Israel - Zum Superstaat geprügelt

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Daniel1
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Re: Israel - Zum Superstaat geprügelt

Beitragvon Daniel1 » Mi 7. Mär 2012, 18:49

Liegestuhl » Di 6. Mär 2012, 19:57 hat geschrieben:
Der überwiegende Teil der einwandernden Juden war bettelarm und von Verfolgung und Krieg gezeichnet. Es gab jedoch auch vermögende Juden im Ausland, die den Aufbau einer jüdischen Heimstätte finanziell unterstützt haben. Das Geld wurde in erster Linie zum Kauf von Land verwendet, da ohne weitere Landkäufe die Briten eine weitere Zuwanderung untersagt hätten. Gekauft wurden insbesondere unfruchtbare Wüstengegenden oder Sumpfland. Die Verkäufer waren reiche Großgrundbesitzer, die in Kairo oder Damaskus lebten. Aus dem Zwang heraus, gar kein anderes Land zu bekommen, haben sich die Juden herangemacht und haben die Sümpfe trocken gelegt bzw. die Wüste bewässert.



Romantik pur! :D :D :D



Das Israel eine Erfolgsgeschichte ist, ist ein Fakt. Die ersten Siedler hatten mit widrigen Bedingungen zu kämpfen, das Land war schwer urbar zu machen und auch die Politik der britischen Besatzungsmacht war oft wiedersprüchlich. Der Höhepunkt und die Erfüllung des Kampfes der jüdischen Freiheitsbewegung war zweifellos die Gründung des ersten jüdischen Nationalstaats, der Staates Israel 1948.
Seitdem muß sich Israel immer wieder gegen Invasionen von außen, Terroranschläge und diplomatische Versuche der Isolation wehren. Leider haben viele Palästinenser wenig dazugelernt und gestehen die Fehler ihrer Geschichte nicht ein, denn dann wäre ein nachbarschaftliches Zusammenleben mit Israel eine realistische Option. Schon in den 1930ern gab es vonseiten extrem-islamistisch eingestellter Palästinenser Pogrome und Morde an jüdischen Siedlern. 1936 kulminierte der Terror im sogenannten "Palästinensichen Nationalaufstand", der von religiös-extremen Kräften, um den Mufti von Jerusalem, Aiman Al Husseini, geführt wurde. Dieser Mufti unterstützte Himmler später bei der Judenvernichtung und war auch lange Zeit in Hitler-Deutschland als gern gesehener Gast.
Anstatt sich aber nach 1945 dafür zu entschuldigen, führte die Palästinenser-Führung und die arabischen Staaten ihren Kurs fort. Gleich nach der israelischen Unabhängigkeits-Erklärung wurde Israel von 4 arabischen Staaten überfallen, konnte aber aus eigener Kraft und mit Hilfe amerikanischer, russischer und tschechischer Waffenlieferungen seine Exsitenz gegen die Agressoren - allesamt undemokratische Despotien - behaupten. Auch aus dem Sechstage-Krieg ging Israel später siegreich hervor.
Noch heute ist Israel die einzige wirkliche Demokratie im Nahen Osten und sieht sich weiterhin bedrängt, vor allem weil in Ägypten und Libyen nun religiöse Fanatiker immer mehr zu sagen haben. Und mit der terroristischen Banditen-Regierung der Hamas, wird es nie ein friedliches Zusammenleben zwischen Israelis und Palästinensern gaben. Wenn sich die Palästinenser eine demokratische Regierung wählen, ist der Weg zum Frieden offen.
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Re: Israel - Zum Superstaat geprügelt

Beitragvon Liegestuhl » Do 8. Mär 2012, 08:56

frank&reich » Mi 7. Mär 2012, 00:32 hat geschrieben: :D Ziehe meinen Helm vor diesen israelischen Schlauköpfen :D


