Männerdiskriminierung im Namen der Gleichstellung

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Atheist

Re: Männerdiskriminierung im Namen der Gleichstellung

Beitragvon Atheist » Fr 12. Aug 2016, 12:02

Boraiel hat geschrieben:(12 Aug 2016, 12:40)

Ich weiß. Ich meinte eher, dass man diese Ansicht ja für Privatunternehmen vertreten kann, gewiss aber nicht für staatliche Institutionen.


Ja, damit hast du Recht. Bei Privaten, insbesondere KMU, lässt sich das AGG ohnehin nur schwer umsetzen.
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Re: Männerdiskriminierung im Namen der Gleichstellung

Beitragvon becksham » Fr 12. Aug 2016, 12:07

epona hat geschrieben:(12 Aug 2016, 12:55)

Tja, dann konnte der offensichtlich auch nicht sinnerfassend lesen. :rolleyes:

Gern auch noch mal.
Die ausgeschriebene Förderung des "Programms für bessere Studienbedingungen und mehr Qualität in der Lehre" ist nicht an eine Frauenförderung gebunden. Zumindest habe ich hier nichts dazu gefunden.
https://www.bmbf.de/foerderungen/bekann ... g-594.html

Den Zusatz hat sich demnach die Uni auf die Fahne geschrieben. Nun gab es aber einen besseren männlichen Bewerber. Die Förderung wäre anscheinend auch bei ihm möglich gewesen. Bessere Studienbedingungen hat die Uni wegen des Geschlechts des Bewerbers aufgegeben.

Ich frage mich gerade, was die Uni gemacht hätte, wenn der beste Bewerber männlich, behindert und mit Migrationshintergrund gewesen wäre. ;)
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Re: Männerdiskriminierung im Namen der Gleichstellung

Beitragvon Dark Angel » Fr 12. Aug 2016, 12:14

becksham hat geschrieben:(12 Aug 2016, 12:49)

Und es schadet im konkreten Fall jungen Männern und jungen Frauen gleichermaßen, denn "zur Verbesserung der Studienbedingungen" sollte ja die "wachsende Zahl von Studierenden" erst einmal "im Doppel" versorgt werden. Das hatte sich dann erledigt.

Naja - offensichtlich braucht die HU keinen Mathematik-Professor, anderfalls hätten sie den Besten berufen und eine Finanzierungsmöglichkeit gefunden.
Es gibt aber noch ein ganz anderes Problem - bei der Auswahl bzw Ausschreibung aufgrund Geschlechtszugehörigkeit, wenn nicht mehr Leistung und Qualifikation zählen, sondern nur noch das Geschlecht "weiblich" führt das zu Niveauverlust in unserem Bildungswesen und Deutschland versinkt in der Mittelmäßigkeit.
Es wird Zeit, dass das Beispiel Norwegen auch in Deutschland Schule macht.
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Re: Männerdiskriminierung im Namen der Gleichstellung

Beitragvon epona » Fr 12. Aug 2016, 12:16

becksham hat geschrieben:(12 Aug 2016, 13:07)

Gern auch noch mal.
Die ausgeschriebene Förderung des "Programms für bessere Studienbedingungen und mehr Qualität in der Lehre" ist nicht an eine Frauenförderung gebunden. Zumindest habe ich hier nichts dazu gefunden.
https://www.bmbf.de/foerderungen/bekann ... g-594.html

Den Zusatz hat sich demnach die Uni auf die Fahne geschrieben. Nun gab es aber einen besseren männlichen Bewerber. Die Förderung wäre anscheinend auch bei ihm möglich gewesen. Bessere Studienbedingungen hat die Uni wegen des Geschlechts des Bewerbers aufgegeben.

Ich frage mich gerade, was die Uni gemacht hätte, wenn der beste Bewerber männlich, behindert und mit Migrationshintergrund gewesen wäre. ;)


Ich habe die Ausschreibung doch verlinkt.
Da steht explizit drin, dass die Professur aus Mitteln "Förderung weibl. Nachwuchs" finanziert wird.

Richtig, die Uni konnte keinen männl. Bewerber nehmen, weil sie dadurch nicht an die vorgesehenden Fördermittel gekommen wäre.
Ist doch nicht so schwer zu verstehen.

