Berlin - LKW rast in Weihnachtsmarkt

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Re: Berlin - LKW rast in Weihnachtsmarkt

Beitragvon DarkLightbringer » Do 29. Dez 2016, 18:08

H2O hat geschrieben:(29 Dec 2016, 17:00)

Nun ja, innerhalb der EU und außerhalb funktioniert Solidarität nicht im notwendigen Maße. Ich hoffe, daß es nicht so war... aber weil Italien mit einem Verbrecher nicht sinnvoll umgehen kann, müssen am Ende in Deutschland 12 Menschen sterben und sind viele weitere vielleicht ein restliches Leben Krüppel. Dann kommen mir die Verweise auf die volle Härte des Rechtsstaats reichlich hilflos vor.

Wer seinerzeit auch nur im Geruch stand, mit der RAF mehr als eine Zufallsbegegnung gehabt zu haben, der sah sich einigen sehr gründlichen Nachforschungen ausgesetzt. Zuvor schon hatte man die Gesetze angepaßt, damit es weiter mit rechten Dingen zugehen konnte... mit Notstandsgesetzen. https://de.wikipedia.org/wiki/Deutsche_Notstandsgesetze.

Terrorismus einer international operierenden Miliz hat - anders als ein konventioneller Angriff - nicht Bodengewinn zum Ziel, sondern das Verunsichern und das Divergieren. Aus der Perspektive der Terroristen werden Hysterie und Zwietracht nicht gerade das sein, woran sie sich stören müssten.
Umgekehrt kann der Terrorismus durchaus am Zusammenhalt und der Widerstandsfähigkeit zerbrechen.
Wir sollten daher nicht die Prioritäten darauf verlegen, Polizei, die eigene Regierung oder befreundete Regierungen zu kritisieren. Wenn man Terrorismus bekämpfen will, muss man ein Stück weit robuster denken.

Die RAF seinerzeit ist grundlegend gescheitert. Aber nicht deshalb, weil jeder, der nicht bei drei auf den Bäumen war, verfolgt wurde, sondern aufgrund großer Übereinstimmung. Es gab auch eine sehr robuste Maßnahme auf fremdem Territorium, und sie war nicht mal unwichtig im Ganzen.
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Re: Berlin - LKW rast in Weihnachtsmarkt

Beitragvon Loki » Do 29. Dez 2016, 18:34

Darkfire hat geschrieben:(29 Dec 2016, 16:55)

Vielleicht erklärt sich ja so der Zickzackkurs.

a) Rotes Warnlicht zuerst bei bzw. wg. dem gelben Stadtbus --> LKW biegt nach rechts auf den Breitscheidplatz --> Warnlicht geht aus, aber wieder sofort an, weil
b) Hindernisse nach dem Rechtsabbiegen vom Bremssystem/Boardcomputer erkannt werden --> LKW macht eine Linkskurve, rollt dort wenige Meter über den Breitscheidscheidplatz mit Blick auf den alten Kirchturm und die Warnleuchte geht zuerst wieder aus.
c) Da auch hier Hindernisse sind, blinkt die Warnleuchte erneut auf, die Fahrt wird jedoch relativ geradeaus weitergeführt. Anschließend müßte dann wohl die automatische Bremsung erfolgt sein ?
d) Lkw fährt - laut neusten Medienmeldungen bereits bremsend - nach links vom Breitscheidplatz herunter.
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Re: Berlin - LKW rast in Weihnachtsmarkt

Beitragvon Moses » Do 29. Dez 2016, 18:39

holymoly hat geschrieben:(29 Dec 2016, 17:28)

Klar....Fachkräfte eben.


Selbst die Hilfsarbeiter, glaub mir. Weil denen Deine rassistische Verblendung abgeht.
Der Herr gebe mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann, den Mut, Dinge zu ändern, die ich nicht hinnehmen kann, und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.
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Re: Berlin - LKW rast in Weihnachtsmarkt

Beitragvon holymoly » Do 29. Dez 2016, 18:46

Moses hat geschrieben:(29 Dec 2016, 18:39)

Selbst die Hilfsarbeiter, glaub mir. Weil denen Deine rassistische Verblendung abgeht.


