebräischen.

Das legt nahe, dass wir es hier mit einer neuen Sichtweise des heiligen Geistes zu tun haben.. Dem Humanismus?
Zuletzt geändert von Pit Potter am Fr 27. Nov 2015, 14:10, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: Polytheistisches Christentum

Beitragvon Dark Angel » Fr 27. Nov 2015, 15:24

Pit Potter » Fr 27. Nov 2015, 14:06 hat geschrieben:Kannst du das konkret anhand der Worte Jesu belegen? Bisher hast du das leider noch nicht getan.

Warum sollte ICH das tun? Ihr Christen glaubt doch an die Trinität eures Gottes und diese Trinität wurde beim Arianusstreit auf dem Konzil von Nicäa per kaiserlichem Dekret festgeschrieben.
Jesus Aussage zum "heiligen Geist" folgt der Auslegung des AT und da ist der "hl. Geist" der Atem Gottes


Pit Potter » Fr 27. Nov 2015, 14:06 hat geschrieben:Der heilige Geist im NT wird uebrigens mit dem griechischen Wort pneuma beschrieben und nicht mit einem Lehnwort aus dem hebräischen.

Falsch! - der "hl. Geist" taucht bereits im AT auf und ist nach jüdischem Verständnis "der Atem Gottes" und das AT wurde in hebräischer Sprache geschrieben und erst während der Seleukidenherrschaft ins griechische übersetzt.
Das griechische "pneuma" bedeutet Luft, Hauch, Atem - also genau DAS, was es im hebräischen auch bedeutet - nämlich wind, Luft, Atem ==> eben "Atem Gottes".

Pit Potter » Fr 27. Nov 2015, 14:06 hat geschrieben:Das legt nahe, dass wir es hier mit einer neuen Sichtweise des heiligen Geistes zu tun haben.. Dem Humanismus?

NEIN - das legt es genau NICHT nahe - KEINE neue Sichtweise!
Das hebräische ruach ha-qodesh ist gleichbedeutend mit dem griechischen Hagion Pneuma und das bedeutet nichts anderes als "Atem Gottes" = heiliger Geist.
Und aus einem "Atem Gottes" = Gott ist das Maß der Dinge, wird nun mal KEIN Humanismus = Mensch ist das Maß der Dinge.
Da kannst Du noch so sehr herumfabulieren Jesus hatte mit Humanismus nichts im Sinn - gaar nichts!

Übrigens Pneuma findet sich auch in Pneumatik ==> technische Mechanik/klassische Mechanik, in Pneumologe = Lungenarzt.
Gegen die menschliche Dummheit sind selbst die Götter machtlos.

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Re: Polytheistisches Christentum

Beitragvon Antonius » Fr 27. Nov 2015, 15:32

Dark Angel » Fr 27. Nov 2015, 13:14 hat geschrieben:Der "heilige Geist" ist immer noch ein Aspekt Gottes und KEINE selbständige Wesenheit und das "Reich Gottes auf Erden" hat immer noch nichts mit Humanismus zu tun, sondern mit dem Gegenteil von Humanismus.
Dieses (von Jesus verheißene Reich" ist eine Theokratie = Herrschaft Gottes, dem sich der Mensch bedingungslos unterzuordnen hat.
Und das wiederum bedeutet, dass Gott im Mittelpunkt steht, Gott das Maß der Dinge ist.
Und damit ist und bleibt es ein Antagonismus zum Humanismus, WEIL im Humanismus der Mensch das Maß der Dinge ist.

Kann doch eigentlich so schwer zu verstehen sein! :?:

Unsinn.
Der Mensch hat einen freien Willen, also hat er sich keinesfalls der "Herrschaft Gottes bedingungslos" unterzuordnen.
Die Liebe Gottes zum Menschen ist ein Angebot, das der Mensch annehmen oder ablehnen kann.

Im übrigen, der Hl. Geist ist eine der Hypostasen des einen dreieinigen Gottes.

Zum Thema der Trinität gibt es einen recht guten Artikel in wikipedia:
https://de.wikipedia.org/wiki/Dreifaltigkeit
SAPERE AUDE - Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen.
Immanuel Kant (1724-1804)
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Re: Polytheistisches Christentum

Beitragvon Dark Angel » Fr 27. Nov 2015, 16:11

Antonius » Fr 27. Nov 2015, 15:32 hat geschrieben:Unsinn.
Der Mensch hat einen freien Willen, also hat er sich keinesfalls der "Herrschaft Gottes bedingungslos" unterzuordnen.
Die Liebe Gottes zum Menschen ist ein Angebot, das der Mensch annehmen oder ablehnen kann.

