Bye-bye Biene Maja: die Insekten verschwinden aus Deutschland

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Maikel
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Re: Bye-bye Biene Maja: die Insekten verschwinden aus Deutschland

Beitragvon Maikel » Sa 21. Okt 2017, 08:26

Cat with a whip hat geschrieben:(20 Oct 2017, 20:07) die Studie die im TAZ-Artikel erwähnt wird ist ja repräsentativ für ganz Deutschland.

Da lese ich anderes, auch zu dieser Studie (https://www.heise.de/tp/features/Vogel-und-Insektensterben-Die-industrielle-Landwirtschaft-als-Quelle-des-Uebels-3866377.html:
"Die Fallen waren in 63 unterschiedlichen (Natur-)Schutzgebieten in Nordrhein-Westfalen (57), Rheinland-Pfalz (1) und Brandenburg (5) aufgestellt."
Fast alle Fallen standen also in einem einzigen Bundesland, NRW. Das kann nicht repräsentativ für ganz D sein.

außerdem heißt es dort:
"Die in standardisierten Malaise-Fallen aufgefangenen Insekten wurden im Durchschnitt jeden elften Tag eingesammelt. Wichtig ist, dass in 39 Standorten nur in einem Jahr gesammelt wurde, bei 20 Standorten in zwei Jahren, in 5 Standorten während drei Jahren und in einem Standort vier Jahre lang.
Die Studie verfolgte also nicht die Entwicklung des Bestands von Insekten an 63 Standorten über 27 Jahre lang, in dem sie Jahr für Jahr die Anzahl der an den immer selben Standorten gefangenen Insekten miteinander verglich.
"

Wer wissenschaftliche Belege leugnen will kann es ja leugnen.
Soweit es wissenschaftliche Belege sind, gibt es nix zu leugnen.
Ich hinterfrage kritisch die Interpretation von Indizien. Auch wenn diese mit wissenschaftlichen Methoden ermittelt wurden, bleiben es Indizien.
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Cat with a whip
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Re: Bye-bye Biene Maja: die Insekten verschwinden aus Deutschland

Beitragvon Cat with a whip » Sa 21. Okt 2017, 08:42

Boracay hat geschrieben:(21 Oct 2017, 08:04)

Dafür gibt es eine simple Erklärung die du auch auf Wikipedia unter "Insektensterben" findest. Viel viel bessere Aerodynamik.

Meine Autos die ich fahre haben keine viel bessere Aeordynamik. Und trotzdem ist der Befund da.
Es gibt auch noch andere Erklärungen wie selektive Wahrnehmung. Ich könnte mich mich nur selektiv an die jahre in denen es viele Inbsekten gab erinnern weil mir das als lästig und über Putzaktionen in Erinnerung blieb und mir blieben die Jahre weniger in Erinnerung in denen ich kaum Insekten wegzuputzen hatte. So funktioniert das mit unserer trügerischen Wahrnehmung.

Daher ist der Hinweis mit den Fliegen auf den Autos auch kein wissenschaftlicher Beleg und auch gar nicht nötig.


DENN: ->>> Es ist davon unabhängig flächeendeckend der Insektenschwund belegt. Und zwar über lange Zeitreihen hinweg mit standardisierten Methoden.

Dieser gewichtige und entscheidende Umstand Ist aber Zeitgenossen die sich nicht für Wissenschaft interessieren nicht so wichtig. Die meinen dass ihre ideologische Meinung stärker wiegt als wissenschaftlich gesichertes Wissen. Die findet man dann meisstens auch bei Verschwörungstheoretischen Zirkeln, Klimawandelleugnern, Trumpwählern und Pegidaspazierern wieder.
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Re: Bye-bye Biene Maja: die Insekten verschwinden aus Deutschland

Beitragvon Welfenprinz » Sa 21. Okt 2017, 09:09

Cat with a whip hat geschrieben:(21 Oct 2017, 09:42)



Daher ist der Hinweis mit den Fliegen auf den Autos auch kein wissenschaftlicher Beleg und auch gar nicht nötig.


