Gibt es demokratische Fremdenfeindlichkeit nicht?

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Re: Gibt es demokratische Fremdenfeindlichkeit nicht?

Beitragvon Betrachter » Mi 5. Sep 2018, 10:55

Stuttgarter hat geschrieben:(05 Sep 2018, 10:55)

Wie lange mag es noch gutgehen sich einer inhaltlichen Auseinandersetzung zu verweigern? Es ist doch offensichtlich, dass sich etwas gegen viele Widerstände weiter etabliert. Wir haben es aber nicht nur mit Chemnitz oder Deutschland zu tun, es ist eine europaweite Entwicklung. Am Sonntag sind in Schweden Wahlen und die Umfragewerte sind sehr eindeutig. Es wird etwas salonfähig, was wir eigentlich für ausgestorben hielten.


Für ausgestorben hielt ich den Faschismus nie. Da die Basis dafür- viele enttäuschte Nationalisten- immer die gleiche ist. Und die ist in einem Nationalstaat gegeben.
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Re: Gibt es demokratische Fremdenfeindlichkeit nicht?

Beitragvon MäckIntaier » Mi 5. Sep 2018, 10:59

Betrachter hat geschrieben:(05 Sep 2018, 11:55)

Für ausgestorben hielt ich den Faschismus nie. Da die Basis dafür- viele enttäuschte Nationalisten- immer die gleiche ist. Und die ist in einem Nationalstaat gegeben.


Dann müsste nach Abschaffung der Nationalstaaten oder nach ihrer Überwindung auch der Faschismus verschwinden?
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Re: Gibt es demokratische Fremdenfeindlichkeit nicht?

Beitragvon ThorsHamar » Mi 5. Sep 2018, 11:11

Stuttgarter hat geschrieben:(05 Sep 2018, 10:55)

Wie lange mag es noch gutgehen sich einer inhaltlichen Auseinandersetzung zu verweigern? Es ist doch offensichtlich, dass sich etwas gegen viele Widerstände weiter etabliert. Wir haben es aber nicht nur mit Chemnitz oder Deutschland zu tun, es ist eine europaweite Entwicklung. Am Sonntag sind in Schweden Wahlen und die Umfragewerte sind sehr eindeutig. Es wird etwas salonfähig, was wir eigentlich für ausgestorben hielten.


Demokratie ...
Wir erleben das Funktionieren von Demokratie.
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Re: Gibt es demokratische Fremdenfeindlichkeit nicht?

Beitragvon Stuttgarter » Mi 5. Sep 2018, 11:17

ThorsHamar hat geschrieben:(05 Sep 2018, 12:11)

Demokratie ...
Wir erleben das Funktionieren von Demokratie.


Das stimmt wohl. Mal sehen wo es uns hinführt.
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Re: Gibt es demokratische Fremdenfeindlichkeit nicht?

Beitragvon ThorsHamar » Mi 5. Sep 2018, 11:34

Stuttgarter hat geschrieben:(05 Sep 2018, 12:17)

Das stimmt wohl. Mal sehen wo es uns hinführt.


....vor allem sieht man schon mal, wohin die Missachtung von Demokratie führt ....
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Re: Gibt es demokratische Fremdenfeindlichkeit nicht?

Beitragvon Stuttgarter » Mi 5. Sep 2018, 11:36

ThorsHamar hat geschrieben:(05 Sep 2018, 12:34)

....vor allem sieht man schon mal, wohin die Missachtung von Demokratie führt ....


Erklärst Du das auch etwas näher?
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Re: Gibt es demokratische Fremdenfeindlichkeit nicht?

Beitragvon ThorsHamar » Mi 5. Sep 2018, 12:41

Stuttgarter hat geschrieben:(05 Sep 2018, 12:36)

Erklärst Du das auch etwas näher?


