Chancengleichheit im Bildungssystem

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Ralf
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Chancengleichheit im Bildungssystem

Beitragvon Ralf » Sa 21. Jun 2008, 12:18

@ToughDaddy

Jetzt mal Butter bei de‘ Fische

Ich halte es für völlig ausgeschlossen, dass jemand in Deutschland nicht studieren kann, weil er arme Eltern hat.

Gründe dafür sind höchstens Dummheit, Faulheit, mangelndes Interesse, mangelde Erziehung, religiöser Fanatismus etc.

Viele Kinder werden heutzutage nicht mehr erzogen; stattdessen versucht man die Kinder in endlose Diskussionen zu verwickeln.
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ToughDaddy
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Re: Linksfaschismus im Klassenzimmer

Beitragvon ToughDaddy » Sa 21. Jun 2008, 12:49

Ralf hat geschrieben:@ToughDaddy

Jetzt mal Butter bei de‘ Fische

Ich halte es für völlig ausgeschlossen, dass jemand in Deutschland nicht studieren kann, weil er arme Eltern hat.

Gründe dafür sind höchstens Dummheit, Faulheit, mangelndes Interesse, mangelde Erziehung, religiöser Fanatismus etc.

Viele Kinder werden heutzutage nicht mehr erzogen; stattdessen versucht man die Kinder in endlose Diskussionen zu verwickeln.


Du hast Dir den Link nicht durchgelesen. Also soweit mit Deinem Butter bei de Fische. Aber immerhin kann man so seine hetzerischen Vorurteile aufrecht erhalten.
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Dampflok94
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Re: Linksfaschismus im Klassenzimmer

Beitragvon Dampflok94 » Mi 25. Jun 2008, 11:50

Ralf hat geschrieben: Ich halte es für völlig ausgeschlossen, dass jemand in Deutschland nicht studieren kann, weil er arme Eltern hat.

Aber selbstredend gibt es das. Für das Studium bedarf es nämlich Voraussetzungen. Z.B. im Normalfall ein Abitur. Und hier gibt es klare Unterschiede zwischen den Schichten. Das Portemonnaie der Eltern ist mitentscheidend für die Bildungschancen.
Leute kauft mehr Dampflokomotiven!!!
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Ralf
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Re: Linksfaschismus im Klassenzimmer

Beitragvon Ralf » Mi 25. Jun 2008, 20:42

Dampflok94 hat geschrieben:Aber selbstredend gibt es das. Für das Studium bedarf es nämlich Voraussetzungen. Z.B. im Normalfall ein Abitur. Und hier gibt es klare Unterschiede zwischen den Schichten. Das Portemonnaie der Eltern ist mitentscheidend für die Bildungschancen.

Wo ich aufgewachsen bin, haben die „reicheren“ Kinder (mit einer Ausnahme) schlechter in der Schule abgeschnitten, als die ärmeren.
Geld verbessert die Chancen definitiv nicht.

Arme und Reiche, die in der gleichen Gegend wohnen, haben definitv die gleichen Chancen.

Du bist jedoch arm dran wenn die in einer Gegend wohnst, die von Linksradikalen überlaufen ist (Alkohol, Drogen, Kriminalität).

(btw. Als Mod im PF warst Du nicht okay...
parteiisch)
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Thomas I
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Re: Linksfaschismus im Klassenzimmer

Beitragvon Thomas I » Mi 25. Jun 2008, 20:56

Dampflok94 hat geschrieben:Aber selbstredend gibt es das. Für das Studium bedarf es nämlich Voraussetzungen. Z.B. im Normalfall ein Abitur. Und hier gibt es klare Unterschiede zwischen den Schichten. Das Portemonnaie der Eltern ist mitentscheidend für die Bildungschancen.