,



Danke. ;)
Es gibt ja auch Leute,die auf grund ihrer individuellen Wahrnehmung gesichert davon ausgehen ,dass Deutschland in Kriminalität und Islamisierung versinkt.
Das ist das Niveau der Autoscheibe,sollte sich jeder mal vor Augen halten.

So,jetzt mal was anderes. ;)
Die landwirtschaftliche Nutzfläche ist im Untersuchungszeitraum von ca 20 Mio ha auf 15 Mio ha gesunken,ca 25%. Mehr geworden sind Siedlungs-und Gewerbeflächen und Verkehr. Und wir haben soviel Naturschutzflächen wie noch nie.

Wo sollte man also bei der Ursachenforschung ansetzen? ;)
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Re: Bye-bye Biene Maja: die Insekten verschwinden aus Deutschland

Beitragvon Cat with a whip » Sa 21. Okt 2017, 09:17

Maikel hat geschrieben:(21 Oct 2017, 09:26)

Da lese ich anderes,

Klar, sie zitieren nur Teilweise die halbe Aussage des Heise-Artikels. Dass der Heise-Artikel sehr wohl im nächsten Absatz von einen Ganzzeitmonitoring spricht, das haben sie wegfallen lassen damit sie ihr albernes Lügenmärchen aufrechterhalten können.

Ausserdem ist der von ihnen zitierte Teil mit dem sie die Aussagekraft der Studie meinen anzweifeln zu können falsch. Denn es wurde auch an gleichen Standorten Messungen mit Zeitstpannen von 20 Jahren getätigt.

So kanns gehen wenn man wie sie Lügner darauf angewiesen ist selektiv Halbwahrheiten heruaszupicken um die vorgefasste Meinung scheinbar zu "belegen".

Agrarökologe Prof. Tscharntke heute im Interview der FAZ
FAZ: Die Insekten in deutschen Schutzgebieten sind seit 1990 rund 75 Prozent weniger geworden. Für wie bedeutend halten Sie die Studie, die dies zutage brachte?

Tscharntke: Für sehr bedeutend. Sie ist viel umfangreicher als vorherige Studien. Und sie dokumentiert für mehrere Gebiete auch Messungen am selben Ort, die rund 20 Jahre auseinander liegen. Diskussionen über das Insektensterben gibt es zwar schon länger, aber die Behauptung war statistisch nicht haltbar.

http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/a ... ageIndex_0
Zuletzt geändert von Cat with a whip am Sa 21. Okt 2017, 09:21, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Bye-bye Biene Maja: die Insekten verschwinden aus Deutschland

Beitragvon yogi61 » Sa 21. Okt 2017, 09:20

Weniger Fliegen auf den Windschutzscheiben bedeute auch Einbussen für die Betreiber von Waschanlagen. Aber es stimmt schon, ich meine subjektiv auch wahrzunehemn, dass es weniger Insekten gibt. Ich hatte mir Ende Mai bei Woolworth eine neue Elektro-Klatsche besorgt, die kam auf dem Balkon kaum zum Einsatz. Als ich von der angeblich bevorstehenden Mückenplage gehört habe, habe ich höchst selbst ein Vergasungsmittel aus Chrysanthemumsäure für den Elektroverdampfer hergestellt, aber die Mücken kamen irgendwie nicht. Vielleicht kann ich das im nächsten Jahr testen.
Two unique places, one heart
https://www.youtube.com/watch?v=Ca9jtQhnjek
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Re: Bye-bye Biene Maja: die Insekten verschwinden aus Deutschland

Beitragvon Cat with a whip » Sa 21. Okt 2017, 09:30

Hier nochmal das Interview mit Professor Teja Tscharntke in der FAZ mit den interessanten Auszügen:
http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/a ... ageIndex_0


Wie schädlich ist die Landwirtschaft für die Insekten?

Die Studie bezieht sich zwar nur auf Schutzgebiete und ist bezüglich der Ursachen zurückhaltend. Aber Schutzgebiete sind nicht losgelöst vom Umfeld. Viele Arten fliegen raus in die umgebenden Agrarlandschaften und nutzen deren Ressourcen als Futter. Das Problem ist die zunehmende Vorherrschaft von Monokulturen, wir sprechen von ausgeräumten Landschaften, in denen Landschaftselemente wie Brachen, Hecken oder breite Feldränder fehlen. Stattdessen werden Mais-, Raps- oder Weizenfelder immer größer.

