Zwang zu illegalen Jobs

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Loki
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Re: Zwang zu illegalen Jobs

Beitragvon Loki » Mo 13. Okt 2014, 20:19

Realist2014 » Mo 13. Okt 2014, 19:43 hat geschrieben:

Nimm die Anzahl der Zuschauer wenn Schweinsteiger und Co für die deutsche Nationalmannschaft spielen ( WM-Endspiel: über 2 Mrd ) - und die Anzahl der Zuschauer beim Spiel Hintertupfing gegen Niederdödelhausen in der C-Klasse.( 10)

dann zähle das zusammen und teile durch 2 ....... :D

Und wie möchtest Du den berechneten Mittelwert dann sinnigerweise benennen ?


Und sind dann alle Spiele mit einer Zuschaueranzahl über diesem Mittelwert aller Wahrscheinlichkeit nach mindestens wichtige EM- oder WM Spiele
und alle weit unter diesem Mittelwert eher wahrscheinlich Regionalliga, Oberliga oder gar Dorfspiele ? :cool:
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Marmorkater
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Re: Zwang zu illegalen Jobs

Beitragvon Marmorkater » Mo 13. Okt 2014, 20:20

Realist2014 » Mo 13. Okt 2014, 19:40 hat geschrieben:DAS- gibt es NICHT

es gibt nur die DURCH die jeweilige Tätigkeit im jeweiligen Unternehmen für DIESES unternehmen erzeugte Wertschöpfung auf der einen Seite- und die Lohnkosten auf der anderen Seite

bei den "Zeitarbeitsfirmen" ist es eine "Dreiecksbeziehung"- die je nach Ort der Betrachtung unterschiedlich ausfällt

Der vom "Leiharbeiter" FÜR seine Leihbude erwirtschaftete Umsatz IST SEINE Wertschöpfung für seine Leihbude
Dieser UMSATZ der Leihbude sind für das entleihende Unternehmen KOSTEN

Sein Lohn BEI der Leihbude sind ein Teil der LOHN-KOSTEN der Leihbude- die ja noch weitere Kosten hat...

Um so tiefer nach unten ein mehr oder weniger unfreiwilliger "Bewerber" bei einer Leihbude um seinem Lohn gedrückt wird, um so höher der Gewinn für diese Leihbude.
Mit den beiden Tarifverträge Zeitarbeit - iGZ und BAP haben sich die Leihbuden selbst eine sechsspurige Autobahn - und eine Art Monopolstellung in Sachen Lohndrückerei gebaut.

Wenn durch solche Tarifverträge und gewissen Absprachen untereinander stetig am Stundenlohn der Zeitarbeiter gedreht wird, ist es doch klar, dass diese Arbeitnehmer gezwungen sind, sich unter ihren eigentlichen Wert zu verkaufen.
Es gibt genügend reale Beispiele in z.B der Automobil- oder der chemischen Industrie, bei denen im Vergleich ein Stammarbeiter und ein Leiharbeiter bei gleicher Tätigkeit und Qualifikation weit unterschiedlich entlohnt werden.
Es ist nicht sinnvoll, jemanden etwas zu erklären, wenn sein Selbstbild davon abhängig ist, es eben nicht zu verstehen.
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Re: Zwang zu illegalen Jobs

Beitragvon jack000 » Mo 13. Okt 2014, 20:34

Marmorkater » Mi 8. Okt 2014, 22:15 hat geschrieben:Um den Mindestlohn ging es mir nicht, offen gestanden habe ich da gar keine feste Meinung zu.

Jeder sollte mit einer 40h Woche mindestens seine Lebenshaltungskosten bestreiten können -und mehr als ein Hartz 4 Bezieher haben.
Jetzt wird es leider kompliziert, denn somit rutschen viele einfache Tätigkeiten bereits vom Lohnniveau her in die Höhe von Berufen mit Ausbildung.

Wenn der Amazon Paketpacker schon 10,45 Euro* / Stunde erhält, wie erklärt man einem Elektroniker für Gebäudetechnik, dass er nur 12,50 die Stunde hat.
Da passt dann etwas nicht.

*unterste Lohngruppe Sachsen Amazon
Quelle: http://www.arbeit.sachsen.de/download/1 ... handel.pdf

Nun, die Thematik ist schwierig. Die Lohnfindung orientiert sich ja nicht nur nach Qualifikation, sondern auch damit wie viele diese Jobs überhaupt machen wollen.

