Frauen als primäres Opfer von Gewalt?

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Re: Frauen als primäres Opfer von Gewalt?

Beitragvon Teeernte » So 31. Dez 2017, 17:56

Alter Stubentiger hat geschrieben:(31 Dec 2017, 17:46)

Die paar Indianer zählen nicht. Latinos haben ihre Wurzeln auf der iberischen Halbinsel. Daher kommt der Machismo. Die Frau als gleichberechtigtes Wesen ist auch in Europa eine sehr moderne Erfindung. Die SPD mußte hart kämpfen um dies überhaupt so ins Grundgesetz zu kriegen. Ich glaube erst 1977 wurden die letzten Einschränkungen für Frauen aufgehoben. In anderen Ländern hinkt man halt 50 Jahre hinterher. Nicht nur im Orient auch im sehr katholischen Südamerika.


Da macht man aber einen Bogen um fremden "Besitz" . ...und in einigen Südamerikanischen Gegenden - lässt man aus diesem Grund das "Anbaggern" //Nachpfeiffen -
wenn man kein Messer zwischen den Rippen // nicht kastriert werden möchte.

Die "Verteidigung des Besitzes" entfällt mit der zunehmenden Gleichberechtigung....

Von gewaltiger Herrschaft >> zur gewaltfreien Gleichberechtigung. (Rechtsübergang)

Also Das RECHT bleibt.

Kann der Staat die Gleichberechtigung nicht mehr gewährleisten - ähmmmmmm treten die Alten Rechte wieder in KRAFT ??
Obs zu kalt, zu warm, zu trocken oder zu nass ist:.... Es immer der >>menschgemachte<< Klimawandel. :D
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Re: Frauen als primäres Opfer von Gewalt?

Beitragvon Teeernte » So 31. Dez 2017, 17:57

Billie Holiday hat geschrieben:(31 Dec 2017, 17:48)

Männer haben zwei Probleme

Frauen
Keine Frauen


Es soll mit der MENGE und dem Alter nachlassen... :D
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Re: Frauen als primäres Opfer von Gewalt?

Beitragvon Billie Holiday » So 31. Dez 2017, 18:04

Teeernte hat geschrieben:(31 Dec 2017, 17:57)

Es soll mit der MENGE und dem Alter nachlassen... :D


Das mit dem Alter kann ich nicht bestätigen. :cool:
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Re: Frauen als primäres Opfer von Gewalt?

Beitragvon Teeernte » So 31. Dez 2017, 18:07

Billie Holiday hat geschrieben:(31 Dec 2017, 18:04)

Das mit dem Alter kann ich nicht bestätigen. :cool:


...die Kraft lässt doch nach ...- früher brauchte ich eine Hand zum runterdrücken ...heute muss ich schon beide nehmen...

5 Eu ins Phrasenschwein...
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Re: Frauen als primäres Opfer von Gewalt?

Beitragvon Billie Holiday » So 31. Dez 2017, 18:10

Teeernte hat geschrieben:(31 Dec 2017, 18:07)

...die Kraft lässt doch nach ...- früher brauchte ich eine Hand zum runterdrücken ...heute muss ich schon beide nehmen...

5 Eu ins Phrasenschwein...


Zum was runterdrücken? :mad:

:D
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K. Kinski
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Re: Lateinamerika gefährlich für Frauen?

Beitragvon Alpha Centauri » So 31. Dez 2017, 18:43

King Kong 2006 hat geschrieben:(23 Nov 2017, 14:30)

In Lateinamerika und in der Karibik nimmt die Gewalt gegenüber Frauen epidemische Ausmaße an. No-Go Areas für Frauen?