Eine parteipolitische Elite bestimmt die grundsätzlichen Prämissen der gesamtgesellschaftlichen Entwicklung in völlig unübersichtlichen Grössenordnungen, getrieben von Lobbyismus.
Durch die praktisch unkontrollierbare Verlagerung relevanter Entscheidungen, Beispiel Finanzpolitik, in nicht demokratisch legitimierte Areale, wird "Demokratie" zur Farce.
Beispiel: Eine Wählerbefragung zu Dem, was heute EUROPA genannt wird, also eine ökonomisch determinierte Vereinigung europäischer Staaten ohne soziale Einigung, hätte dieses Experiments in der Art verhindert.

Die Rückkehr der "Demokratie", also die vermeintliche Zurückeroberung von demokratisch bestimmbaren Feldern von Politik, offenbart dabei eben auch die Unzulänglichkeiten dessen, was wir als Demokratie bestimmt haben.
Direkte Demokratie haben wir ja schon wegen der Gefährlichkeit ausgeschlossen. Jetzt offenbaren sich eben auch noch die anderen impliziten Mängel von Demokratie.
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Re: Gibt es demokratische Fremdenfeindlichkeit nicht?

Beitragvon relativ » Mi 5. Sep 2018, 13:32

ThorsHamar hat geschrieben:(05 Sep 2018, 13:41)

Eine parteipolitische Elite bestimmt die grundsätzlichen Prämissen der gesamtgesellschaftlichen Entwicklung in völlig unübersichtlichen Grössenordnungen, getrieben von Lobbyismus.
Durch die praktisch unkontrollierbare Verlagerung relevanter Entscheidungen, Beispiel Finanzpolitik, in nicht demokratisch legitimierte Areale, wird "Demokratie" zur Farce.
Beispiel: Eine Wählerbefragung zu Dem, was heute EUROPA genannt wird, also eine ökonomisch determinierte Vereinigung europäischer Staaten ohne soziale Einigung, hätte dieses Experiments in der Art verhindert.

Die Parteien von denen du redest wurden gewählt auch noch nach ihren angeblichen undemokratischen Verhalten. Ich gebe dir zwar Recht, daß in den letzten Jahrzehnten vieles in politisch falsche Bahnen gelenkt wurde, aber als undemokratisch sehe ich das nicht.
Es gab in den letzten jahren einige Protestparteien, die Aufgrund einiger möglicher Fehlentwicklungen entstanden sind, die aber nie entscheidene Mehrheiten bekommen haben. Weil die Mehrheit der Bürger eher Kontiunität gewählt hat.
Das die etablierten Parteien daraus häufig die falschen Schlüsse gezogen haben,ist tragisch, aber nicht zu ändern und auch nicht undemokratisch.
Die Rückkehr der "Demokratie", also die vermeintliche Zurückeroberung von demokratisch bestimmbaren Feldern von Politik, offenbart dabei eben auch die Unzulänglichkeiten dessen, was wir als Demokratie bestimmt haben.
Direkte Demokratie haben wir ja schon wegen der Gefährlichkeit ausgeschlossen. Jetzt offenbaren sich eben auch noch die anderen impliziten Mängel von Demokratie.

Wir brauchen keine Rückkehr weil ewir nie weg waren von demokratie. Wenn die AfD und Linke mal an Ruder dürfen, dann bin ich mal gespannt wie schnell demokratische Selbstverständlichkeiten in Frage gestellt werden, was durch etliche Äußerungen bestimmter Politiker dieser Parteien ja schon klar sein dürfte.
Die Schwäche der Demokratie offenbart sich immer dann, wenn ein Teil der Bürger diese in Frage stellt und evtl. meinen die müsste doch viel besser individuell auf ihre Bedürfnisse zugeschnitten sein. Nur ist das eben der falsche Denkansatz. Demokratie "Herrschaft des Volkes" und genauso sieht es aus wenn das Volk eben nicht mehr ausschließlich auf Demokratie setzt, bzw. sie in Frage stellt.
Das Banale braucht man nicht zu schälen.
Stuttgarter

Re: Gibt es demokratische Fremdenfeindlichkeit nicht?

