Sammelstrang Flüchtlinge in Deutschland

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sunny.crockett
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Re: Sammelstrang Flüchtlinge in Deutschland

Beitragvon sunny.crockett » Sa 16. Jun 2018, 19:14

Merkel hat wohl auch Junker gedrängt, ihr bei dem Streit mit der CSU zu helfen. Laut Tageschau soll Junker gesagt haben, ein EU-Staat darf nicht mit einem Einzelabkommen Flüchtlinge an der Grenze abweisen.

Junker meint damit wohl nur Deutschland, denn Frankreich hat z.B. im Jahr 2017 sagenhafte 87.000 Flüchtlinge an der Grenze zu Italien abgewiesen.
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jack000
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Re: Sammelstrang Flüchtlinge in Deutschland

Beitragvon jack000 » Sa 16. Jun 2018, 19:18

Jetzt schmeißen auch die Helfer hin:
Die anfängliche Motivation der Lotsen ist verflogen: Etliche Migranten zeigen kaum Interesse und seien sich auch untereinander nicht wohlgesonnen.

SCHORTENS „Der Frust ist inzwischen sehr groß“, sagt die Vorsitzende der Schortenser Integrationslotsenvereins Gisela Sandstede. „Wir haben viele Ideen für die Integration der Migranten in Schortens, doch vieles verläuft im Sand und wird von den Flüchtlingen nicht angenommen.“

Das Sprachproblem sei trotz Sprachkursen nach wie vor sehr groß. Auch PC-Kenntnisse haben die wenigsten. Doch Kurse zum Bewerbungstraining, für die sie selbst die Einladungen vorbeigebracht habe, interessierten kaum. „Viele haben sich inzwischen gut eingerichtet im Nichtstun und sich in die soziale Hängematte gelegt“, sagten Sandstede und ihr Stellvertreter im Lotsenverein, Heino Putzehl.

Im Schortenser Sozial-Ausschuss berichtete Gisela Sandstede aus der Integrationsarbeit. Und es war unüberhörbar: Bei vielen Lotsen ist Ernüchterung eingetreten.

340 Migranten sind aktuell in Schortens untergebracht, in diesen Tagen wird eine siebenköpfige Familie als Neuankömmlinge erwartet. „Wir finden kaum noch Paten, die sich der Migranten annehmen. Etliche Paten, die vor zwei, drei Jahren mit großer Motivation geholfen haben, sind ausgelaugt, demotiviert und haben keine Lust mehr“, sagte Sandstede. Das Ehrenamt verlange den Lotsen oft sehr viel ab. „Ob Begleitung zu Behörden, zum Jugendamt, zum Einkaufen, in die Schule, zu Ärzten oder Anrufe von Migranten bei den Paten spät am Abend – das gleich oft einem Vollzeit-Job“, sagt Sandstede. Es gebe bei den Lotsen immer weniger Bereitschaft, bei neu zugewiesenen Flüchtlingen die ganze Arbeit noch mal von vorn zu beginnen.

Daher bemühten sich die Lotsen nun vermehrt darum, Migranten, die schon länger hier sind, in die Lotsenarbeit einzubinden. Aber auch das ist nicht so einfach: Viele Migranten seien sich untereinander nicht wohlgesonnen – da prallen Kulturen aufeinander.

Probleme gebe es auch mit Vermietern. Viele Eigentümer seien nicht mehr bereit, ihre Wohnungen an Flüchtlinge zu vermieten, berichtete Sandstede. Sie haben entweder selbst schlechte Erfahrungen gemacht oder von anderen Vermietern gehört, dass man mit ihrem Eigentum nicht besonders pfleglich umgehe. „So etwas spricht sich herum.“

Gut angenommen werde die soziale Werkstatt an der Plaggestraße und das Integrationscafé im „Pferdestall“. Aber auch dort bleiben die Migranten und eine handvoll Lotsen inzwischen unter sich. „Neugierige Bürger kommen schon lange nicht mehr“, sagt Sandstede. Trotz allem: Die Flinte ins Korn werfen will zumindest sie nicht.

Der Ausschuss dankte sehr für das Engagement der Lotsen – reagierte auf die Ausführungen Sandstedes allerdings auch mit Ratlosigkeit.

https://mobil.nwzonline.de/friesland/po ... 02923.html
Ach nee ... :
- Integrationsangebote werden nicht angenommen
- An Bewerbungskursen besteht kein Interesse
- Viele haben es sich in der sozialen Hängematte gemütlich gemacht
- Konflikte vor denen die geflohen sind, haben die mitgebracht und nun wir am Hals
- Vermieter haben so schlechte Erfahrungen gemacht, das die generell nicht mehr an Flüchtlinge vermieten
=> Guten Morgen liebe Bahnhofsklatscher, auch schon aufgewacht?

Wenn diese Inhalte ohne Nennung der Verfasser/Quellen veröffentlicht worden wäre, hätte es sofort geheißen:"Hetze"; "Vorurteule"; "Glaskugel"; etc... Aber nun sind es die Helfer selbst!!!!!

Daran sieht man wie verfahren und aussichtslos die Situation ist und wie groß der gesellschaftliche und finanzielle Schaden ist der angerichtet wurde. Alles zuvor positiv vorausgesagte ist nun ein einziger Scherbenhaufen. Es ist schlichtweg so, das diejenigen die vor genau so einem Verlauf gewarnt hatten, keine rechten Hetzer sind/waren, sondern schlichtweg Recht hatten weil sie ihren gesunden Menschenverstand benutzt hatten!!!
Es wird sogar nicht mehr im PF geleugnet: "Ja die Gewalt gegen Frauen hat bedingt durch Zuwanderung zugenommen, und jetzt?"
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Re: Sammelstrang Flüchtlinge in Deutschland

Beitragvon jack000 » Sa 16. Jun 2018, 19:50

39-Jährige in der Schwalm vergewaltigt - 25-Jähriger verhaftet

Ottrau. In Ottrau im Schwalm-Eder-Kreis ist am Donnerstag eine 39-jährige Frau vergewaltigt worden. Wie die Polizei am Freitagnachmittag mitteilt, ist ein 25-jähriger Mann festgenommen worden.