Meine rassistische Verblendung.....hört hört :D :D

Na ja.....zumindestens zünde ich keine Menschen an, oder fahre sie Aufgrund ihrer Religion zu Tode.
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Re: Berlin - LKW rast in Weihnachtsmarkt

Beitragvon jack000 » Do 29. Dez 2016, 19:00

[MOD] - Beleidigungen und SPAM unterbleiben hier!
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Re: Berlin - LKW rast in Weihnachtsmarkt

Beitragvon H2O » Do 29. Dez 2016, 19:26

DarkLightbringer hat geschrieben:(29 Dec 2016, 18:08)

Terrorismus einer international operierenden Miliz hat - anders als ein konventioneller Angriff - nicht Bodengewinn zum Ziel, sondern das Verunsichern und das Divergieren. Aus der Perspektive der Terroristen werden Hysterie und Zwietracht nicht gerade das sein, woran sie sich stören müssten.
Umgekehrt kann der Terrorismus durchaus am Zusammenhalt und der Widerstandsfähigkeit zerbrechen.
Wir sollten daher nicht die Prioritäten darauf verlegen, Polizei, die eigene Regierung oder befreundete Regierungen zu kritisieren. Wenn man Terrorismus bekämpfen will, muss man ein Stück weit robuster denken.

Die RAF seinerzeit ist grundlegend gescheitert. Aber nicht deshalb, weil jeder, der nicht bei drei auf den Bäumen war, verfolgt wurde, sondern aufgrund großer Übereinstimmung. Es gab auch eine sehr robuste Maßnahme auf fremdem Territorium, und sie war nicht mal unwichtig im Ganzen.


Nein, ich meine schon, daß das bekannt gewordene Staatsversagen mit Nachdruck aufgeräumt werden muß. Für mich ist es einfach erstaunlich, daß nach den NSU-Pannen&Pleiten, nach dem Scheitern der eingefahrenen BAMF am "Mengenproblem" so gar keinen Rückgriff auf Mitbürger gab, um meinetwegen unter Aufsicht von Beamten das Mengenproblem ab zu arbeiten. Nur bei der Versorgungsaufgabe hat tatsächlich das tätige Bürgerengagement "gestanden"; so auch bei unseren öffentlichen Tafeln. In Israel hätte der Staat das Problem mit Hilfe seiner Bürger angepackt. Vermutlich ein anderes Verständnis von Staat und Gemeinschaft. Ich denke da also durchaus robust.

Ja klar, jeder erkennbare Erfolg hellt die Stimmung auf, die sich durch Terror eingetrübt hat. Wer freut sich nicht, wenn Anschläge vereitelt werden konnten. Aber: Haben wir damit verdammt viel Glück gehabt? Wir sollten uns von polizeibekannten Gefährdern und salafistischem Umfeld so schnell wie irgend möglich trennen und unsere Grenzen für sie möglichst unüberwindlich machen. Etwas eigenartig, daß unsere Gesellschaft solidarisch die Anschläge aushalten soll, die es ohne diese Gefährder und ihr Umfeld hier gar nicht gegeben hätte und geben würde. Wo bleiben die zugehörigen Gesetze und ihre verfassungsgemäßen Grundlagen?
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Re: Berlin - LKW rast in Weihnachtsmarkt

Beitragvon d'Artagnan » Do 29. Dez 2016, 20:08

zollagent hat geschrieben:(28 Dec 2016, 12:28)

In ersten Satz etwas in den Raum stellen, was durch den direkt Nachfolgenden aufgehoben wird.Klasse!

Offensichtlich bist Du nicht in der Lage den Sinn des Satzes "Sondern schlicht darum die Sicherheit der eigenen Staatsbürger notfalls über die Freizügigkeit von -technisch gesehen - illegal Zugereisten zu stellen." zu erfassen.

