Mobiles Internet: Deutschland = Entwicklungsland

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Re: Mobiles Internet: Deutschland = Entwicklungsland

Beitragvon Tom Bombadil » Di 25. Sep 2018, 12:04

Raskolnikof hat geschrieben:(25 Sep 2018, 12:07)

Deshalb haben wir uns da Satelliten-DSL zugelegt, 69 GB/Monat für 39,90 Euro.

Das taugt aber nur für den download schnell, "mein" Maschinenbauer, muss auch viel uploaden. 69GB sind auch ein Witz. Um es mal auf den normalen Heimgebrauch zu reduzieren: schonmal ein AAA-Game von Steam runtergeladen? Da sind die 69GB schnell weg, wenn du Pech hast, bekommst du das Spiel nichtmal ganz runtergeladen :D
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Re: Mobiles Internet: Deutschland = Entwicklungsland

Beitragvon Tom Bombadil » Di 25. Sep 2018, 12:08

Raskolnikof hat geschrieben:(25 Sep 2018, 12:48)

Ich sprach von Upload, also hochladen von Daten.

Schonmal eine Videokonferenz mit so einer Bandbreite gemacht? Das lässt man ganz schnell wieder und geht zurück zum Telefon. "Mein" Maschbauer verschickt jeden Tag mehrere Gigabyte an Daten, du kannst dir ja mal ausrechnen, wie lange das mit 2MBit/s dauert.
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Re: Mobiles Internet: Deutschland = Entwicklungsland

Beitragvon Audi » Di 25. Sep 2018, 13:35

Tom Bombadil hat geschrieben:(25 Sep 2018, 13:04)

Das taugt aber nur für den download schnell, "mein" Maschinenbauer, muss auch viel uploaden. 69GB sind auch ein Witz. Um es mal auf den normalen Heimgebrauch zu reduzieren: schonmal ein AAA-Game von Steam runtergeladen? Da sind die 69GB schnell weg, wenn du Pech hast, bekommst du das Spiel nichtmal ganz runtergeladen :D

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Raskolnikof
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Re: Mobiles Internet: Deutschland = Entwicklungsland

Beitragvon Raskolnikof » Di 25. Sep 2018, 13:41

Ach komm, es sind wirklich wenige Unternehmen, die das schnellste Internet der Welt benötigen. In meinem Heimatort befindet sich der größte Holzbaubetrieb im Umland. Er besitzt die leistungsfähigste CNC-Abbundstraße für den Lohnabbund und beliefert viele Bauunternehmen mit z.B. fertigen Dachstühlen oder errichtet diese selbst. Zudem stellt er Wohnhäuser in Holzrahmenbauweise her.
Internet? Ja sicher, 16 MBit/s Anschluss. Mehr war da bis vor zwei Jahren nicht möglich. Das hatte bis dahin aber gereicht. Es gab da keine Engpässe. Erst als das Gewerbe- und angrenzende Wohngebiet ausgebaut wurde und die Bandbreite des Standard-DSL-Anschlusses in den Keller ging hatte sich der Unternehmer entschlossen auf den dann angebotenen VDSL-Anschluss mit 100 MBit/s umzustellen.
Wohlgemerkt: Die 16 MBit/s des alten Anschlusses hätten ihm gereicht, wenn denn die 16MBit/s auch tatsächlich ständig zur Verfügung gestanden hätten.

Ja ich weiß, für Online-Zocker ist das natürlich nichts. Die wollen noch mehr, auch wenns nicht nötig ist. Das ist ja auch mein Reden. Schließlich sind es die Kinder und Jugendlichen, die allen anderen Nutzern die Netze finanzieren, jedenfalls die mobilen. Ich finde es einfach ätzend, auf diesen Kundenkreis, von dem wir letztlich alle profitieren, derart herabzuschauen.
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Re: Mobiles Internet: Deutschland = Entwicklungsland

Beitragvon Audi » Di 25. Sep 2018, 14:45

Raskolnikof hat geschrieben:(25 Sep 2018, 14:41)

