Eine Welt ohne Grenzen, der Nationalstaat am Ende?

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garfield336
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Re: Eine Welt ohne Grenzen, der Nationalstaat am Ende?

Beitragvon garfield336 » Mi 21. Feb 2018, 16:46

H2O hat geschrieben:(21 Feb 2018, 15:31)

Das europäische Projekt ist ein erster Schritt zu einer Welt ohne Grenzen; in Europa sind zumindest gebietsweise die Menschen einigermaßen gleich reich oder arm, leben in freien und demokratischen Gesellschaften, sind weitgehend von Fanatismus befreit. Da könnte man doch am ehesten die Grenzen einiger Nationalstaaten einebnen... was ja auch Schritt für Schritt getan wird. Dieses Ziel scheint in den nächsten 50 Jahren erreichbar zu sein. Da lohnt sich der Einsatz.


Das sehe ich anders. Europa ist sehr um Abschottung bemüht.
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H2O
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Re: Eine Welt ohne Grenzen, der Nationalstaat am Ende?

Beitragvon H2O » Mi 21. Feb 2018, 17:25

garfield336 hat geschrieben:(21 Feb 2018, 16:46)

Das sehe ich anders. Europa ist sehr um Abschottung bemüht.


Nach innen aber doch nicht... oder werden Sie neuerdings gefilzt oder gar zurück gewiesen, wenn Sie Ihr Großherzogtum in irgendeiner Himmelsrichtung verlassen wollen? :eek:
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Ammianus
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Re: Eine Welt ohne Grenzen, der Nationalstaat am Ende?

Beitragvon Ammianus » Mi 21. Feb 2018, 17:28

Ein Terraner hat geschrieben:(21 Feb 2018, 08:43)

Welche Äußere Grenze hat eine Kugel ?


Ihre Oberfläche ...

und die Oberfläche wieder lässt sich zweidimensional darstellen - nennt man heutzutage, aber wohl auch schon länger, Landkarte ...
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Ammianus
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Re: Eine Welt ohne Grenzen, der Nationalstaat am Ende?

Beitragvon Ammianus » Mi 21. Feb 2018, 17:31

H2O hat geschrieben:(21 Feb 2018, 15:31)

Das europäische Projekt ist ein erster Schritt zu einer Welt ohne Grenzen; in Europa sind zumindest gebietsweise die Menschen einigermaßen gleich reich oder arm, leben in freien und demokratischen Gesellschaften, sind weitgehend von Fanatismus befreit. Da könnte man doch am ehesten die Grenzen einiger Nationalstaaten einebnen... was ja auch Schritt für Schritt getan wird. Dieses Ziel scheint in den nächsten 50 Jahren erreichbar zu sein. Da lohnt sich der Einsatz.


Genau, denn neben vielem Negativen gibt es auch positive Ansätze - und gar nicht mal so wenig. Aber da darf man dann auch nicht übertreiben und jeglichen Realitätssinn vermissen lassen. Wie dieser Philosoph ...
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Ammianus
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Re: Eine Welt ohne Grenzen, der Nationalstaat am Ende?

Beitragvon Ammianus » Mi 21. Feb 2018, 17:32

Ein Terraner hat geschrieben:(21 Feb 2018, 14:57)

Wer legt die Fläche eines Landes fest ?


Geographie und Geschichte ...
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Ein Terraner
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Re: Eine Welt ohne Grenzen, der Nationalstaat am Ende?

Beitragvon Ein Terraner » Mi 21. Feb 2018, 18:43

Ammianus hat geschrieben:(21 Feb 2018, 17:32)

Geographie und Geschichte ...


Linien im Staub.
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Ammianus
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Re: Eine Welt ohne Grenzen, der Nationalstaat am Ende?

Beitragvon Ammianus » Mi 21. Feb 2018, 21:32

Ein Terraner hat geschrieben:(21 Feb 2018, 18:43)

Linien im Staub.


Die Einen sagen so, die anderen sagen so ...
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Re: Eine Welt ohne Grenzen, der Nationalstaat am Ende?

Beitragvon garfield336 » Do 22. Feb 2018, 09:52

H2O hat geschrieben:(21 Feb 2018, 17:25)

Nach innen aber doch nicht... oder werden Sie neuerdings gefilzt oder gar zurück gewiesen, wenn Sie Ihr Großherzogtum in irgendeiner Himmelsrichtung verlassen wollen? :eek:


Nach Innen nicht, darum umso stärker nach Aussen. Ich habe so meine Schwierigkeiten, dies als "Vorbild" zu sehen.
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Re: Eine Welt ohne Grenzen, der Nationalstaat am Ende?