Wenn du dich um Kohle aus dem Fördertopf "Förderung Kauf v. Elektorautos" bewirbst, kannst du die Kohle eben nicht für einen alten BMW Diesel ausgeben.
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Re: Männerdiskriminierung im Namen der Gleichstellung

Beitragvon Dark Angel » Fr 12. Aug 2016, 12:19

becksham hat geschrieben:(12 Aug 2016, 12:52)

Mindestens ein Mitglied der Auswahlkommission hätte sich an einem Auswahlverfahren, das Männer benachteiligt, nicht beteiligt. Es waren Bewerbungen von Männern und Frauen zugelassen.

Tatsächlich nahm die Auswahlkommission, die mit Professoren der HU und Auswärtigen besetzt war, „Andeutungen“ über eine hochschulamtliche Männerdiskriminierung, zur Kenntnis, „aber nicht zu Protokoll“, wie Teilnehmer berichten. Denn den meisten von ihnen erschien ein Abweichen von einer geschlechtsneutralen Bestenauslese „juristisch zu zweifelhaft“, wie der Freiburger Mathematiker Martin Ziegler dieser Zeitung erklärt. Er stellt klar: „An einem Verfahren, das männliche Bewerber benachteiligt, hätte ich mich nicht beteiligt.“ Dass am Ende jedenfalls ein Mann auf Platz eins kam, ist zumindest nach der Wahrscheinlichkeitsrechung kaum überraschend, weil sich ja viel weniger, nämlich nicht mehr als fünfzehn Frauen beworben hatten.

Und rgänzend hierzu noch:
"Michael Hartmer, Geschäftsführer der Professorenvereinigung Deutscher Hochschulverband, hält den Abbruch des Verfahrens durch die HU für "scheinheilig" und "empörend", ohne dass der rechtswidrig wäre. Denn solange niemand berufen wird, könne auch kein Bewerber dagegen klagen. Sonst, so Hartmer, würde sein Verband einen Musterprozess gegen die Benachteiligten wegen des Geschlechts gern unterstützen."
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Re: Männerdiskriminierung im Namen der Gleichstellung

Beitragvon epona » Fr 12. Aug 2016, 12:23

Dark Angel hat geschrieben:(12 Aug 2016, 13:19)

Und rgänzend hierzu noch:
"Michael Hartmer, Geschäftsführer der Professorenvereinigung Deutscher Hochschulverband, hält den Abbruch des Verfahrens durch die HU für "scheinheilig" und "empörend", ohne dass der rechtswidrig wäre. Denn solange niemand berufen wird, könne auch kein Bewerber dagegen klagen. Sonst, so Hartmer, würde sein Verband einen Musterprozess gegen die Benachteiligten wegen des Geschlechts gern unterstützen."


Fettung= nur darauf kommt es an.
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Re: Männerdiskriminierung im Namen der Gleichstellung

Beitragvon becksham » Fr 12. Aug 2016, 12:24

epona hat geschrieben:(12 Aug 2016, 13:16)

Ich habe die Ausschreibung doch verlinkt.
Da steht explizit drin, dass die Professur aus Mitteln "Förderung weibl. Nachwuchs" finanziert wird.

Richtig, die Uni konnte keinen männl. Bewerber nehmen, weil sie dadurch nicht an die vorgesehenden Fördermittel gekommen wäre.
Ist doch nicht so schwer zu verstehen.

Wenn du dich um Kohle aus dem Fördertopf "Förderung Kauf v. Elektorautos" bewirbst, kannst du die Kohle eben nicht für einen alten BMW Diesel ausgeben.
Sollte doch jedem halbwegs vernunftbegabten Menschen einleuchten.

Nein eben nicht. Sinnerfassendes Lesen. ;)
Das Programm heißt "Programm für bessere Studienbedingungen und mehr Qualität in der Lehre". Der Name des Programms steht in Tüdelchen. Die Förderung der Frauen steht erst danach, gehört also nicht zum Programm und ist wahrscheinlich ein Wunsch der Uni gewesen. In meinem Beitrag hatte ich verlinkt, wie die Bedingungen für das Programm sind. Diese gelten nicht explizit nur für Frauen.

Bis 31.03.2016 wird die Stelle aus Mitteln des "Programms für bessere Studienbedingungen und mehr Qualität in der Lehre" mit dem Ziel der Förderung der Chancengleichheit von Frauen in Forschung und Lehre finanziert.
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Re: Männerdiskriminierung im Namen der Gleichstellung

Beitragvon Boraiel » Fr 12. Aug 2016, 12:26

epona hat geschrieben:(12 Aug 2016, 13:23)

Fettung= nur darauf kommt es an.

