jack hat geschrieben:
Wie kann es möglich sein, dass das Geld so ohne jede Kontrolle verprasst werden kann ?
Das Problem ist ein ganz allgemeines und nicht auf den Asta beschränkt. Man schaue sich nur mal an was der Bund der Steuerzahler jährlich zu bemängeln hat.
Eine Kontrolle gibt es theoretisch schon, da sich jeder Student am Asta beteiligen oder zumindest seinen Vertreter bestimmen kann. Interessanterweise ist die Beteiligung bei solchen Wahlen allerdings sehr gering (um die 10%). Da muss man sich natrülich nicht wundern, wenn da über die Köpfe hinwegentschieden wird.
Ansonsten muss natürlich auch differenziert werden:
Zitat:
An der Uni Duisburg-Essen betrieb der Asta jahrelang ein Kulturcafé, in dem Studenten Cocktails für 2,50 Euro trinken konnten. Weil die Einnahmen nicht die Ausgaben deckten, häuften sich Verluste in Höhe von 450.000 Euro an.
Es ist nicht auszuschließen, dass dies im Sinne der Studenten war.
Zitat:
Der Asta der Frankfurter Goethe-Uni gründete vor einiger Zeit eine Autovermietung und setzte damit 100.000 Euro in den Sand. Immerhin wollten diese Studentenvertreter ihren Kommilitonen etwas Gutes tun, indem sie billige Drinks und Autos anboten.
Es liegt in der Natur der Sache, dass Investitionen auch mal keinen Gewinn bringen. Deswegen sollte man nicht grundsätzlich auf sie verzichten.
Zitat:
Der Asta der Uni Bonn etwa musste in den vergangenen Jahren über 260.000 Euro abschreiben, weil Studenten Kredite aus einem Hilfsfonds nicht zurückzahlten. Sie hatten ihren Wohnort gewechselt oder waren ins Ausland zurückgekehrt; der Asta hatte es versäumt, sich die Adressen geben zu lassen.
Schlamperei, aber keine Böswilligkeit. Passiert auch hauptberuflichen Politikern.
Natürlich gibt es auch eine Menge fragwürdiger Investitionen. Wenn sich das ändern soll, sollte man sich mal engagieren und zumindest mal wählen gehen.