Beitragvon Stuttgarter » Mi 5. Sep 2018, 13:50

relativ hat geschrieben:(05 Sep 2018, 14:32)

Die Parteien von denen du redest wurden gewählt auch noch nach ihren angeblichen undemokratischen Verhalten. Ich gebe dir zwar Recht, daß in den letzten Jahrzehnten vieles in politisch falsche Bahnen gelenkt wurde, aber als undemokratisch sehe ich das nicht.
Es gab in den letzten jahren einige Protestparteien, die Aufgrund einiger möglicher Fehlentwicklungen entstanden sind, die aber nie entscheidene Mehrheiten bekommen haben. Weil die Mehrheit der Bürger eher Kontiunität gewählt hat.
Das die etablierten Parteien daraus häufig die falschen Schlüsse gezogen haben,ist tragisch, aber nicht zu ändern und auch nicht undemokratisch.

Wir brauchen keine Rückkehr weil ewir nie weg waren von demokratie. Wenn die AfD und Linke mal an Ruder dürfen, dann bin ich mal gespannt wie schnell demokratische Selbstverständlichkeiten in Frage gestellt werden, was durch etliche Äußerungen bestimmter Politiker dieser Parteien ja schon klar sein dürfte.
Die Schwäche der Demokratie offenbart sich immer dann, wenn ein Teil der Bürger diese in Frage stellt und evtl. meinen die müsste doch viel besser individuell auf ihre Bedürfnisse zugeschnitten sein. Nur ist das eben der falsche Denkansatz. Demokratie "Herrschaft des Volkes" und genauso sieht es aus wenn das Volk eben nicht mehr ausschließlich auf Demokratie setzt, bzw. sie in Frage stellt.


Egal wer an die Macht kommt, an Realpolitik kommt niemand vorbei. Das Autoland BaWü ging auch nicht unter, nur weil ein Grüner auf einmal die seither schwarze Regierung übernahm. Und auch mit einem MP der Linken läuft augenscheinlich nichts aus dem Ruder. Man muss nicht immer gleich den Teufel an die Wand malen. Schließlich haben wir eine unabhängige Justiz und - wenn alle Stricke reißen - auch noch Karlsruhe.
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Re: Gibt es demokratische Fremdenfeindlichkeit nicht?

Beitragvon relativ » Mi 5. Sep 2018, 14:01

Stuttgarter hat geschrieben:(05 Sep 2018, 14:50)

Egal wer an die Macht kommt, an Realpolitik kommt niemand vorbei. Das Autoland BaWü ging auch nicht unter, nur weil ein Grüner auf einmal die seither schwarze Regierung übernahm. Und auch mit einem MP der Linken läuft augenscheinlich nichts aus dem Ruder. Man muss nicht immer gleich den Teufel an die Wand malen. Schließlich haben wir eine unabhängige Justiz und - wenn alle Stricke reißen - auch noch Karlsruhe.

Mir sind , um mal den Vergleich aufzunehmen, keine undemokratischen, fremdenfeindlichen Sprüche und Politik unwürdige Sprachkonstellationen der Grünen vor der Regierungsübernahme bekannt.
Ich male auch nicht den Teufel an die Wand, sondern beziehe mich auf Aussagen von Politikern dieser Parteien, mal Hinterbänkler , aber immer häufiger auch die "Spitzenleute" dieser Parteien.
Im Endeffekt bekommt das Volk die Politiker die sie verdienen bzw. gewählt haben, denn für das genaue hinsehen gibt es keine demokratische Absicherung und auch das GG, oder das gute alte amerikanische Checks and Balances ist dann irgendwann mit dem Netz am Boden.
Das Banale braucht man nicht zu schälen.
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Re: Gibt es demokratische Fremdenfeindlichkeit nicht?

Beitragvon Stuttgarter » Mi 5. Sep 2018, 14:13

relativ hat geschrieben:(05 Sep 2018, 15:01)

[...] auch das GG, oder das gute alte amerikanische Checks and Balances ist dann irgendwann mit dem Netz am Boden.


Davon trennen uns aber noch Welten. Sollte die AfD in einem Bundesland (bspw. Sachsen) Regierungsverantwortung übernehmen, müssten sie erst einmal liefern. Sie kämen am Rechtsstaat nicht vorbei, könnten also viele subtile Wahlversprechen gar nicht halten. Schon wäre sie für viele entzaubert.
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Re: Gibt es demokratische Fremdenfeindlichkeit nicht?

