Nach Israel ziehen

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Wolverine
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Re: Nach Israel ziehen

Beitragvon Wolverine » Mo 26. Mai 2014, 15:08

JJazzGold » Mo 26. Mai 2014, 14:01 hat geschrieben:
fred76 » Mo 26. Mai 2014, 14:01 hat geschrieben:
Du hast vermutlich auch nicht versucht, diese Kontakt bzw. Gastfreundschaft als Araber auf die Probe zu stellen..




Vermutlich habe ich das doch. Sie scheinen auffällig häufig von bloßen Vermutungen auszugehen. Fehlt Ihnen die persönliche Erfahrung?


Eigentlich immer. Keine einzige seiner Behauptungen hat sich bis jetzt als haltbar erwiesen. Der letzte Coup war der Fake über die angebliche Ermordung von 2 Palästinensern. :rolleyes:
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Chajm
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Re: Nach Israel ziehen

Beitragvon Chajm » Mo 26. Mai 2014, 16:46

Wolverine » Mo 26. Mai 2014, 15:08 hat geschrieben:
JJazzGold » Mo 26. Mai 2014, 14:01 hat geschrieben:

Vermutlich habe ich das doch. Sie scheinen auffällig häufig von bloßen Vermutungen auszugehen. Fehlt Ihnen die persönliche Erfahrung?


Eigentlich immer. Keine einzige seiner Behauptungen hat sich bis jetzt als haltbar erwiesen. Der letzte Coup war der Fake über die angebliche Ermordung von 2 Palästinensern. :rolleyes:



Und wer als "Beweis" eine Seite verlinkt, die von 911-Truthern und anderen VT-Gläubigen betrieben wird, naja ...! :D :rolleyes:
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Re: Nach Israel ziehen

Beitragvon Wolverine » Mo 26. Mai 2014, 16:53

p.o.lemik » Mo 26. Mai 2014, 16:46 hat geschrieben:
Wolverine » Mo 26. Mai 2014, 15:08 hat geschrieben:
Eigentlich immer. Keine einzige seiner Behauptungen hat sich bis jetzt als haltbar erwiesen. Der letzte Coup war der Fake über die angebliche Ermordung von 2 Palästinensern. :rolleyes:



Und wer als "Beweis" eine Seite verlinkt, die von 911-Truthern und anderen VT-Gläubigen betrieben wird, naja ...! :D :rolleyes:


Korrekt! Hätte dieses Ereignis stattgefunden, wäre nicht nur die UN im Kreis rotiert sondern alle Berufsbetroffenen hätten sich in den Armen gelegen. Über 200.000 Tote in Syrien sind ja nicht erwähnenswert. Die sind ja selbst schuld. :mad:
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Re: Nach Israel ziehen

Beitragvon Android » Mo 26. Mai 2014, 17:09

Wolverine » Mo 26. Mai 2014, 15:08 hat geschrieben:Der letzte Coup war der Fake über die angebliche Ermordung von 2 Palästinensern. :rolleyes:

Nur 2 tote Palästinenser? Das lockt doch niemanden mehr hinterm Ofen hervor. Gewalt von beiden Seiten, natürlich auch mit Toten, ist in der Region doch seit Jahrzehnten an der Tagesordnung. Die Leute sind einfach abgestumpft. Hört man Israel und Palästinenser, dann denkt man schon automatisch an Krieg und Terror.
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Re: Nach Israel ziehen

Beitragvon Cobra9 » Di 27. Mai 2014, 06:41

Könnte man zum Thema des Stranges zurückkommen ?
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Re: Nach Israel ziehen

Beitragvon JJazzGold » Di 27. Mai 2014, 10:20

Android » Mo 26. Mai 2014, 18:09 hat geschrieben:
Wolverine » Mo 26. Mai 2014, 15:08 hat geschrieben:Der letzte Coup war der Fake über die angebliche Ermordung von 2 Palästinensern. :rolleyes:

Nur 2 tote Palästinenser? Das lockt doch niemanden mehr hinterm Ofen hervor. Gewalt von beiden Seiten, natürlich auch mit Toten, ist in der Region doch seit Jahrzehnten an der Tagesordnung. Die Leute sind einfach abgestumpft. Hört man Israel und Palästinenser, dann denkt man schon automatisch an Krieg und Terror.



