Mobiles Internet: Deutschland = Entwicklungsland

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Ein Terraner
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Re: Mobiles Internet: Deutschland = Entwicklungsland

Beitragvon Ein Terraner » Mi 26. Sep 2018, 08:56

KarlRanseier hat geschrieben:(26 Sep 2018, 09:48)

Ich bin nicht generell gegen Fortschritt, nur die ganze Hysterie ist nicht nachvollziehbar.


Vielleicht weil du mit dem Thema nichts zu tun hast ?
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Raskolnikof
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Re: Mobiles Internet: Deutschland = Entwicklungsland

Beitragvon Raskolnikof » Mi 26. Sep 2018, 08:59

KarlRanseier hat geschrieben:(26 Sep 2018, 08:54)
Und hat ein Arbeitnehmer auch einen Anspruch darauf, zuhause arbeiten zu können, oder darf man ihm, im Gegensatz zum Selbständigen, zumuten, jeden Tag seine trägen alten Knochen in Bewegung setzen zu müssen, um an seinen Arbeitsplatz zu gelangen? :?:

Ein Arbeitnehmer hat kein Recht daraug, seine Arbeit, welcher Art auch immer, zuhause zu verrichten, wenn der Arbeitsort im Arbeitsvertrag konkret bestimmt ist (z.B. Schreibtisch beim Arbeitgeber). Wenn allerdings eine Tätigkeit im Home-Office vertraglich vereinbart wurde, kann dies nur im Einvernehmen mit dem Mitarbeiter geändert werden.
Quelle: https://www.wiwo.de/finanzen/steuern-re ... 11570.html
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Re: Mobiles Internet: Deutschland = Entwicklungsland

Beitragvon KarlRanseier » Mi 26. Sep 2018, 09:02

Raskolnikof hat geschrieben:(26 Sep 2018, 09:59)

Ein Arbeitnehmer hat kein Recht daraug, seine Arbeit, welcher Art auch immer, zuhause zu verrichten, wenn der Arbeitsort im Arbeitsvertrag konkret bestimmt ist (z.B. Schreibtisch beim Arbeitgeber). Wenn allerdings eine Tätigkeit im Home-Office vertraglich vereinbart wurde, kann dies nur im Einvernehmen mit dem Mitarbeiter geändert werden.
Quelle: https://www.wiwo.de/finanzen/steuern-re ... 11570.html



So ist es. Und warum hat dann angeblich ein Selbständiger einen Anspruch darauf, zu Hause, wo auch immer das sein mag, jegliche Infrastruktur vorzufinden, die er für seine berufliche Tätigkeit benötigt?
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Re: Mobiles Internet: Deutschland = Entwicklungsland

Beitragvon KarlRanseier » Mi 26. Sep 2018, 09:05

Ein Terraner hat geschrieben:(26 Sep 2018, 09:56)

Vielleicht weil du mit dem Thema nichts zu tun hast ?



Ich würde mal behaupten, dass 99,5% aller Menschen mit dem Thema nichts zu tun haben. Klar, viele Firmen sind auf das Internet angewiesen. Wenn ich aber eine Firma im Urwald errichte, so kann ich nicht vom Staat verlangen, dass er mir umgehend eine Autobahn dorthin baut sowie schnelles Internet ermöglicht, oder? Für solche Forderungen muss man schon systemrelevant sein, also z.B. deutscher Autobauer, Energieriese, Pleitebänker oder FDP-Großspender...
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Re: Mobiles Internet: Deutschland = Entwicklungsland

Beitragvon Ein Terraner » Mi 26. Sep 2018, 09:08

KarlRanseier hat geschrieben:(26 Sep 2018, 10:02)

So ist es. Und warum hat dann angeblich ein Selbständiger einen Anspruch darauf, zu Hause, wo auch immer das sein mag, jegliche Infrastruktur vorzufinden, die er für seine berufliche Tätigkeit benötigt?


Infrastruktur? Strom Wasser Heizung Internet ?
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Re: Mobiles Internet: Deutschland = Entwicklungsland

Beitragvon Ein Terraner » Mi 26. Sep 2018, 09:13

KarlRanseier hat geschrieben:(26 Sep 2018, 10:05)

Ich würde mal behaupten, dass 99,5% aller Menschen mit dem Thema nichts zu tun haben.


