Warum Zinsen immer mit Leid verbunden sind.

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Re: Warum Zinsen immer mit Leid verbunden sind.

Beitragvon Realist2014 » Mo 25. Sep 2017, 18:16

Loki hat geschrieben:(25 Sep 2017, 19:03)

Wie gemein, wo Du doch sicherlich mitbekommen hast, daß ich derzeit einen "Verwarnstatus" habe und noch nicht mal mein Avatarbild geschweige denn meine Signatur ändern darf...

Aber danke für die weiterführenden Argumente der vorherigen 3 - 4 Beiträge.



Und inwiefern "hindert" dich dein Verwarnstatus daran, endlich mal klar darzulegen, was nun DEINE "Probleme" mit Zinsen sind?

Und zwar getrennt nach "Sparzinsen" und "Kreditzinsen"
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Loki
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Re: Warum Zinsen immer mit Leid verbunden sind.

Beitragvon Loki » Mo 25. Sep 2017, 18:20

Realist2014 hat geschrieben:(25 Sep 2017, 19:16)
endlich mal

Hö ? Geht´s noch ??
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Re: Warum Zinsen immer mit Leid verbunden sind.

Beitragvon Realist2014 » Mo 25. Sep 2017, 18:32

Loki hat geschrieben:(25 Sep 2017, 19:20)

Hö ? Geht´s noch ??



sicher

ich warte...

was ist das "angebliche" Problem mit Sparzinsen?

Und was ist das angebliche Problem mit Kreditzinsen

und zwar mit tatsächlichen Fakten- und keinen realitätsfernen Szenarien...
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Re: Warum Zinsen immer mit Leid verbunden sind.

Beitragvon BlueMonday » Mo 25. Sep 2017, 19:25

Dieses "der Zins fehlt, weil er nicht mitgeschöpft wird" wurde doch schon x-mal hier diskutiert.

Das alte Problem bei manchem "Zinskritiker" ist immer noch die isolierte Betrachtung von einzelnen Krediten, statt sich klar zu machen, dass in Wirklichkeit unzählige Kredite nebeneinander und überlappend laufen, mit unterschiedlichen Fälligkeiten und auch immer wieder neue Kredite dazukommen und damit auch frisches Geld. Dazu die Geldmenge, die längfristiger im System verbleibt, weil sie nicht per Kredit geschöpft wurde (Münzgeld/Münzregal der Regierungen oder Goldkauf durch die Zentralbanken). Allein dieses Geld kann doch für ein Vielfaches seines Nennwertes im Zeitverlauf als Zahlungsmittel herhalten. Wieder und wieder. Eine einzige Geldeinheit kann schon in Laufe ihrer langjährigen Existenz an 1000en und 10000en... Zahlvorgängen beteiligt sein und entsprechende Zinsen oder Schuldbeträge begleichen. Und der eingenommene Zins wird durch die Banken in der Regel auch wieder ausgegeben, bspw. bei den Gehaltszahlungen und kommt so wieder in den Kreislauf und stützt sogar das Kreditgeldsystem. Aber wie gesagt, alles schon x-mal hier erklärt worden...

Und dazu noch eine hübsche illustrierende Grafik: https://wiki.piratenpartei.de/wiki/imag ... fehlt5.jpg

Das Rote ist der vermeintlich fehlende Zins, der aber wieder ausgegeben wird.
But who would build the roads?
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Loki
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Re: Warum Zinsen immer mit Leid verbunden sind.

Beitragvon Loki » Mo 25. Sep 2017, 20:00

BlueMonday hat geschrieben:(25 Sep 2017, 20:25)

[...] in Wirklichkeit unzählige Kredite nebeneinander und überlappend laufen, mit unterschiedlichen Fälligkeiten und auch immer wieder neue Kredite dazukommen [...]

Und bei wie vielen dieser (Neu-)Kredite wird der hierfür zu zahlende Zins gleich mitgeschöpft, so daß die Rechnung (Kredit + Zins = bezahlbarer Rückzahlungsbetrag) wieder stimmt ?
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Re: Warum Zinsen immer mit Leid verbunden sind.

Beitragvon Realist2014 » Mo 25. Sep 2017, 20:08

Loki hat geschrieben:(25 Sep 2017, 21:00)

Und bei wie vielen dieser (Neu-)Kredite wird der hierfür zu zahlende Zins gleich mitgeschöpft, so daß die Rechnung (Kredit + Zins = bezahlbarer Rückzahlungsbetrag) wieder stimmt ?


der muss nicht "mitgeschöpft" werden...

wie oft willst du dieses alberne Karussell eigentlich noch fahren?
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Re: Warum Zinsen immer mit Leid verbunden sind.