Das scheinen 3,5 Mio Touristen, die jedes Jahr Israel besuchen, anders zu sehen.
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Re: Nach Israel ziehen

Beitragvon Antonius » Do 29. Mai 2014, 18:40

Antonius » Do 24. Apr 2014, 19:36 hat geschrieben:
Cobra9 » Mo 2. Dez 2013, 07:06 hat geschrieben:Also mal kurz zum Thema. Eigentlich habe ich die Menschen in Israel generell als sehr offen und kontaktfreudig kennengelernt. Ähnliche Erfahrungen ?
Ja, durchaus.
Eine interessante Möglichkeit wäre es sicherlich, in einem Kibbuz (hebr. קִיבּוּץ ) zu arbeiten,
also in dieser Art von landwirtschaftlicher Kollektivsiedlung, die neuerdings auch häufig im gewerblichen Sektor und im Tourismus tätig sind.
Geld gibt es da zwar nicht, außer einem kleinen Taschengeld, aber man wird mit allem, was man braucht, versorgt: Nahrung, Kleidung, Unterkunft, etc.

Hat jemand Erfahrungen mit dem Leben in einem Kibbuz?
War wirklich noch niemand der Foristen hier in einem Kibbuz?
Wenn nicht als Arbeitskraft, so doch sicherlich als Besucher.
Welche Erfahrungen habt ihr dort gemacht?

http://judentum-projekt.de/geschichte/s ... index.html
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Re: Nach Israel ziehen

Beitragvon JJazzGold » Do 29. Mai 2014, 18:52

Antonius » Do 29. Mai 2014, 19:40 hat geschrieben:
Antonius » Do 24. Apr 2014, 19:36 hat geschrieben:Ja, durchaus.
Eine interessante Möglichkeit wäre es sicherlich, in einem Kibbuz (hebr. קִיבּוּץ ) zu arbeiten,
also in dieser Art von landwirtschaftlicher Kollektivsiedlung, die neuerdings auch häufig im gewerblichen Sektor und im Tourismus tätig sind.
Geld gibt es da zwar nicht, außer einem kleinen Taschengeld, aber man wird mit allem, was man braucht, versorgt: Nahrung, Kleidung, Unterkunft, etc.

Hat jemand Erfahrungen mit dem Leben in einem Kibbuz?
War wirklich noch niemand der Foristen hier in einem Kibbuz?
Wenn nicht als Arbeitskraft, so doch sicherlich als Besucher.
Welche Erfahrungen habt ihr dort gemacht?

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Ausgezeichnete Gastfreundschaft, Schlammbäder, schwimmen im Toten Meer, sitzen in heißer Schwefelquelle, wundervolles Essen und sehr viele interessante Diskussionen, von Kultur und Geschichte über Religion bis zu Politik.
Zuletzt geändert von JJazzGold am Do 29. Mai 2014, 21:32, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Nach Israel ziehen

Beitragvon Jekyll » Do 29. Mai 2014, 20:43

Cobra9 » Di 27. Mai 2014, 06:41 hat geschrieben:Könnte man zum Thema des Stranges zurückkommen ?
Wieso "zurückkommen"? Wir waren die ganze Zeit beim Thema. Beim Strangthema geht es um die Frage, ob es einem "als Deutscher einfach" ist, nach Israel zu ziehen oder ob man bestimmte Voraussetzungen zu erfüllen hätte. Nun, nach allem, was man so über die Zustände dort unten liest, wäre für einen Deutschen muslimischen Glaubens und evtl. auch mit südländischem Aussehen ein Umzug nach Israel mit Risiken verbunden, die man auf keinen Fall unterschätzen sollte. Als verantwortungsbewusster Mensch kann man da wirklich nur zur Vorsicht raten. Also ich würde nicht freiwillig dorthin gehen wollen.
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Re: Nach Israel ziehen

Beitragvon Platon » Do 29. Mai 2014, 20:44

Jekyll » Do 29. Mai 2014, 21:43 hat geschrieben:
Cobra9 » Di 27. Mai 2014, 06:41 hat geschrieben:Könnte man zum Thema des Stranges zurückkommen ?
Wieso "zurückkommen"? Wir waren die ganze Zeit beim Thema. Beim Strangthema geht es um die Frage, ob es einem "als Deutscher einfach" ist, nach Israel zu ziehen oder ob man bestimmte Voraussetzungen zu erfüllen hätte. Nun, nach allem, was man so über die Zustände dort unten liest, wäre für einen Deutschen muslimischen Glaubens und evtl. auch mit südländischem Aussehen ein Umzug nach Israel mit Risiken verbunden, die man auf keinen Fall unterschätzen sollte. Als verantwortungsbewusster Mensch kann man da wirklich nur zur Vorsicht raten. Also ich würde nicht freiwillig dorthin gehen wollen.