Dieser Artikel wurde zuletzt um 18.03 Uhr aktualisiert - Der mutmaßliche Täter ist ein wohl 25-jähriger Asylsuchender und stammt laut Polizei aus Ostafrika. Seine Herkunft war am Freitagnachmittag noch nicht abschließend geklärt.

Die Frau soll den Mann am Donnerstagmorgen in ihrem Auto mitgenommen haben. Schon im Wagen sei es zu ersten sexuellen Übergriffen gekommen. Der Mann soll die Frau nicht nur vergewaltigt, sondern auch geschlagen haben. In der Feldgemarkung von Ottrau geschah dann die brutale Tat: Der Angreifer zog die Frau aus und vergewaltigte die 39-Jährige unter "massiver Gewaltanwendung".

[...]
Eine Augenzeugin schilderte der HNA, dass sie ein Wimmern wahrnahm, schließlich entdeckte sie das Opfer. Die Frau kauerte am Donnerstagmittag vor einem Hauseingang in Ottrau. „Sie weinte bitterlich und sprach von der Tat.“ Die 39-Jährige habe immer wieder ausgestoßen: „Der Schwarze hat mich vergewaltigt.“ Während eine andere Anwohnerin per Handy Polizei und Rettungskräfte alarmierte, kümmerte sie sich um das Opfer, „sie war total zusammengeschlagen, das Auge angeschwollen, die Arme wiesen deutliche Spuren der massiven Gewalt auf“.

https://www.hna.de/lokales/schwalmstadt ... 54337.html

Es soll jetzt gar nicht um die Tat an sich gehen, sondern um diese Blindheit vor Gefahren die die Frau an den Tag gelegt hat. Natürlich sind die meisten Flüchtlinge keine Straftäter und es geht auch nicht um einen Generalverdacht!

Aber die Chance ist um ein vielfaches höher, dass:
- Derjenige Gewalterfahrung hat
- Man nicht weiß wo der herkommt
- Man nicht weiß wie alt der ist
- Man nicht weiß wer er überhaupt ist
- Man nicht weiß ob der bereits Straftaten begangen hat
- Er aus einem Land kommt in dem Frauen nichts wert sind (Und so entsprechend sozialisiert ist)
- Schwierigkeiten hat seine sexuellen Bedürfnisse auf normalen Wege ausleben zu können
=> Normalerweise schrillen bei solchen Voraussetzungen bei Mädchen/Frauen sämtliche Alarmglocken! Aber in diesem Fall nicht!

So stellt sich die Frage, inwiefern diese generelle Glorifizierung der Flüchtlinge bei vielen Frauen die natürlichen Schutzmechanismen ausgeschaltet haben und es so zu solchen Vorfällen kommt.
=> Wenn diese Menschengruppen so begrüßt werden wie die deutsche Fußballmannschaft nach dem WM-Sieg 2014 ist doch jeglicher Gedanke an eine Gefahr völlig aus dem Sinn getrieben worden
=> Natürlich wissen es viele Frauen inzwischen besser, haben sich mit Pfefferspray eingedeckt, gehen nicht mehr alleine Joggen, haben Selbstverteidigungskurse gemacht, etc... Aber bei manchen ist das wohl vorbei gegangen.

Es stellt sich also die Frage, inwiefern die Bahnhofsklatscher & CO auch eine Schuld daran haben, dass sich Mädchen und Frauen so blind in sehr gefährliche Situationen begeben.
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Re: Sammelstrang Flüchtlinge in Deutschland

Beitragvon Alexyessin » Sa 16. Jun 2018, 19:55

Polibu hat geschrieben:(16 Jun 2018, 08:01)

Das wäre nicht notwendig, wenn nicht ein Haufen Messermänner nach Deutschland eingereist wäre.


Ich habe noch keine Messermänner gesehen. Aber wahrscheinlich sind die Flüchtlinge in Bayern irgendwie anders.
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Re: Sammelstrang Flüchtlinge in Deutschland

Beitragvon jack000 » Sa 16. Jun 2018, 20:47

Die Flüchtlingspolitik von Bundeskanzlerin Angela Merkel stößt laut einer Insa-Umfrage in der Bevölkerung mehrheitlich auf Ablehnung – auch bei Wählern von der SPD und der Linken.

Wie die "Ostthüringer Zeitung" am Donnerstag berichtete, sprachen sich in einer repräsentativen Umfrage des Erfurter Insa-Instituts zwei Drittel der Befragten (65 Prozent von 1201 Personen über 18 Jahren) absolut oder eher für geschlossene Grenzen und gegen das aktuelle Bleiberecht aus.