Genau, solange man dagegen nicht rechtlich vorgehen kann, ist alles in bester Ordnung. Gerechtigkeit interessiert einen ja nicht. : :dead:
Libertas veritasque.
Lesen und verstehen: http://www.feynmanlectures.caltech.edu/I_01.html
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Re: Männerdiskriminierung im Namen der Gleichstellung

Beitragvon Dark Angel » Fr 12. Aug 2016, 12:29

epona hat geschrieben:(12 Aug 2016, 12:54)

Auch wenn bestimmte Gruppen diese Behauptung bis zum Erbrechen wiederholen bleibt sie dennoch Quatsch.

Nichts wird abgewertet, die Qualifikation spielt auch bei Quotenregelungen eine vorrangige Rolle und auch Frauen müssen sich langfristig im Job bewähren.

Im Sinn von Gleichstellung SIND Frauen eine Gruppe und zwar eine die Z.Zt massiv privilegiert wird.
Und selbstverständlich wird abgewertet. Entweder Frau IST entsprechend qualifiziert und bekommt den Job aufgrund ihrer Qualifikation oder sie ist nicht qualifiziert, dann bekommt sie den Job NICHT.
Genau darin besteht nämlich die Abwertung der Leistung von Frauen, die ihren Job aufgrund, der erbrachten Leistung und bereits vorhandenen Qualifikation erhalten haben und NICHT weil sie sich vielleicht, möglicherweise irgendwann als qualifiziert und fähig genug erweisen könnten. Wenn eine Frau einen Job bekommt/eine Position erlangt, nur weil sie eine Frau und nicht weil sie entsprechend qulifiziert ist, werden damit all jene Frauen (und ihre Leistung) abgewertet, die sich ihren Job/ihre Position erarbeitet haben.
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Re: Männerdiskriminierung im Namen der Gleichstellung

Beitragvon Dark Angel » Fr 12. Aug 2016, 12:32

epona hat geschrieben:(12 Aug 2016, 12:58)

Noch so ein sinnleerer Satz.

Niemand zwing Frauen zur Aufnahme einer bestimmten Studienrichtung, niemand zwingt sie bestimmte Positionen.
Diese Entscheidung treffen FRauen ohne Zwang.

Ach nee! Und warum müssen dann Frauen zwingend in Positionen gehieft werden, nur weil da weniger Frauen als Männer vertreten sind?
Ich denke Frauen werden nicht gezwungen, dann werden sie auch nicht gezwungen, sich für eine ganz bestimmte Position/Job zu bewerben.
Dann IST es definitv eine Dirkriminierung von Männern, wenn Frauen bevorzugt werden.
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Re: Männerdiskriminierung im Namen der Gleichstellung

Beitragvon epona » Fr 12. Aug 2016, 12:33

epona hat geschrieben:(12 Aug 2016, 11:30)

Es lag wohl an der Finanzierung.

http://jobs.zeit.de/jobs/berlin_w3_professur_fuer_mathematik_insbesondere_mathematische_logik_mit_moeglicher_fachauspraegung_i_81535.html

Habe die damalige Ausschreibung gefunden.
Steht alles drin.
Die reine Formalität heute nur die Bezeichnung Bewerber/Bewerberinnen zu verwenden wiegt m.E. die Tatsache nicht auf, dass klar und deutlich zum Ausdruck gebracht wurde wer (weibl.) und warum (Finanzierung) gesucht wurde.

Der alte Hut ist keine Aufregung wert.



@becksham

"mit dem Ziel der Förderung der Chancengleichheit von Frauen in Forschung und Lehre finanziert." (Ziel Fördergelder)

"Die HU strebt eine Erhöhung des Anteils von Frauen in Forschung und Lehre an und forderte qualifizierte Wissenschaftlerinnen nachdrücklich auf sich zu bewerben"

Aus der Stellenausschreibung.
Ehrlich, einem Mann der das nicht kapiert, den würde ich nicht mal mit einer Einkaufsliste zum Bäcker schicken.
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Re: Männerdiskriminierung im Namen der Gleichstellung

Beitragvon becksham » Fr 12. Aug 2016, 12:36

epona hat geschrieben:(12 Aug 2016, 13:33)

@becksham

"mit dem Ziel der Förderung der Chancengleichheit von Frauen in Forschung und Lehre finanziert." (Ziel Fördergelder)

"Die HU strebt eine Erhöhung des Anteils von Frauen in Forschung und Lehre an und forderte qualifizierte Wissenschaftlerinnen nachdrücklich auf sich zu bewerben"

Aus der Stellenausschreibung.
Ehrlich, einem Mann der das nicht kapiert, den würde ich nicht mal mit einer Einkaufsliste zum Bäcker schicken.