Dabei muss man schon völlig verbohrt sein, um Vorgänge wie folgende NICHT zu kritisieren:
Amri hat nicht nur ein Mal, nämlich bei seiner vereitelten Fahrt in die Schweiz im August, gegen Wohnsitz- und Meldeauflagen verstoßen. Er hat es etliche Male getan, er durfte sich offenbar in Nordrhein-Westfalen ungehindert bewegen.

Er konnte in Nachbargemeinden unter verschiedenen Namen Sozialhilfe beantragen und im ganzen Bundesland extremistische Imame besuchen, er konnte versuchen, an Waffen zu gelangen und mit dem IS Kontakt aufzunehmen – und etliches davon war deutschen Behörden bekannt.

Etliche Male wird er im Gemeinsamen Terrorabwehrzentrum von Bund und Ländern zum Thema von Besprechungen – ohne dass etwas geschieht. Es habe keine Indizien für eine unmittelbar bevorstehende Straftat gegeben, heißt es derzeit als Begründung. Es überrascht nicht, dass Amri nach der Tat unbehelligt durch halb Europa reisen konnte. Und es fällt schwer, darüber nicht in Sarkasmus zu verfallen.

https://www.welt.de/debatte/kommentare/ ... allen.html

Die oberste politische Verantwortung für dieses Versagen trägt einen Namen: Angela Merkel, CDU
Die Frau, die dem Bundesinnenminister noch im November letzten Jahres nach dem Anschlag in Paris Grenzkontrollen verboten hat.
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Re: Berlin - LKW rast in Weihnachtsmarkt

Beitragvon Darkfire » Do 29. Dez 2016, 20:27

Loki hat geschrieben:(29 Dec 2016, 18:34)

a) Rotes Warnlicht zuerst bei bzw. wg. dem gelben Stadtbus --> LKW biegt nach rechts auf den Breitscheidplatz --> Warnlicht geht aus, aber wieder sofort an, weil
b) Hindernisse nach dem Rechtsabbiegen vom Bremssystem/Boardcomputer erkannt werden --> LKW macht eine Linkskurve, rollt dort wenige Meter über den Breitscheidscheidplatz mit Blick auf den alten Kirchturm und die Warnleuchte geht zuerst wieder aus.
c) Da auch hier Hindernisse sind, blinkt die Warnleuchte erneut auf, die Fahrt wird jedoch relativ geradeaus weitergeführt. Anschließend müßte dann wohl die automatische Bremsung erfolgt sein ?
d) Lkw fährt - laut neusten Medienmeldungen bereits bremsend - nach links vom Breitscheidplatz herunter.


Das einzige was mich da verwirrt und das habe ich ja schon mal ganz am Anfang geschrieben, ich kann dieses Bremssystem jederzeit überstimmen und hier reicht ein einfacher Druck aufs Gaspedal und er fährt weiter Vollgas.
Nimmt man aber an daß er sich alleine vom Warnsignal aus dem Konzept bringen ließ und er am Ende irgendwie ganz die Kontrolle darüber verloren hat würde sich diese Notbremsung erklären.

Ich erkläre das Überstimmen mal genauer:
Auf der Autobahn fährt vor mir einer ab.
Der Spurassistent bemerkt den Spurwechsel nicht und meldet Hindernis.
Dann leuchtet die Warnung auf.
Nun habe ich eine Sekunde Zeit zu reagieren sonnst macht das System eine Notbremsung.
Ich kann nun selber bremsen, oder mir sagen der fährt schon auf der Nebenspur keine Gefahr also ich gebe Gas und dann fährt er weiter egal ob da was steht oder nicht.
Ich habe dem System durch mein Tritt aufs Gaspedal gesagt ich bin der Chef ich sage alles klar weiter und es akzeptiert mein Fahrbefehl.
Allerdings hatte er davon keine Ahnung kann es wirklich so ablaufen wie beschrieben und in so einem Führerhaus kann es schon sehr wacklig werden.
Vielleicht ist er abgerutscht, traf das Gaspedal nicht mehr und schon wirft der LKW den Anker raus und bietet alles auf um so schnell wie möglich zu bremsen.
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Re: Berlin - LKW rast in Weihnachtsmarkt