Womit wir wieder bei der Erkenntnis wären.das Gewalt gegen Frauen ( sexuelle und nichtsexuelle) kein Phänomen ist , dass sich alleine und vorrangig auf den muslimisch geprägten Kulturkreis beschränken lässt. Ist dass überwiegend hindustische Indien etwa weniger frauenfeindlich? Was mit der hohen Zahl der betroffenen Frauen häuslicher und ehelicher Gewalt in Russland und den meisten osteuropäischer Staaten? Dem legendären Machoismus der Latinos? Und selbst bis in die 90ziger Jahre hinein war hierzulande " Vergewaltigung in der Ehe kein juristisch Straftatbestand eher ein Kavaliersdelikt. Also wovon reden wir?
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Re: Lateinamerika gefährlich für Frauen?

Beitragvon Teeernte » So 31. Dez 2017, 19:28

Alpha Centauri hat geschrieben:(31 Dec 2017, 18:43)

Womit wir wieder bei der Erkenntnis wären.das Gewalt gegen Frauen ( sexuelle und nichtsexuelle) kein Phänomen ist , dass sich alleine und vorrangig auf den muslimisch geprägten Kulturkreis beschränken lässt. Ist dass überwiegend hindustische Indien etwa weniger frauenfeindlich? Was mit der hohen Zahl der betroffenen Frauen häuslicher und ehelicher Gewalt in Russland und den meisten osteuropäischer Staaten? Dem legendären Machoismus der Latinos? Und selbst bis in die 90ziger Jahre hinein war hierzulande " Vergewaltigung in der Ehe kein juristisch Straftatbestand eher ein Kavaliersdelikt. Also wovon reden wir?


- jede Region reagiert anders auf die Gewalt - manche DIREKT....und hier gehts eben mit ner Anzeige.

...kommen Leute - die die Regeln nicht kennen - gibt es direkt oder später dann Reaktio.

Auf dem Dorf tauscht man da gegen das "Kavaliersdelikt" "Freundlichkeiten" aus - Nasenbeinbruch + Mollis werden gereicht... aber auch in der Stadt ist man damit guuut unterwegs.

Genug der Straftaten heruntergespielt ? Danke.
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Re: Lateinamerika gefährlich für Frauen?

Beitragvon Alter Stubentiger » Mo 1. Jan 2018, 07:48

Alpha Centauri hat geschrieben:(31 Dec 2017, 18:43)

Womit wir wieder bei der Erkenntnis wären.das Gewalt gegen Frauen ( sexuelle und nichtsexuelle) kein Phänomen ist , dass sich alleine und vorrangig auf den muslimisch geprägten Kulturkreis beschränken lässt. Ist dass überwiegend hindustische Indien etwa weniger frauenfeindlich? Was mit der hohen Zahl der betroffenen Frauen häuslicher und ehelicher Gewalt in Russland und den meisten osteuropäischer Staaten? Dem legendären Machoismus der Latinos? Und selbst bis in die 90ziger Jahre hinein war hierzulande " Vergewaltigung in der Ehe kein juristisch Straftatbestand eher ein Kavaliersdelikt. Also wovon reden wir?

Von einem Mangel an gesellschaftlichen Fortschritt. Aber immerhin gibt es den trotzdem. Das Thema wurde bis vor kurzem weder in Indien noch in Südamerika überhaupt zur Kenntnis genommen. Es bewegt sich also doch was. Und in Saudi-Arabien dürfen Frauen jetzt Auto fahren.....
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Re: Frauen als primäres Opfer von Gewalt?

Beitragvon Maskulist » Mo 1. Jan 2018, 15:01

Alter Stubentiger hat geschrieben:(31 Dec 2017, 17:46)

Die paar Indianer zählen nicht. Latinos haben ihre Wurzeln auf der iberischen Halbinsel. Daher kommt der Machismo. Die Frau als gleichberechtigtes Wesen ist auch in Europa eine sehr moderne Erfindung. Die SPD mußte hart kämpfen um dies überhaupt so ins Grundgesetz zu kriegen. Ich glaube erst 1977 wurden die letzten Einschränkungen für Frauen aufgehoben. In anderen Ländern hinkt man halt 50 Jahre hinterher. Nicht nur im Orient auch im sehr katholischen Südamerika.