Nein. Die Haltung der Eltern zur Bildung ist entscheidend für deren Portemonnaie UND die Chancen ihrer Kinder auf Bildung.
Auch wenn das Umverteilungsfetischisten und Klassenkämpfern nicht passt.
Unser Bildungssystem ist eines der teueresten der Erde - an zu wenig Geld kannn es kaum liegen.
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Pythia
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Re: Linksfaschismus im Klassenzimmer

Beitragvon Pythia » Mi 25. Jun 2008, 21:34

Ralf hat geschrieben:Wo ich aufgewachsen bin, haben die „reicheren“ Kinder (mit einer Ausnahme) schlechter in der Schule abgeschnitten, als die ärmeren. Geld verbessert die Chancen definitiv nicht.
Nö. Geld hilft wenig, wenn die süßen Kinderchen bei der Einschulung nur Sprüche aus der Muppet-Show kennen und nur gelernt haben, daß sie sich ab und zu einfach mit Heulen oder Frechheit mal Vorteile verschaffen können. Kinder von armen Säcken hingegen, die bei der Einschulung schon Worte Shakespeare oder auch von Wilhelm Busch kennen und gelernt haben, daß Höflichkeit und ein Lächeln ihnen viel Entgegenkommen verschafft, haben gleich bessere Karten.
.
Gute Leitung während der Ausbildung bedeutet dann eigentlich schon Abi in trockenen Tüchern und Staatsexamen suma cum laude. Meine Mutter lernte extra Latein und Französisch, damit sie meine schulische Entwicklung besser steuern konnte. Nicht aus Langeweile. Sie war Steuerberaterin und sehr beschäftigt.
Ralf hat geschrieben:Arme und Reiche, die in der gleichen Gegend wohnen, haben definitv die gleichen Chancen.
Nö. Kinder mit Scheiß-Eltern sind im Nachteil. Egal wieviel Kohle die Alten haben.
Ralf hat geschrieben:Du bist jedoch arm dran wenn die in einer Gegend wohnst, die von Linksradikalen überlaufen ist (Alkohol, Drogen, Kriminalität).
Richtig. Aber Armut zwingt in Deutschland niemand in Slums zu hausen. Da suhlen sich nur diejenigen, die sich in der Brühe wohl fühlen. Auch Manche mit echt viel Kohle. So mancher Slum-Fürst ist Multi-Millionär, mit Kindern auf der Sonderschule.
.
Und da gibt es natürlich Links-Faschismmus pur. Sozialarbeiter und Lehrer leben doch von der Armut. Also fördern sie auch Armut. Erst mal geistige Armut. Die materielle Armut kommt dann von alleine. Und das gibt Sozialarbeitern und Sonderschul-Lehrern Wichtigkeit. Sie können dann Jedem aus erster Hand erklären, wie wichtig mehr Budgets für sie sind.
Europäer werden nicht geboren. Sie werden angelernt. Bin im 65. Lehrjahr.
Andere Meinungen ablehnen ist einfach | Sie kritisch zu erwägen erfordet mehr.
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Re: Linksfaschismus im Klassenzimmer

Beitragvon bakunicus » Mi 25. Jun 2008, 21:38

Thomas I hat geschrieben:
Nein. Die Haltung der Eltern zur Bildung ist entscheidend für deren Portemonnaie UND die Chancen ihrer Kinder auf Bildung.
Auch wenn das Umverteilungsfetischisten und Klassenkämpfern nicht passt.
Unser Bildungssystem ist eines der teueresten der Erde - an zu wenig Geld kannn es kaum liegen.



ja ja thomas, die blöden klassenkämpfer.

http://www.hamburger-bildungsserver.de/ ... l-110.html
zitat:
Aber der Bericht beleuchtet auch die weiterhin ungleiche Verteilung dieser Fortschritte. So teilt sich ein Fünftel der Menschheit (die Bevölkerung der reichsten Länder) 86 Prozent des weltweiten privaten Verbrauchs, während auf ein weiteres Fünftel (die Bevölkerung der ärmsten Länder) nur 1,3 Prozent entfallen. Das reichste Fünftel verbraucht oder verfügt über 45 Prozent der weltweiten Fleisch- und Fischbestände (das ärmste Fünftel über 5 Prozent), 58 Prozent der Energie (4 Prozent), 84 Prozent des Papiers (gegen 1,1 Prozent), 87 Prozent der Kraftfahrzeuge (unter 1 Prozent), 74 Prozent aller Telefonleitungen (1,5 Prozent) und so weiter.

