Schottlands Unabhängigkeit

Moderator: Moderatoren Forum 3

Wird Schottland für oder gegen die Unabhängigkeit stimmen?

Dafür
38
63%
Dagegen
22
37%
 
Abstimmungen insgesamt: 60
Benutzeravatar
Blickwinkel
Beiträge: 15030
Registriert: Mi 7. Nov 2012, 19:29
Benutzertitel: Demokratischer Europäer
Wohnort: Erde

Schottlands Unabhängigkeit

Beitragvon Blickwinkel » Mi 20. Aug 2014, 09:37

Wie bekannt ist, findet in Schottland bald eine Abstimmung statt, über den Verbleib Schottlands im UK. Spannend dürfte der Ausgang dieser Abstimmung sein. Bisher lagen die Befürworter des Verbleibs vorne, doch scheinbar ist der Vorsprung in letzter Zeit immer kleiner geworden.

Wie schätzt ihr die Lage ein?
Nichts ist in der Regel unsozialer als der sogenannte Wohlfahrtsstaat, der die menschliche Verantwortung erschlaffen und die individuelle Leistung absinken läßt. (Ludwig Erhard)
Benutzeravatar
Blickwinkel
Beiträge: 15030
Registriert: Mi 7. Nov 2012, 19:29
Benutzertitel: Demokratischer Europäer
Wohnort: Erde

Re: Schottlands Unabhängigkeit

Beitragvon Blickwinkel » Mi 20. Aug 2014, 09:46

Hier noch ein paar Informationen:

http://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/europa/referendum-ueber-unabhaengigkeit-schottische-wuensche-13094484.html

Laut Sándor Márai, dem Schriftsteller, gibt es zwei große Fragen, die nicht zu beantworten seien: warum zwei Menschen zusammenfinden und warum sie wieder auseinandergehen. Ein bisschen gilt das auch für Nationen. Niemand weiß, an was die Schotten denken werden, wenn sie am 18. September darüber abstimmen, ob sie das Vereinigte Königreich verlassen und selbständig werden sollten.

Als sie vor 307 Jahren dem „Treaty of Union“ beitraten, wurden sie nicht gefragt. Es war das Parlament in Edinburgh, das sich nach zähen Verhandlungen mit London einigte. In der Geschichtswissenschaft hat sich, vereinfacht gesagt, die Sicht durchgesetzt, dass beide Seiten davon profitierten. Schottland war nach einem grandios gescheiterten Kolonialabenteuer in Panama bankrott und erhoffte sich vom wirtschaftlichen Zugang zu Englands wachsendem Kolonialreich einen Aufschwung.

London ergriff die Chance, an seiner nördlichen Grenze endlich Ruhe zu haben, und konzentrierte sich auf Kriege und Eroberungen in anderen Teilen der Welt. Im Jahr 1707 sahen allerdings nicht alle eine „Win-win-situation“. Viele Schotten klagten damals über einen nationalen Ausverkauf, abgewickelt von politischen Würdenträgern, die sich von London hatten bestechen lassen. So groß war der Protest, vor allem im einfachen Volk, dass Edinburgh vorübergehend das Kriegsrecht ausrufen musste.
„Das Beste beider Welten“

Das Gefühl, von einem übermächtigen Partner fremdbestimmt zu werden, liegt auch der politischen Bewegung zugrunde, die nun in dem Referendum über eine neue Unabhängigkeit mündet. Anhänger der Union halten das für unbegründet, ja für undankbar. Sie verweisen auf die vielen Vorteile, die das bevölkerungsarme, strukturschwache Schottland aus dem Bund mit dem englischen Kraftzentrum während dreier Jahrhunderte gezogen hat, bis hin zur Rettung der Royal Bank of Scotland vor wenigen Jahren. Spätestens seit der Wiedereröffnung des schottischen Parlaments, dessen Vollmachten manche Engländer neidisch macht, genießen die Schotten aus Sicht der Unionisten „das Beste beider Welten“.