Beitragvon relativ » Mi 5. Sep 2018, 14:24

Stuttgarter hat geschrieben:(05 Sep 2018, 15:13)

Davon trennen uns aber noch Welten. Sollte die AfD in einem Bundesland (bspw. Sachsen) Regierungsverantwortung übernehmen, müssten sie erst einmal liefern. Sie kämen am Rechtsstaat nicht vorbei, könnten also viele subtile Wahlversprechen gar nicht halten. Schon wäre sie für viele entzaubert.

Das stimmt zwar, aber man weiß als Beispiel von den Grünen, daß solche Parteien dann immer einen bestimmte Grundstimmung auf Dauer ins Bewusstsein der Bevölkerung zementieren können. Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, über die nächsten Dekaden das Hauptthema Ausländer und die Probleme die diese mit sich bringen ect., zu ertragen.
Deweiteren haben ich kein Bock, auf einen xenophobe Grundstimmung in unseren Land.
Das Banale braucht man nicht zu schälen.
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Re: Gibt es demokratische Fremdenfeindlichkeit nicht?

Beitragvon Raul71 » Mi 5. Sep 2018, 14:29

relativ hat geschrieben:(05 Sep 2018, 15:24)

Das stimmt zwar, aber man weiß als Beispiel von den Grünen, daß solche Parteien dann immer einen bestimmte Grundstimmung auf Dauer ins Bewusstsein der Bevölkerung zementieren können. Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, über die nächsten Dekaden das Hauptthema Ausländer und die Probleme die diese mit sich bringen ect., zu ertragen.
Deweiteren haben ich kein Bock, auf einen xenophobe Grundstimmung in unseren Land.
Das richtet sich ausschließlich nach der Entwicklung und nicht nach ihrer Lust. Leute, die gegen maßlose Zuwanderung sind, sind noch lange nicht xenophob, könnten es aber werden.
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Re: Gibt es demokratische Fremdenfeindlichkeit nicht?

Beitragvon Stuttgarter » Mi 5. Sep 2018, 14:33

relativ hat geschrieben:(05 Sep 2018, 15:24)

Das stimmt zwar, aber man weiß als Beispiel von den Grünen, daß solche Parteien dann immer einen bestimmte Grundstimmung auf Dauer ins Bewusstsein der Bevölkerung zementieren können. Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, über die nächsten Dekaden das Hauptthema Ausländer und die Probleme die diese mit sich bringen ect., zu ertragen.
Deweiteren haben ich kein Bock, auf einen xenophobe Grundstimmung in unseren Land.


Ich kann mich irren, aber gefühlt haben wir längst eine xenophobe Grundstimmung im Land.
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Re: Gibt es demokratische Fremdenfeindlichkeit nicht?

Beitragvon relativ » Mi 5. Sep 2018, 14:36

Raul71 hat geschrieben:(05 Sep 2018, 15:29)

Das richtet sich ausschließlich nach der Entwicklung und nicht nach ihrer Lust. Leute, die gegen maßlose Zuwanderung sind, sind noch lange nicht xenophob, könnten es aber werden.

Ich habe das beispiel Grüne ja angeführt die als Protestpartei eine ganze Stimmung in die Bevölkerung getragen hat die bis heute anhält. Man möge mir meine persönliche Einstellung verzeihen, daß ich auf jahrelange xenophobe Scheiße kein Bock habe, denn ich gehe eigentlich nicht davon aus, daß die Politiker von der AfD ihre xenophobe und rechtsradikale Grundeinstellung und politisches Erfolgsmodell kurz und mittelfristig großartig ändern werden.
Was ist denn eine maßlose Zuwanderung, auch wieder so eine schwurblige Aussage die nix, wenig und alles heissen kann.
Zuletzt geändert von relativ am Mi 5. Sep 2018, 14:38, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Gibt es demokratische Fremdenfeindlichkeit nicht?