Beitragvon jack000 » Do 29. Dez 2016, 21:19

[MOD] - Ich mahne hier zum Benehmen an ... und nicht noch ein weiteres mal!
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Re: Berlin - LKW rast in Weihnachtsmarkt

Beitragvon H2O » Do 29. Dez 2016, 21:33

Das Umfeld für den Terror ist aus meiner Sicht verwirrend. Nach den Gesetzen der Wahrscheinlichkeit wird ein öffentlicher Anschlag in einem Land mit einer Minderheit meist Mitglieder der Mehrheit treffen. Es geht wohl doch mehr um einen Anschlag auf eine "feindliche" Gesellschaft, um sie möglichst vom Kampf gegen den Terror im schon eroberten Machtbereich ab zu bringen. Besonders erfolgreich sind sie damit nicht.

Terroristen dieser Ideologie morden aber auch in Gesellschaften mit formal sehr ähnlichen religiösen Grundlagen. Dort zerfetzen sie Mitbürger, um die Herrschaft durch Gewalt übernehmen zu können, schaffen ein System von Günstlingen und Verrätern, das ihnen beim Ausbeuten der Untertanen hilft.

Diese Terroristen morden keineswegs Mitglieder einer bestimmten Religion; dieses teuflische Vergnügen bleibt der Handarbeit völlig verrohter Mitglieder vorbehalten. Ansonsten morden sie, wo immer sie Widerstand gegen ihren unbedingten Herrschaftsanspruch vermuten.

Dieser umfassende Herrschaftsanspruch mitsamt "Treueschwüren" liegt dem Terror zu Grunde. Das religiöse Gehabe ist eine Äußerlichkeit. Wenn es denn ginge, dann könnte man diese auf Gewalt gegründete Herrschaft dadurch vernichten, daß man die Räuberhauptleute systematisch verfolgt und ausschaltet. Dann bleiben die kleinen dummen und dadurch auch gefährlichen Strolche ohne Schlagkraft. Mag sein, daß diese Strategie möglich wird, wenn der IS im Irak vertrieben ist und in Syrien unter existenziellen Druck gerät.
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Re: Berlin - LKW rast in Weihnachtsmarkt

Beitragvon schelm » Do 29. Dez 2016, 22:40

zollagent hat geschrieben:(28 Dec 2016, 12:33)

Vergleichbares gilt auch für andere Nationalitäten, die eben keine Flüchtlinge sind. Die ständige Wiederholung aller möglichen Platitüden zeigt auch die wahre Absicht auf: ICH WILL NIEMANDEN AUS DEM AUSLAND IM LANDE HABEN! Das und nichts anderes ist die Motivation, die dich und die dir Gleichgesinnten treibt. Das sieht ein Blinder mit dem Krückstock.

Nein, gilt es nicht. Die Plattitüde ist hingegen die Behauptung. Tatsächlich geht es um folgendes : Für die Ergebnisse innerhalb einer organisch gewachsenen Gemeinschaft ist selbige verantwortlich, es liegt in ihrer Macht und Hand durch eine entsprechende Sozialisierung ihrer Mitglieder die Entstehung und Ausbreitung krimineller Strukturen und psychotischer Gewalttäter zu verhindern, zumindest weitestgehend gering zu halten. Eine Gemeinschaft zu einem blühenden Gemeinwesen zu gestalten ist ein langwieriges, aufwändiges und zielorientiertes Unterfangen.