"1960 verfügten die 20 Prozent der Weltbevölkerung, die in den reichsten Ländern lebten, über ein dreißigmal höheres Einkommen als die ärmsten 20 Prozent; 1995 war ihr Einkommen schon zweiundachtzigmal höher." Noch tiefer ist diese Kluft zwischen dem Elend der großen Masse und dem Reichtum einer Handvoll Privilegierter: Das Vermögen der drei reichsten Personen der Welt übersteigt das kumulierte Bruttoinlandsprodukt (BIP) der 48 ärmsten Entwicklungsländer; das Vermögen der fünfzehn reichsten entspricht der Produktion des ganzen subsaharischen Afrika, und das Vermögen der vierundachtzig reichsten liegt höher als das Sozialprodukt Chinas mit seinen 1,2 Milliarden Einwohnern. Am unteren Ende der Einkommensskala "leben noch rund 1,3 Milliarden Menschen mit weniger als 1 Dollar pro Tag [...] und fast drei Milliarden Menschen mit weniger als zwei Dollar pro Tag."

Noch schockierender ist, daß die Befriedigung der Grundbedürfnisse der Bevölkerung sämtlicher Entwicklungsländer (Nahrung und Trinkwasser, Infrastruktur- und Sanitäreinrichtungen, Bildung und Gesundheit, Gynäkologie und Geburtshilfe) schätzungsweise 40 Milliarden Dollar pro Jahr kosten würde, nur 4 Prozent des kumulierten Vermögens der zweihundertfünfundzwanzig größten Vermögen der Welt.

Da es selbst an diesem bißchen aber fehlt, sind "die ärmsten 20 Prozent der Weltbevölkerung von der Konsumexplosion praktisch ausgeschlossen. Weit über eine Milliarde Menschen können ihre elementarsten Konsumbedürfnisse nicht decken. Von den 4,4 Milliarden Menschen in Entwicklungsländern verfügen fast drei Fünftel nicht einmal über die einfachsten Sanitäreinrichtungen. Fast ein Drittel hat keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser. Ein Viertel hat keine ausreichende Unterkunft. Ein Fünftel hat keinen Zugang zu modernen Gesundheitsdiensten." Für ungefähr denselben Prozentsatz "ist die Energie- und Proteinzufuhr durch Nahrung unzureichend. Weltweit sind zwei Milliarden Menschen anämisch, 55 Millionen davon in Industrieländern."


wenn du das nicht skandalös findest, so wie die 36 mio. hungertoten jährlich auf dieser welt, dann kann dir auch keiner helfen. wenn das die bilanz des sozialismus wäre würdest du doch zu den waffen greifen, mal gaanz ganz ehrlich.


bakunicus
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Re: Linksfaschismus im Klassenzimmer

Beitragvon Thomas I » Mi 25. Jun 2008, 21:42

bakunicus hat geschrieben:

ja ja thomas, die blöden klassenkämpfer.

http://www.hamburger-bildungsserver.de/ ... l-110.html
zitat:
Aber der Bericht beleuchtet auch die weiterhin ungleiche Verteilung dieser Fortschritte. So teilt sich ein Fünftel der Menschheit (die Bevölkerung der reichsten Länder) 86 Prozent des weltweiten privaten Verbrauchs, während auf ein weiteres Fünftel (die Bevölkerung der ärmsten Länder) nur 1,3 Prozent entfallen. Das reichste Fünftel verbraucht oder verfügt über 45 Prozent der weltweiten Fleisch- und Fischbestände (das ärmste Fünftel über 5 Prozent), 58 Prozent der Energie (4 Prozent), 84 Prozent des Papiers (gegen 1,1 Prozent), 87 Prozent der Kraftfahrzeuge (unter 1 Prozent), 74 Prozent aller Telefonleitungen (1,5 Prozent) und so weiter.