Wieso schwinden die Insektenbestände ausgerechnet in den Schutzgebieten?

Die einzige plausible Erklärung, die mir einfällt, ist der landwirtschaftliche Strukturwandel. Und zwar deshalb: Nach extremen Wetterereignissen wie langem Frost oder Hitzeperioden können die Populationen von Insekten sehr klein werden. Es gibt entsprechend große Schwankungen. Danach braucht es eine Wiederbesiedelung von außen. Unsere Naturschutzgebiete liegen aber oft wie Inseln inmitten ausgeräumter Landschaften, so dass von außen keine Wiederbesiedlung stattfindet. In einer solchen Situation herrschen die Aussterbungsprozesse vor.


Und warum genau sind die Ackerflächen so artenarm geworden?

Es gibt eigentlich 270 Ackerpflanzenarten bei uns, faktisch findet man nur noch ein Dutzend auf einem Acker. Darunter sind viele, die resistent sind gegen Herbizide, etwa der Ackerfuchsschwanz. Die Überdüngung mit Stickstoff führt zu einer Verringerung der Pflanzenvielfalt. Es setzen sich wenige, besonders konkurrenzfähige Arten durch, was vor allem auf den stark überdüngten Wiesen und Weiden auffällt. Sie bestehen nur noch aus 10 bis 15 Pflanzenarten pro Hektar, dabei könnten es Dutzende sein. Die Überdüngung hat dramatische Folgen für Böden, Luft, Wasser – auf 70 bis 320 Milliarden Euro im Jahr schätzt die EU die Folgekosten der Stickstoffverluste in Europa.


Steht Glyphosat auch im Zusammenhang mit dem Insektensterben?

Dieses Herbizid wird in großem Stil eingesetzt und trägt zu dem starken Rückgang von Pflanzenarten bei. Da der Insektenreichtum auf eine vielfältige Pflanzenwelt angewiesen ist, trägt Glyphosat auch zum Rückgang der Insekten bei.


Und die Neonikotinoide?

Ja. Sie töten Insekten sehr effektiv, verändern aber auch deren Verhalten. Es gibt viele Beispiele: Die Bestäubungsleistung der Bienen geht zurück, Honigbienen finden ihre Völker nicht mehr, Hummeln zeugen weniger Königinnen für das kommende Jahr, Blattkäfer finden keine Partner mehr

Welche Rolle spielt der Strukturwandel, die immer größeren Felder?

Der Pflug spielt eine Rolle, die immer größeren Felder, die Beseitigung aller störenden Randstrukturen. Wir haben in einer Studie Niedersachsen, wo die Äcker 3 Hektar groß sind im Schnitt, verglichen mit Thüringen, wo sie 20 Hektar groß sind. Das Ergebnis: Kleine Felder fördern die Artenvielfalt genauso stark wie bei einer Umstellung von konventioneller auf organische Bewirtschaftung.


Es gibt doch seit Jahren das Greening – EU-Vorgaben für Randstreifen?

Das wurde auf Druck der Bauernverbände so stark aufgeweicht, dass von der eigentlichen Idee der Feldrandstreifen und anderer ökologischer Vorrangflächen auf 5 Prozent der Landwirtschaft kaum etwas geblieben ist. Die Bauern dürfen Zwischenfrüchte wie Senf als Greening-Maßnahme angeben, und man darf dort Pestizide sprühen.


Welche Rolle spielt der zunehmende Energiepflanzenanbau für die Stromerzeugung, vor allem der von Mais?

Maiskulturen sind sehr artenarm und besonders unwirtlich.
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Re: Bye-bye Biene Maja: die Insekten verschwinden aus Deutschland

Beitragvon Welfenprinz » Sa 21. Okt 2017, 09:48

Du hast selber die drei links zur Lichtverschmutzung gesetzt.
Kannst du diese Aussage
“Die einzige plausible Erklärung, die mir einfällt, ist der landwirtschaftliche Strukturwandel.“

unreflektiert stehen lassen?