Nur die Wähler der Grünen seien mehrheitlich eher für offene Grenzen und ein Bleiberecht für alle. Die Wähler aller anderen Parteien sind dem Bericht zufolge dagegen – insbesondere die Wähler von Union (63 Prozent), FDP (75 Prozent) und AfD (96 Prozent). Gegenüber der "Ostthüringer Zeitung" ordnete Insa-Chef Hermann Binkert die Ergebnisse wie folgt ein: "Nur noch die Wähler der Grünen stehen mehrheitlich hinter der Position der Bundeskanzlerin für offene Grenzen. Die große Mehrheit der Bevölkerung unterstützt in der Frage der Zurückweisung von Flüchtlingen an deutschen Grenzen Bundesinnenminister Seehofer."

https://mobil.stern.de/politik/deutschl ... 24758.html

Und natürlich darf nicht fehlen:
In den letzten Jahren wurde dem Meinungsforschungsinstitut Insa, speziell dem Vorsitzenden Binkert, mehrfach Meinungsmache vorgeworfen. Sein Institut sah die AfD in Umfragen häufig stärker als in Umfragen anderer Meinungsforschungsinstitute.

=> Dazu werfen wir mal einen Blick auf Umfrage- und tatsächlich Wahlergebnisse und welches Institut am genauesten am tatsächlichen war:
https://www.wahlrecht.de/umfragen/
(Aber das soll hier jetzt nicht diskutiert werden, dazu gibt es den Umfragestrang!

Wie man aber sieht ist die anfängliche Euphorie völlig der Realität/Ernüchterung der Toleranzbesoffenheit gewichen. Selbst die hohen Bemühungen alles in Ordnung zu bringen sind (bis auf ein paar Ausnahmen) in Summe völlig gescheitert. Die Bevölkerung steht in absoluter Mehrheit nicht mehr dahinter!
=> Die Frage ist also nur noch, wie der angerichtete Schaden so gering wie möglich gehalten werden kann ...
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Re: Sammelstrang Flüchtlinge in Deutschland

Beitragvon jack000 » Sa 16. Jun 2018, 21:06

Alexyessin hat geschrieben:(16 Jun 2018, 20:55)
Ich habe noch keine Messermänner gesehen.

Und deswegen gibt es die auch nicht. Es könnte aber auch daran liegen, dass die Messer erst beim Einsatz zum Vorschein kommen und ansonsten versteckt getragen werden.
=> Du selbst hast ja erwähnt ein Messerträger gewesen zu sein. Hast du das damals für jeden sichtbar mit dir rum getragen?

Aber wahrscheinlich sind die Flüchtlinge in Bayern irgendwie anders.

Ja, das wird es sicher sein ... Google (Bayern + Messer + Mann):
https://www.google.de/search?q=Bayern+M ... e&ie=UTF-8
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Re: Sammelstrang Flüchtlinge in Deutschland

Beitragvon Alexyessin » Sa 16. Jun 2018, 21:07

jack000 hat geschrieben:(16 Jun 2018, 22:06)

Und deswegen gibt es die auch nicht. Es könnte aber auch daran liegen, dass die Messer erst beim Einsatz zum Vorschein kommen und ansonsten versteckt getragen werden.


Keine Ahnung Jack, ich bin nicht so paranoid wie manche Poster hier im Forum.
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Re: Sammelstrang Flüchtlinge in Deutschland

Beitragvon jack000 » Sa 16. Jun 2018, 21:14

Alexyessin hat geschrieben:(16 Jun 2018, 22:07)Keine Ahnung Jack, ich bin nicht so paranoid wie manche Poster hier im Forum.

Google (Zücken + gezückt + Messer):
https://www.google.de/search?q=Messer+g ... e&ie=UTF-8

Definition "Zücken":
herausholen, herausnehmen, herausreißen, hervorholen, in die Hand nehmen, zutage bringen/fördern; (umgangssprachlich) herausfischen, hervorangeln

https://www.duden.de/rechtschreibung/zuecken
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Re: Sammelstrang Flüchtlinge in Deutschland

Beitragvon think twice » Sa 16. Jun 2018, 21:27

jack000 hat geschrieben:(16 Jun 2018, 22:06)

Ja, das wird es sicher sein ... Google (Bayern + Messer + Mann):
https://www.google.de/search?q=Bayern+M ... e&ie=UTF-8

Ganz schön viele biodeutsche Messermaenner und -frauen unterwegs in Bayern. :eek:
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Re: Sammelstrang Flüchtlinge in Deutschland

Beitragvon Bolero » Sa 16. Jun 2018, 21:43

jack000 hat geschrieben:(16 Jun 2018, 22:14)

Google (Zücken + gezückt + Messer):
https://www.google.de/search?q=Messer+g ... e&ie=UTF-8

Definition "Zücken":

https://www.duden.de/rechtschreibung/zuecken

jack, komm mal runter!
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Re: Sammelstrang Flüchtlinge in Deutschland

Beitragvon Orbiter1 » So 17. Jun 2018, 06:22

sunny.crockett hat geschrieben:(16 Jun 2018, 11:22)