Es ist dem gegenüber völlig kontraproduktiv und nicht in Verantwortung der Gemeinschaft liegend und hinnehmbar, wenn zahlreiche Personen in sie eingebracht werden, die nicht in ihr sozialisiert wurden, werden die dann straffällig.
Jeder Kaiser hat das Recht nackt vor sein Volk zu treten, aber dafür bedarf es eines Volkes, das nicht blind ist.
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Re: Berlin - LKW rast in Weihnachtsmarkt

Beitragvon holymoly » Do 29. Dez 2016, 23:01

schelm hat geschrieben:(29 Dec 2016, 22:40)

Nein, gilt es nicht. Die Plattitüde ist hingegen die Behauptung. Tatsächlich geht es um folgendes : Für die Ergebnisse innerhalb einer organisch gewachsenen Gemeinschaft ist selbige verantwortlich, es liegt in ihrer Macht und Hand durch eine entsprechende Sozialisierung ihrer Mitglieder die Entstehung und Ausbreitung krimineller Strukturen und psychotischer Gewalttäter zu verhindern, zumindest weitestgehend gering zu halten. Eine Gemeinschaft zu einem blühenden Gemeinwesen zu gestalten ist ein langwieriges, aufwändiges und zielorientiertes Unterfangen.

Es ist dem gegenüber völlig kontraproduktiv und nicht in Verantwortung der Gemeinschaft liegend und hinnehmbar, wenn zahlreiche Personen in sie eingebracht werden, die nicht in ihr sozialisiert wurden, werden die dann straffällig.

Um selbstbestimmt die Gegenwart, die Zukunft unserer Gesellschaft zu lenken....müßte man sich von der Geißel der Erbschuld befreien.
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Re: Berlin - LKW rast in Weihnachtsmarkt

Beitragvon DarkLightbringer » Do 29. Dez 2016, 23:40

H2O hat geschrieben:(29 Dec 2016, 19:26)

Nein, ich meine schon, daß das bekannt gewordene Staatsversagen mit Nachdruck aufgeräumt werden muß. Für mich ist es einfach erstaunlich, daß nach den NSU-Pannen&Pleiten, nach dem Scheitern der eingefahrenen BAMF am "Mengenproblem" so gar keinen Rückgriff auf Mitbürger gab, um meinetwegen unter Aufsicht von Beamten das Mengenproblem ab zu arbeiten. Nur bei der Versorgungsaufgabe hat tatsächlich das tätige Bürgerengagement "gestanden"; so auch bei unseren öffentlichen Tafeln. In Israel hätte der Staat das Problem mit Hilfe seiner Bürger angepackt. Vermutlich ein anderes Verständnis von Staat und Gemeinschaft. Ich denke da also durchaus robust.

Genau, in Israel sagt man, die Terroristen sind schuld. Bei uns sagt man, dieser Staat oder ein anderer Staat ist schuld. Das ist der Unterschied.

Ja klar, jeder erkennbare Erfolg hellt die Stimmung auf, die sich durch Terror eingetrübt hat. Wer freut sich nicht, wenn Anschläge vereitelt werden konnten. Aber: Haben wir damit verdammt viel Glück gehabt? Wir sollten uns von polizeibekannten Gefährdern und salafistischem Umfeld so schnell wie irgend möglich trennen und unsere Grenzen für sie möglichst unüberwindlich machen. Etwas eigenartig, daß unsere Gesellschaft solidarisch die Anschläge aushalten soll, die es ohne diese Gefährder und ihr Umfeld hier gar nicht gegeben hätte und geben würde. Wo bleiben die zugehörigen Gesetze und ihre verfassungsgemäßen Grundlagen?

Da sind wir wieder beim Notizbuch, bunten Begriffen und dem Inselbewußtsein. Nun gut, dann müssen Sie salafistische Gedanken per se verbieten und wenn eine zweite NSU auftaucht, diese als salafistisch definieren. Zumindest in einem Notizbuch.
Zuletzt geändert von DarkLightbringer am Do 29. Dez 2016, 23:59, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Berlin - LKW rast in Weihnachtsmarkt

Beitragvon immernoch_ratlos » Do 29. Dez 2016, 23:55

Schnitter hat geschrieben:Was du erzählst macht keinen Sinn.
Wir haben in Europa alles andere als "Überbevölkerung".
In Deutschland haben wir quasi Vollbeschäftigung.