Da schätzt du gewaltig falsch, das Internet der Dinge wird immer präsenter. Selbst zu meiner Zahnbürste gibt es schon eine App, auch wenn die Kacke ist. Die Anforderung an mehr Bandbreite wächst von Tag zu Tag, auch wenn man das nicht mit bekommt.
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Re: Mobiles Internet: Deutschland = Entwicklungsland

Beitragvon KarlRanseier » Mi 26. Sep 2018, 09:22

Ein Terraner hat geschrieben:(26 Sep 2018, 10:13)

Da schätzt du gewaltig falsch, das Internet der Dinge wird immer präsenter. Selbst zu meiner Zahnbürste gibt es schon eine App, auch wenn die Kacke ist. Die Anforderung an mehr Bandbreite wächst von Tag zu Tag, auch wenn man das nicht mit bekommt.



Das meiste davon ist kompletter Mumpitz, der nur gepusht wird, weil es momentan ein Wachstumsmarkt ist, an den man sich klammern will.

Wenn ich nicht mehr weiss, wie ich meine Zähne putzen soll, wenn ich nicht mehr bemerke, wenn der Mülleimer voll ist oder wenn ich in meiner Wohnung nicht mehr ohne technische Hilfe das Klo finde, dann begebe ich mich in stationäre Behandlung...
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Re: Mobiles Internet: Deutschland = Entwicklungsland

Beitragvon Ein Terraner » Mi 26. Sep 2018, 09:30

KarlRanseier hat geschrieben:(26 Sep 2018, 10:22)

Das meiste davon ist kompletter Mumpitz, der nur gepusht wird, weil es momentan ein Wachstumsmarkt ist, an den man sich klammern will.


Da mag schon sein, er schafft trotzdem bedarf. Und jetzt sag mal ehrlich wo dein Problem liegt, wieso streubst du dich so dagegn das die Grundversorgung erhöht wird ? Irgend einen rationales Grund? Bisher kam von dir nur ein "das braucht man nicht"
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Re: Mobiles Internet: Deutschland = Entwicklungsland

Beitragvon Raskolnikof » Mi 26. Sep 2018, 09:31

KarlRanseier hat geschrieben:(26 Sep 2018, 10:02)

So ist es. Und warum hat dann angeblich ein Selbständiger einen Anspruch darauf, zu Hause, wo auch immer das sein mag, jegliche Infrastruktur vorzufinden, die er für seine berufliche Tätigkeit benötigt?


Der Staat sichert seinem Volk gewisse Grundbedürfnisse zu. Dazu zählen u.a. Ernährung, Unterkunft und Bekleidung. Wir sprechen da vom Existenzminimum.
Unsere Regierung definiert da aber auch noch andere Grundbedürfnisse wie Gesundheits- und Bildungseinrichtungen und lebenswichtige Dienstleistungen. Zu letzterem zählen u.a. Postzustellung bis zur entlegensten Alm sowie Telekommunikationsanschluss (Telefon). Seit mehreren Jahren sind sich die Gerichte auch dahingehend einig, dass auch das Internet zum Alltag gehört und der Zugang zu diesem ein Grundbedürfnis darstellt.
Zitat: „Internet und Telefon sind für die Lebensführung von zentraler Bedeutung. Beides zähle zu den wenigen Wirtschaftsgütern, bei denen sich ein Ausfall typischerweise auf die materielle Grundlage der Lebenshaltung signifikant auswirkt, (…) Ähnlich wie beim Auto sei auch bei Telefon und Internet die "ständige Verfügbarkeit für die Lebensgestaltung von zentraler Bedeutung". Der überwiegende Teil der Einwohner Deutschlands nutze das Internet täglich, argumentierte der BGH. Damit habe es sich zu einem das Leben eines Großteils der Bevölkerung entscheidend mitprägenden Medium entwickelt. Ein Ausfall mache sich sich "signifikant im Alltag bemerkbar".
Quelle: Bundesgerichtshof, Az.: III ZR 98/12