"1960 verfügten die 20 Prozent der Weltbevölkerung, die in den reichsten Ländern lebten, über ein dreißigmal höheres Einkommen als die ärmsten 20 Prozent; 1995 war ihr Einkommen schon zweiundachtzigmal höher." Noch tiefer ist diese Kluft zwischen dem Elend der großen Masse und dem Reichtum einer Handvoll Privilegierter: Das Vermögen der drei reichsten Personen der Welt übersteigt das kumulierte Bruttoinlandsprodukt (BIP) der 48 ärmsten Entwicklungsländer; das Vermögen der fünfzehn reichsten entspricht der Produktion des ganzen subsaharischen Afrika, und das Vermögen der vierundachtzig reichsten liegt höher als das Sozialprodukt Chinas mit seinen 1,2 Milliarden Einwohnern. Am unteren Ende der Einkommensskala "leben noch rund 1,3 Milliarden Menschen mit weniger als 1 Dollar pro Tag [...] und fast drei Milliarden Menschen mit weniger als zwei Dollar pro Tag."

Noch schockierender ist, daß die Befriedigung der Grundbedürfnisse der Bevölkerung sämtlicher Entwicklungsländer (Nahrung und Trinkwasser, Infrastruktur- und Sanitäreinrichtungen, Bildung und Gesundheit, Gynäkologie und Geburtshilfe) schätzungsweise 40 Milliarden Dollar pro Jahr kosten würde, nur 4 Prozent des kumulierten Vermögens der zweihundertfünfundzwanzig größten Vermögen der Welt.

Da es selbst an diesem bißchen aber fehlt, sind "die ärmsten 20 Prozent der Weltbevölkerung von der Konsumexplosion praktisch ausgeschlossen. Weit über eine Milliarde Menschen können ihre elementarsten Konsumbedürfnisse nicht decken. Von den 4,4 Milliarden Menschen in Entwicklungsländern verfügen fast drei Fünftel nicht einmal über die einfachsten Sanitäreinrichtungen. Fast ein Drittel hat keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser. Ein Viertel hat keine ausreichende Unterkunft. Ein Fünftel hat keinen Zugang zu modernen Gesundheitsdiensten." Für ungefähr denselben Prozentsatz "ist die Energie- und Proteinzufuhr durch Nahrung unzureichend. Weltweit sind zwei Milliarden Menschen anämisch, 55 Millionen davon in Industrieländern."


wenn du das nicht skandalös findest, so wie die 36 mio. hungertoten jährlich auf dieser welt, dann kann dir auch keiner helfen. wenn das die bilanz des sozialismus wäre würdest du doch zu den waffen greifen, mal gaanz ganz ehrlich.

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Zu der Art von Propaganda die du hier betreibst hat Ralf im Eröffnungsbeitrag schon die passenden Worte verloren.
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Re: Linksfaschismus im Klassenzimmer

Beitragvon bakunicus » Mi 25. Jun 2008, 21:58

Thomas I hat geschrieben:
Zu der Art von Propaganda die du hier betreibst hat Ralf im Eröffnungsbeitrag schon die passenden Worte verloren.


jetzt mal ganz ehrlich:

das ist das was ich mit deinem beschränkten verstand meinte:

das sind fakten !! und keine propaganda;
du bist es, der das offensichtliche nicht wahrnehmen will:

die bilanz des kapitalismus ist eine armutserklärung. im wahrsten sinne des wortes.

wir könnten ohne probleme 12 mill. menschen ernähren; niemand müsste den hungertod sterben.
jeder verhungerte ist ein politischer toter, ein opfer eines menschenverachtenden systems.

