Staatsbesuch von Joachim Gauck in der Türkei

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Alexyessin
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Re: Staatsbesuch von Joachim Gauck in der Türkei

Beitrag von Alexyessin »

palulu » Do 1. Mai 2014, 15:24 hat geschrieben: Nur, dass Erdogan die Türkei tendenziell basisdemokratischer geordnet hat.

http://de.wikipedia.org/wiki/Verfassung ... Crkei_2010
http://de.wikipedia.org/wiki/Verfassung ... Crkei_2007

Und jetzt die direkte Wahl des Staatspräsidenten in diesem Jahr.
http://en.wikipedia.org/wiki/Turkish_pr ... tion,_2014

So viel Ehrlichkeit muss schon sein. :x
Die innerparteiliche Demokratie lässt in der Türkei schon vor Erdogan zu wünschen übrig. Soviel Ehrlichkeit muss sein.
Der neue Faschismus wird nicht sagen: Ich bin der Faschismus. Er wird sagen: Ich bin kein Nazi, aber...
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Re: Staatsbesuch von Joachim Gauck in der Türkei

Beitrag von palulu »

Alexyessin » Do 1. Mai 2014, 19:53 hat geschrieben: Die innerparteiliche Demokratie lässt in der Türkei schon vor Erdogan zu wünschen übrig. Soviel Ehrlichkeit muss sein.
...und der Himmel ist blau, das Gras ist grün - hat aber gerade was genau mit der von mir angesprochenen Thematik zu tun? Ich zeigte dir auf, dass die Türkei unter der AKP sehr wohl demokratischer geworden ist, nämlich durch die Stärkung der plebiszitären Elemente.

Die innerparteiliche Demokratie ist ein völlig anderer Bereich - und hier mischt sich der türkische Staat eben nicht bzw. nur sehr geringfügig ein. In der Realpolitik ist es - unter Beachtung bestimmter Vorgaben - jeder Partei selbst überlassen, wie sie sich organisiert respektive ihre Eliten nomiert. Nebenbei bemerkt: in den anderen Parteien sieht es schlechter oder ähnlich aus. Du kannst nicht eine politische Organisation dir mit der Pinzette herauspicken und an deutschen Standards messen ohne zu wissen, wie es im Land grundsätzlich steht und was andere Parteien eigentlich machen. Das tun die hiesigen Medien ebenfalls ständig, loben oppositionelle Vollidioten in den Himmel, den in der Türkei niemand etwas zutraut, und sind dann bitterlich enttäuscht, dass die türkische Wahlbevölkerung sich wieder für Erdogan ausspricht.

Scheinbar hast Du wohl keine anderen Kritikpunkte gefunden...
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John Galt
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Re: Staatsbesuch von Joachim Gauck in der Türkei

Beitrag von John Galt »

Alexyessin » Do 1. Mai 2014, 10:13 hat geschrieben: Das ändert nichts daran, das Erdogan, wie von dir suggeriert, nicht vom Volk direkt gewählt wird, sondern vom Parlament.
Erdogan ist auch nicht das Staatsoberhaupt, jedenfalls noch nicht.
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Subutai
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Re: Staatsbesuch von Joachim Gauck in der Türkei

Beitrag von Subutai »

Staatsbesuch in der Türkei: Gauck
Genau das was der Türkei gefehlt hat, ein deutscher Oberlehrer/-Pfaffe.... die können es einfach nicht lassen. :rolleyes:
Zuletzt geändert von Subutai am Do 1. Mai 2014, 22:17, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Staatsbesuch von Joachim Gauck in der Türkei

Beitrag von Subutai »

palulu » Mi 30. Apr 2014, 22:28 hat geschrieben:Gauck ist ein Vollidiot, wenn er annimmt, dass seine Rede Erdogan geschadet hätte. Was der Typ in der Türkei gemacht hat, ist Wahlwerbung für Recep. Das rafft er natürlich nicht.
Die deutsche Presse ist genauso behämmert wie der Pfaffe, eine Zeitung schrieb tatsächlich, er hätte Güls Ansehen in den Augen der türkischen Wähler erhöht und Erdogans geschmälert, weil er sich mit Gül vier Mal und Erdogan einmal getroffen hätte. :D
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relativ
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Re: Staatsbesuch von Joachim Gauck in der Türkei

Beitrag von relativ »

palulu » Do 1. Mai 2014, 19:18 hat geschrieben: ...und der Himmel ist blau, das Gras ist grün - hat aber gerade was genau mit der von mir angesprochenen Thematik zu tun? Ich zeigte dir auf, dass die Türkei unter der AKP sehr wohl demokratischer geworden ist, nämlich durch die Stärkung der plebiszitären Elemente.

Die innerparteiliche Demokratie ist ein völlig anderer Bereich - und hier mischt sich der türkische Staat eben nicht bzw. nur sehr geringfügig ein. In der Realpolitik ist es - unter Beachtung bestimmter Vorgaben - jeder Partei selbst überlassen, wie sie sich organisiert respektive ihre Eliten nomiert. Nebenbei bemerkt: in den anderen Parteien sieht es schlechter oder ähnlich aus. Du kannst nicht eine politische Organisation dir mit der Pinzette herauspicken und an deutschen Standards messen ohne zu wissen, wie es im Land grundsätzlich steht und was andere Parteien eigentlich machen. Das tun die hiesigen Medien ebenfalls ständig, loben oppositionelle Vollidioten in den Himmel, den in der Türkei niemand etwas zutraut, und sind dann bitterlich enttäuscht, dass die türkische Wahlbevölkerung sich wieder für Erdogan ausspricht.

Scheinbar hast Du wohl keine anderen Kritikpunkte gefunden...
Stehen bleiben aber die konkreten Kritikpunkte die Gauck angesprochen hat, sind die unwahr? Gauck hat ja nicht die Demokratie als solche in der Türkei kritisiert oder in Frage gestellt, sondern er hat sich ein paar Punkte herrausgeholt die er kritisch sieht, nicht mehr nicht weniger.
Erdogan hat ja auch die deutsche Politik bei den NSU-Skandal zu recht kritisiert, obwohl ja eher die deutsche Justiz/Staatsschutz dort versagt hat.
Zuletzt geändert von relativ am Fr 2. Mai 2014, 08:06, insgesamt 1-mal geändert.
Das Banale braucht man nicht zu schälen.
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BattalGazi
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Re: Staatsbesuch von Joachim Gauck in der Türkei

Beitrag von BattalGazi »

Wenn Herr Gauk seine Kritik dem Erdogan oder Gül vorgetragen hätte, dann wäre es wohl auch nicht so schlimm gewesen. Als Ort für seine Kritik hat er sich ausgerechnet die Hochburg der Gezi-Chaoten ausgesucht- die ODTÜ.