Ich glaube du hast etwas falsche Vorstellungen nicht nur wie es in Israel aussieht sondern auch wie die Israelis selber aussehen.
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Re: Nach Israel ziehen

Beitragvon Jekyll » Do 29. Mai 2014, 20:48

Platon » Do 29. Mai 2014, 20:44 hat geschrieben:
Jekyll » Do 29. Mai 2014, 21:43 hat geschrieben:Wieso "zurückkommen"? Wir waren die ganze Zeit beim Thema. Beim Strangthema geht es um die Frage, ob es einem "als Deutscher einfach" ist, nach Israel zu ziehen oder ob man bestimmte Voraussetzungen zu erfüllen hätte. Nun, nach allem, was man so über die Zustände dort unten liest, wäre für einen Deutschen muslimischen Glaubens und evtl. auch mit südländischem Aussehen ein Umzug nach Israel mit Risiken verbunden, die man auf keinen Fall unterschätzen sollte. Als verantwortungsbewusster Mensch kann man da wirklich nur zur Vorsicht raten. Also ich würde nicht freiwillig dorthin gehen wollen.

Ich glaube du hast etwas falsche Vorstellungen nicht nur wie es in Israel aussieht sondern auch wie die Israelis selber aussehen.
Gemeint war ein arabisches Aussehen, oder halt afrikanisches...glaubst du, durchgeknallte Rassisten lassen sich von Ähnlichkeiten mit ihresgleichen davon abhalten, Jagd auf Menschen zu machen, die sie zu minderwertigen Andersaussehenden auserkoren haben?
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Re: Nach Israel ziehen

Beitragvon freigeist » Do 29. Mai 2014, 20:52

Jekyll » Do 29. Mai 2014, 20:43 hat geschrieben:
Cobra9 » Di 27. Mai 2014, 06:41 hat geschrieben:Könnte man zum Thema des Stranges zurückkommen ?
Wieso "zurückkommen"? Wir waren die ganze Zeit beim Thema. Beim Strangthema geht es um die Frage, ob es einem "als Deutscher einfach" ist, nach Israel zu ziehen oder ob man bestimmte Voraussetzungen zu erfüllen hätte. Nun, nach allem, was man so über die Zustände dort unten liest, wäre für einen Deutschen muslimischen Glaubens und evtl. auch mit südländischem Aussehen ein Umzug nach Israel mit Risiken verbunden, die man auf keinen Fall unterschätzen sollte. Als verantwortungsbewusster Mensch kann man da wirklich nur zur Vorsicht raten. Also ich würde nicht freiwillig dorthin gehen wollen.


Es gibt Palästinenser, die in Israel leben und nichts zu befürchten haben. Es geht also...
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Re: Nach Israel ziehen

Beitragvon Platon » Do 29. Mai 2014, 20:57

Jekyll » Do 29. Mai 2014, 21:48 hat geschrieben:
Platon » Do 29. Mai 2014, 20:44 hat geschrieben:Ich glaube du hast etwas falsche Vorstellungen nicht nur wie es in Israel aussieht sondern auch wie die Israelis selber aussehen.
Gemeint war ein arabisches Aussehen, oder halt afrikanisches...glaubst du, durchgeknallte Rassisten lassen sich von Ähnlichkeiten mit ihresgleichen davon abhalten, Jagd auf Menschen zu machen, die sie zu minderwertigen Andersaussehenden auserkoren haben?

Es gibt aber ja auch genug arabisch- oder afrikanisch-aussehende Juden.
Also ich gehe eher davon aus, dass sich die Fremdenfeindlichkeit in Israel eher auf den Verdacht stützt bestimmte Volksgruppen (Muslimische Araber) würden nicht die zionistische Idee eines Staates Israel unterstützen bzw. möglicherweise auch religiös begründete Fremdenfeindlichkeit. Dazu soll es ja eine gewisse Abneigung mancher gegen die zugezogenen Äthiopier geben, was aber wohl weniger etwas mit rassischer Minderwertigkeit sondern mit dessen sozial niedrigen Status und ökonomischer Schwäche zu tun hat.