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Re: Linksfaschismus im Klassenzimmer

Beitragvon Thomas I » Mi 25. Jun 2008, 23:27

bakunicus hat geschrieben:
jetzt mal ganz ehrlich:

das ist das was ich mit deinem beschränkten verstand meinte:

das sind fakten !! und keine propaganda;
du bist es, der das offensichtliche nicht wahrnehmen will:

die bilanz des kapitalismus ist eine armutserklärung. im wahrsten sinne des wortes.

wir könnten ohne probleme 12 mill. menschen ernähren; niemand müsste den hungertod sterben.
jeder verhungerte ist ein politischer toter, ein opfer eines menschenverachtenden systems.

bakunicus


Sagte jemand das es keine Fakten sind? Aber wie du die Fakten dann miteinander kombiniert und deine Schlüsse daraus präsentiertst, das ist Propaganda.

Fakt ist die 1. Welt hat 74% aller Telefonleitungen. Nicht Fakt ist, dass deswegen die 3. Welt kaum welche hat. Das liegt nämlich daran, dass man wegen Korruption, Rechtsunsicherheit und fragwürdigen politischen Systemen da auch nicht investieren mag.
Und 40 - 50 Jahre nach dem Ende der Kolonialzeit für Gestalten wie Idi Amin, Mugabe oder Yahya Jammeh immernoch die Schuld in Europa und den USA zu suchen, das ist Propaganda.

Wenn die 225 reichsten Menschen der Erde (von denen eine ganze Menge übrigends aus den Ländern kommen wo diese Probleme für viele Alltag sind!!!) die 40 Milliarden investieren würden um eine Befriedigung der Grundbedürfnisse der Bevölkerung sämtlicher Entwicklungsländer (Nahrung und Trinkwasser, Infrastruktur- und Sanitäreinrichtungen, Bildung und Gesundheit, Gynäkologie und Geburtshilfe) zu ermöglichen, dann würen 35 Milliarden davon auf Schweizer Bankkonten landen oder sonstwie in den Tachen obskurer Regimes und Militärs verschwinden, manche Länder (wie Burma) würden sich diese Einmischung in inneren Angelegenheiten sogar verbeten.

Ihr Linken tut immer so als müsse man den Reichen nur 40 Mia. wegnehmen und schon wären alle Probleme gelöst.
Das ist Propaganda.
Und selbst wenn es klappen würde: Dank der Befriedigung sämtlicher Grundbedürfnisse würde die Bevölkerung in manchen dieser Länder explodieren, denn ein Mentalitätswandel zu vernünftigen Kinderzahlen ist ja bei dem Paket nicht inklusive.
Also würden bald wieder Menschen hungern und man bräuchte 80 Mia. dann 160 Mia, dann 320 Mia, 640 Mia, 1,3 Bio - und irgendwann reichen die Resssourcen dieser Erde einfach nicht mehr.

Ja man könnte eine Befriedigung der Grundbedürfnisse der Bevölkerung sämtlicher Entwicklungsländer erreichen: Wenn man alle diese Länder wieder zu Kolonien der Länder der Ersten Welt macht, massiv in deren Kulturen eingreift (Drei-Kinder-Politik ähnlich wie in China) und eine Auseinandersetzung mit Religionen nicht scheut.

Wer zahlt muss auch bestimmen können. Sonst kann er zahlen soviel er will und am Ende kommt doch nicht das dabei heraus was er will.
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Re: Linksfaschismus im Klassenzimmer

Beitragvon Jürgen Meyer » Mi 25. Jun 2008, 23:31

Thomas I hat geschrieben:
Nein. Die Haltung der Eltern zur Bildung ist entscheidend für deren Portemonnaie UND die Chancen ihrer Kinder auf Bildung.
Auch wenn das Umverteilungsfetischisten und Klassenkämpfern nicht passt.
Unser Bildungssystem ist eines der teueresten der Erde - an zu wenig Geld kannn es kaum liegen.