Ach komm, es sind wirklich wenige Unternehmen, die das schnellste Internet der Welt benötigen. In meinem Heimatort befindet sich der größte Holzbaubetrieb im Umland. Er besitzt die leistungsfähigste CNC-Abbundstraße für den Lohnabbund und beliefert viele Bauunternehmen mit z.B. fertigen Dachstühlen oder errichtet diese selbst. Zudem stellt er Wohnhäuser in Holzrahmenbauweise her.
Internet? Ja sicher, 16 MBit/s Anschluss. Mehr war da bis vor zwei Jahren nicht möglich. Das hatte bis dahin aber gereicht. Es gab da keine Engpässe. Erst als das Gewerbe- und angrenzende Wohngebiet ausgebaut wurde und die Bandbreite des Standard-DSL-Anschlusses in den Keller ging hatte sich der Unternehmer entschlossen auf den dann angebotenen VDSL-Anschluss mit 100 MBit/s umzustellen.
Wohlgemerkt: Die 16 MBit/s des alten Anschlusses hätten ihm gereicht, wenn denn die 16MBit/s auch tatsächlich ständig zur Verfügung gestanden hätten.

Ja ich weiß, für Online-Zocker ist das natürlich nichts. Die wollen noch mehr, auch wenns nicht nötig ist. Das ist ja auch mein Reden. Schließlich sind es die Kinder und Jugendlichen, die allen anderen Nutzern die Netze finanzieren, jedenfalls die mobilen. Ich finde es einfach ätzend, auf diesen Kundenkreis, von dem wir letztlich alle profitieren, derart herabzuschauen.

Wenn man Cloud basiert arbeitet reicht eine 16 mbit nicht
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Tom Bombadil
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Re: Mobiles Internet: Deutschland = Entwicklungsland

Beitragvon Tom Bombadil » Di 25. Sep 2018, 19:23

Raskolnikof hat geschrieben:(25 Sep 2018, 14:41)

Ach komm, es sind wirklich wenige Unternehmen, die das schnellste Internet der Welt benötigen.

Na, das wird "meinen" Maschbauer sicher sehr trösten...
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Raskolnikof
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Re: Mobiles Internet: Deutschland = Entwicklungsland

Beitragvon Raskolnikof » Di 25. Sep 2018, 19:27

Sag ich doch! :)
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Re: Mobiles Internet: Deutschland = Entwicklungsland

Beitragvon jack000 » Di 25. Sep 2018, 19:38

Die ganze Diskussion über "5G bis in den letzten Zipfel" und "Glasfaser überall" ist sinnlos, weil kurzfristig nicht umsetzbar und wir sind hier nicht bei "Wünsch dir was".
=> Wir müssen erstmal die realen Lücken schließen, die bedeuten dass Löcher und Edge verschwinden und wenigstens 3G überall (außer im tiefsten Wald) vorhanden ist und das mindestens 16 MBit/s DSL überall verfügbar ist!
=> Ich habe mal DSL-Verfügbarkeit in der Pampa auf den Homepages der Anbieter prüfen lassen und festgestellt das der "worst Case" eine 16er Leitung DSL ist, die aber 5€ mehr kostet weil zusätzliche Infrastruktur genutzt werden muss aber damit sollte man leben können
=> Für Firmen in der Pampa die (aus welchen Grund auch immer) höhere Übertragungsraten benötigen kann man individuelle Lösungen finden

Daher:
=> Schließen wir doch erstmal die Masse an Lücken und Edge bevor Visionen gefolgt wird die sowieso in absehbarer Zeit keine Chance auf Umsetzung haben!