Was derzeit aussteht ist die Frage, welcher Mindestqualität, also welche Mindestbandbreite jedem Bürger zusteht. Kann er VDSL mit 50, 100 oder noch mehr GBit/s verlangen oder muss er sich mit einem analogen Telefonanschluss und Modem fürs Internet zufrieden geben?
Ich bin gespannt, wann sich unsere höchsten Richter dieser Frage annehmen müssen und was dabei herauskommt.
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Re: Mobiles Internet: Deutschland = Entwicklungsland

Beitragvon immernoch_ratlos » Mi 26. Sep 2018, 09:55

Ein Terraner hat geschrieben:Infrastruktur? Strom Wasser Heizung Internet ?
Ganz ohne Fragezeichen - Infrastruktur Strom Wasser Heizung Internet - wobei für mich die in D meist unterirdische Verkabelung Teil der Infrastruktur ist. Vorzugsweise mittels Glasfaserverbindungen inklusive der sog. "letzten Meile".

Das darüber auch Zugang zum WWW möglich sein soll ist bei genauer Betrachtung längst ein starker Nebeneffekt geworden. Ob das durch Mobilfunk ersetzbar ist - es gibt ja auch einiges was "sicherheitslastig" übertragen werden muss - bezweifle ich. Mobilfunk ist eine Ergänzung und das Fragment "Mobil" deutet darauf hin, was der eigentliche Grund für diese Technologie ist. Das damit Lücken, welche dadurch entstanden sind, weil sich der Staat aus dieser wichtigen hoheitlichen Aufgabe "verabschiedet" hat - ist was es nur sein kann - übergangsweise Lücken schließen :dead:

In einem Land der angeblich "ersten Welt" ist Infrastruktur ein Pflichtveranstaltung. Eine einfache Formel könnte da hilfreich sein - wo eine öffentliche Straße hinführt und sich menschliche Siedlungen (Dörfer und mehr) befinden, muss neben elekt. Energie auch eine geeignete Datenverbindung hinführen. Mobilfunk, der sich in privater Hand befindet - weil man die zugehörigen Frequenzen - auch Teil des Tafelsilbers - dummerweise statt "verliehen" verkauft hat, ist damit weitgehend dem staatlichen Eingriff entzogen und das späte Geheule über Funklöcher ist leider Teil der üblichen - zu spät - zu unbedacht usw. usf.

Die Könige vergangener Zeiten waren da schlauer - sie hatten "Lehnsherren" - in diesem Sinn hätte die Demokratie durchaus ein auf diese Regierungsform zugeschnittenes "Lehnswesen" beibehalten können - ich meine müssen.

Morgen wird dann User KarlRanseier und Konsorten womöglich argumentieren "zu Hause, wo auch immer das sein mag, also jedes Kaff, mit einer Straße zu "versorgen" sollen gefälligst die abgehängten Bewohner finanzieren".

Tun sie ja eigentlich schon jetzt - jedenfalls, dann, wenn sie die Steuern pflichtgemäß entrichten. Nennt sich bei Unternehmen (und darunter fallen "Selbstständige") nun mal "Gewerbesteuer".

Die Frage ist ganz einfach - was taugt eine Staat - besonders eine Demokratie, wenn essentielle Teile seiner "Hardware" dauerhaft seinem Einfluss entzogen werden :?:
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Re: Mobiles Internet: Deutschland = Entwicklungsland

Beitragvon Raskolnikof » Mi 26. Sep 2018, 09:55

Ich denke, dass es keinen Sinn macht, mit Technikverweigerern hier einen Dialog zu führen. Die Krankheit ist nicht heilbar.
Mich erinnert die Diskussion hier teilweise an einen Deutschlehrer unserer Kinder am Gymnasium, der Computer und Internet auch heute noch grundsätzlich ablehnt und Arbeitsmaterialien, Klausuren und Mitteilungen aller Art auf einer mechanischen Schreibmaschine verfasst. Ein Wunder geradezu, dass er für deren Vervielfältigung nicht noch einen alten Matrizendrucker (Blaudrucker, Spiritusdrucker) verwendet, wie er früher in den Schulen üblich war.
Wenn der Begriff „Internet“ im Unterricht genannt wird oder dieser in der Fußzeile im Zusammenhang mit einer Quellenangabe in einer Arbeit erscheint wird dieser Lehrer ärgerlich und setzt den Rotstift an. Einen Satz, den sich unsere Kinder fast täglich anhören mussten: „Das heißt nicht Internet sondern „Weltnetz“.
Wer will solche Menschen ändern?
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Re: Mobiles Internet: Deutschland = Entwicklungsland

