maßnahmen von trump

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Re: maßnahmen von trump

Beitragvon Sole.survivor@web.de » Mi 1. Nov 2017, 18:09

Alter Stubentiger hat geschrieben:(01 Nov 2017, 17:57)

An den Haaren herbeigezogen. Syrien hat Assad verbockt und sonst keiner.

Das ist für die Syrer sicher richtig. Für die US-Politik hätte diese Rebellion samt Niederschlagung genauso gut eine weitere dreckige Story aus einer dreckigen Region sein können, um die sich leider andere kümmern müssen. Das Thema wäre unter zahlreichen Toten relativ schnell vorbei sein können, ohne IS, ohne Russland dauerhaft in der Tür zu haben, ohne die Türkei derart zu belasten. Obarmer hat sich entschieden, dort ein Beispiel zu geben, aber nicht massiv mit Truppen reinzugehen. Kleine Sabotagen, massive Aufrüstung und Ausbildung der Rebellen, große Reden in internationalen Gremien. Dass unter den Assad-Gegnern auch welche waren, die nicht so auf Demokratie und Freiheit setzen, wusste man. Dass diese durch Pech, Fehlentscheidungen und massive Förderung anderer Länder unter den Rebellen schließlich tonangebend wurden, konnte man vorher nur raten, aber nicht absehen. Dass im Machtvakuum Syrien/Irak eine radikal islamische Gruppierung einen schlagkräftigen Verband aufstellt, aus der halben Welt Anhänger rekrutiert und einen Quasistaat aufbaut, ist bitter. Der Treppenwitz ist, dass der Irak mit dem Vorwand angegriffen wurde, mit Al Quaida zu kooperieren und Massenvernichtungswaffen zu bunkern. Die Pointe ist, dass (mutmaßlich durch die Regierung) in Syrien Giftgas zum Einsatz kam und die größte Herausforderung schließlich ihre Wurzeln in einer Abspaltung von Al Quaida hatte. Ohne die Fehlentscheidungen von Bush und Obarmer wären die in Syrien und Irak nie zum Zug gekommen.

Auch nicht so direkt vorhersehbar war die dauerhafte, aufwändige und nachhaltige Unterstützung Assads durch Iran, die Hizbullah und Russland. Mag es beim Iran noch naheliegen, war das Eingreifen Russlands letztlich eine Folge von Entscheidungen auf anderen Konfliktfeldern. Das hat dem Konflikt jede Aussicht genommen, doch noch irgendwie mit einem klaren Sieg auszugehen.

Alles in allem viel Pech, viel unvorhersehbares und viele handwerkliche Fehler machten das Syrienabenteuer für die USA zu einem Reinfall.
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Re: maßnahmen von trump

Beitragvon Raskolnikof » Mi 1. Nov 2017, 18:13

Sole.survivor@web.de hat geschrieben:(01 Nov 2017, 18:09)

Alles in allem viel Pech, viel unvorhersehbares und viele handwerkliche Fehler machten das Syrienabenteuer für die USA zu einem Reinfall.

Mit Reinfällen dieser Art haben die Amis ja Erfahrung. Nur lernen sie leider nichts daraus. :mad:
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Re: maßnahmen von trump

Beitragvon Sole.survivor@web.de » Mi 1. Nov 2017, 18:38

Raskolnikof hat geschrieben:(01 Nov 2017, 18:13)

Mit Reinfällen dieser Art haben die Amis ja Erfahrung. Nur lernen sie leider nichts daraus. :mad:

Naja, die Urfehlentscheidung war sogar sympathisch. Nach den unnötig harten Angriffen auf Proteste, die sogar irgendwie demokratisch aussahen, hat Obarmer die dicke Menschenrecht-Hose angezogen und drastische Konsequenzen gefordert. Und dann aber bei der Eskalation die Nummer weiter getrieben. Ab einem gewissen Punkt konnte er nicht mehr gesichtwahrend wählen, ob er die Regierung stützt (legitim) und ihr wichtige Zusagen abfordert, was Menschenrechte und Anliegen der Opposition angeht, von denen manche ganz nachvollziehbar und sympathisch klangen. Oder mit der Opposition auf einen raschen Umsturz setzt. Am Ende hat er beides nicht bekommen, stattdessen einen Scherbenhaufen und einen Terrorbrutkasten. Da war schon viel Pech dabei, neben den ganzen Fehlern. In den 70ern wäre es noch bezahlbar gewesen, in solche Länder einfach einzumarschieren und kurzen Prozess zu machen. Hat man damals aber meist auch gelassen und die Regierung lieber entweder gekauft oder erpresst, manchmal auch anders ausgetauscht.
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Re: maßnahmen von trump