Als ich in den 90ern meine Ausbildung als Elektroniker hatte, war das die gehobene Mittelklasse bei der Bezahlung von Ausbildungsberufen.

Ganz unten waren:
- Einzelhandel
- Friseur
- Notargehilfe

Die Top-Class an Bezahlung waren:
- Dachdecker
- Maurer
- Gas-Wasser-Scheisse

Eine Schulkameradin von mir damals brach mit 14 Jahren die Schule ab und hat bei einem Frisuerbetrieb angerufen und nach einer Ausbildungsstelle gefragt und hatte dann eine Ausbildungsstelle.
Ihr Lohn nach der Ausbildung war wie der meine im 3.Lehrjahr.
Insgesamt scheint es zu sein, dass Berufe im Beauty-Business für Mädchen doch attraktiv zu sein scheinen und Geld da nicht die erste Geige spielt.

Ebenso scheint inzwischen der Einzelhandel von "ganz unten" in die Liga "ganz oben" angekommen zu sein wenn ich die Werbeschilder von Discountern und den darauf abgebildeten Ausbildungsvergütungen sehe.
(Bei Aldi bekommt man über 1100€ als Ausbildungsvergütung im 3. Lehrjahr ... das ist der Wahnsinn).

=> Die Schwierigkeit ist also nicht der einzige Maßstab für die Ausbildungsvergütung oder auch die Bezahlung bei Vollzeitstellen.

Genauso sind z.B. 2.500€ brutto in Niedersachsen auf dem Land wenn man z.B. Eigentum bewohnt deutlich mehr als wenn man 2.500€ brutto in Stuttgart Zentrum und einer Mietwohnung bekommt (Das sind ca. 1000-1300 brutto Unterschied).

Gerechtigkeit gibt es da nicht, sondern nur den Markt. Der Markt allerdings ist m.E. doch sehr gerecht.
=> Wer in Niedersachsen 2.500€ brutto hat, sollte niemals unter 3500-4000€ auf die Idee kommen nach Stuttgart zu ziehen.
Es wird sogar nicht mehr im PF geleugnet: "Ja die Gewalt gegen Frauen hat bedingt durch Zuwanderung zugenommen, und jetzt?"
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Re: Zwang zu illegalen Jobs

Beitragvon Marmorkater » Mo 13. Okt 2014, 20:51

jack000 » Mo 13. Okt 2014, 20:34 hat geschrieben:Als ich in den 90ern meine Ausbildung als Elektroniker hatte, war das die gehobene Mittelklasse bei der Bezahlung von Ausbildungsberufen.

Ein sehr schönes Posting, dass meine Ansichten widerspiegelt :)
Ja, 2500,- in Niedersachen sind eine andere Nummer als im RMG z.B., da hast Du Recht !

Ausserdem gilt für mich der Songtext von Ideal: "Deine Blauen Augen":
Für den halben Luxus Leg ich mich nicht krumm

Ein langjähriger Bekannter in der 60K p.A. Klasse ist nun nach rund 25j Berufstätigkeit in einer Auffangsgesellschaft und hatte bereits das erste Gespräch mit dem Sachbearbeiter der BfA.
Der erklärte ihm, dass er wohl Tätigkeiten ins Auge fassen müsste, die in der 35K bis 45K Klasse zu finden sind. Momentan findet der das nicht so lustig.
Es ist nicht sinnvoll, jemanden etwas zu erklären, wenn sein Selbstbild davon abhängig ist, es eben nicht zu verstehen.
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Re: Zwang zu illegalen Jobs

Beitragvon Realist2014 » Mo 13. Okt 2014, 20:56

Marmorkater » Mo 13. Okt 2014, 20:20 hat geschrieben:Um so tiefer nach unten ein mehr oder weniger unfreiwilliger "Bewerber" bei einer Leihbude um seinem Lohn gedrückt wird, um so höher der Gewinn für diese Leihbude.
Mit den beiden Tarifverträge Zeitarbeit - iGZ und BAP haben sich die Leihbuden selbst eine sechsspurige Autobahn - und eine Art Monopolstellung in Sachen Lohndrückerei gebaut.