Die von dir zitierten Aussagen sind nicht falsch,besonders die Grossräumigkeit der Nutzflächen betreffend.
Aber ist das Phänomen “Insektensterben“ damit erklärbar?

Wer überprüft eigentlich Konzeption und Anlage des Naturschutzes?
Gibt es niemanden zu denken,dass in allen NSGs der Rückgang so drastisch ausfällt??
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Re: Bye-bye Biene Maja: die Insekten verschwinden aus Deutschland

Beitragvon Cat with a whip » Sa 21. Okt 2017, 10:23

Welfenprinz hat geschrieben:(21 Oct 2017, 10:48)

Du hast selber die drei links zur Lichtverschmutzung gesetzt.
Kannst du diese Aussage
“Die einzige plausible Erklärung, die mir einfällt, ist der landwirtschaftliche Strukturwandel.“

unreflektiert stehen lassen?

Die von dir zitierten Aussagen sind nicht falsch,besonders die Grossräumigkeit der Nutzflächen betreffend.
Aber ist das Phänomen “Insektensterben“ damit erklärbar?

Wer überprüft eigentlich Konzeption und Anlage des Naturschutzes?
Gibt es niemanden zu denken,dass in allen NSGs der Rückgang so drastisch ausfällt??


Möglicherweise ist sie ihm nicht eingefallen oder er erachtet sie für die Erklärung des Gesamtphänomens als nicht hinreichend oder bedeutsam genug. Müssen sie ihn selbst fragen. Jedenfalls wird Lichtverschmutzung als Teilursache diskutiert.

Doch, es gibt ja vielen Leuten zu denken dass der Insektenschwund so drastisch ausfällt. Nur eben nicht allen. Diejenigen die derzeit davon am meisten als Verursacher unter Verdacht stehen möchten, wie zu erwarten war, wenig davon wissen.

Derzeit ist die Landwirtschaft als Hauptverursacher neben anderen mit guten Begründungen im Visier. Gefällt deren Lobbyisten natürlich nicht. Die rufen derzeit nach weiteren Studien um die Sache wegzuwischen.
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Re: Bye-bye Biene Maja: die Insekten verschwinden aus Deutschland

Beitragvon Welfenprinz » Sa 21. Okt 2017, 11:28

Was nicht gefällt, ist die Alleinschuldzuschreibung für etwas,das alle angeht. ;)

Mein Verweis auf die Flächennutzung in Deutschland war nicht zum reinwaschen gedacht.
Die Diskussion,auch bei anderen Themen,ist teilweise absurd,wenn dem im Umfang sinkenden Einflussfaktor steigende Wirkung zugeschrieben wird.

Im Drumherum um die ersten Veröffentlichungen im Juli hab ich gelesen,dass “Insekten zählen“ in der Forschung tatsächlich ein wenig existentes Feld ist(tatsächlich wohl auch wegen der Schwierigkeiten der Durchführung). Deswegen stösst die Arbeit der Krefelder Hobbyentomologen auch auf solches Interesse .
Man muss also auch konstatieren,dass sowohl bei der Erfassung als auch bei der Ursachenforschung die Unklarheit überwiegt(Autofrontschutzscheibenforscher mal ausgenommen).
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Re: Bye-bye Biene Maja: die Insekten verschwinden aus Deutschland

Beitragvon immernoch_ratlos » Sa 21. Okt 2017, 11:50

Cat with a whip hat geschrieben:Die Geschichte mit den deutlich weniger zerklatschten Insekten an der Autofront fällt so gut wie allen auf die schon länger Auto fahren.
In den Neunzigern hatte man nach langen Autofahrten im Sommer regelmässig die Insekten wegzuputzen. Mittlerweile muss man fast gar nicht mehr putzen.