Nochmal erklär ich das jetzt aber nicht.

Nur so viel: Hat die Uni ihr Ziel erreicht? Nein hat sie nicht. Sie hat die Stelle gar nicht besetzt. Ziel verfehlt. Dann hätte sie doch auch den Mann einstellen können.
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Re: Männerdiskriminierung im Namen der Gleichstellung

Beitragvon Dark Angel » Fr 12. Aug 2016, 12:38

becksham hat geschrieben:(12 Aug 2016, 13:07)

Gern auch noch mal.
Die ausgeschriebene Förderung des "Programms für bessere Studienbedingungen und mehr Qualität in der Lehre" ist nicht an eine Frauenförderung gebunden. Zumindest habe ich hier nichts dazu gefunden.
https://www.bmbf.de/foerderungen/bekann ... g-594.html

Den Zusatz hat sich demnach die Uni auf die Fahne geschrieben. Nun gab es aber einen besseren männlichen Bewerber. Die Förderung wäre anscheinend auch bei ihm möglich gewesen. Bessere Studienbedingungen hat die Uni wegen des Geschlechts des Bewerbers aufgegeben.

Ich frage mich gerade, was die Uni gemacht hätte, wenn der beste Bewerber männlich, behindert und mit Migrationshintergrund gewesen wäre. ;)

Jo hat sich die Uni und zwar auf eine Forderung von Frauenseilschaften - ähem Frauennetzwerken hin:
"Dieser fast floskelhaft klingende Hinweis sollte laut Unileitung allerdings ein Wink mit dem Zaunpfahl sein. Denn damit sei von vornherein „absehbar und rechtzeitig erkennbar“ gewesen, dass Männer keine Chance hätten, meint die Leiterin des Präsidialbüros im Nachhinein gegenüber einem verdutzten Beschwerdeführer. Also entweder eine Frau oder keiner."
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Re: Männerdiskriminierung im Namen der Gleichstellung

Beitragvon Dampflok » Fr 12. Aug 2016, 12:39

Flat hat geschrieben:(12 Aug 2016, 10:37)

Moin,

die Benachteiligung von Männern auf solchen Positionen macht dann Sinn, wenn Frauen dort unterrepräsentiert sind, man aber evtl. durch Frauen als Professorinnen mehr Frauen zum Mathematik-Studium bewegen will.

Und als Zweitplatzierte wird die eine Frau ja auch nicht gerade schlecht qualifiziert gewesen sein.



Die Benachteiligung von Männern aufgrund des Geschlechts ist grundgesetzwidrig. Siehe Art.3: "Niemand darf...benachteiligt werden". Das ist ein Individualrecht, KEIN Gruppenrecht. Es gilt auch für den männlichen Bewerber im Eingangsfall ohne Ausnahme.

Es gibt kein Recht auf einen gleichen Anteil Männer und Frauen in irgendwelchen Bereichen. Außer in erzieherischen Berufen machte die Aufmerksamkeit auf Gleichverteilung beider Geschlechter auch keinen Sinn.

Es gilt die freie Berufswahl. Wenn NMA damit kein Problem hat (weil es ihn ja nicht betrifft), dann darf das natürlich nur für den Fall gelten, daß NMA den Job nicht bekommt. Ansonsten ist selbstverständlich immer der Bestgeeignete zu nehmen. Und wenn das öfter ein Mann ist (oder umgekehrt), dann ist das eben so.

Und insofern ist die teure Frauenförderung nicht nur GG-widrig sondern besonders perfide, weil die Uni-Leitungen durch hohe Subventionen geködert werden, Professuren nach Geschlecht auszusuchen. Würde es im Eingangsfall keine Kohle für Vagina geben, hätte sich das Problem längst erledigt, der Mann hätte die Stelle und die Uni den bestgeeigneten Prof.

So aber hat die Uni den nicht vorhandenen Schwanz eingezogen, um einem teuren Musterprozeß zu entgehen.
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Re: Männerdiskriminierung im Namen der Gleichstellung

Beitragvon epona » Fr 12. Aug 2016, 12:42

Dark Angel hat geschrieben:(12 Aug 2016, 13:32)

Ach nee! Und warum müssen dann Frauen zwingend in Positionen gehieft werden, nur weil da weniger Frauen als Männer vertreten sind?
Ich denke Frauen werden nicht gezwungen, dann werden sie auch nicht gezwungen, sich für eine ganz bestimmte Position/Job zu bewerben.
Dann IST es definitv eine Dirkriminierung von Männern, wenn Frauen bevorzugt werden.


ist doch für jeden vernünftigen Menschen ersichtlich.