Wenn durch solche Tarifverträge und gewissen Absprachen untereinander stetig am Stundenlohn der Zeitarbeiter gedreht wird, ist es doch klar, dass diese Arbeitnehmer gezwungen sind, sich unter ihren eigentlichen Wert zu verkaufen.
Es gibt genügend reale Beispiele in z.B der Automobil- oder der chemischen Industrie, bei denen im Vergleich ein Stammarbeiter und ein Leiharbeiter bei gleicher Tätigkeit und Qualifikation weit unterschiedlich entlohnt werden.



hast DU auch nur von EINER "Leihbude" die G&V gesehen?

oder WOHER kennst DU den "Gewinn der Leihbuden"?
Laut Aussage der linken Ideologen sind alle ökonomisch erfolgreichen dumm, und die wahre Intelligenz tritt sich in der untersten ökonomischen Etage auf die Füße.....daher muss diese Etage ausgebaut werden
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Re: Zwang zu illegalen Jobs

Beitragvon Realist2014 » Mo 13. Okt 2014, 20:58

Marmorkater » Mo 13. Okt 2014, 20:20 hat geschrieben:Um so tiefer nach unten ein mehr oder weniger unfreiwilliger "Bewerber" bei einer Leihbude um seinem Lohn gedrückt wird, um so höher der Gewinn für diese Leihbude.
Mit den beiden Tarifverträge Zeitarbeit - iGZ und BAP haben sich die Leihbuden selbst eine sechsspurige Autobahn - und eine Art Monopolstellung in Sachen Lohndrückerei gebaut.

Wenn durch solche Tarifverträge und gewissen Absprachen untereinander stetig am Stundenlohn der Zeitarbeiter gedreht wird, ist es doch klar, dass diese Arbeitnehmer gezwungen sind, sich unter [b]ihren eigentlichen Wert[/b] zu verkaufen.
Es gibt genügend reale Beispiele in z.B der Automobil- oder der chemischen Industrie, bei denen im Vergleich ein Stammarbeiter und ein Leiharbeiter bei gleicher Tätigkeit und Qualifikation weit unterschiedlich entlohnt werden.




es gibt keinen "eigentlichen Wert"...
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Re: Zwang zu illegalen Jobs

Beitragvon Realist2014 » Mo 13. Okt 2014, 20:59

Marmorkater » Mo 13. Okt 2014, 20:51 hat geschrieben:Ein sehr schönes Posting, dass meine Ansichten widerspiegelt :)
Ja, 2500,- in Niedersachen sind eine andere Nummer als im RMG z.B., da hast Du Recht !

Ausserdem gilt für mich der Songtext von Ideal: "Deine Blauen Augen":
Für den halben Luxus Leg ich mich nicht krumm

Ein langjähriger Bekannter in der 60K p.A. Klasse ist nun nach rund 25j Berufstätigkeit in einer Auffangsgesellschaft und hatte bereits das erste Gespräch mit dem Sachbearbeiter der BfA.
Der erklärte ihm, dass er wohl Tätigkeiten ins Auge fassen müsste, die in der 35K bis 45K Klasse zu finden sind. Momentan findet der das nicht so lustig.



er hätte Mal früher wechseln sollen...
Laut Aussage der linken Ideologen sind alle ökonomisch erfolgreichen dumm, und die wahre Intelligenz tritt sich in der untersten ökonomischen Etage auf die Füße.....daher muss diese Etage ausgebaut werden
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Re: Zwang zu illegalen Jobs

Beitragvon Realist2014 » Mo 13. Okt 2014, 21:00

Loki » Mo 13. Okt 2014, 20:19 hat geschrieben:Und wie möchtest Du den berechneten Mittelwert dann sinnigerweise benennen ?


Und sind dann alle Spiele mit einer Zuschaueranzahl über diesem Mittelwert aller Wahrscheinlichkeit nach mindestens wichtige EM- oder WM Spiele
und alle weit unter diesem Mittelwert eher wahrscheinlich Regionalliga, Oberliga oder gar Dorfspiele ? :cool:



DURCHSCHNITT..

so wie DU beim Einkommen


BEIDES ist eben SINNFREI
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Re: Zwang zu illegalen Jobs

Beitragvon Marmorkater » Mo 13. Okt 2014, 21:33

Realist2014 » Mo 13. Okt 2014, 20:59 hat geschrieben:er hätte Mal früher wechseln sollen...