Frauen sind seit 1919 Gleichberechtigt und alle Gesetze, welche Frauen benachteiligen, hatten damit ihre Gültigkeit verloren (Artikel 3 der Weimarer Verfassung). Viele standen zwar noch im Gesetzbuch, aber ohne eine wirkliche Gültigkeit zu haben (1933-45 klammer ich mal aus!). Hessen hatte z.B. auch lange Zeit noch die Todesstrafe!
Maskulismus die radikale Ansicht, dass Männer keine Schweine sind, sondern Menschen.
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Re: Frauen als primäres Opfer von Gewalt?

Beitragvon Alter Stubentiger » Mo 1. Jan 2018, 17:32

Maskulist hat geschrieben:(01 Jan 2018, 15:01)

Frauen sind seit 1919 Gleichberechtigt und alle Gesetze, welche Frauen benachteiligen, hatten damit ihre Gültigkeit verloren (Artikel 3 der Weimarer Verfassung). Viele standen zwar noch im Gesetzbuch, aber ohne eine wirkliche Gültigkeit zu haben (1933-45 klammer ich mal aus!). Hessen hatte z.B. auch lange Zeit noch die Todesstrafe!


Das ist nicht richtig. Was denkst du wohl warum die Vorschläge von Elisabeth Selbert 1948/49 auf soviel Ablehnung bei den Herren der Schöpfung stießen? Und selbst mit dem Grundgesetz dauerte es noch Jahrzehnte bis fast alle Ungleichheit in den Gesetzen beseitigt waren. Wehrdienst innerhalb einer Wehrpflicht dürfen Frauen auch heute nicht leisten.

Die Formulierung im Weimarer Gesetz hat die Ungleichheit in der rechtlichen Praxis nicht beseitigt. Ein reiner Papiertiger.
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Re: Frauen als primäres Opfer von Gewalt?

Beitragvon Maskulist » Mo 1. Jan 2018, 19:13

Alter Stubentiger hat geschrieben:(01 Jan 2018, 17:32)

Das ist nicht richtig. Was denkst du wohl warum die Vorschläge von Elisabeth Selbert 1948/49 auf soviel Ablehnung bei den Herren der Schöpfung stießen? Und selbst mit dem Grundgesetz dauerte es noch Jahrzehnte bis fast alle Ungleichheit in den Gesetzen beseitigt waren. Wehrdienst innerhalb einer Wehrpflicht dürfen Frauen auch heute nicht leisten.

Die Formulierung im Weimarer Gesetz hat die Ungleichheit in der rechtlichen Praxis nicht beseitigt. Ein reiner Papiertiger.

Erst einmal eine Entschuldigung, es handelt sich nicht um Artikel 3 sondern Artikel 109 der Verfassung.
Der Artikel lautet:
„Alle Deutschen sind vor dem Gesetze gleich. Männer und Frauen haben grundsätzlich dieselben staatsbürgerlichen Rechte und Pflichten.“

Interessanterweise ist im Artikel 3 GG plötzlich nicht mehr von PFLICHTEN die Rede!
Denk mal darüber nach.

Kein Gesetzt kann über der Verfassung stehen, also sind alle Gesetze, welche gegen die Verfassung verstoßen, ungültig - auch wenn sie noch in den Gesetzbüchern stehen. Mit den Rechtsreformen der 50er und 70er Jahre hat man lediglich mit dem nicht mehr gültigen Müll aufgeräumt und das getan, was man schon 1919 hätte tun müssen - streichen, da nicht verfassungskonform.
Aber bei so etwas ist die Politik deutlich langsamer als mit dem Schaffen von Gesetzen.

Übrigens ist die WehrPFLICHT eine PFLICHT und hat mit "dürfen" nichts zu tun!
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Re: Frauen als primäres Opfer von Gewalt?