Im Gegenzug könnte Erdogan kurz vor dem ersten Mai in Deutschland vor den Autonomen sprechen und kritisieren wie unsozial die deutsche Regierung ist.

Mein Gott wäre die Empörung in der deutschen Politik groß.

Obwohl Herr Gauk unmissverständlich klar gestellt hat, dass der Islam kein Teil Deutschlands ist, die Moscheen in Deutschland nur in Form von Vereinen existieren dürfen, spricht er das Thema Aleviten in der Türkei an. Dabei haben nicht mal alevitische Politiker dieses Thema öffentlich vorgebracht. Kemal Kilicdaroglu, der Vorsitzende der größten Oppositionspartei und bekennender Alevite hat nicht einmal die Gleichstellung von Aleviten mit Sunniten gefordert oder gar angesprochen. Warum aber macht das stellvertretend der deutsche Bundespräsident?

Herr Gauk brachte seine berechtigte oder auch unberechtigte Kritik an jenen Ort bzw Personen vor, die maßgeblich an den gewaltsamen Ausschreitungen letztes Jahr beteiligt gewesen ist.

Wie es scheint, hat Gauk seine Kritik ausschließlich vor der Opposition vorgetragen und es vermieden mit der Regierung und dem Regierungschef darüber zu sprechen. Ich bin zwar kein Politiker, aber ich glaube, dass das nicht dem internationalem Standard eines politischen Dialoges entspricht.

Viel mehr scheint es eine Geste, ein Zeichen der Unterstützung Deutschland für die Gezi-Bewegung zu sein. Weder die deutschen Medien, noch deutsche Politiker machen ein Geheimnis daraus, dass sie sich im Prinzip einen Machtwechsel wünschen.
Im Prinzip hat sich Deutschland damit tatsächlich in skandalöser Weise in die türkische Innenpolitik eingemischt. Evtl wünscht man sich ja ein Ergebnis wie in der Ukraine...
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Re: Staatsbesuch von Joachim Gauck in der Türkei

Beitrag von Bakelit »

relativ » Mi 30. Apr 2014, 11:29 hat geschrieben:Erdogan hat das typische Macht-Erfolgs Syndrom.
Er fühlt sich allein für den wirtschaftlichen Erfolg der Türkei in den letzten Jahren verantwortlich und wird zusehends Autoritärer, gerade wenn es um Kritik an seiner Person bzw. seine Politik geht.
Es wird Zeit, daß dieser Mann geht.
Das ist völlig richtig. Und es war zu erwarten. Das Aussteigersyndrom hat schon viel Unglück in die Welt gebracht....

echt ;)
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Re: Staatsbesuch von Joachim Gauck in der Türkei

Beitrag von Bakelit »

BattalGazi » Fr 2. Mai 2014, 09:22 hat geschrieben:Wenn Herr Gauk seine Kritik dem Erdogan oder Gül vorgetragen hätte, dann wäre es wohl auch nicht so schlimm gewesen. Als Ort für seine Kritik hat er sich ausgerechnet die Hochburg der Gezi-Chaoten ausgesucht- die ODTÜ.

Im Gegenzug könnte Erdogan kurz vor dem ersten Mai in Deutschland vor den Autonomen sprechen und kritisieren wie unsozial die deutsche Regierung ist.

Mein Gott wäre die Empörung in der deutschen Politik groß.

Obwohl Herr Gauk unmissverständlich klar gestellt hat, dass der Islam kein Teil Deutschlands ist, die Moscheen in Deutschland nur in Form von Vereinen existieren dürfen, spricht er das Thema Aleviten in der Türkei an. Dabei haben nicht mal alevitische Politiker dieses Thema öffentlich vorgebracht. Kemal Kilicdaroglu, der Vorsitzende der größten Oppositionspartei und bekennender Alevite hat nicht einmal die Gleichstellung von Aleviten mit Sunniten gefordert oder gar angesprochen. Warum aber macht das stellvertretend der deutsche Bundespräsident?

Herr Gauk brachte seine berechtigte oder auch unberechtigte Kritik an jenen Ort bzw Personen vor, die maßgeblich an den gewaltsamen Ausschreitungen letztes Jahr beteiligt gewesen ist.

Wie es scheint, hat Gauk seine Kritik ausschließlich vor der Opposition vorgetragen und es vermieden mit der Regierung und dem Regierungschef darüber zu sprechen. Ich bin zwar kein Politiker, aber ich glaube, dass das nicht dem internationalem Standard eines politischen Dialoges entspricht.

Viel mehr scheint es eine Geste, ein Zeichen der Unterstützung Deutschland für die Gezi-Bewegung zu sein. Weder die deutschen Medien, noch deutsche Politiker machen ein Geheimnis daraus, dass sie sich im Prinzip einen Machtwechsel wünschen.
Im Prinzip hat sich Deutschland damit tatsächlich in skandalöser Weise in die türkische Innenpolitik eingemischt. Evtl wünscht man sich ja ein Ergebnis wie in der Ukraine...

lach..
türkische Ehre getroffen? Der gute Herr Gauck holt nur das nach, was dem guten Türken seit Jahren ins Stammbuch geschrieben hätte erden sollen ;) .

Überschrift: Ds Türkischsein ist meist ein Hindernis zu einem gedeihlichen Zusammenleben, ähnlich dem der Deuschtümelei oder dem amerikanischen Patriotismus. Nur Schwache benötigen dieses Hilfsmittel um einen Platz in der Welt sich zu erjammern.

echt ;)
Zuletzt geändert von Bakelit am Fr 2. Mai 2014, 16:44, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Staatsbesuch von Joachim Gauck in der Türkei

Beitrag von Subutai »

relativ » Fr 2. Mai 2014, 07:05 hat geschrieben: Stehen bleiben aber die konkreten Kritikpunkte die Gauck angesprochen hat, sind die unwahr? Gauck hat ja nicht die Demokratie als solche in der Türkei kritisiert oder in Frage gestellt, sondern er hat sich ein paar Punkte herrausgeholt die er kritisch sieht, nicht mehr nicht weniger.
Erdogan hat ja auch die deutsche Politik bei den NSU-Skandal zu recht kritisiert, obwohl ja eher die deutsche Justiz/Staatsschutz dort versagt hat.
Die Kritik Erdogans ist berechtigt, weil beim NSU-Skandal Türken aus politischen gründen in Deutschland ermordet wurden, es ging ihn und die Türken im Allgemeinen etwas an.
Aber ob die türkische Regierung Twitter verbietet, weil diese Persönlichkeitsrechte verletzt hat oder Polizisten und Staatsanwälte versetzt, die unter Verdacht stehen für einen Imam in den USA zu arbeiten, das wiederum geht weder Deutschland noch Gauck etwas an. Und wenn Gauck, als ein Gast, meint sich innertürkische Angelegenheit einmischen zu dürfen, da liegt der falsch und darf sich nicht wundern, wenn er dann genauso undiplomatisch darauf hingewiesen wird.
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Subutai
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Re: Staatsbesuch von Joachim Gauck in der Türkei

