Gündogan, Özil und das Posieren mit Erdogan

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watisdatdenn?
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Re: Gündogan, Özil und das Posieren mit Erdogan

Beitragvon watisdatdenn? » Di 15. Mai 2018, 21:00

Senexx hat geschrieben:(15 May 2018, 00:31)
Es gibt keine "Nationalmannschaft".

Es ist die Auswahl des DFB, eines eher zwielichtigen Privatunternehmens.

Völlig richtig.
Was soll also diese Aufregung?

Man sollte eher prüfen, ob sich die DFB-Mannschaft überhaupt "Nationalmannschaft" nennen darf, denn sie hat mit Deutschland als Nation nichts zu tun.
Marmelada
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Re: Gündogan, Özil und das Posieren mit Erdogan

Beitragvon Marmelada » Di 15. Mai 2018, 21:04

Tom Bombadil hat geschrieben:(15 May 2018, 21:46)

Ja, das ist sicherlich ein Problem, wenn auch in meinen Augen ein eher kleines, das nicht diesen Rummel rechtfertigt. Es sind Fußballspieler, keine Heiligen.
Für Jugendliche können die durchaus etwas ähnliches wie Heiligenstatus haben. Und die sind jetzt mit der Botschaft versorgt, dass Erdogan kein so schlechter Typ sein kann.

Ein weiteres "Verdienst": Sie lieferten einem gewissen Kientel Stoff, gegen Migranten in "deutschen" Institutionen generell Stimmung zu machen:

watisdatdenn? hat geschrieben:Völlig richtig.
Was soll also diese Aufregung?

Man sollte eher prüfen, ob sich die DFB-Mannschaft überhaupt "Nationalmannschaft" nennen darf, denn sie hat mit Deutschland als Nation nichts zu tun.
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Zunder
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Re: Gündogan, Özil und das Posieren mit Erdogan

Beitragvon Zunder » Di 15. Mai 2018, 21:11

In der Betriebsmannschaft der BRD-GmbH spielen Türken. Jessas!
Uffzach
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Re: Gündogan, Özil und das Posieren mit Erdogan

Beitragvon Uffzach » Di 15. Mai 2018, 21:20

Hoffentlich fliegt "die Mannschaft" vor dem Halbfinale raus. :cool:
Für die Freiheit des sprachlichen Ausdrucks !
Macht ist Macht über die Sprache der anderen. Fürchtet euch nicht, denn Bezeichner sind a priori bedeutungsleere Zeichenfolgen. :cool:
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watisdatdenn?
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Re: Gündogan, Özil und das Posieren mit Erdogan

Beitragvon watisdatdenn? » Di 15. Mai 2018, 21:24

Marmelada hat geschrieben:(15 May 2018, 22:04)
Sie lieferten einem gewissen Kientel Stoff, gegen Migranten in "deutschen" Institutionen generell Stimmung zu machen:

Realitätscheck:

Der DFB ist ein Verein und keine (erst recht nicht staatliche) Institution.
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Re: Gündogan, Özil und das Posieren mit Erdogan

Beitragvon JFK » Di 15. Mai 2018, 21:38

Polibu hat geschrieben:(15 May 2018, 21:28)

Erdogan ist Allah? :D

:s


Kontext ist nicht deine Stärke.
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Polibu
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Re: Gündogan, Özil und das Posieren mit Erdogan

Beitragvon Polibu » Di 15. Mai 2018, 21:50

JFK hat geschrieben:(15 May 2018, 22:38)

Kontext ist nicht deine Stärke.


Sagt der Richtige. Was hat Allah mit der Geschichte zu tun?
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Re: Gündogan, Özil und das Posieren mit Erdogan

Beitragvon Benedikt » Di 15. Mai 2018, 21:54

Quatschki hat geschrieben:(15 May 2018, 21:05)
Ist doch aber ganz normal bei solchen Kosmopoliten und Fußball-Söldnern.
Die Loyalität zu den jeweiligen Vereinen und deren Fans ist ja auch nur Inszenierung.


