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 Betreff des Beitrags: Verwendung von Semesterbeiträgen
BeitragVerfasst: Fr 23. Jul 2010, 21:00 
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Zitat:
Prassen im Adlon? Wozu gibt es Semesterbeiträge!
Die Studentenvertreter im Asta erhalten automatisch einen Anteil der Gebühren, die jeder Student pro Semester bezahlen muss. Mit dem Geld speist die Selbstverwaltung im Adlon, fliegt nach Rio oder feiert Partys mit Popstars - auf Kosten der Kommilitonen.

Dadurch kommen oft Einnahmen von mehreren Hunderttausend Euro jährlich zusammen. Nach ihrer Satzung ist der Asta eigentlich verpflichtet, das Geld für die Interessen der Studenten einzusetzen, etwa für Beratung oder die Vermittlung von Zimmern.
Doch viele der Funktionäre verwechseln die studentische Selbstverwaltung mit einem Selbstbedienungsladen, über den sie eigene Lieblingsprojekte finanzieren können. Manche der jungen Leute können auch einfach nicht mit Geld umgehen. Jährlich versickern so Unsummen aus den Kassen der Asten.


Was mit dem Geld so gemacht wird ... :
Zitat:
Der Asta der Uni Bonn etwa musste in den vergangenen Jahren über 260.000 Euro abschreiben, weil Studenten Kredite aus einem Hilfsfonds nicht zurückzahlten. Sie hatten ihren Wohnort gewechselt oder waren ins Ausland zurückgekehrt; der Asta hatte es versäumt, sich die Adressen geben zu lassen.

An der Uni Duisburg-Essen betrieb der Asta jahrelang ein Kulturcafé, in dem Studenten Cocktails für 2,50 Euro trinken konnten. Weil die Einnahmen nicht die Ausgaben deckten, häuften sich Verluste in Höhe von 450.000 Euro an.

Der Asta der Frankfurter Goethe-Uni gründete vor einiger Zeit eine Autovermietung und setzte damit 100.000 Euro in den Sand. Immerhin wollten diese Studentenvertreter ihren Kommilitonen etwas Gutes tun, indem sie billige Drinks und Autos anboten.

Der Asta der Berliner Fachhochschule für Technik und Wirtschaft wollte sich vor einigen Jahren hingegen auch selbst mal etwas gönnen: Für 2400 Euro luden die Studenten Industrievertreter ins noble Berliner Hotel Adlon zum Essen ein.


Mehr Infos: http://www.ftd.de/bildung/:verschwendun ... 47622.html

Als Befürworter von Studiengebühren (Allerdings geringeren) bin ich schockiert. Wie kann es möglich sein, dass das Geld so ohne jede Kontrolle verprasst werden kann ?

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Der Excel VBA-Strang


Zuletzt geändert von jack am Fr 23. Jul 2010, 21:43, insgesamt 1-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags: Re: Verwendung von Studiengebühren
BeitragVerfasst: Fr 23. Jul 2010, 21:38 
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Studiengebühren sind nicht dasselbe, wie Semesterbeiträge. Letztere gibt es schon seit Jahrzehnten und die Studenten können selbst darüber bestimmen (über den AStA). Dieses Geld ist auch nicht für die Unis gedacht, sondern nur für die Studenten.

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 Betreff des Beitrags: Re: Verwendung von Studiengebühren
BeitragVerfasst: Fr 23. Jul 2010, 21:44 
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Perdedor hat geschrieben:
Studiengebühren sind nicht dasselbe, wie Semesterbeiträge.


Richtig, mein Fehler. Ich habe es korrigiert. :s

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Der Excel VBA-Strang


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 Betreff des Beitrags: Re: Verwendung von Semesterbeiträgen
BeitragVerfasst: Sa 24. Jul 2010, 19:06 
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jack hat geschrieben:
Wie kann es möglich sein, dass das Geld so ohne jede Kontrolle verprasst werden kann ?


Das Problem ist ein ganz allgemeines und nicht auf den Asta beschränkt. Man schaue sich nur mal an was der Bund der Steuerzahler jährlich zu bemängeln hat.
Eine Kontrolle gibt es theoretisch schon, da sich jeder Student am Asta beteiligen oder zumindest seinen Vertreter bestimmen kann. Interessanterweise ist die Beteiligung bei solchen Wahlen allerdings sehr gering (um die 10%). Da muss man sich natrülich nicht wundern, wenn da über die Köpfe hinwegentschieden wird.