Warum hätte er ohne Not früher "mal wechseln" sollen ? Natürlich hatte er sich in der Vergangenheit informiert, aber es gab keinen vernünftigen Grund, das was er kannte aufzugeben.
So etwas kann man doch nicht einfach pauschal ohne Bezug zur jeweiligen Branche behaupten, zumal in der jetzigen Zeit die meisten (gut qualifizierten) Arbeitnehmer an ihren Stühlen kleben.

Realist2014 » Mo 13. Okt 2014, 20:59 hat geschrieben:hast DU auch nur von EINER "Leihbude" die G&V gesehen?

oder WOHER kennst DU den "Gewinn der Leihbuden"?

Interessiert mich auch nicht, die sollen einfach verschwinden. Zuhälterei ohne Mehrwert, die die Arbeitsmoral allgemein stark abgesenkt hat.
Der eigentliche Zweck der Zeitarbeit wurde von Anfang an konterkariert, es ging primär nur um Lohndumping, ein Vorwurf, den sich Deutschland auch von seinem EU Nachbarn gefallen lassen musste.
Anfangs hatten viele Menschen das Spiel mitgemacht, im guten Glauben, dass es mal besser wird, sie ihre Chance erhalten, wenn man doch nur fleißig und strebsam agieren würde.
Das kannst Du heute kaum noch jemand weismachen, die Zeit der Naivität ist dahin.
Nochmal, ich rede hier nicht von "ungelernten Blödmannsgehilfen", es geht um Facharbeiter, Meister, Techniker, Ingenieure.

Ist Dir Deine persönliche Befriedigung, Dich durch einen Vergleich auf Beziehungsebene besser zu fühlen als Du wirklich bist, so viel wert, dass Du dafür das Gesamtsystem ruinieren möchtest ?
Benutz mal eine Suchmaschine und gib den Begriff "Arbeitsmoral in Deutschland ein", Du wirst Dein blaues Wunder erleben.
Es ist nicht sinnvoll, jemanden etwas zu erklären, wenn sein Selbstbild davon abhängig ist, es eben nicht zu verstehen.
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Re: Zwang zu illegalen Jobs

Beitragvon Loki » Mo 13. Okt 2014, 21:39

Realist2014 » Mo 13. Okt 2014, 21:00 hat geschrieben:

DURCHSCHNITT..

so wie DU beim Einkommen


BEIDES ist eben SINNFREI

Und, wie hoch ist denn das Durchschnittseinkommen in D-Land, wenn allerhöchste Einkommensminigruppe und niedrigster Einkommensminigruppe die beiden Positionen sind ? Schon berechnet jetzt ?


Du bist doch solch ein Fan der Pyramide ? Dann bastle sie auch richtig bzw. teile richtig ein.
Am besten eine Dreiteilung.
Ohne den Medianquatsch!
Zuletzt geändert von Loki am Mo 13. Okt 2014, 21:39, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Zwang zu illegalen Jobs

Beitragvon jack000 » Mo 13. Okt 2014, 21:44

Marmorkater » Mo 13. Okt 2014, 21:51 hat geschrieben:Ein langjähriger Bekannter in der 60K p.A. Klasse ist nun nach rund 25j Berufstätigkeit in einer Auffangsgesellschaft und hatte bereits das erste Gespräch mit dem Sachbearbeiter der BfA.
Der erklärte ihm, dass er wohl Tätigkeiten ins Auge fassen müsste, die in der 35K bis 45K Klasse zu finden sind. Momentan findet der das nicht so lustig.

Ich werde mich mit dieser Thematik in ca. 10 Jahren wohl ebenso ausseinandersetzen müssen ...
Es wird sogar nicht mehr im PF geleugnet: "Ja die Gewalt gegen Frauen hat bedingt durch Zuwanderung zugenommen, und jetzt?"
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Re: Zwang zu illegalen Jobs

Beitragvon Realist2014 » Mo 13. Okt 2014, 21:59

Marmorkater » Mo 13. Okt 2014, 21:33 hat geschrieben:Warum hätte er ohne Not früher "mal wechseln" sollen ? Natürlich hatte er sich in der Vergangenheit informiert, aber es gab keinen vernünftigen Grund, das was er kannte aufzugeben.
So etwas kann man doch nicht einfach pauschal ohne Bezug zur jeweiligen Branche behaupten, zumal in der jetzigen Zeit die meisten (gut qualifizierten) Arbeitnehmer an ihren Stühlen kleben.