Es liegt nicht nur an der unsentimentalen Art der Briten, dass Appelle an die gedeihliche, auch stolze gemeinsame Geschichte selten formuliert werden - und, wo sie zu hören sind, nicht verfangen. In weiten Teilen Schottlands ist die Distanz zum großen Volk im Süden geblieben, in den vergangenen Jahrzehnten ist sie gewachsen. Der wirtschaftliche und gesellschaftliche Umbau des Königreichs, der in der Ära Thatcher begann, wird vor allem in den bodenständigen Regionen des Nordens als „Amerikanisierung“ wahrgenommen, die man sich vom Leib halten möchte. Mit Neid blicken viele Schotten nach Skandinavien und nach Deutschland, wo Egalität und gesellschaftliche Solidarität höher im Kurs stehen als in England. Aus dieser Haltung heraus können Schotten auch mehr mit der EU anfangen als Engländer.

Ihr respektabler Wohlstand, den sie mit der Verfügungsgewalt über die Ölressourcen noch glauben ausbauen zu können, gibt vielen Schotten das Selbstvertrauen, einen nahezu idealen Staat errichten zu können - frei von sozialer Ungerechtigkeit, frei auch von den nuklearen Abschreckungswaffen, welche die britische U-Boot-Flotte vor ihrer Küste einsatzbereit hält. Dies alles sind nachvollziehbare Motive, und doch entbehren sie das Zwingende, das man als Begründung einer historischen Zäsur vermuten würde. In Schottland geht es weniger um nationale Selbstbestimmung als um politische Selbstverwirklichung.

So ist auch die Blutleere der Diskussion zu erklären, die sich nicht zuletzt im ersten „Fernsehduell“ zeigte. Nationalistenführer Salmond ließ sich vom Unionistenführer Darling Fragen aufzwingen, die sich ausschließlich ums Geld drehten: Darf ein unabhängiges Schottland weiterhin mit dem Pfund Sterling bezahlen? Bleiben die schottischen Renten, die in die gemeinsame Kasse eingezahlt wurden, sicher? In der Luft lag die Banalität eines Trennungsgesprächs, in dem sich ein Paar über die Aufteilung der gemeinsamen CD-Kollektion verständigt.

Nur wenige zweifeln daran, dass Schottland über eine Trennung hinwegkäme, ob mit Pfund oder ohne, ob mit raschem oder mit langwierigem (Wieder-)Eintritt in EU und Nato. Es wäre der Rest des dann eher kleinen Britanniens, das die Trauerarbeit zu leisten hätte. Nach dem Verlust des Empire müsste es den Schwund des Kernlands verkraften. Es wäre dann kleiner als Rumänien und hätte weniger Einwohner als Italien. Der ohnehin nachlassende Führungsanspruch Londons, den es fast nur noch mit britischer „Softpower“ legitimieren kann, würde weiter schrumpfen.

Gemessen an den Folgen einer Loslösung - für Britanniens Selbstverständnis, für die operative Politik, für andere Staaten in der EU -, erstaunt die Gelassenheit, mit der die Nation auf das Referendum zusteuert. Umfragen sagen eine Mehrheit für den Status quo voraus. Aber viele der vier Millionen wahlberechtigten Schotten sind noch unentschieden. Sie könnten eine Überraschung bescheren, die ein nahezu unerklärliches Stück Geschichte schriebe.