Beitrag von Subutai »

BattalGazi » Fr 2. Mai 2014, 09:22 hat geschrieben: Viel mehr scheint es eine Geste, ein Zeichen der Unterstützung Deutschland für die Gezi-Bewegung zu sein. Weder die deutschen Medien, noch deutsche Politiker machen ein Geheimnis daraus, dass sie sich im Prinzip einen Machtwechsel wünschen.
Im Prinzip hat sich Deutschland damit tatsächlich in skandalöser Weise in die türkische Innenpolitik eingemischt. Evtl wünscht man sich ja ein Ergebnis wie in der Ukraine...
Der Gedanke kam mir auch, dieser Pfarrer versucht gerade die Türkei zu destabilisieren und die deutsche Regierung steht zu 100% hinter ihm. Die Verschwörungstheorien von Erdogan, dass der Westen hinter den Gezi-Protesten steckt ist nicht mehr von der Hand zu weisen.
Bakelit

Re: Staatsbesuch von Joachim Gauck in der Türkei

Beitrag von Bakelit »

Subutai » Fr 2. Mai 2014, 16:03 hat geschrieben: Der Gedanke kam mir auch, dieser Pfarrer versucht gerade die Türkei zu destabilisieren und die deutsche Regierung steht zu 100% hinter ihm. Die Verschwörungstheorien von Erdogan, dass der Westen hinter den Gezi-Protesten steckt ist nicht mehr von der Hand zu weisen.

lach, super Satire !!!!!

echt :)
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Subutai
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Re: Staatsbesuch von Joachim Gauck in der Türkei

Beitrag von Subutai »

Bakelit » Fr 2. Mai 2014, 16:03 hat geschrieben:
lach, super Satire !!!!!

echt :)
Kannst lachen soviel wie du möchtest, das dürfte aber die Wahrnehmung der türkischen Mehrheit sein. ;)
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Re: Staatsbesuch von Joachim Gauck in der Türkei

Beitrag von Gretel »

Subutai » Fr 2. Mai 2014, 16:10 hat geschrieben: Kannst lachen soviel wie du möchtest, das dürfte aber die Wahrnehmung der türkischen Mehrheit sein. ;)
Die auflagenstärkste Zeitung der Türkei, das Gülen-Sprachrohr ZAMAN, gibt Gaucks Kritik an der Regierung Erdogan breiten Raum. Der Bundespräsident wird ausführlich zitiert und seinen Worten begeistert Beifall gezollt. Warum würde die Regierung Druck auf die Justiz und die Medien ausüben, sei die große Frage von Gauck an die Adresse der Regierung. Die Kritik Gaucks ist im Grunde in abgeschwächter Form eine Wiederholung der Vorwürfe von Regierungs-Oppositionellen im innertürkischen Machtkampf. Auch die ZAMAN veröffentlicht die gleiche deutsche Presseschau wie die Hürriyet, beide arbeiten offensichtlich mit derselben Quelle.

Die für ihre Krawall-Berichterstattung bekannte Pro-Erdogan-Zeitung "Takvim" schrieb: "Der deutsche Staatspräsident Joachim Gauck hat vergessen, dass sein Land ein Polizeistaat ist. In der Manier eines Kolonialherren maßt er sich an, in Ankara eine Demokratielektion zu erteilen."
Die Zeitung "Yeni Safak" warf Gauck vor, sich mit oppositionellen Parteien gemeingemacht zu haben: "Er sprach wie die Opposition."
Die Zeitung "Star" lobte Gaucks türkischen Amtskollegen Abdullah Gül: "Dem unüberlegt redenden Gauck hat Gül die Antworten gegeben."
Die Zeitung "Sabah" widmet sich vor allem der Kritik Gaucks und Güls an den Todesurteilen gegen 683 Mitglieder der islamistischen Muslimbruderschaft in Ägypten. Auf die Kritik des Bundespräsidenten an der türkischen Regierung ging sie nicht ein.

Die regierungskritische Zeitung "Zaman´" zitierte als Überschrift indirekt und recht frei aus der Rede Gaucks in Ankara: "Warum mischt sich die Regierung in die Justiz und in die Medien ein?"
Die "Hürriyet" nahm Gaucks "Demokratiefragen" auf - etwa, ob es notwendig sei, Twitter und YouTube zu blockieren.

Die englischsprachige Schwesterzeitung "Hürriyet Daily News" erschien mit der Titelzeile: "Gauck hat Fragen zur türkischen Demokratie".
Die unabhängige Zeitung "Taraf" schrieb angesichts der klaren Worte von einem "Gauck-Erdbeben in Ankara".

http://sabah.de/de/tuerkische-medien-ue ... ufenthalt/
Muck watt jü wüllt - de Lüüd snackt doch.
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Re: Staatsbesuch von Joachim Gauck in der Türkei

Beitrag von Bakelit »

Subutai » Fr 2. Mai 2014, 16:10 hat geschrieben: Kannst lachen soviel wie du möchtest, das dürfte aber die Wahrnehmung der türkischen Mehrheit sein. ;)
lach...

Die Wahrnehmung kennen wir hier seit fast 60 Jahren..

echt :)
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Pachuchel
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Re: Staatsbesuch von Joachim Gauck in der Türkei

Beitrag von Pachuchel »

Tantris » Do 1. Mai 2014, 02:45 hat geschrieben: Kinderpornos und nazis?
Und Kanadada ? :D

" 22 Acacia Avenue " ;)
Zuletzt geändert von Pachuchel am Fr 2. Mai 2014, 17:45, insgesamt 1-mal geändert.
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BattalGazi
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Re: Staatsbesuch von Joachim Gauck in der Türkei

Beitrag von BattalGazi »

Bakelit » Fr 2. Mai 2014, 15:43 hat geschrieben:
lach..
türkische Ehre getroffen? Der gute Herr Gauck holt nur das nach, was dem guten Türken seit Jahren ins Stammbuch geschrieben hätte erden sollen ;) .

Überschrift: Ds Türkischsein ist meist ein Hindernis zu einem gedeihlichen Zusammenleben, ähnlich dem der Deuschtümelei oder dem amerikanischen Patriotismus. Nur Schwache benötigen dieses Hilfsmittel um einen Platz in der Welt sich zu erjammern.

echt ;)
Nein, nicht die türkische Ehre getroffen, Sie verstehen nur nicht worauf ich hinaus will. Evtl ist das auch einfach zu hoch für Sie.