Stimmt, auch ohne europäische "Überbevölkerung" hat D "quasi" Vollbeschäftigung. Was ist los mit all den anderen, die beklagenswerte hohe Arbeitslosenraten speziell bei den "nachwachsenden Generationen haben ? Alle, außer D und einigen wenige andere, sind zu faul ?, zu dumm ? oder was immer ? - um ihrer Bevölkerung ebenfalls eine "quasi Vollbeschäftigung" zu bieten.

Einfach mal den innereuropäischen deutschen Exportüberschuss betrachten, was , wenn die Importeure das selbst "in ihre Hände nehmen" ? In einem Verdrängungswettbewerb "dürfen" sich immer einige "zurück lehnen".

Aber das ist "nur" die recht günstige europäische Situation. Ein unverstellter Blick in die Länder, welche uns derzeit mit ihren Bürgern beglücken (vor den jeweiligen Bürgerkriegen) zeigt schnell, wie die dortigen Verhältnisse aussehen bzw. aussahen.

Einmal kurz die letzten Ereignisse in den Hintergrund schieben und diese Meinung wenigstens zur Kenntnis nehmen. Vielleicht bleibt ja die eine oder andere Selbstbeweihräucherung im Halse stecken : Bevölkerungsentwicklung: Wohin mit den jungen Männern? - Männlicher Geburtenüberschuss führt zu Bürgerkrieg und weltweiter Migration. Deutschland zieht dabei viele unqualifizierte Zuwanderer an. Ein Gespräch mit dem Sozialpädagogen Gunnar Heinsohn.

Zumindest EIN Mosaikstein zum Gesamtbild.... Besonders im Hinblick auf "Vollbeschäftigung" diese Erkenntnis :
Zeit: Migration als Kompensation für eine negative demografische Entwicklung.

Heinsohn: Ja, allerdings habe ich die Möglichkeiten der Pädagogik überschätzt. Ich war damals überzeugt, dass die Kinder der Zuwanderer durch kostenlose Erziehung von der Krippe bis zur Uni aufblühen würden. Heute wissen wir, dass über die Hälfte der zweiten Generation in Rechnen mangelhaft und ungenügend abschneidet. Die Pädagogik kennt noch kein Mittel, das einen Matheversager in ein Mathe-Ass verwandelt. Das war bis in die 1960er Jahre kein großes Problem, weil über 50 Prozent aller Arbeiten durch Un- oder Angelernte erledigt werden konnten. Viele, die damals Anstellungen fanden, wären heute nicht vermittelbar, weil die Anforderungen gestiegen sind.
Trifft das nun ausschließlich auf diese "frühe Migrantengruppe zu ? Vom "rassenideologischen" Standpunkt eines Nazi ganz sicher, aber hat das auch Bestand aus einer weniger ideologischen Sicht ? Wie viele "dt. Aborigines" würde man unter diesen Aspekten mit einrechnen müssen ?

Dann noch diese "Betrachtung" :
Zeit: Steht Deutschland mit Ländern, die eine aktive Einwanderungspolitik betreiben, in Konkurrenz?

Heinsohn: Junge Menschen wie mein Sohn und seine Peers, die kurz vor dem Abitur stehen, lesen die Welt wie eine Speisekarte. Sicher, Deutschland ist prima, man kann Oma und Opa besuchen. Aber wie steht es morgen mit dem Land? Momentan sieht es noch gut aus. Sie wissen jedoch, dass immer mehr Branchen verschwinden. Kameras, Radios, Telefone, Tonträger, Schiffsbau, Computer waren einst deutsche Domänen. Ihr Verlust wurde auf Lohndumping und schamloses Kopieren geschoben. Heute zahlt man hier schlechtere Löhne als in Ostasien, aber es fehlt die Kompetenz fürs Zurückkopieren. Hinter den Berliner Verlockungen hören die jungen Leute sehr genau die eigentliche Absicht: Versorgt unsere Alten, auch wenn ihr selber im Alter arm endet. Deshalb lauschen sie lieber den Sirenentönen aus Canberra und Ottawa. Bei uns behaltet ihr nicht nur 50, sondern 70 Prozent in der Tasche, weil wir nur die Fleißigen, aber nicht die steuerteuren Fußkranken nehmen. Klingt hart für die einen, aber interessant für die, die überall gesucht werden.
Wer sind wohl die " steuerteuren Fußkranken" ? Wo finden die sich ? Welche Statistik lässt sich da heranziehen ? Sind das ausschließlich Menschen mit "frischem Migrationshintergrund" ?