Beitragvon Alter Stubentiger » Mi 1. Nov 2017, 20:02

Sole.survivor@web.de hat geschrieben:(01 Nov 2017, 18:09)

Das ist für die Syrer sicher richtig. Für die US-Politik hätte diese Rebellion samt Niederschlagung genauso gut eine weitere dreckige Story aus einer dreckigen Region sein können, um die sich leider andere kümmern müssen. Das Thema wäre unter zahlreichen Toten relativ schnell vorbei sein können, ohne IS, ohne Russland dauerhaft in der Tür zu haben, ohne die Türkei derart zu belasten. Obarmer hat sich entschieden, dort ein Beispiel zu geben, aber nicht massiv mit Truppen reinzugehen. Kleine Sabotagen, massive Aufrüstung und Ausbildung der Rebellen, große Reden in internationalen Gremien. Dass unter den Assad-Gegnern auch welche waren, die nicht so auf Demokratie und Freiheit setzen, wusste man. Dass diese durch Pech, Fehlentscheidungen und massive Förderung anderer Länder unter den Rebellen schließlich tonangebend wurden, konnte man vorher nur raten, aber nicht absehen. Dass im Machtvakuum Syrien/Irak eine radikal islamische Gruppierung einen schlagkräftigen Verband aufstellt, aus der halben Welt Anhänger rekrutiert und einen Quasistaat aufbaut, ist bitter. Der Treppenwitz ist, dass der Irak mit dem Vorwand angegriffen wurde, mit Al Quaida zu kooperieren und Massenvernichtungswaffen zu bunkern. Die Pointe ist, dass (mutmaßlich durch die Regierung) in Syrien Giftgas zum Einsatz kam und die größte Herausforderung schließlich ihre Wurzeln in einer Abspaltung von Al Quaida hatte. Ohne die Fehlentscheidungen von Bush und Obarmer wären die in Syrien und Irak nie zum Zug gekommen.

Auch nicht so direkt vorhersehbar war die dauerhafte, aufwändige und nachhaltige Unterstützung Assads durch Iran, die Hizbullah und Russland. Mag es beim Iran noch naheliegen, war das Eingreifen Russlands letztlich eine Folge von Entscheidungen auf anderen Konfliktfeldern. Das hat dem Konflikt jede Aussicht genommen, doch noch irgendwie mit einem klaren Sieg auszugehen.

Alles in allem viel Pech, viel unvorhersehbares und viele handwerkliche Fehler machten das Syrienabenteuer für die USA zu einem Reinfall.


Es gab kein Syrienabenteuer. Alles was du schreibst ist falsch. Eine wilde Verschwörungstheorie. Du wirfst lauter Halbwahrheiten wild durcheinander. Die USA haben die moderate FSA ab 2013 ernsthaft unterstützt/ausgebildet. Da war der Konflikt aber längst im Gange und viele andere Gruppierungen waren am Konflikt beteiligt. Obama hatte zu keinem Zeitpunkt ein Interesse an einem Konflikt in oder mit Syrien. Ein weiterer Krieg im nahen Osten war und ist in den USA höchst unpopulär. Vor allem wollen die US-Bürger keine Bodentruppen in der Region. Darum der Kompromiss mit Luftangriffen.

Russland war und ist in dem Konflikt viel intensiver involviert.
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Re: maßnahmen von trump

Beitragvon zollagent » Mi 1. Nov 2017, 20:06

Loki hat geschrieben:(31 Oct 2017, 14:38)

Und was bitteschön spricht dagegen, beide mutmaßlichen Verbrecher vor ein internationales Gericht zu zerren ??
Den einen wg. Giftgas-Angriffe auf das eigene Volk, den anderen wg. Raketen-Angriffe auf fremdes, ausländisches Territorium!