Wie sich die türkische Kultur entwickelt und noch entwickeln wird geht weder Sie etwas an, noch den Gauk. Das türkische Volk bestimmt seinen Weg souverän. Dass der Gauk versucht Regierungsgegner zu unterstützen zeigt einfach nur wie verzweifelt man im Westen mittlerweile versucht die Regierung Erdogan zu stürzen.

Ich kann mich noch gut erinnern, wie die deutschen Politiker an die Decke gegangen sind als Erdogan seinen Landsleuten in Deutschland die Integration nahe gelegt, aber empfohlen hat sich nicht assimilieren zu lassen. Keine Ahnung was Erdogan da getroffen hatte, aber es muss schon mehr als nur die Ehre gewesen sein :-)
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Subutai
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Re: Staatsbesuch von Joachim Gauck in der Türkei

Beitrag von Subutai »

Gretel » Fr 2. Mai 2014, 16:20 hat geschrieben: Die auflagenstärkste Zeitung der Türkei, das Gülen-Sprachrohr ZAMAN, gibt Gaucks Kritik an der Regierung Erdogan breiten Raum. Der Bundespräsident wird ausführlich zitiert und seinen Worten begeistert Beifall gezollt. Warum würde die Regierung Druck auf die Justiz und die Medien ausüben, sei die große Frage von Gauck an die Adresse der Regierung. Die Kritik Gaucks ist im Grunde in abgeschwächter Form eine Wiederholung der Vorwürfe von Regierungs-Oppositionellen im innertürkischen Machtkampf. Auch die ZAMAN veröffentlicht die gleiche deutsche Presseschau wie die Hürriyet, beide arbeiten offensichtlich mit derselben Quelle.

Die für ihre Krawall-Berichterstattung bekannte Pro-Erdogan-Zeitung "Takvim" schrieb: "Der deutsche Staatspräsident Joachim Gauck hat vergessen, dass sein Land ein Polizeistaat ist. In der Manier eines Kolonialherren maßt er sich an, in Ankara eine Demokratielektion zu erteilen."
Die Zeitung "Yeni Safak" warf Gauck vor, sich mit oppositionellen Parteien gemeingemacht zu haben: "Er sprach wie die Opposition."
Die Zeitung "Star" lobte Gaucks türkischen Amtskollegen Abdullah Gül: "Dem unüberlegt redenden Gauck hat Gül die Antworten gegeben."
Die Zeitung "Sabah" widmet sich vor allem der Kritik Gaucks und Güls an den Todesurteilen gegen 683 Mitglieder der islamistischen Muslimbruderschaft in Ägypten. Auf die Kritik des Bundespräsidenten an der türkischen Regierung ging sie nicht ein.

Die regierungskritische Zeitung "Zaman´" zitierte als Überschrift indirekt und recht frei aus der Rede Gaucks in Ankara: "Warum mischt sich die Regierung in die Justiz und in die Medien ein?"
Die "Hürriyet" nahm Gaucks "Demokratiefragen" auf - etwa, ob es notwendig sei, Twitter und YouTube zu blockieren.

Die englischsprachige Schwesterzeitung "Hürriyet Daily News" erschien mit der Titelzeile: "Gauck hat Fragen zur türkischen Demokratie".
Die unabhängige Zeitung "Taraf" schrieb angesichts der klaren Worte von einem "Gauck-Erdbeben in Ankara".

http://sabah.de/de/tuerkische-medien-ue ... ufenthalt/
Die ZAMAN ist, wie du auch geschrieben hast, das Sprachrohr der Gülenisten und hat auch vor den Wahlen nur Regierungskritische Beiträge gebracht. Und die TARAF ist eine linke regierungskritische Zeitung und Hürriyet ist eine kemalistische regierungskritische Zeitung, keine von denen stellt die Meinungsmehrheit dar, sowie es die Wahlen auch gezeigt haben. Insofern verstehe ich nicht wie diese Zeitungszitate mein Argument entwerten sollen. :?:
Zuletzt geändert von Subutai am Fr 2. Mai 2014, 18:41, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Staatsbesuch von Joachim Gauck in der Türkei

Beitrag von Subutai »

Bakelit » Fr 2. Mai 2014, 16:23 hat geschrieben: lach...

Die Wahrnehmung kennen wir hier seit fast 60 Jahren..

echt :)
Was genau ist dein Argument, das Gaucks Gerede Erdogan geschadet hat? Oder hast ganz einfach nichts zu sagen und möchtest nur das letzte Wort haben. :)
Bakelit

Re: Staatsbesuch von Joachim Gauck in der Türkei

Beitrag von Bakelit »

Subutai » Fr 2. Mai 2014, 17:43 hat geschrieben: Was genau ist dein Argument, das Gaucks Gerede Erdogan geschadet hat? Oder hast ganz einfach nichts zu sagen und möchtest nur das letzte Wort haben. :)
lach..Gaucks rede hat dem Erdi genutzt !

Der Erdi hat jetzt seine Turkmen wieder fester hinter sich geschart. Der Turkman braucht das, sonst kommt er in der Fremde nicht so richtig zum Zuge, ist halt nicht so einfach als Turkman in einer liberalen offenen Gesellschaft zu leben...ohne Erdi oder so was...

echt ;)
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Re: Staatsbesuch von Joachim Gauck in der Türkei

Beitrag von Subutai »

Bakelit » Fr 2. Mai 2014, 20:17 hat geschrieben: lach..Gaucks rede hat dem Erdi genutzt !