Quelle: F.A.Z.
Zuletzt geändert von Blickwinkel am Mi 20. Aug 2014, 09:50, insgesamt 1-mal geändert.
Nichts ist in der Regel unsozialer als der sogenannte Wohlfahrtsstaat, der die menschliche Verantwortung erschlaffen und die individuelle Leistung absinken läßt. (Ludwig Erhard)
Benutzeravatar
Keoma
Beiträge: 11985
Registriert: Mi 25. Jun 2008, 12:27
Benutzertitel: Drum Legend
Wohnort: Österreich

Re: Schottlands Unabhängigkeit

Beitragvon Keoma » Mi 20. Aug 2014, 10:07

Moralische Entrüstung ist Eifersucht mit einem Heiligenschein.
Deutschistani
Beiträge: 174
Registriert: So 9. Mär 2014, 10:16
Benutzertitel: Muslimisch-Nationalkonservativ
Wohnort: Bundesdschumhurei Deutschistan

Re: Schottlands Unabhängigkeit

Beitragvon Deutschistani » So 24. Aug 2014, 14:02

Die Umfragen gehent ja derzeit von einer Niederlage der Unabhängigkeitsbefürworter aus. Ich glaube allerdings, dass sie letzten Endes dennnoch gewinnen werden. Ich erinnere an die Abstimmung über ein mögliches Minarettverbot in der Schweiz, wo die Umfragen ebenfalls eine Niederlage der Befürworter voraussagten. In beiden Fällen bezogen die linkslinken Internationalisten eindeutige Stellung, nach der auch die Umfragen gefälscht werden mussten.

Das Volk wird wieder einmal anderst abstimmen.
Benutzeravatar
frems
Beiträge: 43813
Registriert: Sa 4. Apr 2009, 13:43
Benutzertitel: Hochenergetisch
Wohnort: Hamburg, Europa

Re: Schottlands Unabhängigkeit

Beitragvon frems » Di 26. Aug 2014, 10:14

Die Freunde der Freiheit könnten im Endspurt vielleicht noch etwas zulegen:

Schottlands "Yes"-Lager triumphiert im TV-Duell

Die zweite TV-Debatte zum Referendum ging an die Befürworter der Unabhängigkeit: Schottlands Regierungschef Alex Salmond überrollte den britischen Ex-Finanzminister Alistair Darling verbal.

http://www.welt.de/politik/ausland/arti ... Duell.html
Labskaus!

Ob Mailand oder Madrid -- Hauptsache Europa.
Benutzeravatar
Blickwinkel
Beiträge: 15030
Registriert: Mi 7. Nov 2012, 19:29
Benutzertitel: Demokratischer Europäer
Wohnort: Erde

Re: Schottlands Unabhängigkeit

Beitragvon Blickwinkel » Di 26. Aug 2014, 10:21

frems » Di 26. Aug 2014, 11:14 hat geschrieben:Die Freunde der Freiheit könnten im Endspurt vielleicht noch etwas zulegen:


http://www.welt.de/politik/ausland/arti ... Duell.html


Ja, das habe ich auch mitbekommen. Dennoch geht die Presse von einem Verbleib Schottlands im United Kingdom aus, obwohl ich es ihnen gönnen und das dumme Gesicht von Cameron gerne sehen würde.
Nichts ist in der Regel unsozialer als der sogenannte Wohlfahrtsstaat, der die menschliche Verantwortung erschlaffen und die individuelle Leistung absinken läßt. (Ludwig Erhard)
Benutzeravatar
frems
Beiträge: 43813
Registriert: Sa 4. Apr 2009, 13:43
Benutzertitel: Hochenergetisch
Wohnort: Hamburg, Europa

Re: Schottlands Unabhängigkeit

Beitragvon frems » Di 26. Aug 2014, 10:24

Blickwinkel » Di 26. Aug 2014, 11:21 hat geschrieben:
Ja, das habe ich auch mitbekommen. Dennoch geht die Presse von einem Verbleib Schottlands im United Kingdom aus, obwohl ich es ihnen gönnen und das dumme Gesicht von Cameron gerne sehen würde.

In Umfragen sind die Anhänger des Londoner Zentralstaates auch ganz gut vorne. Sollten sie gewinnen, dann wird die Regierung liefern müssen. Und da kamen eine ganze Reihe an Versprechungen in den letzten zwei Jahren, ob Wirtschaftsvorhaben, Steuerreformen und mehr Autonomie. Wenn London davon anschließend nichts mehr wissen will, kann das Thema noch etwas weitergehen.
Labskaus!