Es geht mir nicht einmal darum, die Israelis als besonders helle darzustellen. Mir fallen viele ein, die es garantiert nicht sind. Es geht mir eher um das pluralistische und demokratische Gesellschaftskonzept, das der israelische Staat seinen Bürgern anzubieten hat. Dieses Umfeld kann auch arabischstämmige Menschen zu Höchstleistungen bringen. Es gibt von der Regierung finanzierte Programme in Israel, die mehr Araber in die Hochschulen und damit in akademische Kreise treiben sollen. Israel hat erkannt, dass es auch das Potenzial der Araber braucht.
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Re: Israel - Zum Superstaat geprügelt

Beitragvon frank&reich » Do 8. Mär 2012, 12:01

Nach Angaben des Ministeriums sind derzeit etwa 150.000 Israelis im Hochtechnologiebereich beschäftigt, aber nur jeder Hundertste ist arabischer Herkunft.


Es geht mir nicht einmal darum, die Israelis als besonders helle darzustellen. Mir fallen viele ein, die es garantiert nicht sind.


Zum Beispiel die israelischen Araber? Oder liegt es etwa an der fehlenden Chancengleicheit?
Übrigens...erklär doch mal bitte: Hat ein "israelischer Araber" die israelische Staatsbürgerschaft?
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Re: Israel - Zum Superstaat geprügelt

Beitragvon Liegestuhl » Do 8. Mär 2012, 13:36

frank&reich » Do 8. Mär 2012, 13:01 hat geschrieben:Zum Beispiel die israelischen Araber? Oder liegt es etwa an der fehlenden Chancengleicheit?


Israel ist von Juden dominiert. 80% der Bevölkerung ist jüdisch. Als Minderheit in einem Land hat man es immer schwer. Insbesondere, wenn es sich um zwei Völker handelt, die sich seit Jahrzehnten bekriegen. An Chancengleich glaube ich nicht. An Chancen schon.

Übrigens...erklär doch mal bitte: Hat ein "israelischer Araber" die israelische Staatsbürgerschaft?


Ja. Mit gleichen Rechten wie seine jüdischen Landsleute.
Zuletzt geändert von Liegestuhl am Do 8. Mär 2012, 13:37, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Israel - Zum Superstaat geprügelt

Beitragvon ToughDaddy » Do 8. Mär 2012, 14:18

@frank&reich

81% waren es mal 2001.
Bereits 2009 waren es nur noch 75,5 %.
Oh gerade gefunden: 2011 waren es nur noch 75,3%.

Und die Araber haben theoretisch die gleichen Rechte außer natürlich jene in den besetzten Teilen. Die zählen nicht als Israelis im Gegensatz zu den Siedlern, Soldaten usw.
Im völkerrechtswidrig annektierten Ostjerusalem ist dies noch komplizierter:
http://de.wikipedia.org/wiki/Ostjerusalem
Wobei es da auch sehr ...ähm... bescheuerte Regelungen gibt, zumindest 1 Bsp findest auch dort im Link.
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Re: Israel - Zum Superstaat geprügelt

Beitragvon Liegestuhl » Do 8. Mär 2012, 14:35

ToughDaddy » Do 8. Mär 2012, 15:18 hat geschrieben:Und die Araber haben theoretisch die gleichen Rechte außer natürlich jene in den besetzten Teilen.


Die besetzten Gebiete gehören auch nicht zu Israel.
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Re: Israel - Zum Superstaat geprügelt

Beitragvon frank&reich » Do 8. Mär 2012, 17:34

Israel ist von Juden dominiert. 80% der Bevölkerung ist jüdisch. Als Minderheit in einem Land hat man es immer schwer.


Also religiöse Diskriminierung? Das wäre einer modernen Demokratie absolut unwürdig.

Wer die israelische Staatsbürgerschaft hat, ist Israelit, punktum.

Oder von der Abstammung her? Wie kann man das überhaupt unterscheiden...indem man eine jüdische Grossmutter
vorweist?