Der Erdi hat jetzt seine Turkmen wieder fester hinter sich geschart. Der Turkman braucht das, sonst kommt er in der Fremde nicht so richtig zum Zuge, ist halt nicht so einfach als Turkman in einer liberalen offenen Gesellschaft zu leben...ohne Erdi oder so was...

echt ;)
Ach du bist so ein Pisaopfer, mein Fehler..... :)
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Re: Staatsbesuch von Joachim Gauck in der Türkei

Beitrag von Praia61 »

pikant » Di 29. Apr 2014, 16:08 hat geschrieben:die Claudia ist jetzt Bundestagsvize und staatstragend!

neue Rolle.
Die ist dummnaiv. :eek:
Ignorierte Person/en : Schnitter
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Re: Staatsbesuch von Joachim Gauck in der Türkei

Beitrag von Bakelit »

Subutai » Fr 2. Mai 2014, 20:57 hat geschrieben: Ach du bist so ein Pisaopfer, mein Fehler..... :)
jenau, wenn wir die Zuwanderung nicht gehabt hätten, hätten wir kein Pisa bekommen und ich wär nicht ein Opfer geworden. So ist es halt schief gelaufen.

echt :)
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Re: Staatsbesuch von Joachim Gauck in der Türkei

Beitrag von Diskutator »

Man muss dem Gauck danken, das er den Erdogan noch ein bischen gekitzelt hat, denn man weiß ja: Nur der getroffene Hund bellt! Und mit seinem einfälltigen Kommentar von wegen , kehrt vor eurer eigenen Haustür und fangt eure Neonazis ein...nun da scheint der gute Mann ja aus Erfahrung zu sprechen - nebenbei, ich wollte schon immer mal wissen was wohl eher eintritt, ein Heilmittel gegen Krebs oder eine Baugenehmigung für ein christliche Kirche in Ankara ;)
Dies ist eine Signatur, sie soll Untstreichen wie der Benutzer tickt.
Erwarten Sie also keine Biografie im Kurzformat, schließlich bin ich nur eine Signatur und kein gesammeltes Werk über zwei Dekaden.
Nun lesen Sie schon endlich weiter, hier gibt es soviel interessantere Sachen...
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Re: Staatsbesuch von Joachim Gauck in der Türkei

Beitrag von BattalGazi »

Diskutator » Do 8. Mai 2014, 14:12 hat geschrieben:Man muss dem Gauck danken, das er den Erdogan noch ein bischen gekitzelt hat, denn man weiß ja: Nur der getroffene Hund bellt! Und mit seinem einfälltigen Kommentar von wegen , kehrt vor eurer eigenen Haustür und fangt eure Neonazis ein...nun da scheint der gute Mann ja aus Erfahrung zu sprechen - nebenbei, ich wollte schon immer mal wissen was wohl eher eintritt, ein Heilmittel gegen Krebs oder eine Baugenehmigung für ein christliche Kirche in Ankara ;)
Es waren ja so einige Deutsche Politiker empört über die Reaktion von Erdogan, ich wollte das nur mal anmerken in Angesicht dessen, dass nur ein getroffener Hund bellt :D :D

Auf eine Kirche in der Türkei kommen 8-12 Christen, und da sprechen wir von echten Kirchen, die äußerlich unmissverständlich als solche zu erkennen sind. Vereine, die als Gebetsräume dienen nicht mitgerechnet.

In Deutschland kommen ca. 1100 Muslime auf eine Moschee/Gebetsraum.

Nur damit Sie sehen, dass Ihre Kritik so nicht ganz angebracht ist...
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Re: Staatsbesuch von Joachim Gauck in der Türkei

Beitrag von Bakelit »

Verstanden haben Sie das nicht. Es geht um die geistige Haltung hin zu den Dingen. Der Staat, in dem der Islam meint die Deutungshoheit über die Dinge zu haben, setzt anderes Denken wissentlich, gezielt und tricky herab.

Selber aber überall die große Klappe aufreißen und Gedankenfreihei, Religionsfreiheit einfordern, mehr noch einbefehlen staatlich gelenkt durchstechen.

Ihr Post zeigt das, was der liberale, religionsneutrale und demokratisch aufgestellte Staat genau beobachten muss, damit das Hintergründige darin hier nie zum Tragen kommen kann.

Echt :cool:
Zuletzt geändert von Bakelit am Mo 12. Mai 2014, 08:30, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: Staatsbesuch von Joachim Gauck in der Türkei

Beitrag von BattalGazi »

Bakelit » Mo 12. Mai 2014, 07:29 hat geschrieben:Verstanden haben Sie das nicht. Es geht um die geistige Haltung hin zu den Dingen. Der Staat, in dem der Islam meint die Deutungshoheit über die Dinge zu haben, setzt anderes Denken wissentlich, gezielt und tricky herab.

Selber aber überall die große Klappe aufreißen und Gedankenfreihei, Religionsfreiheit einfordern, mehr noch einbefehlen staatlich gelenkt durchstechen.

Ihr Post zeigt das, was der liberale, religionsneutrale und demokratisch aufgestellte Staat genau beobachten muss, damit das Hintergründige darin hier nie zum Tragen kommen kann.

Echt :cool:
Verstanden habe ich Sie schon, nur ist Ihre Ansicht sehr korrekturbedürftig. Außerdem springen Sie von Thema zu Thema.

Anderes Denken wird in islamisch regierten Ländern weder behindert, noch herabgesetzt. Nur sind die Wertevorstellungen in diesen Ländern andere als hier in der westlichen Welt. Hier glaubt man die Krönung der Schöpfung zu sein und schon fast nach anarchistischem Weltbild mit der eigenen Meinung jeden und alles beleidigen zu dürfen solange man es als Kritik deklariert. Umgekehrt scheint man im Westen nicht gerade kritikfähig zu sein, da man jegliche Kritik als Affront bezeichnet und versucht im Keim zu ersticken.

Sie haben eine antiislamische Einstellung die schon fast radikal erscheint. Zu einem anderen Schluss kann man gar nicht kommen, wenn Sie hier Ausdrücke wie "Klappe aufreißen" verwenden. Meine durch das Grundgesetz verbrieften Rechte einzufordern ist nicht nur mein Recht, sondern auch meine Pflicht, nicht als Muslim, sondern als Bürger dieses Landes.
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Re: Staatsbesuch von Joachim Gauck in der Türkei

Beitrag von Tantris »

BattalGazi » Mo 12. Mai 2014, 21:50 hat geschrieben: Verstanden habe ich Sie schon, nur ist Ihre Ansicht sehr korrekturbedürftig. Außerdem springen Sie von Thema zu Thema.

Anderes Denken wird in islamisch regierten Ländern weder behindert, noch herabgesetzt. Nur sind die Wertevorstellungen in diesen Ländern andere als hier in der westlichen Welt. Hier glaubt man die Krönung der Schöpfung zu sein und schon fast nach anarchistischem Weltbild mit der eigenen Meinung jeden und alles beleidigen zu dürfen solange man es als Kritik deklariert. Umgekehrt scheint man im Westen nicht gerade kritikfähig zu sein, da man jegliche Kritik als Affront bezeichnet und versucht im Keim zu ersticken.