Ansonsten muss natürlich auch differenziert werden:
Zitat:
An der Uni Duisburg-Essen betrieb der Asta jahrelang ein Kulturcafé, in dem Studenten Cocktails für 2,50 Euro trinken konnten. Weil die Einnahmen nicht die Ausgaben deckten, häuften sich Verluste in Höhe von 450.000 Euro an.

Es ist nicht auszuschließen, dass dies im Sinne der Studenten war.
Zitat:
Der Asta der Frankfurter Goethe-Uni gründete vor einiger Zeit eine Autovermietung und setzte damit 100.000 Euro in den Sand. Immerhin wollten diese Studentenvertreter ihren Kommilitonen etwas Gutes tun, indem sie billige Drinks und Autos anboten.

Es liegt in der Natur der Sache, dass Investitionen auch mal keinen Gewinn bringen. Deswegen sollte man nicht grundsätzlich auf sie verzichten.
Zitat:
Der Asta der Uni Bonn etwa musste in den vergangenen Jahren über 260.000 Euro abschreiben, weil Studenten Kredite aus einem Hilfsfonds nicht zurückzahlten. Sie hatten ihren Wohnort gewechselt oder waren ins Ausland zurückgekehrt; der Asta hatte es versäumt, sich die Adressen geben zu lassen.

Schlamperei, aber keine Böswilligkeit. Passiert auch hauptberuflichen Politikern.

Natürlich gibt es auch eine Menge fragwürdiger Investitionen. Wenn sich das ändern soll, sollte man sich mal engagieren und zumindest mal wählen gehen.

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 Betreff des Beitrags: Re: Verwendung von Semesterbeiträgen
BeitragVerfasst: So 25. Jul 2010, 16:52 
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Perdedor hat geschrieben:
Eine Kontrolle gibt es theoretisch schon, da sich jeder Student am Asta beteiligen oder zumindest seinen Vertreter bestimmen kann. Interessanterweise ist die Beteiligung bei solchen Wahlen allerdings sehr gering (um die 10%).

Liegt wohl daran, dass die Beiträge für den Asta nur wenige Euro pro Semester und Student betragen. Hinzu kommt der grundsätzlich geringe Einfluss des Asta bei wichtigen Entscheidungen. Da ist es schon verständlich, dass die Beteiligung bei StuPa-Wahlen so gering ist.

An den meisten Unis würde es kaum Jemandem auffallen, wenn es den Asta nicht mehr gebe. Die Asten sind objektiv betrachtet überflüssig und eh meist mit sich selbst beschäftigt. Meiner Meinung nach sollten die Asta-Beiträge komplett gestrichen werden, wenn bei StuPa-Wahlen nicht mindestens 25% Wahlbeteiligung erreicht wird. Die nutzlosen Referenten* können dann ja immer noch ehrenamtlich arbeiten!

*Wofür braucht man jeweils ein Referat für:
-Feminismus
-Ausländer
-Antifaschismus
-Queer
Kann man das nicht zu einem "Referat für ideologischen Blödsinn und bedrohte Minderheiten" zusammenfassen? :)


Perdedor hat geschrieben:
Es liegt in der Natur der Sache, dass Investitionen auch mal keinen Gewinn bringen. Deswegen sollte man nicht grundsätzlich auf sie verzichten.

Der Asta sollte seine Gelder für die direkte Verbesserung der Situation der Studenten einsetzen und nicht in riskanten Investments versenken. Was hat den eine Autovermietung mit dem Uni-Leben der Studenten zu tun? Auf was für bescheuerte Ideen kommen so manche Referenten eigentlich? Warum eigentlich keine Pommes-Bude eröffnen?


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 Betreff des Beitrags: Re: Verwendung von Semesterbeiträgen
BeitragVerfasst: Mo 26. Jul 2010, 20:23 
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DK2008 hat geschrieben:
Liegt wohl daran, dass die Beiträge für den Asta nur wenige Euro pro Semester und Student betragen. Hinzu kommt der grundsätzlich geringe Einfluss des Asta bei wichtigen Entscheidungen.