Wir haben ein krankes Bildungssystem aus preussischen Ständezeiten, dass die Kinder unmittelbar nach der Grundschule in chancenlose Hauptschüler aus vorwiegend niederen Schichten und Klassen der Gesellschaft und in Gymnasiasten trennt, die ganz andere Bildungschancen und berufliche Perspektiven haben unsd oftmals dem Bildungsbürgertum entstammen

Kinder so früh zu selektieren hat meiner Meinung nach schon unsoziale und gar faschistoide Züge und ist auf jeden Fall menschenverachtend

Grüsse Jürgen u
Bundestagswahl 2009 - PF : Linke 26 % (42 Stimmen ), FDP 17 % (27), Neonazis 17 % (27), MLPD 0 %, Wahlboykotteure 7 % ( 11) , CDU/CSU 11 % (18), SPD 8 % (13), GRÜNE 4 % (6), Sonstige 11% (17), TTl 161 Stimmen
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Chancengleichheit im Bildungssystem1

Beitragvon Thomas I » Mi 25. Jun 2008, 23:39

Jürgen Meyer hat geschrieben:Wir haben ein krankes Bildungssystem aus preussischen Ständezeiten, dass die Kinder unmittelbar nach der Grundschule in chancenlose Hauptschüler aus vorwiegend niederen Schichten und Klassen der Gesellschaft und in Gymnasiasten trennt, die ganz andere Bildungschancen und berufliche Perspektiven haben unsd oftmals dem Bildungsbürgertum entstammen

Kinder so früh zu selektieren hat meiner Meinung nach schon unsoziale und gar faschistoide Züge

Grüsse Jürgen u


Da stimme ich dir zu. Nur das ändert man nicht in dem man in dieses System mehr Geld pumpt sondern mit Mut zu Reformen.

Und Reformen scheitern da an Lins und Rechts: Die Konservativen wollen am Bildungssystem aus preussischen Ständezeiten festhalten und die Linken fürchten den Zorn der linkslastigen GEW - den eine Reform könnte Arbeit für die Lehrer bedeuten.

Wir brauchen kein rein staatliches Schulsdystem, wir brauchen nur eine Bildungsgarantie des Staates.
Der Staat hat jedem Schüler die Summe x pro Jahr für dessen Bildung zur Verfügung zu stellen. Der Schüler kann sich dann mit seinen Eltern frei eine Schule auswählen die diese Summe dann für die Zeit die dieser Schüler diese Schule besucht zur Verfügung hat.

Mit Kontrollen ähnlich dem Zentralabitur nach den Klassen 6, 8, 10, 11, 12 und/oder 13 prüft der Staat ob die Schulen ihrem Bildungsauftrag nachkommen.

Statt Abitur entscheidet eine Aufnahmeprüfung für welche Uni und welche Studiengang man zugelassen wird.
Die Regelstudienzeit + 25% eines ersten Studiums sollte kostenlos sein.

Das würde eine echte Bewegung in unser Bildungssystem bringen. In der Vielfalt und der Freiheit liegt die Kraft, nicht in Einheitssystemen die allen gerecht werden sollen.
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Re: Linksfaschismus im Klassenzimmer

Beitragvon ToughDaddy » Do 26. Jun 2008, 07:32

@ThomasI

Klar, richtige Klassenbildung muss her, ansonsten fühlen sich manche nicht wohl.
Das einzige Sinnvolle ist die Erklärung des kostenfreien Studierens.

Klar in Freiheit liegt die Kraft, aber nicht, wenn die Freiheit durch den Geldbeutel bestimmt wird.
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Re: Linksfaschismus im Klassenzimmer

Beitragvon Dampflok94 » Do 26. Jun 2008, 07:34

Thomas I hat geschrieben: Unser Bildungssystem ist eines der teueresten der Erde - an zu wenig Geld kannn es kaum liegen.

Man kann beliebig viel Geld ohne Wirkung ausgeben. Das ist also nur ein Indikator. Abgesehen davon ist da in den letzten Jahren auch viel eingespart worden. Von Lehrmittelfreiheit kann keine Rede mehr sein. Und wenn Eltern eben nicht das Geld haben z.B. Bücher zu kaufen, dann hat das Kind eben ein Problem.
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Re: Linksfaschismus im Klassenzimmer

Beitragvon Thomas I » Do 26. Jun 2008, 12:01

ToughDaddy hat geschrieben:@ThomasI

Klar, richtige Klassenbildung muss her, ansonsten fühlen sich manche nicht wohl.
Das einzige Sinnvolle ist die Erklärung des kostenfreien Studierens.