Sie haben eine antiislamische Einstellung die schon fast radikal erscheint. Zu einem anderen Schluss kann man gar nicht kommen, wenn Sie hier Ausdrücke wie "Klappe aufreißen" verwenden. Meine durch das Grundgesetz verbrieften Rechte einzufordern ist nicht nur mein Recht, sondern auch meine Pflicht, nicht als Muslim, sondern als Bürger dieses Landes.
Die überlegenheit der moslems sollte endlich von den nichtmoslems anerkannt werden. Alles andere wäre antiislamisch.
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Re: Staatsbesuch von Joachim Gauck in der Türkei

Beitrag von Bakelit »

BattalGazi » Mo 12. Mai 2014, 20:50 hat geschrieben: Verstanden habe ich Sie schon, nur ist Ihre Ansicht sehr korrekturbedürftig. Außerdem springen Sie von Thema zu Thema.

a) Anderes Denken wird in islamisch regierten Ländern weder behindert, noch herabgesetzt. b) Nur sind die Wertevorstellungen in diesen Ländern andere als hier in der westlichen Welt. Hier glaubt man die Krönung der Schöpfung zu sein und schon fast nach anarchistischem Weltbild mit der eigenen Meinung jeden und alles beleidigen zu dürfen solange man es als Kritik deklariert.c) Umgekehrt scheint man im Westen nicht gerade kritikfähig zu sein, da man jegliche Kritik als Affront bezeichnet und versucht im Keim zu ersticken.

d) Sie haben eine antiislamische Einstellung die schon fast radikal erscheint. Zu einem anderen Schluss kann man gar nicht kommen, wenn Sie hier Ausdrücke wie "Klappe aufreißen" verwenden. Meine durch das Grundgesetz verbrieften Rechte einzufordern ist nicht nur mein Recht, sondern auch meine Pflicht, nicht als Muslim, sondern als Bürger dieses Landes.
a) ach, komisch dass die es über die Tötung Andersgläubiger bis hin zur religiösen Staatsdoktrin mit entsprechender Herabsetzung anderer Religionen nicht gibt. Komisch, alles nur gefaktes Zeugs

b) richtig und auch sinnvoll, weil andere Länder andere Sitten und als Bereicherung für die Welt zu betrachten sind.

c) falsch, es geht um die Kritik als Disziplin selber, das macht die westliche Kritik so stark, sie ist radikal gegen sich selber und gegen anderes.
Das kann jemand, der aus einem islamischen Kulturkreis stammt, schlecht nachvollziehen. Diese Art des kritischen Denkens hat Tür und Tor geöffnet für die wirkliche Freiheit. Da die Kritik so übermächtig werden kann, erscheint sie denen, deren Denken diese Form nicht adaptieren möchte, diese Art der Kritik als Affront. Es ist aber die logische Konsequenz dieser Art der Kritik, dass die objektive Beurteilung der Werte Vorrang hat, vor den subjektiven Beurteilung der Werte. Hat der Islam sein Problem mit, möchte es mangelndes Aufklärungsbemühen nennen.

d) nein sie ist nicht radikal, sie ist angemessen. Wer in seinen LEGITIMEN Formen das Maß verliert innerhalb seiner Forderungen, der reißt halt die "Klappe" auf. Niemand wird einem legitimen, berechtigten Anspruch zur religiöser Zeichensetzung widersprechen, jeder kritikfähige Mensch wird dies unterstützen.
Wenn aber erkannt wird, dass ein Zeichen mehr sein soll als eine persönliche religiöse Meinungsäußerung, wenn ein Zeichen in einer Form gefordert wird, die der Bedeutung einer Sache nach überdimensioniert innerhalb einer fortschreitenden areligiösen Gesellschaft ist ( s. Moscheebau Köln ), darf man von "Klappe aufreißen" sprechen und den Anspruch auf den berechtigten Kern zurückführen.

Ihr Recht für islamische Belange einzutreten möchte ich ausdrücklich unterstützen. Dabei müssen Sie mit der Kritik nach westlicher Deckungsart daran auch leben können.

echt ;)
Zuletzt geändert von Bakelit am Di 13. Mai 2014, 07:33, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Staatsbesuch von Joachim Gauck in der Türkei

Beitrag von BattalGazi »

Tantris » Mo 12. Mai 2014, 22:03 hat geschrieben: Die überlegenheit der moslems sollte endlich von den nichtmoslems anerkannt werden. Alles andere wäre antiislamisch.
Ein Überlegenheitsgefühl haben wir Muslime nicht, bzw wird das im Islam als nicht gut angesehen. Beschäftigen Sie sich doch ruhig mal mit der Materie, dann werden Sie in Zukunft nicht in so ein Fettnäpfchen treten.
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Re: Staatsbesuch von Joachim Gauck in der Türkei

Beitrag von Tantris »

BattalGazi » Di 13. Mai 2014, 22:29 hat geschrieben: Ein Überlegenheitsgefühl haben wir Muslime nicht, bzw wird das im Islam als nicht gut angesehen. Beschäftigen Sie sich doch ruhig mal mit der Materie, dann werden Sie in Zukunft nicht in so ein Fettnäpfchen treten.
Als angehöriger der einzig rechten religion des einzig wahren gottes hab ich doch kein überlegenheitsgefühl!
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Re: Staatsbesuch von Joachim Gauck in der Türkei

Beitrag von Ferit »

Die Rede von diesem Bundesgauckler hat niemanden interessiert.
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Re: Staatsbesuch von Joachim Gauck in der Türkei

Beitrag von Bakelit »

Ferit » Fr 16. Mai 2014, 17:04 hat geschrieben:Die Rede von diesem Bundesgauckler hat niemanden interessiert.
Die Explosion in der Kohle-Grube auch nicht.

man bist du elend..

echt ;)
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Re: Staatsbesuch von Joachim Gauck in der Türkei

Beitrag von Chajm »

Ferit » Fr 16. Mai 2014, 17:04 hat geschrieben:Die Rede von diesem Bundesgauckler hat niemanden interessiert.

Dafür, dass diese Rede niemand interessiert hat, plärrt ein Teil der Adressaten aber schon ganz schön, oder? :D
Zuletzt geändert von Chajm am Fr 16. Mai 2014, 18:10, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Staatsbesuch von Joachim Gauck in der Türkei

Beitrag von Bolero »

Ferit » Fr 16. Mai 2014, 18:04 hat geschrieben:Die Rede von diesem Bundesgauckler hat niemanden interessiert.
Dein Ergodan ist dagegen weitaus interessanter, nicht wahr?
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Re: Staatsbesuch von Joachim Gauck in der Türkei

Beitrag von Ferit »

Bakelit » Fr 16. Mai 2014, 17:08 hat geschrieben: Die Explosion in der Kohle-Grube auch nicht.

man bist du elend..

echt ;)
Menschenverachtender kann ein Posting gar nicht sein.
Zuletzt geändert von Ferit am Sa 17. Mai 2014, 14:32, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Staatsbesuch von Joachim Gauck in der Türkei

Beitrag von Bakelit »