Schießt Du einem Kinderschänder nach seiner Tat als Nichtpolizist mit einer Schusswaffe ins Bein, wirst auch Du vor Gericht angeklagt werden.

Dagegen spricht, daß es der Despot Assad war, der mit seinen Völkerrechtswidrigen Angriffen mit Massenvernichtungswaffen auf das eigene Volk ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit begangen hat. Und damit, daß man ihm die Waffen dazu aus der Hand geschlagen hat, wurde schlichtweg KEIN Verbrechen begangen. Das Völkerrecht ist schließlich nicht dazu da, Diktatoren und ihre Schergen zu schützen, sondern die Menschen vor diesen Diktatoren.
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Re: maßnahmen von trump

Beitragvon Sole.survivor@web.de » Mi 1. Nov 2017, 20:08

Alter Stubentiger hat geschrieben:(01 Nov 2017, 20:02)
Russland war und ist in dem Konflikt viel intensiver involviert.

Das stimmt. Das ist Teil des Problems. Und deshalb muss Trump jetzt Obarmers Scherbenhaufen auch dort aufsammeln.
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Re: maßnahmen von trump

Beitragvon zollagent » Mi 1. Nov 2017, 20:09

Loki hat geschrieben:(01 Nov 2017, 15:18)

Viel wichtiger - auch in Bezug auf die außenpolitischen Entscheidungen anderer Länder - ist, wie die Welt über diese Art der "Kommunikation" und der Führung von Außenpolitik mit gewaltvollen, militärischen Mitteln nach neuusamerikanischer(?) Art denkt.

Diese , seine Maßnahme war natürlich ein weiterer Grundstein für sein America first, and only. Hin zu einem "You will walk alone."

Nochmal, Verbrechen gegen die Menschlichkeit rechtfertigt, ja erfordert sogar das Eingreifen Dritter. Erst recht, wenn eine Veto-Macht die eigentlich zuständige UN blockiert.
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Re: maßnahmen von trump

Beitragvon zollagent » Mi 1. Nov 2017, 20:10

Loki hat geschrieben:(01 Nov 2017, 17:37)

Kein 19-Jähriger Syrier käme jemals deswegen auf die Idee, möglicherweise im Auftrag und mittels versuchter, verdeckter Kriegsführung, seine Heimat "verteidigen" zu wollen, indem er im Ausland seiend diverse Chemikalien online bestelle, um damit einen Vergeltungsschlag übelster Sorte zu vollziehen.

Bei dem, auf den du anspielst, ging es nicht um Politik oder Verteidigung eines Despoten.
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Re: maßnahmen von trump

Beitragvon Alter Stubentiger » Mi 1. Nov 2017, 20:23

Sole.survivor@web.de hat geschrieben:(01 Nov 2017, 20:08)

Das stimmt. Das ist Teil des Problems. Und deshalb muss Trump jetzt Obarmers Scherbenhaufen auch dort aufsammeln.


Ein Trump hinterlässt Scherbenhaufen. Obama hat keinen hinterlassen. Du wirst es nicht glauben: Manche Konflikte bilden sich gerade im nahen Osten auch ohne Einmischung der USA. Tatsächlich haben Amerikaner in der ganzen Region so gut wie keinen Spielraum um Politik zu machen oder sonstige Operationen durchzuführen. Das zur Festung ausgebaute Hauptquartier der CIA (incl. Botschaft) in Beirut wurde bereits mehrfach in die Luft gejagt.Was meinst du warum Obama sich so wenig wie möglich eingemischt hat? Weil er genau wußte das er da ein Minenfeld betritt. Die Amis haben nördlich von Saudi-Arabien gar nichts zu melden. Man hat nicht mal Resourcen vor Ort um überhaupt zu wissen was gerade vorgeht. Die Amis verlassen sich auf den Mossad und den jordanischen Geheimdienst auch der BND ist da gut vernetzt. Und natürlich auf elektronische Aufklärung. Darauf haben sichc die wirklich bösen Buben aber schon eingestellt.
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Re: maßnahmen von trump

Beitragvon Loki » Mi 1. Nov 2017, 23:19

Sole.survivor@web.de hat geschrieben:(01 Nov 2017, 17:57)
Wir müssen daher, egal wer Präsident wird, mittelfristig mit härteren Eingriffen der USA rechnen und mit drastischeren Forderungen nach Geld und Militäreinsätzen durch EU-Land. Wir müssen auch damit rechnen, dass der "Weltpolizist" sich in Zukunft noch mehr als heute im wegsehen übt, wo es seinen eigenen Rechnungen nicht passt. Das ist nicht unbedingt ein Grund zur Freude.