Beitragvon Loki » Mo 25. Sep 2017, 21:14

Realist2014 hat geschrieben:(25 Sep 2017, 21:08)

der muss nicht "mitgeschöpft" werden...

Dann muss er auch nicht "bezahlt" werden :?:
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Re: Warum Zinsen immer mit Leid verbunden sind.

Beitragvon Realist2014 » Mo 25. Sep 2017, 21:54

Loki hat geschrieben:(25 Sep 2017, 22:14)

Dann muss er auch nicht "bezahlt" werden :?:



dieser Zusammenhang besteht nicht
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Re: Warum Zinsen immer mit Leid verbunden sind.

Beitragvon Alter Stubentiger » Mi 27. Sep 2017, 18:13

Dampflok94 hat geschrieben:(24 Sep 2017, 20:19)

Eben. Genau das. Den Dispo also in Bausch und Bogen zu verdmmen ist also nicht angesagt.

Aber mit ihm kann man nicht "beweisen" wie sehr die Bürger durch Zinsen zum Leiden verdammt werden. Und genau dies wurde getan.
Wer unter Dispo Zinsen wirklich wahrnehmbar leidet macht einfach etwas falsch. Er sollte einfach mal darüber nachdenken ob er diese Form des Kredits exzessiv nutzen soll.

Ich finde wer das tut hat einen Knall und es nicht besser verdient.
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Re: Warum Zinsen immer mit Leid verbunden sind.

Beitragvon Alter Stubentiger » Do 28. Sep 2017, 15:02

Loki hat geschrieben:(25 Sep 2017, 14:50)

"Erwirtschaftet" werden kann Geld nur dann, wenn es zuvor erschaffen wurde. Weder Landwirt noch Mechatroniker erschaffen direkt und alleine Geld; auch kein Giralgeld.
"Erwirtschaftet" kann somit nur der Kreditbetrag. Der hierfür ans Bankensystem zu zahlende Zinsbetrag muß extra, unter Beteiligung eben dieses Bankensystems, erschaffen (geschöpft) werden. Eine Zwangsabhängigkeit.

Völliger Bullshit. Um Zinsen zurückzahlen zu können würde zuvor irgendwo im Wirtschaftkreislauf ein Mehrwert erzeugt.
Dieser Mehrwert hat Einfluss auf die Wirtschaftsleistung. Und diese Wirtschaftsleistung hat Einfluss auf die Geldmenge. Und dadurch das die Geldmenge gestiegen ist können unter anderem Zinsen bezahlt werden. Da wird nichts geschöpft.

Das Privileg der Geldschöpfung ist durchaus fragwürdig. Deshalb gibt es Gedanken zum Vollgeld. Das ist aber ein ganz anderes Thema. Trenne dich von dem Gedanken das die Geldschöpfung etwas mit dem Zins zu tun hätte.
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Re: Warum Zinsen immer mit Leid verbunden sind.

Beitragvon Dampflok94 » Fr 29. Sep 2017, 09:55

Alter Stubentiger hat geschrieben:(27 Sep 2017, 19:13)

Aber mit ihm kann man nicht "beweisen" wie sehr die Bürger durch Zinsen zum Leiden verdammt werden. Und genau dies wurde getan.
Wer unter Dispo Zinsen wirklich wahrnehmbar leidet macht einfach etwas falsch. Er sollte einfach mal darüber nachdenken ob er diese Form des Kredits exzessiv nutzen soll.

Da wird dir kaum jemand widersprechen. Der Dispo ist was für den kurzfristigen Engpaß und nicht auf Dauer angelegt. Aber er verlockt halt viele.Und beim Geldausgeben ist nun mal nicht nur die Ratio am Zug. Gelegenheit macht nicht nur Diebe, es macht auch Käufer.
Leute kauft mehr Dampflokomotiven!!!
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Re: Warum Zinsen immer mit Leid verbunden sind.

Beitragvon Alter Stubentiger » Fr 29. Sep 2017, 14:54

Dampflok94 hat geschrieben:(29 Sep 2017, 10:55)

Da wird dir kaum jemand widersprechen. Der Dispo ist was für den kurzfristigen Engpaß und nicht auf Dauer angelegt. Aber er verlockt halt viele.Und beim Geldausgeben ist nun mal nicht nur die Ratio am Zug. Gelegenheit macht nicht nur Diebe, es macht auch Käufer.