Die Hälfte der Bevölkerung ist weiblich, der Anteil der weibl. Schul-und Uniabsolventen liegt sogar über 50 Prozent.
Es wäre reine Verschwendung wertvoller Ressourcen auf die Fähigkeiten, Kompetenzen und Kreativität von Frauen zu verzichten.
Also werden Frauen gefördert, um eine gerechte Teilhabe in allen Bereichen zu erzielen.
Das sieht man nicht nur in D. so, darauf haben sich die EU-Mitgleidsstaaten verständigt.
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Re: Männerdiskriminierung im Namen der Gleichstellung

Beitragvon Dark Angel » Fr 12. Aug 2016, 12:43

epona hat geschrieben:(12 Aug 2016, 13:23)

Fettung= nur darauf kommt es an.

Und es war nur deshalb NICHT rechtswidrig, weil die Uni die Professur unbesetzt ließ. DAS habense also grade noch so auf die Reihe gekriegt, weil der Eklat sonst noch größer geworden wäre.
Ändert aber immer noch nichts an der Tatsache, dass es sich eindeutig um eine Diskriminierung von Männern aufgrund Geschlechtszugehörigkeit handelt.
Aussage der Leiterin des Präsidialbüros der Uni: "Entweder ein Frau oder keiner." Schon diese Aussage IST eine Diskriminierung!
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Re: Männerdiskriminierung im Namen der Gleichstellung

Beitragvon epona » Fr 12. Aug 2016, 12:44

becksham hat geschrieben:(12 Aug 2016, 13:36)

Nochmal erklär ich das jetzt aber nicht.

Nur so viel: Hat die Uni ihr Ziel erreicht? Nein hat sie nicht. Sie hat die Stelle gar nicht besetzt. Ziel verfehlt. Dann hätte sie doch auch den Mann einstellen können.


Werte Mituserin, dann hätte die Uni kein Geld aus dem genannten Fördertopf erhalten!!!
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Re: Männerdiskriminierung im Namen der Gleichstellung

Beitragvon Dampflok » Fr 12. Aug 2016, 12:45

Dark Angel hat geschrieben:(12 Aug 2016, 13:38)

Jo hat sich die Uni und zwar auf eine Forderung von Frauenseilschaften - ähem Frauennetzwerken hin:
"Dieser fast floskelhaft klingende Hinweis sollte laut Unileitung allerdings ein Wink mit dem Zaunpfahl sein. Denn damit sei von vornherein „absehbar und rechtzeitig erkennbar“ gewesen, dass Männer keine Chance hätten, meint die Leiterin des Präsidialbüros im Nachhinein gegenüber einem verdutzten Beschwerdeführer. Also entweder eine Frau oder keiner."


Damit hat sie zumindest erkennen lassen, daß sie keine Probleme damit hat, grundgesetzwidrig zu Handeln, wenn die Kohle stimmt. Würde ein Mann in führender Position so etwas äußern, daß "Frauen keine Chance haben", hätte es schon politische Rücktrittsforderungen gegeben. Insofern muß man die Fördertöpfe angreifen und neutralisieren.
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Re: Männerdiskriminierung im Namen der Gleichstellung

Beitragvon epona » Fr 12. Aug 2016, 12:46

Dark Angel hat geschrieben:(12 Aug 2016, 13:43)

Und es war nur deshalb NICHT rechtswidrig, weil die Uni die Professur unbesetzt ließ. DAS habense also grade noch so auf die Reihe gekriegt, weil der Eklat sonst noch größer geworden wäre.
Ändert aber immer noch nichts an der Tatsache, dass es sich eindeutig um eine Diskriminierung von Männern aufgrund Geschlechtszugehörigkeit handelt.
Aussage der Leiterin des Präsidialbüros der Uni: "Entweder ein Frau oder keiner." Schon diese Aussage IST eine Diskriminierung!


:D das hätte eben nicht Frau Moderatorin DA, sondern ein ordentliches Gericht entschieden. ;)

Die Aussage der Leiterin ist doch bezogen auf Ausschreibung und Finanzlage in diesem Fall völlig korrekt.
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Re: Männerdiskriminierung im Namen der Gleichstellung

Beitragvon epona » Fr 12. Aug 2016, 12:48

Dampflok hat geschrieben:(12 Aug 2016, 13:45)

Insofern muß man die Fördertöpfe angreifen und neutralisieren.


Komm erzähl mal, wann und wie greifst du an? :D

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