Ob Mailand oder Madrid -- Hauptsache Europa.
Benutzeravatar
Blickwinkel
Beiträge: 15030
Registriert: Mi 7. Nov 2012, 19:29
Benutzertitel: Demokratischer Europäer
Wohnort: Erde

Re: Schottlands Unabhängigkeit

Beitragvon Blickwinkel » Di 26. Aug 2014, 10:26

frems » Di 26. Aug 2014, 11:24 hat geschrieben:In Umfragen sind die Anhänger des Londoner Zentralstaates auch ganz gut vorne. Sollten sie gewinnen, dann wird die Regierung liefern müssen. Und da kamen eine ganze Reihe an Versprechungen in den letzten zwei Jahren, ob Wirtschaftsvorhaben, Steuerreformen und mehr Autonomie. Wenn London davon anschließend nichts mehr wissen will, kann das Thema noch etwas weitergehen.


Nur, was wollen die Schotten dann machen? Die können in diesem Moment gar nichts machen, weil ein neues Referendum erstmal nicht zur Diskussion steht.
Nichts ist in der Regel unsozialer als der sogenannte Wohlfahrtsstaat, der die menschliche Verantwortung erschlaffen und die individuelle Leistung absinken läßt. (Ludwig Erhard)
Benutzeravatar
freigeist
Beiträge: 6770
Registriert: Do 29. Nov 2012, 22:48
Benutzertitel: Bleibtreu//Neocon

Re: Schottlands Unabhängigkeit

Beitragvon freigeist » Di 26. Aug 2014, 10:32

frems » Di 26. Aug 2014, 10:24 hat geschrieben:In Umfragen sind die Anhänger des Londoner Zentralstaates auch ganz gut vorne. Sollten sie gewinnen, dann wird die Regierung liefern müssen. Und da kamen eine ganze Reihe an Versprechungen in den letzten zwei Jahren, ob Wirtschaftsvorhaben, Steuerreformen und mehr Autonomie. Wenn London davon anschließend nichts mehr wissen will, kann das Thema noch etwas weitergehen.


Nicht nur das, auch konstitutionell und die Wohlfahrt betreffend.
Support Israel!/"Trade destroys the antagonisms of race and creed and language."
http://henryjacksonsociety.org/ http://openeurope.org.uk/
Concordia - Integritas - Industria
Benutzeravatar
frems
Beiträge: 43813
Registriert: Sa 4. Apr 2009, 13:43
Benutzertitel: Hochenergetisch
Wohnort: Hamburg, Europa

Re: Schottlands Unabhängigkeit

Beitragvon frems » Di 26. Aug 2014, 10:35

Blickwinkel » Di 26. Aug 2014, 11:26 hat geschrieben:
Nur, was wollen die Schotten dann machen? Die können in diesem Moment gar nichts machen, weil ein neues Referendum erstmal nicht zur Diskussion steht.

Naja, wenn sich herausstellt, daß das nur leere Versprechungen waren und man sie an der Nase herumführte, könnte das Thema wieder schnell auf die Tagesordnung kommen. Und jene, die bereits jetzt für die Unabhängigkeit sind, werden da wohl auch kaum Steine in den Weg legen. Aber in dem Szenario sind viele "wenn" drin. Erstmal das Ergebnis abwarten.

Mich wundert bloß, daß die Umfragen ziemlich stark schwanken. Nehme ich alleine jene der letzten beiden Monate, dann kommt man mal auf 4% Unterschied und mal 20%: http://en.wikipedia.org/wiki/Opinion_po ... _2014#2014
Labskaus!