GröTaz ( größter Türke aller Zeiten) kommt Samstag nach Köln. Angesagt ist eine Gegendemo mit ca 40.000 Türken . Das nenne ich mal Integration!

echt ;)
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Re: Staatsbesuch von Joachim Gauck in der Türkei

Beitrag von BattalGazi »

Bakelit » Mo 19. Mai 2014, 18:26 hat geschrieben:GröTaz ( größter Türke aller Zeiten) kommt Samstag nach Köln. Angesagt ist eine Gegendemo mit ca 40.000 Türken . Das nenne ich mal Integration!

echt ;)
Ich hoffe mal, dass die so gewalttätig sind wie in der Türkei, denn es interessiert mich wirklich wie die deutschen Ordnungshüter mit so einem Mopp umgehen würden.
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Re: Staatsbesuch von Joachim Gauck in der Türkei

Beitrag von Tantris »

BattalGazi » Do 22. Mai 2014, 08:07 hat geschrieben: Ich hoffe mal, dass die so gewalttätig sind wie in der Türkei, denn es interessiert mich wirklich wie die deutschen Ordnungshüter mit so einem Mopp umgehen würden.
Sie werden den mopp vor den gegendemonstranten schützen. Wie immer.
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Re: Staatsbesuch von Joachim Gauck in der Türkei

Beitrag von BattalGazi »

Tantris » Do 22. Mai 2014, 07:26 hat geschrieben: Sie werden den mopp vor den gegendemonstranten schützen. Wie immer.
Netter Versuch, ich werde vor Ort sein und berichten ob die Gegendemonstranten gewalttätig gewesen sind, oder sich gesetzeskonform verhalten haben.
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Re: Staatsbesuch von Joachim Gauck in der Türkei

Beitrag von Tantris »

BattalGazi » Do 22. Mai 2014, 08:30 hat geschrieben: Netter Versuch, ich werde vor Ort sein und berichten ob die Gegendemonstranten gewalttätig gewesen sind, oder sich gesetzeskonform verhalten haben.
Warum nimmst du das schlimmste an?
Magst du keine türken oder nur die, die treu zu erdogan stehen?
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Re: Staatsbesuch von Joachim Gauck in der Türkei

Beitrag von Gutmensch »

Bakelit » Mo 19. Mai 2014, 19:26 hat geschrieben:GröTaz ( größter Türke aller Zeiten) kommt Samstag nach Köln. Angesagt ist eine Gegendemo mit ca 40.000 Türken . Das nenne ich mal Integration!

echt ;)
Bin gespannt, ob der Gegendemo zu Erdogan. Nach dem Grubenunglück dürften auch die unteren Schichten bemerkt haben, wie menschenverachtend Erdogan tickt.
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Re: Staatsbesuch von Joachim Gauck in der Türkei

Beitrag von relativ »

Gutmensch » Do 22. Mai 2014, 09:08 hat geschrieben: Bin gespannt, ob der Gegendemo zu Erdogan. Nach dem Grubenunglück dürften auch die unteren Schichten bemerkt haben, wie menschenverachtend Erdogan tickt.
Ich würde dies nicht grundsätzlich Menschenverachtend nennen, sondern dies eher als Arroganz der Macht sehen.
Erdogan hat den Blick für eine Selbstreflextion m.M. total verloren. Sein Erfolg und Macht hat ihn Blind gemacht für einfache Realitäten. Es ist m.M. Zeit für ihn zu gehen und wenn er dies nicht von selber tun kann, hoffe ich, daß die Türken ihn diesen Exit zeigen, indem sie ihn einfach abwählen.
Zuletzt geändert von relativ am Do 22. Mai 2014, 12:37, insgesamt 1-mal geändert.
Das Banale braucht man nicht zu schälen.
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Re: Staatsbesuch von Joachim Gauck in der Türkei

Beitrag von BattalGazi »

Tantris » Do 22. Mai 2014, 07:36 hat geschrieben: Warum nimmst du das schlimmste an?
Magst du keine türken oder nur die, die treu zu erdogan stehen?
Wenn Sie meinen Post noch einmal genau durchlesen, dann wird Ihnen sicherlich auffallen, dass ich nicht vom schlimmsten ausgehe, sondern beobachten möchte wie sich die Gegendemonstranten verhalten. Wenn Sie sich im Gegensatz zu den Demonstranten in der Türkei friedlich und gesetzeskonform verhalten, dann ist das erfreulich und würde einen signifikanten Unterschied zu den Demonstrationen in der Türkei aufzeigen, wo ein Großteil der Demonstranten vermummt und bis an die Zähne bewaffnet ihre Umgebung mit einem Höchstmaß an Zerstörungswut demolierten. Dann könnte allerdings die örtliche Polizei aus Köln nicht demonstrieren, wie man so einen gewalttätigen Mopp ohne Wasserwerfer und ohne Tränengas zerstreut.
Wobei ich bezweifele, dass die deutschen Ordnungshüter vermummte, gewalttätige Chaoten in Waldorfschulmanier austoben lassen würden...
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Re: Staatsbesuch von Joachim Gauck in der Türkei

Beitrag von Gutmensch »

relativ » Do 22. Mai 2014, 10:45 hat geschrieben: Ich würde dies nicht grundsätzlich Menschenverachtend nennen, sondern dies eher als Arroganz der Macht sehen.
Erdogan hat den Blick für eine Selbstreflextion m.M. total verloren. Sein Erfolg und Macht hat ihn Blind gemacht für einfache Realitäten. Es ist m.M. Zeit für ihn zu gehen und wenn er dies nicht von selber tun kann, hoffe ich, daß die Türken ihn diesen Exit zeigen, indem sie ihn einfach abwählen.
Sicherlich hat ihm sein Erfolg auch die Bodenhaftung verlieren lassen. Er konnte seine Machtzentrale und Netzwerke etablieren und fühlt sich unantastbar.
Ich glaube aber dass Erdogan nicht nur durch die Macht korrumpiert wurde. Er war schon als junger Mann ein Extremist, der seine Ziele rücksichtslos auf Kosten anderer durchzusetzen versuchte. Nicht umsonst ist er ein vorbestrafter Krimineller.

Das türkische Volk wird ihm aber früher oder später zeigen wo der Hammer hängt.
Zuletzt geändert von Gutmensch am Do 22. Mai 2014, 15:29, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Staatsbesuch von Joachim Gauck in der Türkei

Beitrag von BattalGazi »

Gutmensch » Do 22. Mai 2014, 14:29 hat geschrieben: Sicherlich hat ihm sein Erfolg auch die Bodenhaftung verlieren lassen. Er konnte seine Machtzentrale und Netzwerke etablieren und fühlt sich unantastbar.
Ich glaube aber dass Erdogan nicht nur durch die Macht korrumpiert wurde. Er war schon als junger Mann ein Extremist, der seine Ziele rücksichtslos auf Kosten anderer durchzusetzen versuchte. Nicht umsonst ist er ein vorbestrafter Krimineller.