Beitragvon KarlRanseier » Mi 26. Sep 2018, 11:50

Raskolnikof hat geschrieben:(26 Sep 2018, 10:55)

Ich denke, dass es keinen Sinn macht, mit Technikverweigerern hier einen Dialog zu führen. Die Krankheit ist nicht heilbar.
Mich erinnert die Diskussion hier teilweise an einen Deutschlehrer unserer Kinder am Gymnasium, der Computer und Internet auch heute noch grundsätzlich ablehnt und Arbeitsmaterialien, Klausuren und Mitteilungen aller Art auf einer mechanischen Schreibmaschine verfasst. Ein Wunder geradezu, dass er für deren Vervielfältigung nicht noch einen alten Matrizendrucker (Blaudrucker, Spiritusdrucker) verwendet, wie er früher in den Schulen üblich war.
Wenn der Begriff „Internet“ im Unterricht genannt wird oder dieser in der Fußzeile im Zusammenhang mit einer Quellenangabe in einer Arbeit erscheint wird dieser Lehrer ärgerlich und setzt den Rotstift an. Einen Satz, den sich unsere Kinder fast täglich anhören mussten: „Das heißt nicht Internet sondern „Weltnetz“.
Wer will solche Menschen ändern?


:?:

Wenn Kinder am Schlaufon spielen, noch bevor sie lesen können, so ist das mindestens genauso krank.

Und wenn Eltern am Schlaufon spielen, während ihre Kinder schreien, so ist das geradezu pervers.

Technikgläubige, die jeden Scheiß vollkommen unkritisch mitnehmen müssen, haben, jedenfalls meiner Meinung nach, gehörig einen an der Waffel, mindestens genauso wie Typen, die generell jeden Fortschritt ablehnen.
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Re: Mobiles Internet: Deutschland = Entwicklungsland

Beitragvon Ein Terraner » Mi 26. Sep 2018, 11:53

KarlRanseier hat geschrieben:(26 Sep 2018, 12:50)

:?:

Wenn Kinder am Schlaufon spielen, noch bevor sie lesen können, so ist das mindestens genauso krank.

Und wenn Eltern am Schlaufon spielen, während ihre Kinder schreien, so ist das geradezu pervers.

Technikgläubige, die jeden Scheiß vollkommen unkritisch mitnehmen müssen, haben, jedenfalls meiner Meinung nach, gehörig einen an der Waffel, mindestens genauso wie Typen, die generell jeden Fortschritt ablehnen.


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Re: Mobiles Internet: Deutschland = Entwicklungsland

Beitragvon el loco » Mi 26. Sep 2018, 20:20

KarlRanseier hat geschrieben:(26 Sep 2018, 08:54)

Wieso hat er einen Anspruch darauf? Hat ein Grundschüler auch einen Anspruch darauf, dass direkt vor seiner Haustür eine Grundschule steht?

Und hat ein Arbeitnehmer auch einen Anspruch darauf, zuhause arbeiten zu können, oder darf man ihm, im Gegensatz zum Selbständigen, zumuten, jeden Tag seine trägen alten Knochen in Bewegung setzen zu müssen, um an seinen Arbeitsplatz zu gelangen? :?:

Weil er Steuern zahlt, nämlich den gleichen Steuersatz wie Ansässige in einem neu erschlossenen Industriegebiet. Infrastruktur zur Wettbewerbsfähigkeit der Steuern erwirtschaftenden Betriebe liegt in der Hand des Staates.
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Re: Mobiles Internet: Deutschland = Entwicklungsland

Beitragvon KarlRanseier » Mi 26. Sep 2018, 20:44

el loco hat geschrieben:(26 Sep 2018, 21:20)

Weil er Steuern zahlt, nämlich den gleichen Steuersatz wie Ansässige in einem neu erschlossenen Industriegebiet. Infrastruktur zur Wettbewerbsfähigkeit der Steuern erwirtschaftenden Betriebe liegt in der Hand des Staates.
Zuletzt geändert von KarlRanseier am Mi 26. Sep 2018, 21:25, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Mobiles Internet: Deutschland = Entwicklungsland