Beitragvon Alter Stubentiger » Di 2. Jan 2018, 08:05

Maskulist hat geschrieben:(01 Jan 2018, 19:13)

Erst einmal eine Entschuldigung, es handelt sich nicht um Artikel 3 sondern Artikel 109 der Verfassung.
Der Artikel lautet:
„Alle Deutschen sind vor dem Gesetze gleich. Männer und Frauen haben grundsätzlich dieselben staatsbürgerlichen Rechte und Pflichten.“

Interessanterweise ist im Artikel 3 GG plötzlich nicht mehr von PFLICHTEN die Rede!
Denk mal darüber nach.

Kein Gesetzt kann über der Verfassung stehen, also sind alle Gesetze, welche gegen die Verfassung verstoßen, ungültig - auch wenn sie noch in den Gesetzbüchern stehen. Mit den Rechtsreformen der 50er und 70er Jahre hat man lediglich mit dem nicht mehr gültigen Müll aufgeräumt und das getan, was man schon 1919 hätte tun müssen - streichen, da nicht verfassungskonform.
Aber bei so etwas ist die Politik deutlich langsamer als mit dem Schaffen von Gesetzen.

Übrigens ist die WehrPFLICHT eine PFLICHT und hat mit "dürfen" nichts zu tun!


Es ist also so wie ich schrieb: Solange wie manche denken ist Deutschland keine Oase der Frauenrechte. Das war wirklich ein langer Weg um diese Rechte auch umzusetzen. Wie sagte Sepp Herberger: "Was zählt is auf´m Platz." So isses.
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Re: Frauen als primäres Opfer von Gewalt?

Beitragvon Maskulist » Di 2. Jan 2018, 17:41

Alter Stubentiger hat geschrieben:(02 Jan 2018, 08:05)

Es ist also so wie ich schrieb: Solange wie manche denken ist Deutschland keine Oase der Frauenrechte. Das war wirklich ein langer Weg um diese Rechte auch umzusetzen. Wie sagte Sepp Herberger: "Was zählt is auf´m Platz." So isses.

Glaubst Du etwa, dass es keine Gesetze gab, die Männer benachteiligten? Die gab es und die gibt es (in steigender Zahl). Viele wurden erst abgeschafft, nachdem sie vors Verfassungsgericht kamen wie die Feuerwehrabgabe oder sind noch heute in Kraft. Wenn ich nach Gesetzen suchen will, die Männer benachteiligen oder Frauen bevorzugen, muss ich nur ins GG sehen.
Aber das ist hier nicht das Thema, das kann - wenn - hier diskutiert werden: http://www.politik-forum.eu/viewtopic.php?f=22&t=63707
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Re: Frauen als primäres Opfer von Gewalt?

Beitragvon Alter Stubentiger » Di 2. Jan 2018, 18:14

Maskulist hat geschrieben:(02 Jan 2018, 17:41)

Glaubst Du etwa, dass es keine Gesetze gab, die Männer benachteiligten? Die gab es und die gibt es (in steigender Zahl). Viele wurden erst abgeschafft, nachdem sie vors Verfassungsgericht kamen wie die Feuerwehrabgabe oder sind noch heute in Kraft. Wenn ich nach Gesetzen suchen will, die Männer benachteiligen oder Frauen bevorzugen, muss ich nur ins GG sehen.
Aber das ist hier nicht das Thema, das kann - wenn - hier diskutiert werden: http://www.politik-forum.eu/viewtopic.php?f=22&t=63707


Es gehört schon zum Thema weil die Geringschätzung der Frauen und die Betrachtung als nicht ebenbürtig eben auch bei uns eine lange Tradition hat. Von daher sollte man nicht so von oben herab auf andere Gesellschaften schauen. Wir sind gerade mal ein paar Jahrzehnte weiter. Und Gewalt gegen Frauen gibts auch hier immer noch mehr als genug. Die Tünche der Zivilisation ist nur hauchdünn. Kratzt man ein wenig daran kommt der Urmensch zum Vorschein.
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Re: Frauen als primäres Opfer von Gewalt?

Beitragvon Adlerauge » Di 2. Jan 2018, 18:25

Es gibt auch Gewalt von Frauen gegenüber den Männern.
Nur wird Männern meistens nicht geglaubt.
Recht muss Recht bleiben, dem Unrecht muss das Recht entzogen werden!
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Re: Frauen als primäres Opfer von Gewalt?