Alles fein - tatsächlich ??? - Warum wohl ist das unerreichbare und "gelobte Europa" wohl ein so spektakulär interessantes Ziel für jeden, der "Zuhause" problemlos 100tausend und mehr umbringen kann und damit allenfalls auf Seite 3 landet, wenn überhaupt wirklich Notiz davon genommen wird :dead:
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Re: Berlin - LKW rast in Weihnachtsmarkt

Beitragvon Loki » Fr 30. Dez 2016, 00:34

Darkfire hat geschrieben:(29 Dec 2016, 20:27)
Vielleicht ist er abgerutscht, traf das Gaspedal nicht mehr und schon wirft der LKW den Anker raus und bietet alles auf um so schnell wie möglich zu bremsen.

Wenn er seit dem Einbiegen auf die Gerade oder bereits zuvor den Fuß bis zum Geht-nicht-mehr fest auf dem Gas hatte (Bleifuß), konnte er auch kein "Mehr-Gasgeb-Signal" mehr senden.

http://www.unfallaufnahme.info/content/ ... emsspuren/
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Re: Berlin - LKW rast in Weihnachtsmarkt

Beitragvon immernoch_ratlos » Fr 30. Dez 2016, 01:03

Na "ihr" habt Probleme.... :dead:

Hier ein Artikel "Quelle - DER TAGESSPIEGEL vom 26.12. 2016 : Sicherheit in Deutschland - Was droht nach dem Jahr des Terrors?

Eine "schöne" Zusammenfassung des Geschehenen und ein eher unerfreulicher Ausblick auf das kommende Jahr u.a. dies :
Hoher symbolischer Wert
Jeder Anschlag auf eine Versammlung einer größeren Partei hätte für den Angreifer einen hohen symbolischen Wert. Erst recht, wenn Anhänger und Politiker der im Bund regierenden CDU, CSU und SPD getroffen würden. Aber auch ein Anschlag auf eine Oppositionspartei, vor allem auf die islamfeindliche AfD, wäre für die Propaganda des IS ein Triumph. Polizei und Nachrichtendienste stehen vor einer gewaltigen Herausforderung. Und nicht nur wegen der Wahlkämpfe.

Im Juli treffen sich in Hamburg Staats- und Regierungschefs beim zweitägigen G-20-Gipfel. Die Hansestadt erwartet nicht nur hunderte Politiker und Mitarbeiter, sondern auch zehntausende Demonstranten, darunter viele militante Linke aus dem In- und Ausland. Das Protest- und Krawallpotenzial könnte noch höher sein als bei früheren Gipfeln, da diesmal Reizfiguren par excellence erwartet werden: Donald Trump, Wladimir Putin, Recep Tayyip Erdogan. :thumbup: Die Polizei steht vor einer fast unlösbaren Aufgabe.
Ob da die kindlich naive Forderung "die M muss weg" als "einfache" und für diesen Kreis gerade noch verständlich, DIE Lösung darstellt ???
Zuletzt geändert von immernoch_ratlos am Fr 30. Dez 2016, 01:03, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Berlin - LKW rast in Weihnachtsmarkt

Beitragvon Weltregierung » Fr 30. Dez 2016, 01:03

DarkLightbringer hat geschrieben:(29 Dec 2016, 14:21)

Im Nahen und Mittleren Osten gibt es viele Konflikte, darunter auch den zwischen dem real existierenden Gottesstaat Iran und dem Königreich Saudi-Arabien. Die deutsche Bundesregierung kann nicht über Nacht alle Weltprobleme lösen, das ist klar. Das würde eine Sarah Wagenknecht wohl auch nicht können, man muss das ein wenig realistisch sehen.
Es ist im übrigen kein Verstoß gegen die Menschenrechte in Deutschland, wenn die Bundesregierung im multilateralen Rahmen Dialoge führt.