Nein, das ist kein Witz. Vor Schließung der Balkanroute kamen hochgerechnet aufs Jahr etwa 1 Mio Migranten über diesen Weg. Nach der Schließung kamen erstmal so gut wie keine mehr durch, wie an Idomeni zu sehen war. Die Grenze war erstmal dicht. Deine 15.000 sind eher die aktuellen Zahlen von 2018 (oder wo hast du diese Zahlen her?), weil sich mittlerweile die Grenzsituation "aufgeweicht" hat und sich die Grenzer mit Schleusern arangiert haben.
Dann schau dir mal die monatlichen Asylerstanträge des BAMF seit Jan 2016 an. http://fs1.directupload.net/images/180617/xcrltp7x.jpg Der Türkei-Deal wurde Miite März 2016 unterzeichnet und war ab Anfang April 2016 in Kraft. Bis zum Oktober wurde der Berg an Asylerstanträgen aus dem Zeitraum Sep 2015 bis März 2016 abgearbeitet. Seit Nov 2016 bis heute wurden monatlich ca 15.000 Asylerstanträge gestellt. Und diese Migranten kamen primär über die angeblich geschlossene Balkanroute.
Der für mich unsägliche Deal mit Erdogan kam dann erst im Anschluß, als die Balkanroute faktisch geschlossen war. Ich habe es ja schon mehrfach erklärt, dass dieser Deal im Merkel-Alleingang die Beziehungen zwischen den EU-Ländern massiv beschädigte, die Spaltung der EU auslöste und bis heute ein Umfeld des Misstrauens bildet. Merkel hat Deutschland in der EU bei der Flüchtlingspolitik komplett isoliert! Merkels Politik ist hier desaströs.
Keine Ahnung wie du auf so eine Meinung kommst. Von Merkel-Alleingang kann überhaupt keine Rede sein. Die Vertragspartner beim Türkei-Deal sind die EU und die Türkei. Die Inhalte wurden eng mit allen EU-Staaten abgestimmt. Im Kern ging es darum 3 Mio syrische Flüchtlinge heimatnah unterzubringen und sie von einer Flucht nach Europa abzuhalten. Was bitteschön ist daran unsäglich? Heimatnahe Unterbringung in der Türkei passt dir nicht, heimatferne Unterbringung in Europa passt dir nicht. Sollten sich die syrischen Flüchtlinge von Assad zusammenbomben lassen, alle im Mittelmeer ertrinken, kollektiv Selbstmord begehen oder was stellst du dir vor?
Ich behaupte deshalb, kein EU-Staat (außer vielleicht der Vatikan) will noch mit dem Kurs von Merkel-Deutschland mitgehen, also komplett offene Grenzen ohne Kontrollen und ohne Zurückweisung von Flüchtlingen. Oder siehst du das anders? Wenn ja, dann nenne mir mal bitte EU-Länder, die noch den Merkel-Kurs mitgehen und mit Merkel dahingehende Abkommen unterzeichnen wollen.
Merkel ging es im Sep 2015 mit der Grenzöffnung darum die EU-Mitglieder Griechenland, Italien sowie Ungarn und auch die Balkanstaaten nicht alleine und im Chaos untergehen zu lassen. In einem Punkt geb ich dir Recht. Die Mehrheit der EU-Länder will inzwischen von so einem solidarischen Handeln nichts mehr wissen und hat kein Problem damit wenn ausschließlich Griechenland und Italien das Flüchtlingsproblem am Hals haben. Hauptsache ihr eigenes Land bleibt verschont. Du vertrittst ja offenbar auch diese Meinung.
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Re: Sammelstrang Flüchtlinge in Deutschland

Beitragvon sunny.crockett » So 17. Jun 2018, 08:05

Orbiter1 hat geschrieben:(17 Jun 2018, 07:22)

Dann schau dir mal die monatlichen Asylerstanträge des BAMF seit Jan 2016 an. http://fs1.directupload.net/images/180617/xcrltp7x.jpg Der Türkei-Deal wurde Miite März 2016 unterzeichnet und war ab Anfang April 2016 in Kraft. Bis zum Oktober wurde der Berg an Asylerstanträgen aus dem Zeitraum Sep 2015 bis März 2016 abgearbeitet. Seit Nov 2016 bis heute wurden monatlich ca 15.000 Asylerstanträge gestellt. Und diese Migranten kamen primär über die angeblich geschlossene Balkanroute.


Duch das ganze Asylchaos 2015-2017 kannst du keine Schlüsse durch die Antragszahlen/Zeitpunkte auf die tatsächlich in dem Zeitraum angekommenen Flüchtlinge ziehen. Hier wurden Anträge teils erst über 6 Monate nach Aufnahme in einem Flüchtlingslager gestellt, genauso wurden Anträge im BAMF erst teils ein Jahr später bearbeitet. Ob ein Flüchtling hier schon vor der Grenzschließung oder erst danach über Lücken in der Grenze kam, ist damit nicht nachvollziehbar. Idomeni hat es gezeigt, hier kam erstmal niemand mehr durch. Das hatte dann die Auswirkung, dass kaum noch Flüchtlinge von der Türkei nach Griechenland übersetzten, da sie aus Sozialen Netzwerken wussten, dass es dort erstmal nicht weiterging und sie eine Registrierung in Griechenland erstmal vermeiden wollten.

Keine Ahnung wie du auf so eine Meinung kommst. Von Merkel-Alleingang kann überhaupt keine Rede sein. Die Vertragspartner beim Türkei-Deal sind die EU und die Türkei. Die Inhalte wurden eng mit allen EU-Staaten abgestimmt.


Ich habe die Nachrichtensendungen am Tag nach dem Deal gesehen, dazu die verblüfften Gesichter der EU-Staatsmänner, also sie auf den Deal von Merkel angesprochen wurden. Die EU-Länder hielten hier wohl etwas still, weil man die Aufnahme von Flüchtlingen aus dem Deal auf freiwillige Basis gestellt hatte.