Es wäre wünschenswert, wenn sich die USA mit ihrem außenpolitischen Wirken endlich einmal auf dem Boden der Legalität bewegen würde. Das würde die Anzahl der angedachten Strafanzeigen vor dem int. Strafgerichtshof erheblich verringern.
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Re: maßnahmen von trump

Beitragvon Loki » Mi 1. Nov 2017, 23:24

zollagent hat geschrieben:(01 Nov 2017, 20:06)
Das Völkerrecht ist schließlich nicht dazu da, Diktatoren und ihre Schergen zu schützen, sondern die Menschen vor diesen Diktatoren.

Es besteht das Recht, Schutz vor einem Jugde Trump Dredd einzuklagen ?
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Re: maßnahmen von trump

Beitragvon Loki » Mi 1. Nov 2017, 23:27

zollagent hat geschrieben:(01 Nov 2017, 20:10)

Bei dem, auf den du anspielst, ging es nicht um Politik oder Verteidigung eines Despoten.

Dem ist wahrscheinlich nur die Hutschnur geplatzt oder er hatte einen Tobsuchtsanfall... und zufällig gerade keine paar Raketen zum Abfeuern da... schon klar... :rolleyes:

Welchen Despoten oder welche Politik er tatsächlich verteidigt/vertritt weiß hier keiner. Trotzdem werden solche Typen offensichtlich als Gäste willkommen geheißen.
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Re: maßnahmen von trump

Beitragvon Cobra9 » Do 2. Nov 2017, 07:11

Loki hat geschrieben:(01 Nov 2017, 23:24)

Es besteht das Recht, Schutz vor einem Jugde Trump Dredd einzuklagen ?


Theoretisch ist die UN zuständig. Nur haben die Vetomächte da ihre eigene Meinung dazu. Aber Assad ist ein echtes Problem. Russland schützt einen Staat der Giftgas eingesetzt hat. Sagt dann viel
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Re: maßnahmen von trump

Beitragvon Cobra9 » Do 2. Nov 2017, 07:12

Loki hat geschrieben:(01 Nov 2017, 23:27)

Dem ist wahrscheinlich nur die Hutschnur geplatzt oder er hatte einen Tobsuchtsanfall... und zufällig gerade keine paar Raketen zum Abfeuern da... schon klar... :rolleyes:

Welchen Despoten oder welche Politik er tatsächlich verteidigt/vertritt weiß hier keiner. Trotzdem werden solche Typen offensichtlich als Gäste willkommen geheißen.



Js klar Assad wird bei Uns als Gast eingeladen
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Re: maßnahmen von trump

Beitragvon Sole.survivor@web.de » Do 2. Nov 2017, 10:18

Loki hat geschrieben:(01 Nov 2017, 23:19)

Es wäre wünschenswert, wenn sich die USA mit ihrem außenpolitischen Wirken endlich einmal auf dem Boden der Legalität bewegen würde. Das würde die Anzahl der angedachten Strafanzeigen vor dem int. Strafgerichtshof erheblich verringern.

Sowas wie Legalität gibt es in der Außenpolitik nicht. Staaten schließen Verträge ab, aber die Einhaltung dieser Verträge wird letztlich nur durch andere Verträge (zB Mitgliedschaft in Institutionen) abgesichert. Die letzte Rückversicherung dieses Vertragssystem ist der Ansehensverlust eines Staates, der Verträge bricht - damit entwertet er auch seine anderen Verträge, weil seine Zusagen weniger wert sind. Jede Art von "Strafe" ist letztlich eine Vereinbarung anderer Staaten miteinander. In einer wirtschaftlich stark verflochtenen Welt wie heutzutage kann das die meisten Staaten hart treffen. Große und wichtige Staaten wie USA stehen da ein wenig in einer Sonderrolle. Letztlich sind die Institutionen für sie eher ein wünschenswertes "kann" - und wenn die sich nicht US-konform entscheiden, macht man auch ohne weitere Absprache sein eigenes Ding. Wenn man das vom Ergebnis her betrachtet, ist es nicht immer was schlechtes. Man muss nur die Illusion aufgeben, es handle sich um eine Art Rechtsverkehr.
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Re: maßnahmen von trump