Beitragvon relativ » Mi 5. Sep 2018, 14:37

Stuttgarter hat geschrieben:(05 Sep 2018, 15:33)

Ich kann mich irren, aber gefühlt haben wir längst eine xenophobe Grundstimmung im Land.

So weit würde ich pauschal nicht gehen, allerdings sind die, die es sind relativ laut.
Das Banale braucht man nicht zu schälen.
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Re: Gibt es demokratische Fremdenfeindlichkeit nicht?

Beitragvon Stuttgarter » Mi 5. Sep 2018, 14:45

relativ hat geschrieben:(05 Sep 2018, 15:37)

So weit würde ich pauschal nicht gehen, allerdings sind die, die es sind relativ laut.


Die Lauten hört und sieht man. Die Stillen nicht. Und doch gibt es sie, das kann man immer wieder erfahren.
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Re: Gibt es demokratische Fremdenfeindlichkeit nicht?

Beitragvon Raul71 » Mi 5. Sep 2018, 14:54

relativ hat geschrieben:(05 Sep 2018, 15:36)

Ich habe das beispiel Grüne ja angeführt die als Protestpartei eine ganze Stimmung in die Bevölkerung getragen hat die bis heute anhält. Man möge mir meine persönliche Einstellung verzeihen, daß ich auf jahrelange xenophobe Scheiße kein Bock habe, denn ich gehe eigentlich nicht davon aus, daß die Politiker von der AfD ihre xenophobe und rechtsradikale Grundeinstellung und politisches Erfolgsmodell kurz und mittelfristig großartig ändern werden.
Was ist denn eine maßlose Zuwanderung, auch wieder so eine schwurblige Aussage die nix, wenig und alles heissen kann.
Maßlose Zuwanderung ist das, was geschehen ist und weiter geschieht. Zumal sie noch aus Leuten besteht, die mit uns kaum etwas gemein haben, sei es Kultur, extrahiert Frauenbild, Verhalten nach Streit, Judenhass usw. und Religion. Auch wenn es vorläufig reduziert ist, jedes Jahr eine mittlere Großstadt, bestehend vorwiegend aus diesen Leuten, ist viel zu viel und nicht tragbar.
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Re: Gibt es demokratische Fremdenfeindlichkeit nicht?

Beitragvon MäckIntaier » Mi 5. Sep 2018, 15:55

relativ hat geschrieben:(05 Sep 2018, 15:37)

So weit würde ich pauschal nicht gehen, allerdings sind die, die es sind relativ laut.


Ich schrieb ja gestern schon einmal über den indischen Nachbarn und mich, die bei einer Flasche Wein regelmäßig philosophieren, wie man die Amerikaner aus der Firma seiner Frau, die alles umkrempeln und die amerikanische Vorstellung von Arbeitskultur hier durchdrücken, am schnellsten loswerden könnte oder am besten gar nicht hier reinließe. Manchmal werden es auch zwei Fläschchen, aber wir Xenophoben sind noch nie so laut geworden, dass die Nachbarn sich beschwert hätten, wenn wir im Sommer im Garten sitzen und uns über die Nachkommen der Indianerkiller und ihre g*te Arbeitskultur mokieren.
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Re: Gibt es demokratische Fremdenfeindlichkeit nicht?

Beitragvon relativ » Mi 5. Sep 2018, 19:35

MäckIntaier hat geschrieben:(05 Sep 2018, 16:55)

Ich schrieb ja gestern schon einmal über den indischen Nachbarn und mich, die bei einer Flasche Wein regelmäßig philosophieren, wie man die Amerikaner aus der Firma seiner Frau, die alles umkrempeln und die amerikanische Vorstellung von Arbeitskultur hier durchdrücken, am schnellsten loswerden könnte oder am besten gar nicht hier reinließe. Manchmal werden es auch zwei Fläschchen, aber wir Xenophoben sind noch nie so laut geworden, dass die Nachbarn sich beschwert hätten, wenn wir im Sommer im Garten sitzen und uns über die Nachkommen der Indianerkiller und ihre g*te Arbeitskultur mokieren.

Alles gut.... :D
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