Beitragvon Maskulist » Di 2. Jan 2018, 20:26

Alter Stubentiger hat geschrieben:(02 Jan 2018, 18:14)

Es gehört schon zum Thema weil die Geringschätzung der Frauen und die Betrachtung als nicht ebenbürtig eben auch bei uns eine lange Tradition hat. Von daher sollte man nicht so von oben herab auf andere Gesellschaften schauen. Wir sind gerade mal ein paar Jahrzehnte weiter. Und Gewalt gegen Frauen gibts auch hier immer noch mehr als genug. Die Tünche der Zivilisation ist nur hauchdünn. Kratzt man ein wenig daran kommt der Urmensch zum Vorschein.

Du hast in einem Punkt Recht, die Tünche der Zivilisation ist hauchdünn. Mit allem anderen liegst Du leider Falsch.
Was in der Menschheitsgeschichte Tradition hat, ist Gewalt und zwar überwiegend Gewalt gegen Männer UND Frauen. Die Art der Gewalt war jedoch in der Vergangenheit und ist auch in der Gegenwart sehr unterschiedlich. Frauen erwartete bei "Gewalt" meistens Prügel und Missbrauch - Männer hingegen erwartete fast immer der Tod.

Als gutes und aktuelles Beispiel dafür muss man sich einmal die Taten des IS und der Boko Haram anschauen. Die IS tötet die jesidischen Männer und verschleppte und versklavte die jesidischen Frauen. Ja, natürlich ist das Entsetzlich aber es gab immer noch die Hoffnung, zu entkommen oder befreit zu werden. Eine Hoffnung, die ein Toter nicht hat.

Boko Haram tötete 2014 mehrere hundert Jungen bei Überfällen auf Schulen - und verschonte die Mädchen. Und auch die später entführten Mädchen konnten inzwischen größtenteils befreit werden. Die Jungen und Männer, denen kaum internationale Aufmerksamkeit geschenkt wurde, können jedoch nicht mehr zum leben erweckt werden. Zwischen 80 und 90% aller Mordopfer weltweit sind männlich, mehr als 75% aller Gewaltopfer sind männlich - doch wo ist die Aufmerksamkeit?

Wessen Leiden wird hier Gering geschätzt? Wessen Leben ist anscheinend mehr Wert?
Warum wird Gewalt gegen Frauen geächtet und Gewalt gegen Männer geduldet?
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Re: Frauen als primäres Opfer von Gewalt?

Beitragvon Misterfritz » Di 2. Jan 2018, 22:22

Maskulist hat geschrieben:(02 Jan 2018, 20:26)Als gutes und aktuelles Beispiel dafür muss man sich einmal die Taten des IS und der Boko Haram anschauen. Die IS tötet die jesidischen Männer und verschleppte und versklavte die jesidischen Frauen. Ja, natürlich ist das Entsetzlich aber es gab immer noch die Hoffnung, zu entkommen oder befreit zu werden. Eine Hoffnung, die ein Toter nicht hat.

Boko Haram tötete 2014 mehrere hundert Jungen bei Überfällen auf Schulen - und verschonte die Mädchen. Und auch die später entführten Mädchen konnten inzwischen größtenteils befreit werden. Die Jungen und Männer, denen kaum internationale Aufmerksamkeit geschenkt wurde, können jedoch nicht mehr zum leben erweckt werden. Zwischen 80 und 90% aller Mordopfer weltweit sind männlich, mehr als 75% aller Gewaltopfer sind männlich - doch wo ist die Aufmerksamkeit?

ja, oberaffengeil!
Die Mädels wurden entfürt, mehrfach vergewaltigt, mussten Kinder für ihre Entführer bekommen, wurden immer wieder an andere verkauft. Und wenn sie dem dann tatsächlich lebend entkommen sind, leben sie danach glücklich und zufrieden weiter, oder wie?
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Re: Frauen als primäres Opfer von Gewalt?