NEIN - KEIN Unsinn!
Das im NT verheißene "Reich Gottes" bedeutet die (uneingeschränkte) Herrschaft Gottes und damit die bedingungslose Untrordnung des Menschen unter den Willen/die Herrschaft Gottes.
Verschwurbele doch bitte nicht immer die ursprüngliche(n) Aussage(n) der Evabngelisten mit den Einflüssen des antiken Humanismus auf die christliche Lehre/das Christentum.
Der "freie Wille" des Menschen IST dem antiken humanistischen Menschenbild entnommen und wurde von Erasmus v. Rotterdam in das christliche Menschenbild eingefügt, weil ohne diesen - so seine Begründung - der Mensch zu einem verantwortungsbwussten moralischen Leben nicht fähig wäre. Und mit dieser Entlehnung aus dem Menschenbild der Antike emanzipiert Erasmus v. Rotterdam von Gott, befreit ihn von der Unmündigkeit, in der der Mensch bis dahin (von der Kirche) gehalten wurde und stellt ihn in dem Mittelpunkt - macht ihn zum Maß der Dinge.

Es war eben NICHT immer so, dass die "Liebe Gottes" als Angebot verstanden wurden. DIESES Verständnis - basierend auf dem antiken Menschenbild - gibt es erst seit der Renaissance, seit dem 15. Jh pc. Und nicht von ungefähr begann, ab dem 15. Jh. die Macht der Kirche zu schwinden, fanden Wissenschaft und Kunst einen gewaltigen Aufschwung - auch wenn die Kirche das zu verhindern gedachte ==> Galileo Gallilei und die Schriften der Humanisten (Boccaccio, Erasmus v. Rotterdam, Petrarca u.a.) auf den Index setzten.

Antonius » Fr 27. Nov 2015, 15:32 hat geschrieben:Im übrigen, der Hl. Geist ist eine der Hypostasen des einen dreieinigen Gottes.

Etwas, was sich so im NT NICHT findet! Festgeschrieben wurde die Trinität Gottes per kaiserlichem Dekret auf dem Konzil von Nicäa.
Das Thema "Arianisstreit" hatten wir bereits in einem anderen Thread und schon damals warst du auf dem falschen Dampfer.
Schon vergessen der Streit der Schulen von Alexandria und Antiochia?
Es ist also vollkommen unnötig auf Wikipedia zu verweisen, wenn ich dir die Fakten bereits vor Monaten auseinander gesetzt habe. :x
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Re: Polytheistisches Christentum

Beitragvon Parker » Do 10. Dez 2015, 02:17

Papasong » Mi 25. Nov 2015, 08:24 hat geschrieben:Das ist eine dreiste Lüge. Genau diese Lüge verbreiten die Religionen auch.

Dabei ist der Humanismus älter als jede Religion. Die Griechen diskutierten über unveräußerliche Menschenrechte schon hunderte Jahre eher, bevor die Religionen das Thema für ihre Propaganda entdeckt haben. Menschlichkeit und Nächstenliebe ebenso. Es sind Propaganda-Lügen, dass Religionen uns die Kultur erst brachten. Pfaffen waren beim Morden immer in allererster Reihe - als Geldgeber und Aufwiegler! Ihr Werk ist die Vernichtung fremder Kultur und die Unterdrückung von Kultur. Weil sie davon leben, dass sie sich als Kulturstifter in einer Gesellschaft einnisten. So wie ein Krebs. Der gibt sich auch als gesunder Zellhaufen aus.

Nein, Religionen tun Gutes und viel Schlechtes. Das Gute wird als Endlosschleife heruntergebetet und das Schlechte vertuscht. Alle Errungenschaften unserer Kultur verdanken wir der Aufklärung und ihren Köpfen. Religion war stets gegen mehr Freiheit, für Sklaverei und Ausbeutung, für Unterdrückung von Frauen und Homosexuellen. Dennoch vereinnahmt sie diese Kultur und ihre Errungenschaften als ihr Werk. Das isr Diebstahl!

Ich sage es nochmal: Religion ist Faschismus im Schafsfell.

Diese (deine) Meinung ist belanglos, weil ohnehin reine Provokation. Typisch Parker!


Wir sind also so ein Schmierfink, der gern alten Bekannten unter anderem Namen kommt. Mehr braucht es gar nicht, Dich einzuschätzen.
"Moments later, Quanah wheeled his horse in the direction of an unfortunate private named Seander Gregg and, as Carter and his men watched, blew Gregg's brains out."
S.C. Gwynne

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