Die deutsche Bundesregierung kann aber sehr wohl deutsche Waffenexporte an Staaten unterbinden, die die Menschenrechte mit Füßen treten. Das würde sogar Frau Wagenknecht hinbekommen. Waffenlieferungen sind übrigens kein "Dialog im multilateralen Rahmen", da musst Du mit Deinen Euphemismen schon etwas kreativer werden. Und Menschenrechte gelten nicht nur innerhalb Deutschlands, habe ich mal gelesen.
https://www.youtube.com/watch?v=xc80T5QuwQA

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Re: Berlin - LKW rast in Weihnachtsmarkt

Beitragvon watisdatdenn? » Fr 30. Dez 2016, 09:11

https://www.theguardian.com/world/2016/ ... r-his-life
der arme flüchtling der zuerst gefasst wurde, wurde "geslapped" nur, weil er sich gegen die polizei gewehrt hatte.
außerdem:
"The biscuits were disgusting, and the tea was cold."

das riecht hier stark nach schadensersatzforderung wegen körperverletzung und ganz schlimmer gaumenbeleidigung. :thumbup:
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Re: Berlin - LKW rast in Weihnachtsmarkt

Beitragvon jack000 » Fr 30. Dez 2016, 09:20

watisdatdenn? hat geschrieben:(30 Dec 2016, 09:11)

https://www.theguardian.com/world/2016/ ... r-his-life
der arme flüchtling der zuerst gefasst wurde, wurde "geslapped" nur, weil er sich gegen die polizei gewehrt hatte.
außerdem:
"The biscuits were disgusting, and the tea was cold."

das riecht hier stark nach schadensersatzforderung wegen körperverletzung und ganz schlimmer gaumenbeleidigung. :thumbup:

Und vor allem fühlt er sich nicht mehr sicher in dem Land in dem er Schutz gesucht hatte.
Warum ist das Arschloch denn überhaupt hier und nicht in einer sicheren Provinz in Pakistan?
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Re: Berlin - LKW rast in Weihnachtsmarkt

Beitragvon Yossarian » Fr 30. Dez 2016, 09:22

jack000 hat geschrieben:(30 Dec 2016, 09:20)

Und vor allem fühlt er sich nicht mehr sicher in dem Land in dem er Schutz gesucht hatte.
Warum ist das Arschloch denn überhaupt hier und nicht in einer sicheren Provinz in Pakistan?


Mal davon abgesehen dass der Arme polizeibekannt ist, unter anderem wegen Sexualstraftaten.
Das ist doch alles nur noch bizarr und krank.

Der am Abend Festgenommen ist in Deutschland unter zwei ähnlichen Namen und zwei nahe beieinanderliegenden Geburtsdaten registriert gewesen, soll in jedem Fall aber 1993 geboren worden sind. Naved. B. sei der Polizei folglich mit mehreren Aliasnamen bekannt gewesen, die allerdings auf Transkriptionsprobleme zurückzuführen seien, hieß es von Berliner Beamten. Zudem war der Mann als möglicher Sexualtäter bekannt - gegen ihn wurde wegen sexueller Belästigung ermittelt. Ob dies in Berlin oder etwa Köln stattfand, war am Dienstagmorgen noch nicht zu klären. Er habe unterschiedliche Nationalitäten angegeben. Mal soll er behauptet haben, Afghane zu sein, ein anderes Mal sprach er von einer pakistanischen Staatsangehörigkeit.

http://www.tagesspiegel.de/berlin/ansch ... 55010.html
Wenn ich einen Vogel sehe der wie eine Ente watschelt und wie eine Ente schwimmt und wie eine Ente quakt dann nenne ich ihn eine Ente. Und wenn der Vogel dementiert eine Ente zu sein ist es eine russische Ente.

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