Hier ein Artikel kurz nach dem Deal: https://www.welt.de/politik/deutschland ... elten.html

Beide Hände hob Angela Merkel wie erschrocken hoch. „Nein!“, wehrte sie Anfang der Woche in Brüssel ab und schaute dabei, als habe man ihr etwas Unsittliches angetragen: „Dieser Vorschlag ist allein von der türkischen Seite gemacht worden!“ Das wollte schon am Montag kaum einer der anderen 27 Staats- und Regierungschefs glauben. (...) Und das sollen sich die Türken wirklich allein ausgedacht haben? Recherchen der „Welt am Sonntag“ belegen jedenfalls das Gegenteil (...) Tatsächlich hat Merkel nur ganz am Anfang der Flüchtlingskrise wirklich auf Europa gesetzt. Als Brüssel nicht vorankam, nahm das Kanzleramt die Zügel in die Hand und zog eine intensive Nebendiplomatie mit Ankara auf. (...) In dieser Zeit entstand die Kernidee für die Vorschläge, die jetzt den anderen Europäern in Brüssel als überraschender türkischer Plan präsentiert wurden – und zwar in Verhandlungen vor allem zwischen hohen Beamten der Türkei und Vertretern aus Deutschland sowie der niederländischen Ratspräsidentschaft. (...) Merkel hat Erdogan sehr wohl den Stift geführt – entgegen den Interessen mancher EU-Partner. In Brüssel ist man sauer. „Die Aussage Merkels, Davutoglu habe plötzlich einen Zettel mit den neuen Plänen herausgezogen und damit alle überrascht, ist eine Märchenstunde“, schimpft ein EU-Spitzendiplomat. Selbst im deutschen Außenministerium hält sich das Gerücht hartnäckig, das Kanzleramt stecke hinter dem angeblichen Plan der Türkei. (...) „Die Idee war von Merkel“, schreibt auch Duygu Güvenc, die gut informierte Korrespondentin der türkischen „Cumhuriyet“, über das Projekt, das am Ende vor allem für die EU Arbeit bedeutet.

Jetzt kocht das wieder hoch, weil Erdogan einige Milliarden Euro für den Deal erhalten soll.

https://deutsche-wirtschafts-nachrichte ... rkei-deal/

Diplomaten und Insider werfen Bundeskanzlerin Angela Merkel vor, den Flüchtlingsdeal mit der Türkei im Alleingang und hinter dem Rücken der EU verhandelt zu haben. Der österreichische Standard zitiert in einer exklusiven Recherche Personen, die mit den Ereignissen vertraut gewesen sind. Demnach habe Merkel ohne Wissen der EU in der Türkei einen anderen, wesentlich teureren Deal verhandelt. Das Thema kocht jetzt wieder hoch, weil die Türkei auf der Bezahlung der von Merkel verhandelten sechs Milliarden Euro durch die EU besteht. Die Mitgliedsstaaten und die EU streiten darüber, wer die Summe bezahlen soll.


Merkel ging es im Sep 2015 mit der Grenzöffnung darum die EU-Mitglieder Griechenland, Italien sowie Ungarn und auch die Balkanstaaten nicht alleine und im Chaos untergehen zu lassen. In einem Punkt geb ich dir Recht. Die Mehrheit der EU-Länder will inzwischen von so einem solidarischen Handeln nichts mehr wissen und hat kein Problem damit wenn ausschließlich Griechenland und Italien das Flüchtlingsproblem am Hals haben. Hauptsache ihr eigenes Land bleibt verschont. Du vertrittst ja offenbar auch diese Meinung.


Nein, ich habe schon mehrfach gesagt, daß ich das Dublin-Abkommen für totalen Mist halte. Allerdings ist das eben gültiges Gesetz! Anstatt es einfach immer zu brechen, muss man es ändern. Und das hätte man schon vor Jahren angreifen müssen. Stattdessen haben sogar die Länder wie Griechenland und Italien das nicht angeschoben, weil sie wussten, dass sie die Flüchtlinge trotzdem nach Norden weiterreichen konnten.
Und wenn du mich wegen Solidarität ansprichst. Da bin ich dafür, das würde aber auch bedeuten, dass in Deutschland nicht mehr Asylanträge gestellt werden, wie in allen anderen EU-Ländern zusammen, sondern dass es hier einen Ausgleich gibt. Das würde eigentlich bedeuten, dass man hunderttausende Flüchtlinge von Deutschland in andere EU-Länder bringt, um hier eine faire Verteilung zu schaffen. Das ist natürlich kaum möglich, deshalb sollte man bei den aktuell ankommenden Flüchtlingen agieren und eben diese abweisen, die eh schon in einem anderen Land registriert sind.
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Re: Sammelstrang Flüchtlinge in Deutschland

Beitragvon Orbiter1 » So 17. Jun 2018, 10:05

sunny.crockett hat geschrieben:(17 Jun 2018, 09:05)

Duch das ganze Asylchaos 2015-2017 kannst du keine Schlüsse durch die Antragszahlen/Zeitpunkte auf die tatsächlich in dem Zeitraum angekommenen Flüchtlinge ziehen. Hier wurden Anträge teils erst über 6 Monate nach Aufnahme in einem Flüchtlingslager gestellt, genauso wurden Anträge im BAMF erst teils ein Jahr später bearbeitet.
Na dann erklär doch mal wieso die Asylerstanträge ab Oktober 2016 von durchschnittlich über 60.000 pro Monat auf ca 15.000 pro Monat gesunken sind. Der Grund war die Abarbeitung des Asylberges ab Sep 2015. Aber du hast ja offenbar eine andere Erklärung dafür. Nenn die doch mal.
Ich habe die Nachrichtensendungen am Tag nach dem Deal gesehen, dazu die verblüfften Gesichter der EU-Staatsmänner, also sie auf den Deal von Merkel angesprochen wurden. Die EU-Länder hielten hier wohl etwas still, weil man die Aufnahme von Flüchtlingen aus dem Deal auf freiwillige Basis gestellt hatte.