Ich habe im Hauptbahnhof Stuttgart bei der U-Bahn keinen Empfang für Internet überhaupt, daher reden wir hier über Luxusprobleme!
Es wird sogar nicht mehr im PF geleugnet: "Ja die Gewalt gegen Frauen hat bedingt durch Zuwanderung zugenommen, und jetzt?"
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Re: Mobiles Internet: Deutschland = Entwicklungsland

Beitragvon Ein Terraner » Di 25. Sep 2018, 19:42

jack000 hat geschrieben:(25 Sep 2018, 20:38)

Die ganze Diskussion über "5G bis in den letzten Zipfel" und "Glasfaser überall" ist sinnlos, weil kurzfristig nicht umsetzbar und wir sind hier nicht bei "Wünsch dir was".
=> Wir müssen erstmal die realen Lücken schließen, die bedeuten dass Löcher und Edge verschwinden und wenigstens 3G überall (außer im tiefsten Wald) vorhanden ist und das mindestens 16 MBit/s DSL überall verfügbar ist!
=> Ich habe mal DSL-Verfügbarkeit in der Pampa auf den Homepages der Anbieter prüfen lassen und festgestellt das der "worst Case" eine 16er Leitung DSL ist, die aber 5€ mehr kostet weil zusätzliche Infrastruktur genutzt werden muss aber damit sollte man leben können
=> Für Firmen in der Pampa die (aus welchen Grund auch immer) höhere Übertragungsraten benötigen kann man individuelle Lösungen finden

Daher:
=> Schließen wir doch erstmal die Masse an Lücken und Edge bevor Visionen gefolgt wird die sowieso in absehbarer Zeit keine Chance auf Umsetzung haben!

Ich habe im Hauptbahnhof Stuttgart bei der U-Bahn keinen Empfang für Internet überhaupt, daher reden wir hier über Luxusprobleme!

Wäre aber Sinnvoll die Lücken gleich mit neuer Technologie zu stopfen und nicht erst das alte Zeug weiter zu verbauen.
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Re: Mobiles Internet: Deutschland = Entwicklungsland

Beitragvon H2O » Di 25. Sep 2018, 19:47

Ich vermute einmal, daß Tom Bombadil einen großen Maschinenbauer im Blick hat, der mit einer eigenen Abteilung CAD-Daten bis hin zu Steuerdaten für numerisch gesteuerte Werkzeugmaschinen an seine Zulieferer verschickt.

Der "Holzwurm" kann dieses Geschäft an seinem Ort abwickeln mit seinem Hausnetz an seinen CAD-Stationen und seinen numerisch gesteuerten Sägen und Fräsen. Sicher eine sehr anspruchsvolle Angelegenheit ohne ausgelagerte Zulieferbetriebe für gefertigte Teile. Aber der Holzwurm braucht Internet mehr für die e-mail und sein Rechnungswesen, vielleicht auch die Lohnbuchhaltung als ausgelagerte Leistung.
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Re: Mobiles Internet: Deutschland = Entwicklungsland

Beitragvon el loco » Di 25. Sep 2018, 19:56

H2O hat geschrieben:(25 Sep 2018, 20:47)

Ich vermute einmal, daß Tom Bombadil einen großen Maschinenbauer im Blick hat, der mit einer eigenen Abteilung CAD-Daten bis hin zu Steuerdaten für numerisch gesteuerte Werkzeugmaschinen an seine Zulieferer verschickt.

Der "Holzwurm" kann dieses Geschäft an seinem Ort abwickeln mit seinem Hausnetz an seinen CAD-Stationen und seinen numerisch gesteuerten Sägen und Fräsen. Sicher eine sehr anspruchsvolle Angelegenheit ohne ausgelagerte Zulieferbetriebe für gefertigte Teile. Aber der Holzwurm braucht Internet mehr für die e-mail und sein Rechnungswesen, vielleicht auch die Lohnbuchhaltung als ausgelagerte Leistung.

Architektur- und Designbüros, Ingenieurbüros überall wo CAD zum Einsatz kommt, benötigt man richtig schnelles Internet. Das kann auch ein selbstständiger Tragwerksplaner auf dem Land sein, auch der braucht schnelles Internet und als
Steuerzahler hat er auch den Anspruch darauf.
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Re: Mobiles Internet: Deutschland = Entwicklungsland

Beitragvon H2O » Di 25. Sep 2018, 20:08

el loco hat geschrieben:(25 Sep 2018, 20:56)

Architektur- und Designbüros, Ingenieurbüros überall wo CAD zum Einsatz kommt, benötigt man richtig schnelles Internet. Das kann auch ein selbstständiger Tragwerksplaner auf dem Land sein, auch der braucht schnelles Internet und als
Steuerzahler hat er auch den Anspruch darauf.