Beitragvon relativ » Do 2. Nov 2017, 11:12

Cobra9 hat geschrieben:(02 Nov 2017, 07:11)

Theoretisch ist die UN zuständig. Nur haben die Vetomächte da ihre eigene Meinung dazu. Aber Assad ist ein echtes Problem. Russland schützt einen Staat der Giftgas eingesetzt hat. Sagt dann viel

Nunja, sowas dürfte der USA (dem sogenannten Westen) ja nicht unbekannt sein. Ich wäre da immer vorsichtig vor allzuviel Moralinsäure.
Das grundlegende Problem sind und waren ja immer schon die abgesteckten Machteinflussbereiche, da muesste die UN Lösungen finden, die Despoten nicht entgegenkommen.
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Re: maßnahmen von trump

Beitragvon Sole.survivor@web.de » Do 2. Nov 2017, 12:21

relativ hat geschrieben:(02 Nov 2017, 11:12)

Nunja, sowas dürfte der USA (dem sogenannten Westen) ja nicht unbekannt sein. Ich wäre da immer vorsichtig vor allzuviel Moralinsäure.
Das grundlegende Problem sind und waren ja immer schon die abgesteckten Machteinflussbereiche, da muesste die UN Lösungen finden, die Despoten nicht entgegenkommen.

Trump kann da aber nichts dafür. Das waren die Vorgängerregierungen, die hier gehandelt haben.
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Re: maßnahmen von trump

Beitragvon relativ » Do 2. Nov 2017, 12:29

Sole.survivor@web.de hat geschrieben:(02 Nov 2017, 12:21)

Trump kann da aber nichts dafür. Das waren die Vorgängerregierungen, die hier gehandelt haben.

Trump repräsentiert die USA mit all ihrer Historie, sowohl die positive als auch negative.
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Re: maßnahmen von trump

Beitragvon Sole.survivor@web.de » Do 2. Nov 2017, 12:34

relativ hat geschrieben:(02 Nov 2017, 12:29)

Trump repräsentiert die USA mit all ihrer Historie, sowohl die positive als auch negative.

Das ist nicht fair. Trump war immer ein Mann des Aufbruches zu einem neuen Politikstil. Man hält ja Angela Merkel auch nicht die Versäumnisse und Fehler von Helmut Schmidt vor.
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Re: maßnahmen von trump

Beitragvon relativ » Do 2. Nov 2017, 13:18

Sole.survivor@web.de hat geschrieben:(02 Nov 2017, 12:34)

Das ist nicht fair. Trump war immer ein Mann des Aufbruches zu einem neuen Politikstil. Man hält ja Angela Merkel auch nicht die Versäumnisse und Fehler von Helmut Schmidt vor.

Wie nennst man den den neuen Politikstil vor Trump. "Shitstormika" ?
Es geht hier nicht um Versäumnisse von Einzelpersonen, weil auch die Vorgänger Teil einer Regierungsmannschaft waren, die im Namen der USA aussenpolitische Entscheidungen getroffen haben.
Von daher fällt sowas immer was das Land, auch dann, wenn die gewählte Regierung schon gar nicht mehr im Amt ist. Der Sinn dahinter ist klar, Hoffung das aus Fehlern (auch Anderer) gelernt werden kann.
Klar ist es zu kritisieren, daß Putin und damit mom. Russland so einen wie Assad am Leben erhalten, so wie der Westen früher z.B. einem Saddam am Leben erhalten hat.
Nur der große übermoralische Fingerzeig sollte diesbezüglich, vom "Westen" , doch lieber ausbleiben.
Zuletzt geändert von relativ am Do 2. Nov 2017, 13:24, insgesamt 1-mal geändert.
Das Banale braucht man nicht zu schälen.

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