Interessiert mich auch nicht, die sollen einfach verschwinden. Zuhälterei ohne Mehrwert, die die Arbeitsmoral allgemein stark abgesenkt hat.
Der eigentliche Zweck der Zeitarbeit wurde von Anfang an konterkariert, es ging primär nur um Lohndumping, ein Vorwurf, den sich Deutschland auch von seinem EU Nachbarn gefallen lassen musste.
Anfangs hatten viele Menschen das Spiel mitgemacht, im guten Glauben, dass es mal besser wird, sie ihre Chance erhalten, wenn man doch nur fleißig und strebsam agieren würde.
Das kannst Du heute kaum noch jemand weismachen, die Zeit der Naivität ist dahin.
Nochmal, ich rede hier nicht von "ungelernten Blödmannsgehilfen", es geht um Facharbeiter, Meister, Techniker, Ingenieure.

Ist Dir Deine persönliche Befriedigung, Dich durch einen Vergleich auf Beziehungsebene besser zu fühlen als Du wirklich bist, so viel wert, dass Du dafür das Gesamtsystem ruinieren möchtest ?
Benutz mal eine Suchmaschine und gib den Begriff "Arbeitsmoral in Deutschland ein", Du wirst Dein blaues Wunder erleben.



Leiharbeit gibt es schon viel länger als die Agenda2010...
Laut Aussage der linken Ideologen sind alle ökonomisch erfolgreichen dumm, und die wahre Intelligenz tritt sich in der untersten ökonomischen Etage auf die Füße.....daher muss diese Etage ausgebaut werden
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Re: Zwang zu illegalen Jobs

Beitragvon Marmorkater » Mo 13. Okt 2014, 22:36

Realist2014 » Mo 13. Okt 2014, 21:59 hat geschrieben:Leiharbeit gibt es schon viel länger als die Agenda2010...

Ich weiß aus eigenem Erleben ... schon viel früher :mad:
Der eigentliche Zweck der Zeitarbeit war auch ein ganz anderer, und wurde nicht als Lohndumping missbraucht.

Erst seit der Agenda 2010 ist praktisch ein Freibrief für diese besondere Form der parasitären Arbeitsvermittlung geschaffen worden.
Es ist nicht sinnvoll, jemanden etwas zu erklären, wenn sein Selbstbild davon abhängig ist, es eben nicht zu verstehen.
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Re: Zwang zu illegalen Jobs

Beitragvon Marmorkater » Mo 13. Okt 2014, 22:38

jack000 » Mo 13. Okt 2014, 21:44 hat geschrieben:Ich werde mich mit dieser Thematik in ca. 10 Jahren wohl ebenso ausseinandersetzen müssen ...

Hast Du E-Technik studiert ?
Jetzt bin ich schon etwas neugierig :thumbup:
Es ist nicht sinnvoll, jemanden etwas zu erklären, wenn sein Selbstbild davon abhängig ist, es eben nicht zu verstehen.
freddy

Re: Zwang zu illegalen Jobs

Beitragvon freddy » Di 14. Okt 2014, 00:00

Loki » Mo 13. Okt 2014, 21:39 hat geschrieben:Und, wie hoch ist denn das Durchschnittseinkommen in D-Land, wenn allerhöchste Einkommensminigruppe und niedrigster Einkommensminigruppe die beiden Positionen sind ? Schon berechnet jetzt ?


Du bist doch solch ein Fan der Pyramide ? Dann bastle sie auch richtig bzw. teile richtig ein.
Am besten eine Dreiteilung.
Ohne den Medianquatsch!

Und ... was soll das jetzt bringen?
Gerade untere Lohngruppen wie Altenpfleger lassen sich viel zu viel bieten.
Mit GDL wäre das nicht passiert.
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Re: Zwang zu illegalen Jobs

Beitragvon Loki » Di 14. Okt 2014, 00:06

freddy » Di 14. Okt 2014, 00:00 hat geschrieben:Und ... was soll das jetzt bringen?