Traurig aber wahr. Tugenden wie Treue und Lokalpatriotismus spielen im Vereinsfußball längst keine Rolle mehr. Die Vereine sind Sportkonzerne geworden und Spieler nur noch Söldner, die ihre Arbeitsleistung meistbietend gegen Cash verhökern.

Bei den Nationalmannschaften gab es zumindest immer noch ein gewisses Ethos und gibt es vielleicht bei einigen Spielern durchaus immer noch, für die es eine echte Ehrensache ist, für ihr Land auf dem Platz zu stehen.

Spieler wie Özil verkörpern aber das Söldnertum im Fußball wie kaum jemand sonst. Das sieht man in der Türkei übrigens ganz genauso, wo man ihm vorwirft sein Land verraten zu haben und nur für Deutschland zu spielen, weil er dadurch mehr Geld machen kann.

Quatschki hat geschrieben:(15 May 2018, 21:05)
Und warum sollte sich jemand integrieren oder assimilieren, der zu einem internationalen Jetset gehört, heute in Deutschland, morgen in Spanien, übermorgen in England oder USA lebt?


Das ist eine berechtigte Frage, obwohl doch gerade die Sportler der USA immer mit besonders viel Stolz und Pathos auftreten, wenn sie für ihr Land aktiv sind. Und die USA sind vielleicht die Einwanderungsgesellschaft schlechthin.
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Re: Gündogan, Özil und das Posieren mit Erdogan

Beitragvon Cat with a whip » Di 15. Mai 2018, 22:01

Zunder hat geschrieben:(15 May 2018, 22:11)

In der Betriebsmannschaft der BRD-GmbH spielen Türken. Jessas!

Am End nuch Dunesier!
"Die Erde ist ein Irrenhaus. Dabei könnte das bis heute erreichte Wissen der Menschheit aus ihr ein Paradies machen." Joseph Weizenbaum
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Quatschki
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Re: Gündogan, Özil und das Posieren mit Erdogan

Beitragvon Quatschki » Di 15. Mai 2018, 22:12

Cat with a whip hat geschrieben:(15 May 2018, 23:01)

Am End nuch Dunesier!

Wenn Kati Witt damals mit Helmut Kohl posiert hätte, wäre sie ab 1. des Folgemonats als Küchenhilfe der Betriebskantine des Fritz-Heckert-Kombinates zugeteilt worden.
Und wenn Boris Becker sich in ähnlicher Weise mit Erich Honecker gezeigt hätte, hätte man sich gefragt, ob das jetzt Satire ist oder ob er professionelle Betreuung braucht.
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Selina
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Re: Gündogan, Özil und das Posieren mit Erdogan

Beitragvon Selina » Di 15. Mai 2018, 22:37

Quatschki hat geschrieben:(15 May 2018, 23:12)

Wenn Kati Witt damals mit Helmut Kohl posiert hätte, wäre sie ab 1. des Folgemonats als Küchenhilfe der Betriebskantine des Fritz-Heckert-Kombinates zugeteilt worden.
Und wenn Boris Becker sich in ähnlicher Weise mit Erich Honecker gezeigt hätte, hätte man sich gefragt, ob das jetzt Satire ist oder ob er professionelle Betreuung braucht.


:D
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Re: Gündogan, Özil und das Posieren mit Erdogan

Beitragvon Zunder » Di 15. Mai 2018, 22:50

Wenn man das völkische Geschwätz liest, läßt sich leicht nachvollziehen, daß Migranten die Verbindung zu ihrem Herkunftsland ungern aufgeben. Es ist nicht wirklich vergnügungssteuerpflichtig, ohne jegliche Rückversicherung den Launen einer Mehrheitsgesellschaft ausgeliefert zu sein, die einer rassistischen Partei zu parlamentarischen Ehren verhilft.

Mit Erdogan zu posieren, ist aber kein Bekenntnis zur Türkei, sondern zu einem islamofaschistischen Möchtegern-Sultan und dessen Politik. Das halte ich nicht für harmlos.
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Re: Gündogan, Özil und das Posieren mit Erdogan

Beitragvon JFK » Di 15. Mai 2018, 22:52

Polibu hat geschrieben:(15 May 2018, 22:50)

Sagt der Richtige. Was hat Allah mit der Geschichte zu tun?