Beitragvon Raskolnikof » Mi 26. Sep 2018, 20:58

Könnt ihr nicht in die Weinstube gehen wenn ihr auf Stammtischniveau labern wollt?
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Re: Mobiles Internet: Deutschland = Entwicklungsland

Beitragvon H2O » Do 27. Sep 2018, 07:02

Raskolnikof hat geschrieben:(26 Sep 2018, 10:55)

Ich denke, dass es keinen Sinn macht, mit Technikverweigerern hier einen Dialog zu führen. Die Krankheit ist nicht heilbar
....
Wer will solche Menschen ändern?


Sie versuchen das ja im Strang Bargeld und hier im Strang Net. Mühsam, mühsam... :D
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Re: Mobiles Internet: Deutschland = Entwicklungsland

Beitragvon immernoch_ratlos » Do 27. Sep 2018, 08:18

Womöglich hilft es ja wenigstens den eher "fortschrittlichen" Usern unter uns die hier durchzugehen und womöglich zu verstehen :
Quelle : Heise online 26.09.2018 "Breitbandstudie: 700 MBit/s Upstream-Bedarf pro Anschluss im Jahr 2025"
Nahezu alles - vermutlich alles was Mensch zuwege bringt, lässt sich auch irgendwie missbrauchen. Das liegt schlicht in der Natur des Menschen. Das kann der "selbe" Mensch allerdings auch erkennen und verändern. Die bloße unreflektierte Kritik bringt nichts. Auch das Nachplappern von Vorurteilen zeigt lediglich, man hat selbst womöglich rein garnix verstanden.

Aus dem Heise Artikel :
Zwei Drittel "Fehlinvestitionen"

Zu diesem sogenannten Überbau finden sich in der Studie neue Zahlen. Mehr als zwei Drittel der Investitionen in den Jahren 2015 bis 2017 sind demnach nicht dafür ausgegeben worden, um die damaligen, seit langem wackelnden Breitbandziele der Bundesregierung in Höhe von 50 MBit/s für alle bis 2018 zu erreichen, sondern in die beklagten "Fehlinvestitionen". So hat sich die Verfügbarkeit von Breitbandanschlüssen mit der Mindestwunschgröße der großen Koalition oder mehr Bandbreite von 2014 bis 2017 lediglich um knapp 6,3 Millionen Haushalte erhöht und besteht derzeit bei 32,7 Millionen Heimen. Die Zahl an Haushalten, die zwischen zwei oder gar mehr Anschlusstechnologien mit mindestens 50 MBit/s wählen können, sei in der gleichen Zeit jedoch um fast 13,5 Millionen nach oben geklettert und liege damit aktuell bei 21,25 Millionen.

Die umstrittene Vectoring-Entscheidung der Bundesnetzagentur hat laut der Untersuchung dazu geführt, dass die Breko-Mitglieder ihre Investitionen von 4,1 Milliarden Euro 2015 auf 3,9 Milliarden im Folgejahr heruntergefahren haben. 2017 sei die Summe aber wieder auf 4,2 Milliarden Euro gestiegen und liege damit fast gleichauf mit den Investitionen der Telekom in Höhe von 4,3 Milliarden. Insgesamt haben die Wettbewerber seit der Liberalisierung des deutschen Telekommunikationsmarkts 1998 insgesamt 75,5 Milliarden Euro investiert, was 52 Prozent der Gesamtausgaben ausmacht. Die Telekom kommt mit 69,5 Milliarden Euro auf die restlichen 48 Prozent.
Noch eine "Bemerkung" warum ich Verkabelung der Illusion der "mobilen Versorgung" vorziehe ( in D z.B., wo es auf Grund allgemein dichter Besiedlung und vergleichsweise hohe Bevölkerungszahl), in jeder Hinsicht die bessere "Bandbreite" liefern kann. Das lässt sich durchaus auch berechnen. Beiden Technologien kommt eine unterschiedliche Bedeutung zu. Ein vernünftiger "Mix" (wie überall - speziell in der Natur) ergänzt sich entsprechend. Wenn an den zahlreichen "Enden" der Verkabelung lokales WLAN statt dem wesentlich aufwendigeren Mobilfunk (welcher speziell in Städten) sehr rasch an seine Möglichkeiten stößt die notwendige Bandbreite zu liefern, ist allen geholfen. Warum soll "unfreies WLAN" (Formen bezahlten WLAN) (von stabilen Netzpunkten aus) nicht die Versorgungslücken füllen können ?