Das denke ich auch. Die Konsequenz ist allerdings, dass der Asta nur mangelhaft kontrolliert wird. Wer sich darüber beschwert, sollte wählen gehen.

DK2008 hat geschrieben:
An den meisten Unis würde es kaum Jemandem auffallen, wenn es den Asta nicht mehr gebe.


Irgendjemand muss sich um das Semesterticket kümmern. Dessen Wegfall würde schon auffallen.

DK2008 hat geschrieben:
Kann man das nicht zu einem "Referat für ideologischen Blödsinn und bedrohte Minderheiten" zusammenfassen?


Angelehnt an die Bundespolitik bin ich für "Referat für Frauen und Gedöns.".

DK2008 hat geschrieben:
Was hat den eine Autovermietung mit dem Uni-Leben der Studenten zu tun?


Naja, man müsste die genauen Details des Falles kennen.

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 Betreff des Beitrags: Re: Verwendung von Semesterbeiträgen
BeitragVerfasst: Mi 28. Jul 2010, 07:56 
Kommando Milton Friedman
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 Betreff des Beitrags: Re: Verwendung von Semesterbeiträgen
BeitragVerfasst: Mi 28. Jul 2010, 11:26 
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Als dann auch demokratische Studenten Einblick in die Bücher hatten, so kam schnell heraus, dass ein Loch von 70.000 € gähnte.

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 Betreff des Beitrags: Re: Verwendung von Semesterbeiträgen
BeitragVerfasst: Mi 28. Jul 2010, 14:11 
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Enigma hat geschrieben:
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 Betreff des Beitrags: Re: Verwendung von Semesterbeiträgen
BeitragVerfasst: Mi 28. Jul 2010, 19:08 
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Erstgeborener hat geschrieben:
Über Parties oder die Versuche, das Geld sinnvol zu investieren, kann man noch hinwegsehen, nicht aber über die Unterstützung außeruniversitärer Politik [...]


Prinzipiell ist dagegen auch nichts einzuwenden. Wenn die Mehrheit der Studenten der Meinung ist, dass sie sich über den Asta an außeruniversitärer Politik beteiligen sollte, dann sollen sie das tun.
Das Problem ist aber wiederum, dass diese Absicht eben gar nicht klar formuliert ist, bei nur 10% Wahlbeteiligung.

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 Betreff des Beitrags: Re: Verwendung von Semesterbeiträgen
BeitragVerfasst: Do 29. Jul 2010, 15:06 
Biergartensaisonalkoholiker
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Perdedor hat geschrieben:

Prinzipiell ist dagegen auch nichts einzuwenden. Wenn die Mehrheit der Studenten der Meinung ist, dass sie sich über den Asta an außeruniversitärer Politik beteiligen sollte, dann sollen sie das tun.
Das Problem ist aber wiederum, dass diese Absicht eben gar nicht klar formuliert ist, bei nur 10% Wahlbeteiligung.



Meines Wissens (ohne jetzt nachschlagen zu wollen), ist es den ASten gesetzlich untersagt, außeruniversitäre Politik zu betreiben.

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Zuletzt geändert von Erstgeborener am Do 29. Jul 2010, 15:07, insgesamt 1-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags: Re: Verwendung von Semesterbeiträgen
BeitragVerfasst: Do 29. Jul 2010, 19:30 
Kommando Milton Friedman
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Amun Ra hat geschrieben:
Meinst du der hat kein Dreck am Stecken?

ich sitze im stupa und ich kann dir sagen, dass wir ne extreme opposition gegenüber dem asta haben, größere beträge würden da sofort auffallen, zumal unser asta nicht mal ansatzweise soviel geld verballern könnte, wie die leute in frankfurt oder bonn, weil es einfach nicht da ist ;)

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 Betreff des Beitrags: Re: Verwendung von Semesterbeiträgen
BeitragVerfasst: Fr 30. Jul 2010, 21:07 
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Enigma hat geschrieben:
ich sitze im stupa und ich kann dir sagen, dass wir ne extreme opposition gegenüber dem asta haben, größere beträge würden da sofort auffallen,


Gut, dass es noch Kontrollen gibt ! :thumbup:

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