Ja, das ist ein zu sehen. Im Grunde ist es auch widersinnig, eine im wesentlichen geistige Leistung Tag für Tag in einem Industriegebiet und innerhalb eines Fertigungsbetriebs zu erbringen. Man kann sich sogar vorstellen, daß Leute zu Hause über Internet zu Teams verbunden sind, die den Fertigungsbereich mit Daten versorgen. Angesichts der heute notwendigen Pendelverkehre zwischen Arbeitsplatz und Wohnung wäre eine solche Lösung doch ein wirklicher Segen für alle Beteiligten.
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Re: Mobiles Internet: Deutschland = Entwicklungsland

Beitragvon KarlRanseier » Mi 26. Sep 2018, 07:52

Teeernte hat geschrieben:(25 Sep 2018, 11:49)

Es gibt Leute, die verdienen mit dem Internet ihr Geld.

Tunnel ist SICHERHEITSVERSORGUNG.....da MUSS das Netz gehen !

Sicher gibt es UNTERSCHIEDE in der Qualität des Netzes..... dafür ist es dann "billiger" ...

Der Notruf MUSS aber in der Fläche überall gehen. Meine Meinung. (Jaaaa...nicht in JEDEM Keller)

Marktwirtschaft ist ja schön - wenn aber der REGULIERER (Staat) die Ausbau der Sicherheit unterbindet - ist das schon "sträflich".

Es sollte - wie beim Strom - einen Grundversorger geben - der die Verbindung in dem Gebiet sicherstellen MUSS.



Das mit der "Sicherheitsversorgung" halte ich für vorgeschoben. Das Risiko, in einem Tunnel zu Schaden zu kommen, weil es
dort kein Netz gibt, ist doch wohl eher theoretischer Natur, und man darf getrost bezweifeln, dass das überhaupt schon ein
einziges Mal in Deutschland passiert ist.

Da verhält es sich ähnlich wie bei dem Paternosterverbot. Sicher, ein gehbehinderter Blinder, der sturzbesoffen einen Paternoster
nutzen will, geht damit ein erhebliches Risiko ein, das tut er allerdings auch, wenn er die Treppe nutzt. Jedes Jahr brechen sich
in der EU bei der Treppennutzung Menschen den Hals, aber noch niemand hat ein generelles Treppenverbot gefordert, obwohl
das technisch durchaus umsetzbar wäre. Der Sicherheitsgedanke ist halt immer äußerst selektiv, die wahren Gefahren werden
ausgeblendet, vermutlich zur Ablenkung.

Wer das Risiko liebt, der lässt sich in einem deutschen Krankenhaus operieren. Das Risiko, sich dort mit MRSA zu infizieren,
einem Keim, den man in entwickelten Ländern längst im Griff hat, und dann für den Rest seines Lebens nur noch ein einziges
Problem zu haben, ist absolut real, aber darüber spricht man nicht, weil die Lösung dieses Problems mit Kosten verbunden
wäre und nicht irgendwelchen Amigos Millionen oder Milliarden in die Kassen spülen würde... :rolleyes:
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Re: Mobiles Internet: Deutschland = Entwicklungsland

Beitragvon KarlRanseier » Mi 26. Sep 2018, 07:54

el loco hat geschrieben:(25 Sep 2018, 20:56)

Architektur- und Designbüros, Ingenieurbüros überall wo CAD zum Einsatz kommt, benötigt man richtig schnelles Internet. Das kann auch ein selbstständiger Tragwerksplaner auf dem Land sein, auch der braucht schnelles Internet und als
Steuerzahler hat er auch den Anspruch darauf.



Wieso hat er einen Anspruch darauf? Hat ein Grundschüler auch einen Anspruch darauf, dass direkt vor seiner Haustür eine Grundschule steht?