Natürlich. Und es ist heute ja auch so einfach im bargeldlosen Zeitalter.
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Re: Warum Zinsen immer mit Leid verbunden sind.

Beitragvon Dampflok94 » Sa 30. Sep 2017, 14:33

Alter Stubentiger hat geschrieben:(29 Sep 2017, 15:54)
Natürlich. Und es ist heute ja auch so einfach im bargeldlosen Zeitalter.

Das auf alle Fälle. Unsere Altvorderen nahmen ihr Bargeld und bildeten Häufchen (Miete, Gas,Licht...). Und was übrig blieb konnte ausgegeben werden. Kredite gab es nur im kleinen Ramen, wenn der Kaufmann oder der Kneipier bereit war anzuschreiben. Heute wird überall mit 0%-Finanzierung gelockt und die Schufa bleibt selbstredend außen vor.
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Re: Warum Zinsen immer mit Leid verbunden sind.

Beitragvon Rote_Galaxie » So 1. Okt 2017, 16:38

Was ist denn dagegen einzuwenden wenn Kredite ohne Zinsen vergeben werden und die Bank gesetzlich der Gesellschaft verpflichtet wird?
Und wer kontrolliert die Kontrolle?
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Re: Warum Zinsen immer mit Leid verbunden sind.

Beitragvon Skull » So 1. Okt 2017, 17:30

Rote_Galaxie hat geschrieben:(01 Oct 2017, 17:38)

Was ist denn dagegen einzuwenden wenn Kredite ohne Zinsen vergeben werden
und die Bank gesetzlich der Gesellschaft verpflichtet wird?

Recht und Gesetz. Treu und Glauben. Sinn und Verstand.

mfg
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Re: Warum Zinsen immer mit Leid verbunden sind.

Beitragvon Realist2014 » So 1. Okt 2017, 18:01

Rote_Galaxie hat geschrieben:(01 Oct 2017, 17:38)

Was ist denn dagegen einzuwenden wenn Kredite ohne Zinsen vergeben werden und die Bank gesetzlich der Gesellschaft verpflichtet wird?


wer trägt denn den Verlust, wenn der Kredit nicht zurückbezahlt wird?
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Re: Warum Zinsen immer mit Leid verbunden sind.

Beitragvon Teeernte » So 1. Okt 2017, 18:18

Rote_Galaxie hat geschrieben:(01 Oct 2017, 17:38)

Was ist denn dagegen einzuwenden wenn Kredite ohne Zinsen vergeben werden und die Bank gesetzlich der Gesellschaft verpflichtet wird?


Du MUSST keinen Kredit nehmen.

Du darfst einer Genossenschaftsbank beitreten.

.....wenn du keinen Kredit nimmst - nur mit Eigenmitteln baust ....musst Du lange sparen - das Geld "verfällt" .....(Inflation) - wer soll das ausgleichen ...ohne Zinsen ? Dein Sparstrumpf ??
Obs zu kalt, zu warm, zu trocken oder zu nass ist:.... Es immer der >>menschgemachte<< Klimawandel. :D
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Re: Warum Zinsen immer mit Leid verbunden sind.

Beitragvon Rote_Galaxie » So 1. Okt 2017, 19:37

Skull hat geschrieben:(01 Oct 2017, 18:30)

Recht und Gesetz. Treu und Glauben. Sinn und Verstand.

mfg


Rechte und Gesetze können auch Unrecht sein.
Treu und Glauben sind historisch definiert.
Sinn und Verstand entscheidet die Logik.
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Re: Warum Zinsen immer mit Leid verbunden sind.

Beitragvon Realist2014 » So 1. Okt 2017, 19:38

Rote_Galaxie hat geschrieben:(01 Oct 2017, 20:37)

Rechte und Gesetze können auch Unrecht sein.
.



unsere deutsche Verfassung ist genau sicher kein Unrecht
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Re: Warum Zinsen immer mit Leid verbunden sind.

Beitragvon Skull » So 1. Okt 2017, 20:59

Rote_Galaxie hat geschrieben:(01 Oct 2017, 20:37)

Rechte und Gesetze können auch Unrecht sein.
Treu und Glauben sind historisch definiert.
Sinn und Verstand entscheidet die Logik.

Guten Abend,
es liegt an Dir, ob dieser von Dir selbst eröffnete Thread am Leben bleibt.

Wenn Du Deine üblichen Floskeln loswerden möchtest, ist das ... dann Spam.
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