Und die Autofahrer bewegen sich nicht in Naturschutzgebieten. Aber selbst der Hinweis wäre gar nicht nötig, die Studie die im TAZ-Artikel erwähnt wird ist ja repräsentativ für ganz Deutschland. Wer wissenschaftliche Belege leugnen will kann es ja leugnen. Er kann auch wirre Gedanken konstruieren die hinten und vorne nicht zusammen passen und mit der Realität nichts zu tun haben. Der hat halt dann keine Basis für eine Meinung.
Wer das bestreitet, mag ja in einer der wenigen Enklaven leben, die aus bestimmten Gründen von einem flächendeckenden Phänomen ausgenommen scheinen.

Mein Führerschein stammt von 1967 - ist also 50 Jahre alt und wurde die meiste Zeit "wohlgenutzt" - einige Jahre davon im Ausland - "Irak", Saudi Arabien, Oman und südliches Afrika.

Nun könnte ich eines der Länder und das dortige Insektensterben auf meinen Windschutzscheiben und sonstigen Karosserieteilen zum "Weltmaßstab" machen. Welch ein Unsinn ! Ja, in manchen Gegenden gab es deutlich weniger Insekten. Etwas, was sich sehr einfach mit den Örtlichkeiten (gern auch wissenschaftlich nachprüfbar) erklären lässt.

Fakt ist, in D hat dieses Phänomen radikal abgenommen. Gestern bei einer (2mal) ca. halbstündigen Fahrt durch einen Teil des Rheingaus, habe ich kein einziges Insekt auf meiner Scheibe vorgefunden. Das die noch vorhandenen von anderen Fahrzeugen "zu meinem Vorteil" weggekillt wurden, ist als Argument an Lächerlichkeit kaum zu überbieten.

Nun eine einzige Ausfahrt aus Beweis - wäre mindestens so blödsinnig. Doch außer den Spuren unseres lokalen Marders, der über meine Scheibe turnt, habe ich wenig zu reinigen. Obwohl ich mich bei allen Fahrten meist im ländlichen Raum bewege. Teilweise entlang von Naturschutzgebieten - unterschiedlich geschützten Rheinauen. Logisch, dabei bewege ich mich innerhalb von landwirtschaftlich genutzten Flächen - vom pflanzlichen Standpunkt her, in unterschiedlichen, flächendeckenden Monokulturen. Die über die Jahre die meisten "Inseln" mit "Wildwuchs" (kleine Gehölze) wurden mehr oder weniger gezielt beseitigt. Durchaus aus Sicht der Landwirte verständlich, Laubfall und Beschattung tragen nicht eben zu "homogenen" Ernteergebnissen bei. Inzwischen werden gezielt solche Gehölze geschützt. Womöglich eine zu späte Erkenntnis. Der minimale Flickenteppich - zwischen modernen Anbaumethoden - bringt offensichtlich keinen Erfolg in Hinsicht von Biodiversität.

Wer nur EINEN Aspekt herausgreift, wird immer jemanden finden, der "berechtigte Zweifel" anführt. Die "Wirkkette" besteht aber aus unterschiedlichen Formen der Beeinträchtigung. Diese "Suppe" mit unterschiedlichen Ingredienzen zeigt aber dennoch, es gibt einen sehr dramatischen Rückgang von Insekten aller Art. Bleibt für die "Gesundbeter" unter uns, nur noch das übliche Mittel, diese Befunde anzugreifen oder als für "nicht wissenschaftlich" zu erklären. Meist ohne die geringsten Kenntnisse wissenschaftlicher Methodik. Einfach mal so - "relative Wahrheiten" eben.

Dabei könnte man gerade aus erfolgreichen Veränderungen lernen. Leider nutzen einige gerade diese Aspekte als "Argument". Darunter das gern genommene - der Wald müsse inzwischen ja tot sein, hätte das Waldsterben tatsächlich stattgefunden. Eine sowohl dumme und zugleich perfide Methode eine geglückte Maßnahme - deren Notwendigkeit genau diese "Spezialisten" zuvor vehement abgestritten hatten - hat diese Katastrophe erfolgreich eingedämmt (erledigt ist das Problem immer noch nicht). Ich kann mich noch sehr gut an die "Luft" in einer rheinischen Doppelstadt meiner Jugend erinnern. Chinesische Verhältnisse - lediglich die Zusammensetzung aller Chemikalien war anders. Nun inzwischen ist die sichtbare Verschmutzung verschwunden. Dank einer Gesetzgebung, die Mindeststandards festgelegt hat.