Und hat ein Arbeitnehmer auch einen Anspruch darauf, zuhause arbeiten zu können, oder darf man ihm, im Gegensatz zum Selbständigen, zumuten, jeden Tag seine trägen alten Knochen in Bewegung setzen zu müssen, um an seinen Arbeitsplatz zu gelangen? :?:
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Re: Mobiles Internet: Deutschland = Entwicklungsland

Beitragvon H2O » Mi 26. Sep 2018, 08:33

KarlRanseier hat geschrieben:(26 Sep 2018, 08:54)

Wieso hat er einen Anspruch darauf? Hat ein Grundschüler auch einen Anspruch darauf, dass direkt vor seiner Haustür eine Grundschule steht?

Und hat ein Arbeitnehmer auch einen Anspruch darauf, zuhause arbeiten zu können, oder darf man ihm, im Gegensatz zum Selbständigen, zumuten, jeden Tag seine trägen alten Knochen in Bewegung setzen zu müssen, um an seinen Arbeitsplatz zu gelangen? :?:

Gottlob ist unser Staat in der Sache doch einsichtiger; so etwas steht sogar im Regierungsprogramm!
Zuletzt geändert von H2O am Mi 26. Sep 2018, 08:42, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Mobiles Internet: Deutschland = Entwicklungsland

Beitragvon KarlRanseier » Mi 26. Sep 2018, 08:38

H2O hat geschrieben:(26 Sep 2018, 09:33)

Gottlob ist unser Staat in der Sache doch einsichtiger!



Der Staat ist das Machtinstrument der herrschenden Klasse. Deshalb ist das wenig verwunderlich.

So weit wie die Franzosen vor gut 200 Jahren ("Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit") sind wir noch lange nicht. :(
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Re: Mobiles Internet: Deutschland = Entwicklungsland

Beitragvon Ein Terraner » Mi 26. Sep 2018, 08:40

KarlRanseier hat geschrieben:(26 Sep 2018, 08:54)

Wieso hat er einen Anspruch darauf? Hat ein Grundschüler auch einen Anspruch darauf, dass direkt vor seiner Haustür eine Grundschule steht?

Und hat ein Arbeitnehmer auch einen Anspruch darauf, zuhause arbeiten zu können, oder darf man ihm, im Gegensatz zum Selbständigen, zumuten, jeden Tag seine trägen alten Knochen in Bewegung setzen zu müssen, um an seinen Arbeitsplatz zu gelangen? :?:


Wieso bist du so vehement gegen Fortschritt und Ausbau unsere Digitalen Infrastruktur, was hat die dir getan ?
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Re: Mobiles Internet: Deutschland = Entwicklungsland

Beitragvon H2O » Mi 26. Sep 2018, 08:45

KarlRanseier hat geschrieben:(26 Sep 2018, 09:38)

Der Staat ist das Machtinstrument der herrschenden Klasse. Deshalb ist das wenig verwunderlich.

So weit wie die Franzosen vor gut 200 Jahren ("Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit") sind wir noch lange nicht. :(


Deshalb ist in französischen Blättern gelegentlich vom Modell Deutschland die Rede. Manchen Franzosen geht dieses Gerede geradezu auf die Nerven!
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Re: Mobiles Internet: Deutschland = Entwicklungsland

Beitragvon KarlRanseier » Mi 26. Sep 2018, 08:48

Ein Terraner hat geschrieben:(26 Sep 2018, 09:40)

Wieso bist du so vehement gegen Fortschritt und Ausbau unsere Digitalen Infrastruktur, was hat die dir getan ?



Ich bin nicht generell gegen Fortschritt, nur die ganze Hysterie ist nicht nachvollziehbar.
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Re: Mobiles Internet: Deutschland = Entwicklungsland

Beitragvon KarlRanseier » Mi 26. Sep 2018, 08:51

H2O hat geschrieben:(26 Sep 2018, 09:45)

Deshalb ist in französischen Blättern gelegentlich vom Modell Deutschland die Rede. Manchen Franzosen geht dieses Gerede geradezu auf die Nerven!



https://www.youtube.com/watch?v=Yi5RoPjPCjE

Vive la France! Mögen sich deutsche Freiheitsgegner und Besitzstandswahrer vor Wut an der Tischkante die Zähne ausbeißen! :D

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