In einer Gesellschaft wie in Israel in der so viele unterschiedliche Volksgruppen zusammen leben und den Mainstream bilden, während andere etwas außen vor bleiben, ist Xenophobie basierend auf dem Aussehen ziemlich unpraktisch.
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Re: Nach Israel ziehen

Beitragvon Jekyll » Do 29. Mai 2014, 21:05

Platon » Do 29. Mai 2014, 20:57 hat geschrieben:
Jekyll » Do 29. Mai 2014, 21:48 hat geschrieben:Gemeint war ein arabisches Aussehen, oder halt afrikanisches...glaubst du, durchgeknallte Rassisten lassen sich von Ähnlichkeiten mit ihresgleichen davon abhalten, Jagd auf Menschen zu machen, die sie zu minderwertigen Andersaussehenden auserkoren haben?

Es gibt aber ja auch genug arabisch- oder afrikanisch-aussehende Juden.
Also ich gehe eher davon aus, dass sich die Fremdenfeindlichkeit in Israel eher auf den Verdacht stützt bestimmte Volksgruppen (Muslimische Araber) würden nicht die zionistische Idee eines Staates Israel unterstützen bzw. möglicherweise auch religiös begründete Fremdenfeindlichkeit. Dazu soll es ja eine gewisse Abneigung mancher gegen die zugezogenen Äthiopier geben, was aber wohl weniger etwas mit rassischer Minderwertigkeit sondern mit dessen sozial niedrigen Status und ökonomischer Schwäche zu tun hat.

In einer Gesellschaft wie in Israel in der so viele unterschiedliche Volksgruppen zusammen leben und den Mainstream bilden, während andere etwas außen vor bleiben, ist Xenophobie basierend auf dem Aussehen ziemlich unpraktisch.
Ich habe nie behauptet, die Motive der Rassisten/Xenophoben/Chauvinisten seien rational nachvollziehbar. Wie auch immer - die mutmaßlichen Erkennungsmerkmale sind hier nicht der entscheidende Punkt, sondern dass es überhaupt zu Übergriffen und Diskriminierungen kommt.
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Re: Nach Israel ziehen

Beitragvon derkleine » Sa 31. Mai 2014, 13:20

Warum nicht? So lange es nicht in Gebieten der Palästinenser ist und der UN Resolution wieder spricht ist doch alles OK.
Nur wenn Palästinensern Land geklaut wird ist es nicht OK!
Und das war mein letzter Beitrag hier! Ich brauche mich nicht als HETZER von einem bestimmten MODI bezeichnen zu lassen. Das Internet ist groß und da gibt es freie Foren ;)
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Re: Nach Israel ziehen

Beitragvon fred76 » Sa 31. Mai 2014, 13:31

freigeist » Do 29. Mai 2014, 20:52 hat geschrieben:
Jekyll » Do 29. Mai 2014, 20:43 hat geschrieben:Wieso "zurückkommen"? Wir waren die ganze Zeit beim Thema. Beim Strangthema geht es um die Frage, ob es einem "als Deutscher einfach" ist, nach Israel zu ziehen oder ob man bestimmte Voraussetzungen zu erfüllen hätte. Nun, nach allem, was man so über die Zustände dort unten liest, wäre für einen Deutschen muslimischen Glaubens und evtl. auch mit südländischem Aussehen ein Umzug nach Israel mit Risiken verbunden, die man auf keinen Fall unterschätzen sollte. Als verantwortungsbewusster Mensch kann man da wirklich nur zur Vorsicht raten. Also ich würde nicht freiwillig dorthin gehen wollen.


Es gibt Palästinenser, die in Israel leben und nichts zu befürchten haben. Es geht also...


Wäre ich Palästinenser würde ich mich sehr unwohl fühlen, da mein Leben offensichtlich in Israel keinen allzu großen Stellenwert beigemessen wird.
Wenn ich mich da beispielsweise an Jamal Julani erinnere (das ist der Palästinenser, der mitten in Jerusalem von einem jüdischen Mob de facto gelyncht wurde, weil er angeblich ein jüdisches Mädchen angesprochen hatte und hunderte Passanten tatenlos zuschauten), würde es mir schon etwas mulmig werden.

Die jüdischen Jugendlichen hatten Jamal de facto totgeschlagen und getreten (er hatte beim Eintreffen des Arztes weder Puls noch Atmung) und Tage später lauthals bedauert, dass er doch gerettet wurde, schließlich wäre er ja Araber.