Benedikt hat geschrieben:(15 May 2018, 20:51)

Und Erdogan zwingt Özil auch schon seit zehn Jahren vor jedem Länderspiel die deutsche Nationalhymne demonstrativ nicht zu singen, sondern stattdessen Koranverse zu beten


Frag doch ihn, wenn du dich schon einmischen willst.
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Re: Gündogan, Özil und das Posieren mit Erdogan

Beitragvon JFK » Di 15. Mai 2018, 22:54

Cat with a whip hat geschrieben:(15 May 2018, 23:01)

Am End nuch Dunesier!


Tuen sie dich schon, die singen aber die Nationalhymne mit, und lassen sich nicht mit Kriegsgeilen Politikern ablichten.
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Re: Gündogan, Özil und das Posieren mit Erdogan

Beitragvon JFK » Di 15. Mai 2018, 22:56

watisdatdenn? hat geschrieben:(15 May 2018, 22:00)

Völlig richtig.
Was soll also diese Aufregung?

Man sollte eher prüfen, ob sich die DFB-Mannschaft überhaupt "Nationalmannschaft" nennen darf, denn sie hat mit Deutschland als Nation nichts zu tun.


Nennen wir sie Multikulturelle- Völkerversammlungs- Auswahl.
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Re: Gündogan, Özil und das Posieren mit Erdogan

Beitragvon Eulenwoelfchen » Mi 16. Mai 2018, 01:16

Bei Gündogan dürfte es auch um "Eine Hand wäscht die andere" gegangen sein. Er hat ja dem türk. Staat ein großes Grundstück in seinem "Heimatdorf" für 5 Mio. Euro
abgekauft und baut darauf ein "Gündogan-Kaufhaus". Zusammen mit seinem Vater. So jedenfalls der Chefredakteur der WELT heute bei Markus Lanz.
Geschäfte mit dem Erdogan-Staat haben eben ihren Preis.

Und nachdem nun beide eine Erklärung abgaben, bzw. Gündogan, wo er sich vollumfänglich zu den Werten des DFB (sic!!) - ausgerechnet des DFB *kicher* -
bekannte, dem ja durchaus auch der Ruch der höheren Gelddiplomatie anhängt, egal ob ein arabischer Scheich aus einem "Sonnenkönigscheichtum"
oder der Franzl von der " Tiroler Alm" involviert ist, scheint alles in Butter. Löw, dem geistigen Nasenbohrer, ist eh alles egal. Für den ist Rußland einfach
ein Kunstrasenplatz, die Türkei ein Hartplatz, wo man drauf kicken kann... und Polen? Leider waren die mit Lewandowski schneller … man konnte ihm nicht
rechtzeitig einen deutschen Intergrationspass für gepflegte Doppelpässe im DFB-Trikot bereitstellen. Ausserdem kannte man seine Torgefährlichkeit - wie gut
der man tatsächlich kickt - erst, als er bei TORussia Dortmund anheuerte.

Ausser der durchaus interessanten Tatsache, wem die beiden DFB-Kicker und Vorzeigeintegranten so alles die Hand geben, ohne dass es ihnen graust,
ist da nicht viel.

Man sollte für Vorbilder, als die ja DFB-Nationalspieler "verkauft" werden, also auch die beiden, nicht mit strengeren Maßstäben messen, als
unseren amtierenden Bundespräsidenten Steinmeier, der am Grabmal Arafats mit einem Kranz "salutierte", neben dem Terrorpaten und lügenden Hassboss Abbas…
Letzterer wird auch von unserer Kanzlerin mit allen Staatsgastehren hofiert, wenn er Berlin besucht.
Gabriel, ehemals Aussenminister und SPD-Vorsitzender, durchaus mit Vorbildfunktionen "gestraft" in diesen Ämtern, hatte auch keine Probleme,
Abbas seinen Freund zu nennen… oder unmittelbar nach dem 5+1-Atomabkommen (damals als Wirtschaftsminister) bei dem Terrorunterstützerstaat Iran
und seinen Mullahs Männchen zu machen. Zum Wohle der deutschen Wirtschaft. Die auch nicht ohne ist in Sachen Moral und Geschäfte mit der Erdogantürkei.