Das türkische Volk wird ihm aber früher oder später zeigen wo der Hammer hängt.
Erdogan hat ganz bestimmt nicht den Boden unter seinen Füßen verloren. Seine Macht ist das Volk und sein Netzwerk ist mit Sicherheit mit den Netzwerken in Deutschland vergleichbar. Oder glauben Sie wirklich, dass die Lobbyisten im Reichstag aus Nächstenliebe den Abgeordneten Mittagessen ausgeben und mit mehreren Millionen Euro jährlich einen "Beratervertrag" vermitteln?

Im übrigen räumt er mit der alten Elite auf, welche konservative Menschen unterdrückte und aus der Mitte der Gesellschaft verdrängte und sie ihrer Rechte beraubte.

Und Erdogan wurde wegen das Rezitieren eines Gedichtes verurteilt, welches alle Schüller in der Türkei seit Jahrzehnten in der Schule auswendig lernen müssen. Übrigens, das Gedicht hat unmittelbar mit dem Befreiungskrieg und der Republickgründung zu tun.
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Re: Staatsbesuch von Joachim Gauck in der Türkei

Beitrag von Jekyll »

BattalGazi » Fr 23. Mai 2014, 19:13 hat geschrieben: Erdogan hat ganz bestimmt nicht den Boden unter seinen Füßen verloren. Seine Macht ist das Volk und sein Netzwerk ist mit Sicherheit mit den Netzwerken in Deutschland vergleichbar. Oder glauben Sie wirklich, dass die Lobbyisten im Reichstag aus Nächstenliebe den Abgeordneten Mittagessen ausgeben und mit mehreren Millionen Euro jährlich einen "Beratervertrag" vermitteln?

Im übrigen räumt er mit der alten Elite auf, welche konservative Menschen unterdrückte und aus der Mitte der Gesellschaft verdrängte und sie ihrer Rechte beraubte.

Und Erdogan wurde wegen das Rezitieren eines Gedichtes verurteilt, welches alle Schüller in der Türkei seit Jahrzehnten in der Schule auswendig lernen müssen. Übrigens, das Gedicht hat unmittelbar mit dem Befreiungskrieg und der Republickgründung zu tun.
Ich glaube nicht, dass Erdogan-Kritiker deshalb auf Erdogan so abfahren, weil sie damit irgendwelche (vermeintliche) Missstände in der Türkei anprangern wollen (Demokratie, Meinungsfreiheit...). Dafür kritisieren sie die Barbarei, die zurzeit in Ägypten im Gange ist, einfach zu wenig.
Sie schufen eine Wüste und nannten es...Frieden.
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Re: Staatsbesuch von Joachim Gauck in der Türkei

Beitrag von Tantris »

Jekyll » Sa 24. Mai 2014, 07:31 hat geschrieben:Ich glaube nicht, dass Erdogan-Kritiker deshalb auf Erdogan so abfahren, weil sie damit irgendwelche (vermeintliche) Missstände in der Türkei anprangern wollen (Demokratie, Meinungsfreiheit...). Dafür kritisieren sie die Barbarei, die zurzeit in Ägypten im Gange ist, einfach zu wenig.
Hm... wer nicht alle missstände der welt kritisiert, soll gefälligst das maul halten, sonst gibts ein paar tritte vom Yerkel, der ja wohl auch nichts dafür kann...

Ist doch wahr, oder?
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Re: Staatsbesuch von Joachim Gauck in der Türkei

Beitrag von BattalGazi »

Den Tritt hat er ja bekommen, weil er den Regierungskonvoi angegriffen hat, übrigens ebenfalls mit einem Tritt. Das soll nicht heissen, dass ich das gutheißen würde, aber es ist ja nicht so, dass er friedlich dagestanden hätte. Yerkel hat sich dummer weise auf das selbe niedrige neveau begeben und wurde dafür gekündigt.
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Re: Staatsbesuch von Joachim Gauck in der Türkei

Beitrag von Bakelit »

BattalGazi » Fr 23. Mai 2014, 19:13 hat geschrieben: Erdogan hat ganz bestimmt nicht den Boden unter seinen Füßen verloren. Seine Macht ist das Volk und sein Netzwerk ist mit Sicherheit mit den Netzwerken in Deutschland vergleichbar. Oder glauben Sie wirklich, dass die Lobbyisten im Reichstag aus Nächstenliebe den Abgeordneten Mittagessen ausgeben und mit mehreren Millionen Euro jährlich einen "Beratervertrag" vermitteln?

Im übrigen räumt er mit der alten Elite auf, welche konservative Menschen unterdrückte und aus der Mitte der Gesellschaft verdrängte und sie ihrer Rechte beraubte.

Und Erdogan wurde wegen das Rezitieren eines Gedichtes verurteilt, welches alle Schüller in der Türkei seit Jahrzehnten in der Schule auswendig lernen müssen. Übrigens, das Gedicht hat unmittelbar mit dem Befreiungskrieg und der Republickgründung zu tun.
Na ja, dass das echte Türkische mal wieder so nach vorn kommt, freut dich, macht dich größer. Ist ok.

Freut uns hier aber nicht so richtig, können wir nichts mit anfangen.

Der Erdogan ist, wie alle Autokraten, genau auf dem Trip, der sie in den Orkus der Geschichte befördern wird. Seine patriarchalische Denke macht in offen für die Korruption in der Familie (bereits geschehen), seine gestörte Eigenwahrnehmung in Form der Überbetonung der eigenen Größe macht in willfährig für die Entrecourtrage der Einschleimer und Speichellecker (bereits geschehen siehe tretenden Affen), seine Haltsuche in quasi religiösen Elementen gepaart mit fehlendem intellektuellen Vermögen (Buchalter - man könnte auch Postkartenmaler hier einsetzen) macht ihn anfällig für Dogmatismus und Ausblenden der lebenswichtigen politischen Erkenntnisse aus der sich verändernden Welt ( bereits geschehen siehe Istanbul Gezi Park).

Das Ganze läuft einen putineske Situation hinaus.

Aber egal. Du freust dich über den neuen Groß-Osman...lass es dich freuen. Interessiert hier eigentlich keinen..oder besser gesagt nur am Rande, weil wir hier uns mit den Auswirkung der Rückständigkeit dann herumgeschlagen müssen.....

echt ;)
Zuletzt geändert von Bakelit am Sa 24. Mai 2014, 18:58, insgesamt 3-mal geändert.
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