Wie bei allen "kostenpflichtigen Maßnahmen" gilt der Wirtschaftlichkeit die größte Aufmerksamkeit. Das Menetekel "die Wirtschaft könne Schaden nehmen" verhindert eine wirkliches "Anpacken" von Missständen. Gerade soviel, dass die schädliche Wirkung möglichst "unsichtbar" wird, ist die Devise.

Leider entgeht so niemand dem Zusammenwirken von unterschiedlichsten Vorgängen. Der Versuch EINEN Feind, EINE Substanz, EINE Methode als DIE Verantwortliche zu erklären, verhindert die Erkenntnis, es handelt sich um das Resultat von sich gegenseitig verstärkenden Fehlhandlungen. Wichtigster Aspekt - u.U. nicht mehr "heilbar", weil ein (oder mehre) "Umkipp-Punkt(e)" (tipping point) bereits unerkannt überschritten wurde. Die fatale Chance, das dies gleich mehrfach auf unterschiedlichen Gebieten der Fall ist, zeigt u.a. dieser nichtmehr wegzudiskutierende Rückgang von Tieren aller Art und nun der Rückgang von Insekten die ganz sicher ein "Marker" für den Zustand der belebten Umwelt sind.

Mit größter "Freigiebigkeit" entlässt Homo sapiens von ihm geschaffene Substanzen - meist Gifte aller Art. Was bei solchen Studien plötzlich eine riesige Rolle spielt - sie seien "unwissenschaftlich" - "methodisch zweifelhaft bis falsch" - spielt bei der Ausbringung von menschengemachten Substanzen keinerlei Rolle. Wenn überhaupt davor geprüft, dann in einem vergleichsweise geringem, lokal begrenztem Umfang - genau dies, wird später den Methoden der Schadensfeststellung angelastet. Geht es noch perverser :?:

Bei bestimmten wissenschaftlichen Untersuchungen z.B. in der Forensik, versucht man "fremde Einflüsse" strickt zu vermeiden, weil eine Interaktion mir solchen Einflüssen das Ergebnis verfälscht oder völlig unbrauchbar machen würde. Umgekehrt, im Konglomerat "Umwelt" die inzwischen neben den natürlichen Einflüssen, sehr erheblichen menschenverursachten "Einflüssen" ausgesetzt ist, soll EIN Grund gefunden werden, der mit Rücksicht auf "wirtschaftliche Zusammenhänge" kostengünstig beseitigt oder eigentlich nur überdeckt werden soll :?:

Wie erfolgreich aus jeder Sicht - die des Laien - die der beteiligten Wissenschaften - kann ein solches Vorgehen sein :?: Man muss schon bar jeden Verstandes sein, von solch einer Vorgehensweise Erfolg zu erwarten. Faktisch schieben wir das Überleben unseres Spezies immer gerade soviel in die Zukunft, dass die heute lebenden Menschen "irgendwie davon unbelästigt scheinen". Die Rechnung wird von unseren Enkeln bezahlt werden. Nun nicht überall auf der Welt ist das so. "Einige" Milliarden zahlen bereits Heute dafür. Doch solange wir hier nur weniger Insektenleichen auf der Windschutzscheibe vorfinden, ist unsere Welt vollkommen in Ordnung :?: Ist das so :?: Wie blöd oder schlimmer, wie selektiv muss jemand denken, um zu solchen "schönen Ergebnissen" zu gelangen :?:
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Re: Bye-bye Biene Maja: die Insekten verschwinden aus Deutschland

Beitragvon Maikel » Sa 21. Okt 2017, 13:52

Cat with a whip hat geschrieben:(21 Oct 2017, 10:17)Klar, sie zitieren nur Teilweise die halbe Aussage des Heise-Artikels.

Ja, ich habe die für diese Diskussion neuen Fakten zitiert, nicht die bekannten Interpretationen.

So kanns gehen wenn man wie sie Lügner darauf angewiesen ist selektiv Halbwahrheiten heruaszupicken um die vorgefasste Meinung scheinbar zu "belegen".