Ob Mailand oder Madrid -- Hauptsache Europa.
Benutzeravatar
Blickwinkel
Beiträge: 15030
Registriert: Mi 7. Nov 2012, 19:29
Benutzertitel: Demokratischer Europäer
Wohnort: Erde

Re: Schottlands Unabhängigkeit

Beitragvon Blickwinkel » Di 26. Aug 2014, 10:55

frems » Di 26. Aug 2014, 11:35 hat geschrieben:Naja, wenn sich herausstellt, daß das nur leere Versprechungen waren und man sie an der Nase herumführte, könnte das Thema wieder schnell auf die Tagesordnung kommen. Und jene, die bereits jetzt für die Unabhängigkeit sind, werden da wohl auch kaum Steine in den Weg legen. Aber in dem Szenario sind viele "wenn" drin. Erstmal das Ergebnis abwarten.


Eben, ich stell mir das reichlich problematisch vor für beide Seiten, wenn das eintritt, was du skizziert hast.

Mich wundert bloß, daß die Umfragen ziemlich stark schwanken. Nehme ich alleine jene der letzten beiden Monate, dann kommt man mal auf 4% Unterschied und mal 20%: http://en.wikipedia.org/wiki/Opinion_po ... _2014#2014


Es kommt auf die Unentschlossenen und deren Kreuzchen auf dem Stimmzettel an. Deswegen schwankt das so stark. Somit bleibt es bis zum Schluß spannend.
Nichts ist in der Regel unsozialer als der sogenannte Wohlfahrtsstaat, der die menschliche Verantwortung erschlaffen und die individuelle Leistung absinken läßt. (Ludwig Erhard)
Postnix

Re: Schottlands Unabhängigkeit

Beitragvon Postnix » Di 26. Aug 2014, 11:01

In den Umfragen haben die Gegner der Unabhängigkeit etwas 20 Prozentpunkte Vorspruung.

http://whatscotlandthinks.org/questions ... ndum#table

http://whatscotlandthinks.org/questions ... ry-1#table
Zuletzt geändert von Postnix am Di 26. Aug 2014, 11:03, insgesamt 1-mal geändert.
Benutzeravatar
frems
Beiträge: 43813
Registriert: Sa 4. Apr 2009, 13:43
Benutzertitel: Hochenergetisch
Wohnort: Hamburg, Europa

Re: Schottlands Unabhängigkeit

Beitragvon frems » Di 26. Aug 2014, 11:15

Hier kann man übrigens die letzte Debatte anschauen:

Labskaus!

Ob Mailand oder Madrid -- Hauptsache Europa.
Anlarye Cheney
Beiträge: 1164
Registriert: Do 7. Aug 2008, 12:09
Wohnort: Toryland

Re: Schottlands Unabhängigkeit

Beitragvon Anlarye Cheney » Mi 27. Aug 2014, 10:43

Bring it, Punk. the Massasauga bites.
Benutzeravatar
Blickwinkel
Beiträge: 15030
Registriert: Mi 7. Nov 2012, 19:29
Benutzertitel: Demokratischer Europäer
Wohnort: Erde

Re: Schottlands Unabhängigkeit

Beitragvon Blickwinkel » Di 2. Sep 2014, 14:21

http://www.spiegel.de/politik/ausland/schottische-unabhaengigkeit-separatisten-holen-in-umfrage-auf-a-989427.html

Langsam dreht sich der Wind zu Gunsten der Befürworter eine schottischen Abspaltung. Es bleibt immer noch spannend.
Nichts ist in der Regel unsozialer als der sogenannte Wohlfahrtsstaat, der die menschliche Verantwortung erschlaffen und die individuelle Leistung absinken läßt. (Ludwig Erhard)
Benutzeravatar
KALTENBORN
Beiträge: 32
Registriert: Fr 5. Apr 2013, 17:14
Wohnort: DEU

Re: Schottlands Unabhängigkeit

Beitragvon KALTENBORN » Do 4. Sep 2014, 19:00

Blickwinkel » Mi 20. Aug 2014, 09:37 hat geschrieben:Wie schätzt ihr die Lage ein?