Beitragvon garfield336 » Do 22. Feb 2018, 09:53

Ein Terraner hat geschrieben:(21 Feb 2018, 14:57)

Wer legt die Fläche eines Landes fest ?


Menschen mit der Schusswaffe in der Hand. , die HAAAALT STOP rufen wenn sich jemand dieser Linie im Staub nähert. :(
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Re: Eine Welt ohne Grenzen, der Nationalstaat am Ende?

Beitragvon Adam Smith » Do 22. Feb 2018, 10:12

garfield336 hat geschrieben:(22 Feb 2018, 09:53)

Menschen mit der Schusswaffe in der Hand. , die HAAAALT STOP rufen wenn sich jemand dieser Linie im Staub nähert. :(

In Syrien, Jemen oder Somalia gibt es Grenzen bezüglich der einzelnen Konflikparteien. Grenzen sind wichtig, wenn es Unterschiede gibt.
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Re: Eine Welt ohne Grenzen, der Nationalstaat am Ende?

Beitragvon Ein Terraner » Do 22. Feb 2018, 10:29

Adam Smith hat geschrieben:(22 Feb 2018, 10:12)

In Syrien, Jemen oder Somalia gibt es Grenzen bezüglich der einzelnen Konflikparteien. Grenzen sind wichtig, wenn es Unterschiede gibt.

Grenzen verbinden.
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Re: Eine Welt ohne Grenzen, der Nationalstaat am Ende?

Beitragvon Adam Smith » Do 22. Feb 2018, 10:35

Ein Terraner hat geschrieben:(22 Feb 2018, 10:29)

Grenzen verbinden.

Dann fahr mal dahin und überprüfe deine Ansicht.
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Re: Eine Welt ohne Grenzen, der Nationalstaat am Ende?

Beitragvon Ein Terraner » Do 22. Feb 2018, 10:41

Adam Smith hat geschrieben:(22 Feb 2018, 10:35)

Dann fahr mal dahin und überprüfe deine Ansicht.


Wie du meinst Grenzen verbinden nicht? Sie Trennen die Menschen und schaffen nur noch mehr Konfliktpotential?
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Re: Eine Welt ohne Grenzen, der Nationalstaat am Ende?

Beitragvon garfield336 » Do 22. Feb 2018, 10:49

Alpha Centauri hat geschrieben:(20 Feb 2018, 18:39)
... wie moralisch fragwürdig,ethnisch willkürlich ...?



Von der Idee eine "Ethnischen" Nationalstaates sind wir doch schon längst weg.

Es geht nur noch um die Akzeptanz von Recht und Gesetz, der auf dem Staatsgebiet lebenden Personen.
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Re: Eine Welt ohne Grenzen, der Nationalstaat am Ende?

Beitragvon Dampflok94 » Do 22. Feb 2018, 11:30

garfield336 hat geschrieben:(22 Feb 2018, 10:49)

Von der Idee eine "Ethnischen" Nationalstaates sind wir doch schon längst weg.

Sind wir das? Und wer ist wir? Warum z. B. wollen viele Katalonen von Spanien lösen? Warum viele Schotten von GB? Warum ist die Sowjetunion auseinandergebrochen, warum Jugoslawien und warum haben sich Tschechen und Slowaken getrennt. Und wieso haben wir immer noch die Probleme im Kosovo? Und da habe ich jetzt nur mal ein paar europäische Problemzonen benannt. Ich sehe das nicht. Man muß nur so etwas wie "Vereinigte Staaten von Europa" in den Ring werfen und schon kommen viele ablehnende Stimmen. Und dafür ist die Ablehnung eines Vielvölkerstaates ein Hauptgrund.
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Re: Eine Welt ohne Grenzen, der Nationalstaat am Ende?

Beitragvon garfield336 » Do 22. Feb 2018, 11:39

Dampflok94 hat geschrieben:(22 Feb 2018, 11:30)

Sind wir das? Und wer ist wir? Warum z. B. wollen viele Katalonen von Spanien lösen? Warum viele Schotten von GB? Warum ist die Sowjetunion auseinandergebrochen, warum Jugoslawien und warum haben sich Tschechen und Slowaken getrennt. Und wieso haben wir immer noch die Probleme im Kosovo? Und da habe ich jetzt nur mal ein paar europäische Problemzonen benannt. Ich sehe das nicht. Man muß nur so etwas wie "Vereinigte Staaten von Europa" in den Ring werfen und schon kommen viele ablehnende Stimmen. Und dafür ist die Ablehnung eines Vielvölkerstaates ein Hauptgrund.