Danke, gleichfalls.
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Re: Bye-bye Biene Maja: die Insekten verschwinden aus Deutschland

Beitragvon Welfenprinz » Sa 21. Okt 2017, 14:12

Im angegebenen Zeitraum (1990-2015) hat sich die Fläche der NSGs in Deutschland mehr als verdoppelt.

https://www.bfn.de/fileadmin/BfN/gebiet ... it1968.JPG

Sonstige Angaben zur Entwicklung der Flächennutzung

http://www.umweltbundesamt.de/daten/fla ... textpart-1
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Re: Bye-bye Biene Maja: die Insekten verschwinden aus Deutschland

Beitragvon Cat with a whip » Sa 21. Okt 2017, 14:20

Das ist schön, nur nützt das offenbar nichts bei diesem Phänomen des Insektenschwunds. Einige mögliche Gründe wie Zusammenspiel aus räumlich isolierter Stellung der Naturschutzgebiete und intensive Landwirtschaft, und deren Artenarmut wurden oben genannt.
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Re: Bye-bye Biene Maja: die Insekten verschwinden aus Deutschland

Beitragvon Welfenprinz » Sa 21. Okt 2017, 14:32

Schön wäre es,wenn sie ihren Zweck erfüllten und nicht nur zur Geldbeschaffung der Umweltschutzindustrie dienten. ;)

Nun denn.
Im gleichen Zeitraum hat wie gesagt die landwirtschaftliche Fläche abgenommen. Sprich die Beziehung “landwirtschaft -> Insektenbestand“ müsste eigentlich einen steigenden Insektenbestand zur Folge gehabt haben.
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Re: Bye-bye Biene Maja: die Insekten verschwinden aus Deutschland

Beitragvon Cat with a whip » Sa 21. Okt 2017, 14:45

Hat es nicht, die Gründe wurden oben genannt. Die Zusammenhänge sind komplizierter als die reine Gegenüberstellung der Flächen.
Läge es an den obigen Gründen, und es gäbe weiterhin keine nennenswerten Brücken zwischen den Naturschutzgebieten, schmissen die Landwirte weiterhin mit Giften um sich und bestünde die Artenarmut bei den Pflanzen in den Nutzgebieten weiterhin, wird eben die Insektenwelt auf den bestehenden Stresss weiter mit Schwund reagieren, bzw. sich nicht nach schlechten Jahren erholen.
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Re: Bye-bye Biene Maja: die Insekten verschwinden aus Deutschland

Beitragvon Welfenprinz » Sa 21. Okt 2017, 14:56

Dass die Landwirtschaft Einfluss hat ,ist klar.
Da die landwirtschaftliche Fläche rapide abnimmt,sinkt dieser Einfluss permanent.

Wenn sich,was aus den Ergebnissen nicht eindeutig hervorgeht aber angedeutet wird, das Artensterben in den letzten Jahren beschleunigt hat,ist Landwirtschaft keinesfalls der einzige,auf jeden Fall nicht der gewichtigste Faktor.

Man kanns ja auch ein bisschen pervertieren :D
Zurück zumLN-Umfang von 1985 und wir haben wieder mehr Insekten.

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Re: Bye-bye Biene Maja: die Insekten verschwinden aus Deutschland

Beitragvon Cat with a whip » Sa 21. Okt 2017, 15:18

Welfenprinz hat geschrieben:(21 Oct 2017, 15:56)

Wenn sich,was aus den Ergebnissen nicht eindeutig hervorgeht aber angedeutet wird, das Artensterben in den letzten Jahren beschleunigt hat,ist Landwirtschaft keinesfalls der einzige,auf jeden Fall nicht der gewichtigste Faktor.

Das lässt sich leider auch so nicht sagen, da in komplexen, vielschichtigen Beziehungen die Effekte selten streng linear sind. Es kann daher durchaus dennoch die Landwirtschaft der Haupschuldige neben anderen Mitschuldigen sein.
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Re: Bye-bye Biene Maja: die Insekten verschwinden aus Deutschland

Beitragvon Welfenprinz » Sa 21. Okt 2017, 17:18

Cat with a whip hat geschrieben:(21 Oct 2017, 16:18)

Das lässt sich leider auch so nicht sagen, da in komplexen, vielschichtigen Beziehungen die Effekte selten streng linear sind. .