Also, seien wir froh, dass wir nur von Özil und Gündogan wissen dürfen, welche politische Haltung und welche Präsidenten sie gut finden. Und damit auch,
was so ein Sultan im Erdoganformat politisch so veranstaltet. Z.B. Israel einen Terrorstaat zu nennen, der Völkermord begeht…Aber gut,

Nein, es ist völlig uninteressant, wer ggf. von unseren biodeutschen DFB-Elitekickern AfD wählt oder sympathisch findet …oder Lindner (der sich vor Ali, wo er nicht kennen tut, in der
Bäckerschlange ängstigt, solange der nicht ein brandaktuelles polizeil. Führungszeugnis bei ihm und dann bei der Bäckereifachverkäuferin vorlegt). Hat er dann, ist alles gut
unserer Lindnerwurm ist beruhigt, spuckt kein Feuer mehr… und ist erfreut über die gelungene Integration.

Guten Nacht, Deutschland. Wer in das aktuell im totalitären, politischen Würgegriff befindliche Dopingparadies** Rußland zur WM hinfährt, ist was im Vergleich zum höflichen Ösl und dem geschäftstüchtigen türkischen Kaufhausmann Gründogan…na? …na? …
zumindest willfähriges Propagandamitopfer des Putinregimes.

Noch Fragen?

** Hajo Seppelt, ein sehr wissender und engagierter Antidoping-Journalist, darf nun - oh Wudner! - doch ins Land der Reussen. Vermutlich war es propagantistisch nach näherer Analyse
der Kremlchefpropagandisten nicht so schlau, kritische Journalisten aus anderen Ländern auszusperren. Man will ja zeigen, dass in RUS Pressefreiheit herrscht und wie lupenrein demokratisch
hier die Meinungsfreiheit hochgehalten wird. *höhö

btw: Löw will mit den beiden politisch aus dem Ruder gelaufenen im Trainingslager auch Politik der wahren Werte trainieren, ließ er verlauten. Damit die Türken in der DFB-Auswahl
nicht mehr als "politisch getürkt" erkennbar sind. Zumindest nicht mehr so leicht. *gggg
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Re: Gündogan, Özil und das Posieren mit Erdogan

Beitragvon Orbiter1 » Mi 16. Mai 2018, 05:36

Eulenwoelfchen hat geschrieben:(16 May 2018, 02:16)

Man sollte für Vorbilder, als die ja DFB-Nationalspieler "verkauft" werden, also auch die beiden, nicht mit strengeren Maßstäben messen, als unseren amtierenden Bundespräsidenten Steinmeier, der am Grabmal Arafats mit einem Kranz "salutierte", neben dem Terrorpaten und lügenden Hassboss Abbas…
Was soll dieser unsinnige Vergleich mit Politikern? Deren Aufgabe ist es u. a. deutsche Interessen im Ausland zu vertreten und dazu muß man sich auch mit ausländischen Politikern treffen. Wenn das nur noch mit Politikern passiert deren Nasen uns gefallen kann man das Außenministerium mittelfristig schließen und die Kanzlerin kann zuhause bleiben. Bei Özil, Gündogan und Emre Can ist das nicht so. Die hatten die Wahl die Einladung mit dem Despoten Erdogan anzunehmen und de facto Werbung für ihn zu machen oder auch nicht. Özil und Gündogan haben sie angenommen, Can nicht. Auf die Reaktion der Fans bei den nächsten Spielen darf man gespannt sein.
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Re: Gündogan, Özil und das Posieren mit Erdogan

Beitragvon relativ » Mi 16. Mai 2018, 07:31

Benedikt hat geschrieben:(15 May 2018, 22:54)

Traurig aber wahr. Tugenden wie Treue und Lokalpatriotismus spielen im Vereinsfußball längst keine Rolle mehr. Die Vereine sind Sportkonzerne geworden und Spieler nur noch Söldner, die ihre Arbeitsleistung meistbietend gegen Cash verhökern.