Hier ein Artikel kurz nach dem Deal: https://www.welt.de/politik/deutschland ... elten.html ....
Das ist Unsinn. Der Deal wurde mit Zustimmung aller EU-Staaten geschlossen. Dazu gab es 1 Woche vor Vertragsabschluss ein großes Treffen zwischen der EU, den EU-Staaten und der Türkei. Hier ist der Link http://www.consilium.europa.eu/de/meeti ... 016/03/07/ Aber offenbar passt dir die heimatnahe Unterbringung der syrischen Flüchtlinge in der Türkei nicht. Dann sollte Erdogan den aus deiner Sicht „unsäglichen“ Türkei-Deal beenden und die 3 Mio Syrer in der Türkei auf Europa loslassen. Dann passt es hoffentlich endlich und wir werden sehen was deine geschlossene Balkanroute wert ist. Griechenland wird jedenfalls nicht auf den 3 Mio Syrern sitzenbleiben. Die sind dem Nachbarland Mazedonien militärisch mehr als 10-fach überlegen und werden die Grenze nach Mazedonien offen halten.
Nein, ich habe schon mehrfach gesagt, daß ich das Dublin-Abkommen für totalen Mist halte. Allerdings ist das eben gültiges Gesetz! Anstatt es einfach immer zu brechen, muss man es ändern. Und das hätte man schon vor Jahren angreifen müssen. Stattdessen haben sogar die Länder wie Griechenland und Italien das nicht angeschoben, weil sie wussten, dass sie die Flüchtlinge trotzdem nach Norden weiterreichen konnten.
Du bist echt ein Scherzkeks. Es war genau andersrum. Seit 2012 hat es ausgelöst durch das von Frankreich, UK und USA im Jahr 2011 verursachte Chaos in Libyen (Merkel enthielt sich damals im Sicherheitsrat und hat auch keine Truppen zur Beseitigung des Ghadaffi-Regimes gestellt) jedes Jahr einen EU-Flüchtlingsgipfel gegeben. Dort haben Griechenland und Italien nachdrücklich Solidarität von den anderen EU-Staaten gefordert. Die Antwort war immer die gleiche. Es gilt Dublin III und das ist euer Problem. Griechenland und Italien haben dann notgedrungen zur Selbsthilfe gegriffen und die Flüchtlinge jeweils an die nördlichen Landesgrenzen gebracht.
Und wenn du mich wegen Solidarität ansprichst. Da bin ich dafür, das würde aber auch bedeuten, dass in Deutschland nicht mehr Asylanträge gestellt werden, wie in allen anderen EU-Ländern zusammen, sondern dass es hier einen Ausgleich gibt. Das würde eigentlich bedeuten, dass man hunderttausende Flüchtlinge von Deutschland in andere EU-Länder bringt, um hier eine faire Verteilung zu schaffen. Das ist natürlich kaum möglich, deshalb sollte man bei den aktuell ankommenden Flüchtlingen agieren und eben diese abweisen, die eh schon in einem anderen Land registriert sind.
Das heißt de facto keine Solidarität und jedes Land tut was es für richtig hält. Wenn das die Lösung ist kann sich die EU gleich auflösen.
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Re: Sammelstrang Flüchtlinge in Deutschland

Beitragvon Nightrain » So 17. Jun 2018, 11:09

Griechenland ist ja bereits zu unfähig den bestehenden Türkeideal umzusetzen und bringt stattdessen jeden Monat tausende Flüchtlinge statt in die Türkei zurück auf das Festland, damit diese nach Deutschland weiterziehen.
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Re: Sammelstrang Flüchtlinge in Deutschland

Beitragvon Julian » Mo 18. Jun 2018, 00:58

Orbiter1 hat geschrieben:(17 Jun 2018, 11:05)

Na dann erklär doch mal wieso die Asylerstanträge ab Oktober 2016 von durchschnittlich über 60.000 pro Monat auf ca 15.000 pro Monat gesunken sind. Der Grund war die Abarbeitung des Asylberges ab Sep 2015. Aber du hast ja offenbar eine andere Erklärung dafür. Nenn die doch mal.


Der Grund für den Rückgang der Flüchtlingszahlen ab dem März 2016 ist primär in der Schließung der Balkanroute zu suchen, nicht im Erdogan-Merkel-Pakt. Sogar das zentrale Propandaorgan der Merkelregierung hat das im März 2016 anerkannt, und zwar bevor der Erdogan-Merkel-Pakt geschlossen wurde:

Seit Mitternacht
Balkanroute faktisch dicht
Stand: 09.03.2016 02:50 Uhr

Die Flüchtlingsroute von der Türkei Richtung Nordwesteuropa ist faktisch dicht: Seit Mitternacht lässt Slowenien keine Flüchtlinge mehr durch. Als Reaktion kündigten Kroatien, Mazedonien und Serbien ihrerseits an, ebenso zu verfahren.

Ob man die Balkanroute für geschlossen erklären soll - darüber wurde beim jüngsten EU-Gipfel in Brüssel noch heftig diskutiert. Die Balkanstaaten selbst haben nun einfach Fakten geschaffen.
[...]
In den letzten Monaten hatten im Schnitt täglich mehrere tausend Menschen die Balkanroute passiert. Seit Ende Februar schon wurden es sukzessive weniger. Damals vereinbarten die betroffenen Staaten, die Zahl der Durchreisenden auf maximal 580 pro Tag zu begrenzen. Dann ließ Mazedonien überhaupt nur noch Syrer und Iraker durch und machte die Grenze zu Griechenland schließlich fast ganz dicht.
[...]
Folgen hat der Beschluss der Balkanländer mittelbar natürlich auch für die Tausenden Flüchtlinge, die im griechischen Idomeni warten: Ihre Chance, vielleicht doch noch weiterreisen zu dürfen, ist damit ein weiteres Mal gesunken. In Griechenland bildet sich inzwischen ein Rückstau von 36.000 Flüchtlingen, die nicht mehr über die mazedonische Grenze gelassen werden.

https://www.tagesschau.de/ausland/balka ... n-101.html

Die Migranten, die noch in der Türkei waren, haben relativ schnell mitbekommen, dass es kein Durchkommen mehr gab, zumindest kein einfaches. Die Bilder aus Idomeni haben ihren Zweck erfüllt.