Eine waschechte Einteilung zeigt, daß selbst die, die nach Einteilung per Median angeblich in der ökonomischen Einkommensmitte ("Mittelstand") seien, tatsächlich auch im Kellergeschoss hausen. Und dort im Keller ist entweder Überbevölkerung
oder er ist enorm groß gebaut.
freddy

Re: Zwang zu illegalen Jobs

Beitragvon freddy » Di 14. Okt 2014, 00:11

Loki » Di 14. Okt 2014, 00:06 hat geschrieben:Eine waschechte Einteilung zeigt, daß selbst die, die nach Einteilung per Median angeblich in der ökonomischen Einkommensmitte ("Mittelstand") seien, tatsächlich auch im Kellergeschoss hausen. Und dort im Keller ist entweder Überbevölkerung
oder er ist enorm groß gebaut.

Schön. Und was soll das bringen?
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Re: Zwang zu illegalen Jobs

Beitragvon Loki » Di 14. Okt 2014, 00:29

freddy » Di 14. Okt 2014, 00:11 hat geschrieben:Schön. Und was soll das bringen?

Eine Augenöffnung.

Und eine Entzauberung des angeblich so enorm starken Mittelstandes - der eigentlich gar kein Mittelstand ist.

Im Grunde ist es, um auf den Fußballvergleich zurückzukommen, das Aufheben der unterschiedlichen Ligen: Alles ist eine Liga.
Und in dieser einen Liga ist nun mal der angebliche Mittelstand (laut Median) kein Mittelstand.

"Die Vereine auf den untersten Tabellenplätzen haben die meisten Spieler."


Lasse Dich also nicht verarschen, wenn mal wieder so jemand wie "Realist2014" ankommt und behaupten mag, daß ja nur 20 % (der Menschen) im ökonomischen Keller hausen würden.

Und so sieht die "Pyramide" in etwa aus: Bildlink <klick>
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Re: Zwang zu illegalen Jobs

Beitragvon zollagent » Di 14. Okt 2014, 08:37

Loki » Di 14. Okt 2014, 01:29 hat geschrieben:Eine Augenöffnung.

Und eine Entzauberung des angeblich so enorm starken Mittelstandes - der eigentlich gar kein Mittelstand ist.

Im Grunde ist es, um auf den Fußballvergleich zurückzukommen, das Aufheben der unterschiedlichen Ligen: Alles ist eine Liga.
Und in dieser einen Liga ist nun mal der angebliche Mittelstand (laut Median) kein Mittelstand.

"Die Vereine auf den untersten Tabellenplätzen haben die meisten Spieler."


Lasse Dich also nicht verarschen, wenn mal wieder so jemand wie "Realist2014" ankommt und behaupten mag, daß ja nur 20 % (der Menschen) im ökonomischen Keller hausen würden.

Und so sieht die "Pyramide" in etwa aus: Bildlink <klick>

Was für ein gequirlter Schwachsinn. Der ökonomische Keller ist bevölkert von denen, die Transferleistungen brauchen. Der Mittelstand braucht das nicht.
Wer an Absurditäten glaubt, wird Abscheulichkeiten begehen. (Voltaire)
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Re: Zwang zu illegalen Jobs

Beitragvon Realist2014 » Di 14. Okt 2014, 08:57

Loki » Di 14. Okt 2014, 00:29 hat geschrieben:Eine Augenöffnung.

Und eine Entzauberung des angeblich so enorm starken Mittelstandes - der eigentlich gar kein Mittelstand ist.

Im Grunde ist es, um auf den Fußballvergleich zurückzukommen, das Aufheben der unterschiedlichen Ligen: Alles ist eine Liga.
Und in dieser einen Liga ist nun mal der angebliche Mittelstand (laut Median) kein Mittelstand.

"Die Vereine auf den untersten Tabellenplätzen haben die meisten Spieler."


Lasse Dich also nicht verarschen, wenn mal wieder so jemand wie "Realist2014" ankommt und behaupten mag, daß ja nur 20 % (der Menschen) im ökonomischen Keller hausen würden.

Und so sieht die "Pyramide" in etwa aus: Bildlink <klick>






die Einteilung in die einkommensabhängige Unter, Mittel- und Oberschicht ist doch nicht von mir

es ist doch sinnfrei- sich statistisch an den paar zu orientieren- deren Einkommen pro Jahr zig Millionen Euro beträgt

WAS willst du denn mit deinem Sandhaufen ausdrücken? ( der übrigens für D sowieso nicht so ausschaut- weder bezüglich Einkommen, noch bezüglich Vermögen)
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