Klar in Freiheit liegt die Kraft, aber nicht, wenn die Freiheit durch den Geldbeutel bestimmt wird.


Offenbar hast du meinen Beitrag nicht verstanden.

Ich schrieb: "Der Staat hat jedem Schüler die Summe x pro Jahr für dessen Bildung zur Verfügung zu stellen. Der Schüler kann sich dann mit seinen Eltern frei eine Schule auswählen die diese Summe dann für die Zeit die dieser Schüler diese Schule besucht zur Verfügung hat."

Inwiefern wird die Freiheit da durch den Geldbeutel bestimmt???

Wie wäre es wenn du dich mal damit auseinandersetzen würdest was ich schreibe und nicht mit dem was du dir denkst dass ich geschrieben haben müsste???
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Re: Linksfaschismus im Klassenzimmer

Beitragvon Pythia » Do 26. Jun 2008, 17:20

@ bakunicus, zu Deinen hier vorgetragenen Zahlen:
.
Ein toller Erfolg der Menschheit: wir ernähren also nun über 4 mrd. mehr Menschen als vor 100 Jahren, währen die Leute größer, älter, stärker und leistungsfähiger wurden, Kindersterblichkeit auf einen kleinen Prozentsatz der damaligen Zahlen schrumpfte, und die Mehrheit auf ein reicheres, bequemeres und erfüllteres Leben hoffen kann, mit dem Rest der Welt verbunden über Billigflüge, Äther, Print-Medien und Plakate.
.
Und es könnte noch besser sein, wären wir nicht seit Mitte 60er in die falsche Richtung gelaufen, mit 68ern und Hippies in der westlichen Welt als geistige Führer, die nur noch reine Sebstverwirklichung predigten, also Radikal-Egoismus auf Kosten der Zukunft. Da halfen natürlich kräftig alle Ideologen der Faulheit: "Fortschritt machte uns produktiver, mit weniger Leistung schaffen wir mehr, 7 Knopfdrücke schaffen die Leistung ganzer Arbeiter-Heere, also bitte mehr Kohle für weniger Leistung!"
.
Wahrscheinlich bisher eine der fatalsten Entwicklungen der Menschheits-Geschichte. Die richtige Vorgabe wäre ja gewesen: "Mit gleicher Leistung, die wir ja erwiesenermaßen erbringen können, viel mehr produzieren und endlos imer Neues produzieren, damit mehr Leute was davon haben und die Preise für Alle immer weiter herab gehen!"
.
Mit dieser bis in die 60er üblichen Grundeinstellung könnten wir nun schon auf dem Mars Urlaub machen, selbst die Ärmsten der Armen besser versorgen, bräuchten kein Öl, keine Kohle und kein Holz mehr zu verbrennen, wären noch gesünder, kräftiger, gebildeter und wohl auch glücklicher. So wie Anfang der 60er, als wir hoffnungsvoll in die Zukunft schauten.
.
Das haben uns die linken Ideologen mit ihrer Neid- und Faulheit-Propagierung versaut. Ob wir es schaffen das Ruder wieder herum zu reißen und wieder auf den richtgen Weg zu kommen? Mit Platitüden wie "Nehmt den Reichen, gebt den Armen!" schaffen wir es ganz sicher nicht. Auch nicht, solange wir Selbstverwirklichung nur mit Faulheit und Verantwortunglosigkeit anstreben, also immer eifrig Andere verantwortlich machen statt selbst Verantwortung zu übernehmen.
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Re: Linksfaschismus im Klassenzimmer

Beitragvon ToughDaddy » Do 26. Jun 2008, 17:55

Thomas I hat geschrieben:Inwiefern wird die Freiheit da durch den Geldbeutel bestimmt???