Moderne Demokratien sind multi-ethnisch und haben Religionsfreiheit. Natürlich ist es zu begrüssen, wenn der israelische Staat etwas für die Integration von Minderheiten tut, aber anscheinend ist das halbherzig und ein Tropfen auf dem heissen Stein gemessen an der tatsächlich existierenden und täglichen Diskriminierung von Bürgern, die nicht "mainstream" sind.
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Re: Israel - Zum Superstaat geprügelt

Beitragvon Liegestuhl » Do 8. Mär 2012, 17:47

frank&reich » Do 8. Mär 2012, 18:34 hat geschrieben:Also religiöse Diskriminierung? Das wäre einer modernen Demokratie absolut unwürdig.


Glaubst du in Deutschland oder anderen westlichen Demokratien werden Muslime nicht benachteiligt? Geh mal mit den Jungs auf Jobsuche!
Zuletzt geändert von Liegestuhl am Do 8. Mär 2012, 17:50, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Israel - Zum Superstaat geprügelt

Beitragvon Alexyessin » Do 8. Mär 2012, 18:03

Fadamo » Di 6. Mär 2012, 22:56 hat geschrieben:
Sie fällt nicht vom himmel,sondern durch die arbeitskraft der sklaven :mad:


Kann ich da eine ganz abgekürzte Version von Karl Marx in deinen Zeilen erkennen? Gibt es denn in Israel zusammengeschossene Demonstrationen von Arbeitern?
Der neue Faschismus wird nicht sagen: Ich bin der Faschismus. Er wird sagen: Ich bin kein Nazi, aber...
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Re: Israel - Zum Superstaat geprügelt

Beitragvon Alexyessin » Do 8. Mär 2012, 18:05

ToughDaddy » Di 6. Mär 2012, 23:50 hat geschrieben:
Ach so nennt man es dann wieder? :?:


Wenn ein Staat an einer Atombombe bastelt UND einer der Führer dieses Staates sich damit brüsten die Israelis ins Meer zu treiben, dann ist eine Zerstörung dieser Anlagen selbstverteidigung und kein Angriffskrieg. Leider wiederholt sich die Geschichte. Ich sach nur "6-Tage-Krieg".
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Re: Israel - Zum Superstaat geprügelt

Beitragvon von Grimm » Do 8. Mär 2012, 19:48

Alexander Reither » Do 8. Mär 2012, 18:05 hat geschrieben:
Wenn ein Staat an einer Atombombe bastelt UND einer der Führer dieses Staates sich damit brüsten die Israelis ins Meer zu treiben, dann ist eine Zerstörung dieser Anlagen selbstverteidigung und kein Angriffskrieg. Leider wiederholt sich die Geschichte. Ich sach nur "6-Tage-Krieg".


Israel hat die Atombombe.
Israel hat den Atomwaffensperrvertrag nicht unterschrieben.
Der Iran hat unterschrieben.
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Re: Israel - Zum Superstaat geprügelt

Beitragvon frank&reich » Do 8. Mär 2012, 19:59

Liegestuhl hat geschrieben:
Glaubst du in Deutschland oder anderen westlichen Demokratien werden Muslime nicht benachteiligt? Geh mal mit den Jungs auf Jobsuche!


Leider hast Du recht. Diskriminierung existiert in Europa, aber zumindest in F gibt es keine offizielle religiöse Diskriminierung.
Der Staat ist Garant für die Gleichheit der Bürger in religiöser Hinsicht.
Das ist für mich eine Mindestforderung. Auf keinen Fall darf zwischen Israelis arabischen oder sonstwelchen Ursprungs unterschieden werden.
Wie wär's wenn Israel mal eine moralisch-ethische Vorreiterrolle einnehmen würde, anstatt eine eingebildete technologische?
So eine Art "heiliges Land", das jeder gern unterstützen würde.
In TDs Artikel steht, dass viele Palästinenser keine Israelis werden möchten, selbst wenn Sie die Möglichkeit dazu haben.
Stell Dir vor, Israel wäre für seine palästinensischen Mitbewohner so einladend, dass eine Mehrheit israelische Staatsbürger werden möchte...
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Re: Israel - Zum Superstaat geprügelt

Beitragvon ToughDaddy » Do 8. Mär 2012, 21:02

Alexander Reither » Do 8. Mär 2012, 18:05 hat geschrieben:
Wenn ein Staat an einer Atombombe bastelt UND einer der Führer dieses Staates sich damit brüsten die Israelis ins Meer zu treiben, dann ist eine Zerstörung dieser Anlagen selbstverteidigung und kein Angriffskrieg. Leider wiederholt sich die Geschichte. Ich sach nur "6-Tage-Krieg".