Dass einige Wochen später der Erdogan-Merkel-Pakt geschlossen wurde, ist da eher ein Detail. Wichtiger waren die tapferen Balkanländer, die sich gegen Merkel erhoben haben und dem Abendland eine Verschnaufpause verschafft haben.
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Re: Sammelstrang Flüchtlinge in Deutschland

Beitragvon Orbiter1 » Mo 18. Jun 2018, 05:03

Julian hat geschrieben:(18 Jun 2018, 01:58)

Dass einige Wochen später der Erdogan-Merkel-Pakt geschlossen wurde, ist da eher ein Detail. Wichtiger waren die tapferen Balkanländer, die sich gegen Merkel erhoben haben und dem Abendland eine Verschnaufpause verschafft haben.
Dann kann die EU die 3 Mrd € teure heimatnahe Unterbringung der Flüchtlinge in der Türkei ja beenden wenn das nur ein Detail ist und in Wirklichkeit die tapferen Balkanländer die 3 Mio Syrer in der Türkei und alles was dann noch nachströmt aufhält. Bist du für eine Beendigung des EU-Türkei-Deals?
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jack000
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Re: Sammelstrang Flüchtlinge in Deutschland

Beitragvon jack000 » Mo 18. Jun 2018, 08:22

Unsere neuen Mitbürger - Refugees welcome!
Flüchtlinge in Bad Krozingen sollen in Kursen von Pro Familia angemessenen Umgang mit Frauen lernen

Nach der Verurteilung eines Gambiers wegen Drogen- und Sexualdelikten in Bad Krozingen bietet Pro Familia einen Kurs für junge Flüchtlinge an. Darin soll es um die Rechte von Frauen in Europa und den Umgang mit ihnen gehen, erklärt der stellvertretende Geschäftsführer.

Ein Gambier wurde diese Woche wegen Drogen-, Gewalt- und Sexualdelikten zu einem Jahr und fünf Monaten Haft verurteilt. Er ist für mehrere Übergriffe auf Frauen im Kurpark in Bad Krozingen verantwortlich. Pro Familia will nun Flüchtlingen mit Workshops den angemessenen Umgang mit Frauen näherbringen. Der stellvertretende Pro-Familia-Geschäftsführer in Freiburg, Gerhard Tschöpe, erklärt wie das geht.

Der Sonntag: Herr Tschöpe, wie lief Ihr erster Workshop für junge Männer mit Fluchterfahrung in Bad Krozingen?

Tschöpe: Vielleicht lag es am schwülen Wetter, vielleicht auch an den Ängsten der potenziellen Teilnehmer, es waren jedenfalls nur drei Teilnehmer da. Erfahrungsgemäß spricht es sich unter den jungen Leuten herum, dass sie keine Angst vor uns haben müssen. Und dann steigen auch die Teilnehmerzahlen.

Der Sonntag: Was sind das für Workshop-Angebote?

Tschöpe: Wir gehen in Unterkünfte und versuchen dort, mit den jungen Männern ins Gespräch zu kommen. Niederschwellig sozusagen. Wir reden mit den Männern über ihre aktuelle Situation, ihre Sorgen und Ängste. Fragen in Bezug auf Deutschland und die Unterschiede zu ihrer Herkunftskultur. Wie sollen sie das alles interpretieren und einschätzen? Da gibt es große Unsicherheiten. Das sind oft ganz banale Geschichten über die Unterschiede im Umgang mit Menschen, mit Behörden, im Alltag.

Der Sonntag: Da treffen Welten aufeinander, oder?

Tschöpe: (Lacht) In der Tat! Deshalb sind die Männer am Anfang oft verunsichert, und man muss Motivationsarbeit leisten, um sie überhaupt in die Kurse zu bekommen. Die Leute wissen ja nicht, wer ich bin oder was eine Beratungsstelle ist.

Der Sonntag: Konkret geht es um den Umgang mit Frauen, um die Frage, was angemessen ist und was nicht. In Bad Krozingen war das ja nach den Übergriffen im Kurpark der Auslöser, Sie ins Boot zu holen.

Tschöpe: Der Umgang zwischen Männern und Frauen ist bei den Kursen generell ein großes Thema. Auch für geflüchtete, verheiratete Frauen: Die erleben oft, dass sie in Deutschland plötzlich mehr Freiheiten haben. Das führt zu Konflikten in Ehen bis hin zur Trennung und Scheidung. Viele der Geflüchteten kommen aus sehr patriarchalisch geprägten Ländern, in denen der Mann eine andere Rolle hat als bei uns. Und für die alleinstehenden Männer geht es dann in den Kursen auch darum, wie sie jemanden kennenlernen können, wie sie flirten können und wie sie erkennen, dass ein "Nein" auch wirklich nein bedeutet: Die jungen Männer müssen eine Empathie für ihr Gegenüber oft erst lernen, damit es da nicht zu Grenzverletzungen kommt. Die fragen sich dann, wie sie überhaupt hier eine Frau kennenlernen können. Es ist eine Hilflosigkeit da, die sich oft in Penetranz und Aufdringlichkeit äußert.