Sowas sind oft Formulierungen mit denen Ratlosigkeit oder Unwissen ausgedrückt wird.
Du bist aber kein Typ fürs schwafeln.

Wie weiter?
Gibt es überhaupt aus der universitären Forschung Ansätze und Überlegungen wie Licht ins Dunkel einer bisher relativ wenig erforschten Sachlage zu bringen ist?
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Re: Bye-bye Biene Maja: die Insekten verschwinden aus Deutschland

Beitragvon frems » Sa 21. Okt 2017, 17:47

Welfenprinz hat geschrieben:(21 Oct 2017, 15:56)
Dass die Landwirtschaft Einfluss hat ,ist klar.
Da die landwirtschaftliche Fläche rapide abnimmt,sinkt dieser Einfluss permanent.

Vielleicht sind heutige Landwirte brutaler, verantwortungsloser und weniger nachhaltig im Umgang mit dem Acker (im Vergleich zu ihren Vorfahren). Zum anderen haben wir ja leider keine Zahlen wie sich bspw. der Insektenbestand von den 50ern bis 90ern entwickelte. Ein schleichender Tod. Und am Ende fällt es den Tätern auf die Füße. Aber heute muss ja jeder Quadratmeter Randstreifen mit viel Kreativität verwertet werden. *grabs popcorn*

Ausgeräumte Landschaften und einige Herbizide schaden Insekten, dabei sind die Tiere wichtig für die Landwirtschaft. Ein Gespräch mit Agrarökologe Teja Tscharntke von der Universität Göttingen zum Insektensterben.

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Es gibt weniger Insekten – wen kümmert's? Nun: Bienen, Wespen, Käfer und Motten sind das Fundament eines gesunden Ökosystems. Wie wir das Sterben stoppen können.

"Es gibt keinen Unterschied zwischen dem Schicksal des Landes und dem Schicksal der Menschen", schrieb der amerikanische Farmer und Dichter Wendell Berry. "Wird eines misshandelt, leidet auch das andere."

http://www.zeit.de/wissen/umwelt/2017-1 ... eutschland

Das große Insektensterben zeigt: Die Industrialisierung der Landwirtschaft muss intelligenter weitergehen, als sie begonnen hat. Und vor allem auch nicht naiv.

http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/i ... 56203.html
Labskaus!

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Re: Bye-bye Biene Maja: die Insekten verschwinden aus Deutschland

Beitragvon Welfenprinz » Sa 21. Okt 2017, 18:24

frems hat geschrieben:(21 Oct 2017, 18:47)

Vielleicht sind heutige Landwirte brutaler,

Fail.
Wenn ich meine Schlagkartei von 1986 öffne,werd ich als Giftmischer aufgehängt. Da haben wir u.a. noch den Dioxinabkömmling Lindan prophylaktisch und ganzflächig eingesetzt.

Zur Einordnung: die jetzt verbotenen Neokotinoide als Beizen waren in der Hinsicht ein bedeutender Fortschritt. Die haben nämlich 3-4 ganzflächige Insektizidbehandlungen durch eine zeitlich und räumliche begrenzte Wirkung am Saatkorn ersetzt.

. Zum anderen haben wir ja leider keine Zahlen wie sich bspw. der Insektenbestand von den 50ern bis 90ern entwickelte.



Der Vorsitzende des Entomologenvereins hat bei der Vorstellung der Zahlen die Schwierigkeiten der Einordnung thematisiert. Es gibt keine Basis,keine Vergleichszahlen, keine Kenntnis über Entwicklungen.
Keine Zusammenhänge.
Darum geht es bei einer Diskussion dieser Ergebnisse,nicht darum sie in Frage zu stellen.

Das darfst du auch mir zugestehen,auch wenn ich Bauer bin. :D
Sterben kann nicht so schlimm sein,sonst würden es nicht so viele tun.
Lt. griinpissstudien stirbt eine Ratte, wenn ihr ein 200l-Fass Glyphosat auf den Kopf fällt.

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