Wie wäre es wenn du dich mal damit auseinandersetzen würdest was ich schreibe und nicht mit dem was du dir denkst dass ich geschrieben haben müsste???


Es tut mir leid, wenn Du nur bis zum Betrag x denkst. Was das bedeutet, sieht man sehr gut in der USA.
Jene die Betrag x vom Staat haben und nicht mehr, bekommen eine Grundausbildung ala Hauptschule oder schlechter, der Rest kann sich mehr leisten. Ist doch nicht so schwer.

Und Dummheit kannst jemand anders unterstellen.


@theodrich

Ja so einfach kann man es sich auch machen. Dann braucht man wenigstens keine Argumente vorbringen.
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Re: Linksfaschismus im Klassenzimmer

Beitragvon Thomas I » Do 26. Jun 2008, 18:04

ToughDaddy hat geschrieben:
Es tut mir leid, wenn Du nur bis zum Betrag x denkst. Was das bedeutet, sieht man sehr gut in der USA.
Jene die Betrag x vom Staat haben und nicht mehr, bekommen eine Grundausbildung ala Hauptschule oder schlechter, der Rest kann sich mehr leisten. Ist doch nicht so schwer.


Wie man den Betrag x festlegt, können wir gerne diskutieren. Ich habe daran gedacht, das zu nehmen was derzeit in diesem Land pro Schüler und Jahr ausgegeben wird. Um eine runde Summe zu haben: 5000 EUR/Schuljahr pro Schüler.
Eine Erhöhung der Summe alle drei Jahre nach Maßgabe der Inflation.
Für behinderte Schüler einen Zuschlag der einerseits eine fixe Komponenten hat und andererseits den prozentualen Grad ihrer Behinderung berücksichtigt (Also jemand der zu 50% behindert ist dann 12500 EUR/Schuljahr pro Schüler = Basissatz von 5000 EUR + fixe Komponente von 5000 EUR + 50% vom Basisatz wegen dem Grad der Behinderung).
Für Schulen in sozial schwierigen Bezirken ein Erschwerniszuschlag von 1/3 auf den Basissatz, also dann 6667 EUR/Schuljahr pro Schüler.

Jede anerkannte Schule, egal ob Staatschule, Waldorfschule, katholisches Internat oder französische Schule, Montessori-Schule oder was auch immer, bekäme diese Sätze pro Schuljahr und bei ihr angemeldetem Schüler zugewiesen.

Das es trotzdem immernoch welche gibt die sich dann zusätzliche Investitionen in die Bildung ihrer Kinder leisten können und die nach Salem oder an eine Privatuni schicken, wird man nicht verhindern können.
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Re: Linksfaschismus im Klassenzimmer

Beitragvon ToughDaddy » Do 26. Jun 2008, 18:54

@ThomasI

Eben. Am Ende bleiben dann nur noch Staatsschulen, welche mit dem Grundeinsatz arbeiten. Die besten Lehrer gehen dann nur noch an Privatschulen, wo man kräftig löhnt. Und die Veruntreuung von Geld kann man wenigstens so auch noch stärken.

Aber immerhin kann man so die Klassenzugehörigkeit noch besser zum Ausdruck bringen und die Klassentrennung besser erreichen.

Ein besseres Schulsystem für alle, wie es eigentlich mal vorhanden war, wäre auch zu absurd.
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Re: Linksfaschismus im Klassenzimmer

Beitragvon adal » Do 26. Jun 2008, 19:41

theoderich hat geschrieben:Neid ist ist nicht das Problem - wenn Neid mit Fleiß gepaart ist - Missgunst ist das Problem.
Richtig. Ich amüsiere mich auch immer über den mit grämlicher Miene vorgebrachten Vorwurf "Neiddebatte", wenn es einer wagt, verteilungspolitische Überlegungen anzustellen. Ist "Neid" doch ein geradezu konstitutierendes Movens marktwirtschaftlicher Systeme.

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