Das kannst gerne so sehen. Richtiger wirds dadurch auch nicht. Denn erstens wird an keiner Atombombe gebastelt, zweitens hat es nun Platon schon mehrfach erklärt, ist ein Massenmord nicht in Planung.
Stimmt der 6-Tage-Krieg war auch ein toller Angriffskrieg durch Israel und sogar so clever, dass man den Ägyptern vorgespielt hatte, man würde verhandeln wollen.
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Re: Israel - Zum Superstaat geprügelt

Beitragvon Alexyessin » Do 8. Mär 2012, 21:05

von Grimm » Do 8. Mär 2012, 19:48 hat geschrieben:
Israel hat die Atombombe.
Israel hat den Atomwaffensperrvertrag nicht unterschrieben.
Der Iran hat unterschrieben.


Will Israel das iransiche Volk ins Meer treiben?
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Re: Israel - Zum Superstaat geprügelt

Beitragvon Alexyessin » Do 8. Mär 2012, 21:07

ToughDaddy » Do 8. Mär 2012, 21:02 hat geschrieben:
Das kannst gerne so sehen. Richtiger wirds dadurch auch nicht. Denn erstens wird an keiner Atombombe gebastelt, zweitens hat es nun Platon schon mehrfach erklärt, ist ein Massenmord nicht in Planung.
Stimmt der 6-Tage-Krieg war auch ein toller Angriffskrieg durch Israel und sogar so clever, dass man den Ägyptern vorgespielt hatte, man würde verhandeln wollen.


Falsch, es wird gebastelt.
Falsch, es war ein Verteidigungskrieg
Falsch, Ägypten wollte nie verhandeln.

Gut, soweit die Platitüden.
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Re: Israel - Zum Superstaat geprügelt

Beitragvon ToughDaddy » Do 8. Mär 2012, 21:09

Alexander Reither » Do 8. Mär 2012, 21:07 hat geschrieben:
Falsch, es wird gebastelt.
Falsch, es war ein Verteidigungskrieg
Falsch, Ägypten wollte nie verhandeln.

Gut, soweit die Platitüden.


Falsch, es wird nicht gebastelt.
Falsch, es war kein Verteidigungskrieg.
Falsch, es war sogar ein Termin für Verhandlungen in der USA schon angesetzt.

Gut, soweit die Platitüden.
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Re: Israel - Zum Superstaat geprügelt

Beitragvon Wölfelspitz » Fr 9. Mär 2012, 06:55

Es läuft dann so:

1. es wird gebastelt!

2. hier sind die Beweise! (ein paar undurchsichtige Filmchen von Satelliten und Aufklärern, dazu ein kommentierender amerikanischer Geheimdienst oder sonstwas-Mitarbeiter mit Borstenhaarschnitt und militärischem Klugscheißer-Auftreten).

3. Krieg.

4. Dann: oh, es wurde wohl doch nicht gebastelt, aber na ja, ist doch gut, wenn die Diktatur da wech is, nech, jetz habense ja Demokratie und so, nech, also dann...

5. entsprechender, reflexartiger Beifall von den amerikanischen Parteigängern in Foren und totale Versteifung auf das letztgenannte Argument, weil man ja sonst nix mehr aufzubieten hat.
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Re: Israel - Zum Superstaat geprügelt

Beitragvon Liegestuhl » Fr 9. Mär 2012, 08:38

ToughDaddy » Do 8. Mär 2012, 22:02 hat geschrieben:...zweitens hat es nun Platon schon mehrfach erklärt, ist ein Massenmord nicht in Planung.