Jamal leidet bis heute an den Folgen des Überfalls, den Tätern wurde die übliche Milde der israelischen Justiz zuteil:
3 wurden zu Freiheitsstrafen zwischen 30 Tagen und 8 Monaten verurteilt, selbstredend wird dabei U-Haft usw. abgezogen. Ich persönlich bezweifle, dass sie nach der Verurteilung überhaupt ins Gefängnis mussten.
Ach ja, Jamal hat von denen noch 5000 Schekel (so ca. 1000 Euro) als Schadensersatz zugesprochen bekommen.
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Re: Nach Israel ziehen

Beitragvon JJazzGold » Sa 31. Mai 2014, 13:39

fred76 » Sa 31. Mai 2014, 14:31 hat geschrieben:
freigeist » Do 29. Mai 2014, 20:52 hat geschrieben:
Es gibt Palästinenser, die in Israel leben und nichts zu befürchten haben. Es geht also...


Wäre ich Palästinenser würde ich mich sehr unwohl fühlen, da mein Leben offensichtlich in Israel keinen allzu großen Stellenwert beigemessen wird.
Wenn ich mich da beispielsweise an Jamal Julani erinnere (das ist der Palästinenser, der mitten in Jerusalem von einem jüdischen Mob de facto gelyncht wurde, weil er angeblich ein jüdisches Mädchen angesprochen hatte und hunderte Passanten tatenlos zuschauten), würde es mir schon etwas mulmig werden.

Die jüdischen Jugendlichen hatten Jamal de facto totgeschlagen und getreten (er hatte beim Eintreffen des Arztes weder Puls noch Atmung) und Tage später lauthals bedauert, dass er doch gerettet wurde, schließlich wäre er ja Araber.

Jamal leidet bis heute an den Folgen des Überfalls, den Tätern wurde die übliche Milde der israelischen Justiz zuteil:
3 wurden zu Freiheitsstrafen zwischen 30 Tagen und 8 Monaten verurteilt, selbstredend wird dabei U-Haft usw. abgezogen. Ich persönlich bezweifle, dass sie nach der Verurteilung überhaupt ins Gefängnis mussten.
Ach ja, Jamal hat von denen noch 5000 Schekel (so ca. 1000 Euro) als Schadensersatz zugesprochen bekommen.


Nur der Neugier halber, existiert ein Staat auf dieser Erde, in den Sie, gemessen an bedauerlichen Vorfällen dieser Art, trotzdem ziehen würden?
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Re: Nach Israel ziehen

Beitragvon Liegestuhl » So 1. Jun 2014, 07:08

freigeist » Do 29. Mai 2014, 21:52 hat geschrieben:Es gibt Palästinenser, die in Israel leben und nichts zu befürchten haben. Es geht also...


Es gibt zahlreiche christliche Palästinenser, die halten den israelischen Staat so schützenswert, dass sie ihren Wehrdienst in der israelischen Armee ableisten, um im Zweifel gegen ihre muslimischen Landsleute zu kämpfen. Es ist in Israel keine Frage des jüdisch oder nicht jüdisch sein, sondern welche Einstellung jemand zum israelischen Staat hat; ob er ihm freundlich oder feindlich gegenüber steht.
Ein Hütchen mit Federn, die Armbrust über der Schulter, aber ein Jäger ist es nicht.
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Re: Nach Israel ziehen

Beitragvon fred76 » So 1. Jun 2014, 09:18

Liegestuhl » So 1. Jun 2014, 07:08 hat geschrieben:
freigeist » Do 29. Mai 2014, 21:52 hat geschrieben:Es gibt Palästinenser, die in Israel leben und nichts zu befürchten haben. Es geht also...


Es gibt zahlreiche christliche Palästinenser, die halten den israelischen Staat so schützenswert, dass sie ihren Wehrdienst in der israelischen Armee ableisten, um im Zweifel gegen ihre muslimischen Landsleute zu kämpfen. Es ist in Israel keine Frage des jüdisch oder nicht jüdisch sein, sondern welche Einstellung jemand zum israelischen Staat hat; ob er ihm freundlich oder feindlich gegenüber steht.


Du neigst derartig zum übertreiben, dass man schon fast von einer bewussten Lüge ausgehen muss. 50 arabische Christen von 1,5 Millionen Arabern in Israel als "zahlreich" zu bezeichnen, ist schlicht Unsinn.
http://www.hagalil.com/archiv/2012/11/28/christen-6/
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Re: Nach Israel ziehen

Beitragvon Jekyll » So 1. Jun 2014, 09:24

Lediglich 50 arabische Christen von 1,5 Millionen Arabern in Israel? Das sind ja gerade mal 0,003%!

Also, "zahlreich" würde ich auch anders definieren.
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