Ist Ethnie ein Argument um eine deutsche Staatsbürgerschaft zu bekommen? Das verbietet doch euer Grundgesetz.
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Re: Eine Welt ohne Grenzen, der Nationalstaat am Ende?

Beitragvon Dampflok94 » Do 22. Feb 2018, 11:44

garfield336 hat geschrieben:(22 Feb 2018, 11:39)

Ist Ethnie ein Argument um eine deutsche Staatsbürgerschaft zu bekommen? Das verbietet doch euer Grundgesetz.

Selbstredend ist es das nicht. Aber das ist doch nur ein Punkt unter vielen. Der gilt im übrigen für viele Staaten in dieser Welt. Auch in solchen, die sich sehr national geben.

Ethnischer Nationalstaat heißt und hieß noch niemals 100% einer Ethnie. (Ok, vielleicht früher mal in Island ;) )
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Re: Eine Welt ohne Grenzen, der Nationalstaat am Ende?

Beitragvon garfield336 » Do 22. Feb 2018, 13:35

Dampflok94 hat geschrieben:(22 Feb 2018, 11:44)

Selbstredend ist es das nicht. Aber das ist doch nur ein Punkt unter vielen. Der gilt im übrigen für viele Staaten in dieser Welt. Auch in solchen, die sich sehr national geben.

Ethnischer Nationalstaat heißt und hieß noch niemals 100% einer Ethnie. (Ok, vielleicht früher mal in Island ;) )


Island ist auch heute noch sehr homogen. :)

Ein Staat wird durch seine Bürger getragen, deshalb sollte man dann hier auch schauen, Wer sind die Bürger des Staates?

Es macht auch einen grossen Unterschied ob man Geburtsortprinzip oder das Herkunftsprinzip bei der Staatsbürgerschaft anwendet.
In Europa mit Ausnahme Frankreichs? Geht es immer noch um die Blutlinie. während ganz Amerika das Geburtsortprinzip anwendet.
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Re: Eine Welt ohne Grenzen, der Nationalstaat am Ende?

Beitragvon H2O » Do 22. Feb 2018, 18:17

garfield336 hat geschrieben:(22 Feb 2018, 13:35)

Island ist auch heute noch sehr homogen. :)

Ein Staat wird durch seine Bürger getragen, deshalb sollte man dann hier auch schauen, Wer sind die Bürger des Staates?

Es macht auch einen grossen Unterschied ob man Geburtsortprinzip oder das Herkunftsprinzip bei der Staatsbürgerschaft anwendet.
In Europa mit Ausnahme Frankreichs? Geht es immer noch um die Blutlinie. während ganz Amerika das Geburtsortprinzip anwendet.


Zeitweise oder immer noch galt in Deutschland doch auch der Grundsatz, daß jeder Deutscher ist, der in Deutschland geboren ist. Da wir aber eine sehr große Zahl ausländischer Mitbürger haben, die darauf bestanden, daß ihr Nachwuchs weiterhin die Staatsbürgerschaft der Eltern fortsetzen soll, kam es zu der bedingten deutschen Staatsbürgerschaft und zu Doppelpässen gegen das ursprüngliche Paßgesetz.

Bedingte deutsche Staatsbürgerschaft bedeutete, daß mit dem 18. Lebensjahr... oder war's das 21.?... der junge Mensch sich entscheiden sollte, ob er die deutsche Staatsbürgerschaft oder die seiner Eltern, aber auf jeden Fall nicht beide Staatsbürgerschaften annehmen wollte. Diese Regelung fand ich ganz fair.

Ich meine, daß inzwischen 2 Staatsbürgerschaften möglich sind, was ich für eine unerträgliche Mixtur halte. Entweder loyal zu diesem Staat oder zu jenem. Im Fall der Türkei sehen wir doch, welcher Blödsinn damit angerührt wird!
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Re: Eine Welt ohne Grenzen, der Nationalstaat am Ende?

Beitragvon Alpha Centauri » Do 22. Feb 2018, 22:13

Gasses Ansichten zielen ja darauf so was wie Staatsbürgerschaft gänzlich abzuschaffen da für ihn ohnehin der Nationalstaat im.Zuge des digitalen Zeitalters an Macht verliert und gänzlich sich auflöst.
Und wirklich "souverän und unabhängig ist kein Staat der Welt.

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