Aber eine Vernichtung Israels. Und dass das nicht auf freiwilligem Wege geschieht, muss auch wohl der letzte Israelfeind einsehen.
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Re: Israel - Zum Superstaat geprügelt

Beitragvon Liegestuhl » Fr 9. Mär 2012, 08:39

ToughDaddy » Do 8. Mär 2012, 22:09 hat geschrieben:Falsch, es war kein Verteidigungskrieg.


Das wurde dir zwar schon 100 mal erklärt, aber du stellst dich einfach immer wieder dumm. Bei dir muss man wirklich ständig bei null anfangen.
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Re: Israel - Zum Superstaat geprügelt

Beitragvon Liegestuhl » Fr 9. Mär 2012, 08:42

frank&reich » Do 8. Mär 2012, 20:59 hat geschrieben:Leider hast Du recht. Diskriminierung existiert in Europa, aber zumindest in F gibt es keine offizielle religiöse Diskriminierung.
Der Staat ist Garant für die Gleichheit der Bürger in religiöser Hinsicht.


Wie bereits geschrieben, ist er das in Israel auch. Juden und Araber sind vor dem Gesetz gleich. Araber können auch Richter werden und jüdische Staatspräsidenten ins Gefängnis stecken. Diskriminierung findet im privaten Bereich statt.

In TDs Artikel steht, dass viele Palästinenser keine Israelis werden möchten, selbst wenn Sie die Möglichkeit dazu haben.


In welchem Artikel steht das? Ich kenne da andere Ergebnisse:
Palästinenser wollen lieber in Israel leben

(15 . Juni 2011/fa.) - Im Fall der Gründung eines Palästinenserstaates möchte die absolute Mehrheit der in Ostjerusalem lebenden Palästinenser lieber die israelische als die palästinensische Staatsbürgerschaft. 52 Prozent würden aus einem neu geschaffenen Staat Palästina sogar nach Israel umziehen.
Das berichtet die Neue Zürcher Zeitung. Der Bericht basiert auf einer Befragung die von einem amerikanischen Meinungsforschungsinstitut in Zusammenarbeit mit dem amerikanischen Council on Foreign Relations durchgeführt wurde. Für die Erhebung wurden mehr als 1000 Palästinenser Jerusalems befragt.

Zwei Drittel der Befragten würden in ihrem Heim bleiben, auch wenn ihr Stadtteil Israel zugeschlagen würde. Nur ein Drittel würde in diesem Fall in ein nahe gelegenes palästinensisches Quartier ziehen.

Als Gründe für die Annahme einer israelischen Nationalität oder ein Verbleiben unter israelischer Souveränität gaben die Befragten praktische Belange wie Reisefreiheit, höheres Einkommen, bessere Arbeitsmöglichkeiten, Gesundheits- und Altersversorgung an.

44 Prozent der Befragten palästinensischen Bewohner Jerusalems gaben an, dass sie mit ihrem Lebensstandard zufrieden seien.


http://www.factum-magazin.ch/wFactum_de ... Israel.php


Warum Palästinenser israelische Bürger sein wollen
...
Die schwierige Tatsache ist, dass die 270 000 Araber, die in Ostjerusalem leben, nicht so begeistert sein mögen über den Anschluss an Palästina. Die Untersuchung, die vom früheren Leiter der staatlichen Abteilung für Nahost, David Pollock, durchgeführt wurde, fand, dass nur 30% sagten, sie würden lieber Bürger Palästinas bei einer Zwei-Staatenlösung sein, während 35% sagten, sie würden lieber israelische Staatsbürgerschaft wählen. (Der Rest sagte, sie wüssten es nicht oder weigerten sich zu antworten) 40% sagten, sie würden überlegen, ob sie nicht in einen anderen Stadtteil ziehen würden, um eher ein Bürger Israels zu werden als einer von Palästina; und 54 % sagten, wenn ihr Stadtteil zu Israel käme, dann würden sie nicht nach Palästina umziehen.


http://www.israel-palaestina.de/Nahostk ... erger.html
Zuletzt geändert von Liegestuhl am Fr 9. Mär 2012, 08:48, insgesamt 1-mal geändert.
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