Warum wurde die Versorgung mit Glasfaser, statt mit "Kupfer" nicht auch außerhalb der großen Firmen (die ihre eigenen Netze schon vor mindestens 20 Jahren so aufgebaut haben) vorangetrieben ? Glasfaserkabel lassen sich z.B. problemlos im Inneren von Höchstspannungsleitungen "mitführen". Um z.B. ein Dorf irgendwo in der "Pampa" schnell und kostengünstig zu versorgen, können bereits existierende Hochspannungstrassen mit genutzt werden. Die Stromversorger betreiben ohnedies meist ihre eigenen Glasfasernetze in ähnlicher Weise. Mein "Stromversorger" hat überall in seinem "Einzugsgebiet" (Ausnahme die Städte wegen der bereits existierenden Konkurrenz und Kostengründen) ein quasi WAN aufgebaut, welches über entsprechende Einspeisepunkte mit dem WEB und allen damit verbundenen Möglichkeiten verfügt. Nicht eben der "Billigheimer" aber die Wahl zwischen 25 / 50 und 100 Mbit/s besteht. In Neubauvierteln (mit 600 € "Selbstbeteiligung") können 200 Mbit/s und Glasfaseranschluss bis zum Übergabepunkt auf dem Grundstück (gewöhnlich also im Haus) "eingekauft" werden. Für Firmen die das in den Gewerbegebieten benötigen, gibt es entsprechende Konditionen.

Die "Schneckenpost" und die abhängige 1&1 liefert (am selben Kupferendpunkt den mein Versorger anmieten muss) gerade mal 2,7 Mbit/s Download. Ich habe mir, ohne das etwas verändert werden musste (klar die Verbindung zum Netz des Stromversorgers - der natürlich seine "Kisten" strategisch günstig gestaltet, musste geschaltet werden) 50 Mbit/s Download / 10 Mbit/s Upload "geleistet" und bin gut bedient mit eigentlich 52 / 11 Mbit/s konstant über den Tag.

Die "Schneckenpost" wollte von der Gemeinde - allein für die "Machbarkeitsstudie" mehre (verlorene) Millionen und zeigte keinerlei Interesse den Ortsteil in dem ich siedle überhaupt zu versorgen. Besonders ärgerlich, um den nächsten Ortsteil (hinter unserem liegend) endlich vom "Telefonmodem" zu bekommen, wurden ausgiebig Glasfaserverbindungen dorthin verlegt - mit Übergabepunkten eben in dem bis dahin "besser versorgten" Ortsteil. Ein Anschluss dieses Ortsteil (meines) hätte die Gemeinde einen mindestens fünfstelligen Betrag abverlangt. Stattdessen hat man nun den Stromversorger auch als "Internetprovider" und soweit ich das beurteilen kann - alles ist gut - ein modernes Business ist nun also auch in meinem Kaff möglich ....

Es mag in vielen Fällen an den vor Ort-Beteiligten liegen, ob solche Vernunftlösungen zustande kommen. Wenn allerdings auch nur ein Teil der dortigen Bevölkerung in etwa so denkt wie einige "Spaßbremsen" hier wird das nix.... :rolleyes:
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Re: Mobiles Internet: Deutschland = Entwicklungsland

Beitragvon Raskolnikof » Do 27. Sep 2018, 18:53

Langsam kommt jetzt aber auch in Deutschland das mobile Internet in Schwung. O2 bietet jetzt mit dem Tarif O2 Free Unlimited eine mobile Flatrate mit bis zu 225 MBit/s sowie Allnet-Flat für 59,99 Euro monatl. an. Bei der Telekom und Vodafone ist das nicht unter 80 Euro zu bekommen. Das Angebot von O2 ist zwar immer noch doppelt so teuer wie in Finnland und leider O2, aber immerhin.
Allerdings investiert O2 momentan gewaltig in seine Infrastruktur.
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