Bei den Nationalmannschaften gab es zumindest immer noch ein gewisses Ethos und gibt es vielleicht bei einigen Spielern durchaus immer noch, für die es eine echte Ehrensache ist, für ihr Land auf dem Platz zu stehen.

Spieler wie Özil verkörpern aber das Söldnertum im Fußball wie kaum jemand sonst. Das sieht man in der Türkei übrigens ganz genauso, wo man ihm vorwirft sein Land verraten zu haben und nur für Deutschland zu spielen, weil er dadurch mehr Geld machen kann.
Selten so ein Quatsch gelesen.
Wieso ausgerechnet Özil dies so verkörpert liegt wahrscheinlich an deinen eingeschränkten Horizont. Das sogenannte Söldnertum im Fussball fängt schon in der Kreisliga an und wenn jemand mit Fußball Geld verdienen will ist dies sein gutes Recht.
Mir ist schleierhaft welches Recht der Fan auf die Lebensplanung eines Spielers hat.
Ist klar für die Hornochsen beider Länder ist Özil natürlich ein Verräter. Trotzdem fühlt Özil sich,genau wie wahrscheinlich viele Deutsche mit türkischen Wurzeln, beiden Ländern verbunden. Ich weiss wirklich nicht was daran zu kritisieren wäre, oder man ihm deswegen Verrat vorwerfen kann. Er ist in Deutschland geboren und ausgewachsen, es gibt kein Grund ihn nicht als Deutschen anzuerkennen, auch wenn sich einige von einem Deutschen augenscheinlich etwas anderes vorstellen.


Das ist eine berechtigte Frage, obwohl doch gerade die Sportler der USA immer mit besonders viel Stolz und Pathos auftreten, wenn sie für ihr Land aktiv sind. Und die USA sind vielleicht die Einwanderungsgesellschaft schlechthin.
Sind die deswegen erfolgreicher? Und warum nicht?
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Re: Gündogan, Özil und das Posieren mit Erdogan

Beitragvon Liegestuhl » Mi 16. Mai 2018, 08:30

Orbiter1 hat geschrieben:(16 May 2018, 06:36)

Was soll dieser unsinnige Vergleich mit Politikern? Deren Aufgabe ist es u. a. deutsche Interessen im Ausland zu vertreten und dazu muß man sich auch mit ausländischen Politikern treffen.

Nein, muss man nicht. Man kann es auch ablehnen.

Ob es für Özil oder Gündogan so einfach gewesen wäre oder ob sie sich selber einem gesellschaftlichen und/oder familiären Druck ausgesetzt gefühlt sahen, kann ich nicht beurteilen.
Ein Hütchen mit Federn, die Armbrust über der Schulter, aber ein Jäger ist es nicht.
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Re: Gündogan, Özil und das Posieren mit Erdogan

Beitragvon Uffzach » Mi 16. Mai 2018, 09:50

Liegestuhl hat geschrieben:Ob es für Özil oder Gündogan so einfach gewesen wäre oder ob sie sich selber einem gesellschaftlichen und/oder familiären Druck ausgesetzt gefühlt sahen, kann ich nicht beurteilen.

Schon wieder der Versuch einer Relativierung der Huldigung und Unterstützung eines national-islamistischen antisemitischen Despoten durch diese beiden Herren. :cool:

Was ist wohl die Ursache dafür, dass diese beiden Herren auf derart viel Verständnis stoßen? Nicht nur das, sie dürfen sogar in der deutschen Nationalmannschaft spielen, "Deutschland und seine Werte repräsentieren" *lol*
Für die Freiheit des sprachlichen Ausdrucks !
Macht ist Macht über die Sprache der anderen. Fürchtet euch nicht, denn Bezeichner sind a priori bedeutungsleere Zeichenfolgen. :cool:

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