Der Sonntag: Bis hin zur Straffälligkeit wie in Bad Krozingen?

Tschöpe: Die finden Sie in jedem Kulturkreis. Auch in Bad Krozingen hatten wir es mit einem Täter aus dem Kreis von mehreren hundert Geflüchteten zu tun. Die übrigens solche Übergriffe genauso verurteilen wie wir – zumindest im Gespräch mit uns in den Kursen, wo sie natürlich versuchen, sich möglichst angepasst zu geben. Im Detail merkt man dann schon, dass zum Beispiel Frauen- und Kinderrechte für diese Männer eher neue Konzepte sind. Dass zum Beispiel Entscheidungen in unserer Kultur von Mann und Frau gemeinsam diskutiert werden, ist für viele völlig neu.

Der Sonntag: Was setzen Sie der Verunsicherung entgegen?

Tschöpe: Wir erklären, wie man jemanden ansprechen kann, ohne mit der Tür ins Haus zu fallen: Den jungen Männern ist es zum Beispiel schwer zu erklären, dass eine Frau alleine oder mit einer Freundin in eine Diskothek oder eine Kneipe geht, weil sie wirklich nur tanzen oder sich unterhalten will. Umgekehrt fällt es übrigens gerade bei schwarzen Geflüchteten auch den Deutschen oft schwer, klare Grenzen zu ziehen: Man will ja nicht rassistisch sein. Trotzdem will man sich abgrenzen und nicht angebaggert oder aggressiv "angetanzt" werden. In dieser Dynamik steckt viel Verunsicherung.

Der Sonntag: Was wissen die Flüchtlinge über unseren Umgang miteinander?

Tschöpe: Oft erschreckend wenig: Mich hat ein junger Mann mal gefragt, woran man eine verheiratete Frau erkennt. Ich hab ihm erklärt, was ein Ehering ist und wie der getragen wird. Bei dem Gespräch war eine Praktikantin dabei. Als der Flüchtling die fünf Ringe an den Händen der Frau sah, fragte er mich, ob sie fünf Ehemänner habe. Mir hat das gezeigt, wie krampfhaft viele Flüchtlinge versuchen, Regeln zu erkennen, an die sie sich halten können.

http://www.badische-zeitung.de/der-sonn ... oellig-neu
Nach 3 Jahren und all den Übergriffen fällt denen sowas ein :rolleyes: Man sieht so aber auch, dass diese Leute überhaupt nicht hier her gehören und nie hätten kommen dürfen!
=> Die Masse ist zwischen 25 und 35 und somit fertig sozialisiert, da wird man nicht mehr viel ändern können.
Es wird sogar nicht mehr im PF geleugnet: "Ja die Gewalt gegen Frauen hat bedingt durch Zuwanderung zugenommen, und jetzt?"
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Re: Sammelstrang Flüchtlinge in Deutschland

Beitragvon Kamikaze » Mo 18. Jun 2018, 13:05

Hier ein Artikel zum Thema "Merkel hat 2015 die Grenzen geöffnet" (und warum das quatsch ist): http://faktenfinder.tagesschau.de/merke ... e-101.html
Wer viel kluges sagt ist klug,
wer zuhört ist weise.
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Re: Sammelstrang Flüchtlinge in Deutschland

Beitragvon Tom Bombadil » Mo 18. Jun 2018, 13:23

Das ist ja das Schöne an vielen Abkommen und Gesetzen: es werden massenhaft Schlupflöcher, die der normale Bürger nicht erkennen kann, weil er kein Volljurist ist, eingebaut und auch weidlich ausgenutzt. Empört sich dann das Volk, kommt das "Ätschibätschi" von der Regierung mit dem Verweis auf die Schlupflöcher, die höchstrichterlich bestätigt wurden. Wozu dann überhaupt noch solche Abkommen wie die Dublin-Abkommen, wenn sich sowieso kein Staat daran halten muss? Reine Augenwischerei, um das Volk ruhig zu stellen? Die Maastricht-Kriterien wurden auch ausgehebelt, da gibt es sicherlich auch irgendwelche Hintertürchen, die man sich von den höchsten Gerichten bestätigen lassen kann. Und dann wundert man sich seitens der Politik noch, warum sich der Büger verarscht vorkommt.
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Re: Sammelstrang Flüchtlinge in Deutschland

Beitragvon relativ » Mo 18. Jun 2018, 13:54

Tom Bombadil hat geschrieben:(18 Jun 2018, 14:23)

Das ist ja das Schöne an vielen Abkommen und Gesetzen: es werden massenhaft Schlupflöcher, die der normale Bürger nicht erkennen kann, weil er kein Volljurist ist, eingebaut und auch weidlich ausgenutzt. Empört sich dann das Volk, kommt das "Ätschibätschi" von der Regierung mit dem Verweis auf die Schlupflöcher, die höchstrichterlich bestätigt wurden. Wozu dann überhaupt noch solche Abkommen wie die Dublin-Abkommen, wenn sich sowieso kein Staat daran halten muss? Reine Augenwischerei, um das Volk ruhig zu stellen? Die Maastricht-Kriterien wurden auch ausgehebelt, da gibt es sicherlich auch irgendwelche Hintertürchen, die man sich von den höchsten Gerichten bestätigen lassen kann. Und dann wundert man sich seitens der Politik noch, warum sich der Büger verarscht vorkommt.

Eben Dublin war von Anfang an Augenwischerrei und für extrem Beispiele wie 2015 nie geeignet.
Das Dublin Abkommen wurde als Wohlfühlpaket für die innereuropäischen Staaten auf drängen von Deutschland eingeführt.
Das Banale braucht man nicht zu schälen.

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