Die Frage ist doch eher was soll es bringen?
Man ist seit 300 Jahren wirtschaftlich und kulturell verbunden. Sie sprechen mittlerweile in der Mehrheit dieselbe Sprache, sind in der Neuzeit gemeinsam in Kriege gezogen und unterscheiden sich auch von der Mentalität her nur maginal.
Warum also soll man die eh schon immer kleiner werdende Insel politisch wieder zerstückeln?
Früher sah auch ich das auch etwas anders, aber nun wäre ich eher dafür das sich auch Irland dem Bund anschliessen sollte.
Zuletzt geändert von KALTENBORN am Do 4. Sep 2014, 19:02, insgesamt 1-mal geändert.
Benutzeravatar
Helmuth_123
Beiträge: 8532
Registriert: Sa 31. Mär 2012, 18:51
Benutzertitel: Teutsche Libertät
Wohnort: Thüringen

Re: Schottlands Unabhängigkeit

Beitragvon Helmuth_123 » Do 4. Sep 2014, 19:56

KALTENBORN » Do 4. Sep 2014, 20:00 hat geschrieben:Die Frage ist doch eher was soll es bringen?
Man ist seit 300 Jahren wirtschaftlich und kulturell verbunden. Sie sprechen mittlerweile in der Mehrheit dieselbe Sprache, sind in der Neuzeit gemeinsam in Kriege gezogen und unterscheiden sich auch von der Mentalität her nur maginal.
Warum also soll man die eh schon immer kleiner werdende Insel politisch wieder zerstückeln?
Früher sah auch ich das auch etwas anders, aber nun wäre ich eher dafür das sich auch Irland dem Bund anschliessen sollte.


Die Idee finde ich auch sympathisch. :)
„Nu da machd doch eiern Drägg alleene!“-Friedrich August III. zugeschrieben
„Konservativ ist, Dinge zu schaffen, die zu erhalten sich lohnt.“-Arthur Moeller van den Bruck
Hatze
Beiträge: 24
Registriert: Mo 1. Sep 2014, 12:55

Re: Schottlands Unabhängigkeit

Beitragvon Hatze » Fr 5. Sep 2014, 19:22

Soll doch Schottland politische Autonomie genießen, wenn juckts?
Benutzeravatar
Alexyessin
Vorstand
Beiträge: 68228
Registriert: Do 17. Nov 2011, 22:16
Benutzertitel: Streitsüchtiger Grantdackl
Wohnort: wo´s Herzal is

Re: Schottlands Unabhängigkeit

Beitragvon Alexyessin » Sa 6. Sep 2014, 19:10

Helmuth_123 » Do 4. Sep 2014, 20:56 hat geschrieben:
Die Idee finde ich auch sympathisch. :)


Mein lieber Helmuth, was soll denn das? Irland hat Jahrhunderte unter der Königinnen und Königen der Angelsachsen gelitten und es am Ende des ersten Weltkrieges geschafft zu drei viertel aus dieser Knechtschaft auszuscheiden.
Der neue Faschismus wird nicht sagen: Ich bin der Faschismus. Er wird sagen: Ich bin kein Nazi, aber...
Baier is ma ned so - Baier sei is a Lebenseinstellung
Mia glangt das i woas das i kennt wenn i woin dadat
Benutzeravatar
Tantris
Beiträge: 37991
Registriert: So 22. Jun 2008, 08:13
Benutzertitel: Sihanoukville

Re: Schottlands Unabhängigkeit

Beitragvon Tantris » Sa 6. Sep 2014, 19:27

Alexyessin » Sa 6. Sep 2014, 20:10 hat geschrieben:
Mein lieber Helmuth, was soll denn das? Irland hat Jahrhunderte unter der Königinnen und Königen der Angelsachsen gelitten und es am Ende des ersten Weltkrieges geschafft zu drei viertel aus dieser Knechtschaft auszuscheiden.


Nationalist ist man nicht, weil man will, dass es den leuten besser geht.

Zurück zu „31. EU - EFTA“

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: Keoma, Sole.survivor@web.de und 3 Gäste