Beitragvon Alter Stubentiger » Mi 3. Jan 2018, 14:55

Maskulist hat geschrieben:(02 Jan 2018, 20:26)

Du hast in einem Punkt Recht, die Tünche der Zivilisation ist hauchdünn. Mit allem anderen liegst Du leider Falsch.
Was in der Menschheitsgeschichte Tradition hat, ist Gewalt und zwar überwiegend Gewalt gegen Männer UND Frauen. Die Art der Gewalt war jedoch in der Vergangenheit und ist auch in der Gegenwart sehr unterschiedlich. Frauen erwartete bei "Gewalt" meistens Prügel und Missbrauch - Männer hingegen erwartete fast immer der Tod.

Als gutes und aktuelles Beispiel dafür muss man sich einmal die Taten des IS und der Boko Haram anschauen. Die IS tötet die jesidischen Männer und verschleppte und versklavte die jesidischen Frauen. Ja, natürlich ist das Entsetzlich aber es gab immer noch die Hoffnung, zu entkommen oder befreit zu werden. Eine Hoffnung, die ein Toter nicht hat.

Boko Haram tötete 2014 mehrere hundert Jungen bei Überfällen auf Schulen - und verschonte die Mädchen. Und auch die später entführten Mädchen konnten inzwischen größtenteils befreit werden. Die Jungen und Männer, denen kaum internationale Aufmerksamkeit geschenkt wurde, können jedoch nicht mehr zum leben erweckt werden. Zwischen 80 und 90% aller Mordopfer weltweit sind männlich, mehr als 75% aller Gewaltopfer sind männlich - doch wo ist die Aufmerksamkeit?

Wessen Leiden wird hier Gering geschätzt? Wessen Leben ist anscheinend mehr Wert?
Warum wird Gewalt gegen Frauen geächtet und Gewalt gegen Männer geduldet?


Merkwürdige Sichtweise. Irgendwie scheinst du meine Intention nicht zu verstehen. Gewalt im Krieg ist ein ganz eigenes Thema.

Mir geht es um die Gewalt im Privaten. Die unter der Oberfläche brodelt und jederzeit die Abgründe der menschlichen Seele offenbaren kann. Und diese Art von Gewalt wird nun einmal deutlich mehr von Männern an Frauen verübt als umgekehrt.
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Re: Frauen als primäres Opfer von Gewalt?

Beitragvon Maskulist » Mi 3. Jan 2018, 17:04

Misterfritz hat geschrieben:(02 Jan 2018, 22:22)

ja, oberaffengeil!
Die Mädels wurden entfürt, mehrfach vergewaltigt, mussten Kinder für ihre Entführer bekommen, wurden immer wieder an andere verkauft. Und wenn sie dem dann tatsächlich lebend entkommen sind, leben sie danach glücklich und zufrieden weiter, oder wie?

Oh, wären sie lieber tot? Ich glaube, auf diese "patriarchale Dividende" hätten die Jungen und Männer gerne verzichtet.
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Re: Frauen als primäres Opfer von Gewalt?

Beitragvon Maskulist » Mi 3. Jan 2018, 17:07

Alter Stubentiger hat geschrieben:(03 Jan 2018, 14:55)

Merkwürdige Sichtweise. Irgendwie scheinst du meine Intention nicht zu verstehen. Gewalt im Krieg ist ein ganz eigenes Thema.

Mir geht es um die Gewalt im Privaten. Die unter der Oberfläche brodelt und jederzeit die Abgründe der menschlichen Seele offenbaren kann. Und diese Art von Gewalt wird nun einmal deutlich mehr von Männern an Frauen verübt als umgekehrt.

Private Gewalt, wie etwa die, das gut 50% aller Opfer häuslicher Gewalt Männer sind? Oder die, das weibliche Gewalt toll gefunden wird?
Merke:
Schlägt ein Mann eine Frau, ist das böse!
Schlägt eine Frau einen Mann, ist das Lustig!
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